Monologe auf Ibiza

Ein ehemaliger Vizekanzler, nun Rentner auf Ibiza, gießt seine Digibeete. Er hat Besuch von einem, der für kurz Minister war, nun aber ebenfalls lange schon in Rente.

Rentnerkanzler, hält mit dem Spritzen inne: Wir waren Helden!

Rentnerminister legt den Bericht mit seinen eintausendzweihundert Seiten fett wie ein Ziegel, der ihm zum Halten weiter zu schwer, auf seinen Rollator: Wir waren Idealisten!

Rentnerkanzler spritzt weiter: Wir sind Helden!

Rentnerminister setzt sich auf den Ziegelbericht: Wir sind Idealisten!

Der Preis

Es begann in 18, angestimmt durch ein Lied, das zu einem Bericht führte.

Nach jahrelangem Herumliegen wurde der Bericht nun Tat.

Dieser Bericht, der Partei ein Kreuzweg der Wahrheit, ward nun Tat.

Es soll nicht verschwiegen werden, daß es Meinungen gab, zu diesem Bericht, ehe dieser noch geschrieben ward, es werde bloß ein weiterer nutzloser Bericht …

Aber der Bericht straft sie Lügen.

Wahrlich ein Umsturz von allen bis dahin angenommenen Erkenntnissen.

Nach jahrelangem Herumliegen also wurde der Bericht nun doch noch Tat, wurde aus dem rohen Bericht eine recht gar zubereitete Anleitung zum Handeln.

Der Franz-Dinghofer-Preis wurde aufgegeben, das dazugehörige Institut geschlossen, auch das dazugehörige Symposium aufgegeben, das stets recht festlicher Rahmen für den Preisgabe. In diesem Jahr, das Ihnen Ihr Kalender zeigt.

Für viele Jahre schien es, als würde sich zum Preis auch noch ein Staatsfeiertag gesellen. Genoß doch Franz Dinghofer beim damaligen Vizekanzler, der nun als Rentner auf einer Insel seine Digibeete hegt, höchste Reputation.

Aber nicht nur bei ihm, auch, um nur einen noch aus dieser Kameraderie zu nennen, bei seinem Nachfolger, der für kurz Minister war, und zur Zeit, so wird erzählt, in der Rente seine Tage damit zubringe, im letzten Rauchwirtshaus Österreichs nahe der ungarischen Grenze seinen Spezln immer wieder zu erzählen, wie das alles bei ihm begonnen habe, bevor er habe wechseln können, aus seiner Arbeit bei einem Kreisverkehrflieger …

Es soll nicht verschwiegen werden. Es gab nicht nur diesen, aber vor allem diesen Mann, der zur Zeit im Expedit eines Verlages in Gröz sich ein Zubrot zur Rente verdient, der gegen die Aufgabe des Franz-Dinghofer-Preises, des Symposiums, gegen die Schließung des Institutes war, bis zum Ende leistete er harten Widerstand.

Nun, im Expedit des Verlags, wird erzählt, soll er unentwegt ein Lied von dem Mann aus den Bergen nur abspielen, das vom Edelweiß und seinem Schützer, der hart wie Gletsche- reis.

Seine Kameraderie war zwar gesinnungsgemäß seiner Meinung. Auch sie hätte es recht gesehen, malten sich das schon aus, wie das sein wird, die Feierlichkeiten zu einhundertfünfzig Jahre Österreich in der Kornblumenblüte.

Es soll, dies nur kurz eingeschoben, von noch einem Mann berichtet werden, nämlich von dem Hauptverantwortlichen dieses Berichts. Er soll einmal auf die Frage, ob er davon wisse, daß neben diesem Bericht es noch einen Bericht gäbe, der täglich erscheine, verneint haben, davon Kenntnis zu haben. Aber er stehe immer recht bereit, sollte er beauftragt werden, auch das zu untersuchen. Was aus ihm geworden ist, was er zur Zeit macht, ist nicht bekannt. Vielleicht hat er den Auftrag doch noch erhalten und untersucht nachträglich nun den täglich erscheinenden Bericht.

Bis ihm, also dem im Expedit sich ein Zubrot verdienenden Rentner, und seiner Kameraderie allerdings der Gedanke kam, den Preis, das Symposium und das Institut umzubenennen, war es zu spät. Der neue Namensgeber war zwar schnell gefunden, aber zu spät. Dabei hätte der neue Pate, ach, doch alle Kriterien erfüllt, die der Partei wesentlich. Wesentlich wäre ihr gewesen, mit der Umbenennung ein Zeichen ihres Bekenntnisses zur Übernationalität zu setzen, aber auch ein Zeichen ihrer uneingeschränkten Bejahung Europas. So wäre ihr, kaum war der Name gefunden, klar gewesen, mit dem neuen Namensgeber für Dinghofer-Preis und Dinghofer-Institut und Dinghofer-Symposium dürfe nicht dem Nationalen gehuldigt werden, somit es keiner aus dem Österreichischen sein, der neue Namensgeber als Ausdruck des Übernationalen, also einer aus einem Lande am Meer. Die Einigung auf ein übernationales Kind seiner Zeit als neuen Preispaten wäre rasch zu erzielen gewesen, einen kurzen Vormittag nur nähme dies in Anspruch.

Es käme ihr als Pate für Preis und Institut und Symposium nur einer in Frage.

Ein ehemaliger Ministro dell’Interno, der in 18 erstmals auf diesem seinem Stuhl …

Eine Agentur wurde sogar gleich beauftragt, Drucksorten hierfür zu entwerfen, für die Einladungskarte und so weiter. Dem Maler ein neuer Auftrag der Gestaltung der nächsten Medaille in Aussicht gestellt. Aber es war zu spät, der Pate bereits zum Paten geworden für …

… dabei so recht zufrieden mit dieser raschen Einigung auf den neuen Namensgeber wäre sie, die Partei, gewesen, und auf den Gesellschaftsseiten desselben Tages noch wäre berichtet worden, nach einem Festgottesdient in lateinischer Sprache als Bildungsbekenntnis ein international zusammengestelltes Festmahl, dessen erster Gang Borschtsch …

Aber es war zu spät. Die Partei, die einst in guten Zeiten ihr eine recht zuverlässige Partnerin war, schnappte ihr um eine Stocklänge den Namen für ihre Preisumbenennung weg. Und so kam es, wie es in Geschichtsbüchern zu lesen ist, daß nicht aus Dinghofer, sondern aus Kunschak Salvini wurde.

Zum Abschluss noch eine rührende Geschichte von einem Mann, der einmal Gouverneur war (aber nicht von Kalifornien). Er soll gar unter der Aufgabe gelitten hatten. Besonders soll er sich um den Wert seiner Münze gesorgt haben. So soll er, als er von der Schließung des Instituts und von der Aufgabe des Preises und des Symposiums gehört hat, auf dem von Italien bis ins Burgenland neu geschaffenen Andreas-Hofer-Weg zu Fuß gegangen sein, um von dem Rentner in der Rauchstubn persönlich zu erfahren, ob denn damit jetzt seine ihm verliehene Medaille, die doch so recht schön gestaltet, völlig wertlos geworden sei. Da er aber die Antwort fürchtete, wollte er den Erhalt dieser so lange wie möglich hinauszögern, daher beschloss er, wird erzählt, den Andreas-Hofer-Weg von seinem Beginn in Italien bis zu seinem Ende im Burgenland zu Fuß zu gehen. Zu seiner Erleichterung konnte ihm der Rauchstubnhocker aber keine eindeutige Antwort darauf geben. Er versprach ihm, dem seinerzeitigen Gouverneur, jedoch auf Ehr‘ und Treu‘, er werde bei seinem nächsten Inselaufenthalt den ehemaligen Vizekanzler danach fragen, es werde sich dafür bestimmt eine rechte Gelegenheit finden, beim gemeinsamen Jäten der Digibeete.

NS Für das Symposium ist dann doch ein Ersatz gefunden worden, ein Ersatz, von dem viele meinen, das entspräche ihr viel mehr, sei sozusagen ihr wahres Symposium, und so ziehen sie alljährlich über die Dörfer bis nach Ried. Geändert hat sich dabei im Grunde nichts, voran nur jetzt Burschen und Mädchen in festlicher Tracht.

Ach, doch eine Neuerung: mit einem Halt auf der Melker Bastei, um darzubringen der Mutter in Stein Schleifen zu ihrer Ehre.

Der Preis

Es begann im Jahr 18 die Diskussion um den Leopold-Kunschak-Preis, angestoßen von dem damaligen Nationalratspräsidenten.

Nun fand die jahrelange Diskussion ein Ende. Der Leopold-Kunschak-Preis wurde umbenannt. In diesem Jahr, das Ihnen Ihr Kalender zeigt. Für viele Jahre schien es, als würde die Umbenennung besonders an zwei Männern scheitern.

Der eine, einst auch ein Minister, war für die Beibehaltung, das Gedenken an das „Kind seiner Zeit“ nicht aufzugeben.

Der zweite, einst ein Arbeitsrechtsprofessor im Sold der schwarzen Partei, als deren Ausmallogo mit einer zweiten Farbe an manchen Randstellen zu tünchen war, war gegen eine Umbenennung, empfahl allen, leiser zu treten.

Schließlich aber setzten sich nach etlichen Jahren doch die Veränderungswilligen, die Modernisierungswilligen, also die Kinder ihrer Zeit, mit ihrem damaligen Obmann als deren Spitze, durch.

Wesentlich war ihnen mit der Umbenennung ein Zeichen ihres Bekenntnisses zu Internationalität zu setzen, aber auch ein Zeichen ihrer uneingeschränkten Bejahung der Europäischen Union. So war ihnen, kaum ward die Umbenennung beschlossen, klar, mit dem neuen Namensgeber für den Kunschak-Preis darf nicht dem Nationalen gehuldigt werden, somit es keiner aus dem Österreichischen sein, der neue Namensgeber als Ausdruck des Übernationalen, also einer aus einem Lande am Meer. Die Einigung auf ein übernationales Kind seiner Zeit als neuen Preispaten war rasch erzielt, einen kurzen Vormittag nur nahm dies in Anspruch.

Es kam ihnen als Pate für ihre Preise nur einer in Frage.

Ein ehemaliger Ministro dell’Interno, der in 18 erstmals auf diesem seinem Stuhl …

So recht zufrieden mit dieser raschen Einigung auf den neuen Namensgeber soll es, so jedenfalls die Berichte auf den Gesellschaftsseiten desselben Tages, nach einem Festgottesdient in lateinischer Sprache als Bildungsbekenntnis ein international zusammengestelltes Festmahl, dessen erster Gang Borschtsch …

MS Nachrichten geniert sich „Scheiß“ auszuschreiben, nicht aber „Zigeunerin“

Ist das nicht herzig korrekt? Wie Microsoft News sich geniert, „Scheiß“ auszuschreiben, aber ohne sich zu genieren, „Zigeunerin“ ausschreibt, geradeso, als wäre „Zigeunerin“ kein …, geradeso, als hätte Roma-Anhänger eine Frau mit dieser Anrede adeln …

Kurz ist das noch zu ergänzen gewesen, sozusagen, als Appendix zum Kapitel mit dem Kandidaten, der recht mit dem Roma-Anhänger kickt …

„Scheiß“-Wort von Salvini, Kein-Wort vom Kandidaten

Wenn Matteo Salvini die Lieblingsbezeichnung eines österreichischen Rentnernotars gegen Menschen verwendet, diesen Menschen droht, mit „dem Bagger“ zu kommen, und das ausgerechnet, aber gesinnungsgenau um den 2. August, wenn also Salvini wieder einmal beweist, die Auferstehung eines burgenländischen Landeshauptmannes zu sein, kann es nicht ausbleiben, den Blick über die Grenze nach Österreich zu richten, besonders auf einen Kandidaten der kurz bevorstehenden Wahl in Österreich, dem es ein recht besonderes Begehr ist, Seite an Seite mit Salvini …

Um den 2. August also das „Scheiß“-Wort in Verbindung mit der Lieblingsbezeichnung für Menschen des Rentners, der für die letzte Regierung in Österreich die Ehre hatte, ihr Paragraphen zu schreiben, von Salvini, und am und um den 2. August kein Wort von dem badengegangenen Kandidaten.

Oh, es gibt schon Worte von dem Kandidaten, auch um den 2. August, nicht am 2. August, kurz davor recht besondere:

„Bei meinem Besuch bei #Facebook haben wir über die Eindämmung von #Hasspostings & #FakeNews gesprochen. Das ist ein großes Problem, gegen das wir als Gesetzgeber in Zusammenarbeit mit den sozialen Medien ankämpfen müssen.“

Erinnern Sie sich noch an die Worte dieses Kandidaten in 18 über die besondere Verantwortung, die gerade Österreich gegenüber Menschen hätte, die …

Das ist Wahrnehmung höchster Verantwortung, in Österreich: Kein-Wort, auch und vor allem am 2. August.

Bei seinem Besuch habe der Kandidat also über „Eindämmung von Hasspostings & FakeNews“ gesprochen und wähnt sich dabei auch noch majestätisch, „Gesetzgeber“ zu sein. Oh, welch ein Kandidat! Was für ein Kandidat, der das Versagen des letzten Bundeskanzlers in Österreich so recht auf den Punkt zu bringen vermag, eines letzten Bundeskanzlers, der die „Eindämmung von Hasspostings“ durch Belohnung mit höchsten Regierungsämtern vollbrachte

Oh, was für ein Kandidat! Ein Kandidat, dem das niemals passieren würde, wie einem anderen Kandidaten, sich zu verzählen, ein Kandidat, der nicht um den Gott der Gegenwart tanzt und diesen fake news gerufenen anbetet.

Österreichs Saga

Jon Törklánsson schreibt das, auf die Rückseite von „Jons Saga“, er schreibt es aber nicht unleserlich. Veröffentlicht ’18, Innsbruck, Tirol, Österreich.

Beinahe der Verlockung erlegen. Diesen leserlichen Absatz umzuschreiben, auf Österreich hin zu schreiben.

Österreich, verstrickt in ein Wirklichkeitsgewebe, unleserlich, bestimmt.

Österreich, unleserlich.

Unleserlich im Sinne, von Langeweile, es langweilt, ein einziger Absatz gleich auf der ersten Seite Österreichs genügt, um zu wissen, nicht weiterlesen, unlesbar, höchstens ermüdend, das Ewiggleiche, stets Altes Altem hinzugefügt, leserlich, aber unlesbar, schon nach einem einzigen Absatz gleich auf seiner ersten Seite oder, wenn von hinten aufgeschlagen, auf seiner letzten Seite für immer augenblicklich wegzulegen, Vorkehrung aber dafür zu treffen, es nie mehr in die Hand zu bekommen, sofort in den Reißwolf …

Das gesamte unleserliche Buch die wirkliche Landkarte Österreichs in seiner Gesamtheit, daraus eine unleserliche Seite die wirkliche Flagge Österreichs in seiner Unverwechselbarkeit.

Verstrickt aber derart in dieses Wirklichkeitsgewebe gibt es kein Entkommen, keinen Ausweg, die Fäden, derart verfilzt, lösen sich nicht auf, kein Ende von seinem Erzählen. Nur Momente bleiben, der Zuflucht zu seinen heiteren Stellen.

Auch die Geschichte dieser Sage hat seine heiteren Stellen.

Die mit „Jons Saga“ überschriebene, also unleserlich beschriebene Sage jedoch ist leserlich, an vielen Stellen, durch die Jahrhunderte leserlich geblieben, kaum überraschend, auch in den madigen zwölf Jahren des deutschen reiches als Kinder- und Jugendliteratur empfohlen.

„Gísla saga Súrssonar“ heißt die von Jon Törklánsson unleserlich beschriebene Sage, in deutscher Übersetzung: „Gisli, der Geächtete“. Es trägt sich zu — auf einer Insel

Das Heitere daran. Metapedia informiert ausführlich über „Gisli, der Geächtete“. Metapedia schreibt ausführlich über Wikipedia.

Kurz zusammengefaßt das Urteil von Mediapedia: Wikipedia ist zu meiden.

Was aber Metapedia über „Gisli, der Geächtete“ so ausführlich schreibt, ist ausführlich Wort für Wort von Wikipedia abgeschrieben, von der ersten bis zur letzten Zeile.

Es kann aber auch umgekehrt sein, auf Metapedia die letzte Bearbeitung, wie angegeben wird, 15. September 08, auf Wikipedia die letzte Aktualisierung, wie angegeben wird, am 29. April 2019. Wer nun wirklich die Abschreiberin ist, so oder so, heiter bleibt es allemal. Oder es schreibt wer zugleich für Metapedia und für Wikipedia dasselbe – auch sehr heiter.

Es gibt keinen Ausweg. Wenigstens für Momente Zuflucht beim Heiteren.

Der Teller ist leer.

Michel Onfray hat es weit gebracht. Nun genügt bereits ein Bild, um ihn zu widerlegen. Er schreibt, Greta Thunberg, eine, die nie lacht. Wie das Bild in der Collage aber zeigt. Sie kann nicht nur lächeln, Greta Thunberg lacht auch. Wie Maschinen und Macht niemals lachen.

Oh, und wie viele Fotos erst gibt es von ihr im Internet, die eine Jugendliche zeigen, mit allen für dieses Alter typischen Gesichtern: ernst, neugierig, lächelnd, nachdenklich, lachend …

Damit wäre bereits alles gesagt, was zur Schreibe gegen Greta Thunberg von Michel Onfray zu sagen ist. Sein gesamter Text gegen Thunberg mit einem Bild somit widerlegt. Onfray damit erledigt.

Eines aber ist an seiner Schreibe, das aufgenommen werden kann. Es ist sein Geschwefel von „Cyborg“. Freilich ist Greta Thunberg für seine Anwürfe die falsche Adressatin.

„Cyborg“ ist das Umfeld, der Umgang mit Greta Thunberg. Wie sie überallhin eingeladen wird, in Parlamente, zu Konferenzen, hofiert wird von Staatspräsidenten, von Kanzlerinnen … Wann ist je so schnell ein einzelner Demonstrant, wann vor allem ist je eine jugendliche Demonstrantin mit so viel Aufmerksamkeit bedacht worden, wann sind je einer jugendlichen Demonstrantin so schnell und überhaupt die Tore zu den Staatskanzleien geöffnet worden? Die sogenannte Macht hat gelernt. Es geht, das hat die sogenannte Macht gelernt, nur noch so, und ohne finstre Verliese viel besser, zu umarmen, zu instrumentalisieren, sich aus Eigenerhalt anzubiedern, aus Eigennutz so zu tun also, als wären die Anliegen etwa einer jungen Demonstrantin ganz und gar die eigenen Anliegen, auch die uneingeschränkten Anliegen der sogenannten Macht.

Tatsächlich aber präsentiert sich die sogenannte Macht damit nur als „Cyborg“, deren Engagement, in diesem Fall für den Klimaschutz, nichts als Künstlichkeit ist.

Greta Thunberg ist der sogenannten Macht ein Eindämmungsfaktor, eine Protesteinfanggarantie. Durch das mannigfache Einladen sendet die sogenannte Macht an alle die Botschaft aus, Proteste gegen die sogenannte Macht sind nicht mehr notwendig, alle sollen in ihren Häusern, in ihren Wohnungen bleiben, das Ziel des Protestes ist erreicht, eine Protestierende sitzt für alle stellvertretend am Tisch der sogenannten Macht, eingeladen, hofiert von der sogenannten Macht. Und zugleich ist es das Herunterziehen des Protestes auf die Ebene der sogenannten Macht, der Protest, also Greta Thunberg, kann jetzt auch reden, reden, reden, auf Konferenzen, in Parlamenten, wie es die sogenannte Macht stets macht: reden, reden, reden, statt etwas zu tun, jahrelang, jahrzehntelang über eine Sache reden, während handeln not, und auch Greta Thunberg dient der sogenannten Macht zur Beruhigung, zum Verwechseln von Tun und Reden, die Rede als Tat der Tat höchst einzige Tat, sie ist der sogenannten Macht nützlich für ihre Behauptung, etwas zu tun, in diesem Fall gegen den Klimawandel, sie redet freundlich, das heißt, maschinell mit Greta Thunberg, sie nimmt den Protest ernst, das heißt, maschinell, sie verarbeitet den Protest maschinell, zerredet den Protest, zermalmt den Protest, löst den Protest wie Tabletten in Wasser auf, zum leichten Schlucken für alle, und die Wirkung des aufgelösten Protestes zum Medikament ist, die sogenannte Macht kann Weitermachen wie je.

Und sie macht weiter wie je, bloß eine Demonstrantin muß jetzt an ihrem Tisch geduldet werden, aber es ist ja Platz genug, und sie, die Demonstrantin ißt ja nichts weg, nimmt der sogenannten Macht ja nichts weg, dafür ist gesorgt, ihr Teller bleibt leer, nein, ihr ist nicht einmal ein Teller hingestellt, der sogenannten Macht Teller aber sind weiter übervoll, nur auf den Bildern, die die sogenannte Macht in die Welt hinausschickt, hat die Demonstrantin einen vollen Teller vor sich, und das ist der Erfolg der sogenannten Macht, niemand draußen in der Welt sagt: Der Teller ist leer.

Aber alle fühlen sich mehr als gesättigt, von den Bildern, die ihnen davon so reichlich auf ihre smartphones geklatscht …

Die sogenannte Macht jedoch sitzt selber nur an einem Tisch, der im Hinterzimmer der sogenannten Macht steht, und an diesem Hinterzimmertisch hat die sogenannte Macht selber keinen Teller, das ist der Tisch von jenen, die den Protest notwendig machen, das ist der Tisch von jenen, für die die sogenannte Macht alles zu unternehmen beauftragt ist, den Protest abzubauen. Einzig für den Protest-Emissionsabbau wird das Reden zugunsten des Handelns, des Tuns stets aufgegeben. Für den Protest-Emissionsabbau einzig gilt ihnen im Hinterzimmer die absolute Parole: Schweigend handeln.

Menschgemäß setzt die sogenannte Macht gleichzeitig zusätzlich darauf, daß gegen, um bei Greta Thunberg als Beispielgeberin dafür zu bleiben, Greta Thunberg sich dermaßen viel anhäuft, es gegen sie derart viele Anwürfe gibt, derart viele Anschuldigungen, derart viele Herabsetzungen, derart viele Gemeinheiten, bis sie die Unglaubwürdige ist, ihr kein Mensch mehr zuhört, sie wieder vergessen ist, die sogenannte Macht ihre Türen nicht nur für und vor Greta Thunberg fest wieder verschließen kann.

Und mit seinen Anwürfen gegen Thunberg ist Michel Onfray nun einer der Knechte, eine der Mägde, die das Geschäft von „Cyborg“ freiwillig und geifernd betreiben.

„Cyborg“ ist die Macht und die Maschinerie der Macht, die sich niemals zeigt und nie lacht.

Ach, weit hat es Michel Onfray gebracht. Er ist ein alter Mann geworden. Attraktiv geworden nur noch für vor allem alte Männer und alte Frauen gleich welchen Lebensalters, wie jenen von der gesinnungsgemäß zensurierten Website der österreichischen identitären Parlamentspartei.

Es reicht zwar, wie oben ausgeführt, inzwischen bereits ein Bild, um Onfray zu widerlegen. Aber eines aus seiner Schreibe soll doch noch erwähnt werden. Onfray schreibt, was Greta Thunberg lese, sei nicht von einem Mädchen ihres Alters geschrieben, sondern … Und dann erzählt er sentimental, er, Onfray, habe mit siebzehn Jahren Rimbaud gelesen. Wer damals Rimbaud wohl seine Gedichte schrieb, die er, Rimbaud, mehr oder weniger genau in diesem Alter von Thunberg …

Für Michel Onfray kommt jetzt wohl unausweichlich die Zeit, in der er sich dringend daran erinnern sollte, daß Rimbaud bald darauf für immer aufgehört hat zu schreiben. Wenn ihm Greta Thunberg kein Beispiel sein kann, so sollte er geschwind Rimbaud nacheifern, es ist nie zu spät, aufzuhören.

NS Weil es doch einen Bezug zum Österreichischen hat. In Österreich gibt es auch einen, der sich nun, eine Wahl steht kurz bevor, auch in bezug auf Klimaschutz als Cyborgchen mehr und mehr outet, nachdem er kurz davor noch meinte, als er sich als Teil von Cyborg wähnte, „hatten die Klimakrise“ …

NNS Mit ihrem Applaus für Michel Onfray „überführt“ sich die gesinnungsgemäß zensurierte Website der identitären Parlamentspartei, mit der es Cyborgchen nach der nächsten Wahl wieder machen will, ein weiteres Mal, auch beim Thema Klima.

Was Österreich ohne Ibizkaja immer noch hätte: eine Bundesregierung mit diesem Innenminister und seinem Kurz

„Herbert Kickl keinen Platz in einer Regierung haben sollte. Er hat sich als Innenminister in verschiedenen Bereichen durch sein Verhalten eigentlich schon disqualifiziert, er hat dann am Höhepunkt der Ibizakrise in einer sehr sensiblen Phase für die Regierung und auch für die Republik aus meiner Sicht nicht richtig reagiert und das führt dazu, daß er mein Vertrauen für eine Regierungsfunktion nicht hätte.“

„Ich habe keine guten Erfahrungen gemacht mit Herbert Kickl als Innenminister.“

Das sagt in der gestrigen Nacht im Fernsehen Sebastian Kurz. Am 30. Juli 19 zu Armin Wolf.

Das heißt, ohne Ibizkaja würde es diesen Innenminister immer noch geben, auch heute noch, am 31. Juli 19, und Sebastian Kurz wäre immer noch und weiter …

Was wäre Sebastian Kurz immer noch und weiter? Einer, der siebzehn Monate lang nicht handelt, nichts tut, bloß zusieht, obgleich er weiß, daß vor allem einer stellvertretend namentlich genannt in dieser Bundesregierung sich in diesen siebzehn Monaten „disqualifiziert“ hat …

Was heißt das, sich zu disqualifizieren? Manchmal ist es gut und wichtig und notwendig, die vielen Bedeutungen von einem Wort anzuführen – Disqualifikation: Untauglichkeit, sich einer Sache unwürdig erweisen, sich unmöglich machen

Er, Kurz, hat also siebzehn Monate gebraucht, um eines zu lernen, den Stoff wenigstens soweit zu begreifen, daß einer untauglich, unwürdig, unmöglich ist.

Es gibt eine alte Wahrheit, daß jeder Mensch seine eigene Zeit nach seinen eigenen Fähigkeiten braucht, um etwas zu lernen, etwas zu verstehen, etwas zu begreifen. Auch ihm, Kurz, ist diese Zeit zuzugestehen, aber nicht in solchen verantwortungsvollen Positionen, dafür sind die Risiken zu hoch, die negativen Auswirkungen auf Menschen nicht in Kauf zu nehmen.

Ohne Ibizkaja hätte es Sebastian Kurz im Fortbestehen dieser Koalition vielleicht auch noch gelernt, in zwei oder drei Jahren endlich den Stoff, aus dem die FPÖ ist, erfaßt, nämlich daß nicht nur einer aus dieser Partei untauglich, unwürdig … also in einem halben Regierungsjahrzehnt das begriffen, was sonst in Österreich seit Jahrzehnten gewußt wird: die Unwürdigkeit der identitären Parlamentspartei zum Regieren …

… und dafür ist er nicht zu schelten, ist er, Kurz, doch mit dieser Lernschwäche gesegnet, die er mit gar so vielen Wählern teilt, mit der Lernschwäche gesegnet, die gar so viele Wählerinnen seit Jahrzehnten bestimmt, immer wieder diese Partei zu wählen.

Ohne Ibizkaja also hätte Sebastian Kurz den Menschen in Österreich weiter einen Innenminister zugemutet, der untauglich, unwürdig, unmöglich …

Ohne Ibizkaja also hätte Sebastian Kurz noch auf Jahre hinaus, zumindest bis zur nächsten regulären Nationalratswahl, den Menschen in Österreich zugemutet, daß sie mit diesem Innenminister weiter „schlechte Erfahrungen“ machen, so wie er, Kurz, in diesen siebzehn Monaten schon „schlechte Erfahrungen“ gemacht hat, freilich, mit einem wesentlichen Unterschied, die „schlechten Erfahrungen“ hatten und haben auf ihn, Kurz, im Gegensatz zu allen Menschen in Österreich keine Auswirkungen, vor allem keine schlechten; er, Kurz, würde nur irgendwann das Büro im Bundeskanzleramt für immer verlassen müssen, vom geistigen Alter her mit einer sofortigen Pensionsantrittsberechtigung.

Und wer einmal damit begonnen hat, Menschen dem auszusetzen, mit ihm schlechte Erfahrungen zu machen, hört damit je nicht auf, im Gegenteil, er muß die Dosis erhöhen und erhöhen, die Auswirkungen auf die Menschen durch diesen Innenminister, hätte es Ibizkaja nicht gegeben, hätten nur die Steigerung auf diesem begonnenen Weg erfahren: schlecht, schlechter, schlechteste, total schlechteste …

Von Sebastian Kurz kann nicht von einem Wiederholungstäter gesprochen werden, denn das setzte voraus, daß er Taten setzt, handelt, und wer, wie Kurz, siebzehn Monate lang einen Untauglichen, Unwürdigen, Unmöglichen gewähren und vorführen läßt, sich siebzehn Monate lang dem aussetzt, mit einem solchen Mann schlechte Erfahrungen zu machen, kann schwerlich, ist unmöglich ein Mensch der Tat zu nennen, oder eigentlich schlimmer noch, auf diesem sonderlichen Weg doch ein Wiederholungstäter, ein Wiederholungstäter der Untätigkeit.

Aber wer einmal diesen stellvertretend namentlich genannten Untauglichen, Unwürdigen, Unmöglichen machen ließ, ihn recht gerne weitermachen gelassen hätte, wäre ihm, Kurz, nicht Ibizkaja in die Parade gefahren, kann von den Untauglichen, Unwürdigen, Unmöglichen nie mehr lassen, und so ist keine Überraschung, daß er sich schon dem nächsten Innenminister zugewandt …

Es war in der gestrigen Nacht keine Überraschung, daß er, Kurz, ein weiteres Mal die Gültigkeit seines ihn einzig vollauf getroffenen Porträts bestätigte, vor allem mit seiner Antwort auf die Frage von Armin Wolf, was denn der Unterschied zwischen dem Disqualizierten und — „in den öffentlichen Stellungnahmen gibt’s keinen Unterschied“ …

„In den Gesprächen, die ich mit FPÖ-Vertretern gehabt hab, wo Sie bekanntermaßen nicht dabei waren. Nein, aber wir hatten ja Vier-Augen-Gespräche, wir hatten Telefonate. Ich glaub, das wissen Sie, daß Sie nicht dabei waren, glaub ich, daß ist keine Überraschung für Sie. Als das Ibiza-Video veröffentlicht worden ist, gab es natürlich einen Austausch […] einige Telefonate mit Norbert Hofer und da gab’s natürlich aus meiner Sicht unterschiedlichste Überlegungen und eine davon war, gemeinsam mit Norbert Hofer die Frage zu stellen […] die Koalition fortzusetzen.“

Armin Wolf wird in der gestrigen Nacht erleichtert das Studio verlassen haben, jetzt mit Sicherheit zu wissen, daß er, Wolf, „nicht dabei war“, als Kurz mit Hofer … Vielleicht war bei Armin Wolf ein wenig Überraschung dabei, von Sebastian Kurz zu erfahren, was er selbst wissen sollte, also wo er, Wolf, wann wo dabei und wann wo er, Wolf, nicht dabei …

Exposition

Nutzen Sie die Gelegenheit, das Kurz-Zimmer im Bundeskanzleramt am Ballhausplatz in Wien zu besichtigen, die Revue passieren zu lassen, was ihn ausmacht.

Sie werden überrascht sein, was alles in einem Büro sich ansammeln kann, schon nach kürzestem Betrieb.

Angesammeltes kann nicht einfach entsorgt werden, zum Beispiel deshalb, weil die Entsorgungsinsel wegen Überfüllung gesperrt.

So bleibt vieles einfach liegen, auch Akte von Partnerinnen, all das liegt zuhauf im Zimmer herum, Fallengelassenes von Verbündeten.

Wenn Sie sich aber mehr dafür interessieren, welche Mittel, Stoffe, Gerüche Menschen zur Inspiration nutzen, um beispielsweise Sozialprogramme zu schreiben, Wirtschaftspläne zu entwerfen, Ökologiekonzepte zu verfassen, Clouds zu digitalisieren, dann ist Ihnen ein Besuch des Kurz-Zimmers mit den Kunschak-Kartoffeln in der Schublade unbedingt zu empfehlen.

Aber auch für den kunstinteressierten Menschen ist der Besuch des Kurz-Zimmers mit Sicherheit ein Genuß. Es kann mit einer Sensation aufgewartet werden. Zum ersten Mal wird sein ultimatives Porträt öffentlich gezeigt. Zu danken ist das dem Kunstsammler Karl Pferdinger, der sich freundlicherweise dazu bereit erklärte, es als Leihgabe für die Dauer der Ausstellung zur Verfügung zu stellen.

Selbstkritisch muß aber zu dieser Exposition angemerkt werden. Ein Manko gibt es allerdings. Auch wenn unverschuldet und dafür nicht verantwortlich, es nicht selbst verschlampt. Es ist keine Multimedia-Ausstellung.

Im Bewußtsein, daß erst das Multimediale in der heutigen Zeit eine Ausstellung zu einer modernen macht, kann dennoch mit gutem Gewissen die Besichtigung des Kurz-Zimmers im Bundeskanzleramt nur wärmstens empfohlen werden.

Und mit einem höflichen Rat zum Schluß. Warten Sie mit dem Besuch nicht mehr allzu lange. Kurz sind zwei Monate. Dann wird das Zimmer entrümpelt, einer neuen Nutzung zugeführt, nichts mehr wird dann je noch daran erinnern, was für ein Zimmer es war, für kurz … der letzte Besichtigungstag ist der 29. September 19. Nach den Plänen nämlich ist vorgesehen, bereits am 30. September 2019 mit dem völligen Umbau des Bundeskanzleramts am Ballhausplatz, mit seiner Gesamtsanierung, mit seiner absoluten Neugestaltung nach modernsten Standards der Gegenwart zu beginnen. Nostalgische Menschen werden es wohl bedauern, daß es dann das Kurz-Zimmer in seiner bisherigen dunklen Ausgestaltung, mit seiner erdrückenden Täfelung und mit seiner schweren Möblierung nicht mehr geben wird.

Doch nun es gibt das Bekenntnis zum überfällig landesweiten Umsetzen des Leitspruchs: „Das Alte hat dem Neuen zu weichen“.

Eine Besichtigung des Kurz-Zimmers im Bundeskanzleramt ist somit besonders für sentimentale Menschen auch eine letzte Möglichkeit der Verabschiedung von der bisherigen Tradition mit ihrem Leitsatz, für den das Kurz-Zimmer raumgewordenes Symbol wie kein anderes ist: „Das Alte hat dem Alten zu weichen.“

In the heat of sentiment

In der Hitze der Nacht und vor allem in der Hitze der Gesinnungsnacht ist es keine Seltenheit, daß Menschen recht meinen, besonders mit einem Blick in Archive Menschen „überführen“ zu können.

Auch diesmal muß die Hitze der Gesinnung recht die Buchstaben in den Archiven zum Flirren gebracht haben, in den Nachtstuben der gesinnungsgemäß zensurierten Website eine Fata Morgana …

Was es tatsächlich auf sich hat, mit der Zeitungsmeldung aus dem Sommer 1975, auf die sich die gesinnungsgemäß zensurierte Website der identitären Parlamentspartei im Sommer 19 bezieht, das muß nicht gesondert ausgeführt werden.

Kurz zusammengefaßt: FPÖ unzensuriert überführt, wie bereits ein kurzer Blick in Archive bestätigt, damit nur UNZENSURIERT fpö.

Kurz noch. Nein, es muß gar nicht geforscht werden, zu welcher Quelle diesmal die gesinnungsgemäß zensurierte Website bergauf kraxelt, welchen Quellenhahn sie dafür öffnet, sich selbst wieder ein weiteres Mal zu „überführen“. Aus welch recht besonderen Quellen … das ist ohnehin zur Genüge bekannt.