Kurz zum Niedergang

Erinnern Sie sich noch an die Zeit in Österreich, als ein Mann von der „Hump-Dump“-Qualität nicht Minister werden konnte, weil es einen Bundespräsidenten gab, der …

Seit dem, obwohl es immer noch österreichische Gegenwart ist, ist viel in Vergessenheit geraten. Nur so ist es erklärlich, wer inzwischen so recht leichthin Ministerin, Vizekanzler, Finanzminister werden konnte – kurz zusammengefaßt: der Niedergang Österreichs.

Es war jetzt einer für kurz Finanzminister, einer, der jetzt weiter noch auf der Besetzungsliste stand für die nächste Regierung, in dieser wieder den Finanzminister zu geben, der mit seiner Erklärung „Gib a Ruh!“ sich nun versucht herauszureden, in der Qualität von „Hump-Dump“ …

Oh, Österreich, Land der Voltaire

Ob es bereits Liebe ist, die die gesinnungsgemäß zensurierte Website der identitären Parlamentspartei zu Andreas Koller entdeckt hat, sei dahingestellt, eines jedoch hat sie in Andreas Koller mit Gewißheit entdeckt, sein Potential, für sie und ihre Gesinnungskameradschaft zu schreiben, ihr ein von erster Güte und ein Nie-in-den-Verdacht-Geratener Entlastungsschreiber werden zu können.

Zum ersten Teil seiner Glosse „Wenn politische Korrektheit mit zweierlei Maß mißt“, zu dem Teil also, in dem er zu Georg Dornauer schreibt, kann nichts geschrieben werden, was Georg Dornauer selbst betrifft, um nicht in den Verdacht zu geraten, etwas für Dornauer zu schreiben, zu dem nichts einfällt, das für ihn sprechen könnte, außer eines kann indirekt zu ihm geschrieben, arme SPÖ, die solch einen Mann als tragenden Funktionär in ihren Reihen weiter hält, mit dem sie nur noch tiefer fallen kann. Und was noch indirekt zu Georg Dornauer geschrieben werden kann, betrifft Andreas Koller, der blind oder faul zu sein scheint, wenn er schreibt, „die öffentliche Empörung in den „sozialen“ und sonstigen Medien nähme kein Ende“ … Es gibt eine Unmenge an Berichten, an Artikeln, an Postings, deren Inhalt unter „Empörung“ zusammengefaßt werden können. Aber Genauigkeit, Recherche dürften auch für einen Andreas Koller allmählich Fremdwörter werden, die nicht zu verwenden und vor allem nicht anzuwenden sind.

Ob die gesinnungsgemäß zensurierte Website ihre Liebe zu Andreas Koller entdeckt hat, vermag nicht gesagt werden, aber Andreas Koller macht den Eindruck, als hätte er die Liebe entdeckt, so wie er schreibt, sich schreibend vor die „Freiheitlichen“ stellt, es ist die Eigenart von Liebenden, ihr Objekt des Begehrens damit in Schutz zu nehmen, daß es von allen als „böse“ angesehen wird, daß alle anderen alles dürfen, in seinen Worten „Linke dürfen das!“, nur der sein „böse[r] Freiheitliche[r]“ darf es nicht.

Und „Linke dürfen auch“, damit beginnt der zweite Teil seiner Glosse vom 22. November 19, in dem er seine Sorge um „eines rechten Uni-Professors Meinungsfreiheit“ zum Ausdruck bringt und seine, oh gar so hehre Warnung, der „Demokratie keinen guten Dienst“ zu „leiste[n], wer aus Gründen der politischen Korrektheit mit zweierlei Maß misst“ …

Oh, und wie mutig stellt sich Andreas Koller an die Seite und schreibt allen tapfer entgegen: „Die Redefreiheit gilt auch für rechte Professoren.“ Andreas Koller, noch ein Voltaire, der nächste österreichische Voltaire …

Andreas Koller in der Identität von Voltaire schreibt von Lothar Höbelt, das ist sein „rechter“ Uni-Professor, der, wenn es um den Holocaust geht, vom „sogenannten Holocaust spricht“, dem der 8. Mai 1945 ein „Tag der Niederlage“, der seit Jahrzehnten die „Meinungsfreiheit“ auch auf der Universität ausreizt, soweit ausgereizt, daß ein österreichisches Gesetz wohl schon lange w.o. gegeben hat, dessen „Meinungsfreiheit“ derart gefährdet ist, daß ein österreichischer Präsident ihn einladen, dessen „Meinungsfreiheit“ nur noch das „Institut für Staatspolitik“ und das auch nur noch Semriach gewährleisten kann. Das „Institut für Staatspolitik“, dessen Gründer in Deutschland respektvoll „Salonfaschist“ … ja, nur wer einen Salon besitzt, kann derart adelig seinen „Dienst“ gegen die Demokratie leisten … Bei dem hier verwendeten „gegen“ fällt der erste Satz eines sehr alten Romans ein: „Ich bin immer gut gegen sie gewesen.“ Diese Männer und Frauen rund um den kollerischen Professor würden ihre Lebenserinnerungen wohl auch mit diesem Satz beginnen: „Ich bin immer gut gegen sie [die Demokratie] gewesen.“

Oh, Österreich, Land der Voltaire …

Wie tief von diesem Geist erfüllt, ist auch daran zu ermessen, daß er Eingang gefunden hat in eine Redewendung, die unveräußerlicher Kern österreichischer Identität ist: Volte schlagen …

Ja, in Österreich steht die Aufklärung recht hoch im Kurs. Nicht nur durch Voltaire, sondern auch Rousseau, zu dem einer, vor allem einer immer wieder „greift“ – zurück möcht‘ er auch wieder, in seinen Innendienst, um weiter gut gegen sie …

Was bereits in einem Kapitel festgehalten wurde, zum kollerischen Professor, der nur ein Beispiel von vielen Beispielen ist, kann nur immer wieder wiederholt werden: Genug ist genug …

Genug mit Zuarbeit, genug

Zur österreichischen Komödie Und täglich hämmert der Holzmann gehören auch die wiederkehrenden Aufregungen um und mit Lothar Höbelt …

Kurz zum Erinnern.

Wieder einmal wurde ein Transparent entrollt, direkt vor den Augen des Lothar Höbelt: „Kein Raum für Nazis“ …

Ein Transparent jedoch wurde in Österreich seit Jahrzehnten nicht entrollt, das mit der Parole Stopp der Zuarbeit, diese Parole Stopp der Zuarbeit wurde in Österreich niemals Leitparole dieses Staates, wurde niemals Leitkultur dieses Landes. Ganz im Gegenteil. Bereits mit der Unabhängigkeitserklärung vom 27. April 45 begann im Grunde das Zuarbeiten …

Und dieses den, um in der Diktion des vor kurzem wieder einmal entrollten Transparentes zu bleiben, „Nazis“ Zuarbeiten hört seit dem April 45 durch die Jahrzehnte bis herauf in die Gegenwart nicht und nicht auf …

Statt direkt vor den Augen von jenen, die als „Nazis“ ausgemacht werden, Transparente „Kein Raum für Nazis“ zu entrollen, wäre es wohl förderlicher für die Entwicklung weit weg von dieser massenmörderischen und massenverbrecherischen Vergangenheit dieses Landes gewesen, direkt vor den Augen der Zuarbeitenden Transparente Stopp der Zuarbeit zu entrollen, beispielsweise direkt vor den Augen nicht nur eines schwarzen Bundeskanzlers …

Statt direkt vor den Augen eines, um beim aktuellen Beispiel zu bleiben, Lothar Höbelt ein Transparent „Kein Raum für Nazis“ zu entrollen, ist es förderlicher und dringlicher direkt vor den Augen der Zuarbeitenden Transparente Stopp der Zuarbeit zu entrollen, beispielsweise direkt vor Augen des zurzeitigen schwarzen Präsidenten …

Statt der Transparente „Kein Raum für Nazis“ sind dringlich wie je nur Transparente Stoppt die Zuarbeit direkt vor die Augen der Zuarbeitenden im österreichischen Parlament zu entrollen, sie in allen politischen Gremien der Gesetzgebung in Österreich dringlich und unnachgiebig aufzufordern: Genug der Zuarbeit

Denn. Jahrzehnte der Zuarbeit muß genug sein, es muß endlich Schluß mit dem Zuarbeiten sein, es muß die Wahl als Zuarbeit vom Oktober 19 endlich die letzte gewesen sein …

Statt Transparente „Kein Raum für Nazis“ auch den österreichischen Medien, nicht nur der fleischhackerischen Fernsehanstalt, das Transparent Stoppt die Zuarbeit direkt vor Augen halten, die mit ihren Einladungen an vor allem derartige Männer und wenigen derartigen Frauen keinen Beitrag zu jedweden Diskurs leisten, sondern nur solchen Entwicklungsresistenten zuarbeiten, für solche Denklosen den Hauptteil ihrer Öffentlichkeitsarbeit leisten …

NS Jenen, die es möglicherweise irritierend finden, daß hier nicht in den Vorwurf, diese oder jener sei ein „Nazi“, eingestimmt wird, „Nazi“ nur als Zitat verwendet wird, kann gesagt werden, es mag diesen Menschen keine Identität zugeschrieben werden, die sie sich nicht selbst zuschreiben. Im Fall der FPÖ kann also nur von ihrer eigenen Zuschreibung ausgegangen werden, die sich selbst als „identitäre“ Partei, als „patriotische“ Partei – tiefer kann, kurz gesagt, der Abgrund gar nicht sein …

In der Vergangenheitsschau könnte von den „Nazis“ der madigen zwölf Jahre des deutschen reiches von Protoidentitären gesprochen werden; wer eine Liebe zu akademischen Begriffsspitzfindigkeiten …

Und es gibt noch einen Grund für das Widerstreben der Verwendung von „Nazi“. Denn jene, die in der Gegenwart noch auf diese zugetane Art und auf diese emphatische Weise von der Nazi-Unzeit spricht, Parteien, deren Mitglieder und Mandatarinnen in der Gegenwart sich derart hervortun, sind mit Blick in den Vergangenheitsabgrund schlimmer als die nsdap, wie in einem Kapitel bereits deutlich und unmißverständlich dargelegt …

Die Graf & Hofer geführte Schutzeinheit für „Höbelt

„Prof. Lothar Höbelt gilt als international renommierter Historiker, der kein Hehl daraus macht, kein Linker zu sein. Heutzutage anscheinend ein Grund, ihn auszugrenzen. Parlamentsdirektion / Carina Ott“

Das schreibt als Bildunterschrift die gesinnungsgemäß zensurierte Website der identitären Parlamentspartei. Am 20. November 19. Und weiter zitiert sie Martin Graf und Norbert Hofer, um mit diesen ihren beiden Gesinnungsherren gemeinsam ihm, Höbelt, beizustehen.

Die Forderung auf Entlassung des ao. Univ.-Prof. Dr. Lothar Höbelt schlägt dem Fass den Boden aus. Wenn eine solche Forderung an einer freien Universität ausgesprochen wird, sollten ernste Konsequenzen für diesen ‚Meinungsfaschismus‘ folgen. Die Zeit der ÖH ist abgelaufen. Mit Geldern der Studenten eine linksradikale Zelle zu finanzieren, kann nicht Sinn und Zweck einer Studentenvertretung sein. Verhältnisse, wie es sie derzeit an deutschen Universitäten an der Tagesordnung gibt, dürfen bei uns in Österreich nicht einreißen. Ich verlange daher eine sofortige Verurteilung durch die Uni-Leitung sowie Konsequenzen für die beteiligten Studenten […] Die linken Krawallmacher, die mit ihrem totalitären Gedankengut gegen die demokratische Grundordnung verstoßen, müssen in die Schranken gewiesen werden.“

Wenn das in Österreich ein „Grund“ wäre, „ausgegrenzt“ zu werden, weil „kein Linker“ zu sein, wie die gesinnungsgemäß zensurierte Website ihre Weißwaschung von Höbelt versucht, dann würde es in Österreich acht Millionen „Ausgegrenzte“ geben.

Lothar Höbelt wird nicht „ausgegrenzt“. Ganz im Gegenteil. Lothar Höbelt ist recht angesehen, jedenfalls in Österreich, schwerlich vorstellbar, daß er in anderen Ländern hoch angesehen ist, höchstens in seinen Gesinnungskreisen, die es auch in anderen Ländern gibt.

Lothar Höbelt wird nicht „ausgegrenzt“. Oh, ganz im Gegenteil. Solche Männer wie er und nicht nur er erzählen von der österreichisch geprägten erfolgreichen Integration, die solche Männer bis an die Spitze des Staates, in dieser Hinsicht ist Österreich Weltreich oder zumindest (mit dem Wort von Höbelt) Großmacht der Inklusion …

Daß Lothar Höbelt immer mal wieder für berechtigten Unmut sorgt, hängt nicht damit zusammen, was er nicht ist, sondern damit, was er ist und vor allem was er sagt, zum Beispiel, wenn er vom „sogenannten Holocaust spricht.“ Wie die Formulierung „sogenannte[r] Holocaust“ einzustufen ist, ist Ihnen überlassen, die Spannweite der Einstufung ist groß, sie reicht von Herabwürdigung über Verharmlosung bis zu Leugnung, Wiederbetätigung, Denklosigkeit …

Daß er, Höbelt, als „international renommierter Historiker“ gilt, wie recht leicht ist das vorstellbar bei diesem Historiker im Trachtenjanker, allein mit seiner Einstufung:

„Ein Tag der Niederlage war der 8. Mai 1945 auf jeden Fall. Wenn die Armee einer Großmacht kapituliert […]“

Daß es gerade Martin Graf und Norbert Hofer sind, die als Schutzteam für Höbelt auftreten, überrascht nicht – wer sonst? Und es überrascht auch nicht, daß aus dieser aus zwei Mann bestehenden Schutzeinheit gleich das Wort vom „Meinungsfaschismus“ kommt – wem sonst kann das sofort einfallen, sind es doch die international anerkannten Experten für Antifaschismus schlechthin …

Import – Export

Das wird keine Besprechung des Buches „Neue radikale Aufklärung“ von Marina Garcés.

Obgleich es wert ist, besprochen zu werden, aber nachdem es zur Gänze gelesen ist, und wenn das gesamte Buch gelesen ist, ist nämlich zu besprechen, wie weiter, wie tatsächlich weiter, wie wirklich weiter.

Es wird auch keine Nacherzählung mit Zitaten.

Obgleich es in diesem Buch Sätze über Sätze gibt, die sich hervorragend als eigenständige Zitate eignen, aber dieses Buch ist keine Merksatzsammlung zum …

Kurz nur will von Import und Export zwischen Spanien und Österreich erzählt werden.

Marina Garcés importiert für ihr Buch „Neue radikale Aufklärung“ aus Österreich die Philosophen Günther Anders und Robert Pfaller und auch die Dichterin Ingeborg Bachmann …

Und was wird in Österreich aus Spanien importiert?

Reconquista!

Ja, aber, werden Sie sagen, die „Neue radikale Aufklärung“ in der deutschsprachigen Übersetzung ist in Wien, also in Österreich erschienen.

Das ist wahr.

Jedoch. Dieses Buch wird nicht breit zu Gehör gebracht werden, wie viele andere Bücher auch nicht zu Gehör gebracht wurden und weiter nicht werden, die der breiten Diskussion in der breitesten Öffentlichkeit, in den Massenmedien eine ganz andere Richtung geben könnten, wenn Sie so wollen, eine konstruktive, eine redliche, eine allumfassende, eine …

Die breite Auseinandersetzung – und es geht ausschließlich um die breiteste Auseinandersetzung – in der breitesten Öffentlichkeit und in den Massenmedien in Österreich ist auf dem Niveau der Reconquista, und auch die zurzeitigen politischen Führungsgestalten hören ihren Philosophinnen zu, die ausschließlich Männer und die Importeure der Reconquista sind …

Österreich, kurz gesagt, hat, woran Marina Garcés nicht nur mit ihrem Verweis auf die „Antiquiertheit des Menschen“ erinnert, im Land selbst alles, um seit Jahrzehnten seine notwendigen Diskurse auf einem sehr hohen Niveau, auf dem höchsten Niveau führen zu können, und es nutzt dies seit Jahrzehnten nicht, schlimmer noch, es wird von Jahr zu Jahr niedriger und niedriger, es ist bereits mit der Reconquista, kurz gesagt, am Nullpunkt aufgeschlagen …

Was Marina Garcés aus Österreich nicht importieren konnte, ist ihr Befund der Gegenwart mit ihrer radikal antiaufklärerischen Einstellung. Denn. Österreich ist eine aufklärungsfreie Zone, und diese aufklärungsfreie Zone wurde vor kurzem erst ein Jahr und ein paar Monate lang auf Regierungsebene täglich abgefeiert, kurz gesagt, es reichen die Befähigungen – wie auch, ohne Fundament der Aufklärung – ganz und gar nicht einmal zur Antiaufklärung

Med

Es war zu erwarten, daß Peter Handke es nicht lange aushalten wird, nicht interviewt zu werden, nicht in den Medien zur Sprache zu kommen.

So kurz aber bloß …

Wieder interviewt zu werden, noch im November, wieder an Interviews zu kommen, höchste Zeit war es wohl, jetzt rasch an diesen Stoff zu kommen, an sein Med , das muß gleich so richtig eingefahren sein, vielleicht doch ein wenig zu stark nach einem wenn auch kurzen Entzug, das Med muß ihm gleich einen derartigen Höhenflug beschert haben … es muß sofort gewirkt haben, spricht er doch sofort von einer Höhe herab – „unredlich“unredlich gegen ihn, die ihm „mit Serbien“ …

Und er, Handke, stellt dem redlich sein „Jugoslawien“ …

Zu seiner Teilnahme an Milosevics Beerdigung sagte der Nobelpreisträger: Natürlich war ich da. Er hat bei einer der letzten Abstimmungen dafür votiert, Jugoslawien nicht aufzulösen. Sein Begräbnis war auch das Begräbnis von Jugoslawien. Hat man vergessen, dass dieser Staat gegen das Hitler-Reich gegründet worden ist?“

Seit Bruno Kreisky wird in Österreich prominent gewußt, wie Menschen zu antworten ist, die mit Geschichte kommen.

Einem Menschen auf Med ist es wohl müßig, diesen Rat, Geschichte zu lernen, zu geben. Einer auf Med hat die Geschichte doch klar vor Augen, er schaut in sie wie in einen Kristall. Methodisch geht so einer dabei vor, jedes Funkeln wird genau untersucht, bis ein Funkeln alles bestrahlt, blendet, verblendet …

Vom Zuführen von Substanzen gleich welcher Art erhofft der Mensch für sich seit jeher eine Verbesserung seiner Fähigkeiten – jedoch das ist eine Legende. Auch Handke ergeht es mit seinem Med nicht anders, es wird ihm nicht besser …

Und es wird mit Peter Handke nicht besser, wenn er jetzt auf Med mit Jugoslawien kommt.

Josip Broz vulgo Tito war kein Josef Stalin

Jugoslawien war nicht die Sowjetunion

Jugoslawien war nicht das kommunistische China

Zu viel aber, das nicht vergessen werden kann, um den Kampf gegen das deutsche reich von Männern und Frauen mit ihrer selbst ernannten provisorischen Regierung zur alleinigen Erinnerung auszurufen, mit diesem Kampf alles rechtfertigen zu können, bis herauf zu Karadžić, Milošević, Nikolić … zu viel, das nicht vergessen werden kann, um den Kampf gegen das deutsche reich redlich als Rechtfertigung je noch bringen zu können, zu viel, das nicht vergessen werden kann, um mit dem Kampf gegen „das Hitler-Reich“ je noch ein Schweigen erzwingen zu können, je noch mit dem Kampf „gegen das Hitler-Reich“ alle zum Verstummen verdammen zu können, die nicht reden wie Peter Handke redet, ihm nicht nachreden, ihm nicht einzig die Fragen stellen, die er ihnen erlaubt zu stellen, die nur er sich selbst vielleicht erlaubt zu stellen …

Wie am Beispiel des § 188 StGB ein Gesetz auch zu Fall zu bringen ist

Die beste Aktivität, die Menschen jedweden Organisierten Glaubens je entfalten können, ist das Zerreißen des eigenen heiligen Exemplars

Und diese beste Aktivität, über die allgemein schon geschrieben wurde, also das Zerreißen des eigenen heiligen Exemplars, müssen unweigerlich gesetzgebende Auswirkungen zur Folge haben.

Aufgrund der Kostenfolgenabschätzungen von Gesetzen.

Wenn nämlich Tausende, Zehntausende, Hunderttausende je ihr eigenes heiliges Exemplar zerreißen, das Zerreißen filmisch dokumentieren, das Video vom Zerreißen veröffentlichen, auf allen dafür zur Verfügung stehenden digitalen Plattformen, der österreichische Staat damit auf einen Schlag, passender, auf einen Riß mit tausenden, zehntausenden, hunderttausenden Anzeigen nach dem § 188 StGB beschäftigt wird, österreichische Behörden der Exekutive tausende, zehntausende, hunderttausende Anzeigen abarbeiten müssen, die österreichischen Gerichte tausende, zehntausende, hunderttausende Verhandlungen aufgrund dieser Anzeigen nach dem § 188 StGB abzuführen haben, kann es nicht ausbleiben, die Frage der Folgekosten eines Gesetzes, in diesem Fall nach den enormen Kosten des Paragraphen 188 StGB, zu stellen, und die Antwort darauf kann nur sein, den § 188 StGB ersatzlos zu streichen, der ohnehin niemals hätte verabschiedet werden dürfen, schon gar nicht inmitten des österreichischen Aufbruchs in die Moderne, der aber, wie gesagt werden muß, aus mannigfachen Gründen bloß immer ein Aufbruch in die österreichische Moderne war, noch dazu in diesem unerschütterlichen Glauben, Gesetze in Österreich würden für die Ewigkeit, für ein ewiges Österreich, zumindest für ein achttausendjähriges Österreich …

Ob bereits das tausendfache, zehntausendfache, hunderttausendfache filmisch dokumentierte und tausendfach, zehntausendfach, hunderttausendfach digital verbreitete Zerreißen des eigenen heiligen Exemplars ausreicht für eine Anzeige … Um mit einer sicheren Anzeige zu rechnen, können, wie es vor kurzem ein Mann tat, beispielsweise die zerrissenen Seiten des eigenen Exemplars Koran zusätzlich in die Toilette …

Wenn hier der Koran genannt wird, dann ist dieser lediglich stellvertretend für alle sogenannten heiligen Schriften genannt, die es von allen Organisierten Glauben auf dieser Welt gibt, dann ist es lediglich geschuldet der hehren Tat des Mannes, der sich erst vor kurzem einem österreichischen Gericht wegen des § 188 StGB stellen mußte, der also damit begann, was immer seiner Beweggründe dafür waren, nach allen Kosten eines solchen Gesetzes …

Algorithmen der Farben

Was dem Algorithmus

Wenn nach der Farbe „Braun“ gesucht wird, nur nach der Farbe „Braun“, ist das Ergebnis der Suche …

… gleich auf den ersten Blick zu sehen: die Lederhose, das Beinkleid der Tracht

Wie kann der Algorithmus beim Suchen nach der Farbe „Braun“ bloß nur die Tracht gleich als Ergebnis liefern?

Was der Algorithmus für Ergebnisse liefert, wenn etwa nach der Farbe „Rot“ oder nach der Farbe „Grün“ oder der Farbe „Gelb“ oder „Blau“ gesucht wird. Sie werden feststellen, die Lederhose ist nicht dabei, die Tracht ist nicht dabei …

Farben haben für Menschen viele Bedeutungen. Farben sind dem Menschen Symbole. Musik, die ein Mensch hört, sieht so mancher Mensch in Farben. Auch Ländern teilt der Mensch Farben zu …

Wird nach einer Farbe und einem Land gesucht, beispielsweise nach der Farbe „Braun“ und dem Land „Österreich“, ist das Ergebnis: gleich auf dem ersten Platz in der ersten Zeile die Lederhose, das Beinkleid der Tracht, die Panier, der Trachtengürtel, der Österreicher, dem die Lederhose Trachtenuniform

„Phalanx“-Wegweiser zum Brandanschlag

Nun scheint ein Brandanschlag im Niederösterreichischen geklärt zu sein. Ein Wort habe die Polizei auf die Spur gebracht:

„So war das Wort ‚Phalanx‘ auf dem Anhänger hinterlassen worden – nach Angaben der Polizei der Name eines Online-Versands, der von führenden Mitgliedern der Identitären Bewegung betrieben wird.“

„Phalanx“ nennen die „führenden Mitglieder“ der Identitärinnen ihren Online-Versand. Sie hätten ihn auch „Falange“ nennen können. Von Intention und Gesinnung her hätte es keinen Unterschied gemacht, aber es wäre wohl zu deutlich und zu kenntlich gewesen, allerdings hätten sie sich auch auf die Geschichtsvergessenheit dabei verlassen können, vor allem dann, wenn es um die Geschichte eines anderen Landes geht, eines Landes, aus dem ihnen nichts Spanisch vorkommt …

den Mitgliedern der Identitären und vor allem den „führenden Mitgliedern“, die den Online-Versand betreiben, deren Namen nun in der Berichterstattung nicht genannt werden.

Es sind Martin Sellner und Patrick Lenart.

Es ist Martin Sellner, den die Witwen des Jörg Haider noch in diesem Jahr zu ihrem Kandidaten für die Nationalratswahl im September 19 in Österreich …

Es ist Martin Sellner, dem der Mehrfachmörder mit der Rune auf seiner Waffe eine Spende – nach Österreich

Es ist Martin Sellner, dessen Phalangen darauf, auch darauf zählen können, daß sich eine Präsidentin in Österreich zu ihren Gunsten verzählt …

Aus diesen Reihen, die Martin Sellner anführt, erfahren auch einfache Mitmarschierer höchste Ehren, etwa durch Einladungen eines Präsidenten in Österreich …

Für einen Präsidenten im Ruhestand in Österreich, der eine „Historikerkommission“ führt, kommt für sein Buch kein anderer Verlag in Frage, als der Verlag eines Mannes, der sich auf der Straße einreiht, in die Formation, die von Martin Sellner …

Und. Es ist Patrick Lenart …

Lenart, der Mann für „Extremismus-Studien“ …

Es ist Lenart, der Verkäufer von Shirts, deren Qualität derart atemraubend ist, daß auch die Besten des Journalismus in diesem Land nicht anders können, als für diese zu werben …

Und die Besten des Journalismus haben auch Lesende, die zu den, von Österreich aus gesehen, international Besten gehören und nur zu den Besten im Land eingeladen werden können …

Es ist Lenart, der die Literatur eines Nachbarn jetzt doch noch entdecken möcht‘, als dieser …

Es gibt also, um zu einem Ende zu kommen, u.a.m. die archaische oder antike Phalanx, es gibt die spanische Falange, und es gibt die österreichische Phalanx – kalendarisch ist es vollkommen korrekt zu sprechen von – der Gegenwart, die eine mannigfache Gesinnungsunterstützung ist, wie bereits in einigen Kapiteln …

Wer kann geeigneter sein, zum Volksanwalt gewählt zu werden, in Österreich, als ein Mann, der zu den von Sellner und Lenart Geführten spricht, die Anwälte der Volksgemein

Wer kann geeigneter sein, in Österreich, mit höchstem Zuspruch zum Präsidenten gewählt zu werden, als ein Mann, der bekennt, „kein Antifaschist“ zu sein, aber ein Bekenntnisecho von …

Eine Gesinnungsunterstützung, die in diesem Österreich seit 1945 Tradition, zum Brauchtum geworden ist, wohl wert bereits angemeldet zu werden als immaterielles Schollenerbe …

PS Der schwarze Bundeskanzler, der wieder in Dienst genommen werden möcht‘, hat sich vor kurzem zu Wort gemeldet, als „Patriot“, zu einem Thema, das in Österreich singender Teil des Brauchtums ist, kurz danach eine schwarze Landeshauptfrau, die meint, eine Koalition mit der FPÖ, also mit einer patriotischen Partei, sei weiterhin nicht ausgeschlossen …

„Das ist der größte Wählerbetrug der Zweiten Republik“ — Wolfgang Schüssel feiert zwanzigjähriges Jubiläum

Das ist das tiefe volksgemeinschaftliche Verbundensein zwischen der innerparlamentarischen identitären Mandatsschaft und deren Wahlschaft.

Geeint zu sein in der Vergeßlichkeit, Vergeßlichkeit kameradschaftlich zu teilen, gemeinsam alles auf die Bank Vergeßlichkeit zu setzen.

Während einer aus dieser innerparlamentarischen identitären Mandatsschaft am letzten Montag, deren Erinnerungsvermögen gerade von diesem letzten Montag bis zu diesem letzten Montag reicht, feiert ein türkiser Bundeskanzler im Ruhestand seinen „größte[n] Wählerbetrug“. Zwanzig Jahre ist es her, als der „größte Wählerbetrug“ von ihm und seinen türkisen Bünden Österreich in den Abgrund stürzte und Österreich bis heute aus diesem abgründigen Loch nicht und nicht herauskommt.

Der türkise Bundeskanzler im Ruhestand begeht sein zwanzigjähriges Jubiläum seines „größte[n] Wählerbetrug[s]“ nicht mit einer großen Feier, sondern still, mit dem Besuch einer Veranstaltung im niederösterreichischen Bezirksgericht.

Aber schon nach dem ersten Satz des Eröffnungsplädoyers vom Verteidiger

„Gleichzeitig muß ich dazu sagen, daß ich natürlich die Systematik schon kenne, aus dem Wahlkampf, daß mit anonymen Anzeigen gearbeitet wird, daß da Behauptungen aufgestellt werden, daß da teilweise auch viel Aufregung da ist, und am Ende löst sich meistens alles in Luft auf.“

des schwarzen Bundeskanzlers, der wieder in Dienst genommen werden möcht‘, nickt der türkise Bundeskanzler im Ruhestand ein. Eine Reise in das Niederösterreichische strengt einen Mann in seinen hohen Jahren doch mehr an, als er es noch kurz vor Antritt seiner Fahrt vermutet hatte. Und er, der türkise Bundeskanzler im Ruhestand, erwacht erst wieder, als der schwarze Bundeskanzler, der wieder in Dienst genommen werden möcht‘, zum Urteile:

„Ich habe mich unter anderem verpflichtet, die Äußerungen nicht zu wiederholen, und ziehe sie mit Hinweis auf ihre Unwahrheit und unter aufrichtigem Bedauern über meine Worte ausdrücklich als unrichtig zurück.“