習近平 / 习近平 – 生命就是死亡, 死亡也是生命

Wenn Xi Jinping in dem Beitrag vom 19. April 2006 „die sozialistischen Dörfer neuen Typs“ erwähnt, spricht er die erlittenen Verluste und den hohen Preis an, den die Menschen beim Eintritt in die Industriegesellschaft gerade in den ländlichen Gebieten zu zahlen hatten. Bewusst bezieht sich Xi Jinping bei seinen Vorstellungen von der Modernisierung auf Friedrich Hölderlin und dessen Hymne „In lieblicher Bläue“, auf den sich im deutschen Modernisierungsdiskurs auch Martin Heidegger immer wieder bezieht, so wenn er den Satz zitiert: „Schwer verlässt / Was nahe dem Ursprung wohnet, den Ort“. Xi Jinping will dafür sorgen, dass die „Menschen im Einklang mit der Natur leben und ihnen lückenlose öffentliche Dienstleistungen […] zur Verfügung stehen, adressiert mit seinem Hinweis auf Hölderlin dann doch aber weniger die Landbewohner als die Literaten und damit die Elite.

Xi Jinping bezieht sich, so Helwig Schmidt-Glintzer in „Der Edle und der Ochse – Chinas Eliten und ihr moralischer Kompass“, auf Friedrich Hölderlin —

Hölderlin, der ein Grübeln darüber auslösen könnte, was jene eint, die sich weiter nach ihren Gesinnungen auf Hölderlin beziehen, etwa von Peking bis Todtnauberg — Und auch, irgendwo auf dieser Strecke, in Wien — in Österreich werden Verse Hölderlins gar recht zu Herzen genommen, eint diese alle weltanschaulich, werden zur tatenlosen Anleitung, zur Schule der Nachsichtigkeit, etwa jener aus „An die Deutschen“ —

Spottet nimmer des Kinds, wenn noch das alberne
Auf dem Rosse von Holz herrlich und viel sich dünkt,
Oh ihr Guten! auch wir sind
Tatenarm und gedankenvoll!

Wer sonst als Hölderlin sollte dem nach österreichischer Art bildungsbürgerlichen Mann der Rösser ein geliebter Dichter sein können, sind doch für ihn auch seine Verse in Österreich lebendig in Stein

Dies sind Verse – tatsächlich von Friedrich Hölderlin.

Recht anders verhält es sich bei der eindeutigen Zuordnung von „In lieblicher Bläue“

Es wird Xi Jinping wohl daran gelegen gewesen sein, die von ihm Adressierten nicht zu überfordern – Friedrich Hölderlin, so könnte seine Vermutung gewesen sein, wird ihnen doch irgendwie geläufig sein, hingegen Friedrich Wilhelm Waiblinger — Xi Jinping bezieht sich, wie bei Helwig Schmidt-Glintzer zu lesen ist, nicht auf Friedrich Wilhelm Waiblinger und auf seinen Briefroman „Phaeton“; vielleicht war es Xi Jinping zu unangenehm, die Quelle für „In lieblicher Bläue“ preiszugeben, die eben dieser Briefroman „Phaeton“ ist, in dem zu unmißverständliche Stellen gibt, daß Männer bei Männern liegen —

„In lieblicher Bläue“ könnte durchaus ein Gedicht von Friedrich Hölderlin sein. Aber, so die Vermutung, ihm von Waiblinger gestohlen, der es in seinen Briefroman in Prosazeilen aufnahm, freilich, ohne zu erwähnen, daß es ein Gedicht von Hölderlin sei. Deshalb ist „In lieblicher Bläue“ auch nicht aufgenommen in den Band „Friedrich Hölderin – Sämtliche Gedichte und Hyperion“ beispielsweise vom „Insel Verlag“, 7. Auflage 2020″:

Der vorliegende Band vereinigt das gesamte poetische Werk Friedrich Hölderlins und ordnet die Gedichte in chronologischer Reihenfolge, einschließlich der Entwürfe, größeren Fragemente und Skizzen (1791-1806), der Pläne, Bruchstücke und Notizen sowie der späteren Gedichte, die in der Zeit der geistigen Umnachtung (1807-1843) entstanden sind.

„In lieblicher Bläue“ soll 1808, so die bevorzugte Datierung, entstanden sein, also in der Zeit „geistiger Umnachtung“, wenn es denn von Friedrich Hölderlin, und ihm von Waiblinger gestohlen für seinen Briefroman, der für „In lieblicher Bläue“ einzig gedruckter Nachweis ist. Ein handschriftliches Original von „In lieblicher Bläue“ von Hölderlin gibt es nicht. Oder „In lieblicher Bläue“, das nicht als Titel im Briefroman Phaëton geführt ist, sondern „In lieblicher Bläue“ ist einfach wie kurz der Beginn des ersten Satzes: „In lieblicher Bläue blühet mit dem metallenen Dache der Kirchthurm.“, doch von Waiblinger selbst —

Was sagt dies über Xi Jinping aus? Sich auf etwas in geistiger Umnachtung Entstandenes zu beziehen. Sich auf etwas Gestohlenes zu beziehen. Oder. Sich auf etwas zu beziehen, und dabei dessen Verursachenden falsch zu benennen.

Vielleicht hat der letzte Satz von diesem Abschnitt im Briefroman es Xi Jinping einfach angetan: „Leben ist Tod, und Tod ist auch ein Leben.“

„Leben ist Tod, und Tod ist auch ein Leben.“

Wer immer von den Männerliebenden diese Zeilen geschrieben hat, ob Hölderlin, ob Waiblinger, das ist im Grunde einerlei — Es ist eine Zeile, die Titel jedweder Diktatur, die der erste Paragraph jedweder diktatorischen Verfassung ist: Leben ist Tod, und Tod ist auch ein Leben.

Tod ist das Leben in jedweder Diktatur, und der Tod das Leben jedweder Diktatur, jedwede Diktatur die Stätte der Unbegrabenen.

习近平

Es herrscht deswegen Angst, und neue Tabus werden errichtet. So wird etwa das Zeichen cui 翠, das in China für die Farbe „Smaragdgrün“, aber auch für den Eisvogel steht, in den sozialen Netzwerken Chinas zensiert, weil es aus Elementen besteht, die den Familiennamen des Staatsoberhauptes Xi Jinping 習近平 / 习近平 bezeichnen, nämlich xi 習 „Lernen“, verbunden mit dem Zeichen zu 卒, welches für „Sterben“ steht.

Das berichtet Helwig Schmidt-Glintzer in „Der Edle und der Ochse – Chinas Eliten und ihr moralischer Kompass“.

Das zu erfahren, ist gut.

Es ist gut, dies zu erfahren, weil es zeigt, die Angst herrscht. Es herrscht immer noch die Angst der Diktaturen vor den Menschen. Denn sonst würden sie nicht ihre Angst durch Zensur verbergen müssen. Und mag es noch so eine lächerliche Zensur sein, wie ebendiese, Zeichen zu verbieten, die das diktatorische Angsthäschen bezeichnen.

Wie lächerlich diese angstgetriebene Zensur ist, mag auf dem europäischen Kontinent das Beispiel des Österreichers dienen, der, wäre das im Deutschen so einfach gewesen wie im Chinesischen, wohl auch Buchstaben verboten hätte, etwa „A“ und „F“ und „E“, die in seinem Namen vorkommen, mit denen auch das Wort „Affe“ geschrieben werden kann … Ohne diese drei beispielhaft genannten Buchstaben aus seinem Namen wäre nur nichts mehr zu schreiben gewesen, er selbst hätte seinen mörderischen Unsinn auch nicht schreiben, nicht reden können.

Durch seine Angst vor den Menschen, die in seinem Namen die Zeichen vorfinden, die ihn bis zur Kenntlichkeit entblößen, entblößt er sich durch Zensureinsatz bis zur Lächerlichkeit —

Im Fall des Österreichers muß aber gesagt werden, er hätte sich als „Affe“, geschrieben mit den Buchstaben aus seinem Namen, bezeichnet, erkannt gefühlt, seine Angst, die totale Macht zu verlieren, dadurch ins Unendliche gesteigert worden, wobei hinzugefügt werden muß, der wirklich Beleidigte wäre der Affe gewesen, den nichts charakterisiert, was den Österreicher charakterisiert.

Im Buch von Helwig Schmidt-Glintzer nehmen „Literaturbeamte“ einen prominenten und wichtigen Platz ein, so endet das Buch auch folgerichtig mit einem.

Zur Aufösung der aus solchen Ängsten resultierenden Lähmung und zur Freisetzung von Lebendigkeit und Kreativität bedarf es nicht zu letzt des „hehren Beamten“, der sowohl im Bild des Ochsen als auch des Edlen tradiert wird. Einen solchen Typus beschwört auch […]

Es ist aber nicht Xi Jinping, von dessen Heranziehung seines Vaters im Buch auch gesprochen wird, der einen solchen Typus beschwört —

in seinem Vater, dem Dichter Ai Qing 艾青 (1910-1996), vom dem er schreibt: „Stoisch ertrug er sämtliche Schicksalschläge. Er war als tolerant, redlich und selbstlos bekannt. Trotz allen Unglücks hat er weder den Glauben an die Gerechtigkeit noch seine freimütige Unschuld verloren […]

Sie werden seinen Sohn kennen: 艾未未.

Sie werden wohl nicht gelesen haben, was er über seinen Vater schreibt, das auch nicht das Entscheidende ist; das Wesentliche ist, was Sie lesen sollten, wenn Sie es nicht schon gelesen haben, was er, der Sohn, über die Ihnen so nahen Unternehmen schreibt, sagt, die —

Es ist gut, von der Angst der Diktatoren vor einem Zeichen zu erfahren, denn sie, die Diktatorinnen wissen zu genau, ein Zeichen genügt, und es ist mit ihren Diktaturen vorbei, und das hat das Wissen von allen zu sein, daß ein Zeichen genügt, und es vorbei ist, mit jedweder Diktatur, mit einem einzigen Zeichen ist jedwede Diktatur zu stürzen, und mit jedweder gestürzten Diktatur verschwindet zugleich auch jedwede Lächerlichkeit, die Lächerlichkeit, die nicht erst wie beim Österreicher im Nachhinein festgestellt werden wollte, sondern die während jedweder Diktatur festzustellen ist, die das Regime jedweder Diktatur ist, die Lächerlichkeit, die Wesenskern ist einer jedweden Diktatur —

Patriotismus wie den eigenen Tod fürchten

Es wird immer noch weiter und weiter von Patriotismus unaufhörlich geschwefelt, besonders aber wieder seit dem Februar 2022, nicht nur von jenen, die morden, aber besonders von jenen, die für den Patriotismus morden und die für den Patriotismus sich morden lassen, und die bestätigen, wieder einmal, seit dem Februar 2022 wieder einmal besonders, was Jules Renard vor weit einhundertzwanzig Jahren zum Patriotismus schreibt:

Zuletzt steckt in jedem Patriotismus der Krieg.

Jules Renard zog vor weit über einhundertzwanzig Jahren die Konsequenz daraus, den Satz, daß zuletzt in jedem Patriotismus der Krieg steckt, mit dem Bekenntnis zu beenden:

Und deshalb bin ich kein Patriot.

Zuletzt steckt in jedem Patriotismus der Krieg, und deshalb bin ich kein Patriot.

Beinahe ein Jahrzehnt zuvor schreibt Jules Renard, vor weit über einhundertdreißig Jahren:

Ein Volk sollte den Krieg fürchten wie der einzelne den Tod.

Die Liebe zur Fahne, zum Vaterland, dies eben ist es, was dort ganz verloren in den hinteren Reihen den kleinen Soldaten, der seinen Fuß nachzieht und dessen Gesicht vor lauter Wagenschmiere glänzt, doch noch glauben läßt, alle schauten nur auf ihn, so als wäre er ein Oberst zu Pferd.

Und wenn der „kleine Soldat“, von dem Jules Renard erzählt, von den Schlachtfeldern zurückkehrt, es dankbar als gnädiges Schicksal empfindet, es für sich gar als glücklichen Ausgang ansieht, nicht in den Fluten des Blutmeeres, zu dem die Felder des Getreides im Krieg verkommen, zu ersaufen, kehrt der Mensch als das zurück, was er nie werden will, das er dennoch nie bedenkt, wenn er patriotisch die Fahne schwenkt und ausmarschiert auf die Felder, die er sich als Felder der Ehre selbst einredet, die er sich als Felder der Vaterländer verkaufen läßt, aber die stets Felder des Schlachtens sind, noch ehe —

Die Menschen kehren, wenn sie aus dem Krieg denn je zurückkehren, wenn sie überhaupt noch mit Beinen zurückkehren, mit nachziehendem Fuß zurück, zurück in die Dörfer ihres Auszugs, in zerschossene, geplünderte, total zerstörte Häuser, in ihre von den ebenfalls dem Patriotismus sich hingebenden Menschen unbewohnbar zerbombten Häuser, sie kehren zurück in die Gräber der ihnen anverwandten Menschen, die ihnen zum Ausmarsch ein patriotisches Ehrenfest mit Fahnen und stolzen Reden bereiten, voran der Oberst stolz auf seinem Pferd, der zurückkehrt, der gewiß zurückkehrt, zurückkehrt mit allen Extremitäten, für den sie, ihre Körper ganz verdreckt von Bauschutt, ihre Gesichter vor lauter Mörtel zur Unkenntlichkeit verschmiert, wie Ackergäule schuften, um dem Oberst schnell ein wieder bewohnbares Haus zu schaffen, in dem er nach einem langen, langen glänzenden Leben in seinem ordensgeschmückten Bett stirbt, als hätte er sein ganzes Leben in kriegsloser Zeit …

Menschen haben den Patriotismus wie den Krieg zu fürchten. Sie sollten ihn wie den eigenen Tod fürchten.

Tiefste Deutschkenntnisse gepaart mit tiefstem Inhalt in tiefster Weltkenntnis

Es ist bedauerlich, dass mit der Indexierung der Familienbeihilfe erneut ein derart zentrales Integrationsvorhaben von einem Höchstgericht gekippt wurde.

Das schreibt Laura Sachslehner, Generalsekretärin der christschwarzen Partei in Österreich, auf der Plattform des Konzerns Twitter, am 16. Juni 2022, und es kann, einfach wie kurz gesagt, verstanden werden, daß ihr, Sachslehner, „Deutschkenntnisse zentraler Baustein“ sind.

Deshalb setzen wir uns weiter dafür ein, dass Deutschkenntnisse zentraler Baustein einer erfolgreichen Integration sind. Wir werden weiter dafür kämpfen, den politischen Islam in d. Schranken zu weisen und bei Sozialleistungen zu unterscheiden, ob jemand im In- oder Ausland lebt.

Denn. Wer nur „Deutschkenntnisse“ hat, wird nicht fragen, wie eine „Indexierung der Familienbeihilfe“ ein „Vorhaben“ der „Integration“ sein kann. Wer bloße „Deutschkenntnisse“ hat, wird meinen, Desintegrationsvorhaben bedeutet dasselbe wie Integrationsvorhaben, wer nur Deutschkenntnisse hat, setzt sich dafür ein, daß Desintegrationsvorhaben Integrationsvorhaben gleichgestellt,

Aber: Wir lassen uns nicht von unserem Kurs abbringen. Es braucht Gerechtigkeit im österreichischen Beihilfensystem!

Desintegrationsvorhaben als Integrationsvorhaben „Gerechtigkeit“ widerfährt —

Das „hier-sein“ alleine könne, schreibt Laura Sachslehner zum Beweis ihrer tiefsten Deutschkenntnisse, keinesfalls reichen.

Wer als Zuwanderer die Staatsbürgerschaft erlangen will, muss einen Beitrag für die Gesellschaft leisten und sich zuvor in Österreich integrieren. Das ‚hier-sein‘ alleine kann dafür keinesfalls reichen. (5/5)

Es müsse über (wie es der desintegrierte respektive in der sachlehnerischen deutschreichen Kenntnis der integrierte Duden schreibt:) „das Hiersein“ alleine hinaus ein „Beitrag für die Gesellschaft“ geleistet werden, aber „sich zuvor in Österreich integrieren“, zuvor, also vor dem Leisten eines Beitrages für die Gesellschaft ohne Beitrag sich integrieren

Tiefste Deutschkenntnisse gepaart mit tiefster Inhaltlichkeit, aber auch gepaart

Insgesamt 16.000 Asylansuchen wurden heuer bereits gestellt. Die allermeisten Asylwerber stammen aus Afghanistan & Syrien. Damit leidet Österreich an der pro Kopf zweithöchsten Belastung durch Asylanträge in der EU. Zwischen den Kriegsvertriebenen aus der Ukraine & allen anderen Migranten, die meist aus wirtschaftlichen Gründen nach Österreich wollen, muss unterschieden werden.

mit tiefster Weltkenntnis, von ihr eingeholt von den Profundesten unter den Profundesten, die die Welt wie ihr eigenes Österreich kennen, das sie zuvor haargenau vermessen

Laura Sachslehner steht nicht an, einfach wie kurz gesagt, jederzeit ihre tiefste Inhaltlichkeit und tiefste Weltkenntnis in einwandfreiestem Deutsch zu belegen, auch mittels ihrer Website in der Junihitze ’22 —

Keine zweite Mandatarin auf dieser Welt, keine zweite Funktionärin einer Partei auf dieser Welt hat die Gabe, hat die Kenntnisse, eine derart inhaltsreiche, eine derart politisch fundierte Website zu schaffen, kann mit einer einzigen Website auf so beeindruckende Weise darstellen, zutiefst integriert zu sein —

Laura Sachslehner
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Landtagsabgeordnete & Gemeinderätin in Wien

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Konzerne gegen die Menschlichkeit

Rudolf Diesel entwickelte seinen Dieselmotor in der Maschinenfabrik Augsburg.

Der Dieselmotor ist bereits im Museum ausgestellt und wird nicht erst, wie im Kapitel über das Verschweigen der Hauptleistung von Rudolf Diesel angenommen, in einem Museum ausgestellt werden, wenn der Dieselmotor außerhalb der Museen nicht mehr existiert.

Der Dieselmotor ist also lange schon ein Museumsstück. Im Gegensatz dazu ist die Hauptleistung von Rudolf Diesel nach wie vor und weiter keine in einem Museum auszustellende, sondern eine in der Welt weiter dringend zu verwirklichende —

Das Museum mit dem ausgestellten Dieselmotor steht in Augsburg —

In Augsburg wurde auch ein Dichter geboren, der sehr viel mit der Hauptleistung von Rudolf Diesel zu tun hatte, denn auch ihn, den Dichter, beschäftigten die Fragen sehr, die Rudolf Diesel zu beantworten suchte, auf die Rudolf Diesel ein für die Wirklichkeit nach wie vor brauchbares und ein noch nie in der erforderlichen Dimension in der Wirklichkeit umgesetztes Konzept als Antwort fand —

Es hielt den Dichter dabei nicht ab, nicht wie Rudolf Diesel Motoren zu erfinden, aber Motoren zu besingen. Für seine „singenden Steyr-Wägen“ wurde er belohnt, von Steyr, die österreichische Fahrzeugherstellungsfirma schenkte ihm einen Steyr XII – nicht mit einem Dieselmotor, sondern mit einem Ottomotor.

So führen die Wege mit dem Dichter nach Steyr. So führen die Wege mit der Maschinenfabrik AugsburgNürnberg, in der Rudolf Diesel seinen Dieselmotor entwickelte, nach Steyr, wo ihr Werk erst vor kurzem von einem übernommen wurde, den alle, als wären, einfach wie kurz gesagt, in diesem Land alle mit ihm befreundet, verwandt, aus seiner Familie, zärtlich bei seinem Spitznamen rufen, vielleicht aber rufen ihn alle deshalb bei seinem Spitznamen, aus Bewunderung, weil er gar erfindungsreich und dichtfreudig mit Steuern …

Die Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg ist lange schon unter einem anderen Namen bekannt. Vor langer, langer Zeit bereits nannte sie sich um, und ist nun bekannt als „MAN“ —

Kurz ist es also her, daß der erfindungsreiche Steuerdichtfreudige das Werk in Steyr von MAN übernahm. Es kann dabei ins Grübeln gekommen werden. Was wäre gewesen, wenn das Rudolf-Diesel-Konzept „einer solidarischen Wirtschaft, bei der die ehemals abhängig Beschäftigten die Finanzierung, Produktion und Verteilung von Gütern selbst in die Hand nehmen“, bereits real existierte, und das nicht nur in Österreich —

Ein Wirtschaftsforscher aus Steyr hätte auf der Plattform des Konzerns Twitter nicht seine „Milchbubenrechnung“ anstellen können, ein Minister hätte dieser Milchbubenrechung nicht zuerst per „Like“ zustimmen und dann wieder aus …

Und Staatsoberhaupt der bemüht versucht, sich alles zu ersparen, wäre die Frage wohl erspart geblieben, ob es vernünftig sei, Arbeitsministerium und Wirtschaftsministerium zusammenzulegen, weil es eben, wäre das Rudolf-Diesel-Konzept bereits verwirklicht, dann weder ein Arbeitsministerium noch ein Wirtchaftsministerium geben würde, sondern ein dem Konzept des Rudolf Diesel gemäßes, ein von dem Konzept des Rudolf Diesel ausgehend weiterentwickeltes Konzept gemäßes Ministerium, und Staatsoberhaupt hätte dann auch nicht versichern zu müssen, daß er keine Bedenken habe, was da alles passieren könnte, es in diesem gelegten Ministerium Arbeit und Wirtschaft doch mit einem Mann … der Mann in diesem Ministerium, mit dem Staatsoberhaupt zu tun, ist der Mann, der windmütig seine Likes

Wie wäre es gewesen, kann auch mit Blick in die Vergangenheit weiter gegrübelt werden, wenn das Rudolf-Diesel-Konzept zur Lösung der sozialen Frage bereits vor gut einhundertzwanzig Jahren weltweit real umgesetzt gewesen wäre, die solidarische Wirtschaft, in der die ehemals abhängig Beschäftigten die Finanzierung, Produktion und Verteilung von Gütern selbst in der Hand haben —

Hätte es dann dennoch Konzerne gegen die Menschlichkeit gegeben? Wie beispielsweise MAN, die heute, wie in diesem Juni 2022 auf dessen Website zu lesen ist, noch so tapfer sich darstellen …

[i]m Zweiten Weltkrieg sind die Werke Nürnberg und Augsburg immer wieder Ziel von Luftangriffen. Dennoch wird die Produktion von zivilen Nutzfahrzeugen so lange wie möglich aufrechterhalten. Gleichzeitig werden vor allem Panzer oder auch Busse und Lkw als Heeresfahrzeuge hergestellt, z.B. der „Einheitsdiesel“ mit Allradantrieb. Ende 1944 werden die Hallen und Produktionsmaschinen fast vollständig zerstört.

Trotz der von MAN wohl als Unmenschlichkeit, empfundenen Luftangriffe hielt MAN so lange wie möglich die Produktion aufrecht – und was für ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit muß es MAN immer noch erscheinen, ihm, dem Konzern, die Hallen und Produktionsmaschinen zerstört zu haben … Was für eine Tat der Menschlichkeit hingegen, mit Zwangsarbeit, mit Panzern, mit Heeresfahrzeugen und so fort dem Österreicher beigestanden zu haben – sein Profit die Ehre, tapfer für ein Volk, ein Reich, ein Motor

Und nicht anders werden die Empfindungen im Konzern in Steyr gewesen sein. Was werden dort für Lieder auf die Taten seiner Menschlichkeit gesungen worden sein … an Orten, an denen Konzerne solidarisch am Werke waren, deren Produkte heute noch etwa durch Gedenkarmbanduhren ehrende und stolze Würdigung …

Auf dem Weg von Augsburg nach Nürnberg nach Steyr lagern noch viele weitere Konzerne, deren einzige Agenda, weiter das Leben der Menschen zu regeln, kultiviert in anständigen Konferenzen abzuarbeiten —

Und wer kennt sie nicht, all die Konzerne gegen die Menschlichkeit —

Wer hat kein Produkt von diesen Konzernen mit den menschlichen Werbungen —

Müßig wohl über die Vergangenheit zu grübeln, wie es gewesen wäre, wie es gekommen wäre, wenn das Rudolf-Diesel-Konzept zur Lösung der sozialen Frage — Lohnender hingegen allemal, wie es kommen könnte, wie es werden könnte, wenn das Rudolf-Diesel-Konzept in Weiterentwicklung weltweit real umgesetztes und also weltweit gestalterisch bestimmendes Modell des Zusammenlebens

Die Hauptleistung des Rudolf Diesel

Konzept einer solidarischen Wirtschaft, bei der die ehemals abhängig Beschäftigten die Finanzierung, Produktion und Verteilung von Gütern selbst in die Hand nehmen.

Im Studio 2 am letzten Montag hat Fritz Dittlbacher, Historiker des Studios 2 und ZIB-Chefreporter, von Rudolf Diesel erzählt. Anlaß: 125 Jahre Dieselmotor. Präsentation des ersten Dieselmotors am 16. Juni 1897.

Fritz Dittlbacher weiß viel von Rudolf Diesel zu erzählen, von seiner Herkunft, von seinem Geburtsland, von seiner Schul- und Studiumszeit, von seiner mit Linde gemeinsamen Erfindung von Kühlschränken und Kühlmaschinen.

Fritz Dittlbacher weiß viel von Rudolf Diesel zu erzählen, von der Entwicklung des Dieselmotors, von seinem schweren Unfall, von seinem Tod knapp ein Jahr vor dem Krieg von 1914 bis 1918.

Fritz Dittlbacher weiß zu erzählen, daß „Carl Linde dabei geschickt war – „die Linde AG ist heute noch ein Milliardenkonzern mit fünfundsiebzigtausend Mitarbeitern weltweit […] Diesel ist relativ rasch aus diesem Geschäft ausgestiegen“ — Fritz Dittlbacher weiß, daß Rudolf Diesel „ein genialer Techniker war, aber ein ganz schlechter Kaufmann“ —

Fritz Dittlbacher weiß zu erzählen, „der Name ist so berühmt, daß sich wirklich sogar ein Milliardenkonzern in Frankreich, ein Modekonzern, sich Diesel genannt hat“ —

Fritz Dittlbacher weiß auch zu erzählen, „seine Frau hat allerdings dann festgestellt, auch das hat zu Rudolf Diesel dazugehört, er war fast bankrott, er hat noch ein bissel Bargeld gehabt, aber nichts mehr am Konto“ —

Und Fritz Dittlbacher spekuliert, „aber möglicherweise jetzt, wenn der Dieselmotor eben verboten wird, wie letzte Woche im EU-Parlament für Europa beschlossen, vielleicht verblaßt dann auch der Name.“ Und Birgit Fenderl: „Wir haben schon gewitzelt, daß es dann E-Jeans vielleicht gibt“ —

Fritz Dittlbacher hat zu seiner Erzählung über Rudolf Diesel auch ein Foto herausgesucht, wie Rudolf Diesel kurz vor seinem Tod ausgesehen hat, als er „etwas über fünfzig Jahre alt“ war.

Kein Foto hat Fritz Dittlbacher von der „Hauptleistung“ des Rudolf Diesel herausgesucht und in der Sendung hergezeigt – das hätte ein Foto von einem Buchumschlag sein müssen. Fritz Dittlbacher zeigt kein Foto von der Leistung her, die Rudolf Diesel selbst als seine „Hauptleistung“ einstufte. Deshalb wurde hier ein Foto herausgesucht, das den Buchumschlag seiner Hauptleistung zeigt. Es ist kein Dieselmotor abgebildet, sondern eine Druckerei, die Produkte des Lesens herstellt; eine bessere und passendere Abbildung zur Hauptleistung des Rudolf Diesel kann es nicht geben: Druckereien, Inbegriff der Bildung —

Die Erfindung des Dieselmotors war für Rudolf Diesel selbst eine, der er keine große Bedeutung zumaß; für ihn eine Nebensache, die aber für, auch für Fritz Dittlbacher die Hauptsache —

Daß ich den Dieselmotor erfunden habe, ist schön und gut. Aber meine Hauptleistung ist, daß ich die soziale Frage gelöst habe.

Er wußte wohl um die Vergänglichkeit von technischen Erfindungen, von der Unerheblichkeit technischer Entwickungen, und er wußte wohl um den unvergänglichen Wert der „sozialen Frage“. Nach einhundertfünfundzwanzig Jahren ist es beschlossen, der Dieselmotor wird aus der Welt verschwinden, an den in Museen wohl nostalgisch erinnert werden wird, zur Verklärung des Fortschritts der Menschheit, der in Wahrheit stets doch nur im Technischen einer ist, wenn dies denn Fortschritt genannt werden will; ein Fortschritt, der „schön und gut ist“. Aber“ —

Mit höchster Bewunderung spricht Fritz Dittlbacher reklamehaft von den Milliardenkonzernen, anstatt von der „Hauptleistung“ des Rudolf Diesel zu erzählen, mit der sich die Menschen Unabhängigkeit und Freiheit von den „Konzernen“ sich selbst gegeben hätten, die es dann nicht als „Konzerne“, von denen sie sich abhängig machen und in Unfreiheit halten lassen, geben würde.

Gerade jetzt, weit über einhundert Jahre nach seiner öffentlich gemachten „Hauptleistung“ ist daran dringlich wie je zu erinnern, gerade in diesen letzten drei Monaten des Jahres 2022, in denen so viel von Unabhängigkeit gesprochen, geschrieben wird, gerade in diesen Zeiten, in denen von so vielen Unabhängigkeit und Freiheit zu höchsten Tugenden und Werten erklärt werden, ist das Konzept zur Überwindung von Abhängigkeit und Unfreiheit des Rudolf Diesel mehr als bedenkenswert — Breit aber, wie an diesem letzten Montag, wird an den Dieselmotor erinnert, schafft es Fritz Dittlbacher konzernergeben, Rudolf Diesel nicht mit seiner Hauptleistung selbst zu Wort kommen zu lassen —

In Abhängigkeit und Unfreiheit wird von Unabhängigkeit und Freiheit aber nicht im Sinne auch eines Rudolf Diesel —

Österreichs Hollerjahre

Aber soll ich jetzt Leute an die Regierung holen, damit sie dort viel Schaden anrichten, damit sie nachher entzaubert sind? Das leuchtet mir nicht ein.

In ein paar Tagen werden es fünf Jahre her sein, als Staatsoberhaupt dies sagte, von der „Zeit“ im Juni 2017 veröffentlicht. Staatsoberhaupt holte „Leute an die Regierung“ – und dann kam in alphabetischer Reihung: Chäta türkis, Corona, Ibiza, Krieg

Fünf Jahre später erzählt Staatsoberhaupt, wieder in einem Interview, seine Geschichte, die er einem Bundespräsidenten angemessen für die Staatsgeschichte hält; was dann kam, nachdem er diese Leute „an die Regierung“ holte, „damit sie dort viel Schaden anrichten“, war, und er zählt seine Abfolge der Geschichte in seiner ihm wichtigen und genehmen Reihung auf: Ibiza, Pandemie, Krieg —

Staatsoberhaupt fragt dabei aber nicht, wie er bei Ibiza nach dem dritten Punkt fragt, was war das Vierte; es soll ja nicht wer auf die Idee gebracht werden, es könnte über Ibiza noch etwa gegeben haben und immer noch geben, an das zu erinnern ist, an das aber im Grunde zu erinnern gar nicht gebraucht wird, denn es schadet und schadet, schadet weiter …

Vor fünf Jahren sagt Alexander Van der Bellen: „Staatsoberhaupt? Das ist ja irreführend.“ Und fünf Jahre später, ruft er sich selbst „Staatsoberhaupt“ —

Vor fünf Jahren wird er gefragt, ob er sich mächtig fühle. Seine Antwort: „Nein. Der Bundespräsident gilt als Staatsoberhaupt, das ist ja irreführend. In ganz wenigen Fällen, also wenn es nach der Nationalratswahl um die Regierungsbildung geht, ist der Präsident ziemlich frei in seinen Entscheidungen.“ Vor fünf Jahren sagt Alexander Van der Bellen, der sich nun selbst „irreführend“ Staatsoberhaupt ruft, zu Armin Wolf: „Ein Gerücht, dass er nach dem Platzen der Großen Koalition eine Minderheitsregierung unter SPÖ-Kanzler Kern verhindert habe, wollte Van der Bellen nicht kommentieren. „Vertrauliche Gespräche bleiben auch hinterher vertraulich,“ —

Wie wird doch um Transparenz, um Aufhebung der Amtsverschwiegenheit in Österreich gerungen, und da tritt Staatsoberhaupt immer wieder hin, mit seinem Beharren auf Vertraulichkeit, zieht mit dieser nun in seinen letztnächsten Wahlkampf —

Staatsoberhaupt hat die Verhinderung einer Minderheitsregierung unter SPÖ-Kanzler Kern nicht dementiert. Er will das nur vertraulich haben. Also hat Staatsoberhaupt dies aktiv verhindert. Sollte Staatsoberhaupt aber das unangenehm sein, so steht es ihm frei, den Weg der Transparenz zu wählen, das altbackene Verständnis von Amtsverschwiegenheit, das ihm wohl gelehrt, als er ein Volksschulkind war, aufzugeben; um es endgültig zu klären —

Er ist, sagt Staatsoberhaupt, ziemlich frei in seinen Entscheidungen, wenn es um die Regierungsbildung geht. Was Staatsoberhaupt nicht verhinderte, sondern aktiv frei entschied, war, identitäre Leute an die Regierung zu holen, die dort, was von ihnen zu erwarten war, viel Schaden anrichteten, aber auch noch Leute an die Regierung holt, die dort, von denen es nicht in diesem Ausmaß zu erwarten war, noch mehr Schaden

ZEIT: Ist die FPÖ für Sie eine rechte Partei? Van der Bellen: Das ist eine triviale Frage, ich werde sie nicht beantworten. ZEIT: Erklären Sie mir, warum man so eine einfache Frage nicht beantworten kann. Van der Bellen: Wenn Sie ausländische Medien lesen, dann variiert die Beschreibung zwischen rechts außen, rechtsextrem, weit rechts. In Österreich ist man ein bisschen sensibel bei diesen Zuschreibungen. Historisch gesehen ist es nicht unheikel. Rechts waren traditionell Militaristen, Kriegshetzer. Das ist für mich rechts. Davon ist die FPÖ natürlich weit entfernt.

Vor fünf Jahren will Staatsoberhaupt eine „triviale Frage“ nicht beantworten, und er beantwortet sie dann doch sogleich. Beharrt ein weiteres Mal darauf, in seinem fortgesetzen Gang der Entcouragierung, in Österreich, als das er sich versteht, sensibel bei diesen Zuschreibungen

Für Staatsoberhaupt sind „Militaristen, Kriegshetzer traditionell rechts“ und „natürlich ist die FPÖ“ für ihn „davon weit entfernt.“ Wie weit entfernt sie davon ist, hat besonders der von Staatsoberhaupt für kurz angelobte Vizekanzler beispielhaft vermessen: kein Militarist, nur ein Paintballspieler, kein Kriegshetzer, nur ein Bürgerkriegsherbeireder, ja, nicht einmal ein Nationalist, nur ein Patriot, wie Putin beispielsweise auch einer ist

Nun aber ist für Staatsoberhaupt, länger schon als offiziell verkündet, Wahlkampfzeit, und es muß wieder der Joker her, der einzige wohl, um noch einmal die Wahl …

Vor fünf Jahren sagt Staatsoberhaupt auch dies:

„Wünschen kann ich mir viel“, war am Montag sein Kommentar. Wenn man das fordere, müsse man sich der Situation in Libyen bewusst sein. Die Macht der dortigen Zentralregierung sei “sehr beschränkt, um es vornehm auszudrücken“, mehrere „Stämme“ und Gruppen hätten in verschiedenen Landesteilen das Sagen – und somit sei nicht klar, mit wem man über die Rücknahme von Flüchtlingen verhandeln könnte. Sinnvoller wäre es, wenn man die Migrationsursachen in den Herkunftsländern untersucht und versucht, mit diesen Regierungen Maßnahmen zu ergreifen, um die Abwanderung zu stoppen, meinte Van der Bellen.

Abwanderung zu stoppen, sagt Staatsoberhaupt, andere sagen stattdessen, und wer diese sind, muß nicht ein weiteres Mal ausgeführt werden, Einwanderung zu stoppen, das klingt menschgemäß nicht so vornehm

Das war vor fünf Jahren die Antwort von Staatsoberhaupt auf die Frage, in der das Wort „Vollholler“ fiel, das 2017 gleich zum „Wort des Jahres“ gewählt wurde.

„Vollholler“, Wort des Jahres. So viel Holler in all den Jahren. In die Geschichtsbücher werden diese Jahre Österreichs eingehen als

Die Hollerjahre von Österreich —

Von Juni bis Juni in Österreich Holler-Saison, und ein einziger, der den Holler pflückt; der Holunderpflücker dafür zwar unbezahlt und dabei doch reichlich versorgt, und unterstützt von Staatsoberhaupt, der ihm die Stange seines Hollerpflücksackes …

Iran, auf dem Weg zur Atombombe und das von Staatsoberhaupt „sehr geschätzte freundliche Gesicht des Terrors“ im Paradies des Antisemitismus

Westliche Diplomaten warnen seit Monaten, dass die Wiederherstellung des Atomabkommens von 2015 immer unwahrscheinlicher werde, je weiter der Iran insbesondere die Uran-Anreicherung vorantreibe. Der Iran nähert sich laut Internationaler Atomenergiebehörde (IAEA) einer signifikanten Hürde bei der Herstellung von atomwaffentauglichem Material. Die Islamische Republik habe 43,1 Kilogramm Uran bis zu einem Reinheitsgrad von 60 Prozent angereichert, hieß am Montag in einem Bericht der Organisation in Wien. Rund 50 Kilogramm würden für eine Atomwaffe genügen, falls das Material noch etwas höher auf 90 Prozent angereichert würde, sagte dazu ein hochrangiger Diplomat, der das iranische Atomprogramm seit langem beobachtet. Der Iran verfügt nach Angaben der IAEA über 18-mal mehr angereichertes Uran als im internationalen Atomabkommen von 2015 vereinbart. Laut dem Bericht befanden sich Mitte Mai schätzungsweise 3.809,3 Kilogramm angereichertes Uran in den Beständen des Landes. In dem Abkommen, das 2018 von den USA einseitig aufgekündigt worden war, hatte sich der Iran zu einer Höchstgrenze von 202,8 Kilogramm verpflichtet. Die USA stiegen unter dem früheren Präsidenten Donald Trump 2018 einseitig aus dem Abkommen aus. In der Folge hielt auch Teheran seine Verpflichtungen aus dem Abkommen nicht mehr ein und weitete sein Atomprogramm wieder aus.

Ein grey boy hat das Abkommen aufgekündigt, also von dem „Aber wir haben doch Vertrauen in diesen Partner“

Wegen dieses „Partners“ war Staaatsoberhaupt die Pflicht auferlegt, dem „Schlächter von Teheran“ über alle Maßen zu gratulieren, auf daß mit ihm den „Iran-Atomdeal neu verhandelt“ werde, das ein Interesse Österreichs sei —

Es bestehe eine „Resthoffnung“, dass es mit einem „Hardliner der iranischen Innenpolitik“ vielleicht eher zu einer Regelung komme, als mit dem „von mir sehr geschätzten Präsidenten (Hassan) Rouhani, der aber zu wenig innenpolitischen Rückhalt hatte, um das umzusetzen, was er wollte“, erklärte Van der Bellen weiter. Die Glückwunsche seien mit dem Außenministerium abgesprochen gewesen.

„Die Glückwünsche seien mit dem Außenministerium abgesprochen gewesen“, also mit dem von dem Partner des Vertrauens geführten Ministerium —

Der „Schlächter von Teheran“ – ein „Hardliner“, mit dem es „vielleicht eher zu einer Regelung komme“, so Staatsoberhaupt, „als mit dem …“ nach den aktuellsten Berichten bleibt es wohl nur beim „Vielleicht“. Bei keinem „Vielleicht“ bleibt es nach den aktuellsten Berichten mit dem Hardliner von Teheran beim Bau der Atombombe …

… „von mir sehr geschätzten Präsidenten (Hassan) Rouhani, der aber zu wenig innenpolitischen Rückhalt hatte, um das umzusetzen, was er wollte“ — Ach, der arme, arme, herzensgute Präsident, der, ohne innenpolitischen Rückhalt, nicht umsetzen konnte, was er wollte … Und weil der von Staatsoberhaupt „sehr geschätzte Präsident“ nicht umsetzen konnte, was er wollte, setzte er um, wofür er reichlich innenpolitischen Rückhalt hatte —

Völlig zu Recht rühmte Rohani sich, dass durch sein Verhandlungsgeschick gegenüber den EU-3 (Großbritannien, Frankreich und Deutschland) das iranische Atomprogramm während seiner Zeit als Chefunterhändler unter dem Präsidenten Khatami entscheidend vorangekommen ist. So könnte es nun weitergehen: Rohani wird mit dem Segen Khameneis versuchen, durch neue Verhandlungsrunden Zeit zu schinden, die das Regime nutzen kann, seine nukleare Option zu verwirklichen.

Ein Präsident aber läßt es nicht nur dabei, eine Sache umzusetzen, die er will, sondern es bleibt reichlich Zeit für viele Umsetzungen, zum Beispiel:

Es war nach 1945 einer der opferreichsten antisemitischen Anschläge außerhalb Israels: 1994 explodierte eine Bombe im jüdischen Gemeindezentrum in Buenos Aires. 85 Menschen wurden ermordet, hunderte schwer verletzt. Die argentinische Justiz macht bis heute die Machthaber in Teheran und die Hisbollah für den Anschlag verantwortlich. Interpol sucht Spitzen des iranischen Regimes wegen der Attacke mit internationalem Haftbefehl. In einem Bericht des argentinischen Generalstaatsanwalts, Alberto Nisman, kann man nachlesen, dass die Entscheidung zu dem Massaker von einem Sonderausschuss gefällt wurde, der eng mit dem Nationalen Sicherheitsrat des iranischen Regimes verbunden war. Hassan Rohani, der dauerlächelnde Sieger der iranischen Präsidentschaftswahlen, war zu dieser Zeit als enger Vertrauter des Obersten Geistlichen Führers, Ali Khamenei, Sekretär des Rates.

Doch auch jenseits seiner Mitverantwortung für die Ermordung von 85 Menschen in der argentinischen Hauptstadt ist Rohani in keiner Hinsicht jener „Mann des Ausgleichs und der Versöhnung”, als der er in zahlreichen Medienberichten verklärt wird, oder gar ein „bärtiger Hoffnungsträger mit Herz“, als den ihn die deutsche „taz“ porträtiert hat. An der Verfasstheit der „Islamischen Republik“, die in den letzten Jahrzehnten tausende Iraner das Leben gekostet und Millionen ins Exil getrieben hat, wird sich nichts Wesentliches ändern. Die das Regime konstituierenden, miteinander konkurrierenden Fraktionen streiten nicht darüber, was die grundsätzlichen Ziele der „Islamischen Republik“ sind, sondern wie diese am besten umgesetzt werden können.

Rohani forderte 1999 die Todesstrafe für protestierende Studenten. Israel ist für ihn wie für alle Vertreter des iranischen Regimes ein „elendes Land“, der „große zionistische Satan“, gegen den er die „vollständige Wiederherstellung der Rechte des palästinensischen Volkes“ fordert – was das Gleiche meint wie jene Äußerung seines Chefs Khamenei, dass Israel ein „Krebsgeschwür“ sei, „das herausgeschnitten werden sollte und herausgeschnitten werden wird“. Doch Rohani ist bestens in der Lage, in jenem pseudodiplomatischen Jargon zu formulieren, der auf die Bedürfnisse feinfühliger Europäer etwas mehr Rücksichten nimmt, als Ahmadinejad das getan hat.

So ein Präsident kann für einen Bundespräsidenten Österreichs, dem das Gedenken täglich umgesetzte Evangeliumslektüre ist, freilich nur ein „sehr geschätzter Präsident“ sein, ist doch sein Land nicht bloß im Glauben existierendes, sondern ein wirkliches Paradies, das wirklich besucht werden kann, in das vor allem Männer wirklich vor der hiesigen Hölle der Geschichtsschreibung fliehen können, in das für sie einzige Paradies ihrer geschichtlichen Wahrheit

In einer Sache steht Österreich dem vor allem der Männer Paradies nicht nach, auch in diesem vom Meer umbrandeten Land, gibt es einen Mann, reichgelobt für sein „freundliches Gesicht“ , ob seines freundlichen Gesichts wählbar für mehr als zwei Drittel …

Das wird Staatsoberhaupt wohl gekränkt haben, daß in der Partei, die er einst führte, seine Wünsche an den Hardliner von Teheran ihm kein Lob einbrachten, sondern …

Deutliche Kritik an Van der Bellens Gratulation nach der Wahl im Iran hatten die Grünen geäußert. „Bei aller Wichtigkeit bilateraler Beziehungen: Diese nicht notwendige Aufwertung des menschenverachtenden und verbrecherischen Regimes und seiner Protagonisten im Iran ist für viele zu Recht befremdlich“, hatte damals die außenpolitische Sprecherin der Grünen, Ewa Ernst-Dziedzic, der „Presse“ gesagt.

Ein paar Monate später, einen auch in Österreich wahrgenommenen Krieg später, beläßt es diese seine Partei nicht damit, Wünsche zu senden, sondern reist in Länder, die …

Wer weiß, wohin sie noch reisen wird, wenn dieser für Österreich so unangenehm wahrgenommene Krieg noch länger dauert, es ein für Österreich ofenkalter Winterkrieg werden könnte, dann könnte das bis jetzt vor allem für Männer seiende Paradies entdeckt werden, auch als ein wärmespendendes Paradies …

Guarantors

Jetzt, da die Ermittlungserkenntnisse des Untersuchungsausschusses bekannt sind,

Trump habe die Demonstranten zu Ausschreitungen „angestachelt“, sagte der Ausschussvorsitzende Bennie Thompson. Die Kapitol-Erstürmung sei „der Höhepunkt eines Putschversuchs“ gewesen, „eines dreisten Versuchs, die Regierung zu stürzen“. „Donald Trump stand im Zentrum dieser Verschwörung“, fuhr Thompson fort. „Die Gewalt war kein Zufall“. Der damals scheidende Präsident habe „den Mob herbeigerufen, den Mob versammelt und die Flamme dieses Angriffs entzündet“, sagte auch Liz Cheney.

muß, was seit dem Tag der Erstürmung des Kapitols im Grunde schon klar war, aber in Österreich zu Beistandsbekundungen für Trump führte, gerade mit Blick auf die Wahl in seinem Spätherbst, das Verhalten von Staatsoberhaupt in Erinnerung gerufen werden, der am Tag des Sturms auf das Kapitol, der am Tag des Putschversuches schreibt:

„I am following with deep concern the populist prodded, anti-democracy attack on the #Capitol in #Washington, the heart of US democracy. The respect for the results of free elections and the peaceful transfer of government power is the foundation of democracy. I am convinced the US will protect these democratic rules even if the current president hesitates. (vdb)“

als hätte Trump – Garant dafür, der Demokratie zu widerstehen – mit seinen Burschenschaften damit gar nichts zu tun, er hat also im Jänner 2021 nicht gezögert, gegen die „demokratischen Regeln“ mit jedweder Gewalt vorzugehen, auch mit Gewalt – Schwerverletzte und zehn Tote – und Staatsoberhaupt hat im Jänner 2021 ebenfalls nicht gezögert zu beweisen, daß er ein Garant dafür ist, nicht zu widerstehen, nicht zu benennen, was klar benannt werden kann, weich an der Seite, die klar als die zu benennen ist, für die demokratische Regeln nichts sind und alles für ihren Mißbrauch, für ihren Gebrauch zum Ausradieren von allen demokratischen Regeln.

Vielleicht dabei beraten vom Wieder-Außenminister „Aber haben wir doch Vertrauen in diesen Partner.“

Der „Partner“: Trump —

Vielleicht hatte Staatsoberhaupt auch nur das mehr oder weniger kurz davor abgelegte Treuegelöbnis auf coup plotter with his proud boys noch im Gedächtnis —