Es mag in anderen Ländern Menschen geben, die sich darüber wundern, wenn wer in die eigene Biographie nicht alles aufnimmt, etwas wegläßt, worauf in anderen Ländern Menschen stolz wären, es in ihren Biographien zu verzeichnen, etwa Preise, die sie bekommen haben.
In Österreich hingegen ist es Tradition, das wegzulassen, was —
Marlen Schachinger wurde im Dezember 1970 frühzeitig und während eines Schneesturms im Innviertel geboren; wohlgemerkt: der österreichischen Variante desselbigen, und wie alles kommt auch so ein Schneesturm hierzulande ein bisschen gemütlicher, ein bisserl lahmer daher als anderswo.
Dabei, ach, dabei gibt es in Österreich doch keinen rechten Grund, einen Preis zu verschweigen, wird doch, auch über diesen Preis recht anerkennend geschrieben, beispielsweise von der „Kleinen Zeitung“, die berichtspflichtgemäß sachlich den Namen der Preisträgerin bekanntgibt, nach deren Titel eine neue Hymne gedichtet werden könnte —
Seit 1988 wird der „Ernst und Rosa von Dombrowski-Stiftungspreis“, dotiert mit 5000 Euro, an bildende Künstler, Schriftsteller und Komponisten vergeben – in Erinnerung an den österreichischen Autor, Holzschneider und Illustrator (1896-1985) und dessen Frau. Heuer geht er an […]
Und ihnen allen in ihrem Gram noch ein weiterer Trost, daß eine Tageszeitung aus dem Lande der Dichtungsverehrung die Erinnerung an ihren Meister so recht gut weitergibt …
Es ist sein Name, der. Mir. Brücken schlägt zu jener Vergangenheit. Der Hinweis auf die Individualität, die sich trotz der Kollektivvernichtung, die diesen Ort kennzeichnet, bewahrt hat. Die Buchstaben allein lassen nicht auf seine Persönlichkeit, auf seine Eigenarten, auf seinen Charakter schließen. Sie klingen fremd. Aber genauso fremd bin. Ich. An diesem Ort des Gedenkens. Ich. Die. Ich. Nie wissen werde, wie es sich anfühlte für ihn. Ich. Die. Ich. Nur versuchen kann, nachzuvollziehen, was an diesem Ort geschah. Aber etwas verändert sich, wenn. Ich. Den Namen lese, wenn. Ich. Dem Klang der Buchstaben lausche. Es ist ein Zusammenschmelzen von Gegenwart und Vergangenheit. Denn plötzlich bekommt all das, was. Ich. Über diese Gräueltaten gehört habe, Bedeutung. Plötzlich kenne. Ich. Ein Gesicht zu den Fakten und Zahlen, und alles wird greifbarer. Ich. Habe das Gefühl, die Bahnen der Zeit zu durchbrechen. Meine. Schritte auf kantigem Stein, die vielleicht er mit seinen Händen gelegt hat. Meine. Hände auf der Mauer, die ihn von den Menschen trennte, als der er geboren wurde und ihn zu der Nummer machte, als der er sterben mußte. Ich. Sehe den Namen und weiß, daß sich dahinter ein Leben verbarg, das auszulöschen niemand das Recht hatte. Und. Ich. Stehe hier an diesem Ort des einstigen Schreckens und überlege, was er wohl für ein Mensch war. Seine Lieblingsfarbe will. Ich. Wissen, und ob er lieber Äpfel oder Birnen gegessen hat. Ich. Weiß nicht viel über ihn, aber. Ich. Denke der größte Unterschied zwischen ihm und. Mir. Liegt wohl in der Zahl der Möglichkeiten. Ich. Habe eine Perspektive, ein Leben, eine Zukunft, ihm aber wurde seine zerstört, bevor er danach greifen konnte. Wer hat das Recht, jemanden die Zukunft zu stehlen? wer hat das Recht, jemanden das Privileg zu verwehren, eines natürlichen Todes zu sterben? Denn bei ihm hat der Tod all seine Natürlichkeit verloren, er ist Opfer einer Zeit geworden, die Leben wie Lebensmittel abgewogen hat, zur falschen Zeit am falschen Ort, die falsche Nationalität, die falsche Sprache. Wir sind es gewohnt, alles zu kategorisieren, wir haben Vorstellungen von gut und schlecht, richtig und falsch. Aber wir müssen verhindern, daß Menschen selbst dieser Wertung unterzogen werden. Wir dürfen nicht zulassen, daß wir Leben gegen Leben abwiegen. Und wir müssen ein Bewußtsein dafür entwickeln, daß wir nicht alles tun dürfen, was wir können, und daß wir noch lange nicht das Recht haben, Macht über andere auszuüben, nur weil wir die Mittel dazu besitzen. Die Gedenkstätte Mauthausen ist ein stiller Ort, und vielleicht muß er heute zu still sein, weil er damals so laut war, so tobend, so fürchterlich, so grauenhaft. Vielleicht müssen wir heute gedenken, weil damals zu wenig gedacht wurde.
Die Rede in einer Fernsehaufzeichnung, nach dieser übertragen.
Am 4. Mai 2018 durfte ich mit anderen jungen AutorInnen bei der Gedenkveranstaltung gegen Gewalt und Rassismus in der Hofburg Wien teilnehmen.
Ein paar Wochen zuvor hatten wir uns mit den Schriftstellern Christoph Braendle und Florian Gantner in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen getroffen, um dort gemeinsam an unseren Texten zu arbeiten. Direktorin Barbara Glück und pädagogische Leiterin Gudrun Blohberger führten uns durch die Gedenkstätte und machten uns mit einem Kapitel unserer Geschichte vertraut, von dem wir zwar schon viel wussten, das uns aber noch nie so eindringlich begegnet ist wie in diesen Momenten.
Jedem und jeder von uns wurde ein Name und eine Kurzbiographie eines Häftlings zugeteilt, auf dessen Spuren wir uns schreibend in die Vergangenheit vortasten sollten. Es waren berührende und lehrreiche Tage, die in dem Video „DIALOG DES ERINNERNS – GESCHICHTEN BRAUCHEN STIMMEN“ eingefangen wurden.
Die im ORF übertragende Gedenkveranstaltung wurde schließlich auch wegen Michael Köhlmeiers geschichtsträchtiger Rede und der Begegnung mit ZeitzeugInnen zu einer unvergesslichen Veranstaltung.
Sie, Hannah Oppolzer, nimmt noch keine austriakischen Korrekturen vor, sie verschweigt nicht ihren Dombrowski-Preis; vielleicht sind es deren noch zu wenige, um es sich leisten zu können, auch nur auf einen in der Biographie verzichten zu können.
Ich habe es versucht, aber ich weiß nicht, ob es mir gelungen ist, gerecht zu sein. In der Zeit, in der ich mir Gedanken über mich und die Welt, über meine Welt, zu machen begann, trat mir das Wort Spenglers entgegen: der Untergang des Abendlandes. Damals ist viel darüber geredet worden. Was für die einen ein Anzeichen des Unterganges war, bedeutete für die anderen den Beginn einer großen, neuen Zeit, das Entstehen einer noch nie da gewesenen Weltkultur, die alle früheren Kulturen überwölben sollte.
Und der Vizepräsident des Stiftungsfonds sucht, wie sein Reichgeehrter, auch, wieder und weiter, die „neue Ordnung“, in der Gaue Gaue … Dombrowski traf auf Menschen, die kamen aus dem „Sudetengau“, aus —
Und auf der Website der Stiftung, die Büro und Telefonnummer mit dem Verlage teilt, schreibt ein Wolfgang Arnold, dort als „Zeitkritiker“ eingeführt, über „Leben und Werk“ von Dombrowski, woraus ein Zitat genügt, um zu wissen, was ihnen Gegenwart ist: eingeschmolzene Vergangenheit …
Aber 1938 war eine vollständige Serie seiner Holzschnitte, Portraits großer Deutscher darstellend, nicht nur in den Schaufenstern der Alpenland-Buchhandlung ausgestellt, sondern auch in Amtsstuben und Lagern, sogar – horribile dictu – der Hitlerjugend vertreten. Die Portraits, kantig und knorrig gezeichnet, waren jeweils mit einem Ausspruch des Dargestellten in jener köstlichen Fraktur versehen, die Hitler später mit einem Federstrich aus der Schule verbannt hat. Nur nebenbei, weil zuvor die HJ-Lager erwähnt wurden: War es wirklich so böse, dieser Jugend das Wort des Immanuel Kant zuzurufen: „Der Mensch kann nur werden durch Erziehung“? Gewiß, diese Erziehung wurde zu entsetzlichen Zielen mißbraucht, aber das konnte weder Kant noch Dombrowski erkennen. Der Holzschnitt Walthers von der Vogelweide trug den Spruch: „Land hab ich viel gesehn / Nach dem besten blickt ich allerwärts / Übel müßte mir geschehn / Konnt ich je bereden mein Herz / Daß ihm wohlgefalle fremder Lande Brauch / Wenn ich lügen wollte, Lohnte es mir auch?“
Es werden wohl auch Texte von solcher Tiefgründigkeit gewesen sein, die ihr, Hannah Oppolzer, ein Jahr nach dem 4. Mai ’18 den Dombrowskipreis einbrachte, so klug und aufrichtig wie sie zu sprechen vermag, so klug und aufrichtig wird sie sich, ein paar Monate nach dieser ihrer unvergesslichen Projektrede am Preise beteiligt haben, die sich, darf angenommen werden, nur an dem beteiligen wird, das ihr Gewissen bejahen kann, und wie klug sie sprach, das heute auch in Zukunft gültig: „Vielleicht müssen wir heute gedenken, weil damals zu wenig gedacht wurde.“
Mußte doch die Bewerbungsfrist um einen ganzen Monat verlängert werden.
Aber das kann nicht angenommen werden, daß kein Schriftsteller ein Ernst-und-Rosa-von-Dombrowski-Stiftungsfondspreisträger mehr werden will, kein schreibender Mensch sich mehr finden lassen will, um von dieser ehrenreichen Gesellschaft einen Preis entgegenzunehmen —
aus den Händen von Dir.-Rat Präsident Curt Schnecker, Präsident, Mag. Wolfgang Dvorak-Stocker, Graz, Vizepräsident und von den weiteren Kuratoriumsmitgliedern Prof. Kasilda Bedenk, Mag. Gerhard Fürnhammer, Univ.-Prof. MMag. Dr. Ernest Hötzl, Maria Saal, Dr. Gabriele von Liechtenstein, Univ.-Prof. Dr. Reinhold Reimann, Graz, HR Mag. Ferdinand Schönbacher …
Es wird wohl eher so sein, daß die bislang eingereichten Texte nicht den recht, recht hohen Ansprüchen dieser recht erlesenen Gesellschaft … und es ist eine recht erlesene Gesellschaft, in ihren Reihen Menschen mit höchsten staatlichen Auszeichnungen, in ihren Reihen Männer wie Ernest Hötzl, von dem ein Landeshauptmann Peter Kaiser
In seinen Gratulationsworten hob Kulturreferent Landeshauptmann Peter Kaiser die besonderen musikalischen Leistungen Hoetzls hervor. „Zumindest in der Musik hast du Unsterblichkeit erreicht. Bleibe uns lange erhalten und erfreue uns weiter mit deinen Klängen – danke im Namen des Landes Kärnten, dass du dich so unserem kulturellen Leben widmest“, erklärte der Landeshauptmann.
Das muß doch für jeden Schriftsteller Auftrag sein, sich zu beteiligen, das muß doch für jede Schriftstellerin ein Leichtes sein, der „Maxime“ von Ernst und Rosa von Dombrowski ebenso zu folgen wie das Stiftungskuratorium:
Durch den Preis soll das Schaffen eines bildenden Künstlers, Schriftstellers oder Komponisten gewürdigt werden, der in dem allgemeinen Streben nach dem Neuen und Überraschenden in der Zeit keine entsprechende Beachtung findet, der in Ehrfurcht vor dem Vergangenen und im Glauben an die Zukunft schafft, seinem eigenen Wesen vertraut, ohne sich um die Mode des Tages zu kümmern; in dessen Werk weder die Nachahmung des Alten, noch das Streben nach dem Noch-nie-dagewesenenen bestimmend ist.
„Feindschaft gegen unsere Werte“ – Iran droht Frauen ohne Kopftuch mit gnadenloser Verfolgung
Mit diesen versöhnlichen Signalen ist jetzt Schluss. Seit die Massenkundgebungen über die Wintermonate abgeflaut sind, fühlt sich das Regime sicher genug, um die Kopftuchpflicht wieder rigoros durchzusetzen. Justizchef Gholamhossein Molham Ejei sagte am Samstag, Widerstand gegen das Kopftuch sei gleichbedeutend mit „Feindschaft gegen unsere Werte“.
Selbst wenn es richtig sein sollte, dass diese Verschleierung eine Unterwerfung unter den Mann symbolisiert: Hat die Mehrheit das Recht der Minderheit eine freiwillige Unterwerfung zu verbieten?
Corinna Milborn: Was Sie über das Kopftuch gesagt haben. Das war in einer Veranstaltung in der Vertretung der Europäischen Kommission. Sie haben folgendes gesagt. Schauen wir uns das auch kurz an.
Mann: Es ist das Recht der Frau, sie zu kleiden wie auch immer sie möchte, das ist meine Meinung dazu. Im Übrigen nicht nur muslimische Frau, jede Frau kann ein Kopftuch tragen, und wenn das so weitergeht, bei der tatsächlich um sich greifenden Islamophobie, dann wird noch der Tag kommen, wo wir alle Frauen bitten müssen, ein Kopftuch zu tragen. Alle. Als Solidarität gegenüber jenen, die es aus religiösen Dingen tun.
Corinna Milborn: Warum setzen Sie nicht selbst eines auf?
Mann: Ja, eh. Vollkommen richtig, betrifft die Männer genauso. Der Anfangssatz ist mir wichtig. Jede Frau soll sich anziehen können, Frisur tragen können, was auch immer sie will und nicht wie, geschweige denn wir Männer wollen, daß sie sich anzieht. Der Kontext war auch wichtig. Ich weiß nicht, zwanzig, dreißig junge Frauen, die Kopftuch getragen haben und erzählt haben, wie sie auf der Straße deswegen angepöbelt werden. Das ändert aber nichts an meiner Position, jede Frau soll tragen können, ob sie was trägt oder wie sie es trägt, ob es ein Kopftuch oder der Hut der Queen Elisabeth ist, das ist ihre eigene Entscheidung, da haben wir ihr nichts dreinzureden.
Corinna Milborn: Aber Sie argumentieren das in ihrem Buch anders. Sie schreiben dazu Vollverschleierung, also zu Niqab oder Burka: „Selbst wenn es richtig sein sollte, dass diese Verschleierung eine Unterwerfung unter den Mann symbolisiert: Hat die Mehrheit das Recht der Minderheit eine freiwillige Unterwerfung zu verbieten?“ Also Sie argumentieren das mit Minderheitenrechten, auf Muslime bezogen, nicht mit dem individuellen Recht der Frau, sich zu kleiden, wie sie will.
Mann: Das ist ein Punkt, der mir wichtig ist, was kann die Mehrheit der Minderheit vorschreiben.
Corinna Milborn: Na ja, vielleicht nicht gerade Unterwerfung. Sie nenn da Unterwerfung unter den Mann, vielleicht ist das ein Thema, wo man auch Minderheiten nicht aus der Verantwortung entlassen soll.
Mann: Glauben Sie mir, die die Gleichstellung, die Gleichberechtigung der Frau ist mir ein extrem wichtiges Thema. Vielleicht habe ich mich damals mißverständlich ausgedrückt. Geschenkt, ja. Aber das ist wirklich ein zentrales Thema, auch in meiner politischen Arbeit als Bundespräsident.
Corinna Milborn: Eine Frage noch dazu. Im Iran gibt es gerade dazu große Aufstände, die getragen werden von Frauen und Mädchen, die das Kopftuch verweigern, das dort vorgeschrieben ist. Die Regierung hat schon gesagt, sie wird Sanktionen verschärfen. Als ich mir diesen Ausschnitt von Ihnen angeschaut habe, habe ich mich gefragt, werden Sie jetzt auch Frauen in Österreich, die Kopftuch tragen, bitten, aus Solidarität ihr Kopftuch abzunehmen?
Mann: Mhm. (Lange Pause.) Hätte keinen Einfluß auf den Iran. Ich bin vielmehr dafür, das Schicksal von Frau Amini, das Schicksal von Frau Amini so ernst zu nehmen, daß wir uns fragen, nicht nur, was passiert Furchtbares im Iran, ich bewundere den Mut, die Zivilcourage alle Frauen und inzwischen Mädchen, also noch nicht erwachsene Frauen, die auf die Straße gehen und dem Regime trotzen, aber wir sollten das auch zum Anlaß nehmen, bei uns darüber nachzudenken, wie wir eigentlich mit Frauen umgehen, und wieso bei uns Frauenmorde am, ich will nicht sagen an der Tagesordnung, aber an der Wochenordnung beinahe sind, wie ist das möglich, was ist bei uns passiert, daß so etwas einreißen kann.
Der Mann sagt „Mhm“ und nach einer langen Pause: „Hätte keinen Einfluß auf den Iran.“ Es ist wohl die Erfahrung dieses Mannes, daß es einen Einfluß nur geben kann, wenn ein Bundespräsident einem Präsidenten „viel Erfolg“ dabei wünscht, „die Hoffnungen und Sehnsüchte des iranischen Volkes nach Frieden zu verwirklichen, gute Beziehungen zwischen Iran und der Welt aufzubauen, insbesondere Spannungen zu deeskalieren und die Region zu stabilisieren, sowie gute wirtschaftliche Bedingungen und die Grundrechte der Freiheit zu gewährleisten“.
President Ebrahim Raisi has said that the hijab is “a legal matter” in Iran after a viral video appeared to show a man throwing yoghurt at two uncovered women in a shop near a holy Shia Muslim city. Growing numbers of women have defied authorities by discarding their veils after nationwide protests that followed the death in September of a 22-year-old Iranian Kurdish woman in the custody of the morality police for allegedly violating hijab rules. Security forces violently cracked down on the protests. The video appeared to show two women customers entering a shop. Shortly afterwards, a man approached the women and talks to them. He then picks up what appears to be a large pot of yoghurt and throws its contents on the two women’s heads. Judicial authorities in a town near the northeastern city of Mashhad ordered the arrest of two women, a mother and her daughter, for flouting Iran’s strict female dress rules and “committing a forbidden act”, state media reported on Saturday. Authorities issued an arrest warrant against the man “on charges of committing an insulting act and disturbance of order”, the judiciary’s Mizan Online website reported. Risking arrest for defying the obligatory dress code, women are still widely seen unveiled in malls, restaurants, shops and streets around the country. Videos of unveiled women resisting the morality police have flooded social media. In live remarks on state television, Raisi said: “If some people say they don’t believe [in the hijab] … it’s good to use persuasion … But the important point is that there is a legal requirement … and the hijab is today a legal matter.” Authorities said the owner of the dairy shop, who confronted the attaker, had been warned. Reports on social media showed his shop had been shut, although he was quoted by a local news agency as saying he had been allowed to reopen and was due to “give explanations” to a court. Judiciary chief Gholamhossein Mohseni Ejei earlier threatened to prosecute “without mercy” women who appear in public unveiled, Iranian media reported. “Unveiling is tantamount to enmity of [our] values,” Ejei was quoted as saying by several news sites. He added that Iran’s enemies abroad are encouraging the violations.
Wenn der Präsident des Nationalrates „am Ehrengrab namens des österreichischen Parlaments einen Kranz“ niederlegt, dann stimmen alle auf dem Friedhofe mit ihm ein: „Antisemitismus antidemokratisch ist!“
Der Präsident des Nationalrates am Ehrengrab namens des österreichischen Parlaments einen Kranz niederlegt, stimmen alle auf dem Friedhofe zu: „Antisemitismus antidemokratisch ist!“
Und am 30. September 2022 spricht er, der Bundespräsident, im Beisein des Präsidenten von Lettland, Egils Levits, wieder von dieser „Bundesverfassung vom Oktober 1920“, wie er, der Bundespräsident, auch ein Jahr zuvor davon spricht, „unsere Bundesverfassung stammt von 1920“, wie er auch zwei Jahre zuvor, also 2020, davon spricht, daß „damals, vor 100 Jahren am Tag der Beschlussfassung …“
Nun, es wird in Österreich und also auch vom Bundespräsidenten etwas gefeiert, das zwar einhundert, inzwischen einhundertunddrei alt, aber nicht geltendes Recht ist. Die gültige Bundesverfassung wird erst 2029, noch genauer, erst 2030 mit Inkrafttretung ihre einhundert Jahre … Wie am 2. April 2023 auf der Website des österreichischen „Rechtsinformationssystems des Bundes (www.bka.gv.at)“ —
Die „Stammfassung (StF)“ des österreichischen Bundes-Verfassungsgesetzes ist also vom 2. Jänner 1930, von dem Tag der „Wiederverlautbarung“ des Bundes-Verfassungsgesetzes „als Bundes-Verfassungsgesetz in der Fassung von 1929“ …
Von Seipel führt der Weg zu Dollfuß. Nirgendwo wird einem diese Verbindung stärker bewusst als im Klubraum der Österreichischen Volkspartei im Parlament, wo man gleich beim Eintritt ein Kruzifix erblickt, mit einem Gemälde von Seipel auf der linken, einem von Dollfuß auf der rechten Seite. Seipel hat, wie noch zu zeigen sein wird, bereits im November 1918 den ständestaatlichen Gedanken befürwortet, und er, der maßgeblich an der Schaffung des BundesVerfassungsgesetzes 1920 mitgearbeitet hat, hat später mit ebensolcher Energie seine Totalrevision verlangt.4 Namentlich die Verfassungsnovelle 1929, durch die der Gedanke einer Ständevertretung erstmals Eingang in den Verfassungstext fand, ist vor allem auf Betreiben Seipels zustande gekommen. Damals sollte sie noch neben, nicht statt einer Volksvertretung existieren.
Es wird in Österreich, auch vom Bundespräsidenten, eine „Fassung“ gefeiert, die nicht gültig ist. Das geltende Bundes-Verfassungsgesetz „stammt“ von 1929, die „Totalrevision“ der Bundesverfassung von 1929 ist das geltende Bundes-Verfassungsgesetz, dessen einhundert Jahre in sechs, in sieben Jahren … 2030, oh, noch so lange hin, nur wenige Menschen in Österreich können Zukunft, eine Ewigkeit vorausdenken, eigentlich nur ein einz’ger Mann —
Vielleicht kommt es einmal zu einem Besuch Österreichs von einer Präsidentin, die in Österreich für weitere Anstrengungen im Entwicklungsprozeß wirbt und sagt, es sei jetzt ein sichtbares Zeichen in Form einer Verfassungsänderung notwendig, Österreich sei auf dem richtigen Weg und Österreich werde dabei voll unterstützt werden. Menschgemäß wäre es nicht zu vermeiden, daß manche in Österreich ein solches Werben für eine Verfassungsänderung als Druck von außen …
NS Im oben angeführten Zitat über den Weg von Seipel zu Dollfuß und die Totalrevision des Bundes-Verfassungsgesetzes von 1920 ist noch die Rede davon, daß im Klubraum der christschwarzen Partei im Parlament ein Gemälde von Seipel und ein Gemälde von Dollfuß … Das Bild von Dollfuß wurde inzwischen abgehängt, ob noch das Gemälde von Seipel hängt, wurde nicht recherchiert.
NNS Wie schnell Verhältnisse sich ändern können, wie schnell Menschen sich ändern können, vielleicht auch nur in ihrem nach Außen gezeigten Handeln, und das nicht unbedingt stets, wie es so schön heißt, zum Guten hin, das kann auch an Ignaz Seipel studiert werden, der maßgeblich an der Schaffung des Bundes-Verfassungsgesetzes 1920 mitgearbeitet hat, hat später, gerade einmal zehn Jahre später, mit ebensolcher Energie seine Totalrevision verlangt. Namentlich die Verfassungsnovelle 1929 …
Auf „Machwerk“ ist des „Freiheitskämpfers hef“ – wohl die Abkürzung von Hefelle Paul – nicht selbst gekommen, um „L’ordre du jour“ zu (er, hef, würde vielleicht schreiben:) verteufeln; er hat dafür bei einem Mann, der schon mal mit dem österreichischen Staatspreis für Literaturkritik ausgzeichnet wurde, Maß genommen.
Was will uns der Autor damit sagen? Gewiss Tiefes, das bislang niemand auch nur zu denken wagte. Dafür wurde ihm im vergangenen Jahr auch die höchste literarische Auszeichnung seines Landes zuteil – der Prix Goncourt. Die spinnen, die Gallier!
Der katholisch-autoritäre Ständestaat der 30er-Jahre unter Dollfuß und Schuschnigg versuchte der aufkommenden Nazis Herr zu werden, indem man sich noch treudeutscher und nationalistischer gab als diese. Der Chefideologe der „Heimwehr“, Odo Neustädter-Stürmer, nannte das „überhitlern“. Wie erfolgreich das war, hat die Geschichte gezeigt. Die ÖVP des Jahres 2023 versucht, die aufkommende, extrem rechte Kickl-FPÖ zu „überkickeln“. Indem man sich noch fremdenfeindlicher und hetzerischer aufführt als sie. Der Wiener ÖVP-Chef Karl Mahrer hat sich schon auf dem Wiener Brunnenmarkt über die vielen ausländischen Händler entsetzt gezeigt. Jetzt ist er nach Favoriten gegangen, um dort in einem neuerlichen Video Furcht und Hass zu erzeugen: „Die Empfindungen der Menschen, mit denen ich gesprochen habe, sind geprägt von Unsicherheit.“ Gewalt, Kriminalität sowie die „Abschottung der ethnischen Communitys“ hätten sie abgeschreckt. Der Wiener ÖVP-Chef Karl Mahrer hat sich schon auf dem Wiener Brunnenmarkt über die vielen ausländischen Händler entsetzt gezeigt. Jetzt ist er nach Favoriten gegangen, um dort in einem neuerlichen Video Furcht und Hass zu erzeugen: „Die Empfindungen der Menschen, mit denen ich gesprochen habe, sind geprägt von Unsicherheit.“ Gewalt, Kriminalität sowie die „Abschottung der ethnischen Communitys“ hätten sie abgeschreckt. Üble Folgen Die Menschen, mit denen Mahrer gesprochen hat, sind allerdings lediglich zwei (nicht als solche ausgewiesene) lokale ÖVP-Funktionäre. Und eine (verpixelte) Dame auf einer Parkbank in Sommeradjustierung. Ein Fake-Video. Armselig. So versuchen sie, einen Kickl (der soeben gesagt hat, der Ukrainekrieg sei „nichts anderes als ein Krieg der Nato und der USA gegen Russland“) zu überkickeln. Es wird ausgehen wie damals. Mit üblen Folgen für uns alle. (Hans Rauscher, 30.3.2023)
Diese Zeilen in der Tageszeitung des österreichischen Medienstandards zeugen davon, daß es in Österreich seit Jahrzehnten eine Schule der Resilienz gibt, in die alle gehen, Menschen der Medien, Menschen der Politik, genauer, Menschen der Parteipolitik. Es ist die Schule, in der gelehrt wird, alles abprallen zu lassen, jede Erfahrung abprallen zu lassen, jedem über das in den zwei Fächern Eingebläute hinausgehende Lernen zu widerstehen, es ist die österreichische Schule der Resilienz und Resistenz.
Was für Vorzugsschüler, was für Vorzugsschülerinnen der Schule der österreichischen Resilienz, in der nur die zwei Fächer gelehrt werden: Erfahrungsresistenz und Lernresistenz. Seit Jahrzehnten lehrt die Erfahrung, seit Jahrzehnten hätte es gelernt werden können, es ist einerlei, wer diese Partei anführt, es ist immer derselbe Kopf, mag das Gesicht auch ausgewechselt sein, der diese Partei anführt, stets ist es dieselbe Partei, die versucht wird, zu überflern, aber das Einzige, das damit … nun, wenn schon etwas mit Kick, es haben sich damit alle nur selbst immer überkickelt, oder wie es im Fußballspiel gebräuchlicher, sich selbst überdrippelt, und alle werden sich weiter selbst überdrippeln, und dann wird weiter wie je der kurze Aufschrei sein, irgendwer — warum nicht auch einmal dieses Gesicht für diesen ewig selben Kopf — will überneppen …
Der Alltag in der Pölser Papierfabrik war ähnlich hart, berichtet Stefanija Kalynèuk aus Psenièniki in der Ukraine, heute 73 Jahre alt: „Wenn jemand bei der Nachtschicht einschlief, wurde er mit kaltem Wasser aus einem Schlauch angespritzt. Dann arbeiteten wir durchnässt bis zum Morgen.“
Damals, vor 69 Jahren, waren es Unternehmen, die durch ihre Inserate „des Freiheitskämpfers“ Anbetungsarbeit … Es wurde nicht gezielt gesucht, es wurde, einfach wie kurz gesagt, wahllos in die Keller hinabgestiegen, und sofort —
Unternehmen, die vor 1945 – als ob das heute noch interessierte. Es interessiert auch nicht, nur eines interessiert, wie sich solche Unternehmen im Heute darstellen, etwa die Pölser Papierfabrik, für die die Zeit zwischen 1921 und 1961 in ihrer eigenen webseitigen Geschichtsdarstellung, wie an diesem 30. März 2023 gelesen, nicht existiert, was müssen das für sie vierzig belanglose Jahre gewesen sein, bei solch einer ruhmreichen Vergangenheit, die 1700 mit einem Fürsten Schwarzenberg … Es muß für sie eine Selbstverständlichkeit sein und also nicht erwähnenswert, daß in die vier Jahrzehnte Jahre der Freiheit fallen, Geschäfte durch Zwangsarbeit —
Die beiden Weltkriege bedeuteten für die Brauerei Göss zwar Produktionseinbrüche und Rückschläge, doch nach dem Wiederaufbau der Braustätte setzte Gösser ein deutliches Zeichen für seine Kraft: Beim Galadiner zur Unterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrages 1955 wurde Gösser Spezial serviert.
Ob das Galadinner auch im Belvedere stattfand, wird nicht gewußt, aber gewußt wird, vom Schloß zur Fasangasse ist es nicht weit, keine zehn Minuten zu Fuß …
In 3., Fasangasse befand sich laut dieser Liste ein Lager für griechische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter der nationalsozialistischen Zeit, die in der Verladestation der Gösser Brauerei in der Laxenburgerstraße 2a arbeiten mussten. Dieses Zwangsarbeiterlager bestand ab Spätsommer 1942.
Für die „Ebenseer Solvay Werke“ in ihrer webseitigen „History“, wie auch am 30. März 2023 zu lesen, „Zeiten der Zweifel“, von 1914 bis 1949 …
Surviving two World Wars
Solvay was literally caught up in World War I. Its headquarters were based in “neutral” Belgium, which was nevertheless occupied almost entirely by German troops. It owned plants in most belligerent countries. Worse: its foreign subsidiaries were directly confronting each other. During WWII, Solvay was anxious about the fate of its industrial sites in both Nazi-dominated Europe and the Allied zone. Ernest-John Solvay and his brother-in-law René Boël were respectively in charge of maintaining the company’s autonomy in both zones.
Caught up in communist regimes
Twice in its history, Solvay suffered at the hands of communist regimes. First, in 1917, when the Bolshevik revolution resulted in the confiscation of Russian plants and mines. Second, in the wake of World War II, when 15 Solvay industrial sites were nationalized in Romania, Hungary, East-Germany, Yugoslavia, Czechoslovakia and in Poland. Despite numerous attempts, Solvay was unable to obtain reparations in most cases.
Caught in the maelstrom of European history
Under Hitler’s dictatorship, the Solvay’s subsidiaries were subjected to the system of Verwaltung (sequester). This deprived Brussels’ management from effectively supervising their plants. The powerful administrators who held the reins, however, showed loyalty to the company and enabled it to successfully resist takeover schemes instigated by Solvay’s main competitors in Germany and in Eastern Europe. Solvay’s Bernburg plant, here painted in 1938 by Karl Blossfeld has seen its fair share of history. It was founded under Bismarck; put in sequester by the Nazis; seized by the communists; partially dismantled by the Russians; recovered after the fall of the Berlin Wall; and revitalized to face globalization.
Es muß eine ungeheure „Loyalität“ gewesen sein, eine durch und durch ehrbare, wenn „Solvay“ eine der Bezeichnungen für das KZ-Außenlager Ebensee —
Für den „Schärdinger Molkereiverband“ waren es einfach „schwierige Zeiten“, von 1937 an, ist webseitig am 30. März 2023 zu lesen. Erst ab 1952 kann wieder etwas mehr gesprochen werden, und es müssen tatsächlich „schwierige Zeiten“ gewesen sein — „Kreditlieferung“ an das KZ Ebensee mit „Tilsiter“ …
Nach diesen wenigen Abstiegen in die Keller reichte es, zu beschließen, in keine Keller mehr hinabzusteigen, auch nicht zu ebener Erde oder im ersten Stock nachzusehen, wie sich weitere Unternehmen, die damals inserierten, im Heute darstellen.
noch ein kleines Stimmungsbild an die Wand geworfen werden, wie das in Österreich war, in den fünfziger Jahren, als „Der Freiheitskämpfer“ für seine Anbetung des „unseres Heldenkanzlers“ recht viele, viele Inserate keilen konnte, von vielen, vielen Unternehmen, wie von diesen, und das ist keine vollständige Aufzählung der Firmen, die im „ÖVP-Freiheitskämpfer“ inserierten:
Pölser Zellulose- u. Papierfabrik, Pengg Draht- und Walzwerke, Brüder Wolfbauer Spiritus- und Likörfabrik und Raffinierie, Bauunternehmung F. Spiller & Sohn, F. M. Hämmerle, Papierfabrik Frohnleiten, Mürztaler Holzstoff- und Papier-Fabriks-Aktiengesellschaft, Wiener Spielkarten-Fabrik Ferdinand Piatnik & Söhne, Spezialnähmaschinen Heinrich Schuster, Gesellschaft für Holzimprägnierung und Holzverwertung m. b. H., Hübner & Mayer Maschinen- und Armaturenfabrik Gesellschaft m. b. H., Genossenschaftsmolkerei Oberwart, Krankenhaus u. Konvent der Barmherzigen Brüder Eisenstadt Burgenland, Phil. Knoch Klagenfurt Leder- und Riemenfabrik, Ebenseer Solvay-Werke, Allg. öffentliches Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit an der Glan, Unterkärntner Molkerei in Klagenfurt, Sanatorium der Kreuzschwestern ‚Maria Hilf‘ Klagenfurt, Chorherrenstift Vorau, Gösser Spezial-Bräu, Schleppe Märzen-Bier, Schärdinger Oberösterreichischer Molkereiverband, Kammer der gewerblichen Wirtschaft für Wien, Sektion Handel am Stalinplatz 11
Und es wollte dann geschrieben werden, so war das damals, vor 69 Jahren, aus ganz Österreich wollten Unternehmungen dabei sein, durch ihre Inserate die Reklame für Engelbert Dollfuß finanzieren, die Sozialdemokratie als die Schuldige an allem in Österreich … aber dann —
Es wurde gedacht, diesen Verein, diesen „Verband“, wie er sich selbst nennt, also die „ÖVP Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich“ wird es seit Jahrzehnten nicht mehr geben, damit auch seit Jahrzehnten nicht mehr dessen „Vereinszeitung Der Freiheitskämpfer – Organ der Kämpfer für Österreich“ … aber dann —
Es gibt diesen „Verband“ noch, es gibt den „Freiheitskämpfer“ noch, und das gar recht modern – also auch im Internet …
Die ÖVP Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich ist eine der vom Gesetzgeber im § 17 des Opferfürsorgegesetzes BGBI. 183/1947 (OFG) mit der Vertretung der Interessen der Opfer des Nationalsozialismus betrauten Organisationen.
Ach, was sich doch alles verändert hat, zu der Zeit vor 69 Jahren.
„Der Freiheitskämpfer“ ohne so viele, viele Firmen, die inserieren, ihn finanzieren, keine Finanzierung durch Inserate —
Wie „Der Freiheitskämpfer“ sich wohl nun finanziert?
Und was hat sich sonst noch verändert, in diesen 69 Jahren?
Leider musste der vorgesehene Redner, Bezirksvorsteher MMag. Markus Figl knapp vor Beginn der Veranstaltung wegen Corona Fällen in seiner Familie kurzfristig absagen, sodass ich als Wiener Obmann die Gedenkworte übernahm. Aus von uns nicht nachzuvollziehbaren Gründen war am Grab auch ein Team des ORF im Namen der Sendung „Menschen & Mächte“ anwesend, welches mich im Anschluss zu einem Interview bat. Ich erfuhr, dass am 5. Oktober 2022 ein Bericht in der genannten Sendung auch dem Thema Dollfuß gewidmet sein soll. Vorher gab es bereits Kontakte mit der Enkelin des Ermordeten, Frau Dr. Claudia Tancsits. Zunächst würdigte ich Dr. Dollfuß als erstes politisches Opfer des Nationalsozialismus in Österreich. Im Anschluss daran, nach Segnung des Grabes durch Pater Albin Scheuch, würdigten wir ausführlich die Widerstandsleistungen der drei Wehrmachtsoffiziere Biedermann, Huth und Raschke.
Die Rede von Dr. Norbert Kastelic wird die Knochen von Dollfuß nicht sonderlich motiviert haben, sich sonntäglich zu formieren, ihnen wird sein Gesagtes wohl kameradschaftlich zu bekannt sein, seine Rede ihnen nichts Neues enthalten haben, vielleicht haben sie sich sogar davor gefürchtet, er könnte seine Rede vom 24. Juli 2021 zur Gänze noch einmal im Juli 2022 … sie wären vielleicht darauf gespannt gewesen, was Figl … aber Corona, auch die Knochen von Dollfuß Corona-Opfer — Sie werden nun nach dieser seligen Fügung durch die Vorsehung vielleicht auch „Wiedergutmachung“ in Niederösterreich beantragen. Und sagen Sie jetzt nicht, das wäre unmöglich, daß tief vergrabene Knochen „Wiedergutmachung“ beantragen können; wenn bedacht wird, was in Österreich und nicht nur in Niederösterreich möglich ist, dann ist dies auch möglich, nicht nur in Niederösterreich, sondern in Österreich insgesamt
Im Juli 2020 werden die Knochen von Dollfuß alleingeblieben sein müssen, jedenfalls hat „Der Freiheitskämpfer“ von keiner Rede zu berichten, nur
Die mittlerweile traditionell gemeinsam mit der ÖVP Innere Stadt abgehaltene Gedenkmesse in der Michaelerkirche mit anschließendem Philipphofgedenken bei der Albertina war eine der letzten Gedenkveranstaltungen, ehe aufgrund der Corona-Krise alle Termine bis auf weiteres abgesagt werden mussten. Dieses Jahr gedachten wir am 9. März der gewaltsamen Annexion Österreichs an jenem 12. März 1938. Neben vielen Kameradinnen und Kameraden konnten wir seitens der ÖVP Innere Stadt Bezirksvorsteher Mag. Mag. Markus Figl und Klubobmann Sebastian Gimbel sowie seitens des ÖVP-Nationalratsklubs Abg.z.NR Dr. Gudrun Kugler begrüßen. Außerdem den Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer, Dr. Gerald Netzl. Nach der Heilige Messe legte Bundesobmann Dr. Gerhard Kastelic gemeinsam mit Markus Figl bei einem kurzen Gedenken beim „Dachauer-Kreuz“ in der Kapelle der Kirche einen Kranz nieder.
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.