Von Märtyrern und Bluthunden

Bluthund und Märtyrer - Bluthündin und Märtyrerin.png

So schnell die Aufregung kam, so schnell ging diese auch wieder.

So schnell wie kurz.

Und noch etwas ist sehr kurz in diesem Land. Oder. Sehr klein in Österreich. Das Gedächtnis. Das läßt sich auch an der kurzen Aufregung um den Sprecher des montagsgemachten Vizekanzlers ein weiteres Mal zeigen.

Kaum schreibt der Sprecher des Vizekanzlers das Wort „Blutzeuge“, geholt aus deren Wissensbunker, ist die Reaktion darauf: „Nazi-Ausdruck“. Beispielsweise von Helmut Brandstätter, wie in der Collage zu lesen ist.

Wie Karnickel wird in Österreich alles auf die Nazi-Zeit hin gerammelt. Alles klein-und-kurz-gerammelt auf die madigen zwölf Jahre des deutschen reiches. Aus der Geschichte stets die Nazi-Zeit herausgerammelt.

Dabei ist die Vorgeschichte gerade für die Gegenwart von größerer Bedeutung. Die madigen zwölf Jahre sind zwölf Jahre von Verbrecherinnen und Verbrechern, von Mördern und Mörderinnen. Die Mittel aber für ihren Massenmordzweck wurden ihnen in die Wiege gelegt, von ihren Vätern, Müttern, Großvätern, Urgroßvätern, Urgroßmüttern, Onkeln, Tanten, Uronkeln, Ururtanten, Urururur… und so weiter und so fort.

Was kommt nun, das ist die entscheidende Frage, aus dieser Wiege gekrabbelt, wird an die lange, lange Vorgeschichte, die zum Nationalsozialismus führte, gedacht. Welche Mittel noch genommen, vor allem für welchen Zweck?

Wofür auch das Wort „Blutzeuge“ ein Beispiel ist. Es ist ein altes Wort. Eingedeutscht. Und es heißt nichts anderes als Märtyrer. Es ist im sogenannten christlichen Österreich ein katholisches Wort. Wie viele Märtyrerinnen werden noch immer verehrt, angebetet …

Verwundert es, daß gerade die FPÖ so recht viel der christlichen Tradition Wert beimißt?

Nichts Geistiges kam von den Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen selbst; sie plünderten nur, wo sie konnten, für ihren Zweck des Mordens. Sie waren nur Mordwerkzeuge, programmiert in Jahrhunderten.

Abgerichtete, mit geistigem Unrat gefütterte und überfressene Bluthunde … Auch „Bluthund“ ist ein altes Wort, lange vor Thomas Mann geläufig. Aber Thomas Mann verwendete es für einen Mann, der für Nationalsozialistinnen und Nationalsozialisten zum „Märtyrer“ gemacht wurde, einer von den vielen Bluthunden und Bluthündinnen: Reinhard Tristan Eugen Heydrich …

Tristan, ein Vorname, zu dem unweigerlich ein Wochenmagazin einfällt:

„Es sollten alle Juden in einer Aufführung von Nathan verbrennen“ – Für die freiheitliche ZZ aber sind Wagners Zeilen antisemitismusfrei

Wann immer also einer oder eine aus der nun montagsgemachten identitären Regierungspartei mit einem Zitat kommt, wie beispielsweise des Vizekanzlers Sprecher mit „Blutzeuge“ soll dem nicht mit Aufregung begegnet werden, mit dem Gekreische von der Nazi-Zeit, sondern entgegnet werden, sie oder er solle nicht diese Zeit mit Begriffen wie „Märtyrer“ verharmlosen oder schlimmer noch … Denn es waren keine „Blutzeugen“, es waren wutblasse und blutgierige Täter und Täterinnen, es waren Bluthunde und Bluthündinnen.

Wer in der nationalsozialistischen Massenmordtotaldiktatur hohe und höchste Positionen hatte, war kein Zeuge, sondern Regimetäter und Regimetäterin, und daran ist auch nicht zu rütteln, wenn der eine oder andere Regimetäter manchen Menschen half, wie etwa Reinthaller einem Leopold Figl …

Und es sollte sich, wenigstens nun im 21. Jahrhundert herumgesprochen haben, daß auch nicht mehr von „Idealisten der NS-Bewegung“ gesprochen und geschrieben werden kann, wie in der Festschrift 2016 der FPÖ. Von Idealismus im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus kann nur sprechen und schreiben, der im Nationalsozialismus noch Ideale sieht, die erstrebenswert sind.

NS Und wie gesinnungsgetränkt Harald Vilimsky darauf reagiert auf der Plattform des Unternehmens Twitter zu der Auseinandersetzung zwischen Martin Glier und Helmut Brandstätter über die Bluthunde, die für Martin Glier „Märtyrer“ sind, kann in der Collage gelesen werden.  Die übliche Übersetzung ist zwar „Gezwitscher“, aber im Fall von Harald Vilimsky darf es freier übersetzt werden: Er, Vilimsky, bellt nicht nur gegen Helmut Brandstätter, sondern er bellt es auch gleich als Vollzugsmeldung seinem Vizekanzler, der für „ideelle Kontiunität von Reinthaller bis zu … steht, daß er gegen Helmut Brandstätter recht ordentlich bellte.

NNS Ebendieser Harald Vilimsky soll nun, ist zu lesen, auch bei der „Historikerkommission“ eine „Schlüsselrolle“ … nun, was die FPÖ bräuchte, ist keine „Historikerkommission“, sondern eine Gegenwartsschulung, eine Denkschulung in Anbetracht der fehlenden Denkbereitschaft …

Lothar Höbelt hat seine Vergangenheit bereits aufgearbeitet: „8. Mai 1945: Tag der Niederlage“ nach dem „sogenannten Holocaust“.

jedoch beispielsweise weder Höbelt-Kabas noch Mölzer als Lehrende …

Harald VIlimsky bellt gegen Helmut Brandstätter und meldet gleich seinem Vizekanzler

 

Perpetuum austrile

Montanuniversität Leoben - Leder Burschenschaft - 2018 wie 2002

Die Burschenschaft Leder hat sich wieder einmal recht hervorgetan. Womit, das muß nicht ausgeführt werden. Es gibt dazu Medienberichte. Ihre Reaktion darauf: Ahnungslosigkeit über ihr Tun, plötzliches Unwissen darüber, welches Bild aus welcher Zeit sie einsetzt, um ihre gesinnungsgemäße Sicht von „Gesundheit“ zu verbreiten. Und das nicht vor Jahrzehnten, das nicht vor etlichen Jahren, sondern …

Die Burschenschaft Leder hat 2018 eine E-Mail-Adresse, wie in der Collage gelesen werden kann: leder@unileoben.ac.at … wie auch schon 2002.

Es wird Dr. W. Pöhl nicht mehr der Rektor der Montanuniversität sein. Es interessiert auch nicht, wer nun der Rektor ist, eine Rektorin wird es wohl nicht sein. Und es interessiert auch nicht, welche Antwort im Jahr 2018 kommen würde, auf die Frage, weshalb die Leder Burschenschaft weiter mit solch einer Adresse Gewicht …

Es wird die Antwort kaum anders als 2002 ausfallen,  als die Antwort von Rektor Dr. W. Pöhl also. Vielleicht. Aber das ist nicht gesagt. Würde der Rektor diesmal die Beantwortung nicht der Burschenschaft Leder …

Menschen träumen seit einer Ewigkeit von einem Perpetuum mobile. In Österreich ist es verwirklicht. Zwar nutzlos, unproduktiv. Aber, wie auch das Beispiel Leder Burschenschaft zeigt, es funktioniert. Es darf aber, weil es für die Menschen keinen Nutzen bringt, keinen Mehrwert den Menschen, gar keinen Wert erbringt, nicht Perpetuum mobile genannt werden, von dem Menschen seit jeher sich Glück und Zukunft, kurz: ein gutes Leben, erhoffen, sondern Perpetuum austrile: es läuft und läuft und läuft – und bewegt sich dabei keinen Millimeter.

Damals, 2002, ging es darum:

Ob es anläßlich der Nationalratswahl 2003 noch die Homepage der Burschenschaft Leder geben wird, die u.a. die Geschichtsinterpretation eines Prof. Diwald anerkennt, der Auschwitz in Frage stellte, oder auch die Homepage der im April 2002 gegründeten NPÖ, welche u.a. die Republik Österreich als »Bundesrepublik« bezeichnet?

Sehen Sie es für eine österreichische Universität als vereinbar an, den elektronischen Schriftverkehr der Burschenschaft Leder über eine universitätseigene E-mail-Adresse („leder@unileoben.ac.at“) abwickeln zu lassen, die eine derartige Geschichtsinterpretation anerkennungswürdig befindet und die als ihr „Vaterland“ Deutschland …

Und aus den Antworten der Montanuniversität Leoben darauf, 2002:

Die Burschenschaft Leder ist eine von der Montanuniversität Leoben unabhängige Vereinigung, die durch ihre eigenen Organe handelt und nach außen hin vertreten wird. Ich habe mir deshalb erlaubt, Ihre Anfrage zuständigkeitshalber an die Burschenschaft Leder weiterzuleiten. Mit freundlichen Grüßen! Dr. W. Pöhl, Rektor

Die studentischen Verbindungen leisten insgesamt direkt oder indirekt einen wesentlichen Beitrag zur Pflege der Kontakte der Universitäten zu ihren Absolventen. Insoweit ist es nur verständlich und sachlich gerechtfertigt, dass man selbst auch ein Mindestmaß an Gegenleistung erbringt.
Ich darf Ihnen bestätigen, dass ich gesetzwidrige Handlungen an der Montanuniversität Leoben nicht dulde. Sollte sich etwa eine studentische Verbindung außerhalb der geltenden Rechtsordnung bewegen, würde ich selbstverständlich die erforderlichen Maßnahmen ergreifen. Erfreulicherweise bestand jedoch bis heute dazu kein Anlass. Glückauf! Dr. W. Pöhl, Rektor

Der gesamte Schriftverkehr kann gelesen werden in Gefangen, auch im Erinnern … 2018 in Österreich ist auch 2002, und das nicht nur bezogen auf die Montanuniversität.

Perpetuum austrile eben …

Perpetuum austrile hat keinen Zeitmesser der üblichen Art eingebaut. Und dieser wäre auch eine vollkommen unnütze Vorrichtung, in Österreich Zeit auf die übliche Weise zu messen. Dafür gibt es eine andere Art von Messung, um das Vergehen zu spüren, zum Beispiel:

Von Lederuniversität bis Diwald: ein Mölzer …

Von Mölzer zu Mölzer: ein Bildungssprecher …

Von Zur Zeit zu Unzensuriert: eine FPÖ

Von Burschenschaften zu NR Prä… III: ein Odin

Von identitärer Parlamentspartei zu identitärer Regierungspartei: Ein Kurzschüssel

Von Figl zu Kurz: ein Reinthaller

Und so Kapitel für Kapitel weiter und weiter …

Von Leoben Lederuniversität zu Diwald - ein Mölzer

 

 

Burschenschaften wurden schon, kurz gesagt, von Nazis als überholt angesehen – Was sagt das über Österreich 2018?

Österreich 2018 - Burschenschaften überholte Einrichtungen

Daß bereits Nazissen Burschenschaften als überholte Einrichtungen sahen und von weiten Teilen der NS-Bewegung abgelehnt wurden, ist zwar bereits im Kapitel Norbert Hofer aus der hoferischen Ramschbude wird mit burschenschaftlicher Fürrede eingeschaltet ausgeschickt eingehend zitiert, erzählt auch der Nazis verwirklichtes deutsches Lagererbe, das diese ihnen vermachten, aber beim Ansehen der gestrigen Diskussion im österreichischen Fernsehen wurde augenblicklich gedacht, das verdient ein eigenes Kapitel.

In diesem Österreich des Jahres 2018 wird also ausgiebig über Burschenschaften diskutiert, ohne einmal zu sagen, das sind doch überholte Einrichtungen. Was sagt das über das Österreich im 21. Jahrhundert?

Mit Huch und Weh und Schaudern wird wohl auch dabei sein, wird nun bemängelt, daß jetzt so viele Burschenschafter und wohl nur eine Mädelschafterin hohe und höchste politische Mandate in Österreich innehaben, daß jetzt Burschenschafter wichtige Positionen im Staatsdienst besetzen. Gestellt von einer einzigen Partei, von der nun montagsgemachten identitären Regierungspartei. Was sagt das über diese Partei, also über die FPÖ, aus, deren Personal überwiegend aus Einrichtungen kommt, die bereits weite Teile der NS-Bewegung als überholte Einrichtungen ansahen und ablehnten?

Was sagt das über die ÖVP auf Bundesebene, was sagt das über die ÖVP auf Landesebene, was sagt das über die SPÖ auf Landesebene aus, die mit einer Partei mit überwiegendem Personal aus überholten Einrichtungen koalieren?

Was sagt das über Medien in Österreich aus, die vor allem Männer aus überholten Einrichtungen hervorholt, um über überholte Einrichtungen zu befragen, überholte Einrichtungen verteidigen zu lassen? Medien sind keine Samariterinnen, die Gnadenbrote verteilen. Eine gute Tat wollen sie damit nicht erbringen, also etwa einen ehemaligen Mandatar oder einen alten Vater, dessen Sohn Bildungssprecher dieser Partei ist, im Ausgedinge mit dem Lutschen am Mediengnadenscherzerl das Leben nicht gar so leer, allein und kalt …

Es ist nicht pauschalierend, generell zu fragen:

Was sagt das also alles über Österreich im 21. Jahrhundert aus?

Mit solch einem Umgang, der selbst als ein überholter anzusehen ist, mit überholten Einrichtungen, mit solch einem Personal aus überholten Einrichtungen ist, und das ist das Schlimmste, was gesagt werden kann, kurz zusammengefaßt: keine Gegenwart und schon gar nicht eine …

Wissensbunker in Österreich nicht nur für eine Gesinnungsschaft

Österreich 18 - ÖVP FPÖ Regierung

Nun gibt es eine Aufregung um Martin Glier, weil er etwas von Metapedia … Es wird wohl, kann wieder erwartet werden, bald verlangt werden, der montagsgemachte Vizekanzler müsse sich von solch einem Angestellten trennen.

Denn.

Es wäre nicht das erste Mal, daß in Österreich verlangt wird, die Angestellten hätten die Verantwortung zu übernehmen. Stellvertretend darf zur ehrenvollen Erinnerung dabei an Barbara Prammer gedacht werden, die vom damaligen NR Präsidenten III wacker forderte, er solle sich von seinen Mitarbeitern trennen …

Es ist aber nicht der FPÖ allein vorbehalten, daß ihre Mitarbeiter und Dienstnehmerinnen einzustehen haben, wie erst die im Jänner 2018 erfolgte Verantwortungsabschiebung in der AfD …

Zurück aber zum montagsgemachten Vizekanzler.

Ist es nicht die vornehmste Auszeichnung für Angestellte, loyal gegen ihre Dienstgeber und Dienstgeberinnen zu sein? Martin Glier scheint dies recht zu sein, vielleicht mehr noch, „idealistisch“ loyal. Und aus welchem Bunker soll ein loyaler und idealistischer Mitarbeiter sein Wissen holen, als aus ebendiesen, der rechtes Ansehen in seiner Gesinnungsschaft genießt?

Wie hilfreich doch Metapedia dieser Gesinnungsgemeinschaft zur Seite steht; erst vor wenigen Tagen konnte darüber ein Kapitel beendet werden. Als FPÖ unzensuriert wohl nicht wußte, wie auf die Schnelle den Begriff „Kulturmarxismus“ zu erklären, ein Link zu Metapedia, und alles ist im rechten Licht …

Metapedia, Quelle des Wissens von FPÖ unzensuriert, Verlautbarungsorgan der identitären Regierungspartei in Österreich

Metapedia läßt dieser Gesinnungsgemeinschaft auch Träume Wirklichkeit werden, wenn vorerst auch nur im Wissensbunker, daß der zurzeitige Infrastrukturminister ein „deutscher Politiker“ … aber auch Metapedia hat Träume, wünscht sich, daß er wieder für FPÖ unzensuriert schreiben möge …

„Hofer, Norbert Gerwald – deutscher Politiker – schreibt für das Netzportal ‚unzensuriert’“

Metapedia hält auch das Wissen bereit über die Rechtgroßen dieser Gesinnungsgemeinschaft, wie eben erst in einem Kapitel erzählt werden konnte, beispielsweise über Anton Reinthaller, diesen „idealistischen Nationalsozialisten“, von dem Aussagen auch in einer „zeitgenössischen Rede“ des zurzeitigen Vizekanzlers vorkommen könnten, wie zu lesen ist in

FPÖ, 2016: „Idealisten der NS-Bewegung“

Metapedia würdigt auch die Elite des hiesigen Journalismus …

„Journalistenwatch“: rechtspopulistischer respektive österreichischer Block „für Deutschland“

Sollte Martin Glier nun seinen Posten verlieren, weil wackere Menschen erfolgreich von ihm Konsequenzen für seinen Vizekanzler einmahnten, er wird wohl bald wieder eine Anstellung finden, etwa im ORF, der Menschen braucht, die neue Quellen erschließen, gerade jetzt, da Metapedia lästigerweise breit anrüchig wird …

ORF findet neue Wissens- und Informationsquellen

Vielleicht kann Martin Glier als Eintritt in den ORF beispielsweise die Lobby des deutschen reiches in den Grenzen vom 31. August 1939 mitbringen, eine Site,

fpö untensuliet – deutscherobby: lechz und lechz

die zur Seite dieser seiner Gesinnungsgemeinschaft steht …

Und wenn Martin Glier gegangen worden sein wird, sind jetzt schon die Worte vom Vizekanzler zu hören, so einer habe keinen Platz in seiner geführten Gesinnungsschaft, in Anlehnung an seine Worte zu Burschenschaften und Antisemitismus … Aber die Burschenschaften waren, wie eben erst vom ehemaligen Vizekanzler verlautbart,

Kellerpuppe aus der hoferischen Ramschbude wird mit burschenschaftlicher Fürrede eingeschaltet ausgeschickt

sind ohnehin stets recht in Ordnung, verboten wie sie waren, von Adolf Hitler, dessen Gesinnungsschaft gar viel von ihnen lernte …

NS Martin Glier weiß, fällt gerade ein Kapitel ein, wer zurückzutreten hat, nicht ein Angestellter oder eine Mitarbeiterin hat ihren oder seinen Posten zu verlieren, sondern …

Was NR Gerhard Deimek von der identitären Gemein-Schaft zu „Vierteilen“ einfällt – „Staatsgage“

Kellerpuppe aus der hoferischen Ramschbude wird mit burschenschaftlicher Fürrede eingeschaltet ausgeschickt

Norbert Steger - Burschenschaften

Nun schickt die FPÖ vor allem ihre Männer aus, um ihre Sicht der Burschenschaften zu verbreiten, zur Rettung der montagsgemachten identitären Regierungspartei und damit überhaupt zur Rettung der Strachkurzhofer in Österreich.

Wenn die Gemeinschaft in Gefahr ist, ihre erst montagsgegebene Macht zu verlieren, hält es auch einen Norbert Steger nicht mehr im Keller, folgt er dem Ruf, die Reihen schließen, und hinaus in die Öffentlichkeit, hinein in die Redaktionsstuben, zu erzählen, ja was …

Der FPÖ-Grande mahnt in der aktuellen Debatte zur Differenzierung und verwehrt sich insbesondere gegen Pauschalierungen gegenüber der FPÖ. „Immer unerwähnt bleibt in der öffentlichen Diskussion, dass nach Kriegsende Nazis auch zur SPÖ und ÖVP gegangen sind, Ministerposten bekamen. Immer unerwähnt bleibt, dass Hitler die Burschenschaften aufgelöst hat.“

Erstens. Es ist wahr. Nationalsozialistinnen und Nationalsozialisten gingen nach 1945 zu den Parteien SPÖ und ÖVP, aber, und das sagt Norbert Steger nicht, um diese Parteien nach ihrer Gesinnung auszurichten, ihre Gesinnung weiterleben zu können. Dafür mußte eine neue Partei gegründet werden, zuerst der VDU und dann die FPÖ. Stellvertretend sei dazu nur Reinthaller erwähnt, von dem „Aussagen“, wie es in der FPÖ-Festschrift 2016 heißt, auch in einer „zeitgenössischen Rede“ des zurzeitigen Vizekanzlers stehen könnten.

Zweitens. Und mit der Erwähnung, Hitler habe die Burschenschaften aufgelöst, erreicht Norbert Steger seine Höchstform, wie sie nur im Geisteskeller erreicht werden kann. Wie das mit der „Auflösung“ tatsächlich war, das auszubreiten, das würde hier zu weit führen. Kurz gesagt, die stegerische Darstellung dient lediglich dazu, ein falsches Licht für die Burschenschaften einzuschalten, es soll Licht auf die Burschenschaften werfen, aber tatsächlich beläßt es die Burschenschaften in der Dunkelheit, die der Strachkurzhofer dienlich ist.

Und eines noch. Hitler habe, muß Norbert Steger also unbedingt erwähnen, die Burschenschaften aufgelöst. Das muß, um für einen Moment der stegerischen Kurzfassung zu folgen, eine für die Burschenschaften wahrlich löbliche Tat von Adolf Hitler gewesen sein, für die sie ihm dankbar zu sein scheinen. Sonst würden sie nicht davon singen, seine Massenmorde fortsetzen zu wollen, wie jetzt allen etwa durch das Lied der Germania, zu der sich ein freiheitlicher Mandatar hingezogen fühlte, wohin sonst sollte sich ein Landbauer hingezogen fühlen, in Österreich bestens bekannt.

Es könnten noch viele Beispiele für burschenschaftliche

Ein deutscher Dichter der Burschenschaft Suevia: „Das Feuer von Auschwitz behüten und schüren.“

Burschenschaft Brixia – „Kaderschmiede nationaler und rechtsextremer Gesinnung“

Zur Ewiggestrigkeit eine Presseaussendung der freiheitlichen Mädelschaft

Burschenschaften – Die ungebrochene Liebe zum Feuer

Dankbarkeit und Ehrerweisung gegen Adolf Hitler angeführt werden. Aber. Es ist tatsächlich belanglos und vollkommen falsch, was Norbert Steger in seiner Fürrede für die Burschenschaft meint. Wenn, so die Ansicht von Norbert Steger (die er verbreitet wissen will), die Burschenschaften für die Zeit des massenmörderischen Nationalsozialismus weißgewaschen werden können, dann ist alles gut, ach, dann sind die Burschenschaften gut. Das ist Norbert Steger nicht einmal vorzuwerfen. Darin ist er nur ein squirt of austrian time

Stets wird in Österreich auf die madigen zwölf Jahre des deutschen reiches gestarrt, als hätten diese eine Ewigkeit gedauert, als hätten die Nationalsozialisten und die Nationalsozialistinnen alles aus sich selbst geschöpft. Die Wahrheit aber ist, alles, was sie verbrecherisch und massenmörderisch taten, empfingen sie von ihren Ahnen, lehrte ihnen ihre Ahnen …

Und davon kann Norbert Steger die Burschenschaften nicht weißwaschen, mit seiner Verkürzung auf die madigen zwölf Jahre des deutschen reiches

Was alles könnte angeführt werden. Es soll nur beispielhaft genannt werden. Wie Bücher angezündet werden, das lernten die Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen von … ja, von wem sonst als von …

Das Schlechte aber zetteln die Burschenschafter

Tatsächlich ist, was Norbert Steger spricht, diese Kellerpuppe, nun ausgeschickt zur Verteidigung, belanglos. Sie kann nur das sprechen, was ihr vorher aufgesprochen wurde, etwa das, Hitler habe … Aber Norbert Steger kann dafür nicht verantwortlich gemacht. Eine Puppe kann nicht prüfen, ob eine Quelle vertrauenswürdig, sie kann nur das ihr Programmierte wiedergeben, vorausgesetzt, es schaltet sie wer ein … Ein Aufsprecher und ein Einschalter von ihr könnte beispielsweise der zurzeitige Infrastrukturminister sein …

Lustig ist, um zu einem Schluß zu kommen, wie noch im Jahr 2018 Burschenschaften verteidigt werden, während bereits vor Jahrzehnten

„weithin breite Teile der NS-Bewegung die Burschenschaften als bürgerliche und historisch überholte Einrichtungen ablehnten“.

Dem von Wolfgang Benz herausgegebenen „Handbuch Antisemitismus – Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart“ kann nicht nur so etwas Lustiges entnommen werden. Es erinnert ebenfalls daran, was wären die Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen ohne Burschenschaften gewesen? Wie wären sie je beispielsweise auf den „Arierparagraphen“ gekommen? Auch eine Leistung aus Österreich: „Linzer Programm“, 1885.

Nach Linz zieht es die Mannen und Frauen weiterhin, das kann nicht verwundern, bei solch einer Tradition, dort den Eid auf die Treue zu erneuern, wo alles begann, das länger währt als madige zwölf Jahre …

Und Norbert Steger selbst? Nun, wer keine Kellerpuppe ist, wird sich ein Urteil selbst bilden können …

Norbert Steger steht zu seiner jüdischen Adoptionsfamilie: „Ich selbst hab‘ mit ihnen aber nur den Namen gemeinsam.“

Höchste Zustimmung und Unterstützung für Norbert Steger – „Wehret den Anfängen!“

Nun aber wirklich enden. Die österreichische Misere ist, daß es nicht nur die FPÖ ist, die „überholten Einrichtungen“ die Säbel zum Auftritte in der Hofburg poliert …

Burschenschaftliche Geschichtslügen, Gegenwarts- und Geschichtsfälschungen – veröffentlicht „Die Presse“

NS Es wird nun oft gefragt, wie groß der Einfluß der Burschenschaften auf die zurzeitige Regierung in Österreich, ob sich dieser im Regierungsprogramm finde; eine Stelle im Regierungsprogramm von ÖVP und FPÖ erzählt von diesem unmißverständlich:

Im Gedenkjahr 2018 eine ÖVP-FPÖ-Regierung: Schaften, geht voran!

Ein Mann geht vom Reden zum Schießen über – Auskunft über Forza nouva, Casa Pound, Lega Nord kann in Österreich FPÖ recht genau geben

Strache - Salvini - FPÖ - Lega Nord - Forza Nouva - Casa Pound - Traini

Mehr als bereits zum schießenden Lega-Nord-Kandidat

Eine recht besondere ORF-Berichterstattung in der Zeit von ÖVP-FPÖ-Regierung

geschrieben wurde, ist nicht mehr zu schreiben, bis auf eines, wer nun seine Anwaltskosten übernehmen will, und wo der Lega-Nord-Kandidat sonst noch verkehrte.

Das sind Gesinnungsschaften in Italien, die in Österreich nicht sehr bekannt sind. Wer aber etwas über diese erfahren möchte, kann sich an die montagsgemachte identitäre Regierungspartei wenden und es dann ihrer Regierungspartnerin, kurz gesagt, erzählen, falls diese das nicht ohnehin bereits alles weiß …

Kontakt der schießende Lega-Nord-Kandidat auch zu Casa Pound … Besonders in Erinnerung die Frage des Interviewers der mölzerischen ZZ an einen Vertreter der Casa Pound nach dem „Wiederbeleben des Faschismus“ …

In der von NR Wendelin Mölzer geführten FPÖ-ZZ: „Folgerichtig mit den rechten Kräften Österreichs zu kooperieren“ zum „Wiederbeleben des Faschismus“

Unterstützung bei den Anwaltskosten durch Forza nouva … Zu dieser wird der alte Mölzer viel erzählen können, gerade jetzt, wo er so für „Aufarbeitung“ …

Das war noch hinzuzufügen, damit in Österreich gewußt wird, wer Auskunft geben kann, wenn in den nächsten Tagen von Lega Nord, Forza nouva, Casa Pound in Österreich wohl auch zu lesen wird. Wie gut, diese österreichische Bundesregierung von ÖVP und FPÖ jetzt zu haben, die Auskunft erteilen kann. Dafür wurde sie ja, nein, nicht gewählt, gemacht, um über ihre Kontakte und Verbindungen vor allem der einen …

Das nur nebenher, weil es doch mühsam ist, diese lange Bezeichnung: Österreichische Bundesregierung von ÖVP und FPÖ, schwarz-blaue Bundesregierung in Österreich: das sind lange Bezeichnungen; es müßte doch eine Abkürzung geben, vielleicht: einfach: Strachkurzhofer … Wie rasch und leicht ließe sich dann so ein Satz schreiben, wie: Dafür wurde Strachkurzhofer nicht gewählt, sondern gemacht usw.

Übrigens, der Lega-Nord-Kandidat verwendete ein österreichisches Qualitätsprodukt, mit dem er durch die Stadt fuhr und Menschen verletzte.

Eine recht besondere ORF-Berichterstattung in der Zeit von ÖVP-FPÖ-Regierung

Lega Nord - FPÖ - Lega-Nord-Kandidat schießt und verletzt Menschen

Beinahe ist das eingetroffen, was nicht sehr überrascht hätte. In der wichtigsten Nachrichtensendung des österreichischen Fernsehens um 19.30 Uhr wurde dann doch über den Mann in Italien in einem Sekundenbeitrag berichtet, am Samstag, dem 3. Februar 2018.

Über den Mann, der aus einem fahrenden Auto auf sechs Menschen schoß, sechs Menschen verletzte, einer ist ist lebensgefährlich verletzt.

Für Menschen aus Afrika, die Opfer von einem Lega-Nord-Kandidat werden, reicht ein Sekundenbeitrag. Erwähnt hat der ORF nicht, dass es ein Lega-Nord-Kandidat war, der ORF hatte sich gerade noch dazu durchringen können, zu erwähnen, er „soll den faschistischen Gruß“ …

Die Lega-Nord zu erwähnen, ist wohl nicht opportun, ist diese doch mit der identitären Regierungspartei in Österreich bruderschaftlich …

Opportun in Zeiten einer FPÖ-ÖVP-Regierung ist es allerdings, den Anführer der Lega-Nord zu zitieren, wie in der Collage gelesen werden kann:

„Ich hoffe, bald die Wahlen zu gewinnen, um Italien Sicherheit zurückzugeben“, sagte Lega-Nord-Chef Matteo Salvini in Hinblick auf die Tat.

Der Lega-Nord-Chef will also „Wahlen gewinnen, um Italien Sicherheit zurückzugeben“, nachdem ein Liga-Nord-Kandidat durch eine italienische Stadt fährt und auf Menschen schießt. Das wird dem montagsgemachten Vizekanzler in Österreich recht freuen, daß der ORF sofort einen Mann zitiert, der ihm „wichtiger Partner“ ist, wie er, der Vizekanzler in Österreich, auf der Plattform des Unternehmens Facebook schreibt:

Matteo Salvini ist Chef der Lega Nord (Italien) und wichtiger europäischer Partner unseres internationalen Bündnisses im Europaparlament. Er hat mit allem recht, was er hier sagt!

Was über den Lega-Nord-Mann sonst berichtet wird, wissen andere Medien als der ORF zu berichten, Berichte also, die auch dem ORF zum Zeitpunkt der Ausstrahlung, zum Zeitpunkt des Verfassens der freundlichen Berichterstattung für die ÖVP-FPÖ-Regierung …

Die Beamten fanden bei ihm eine Pistole. Medienberichten zufolge handelt es sich um den 28 Jahre alten Luca T., der bei Gemeindewahlen 2017 als Kandidat der rassistischen Lega Nord angetreten war. Den Berichten zufolge hat T. die Tat gestanden. Nach den Schüssen machte er laut Augenzeugen einen faschistischen Gruß vor einem Kriegsdenkmal der Stadt und schrie „Viva Italia!„.

Im Grunde ist eingetroffen, was nicht überrascht. Ein Sekundenbericht darüber, daß Menschen aus einem fahrenden Auto beschossen und verletzt werden, ist kein Bericht. Und dazu noch den Chef der Partei zu zitieren, aus deren Reihen der Mann kommt, der durch eine Stadt fährt, um auf Menschen zu schießen, das ist …

Der Lega-Nord-Kandidat schoß auf Menschen, von denen er aufgrund ihrer Hautfarbe annahm, sie kommen aus Afrika. Und dazu fällt dann auch gleich wieder ein, wie das Umfeld der FPÖ über Menschen spricht und schreibt, die sie aufgrund ihrer Hautfarbe meinen verunglimpfen zu dürfen, mehr, ein Recht dazu zu haben, sie es ihrer Treue und Ehre schuldig sind, derart über Menschen zu sprechen, zu schreiben …

Mediale Plattform für Dr. Georg Zakrajsek, Lobbyist für „Neger“, „Waffen“ und „Zigeuner“

Peter_ berichtet für FPÖ-Unzensuriert über „Invasion der Neger“ aus dem „Kriegsgebiet“

FPÖ-ZZ macht Soziologie verständlich: „So a Congo-Neger frißt s‘ z’samm“

Freiheitliche Unzensuriert.at: „Jeder tote Neger fällt unserem Land zur Last“

Patriotismus: „Ejakulat einflößen … Tauchkurs für Asylanten … 10 Minuten … ohne aufzutauchen“

Hofer-Gruß und Hofer-Wort von der „Invasion“

ÖVP-FPÖ-Regierung – Den neuen Stil beweist jetzt schon Tag für Tag FPÖ unzensuriert

„Das neu besetzte Innenministerium wird dabei behilflich sein …“

Die „ausgerotteten Neandertaler“ des Robert Lugar, der seine Geistesheimat nie verließ

Und Kapitel um Kapitel so weiter und so fort.

Für die Lega-Nord, aus deren Reihen jetzt einer vom Reden zum Schießen übergegangen ist, ist die FPÖ ein Vorbild, ihr Anführer möchte, wie erst in dieser Woche zu lesen war, mit Unterstützung der FPÖ die Wahlen in Italien gewinnen, um was … ach, ja: „die Sicherheit …“

NS Die Lega-Nord wird sich wohl nie zu Ute Bock geäußert haben. Das wurde nicht nachgeforscht. Es ist auch egal, was die Lega-Nord spricht. An den Taten sind, wie der derzeitige Bundeskanzler in Österreich es gerne spricht, zu messen … Egal ist nicht, daß ein Lega-Nord-Kandidat nun vom Reden zum Schießen …

Und so wird es noch einmal verständlich, weshalb die FPÖ Ute Bock nur Anwürfe entgegenbringen könnte, sie sogar als „Gesetzesbrecherin belangen“ wollte, weil für sie eben Menschen keine „Neger“ waren. Übrigens, die Speerspitze führte der montagsgemachte Infrastrukturminister …

FPÖ für Lega-Nord-Anführer Salvini ein Vorbild

 

 

„Our far-right is nothing“ compared to the Austrian continuity

Julius Raab

Es könnte in diesem Kapitel erzählt, wie Raab Reinthaller überredete, die nun zur identitären Regierungspartei gewordene Gesinnungsgemeinschaft zu führen, wie Figl an einem Nationalsozialisten etwas Gutes fand, weil dieser doch ein „idealistischer Nationalsozialist“ war, oder wie Figl für die christschwarze Ikone das Gute an seinem Antisemitismus fand, weil es bloß ein „ökonomischer“ war, aber das alles ist lange her, und es wird alles gewußt, es ist alles bekannt, und so wird es nicht erzählt …

Erzählt soll aber werden von

„Ideelle Kontinuität“ in Österreich

noch einer seltsamen Kontinuität in Österreich, die von Menschen gepflegt wird, von denen gesagt wird, sie seien Juden. Es wird sich beispielsweise kaum noch wer an Hans Weigel, der so tief österreichisch war, daß er damals, also vor 1945, zumindest zu einem „Mitläufer“ geworden wäre … was ihn davor bewahrte, war der für ihn glückliche Umstand, daß damals Menschen jüdischer Herkunft das Mitlauftum verweigert war, und so mußte er emigrieren.

Kunschak - Raab - Figl - Kurz

Eine Spezialität in Österreich ist wohl auch, daß bei Menschen jüdischer Herkunft großzügig übergangen wird, daß sie jüdischer Herkunft sind, wenn sie äußerst kritisch jüdischen Menschen gegenüberstehen, wie etwa Bruno Kreisky …

Wenn aber ein Bundeskanzler gesinnungsgemäß nicht zu Gesicht steht, wird sofort der Verdacht geäußert, das müsse ein „Jude“ sein. Es ist vielleicht auch eine österreichische Spezialität, daß ebendieser Bundeskanzler, der selbst antisemitischer Hetze ausgesetzt ist, einen Berater beschäftigt (genauer: beschäftigte), dem Antisemitismus und Rassismus keine verwerflichen Mittel sind.

Leopold Figl

Beim Lesen eines Artikels in „The Jewish Chronicle“ vom 11. Jänner 2018 fällt das ein. Der Artikel hat die Überschrift: „Our far-right is ‘nothing compared to Ukip’, says Austrian MP Martin Engelberg“.

In diesem Artikel wird berichtet, Martin Engelberg habe den Vorwurf zurückgewiesen, er sei ein „Hofjude“ … er „handle wie ein Hofjude“ …

Martin Engelberg

… er, Engelberg, lehne auch einen Vergleich zwischen FPÖ und Ukip ab … Nun, vielleicht hätte Martin Engelberg anders geantwortet, wenn er gefragt worden wäre, ob Ukip bewundert werde:

EU-Wahl heißt für den von He.-Chr. „Strache bewundert[en] UKIP-Chef“ nicht zu wählen, sondern in die „Volksarmee“ einzutreten

Die Farages – Schweres Gepäck für die Reise in eine europäische Zukunft

Patriotisches Gaunerinnentum

Verkaufte Heimaten

Er, Engelberg, „handle wie ein „Hofjude“ … nun, von Handeln zu sprechen, das ist doch ein zu ein großes Wort, er spricht halt wie ein „Österreichjude“, er schreibt halt so tief österreichisch …

„Bei allem Respekt“, Martin Engelberg: Was für „unsägliche“ Kurzschlüsse!

„Das ist sehr lieb“, Martin Engelberg, „vielen Dank!“

Martin Engelberg, Kurzens Kandidat tritt für die Beschneidung ein. Wird er auch ein Garant für keinen „Neonazi“ in der Regierung sein?

Im Artikel ist auch zu lesen, Engelberg sei wichtig, daß Sebastian Kurz so sensibel auf Antisemitismus … ja, wie wahr das ist, wird ihm Viktor Orbán bestätigen können:

Antisemitismus-Befragung in Ungarn in Österreich von FPÖ unzensuriert gesinnungsgemäß kommentiert der Beschluß von Fidesz und Jobbik

Viktor Orbán weiß für FPÖ-ÖVP-Regierung die Wahrheit

„Soros plan“ is, shortly be said, the „Hooton plan“ of the Orbánists

Im Artikel ist auch zu lesen, die Vorwürfe gegen ihn, Engelberg motiviert von „Politik und Karrierismus“ … Nun, das mit dem Karrierismus ist wahr, er hat Karriere gemacht, nun sitzt er für Kurz im österreichischen Parlament …

Austria Jew Martin Engelberg - The Jewish Chronicle - Our fair-right

 

 

„Ideelle Kontinuität“ in Österreich

 

FPÖ - Ideelle Kontinuität - Reinthaller - Strache - Festschrift 2016

Es mangelt nicht an Aufarbeitung der Zeit vor 1945.

Woran es aber mangelt, ist an der Aufarbeitung der Zeit nach 1945 in Österreich.

Das belegt auch die nun gemachte Koalitionsregierung in Österreich. Mit welch einer Leichtfertigkeit, mit welch einer Sorglosigkeit, mit welch einer Nachlässigkeit eine solche Partei wie die FPÖ wieder zu einer Regierungspartei gemacht wurde, obgleich es viele andere Regierungsvarianten gegeben hätte und nach wie vor gibt.

Die Zeit ab 1945 in Österreich läßt Österreich verstehen, weshalb in Österreich ein cordon sanitaire nicht möglich ist. Einen politischen Sperrgürtel um eine fosse de lisier zu errichten, ist eben ein nahezu unmögliches Unterfangen.

Es könnte hierzu viel angeführt werden.

Es könnte hierzu etwa die Aufregung um die germanisch-burschenschaftlichen Lieder herangezogen werden. Ein Glücksgefühl wird sich nun in Österreich breitmachen, ist nun doch der Landbauer zurückgetreten (jedoch mit von seiner Partei ihm in Aussicht gestellter Rückkehr in das parteipolitische Geschäft). Und wer wird seine Stelle jetzt einmal einnehmen? Ein Mann wird es sein, dem beispielsweise gesinnungsgemäß zu Kunst sofort „abartige Kunst“ einfällt.

Einem Mann aus dieser Gesinnungsgemeinschaft wird nun breitester medialer Raum geboten, sich als „Hygieniker“, als „Aufarbeiter“ seiner Partei präsentieren zu dürfen, als wäre dieser Mann nicht seit Jahrzehnten in dieser Partei, für diese Partei …

Dieser Gesinnungsmann der zurzeitigen Regierungsschaft darf sich nun breit medial präsentieren, als wäre er der Unbefleckte Geist mit seinem unbefleckten und im Parlament abgelegten Sohn … Wie überhaupt feststellbar ist, daß von ebendiesen Mann, seit diese Regierung an einem Montag im Dezember 2017 gemacht wurde, sich die medialen Auftritte wieder mehren, als müßte in Österreich der Letzte aus dieser und zu dieser Regierungsschaft noch umworben werden, hofiert werden …

Generell ist in Österreich festzustellen, und das nicht erst seit der montagsgemachten Regierung, das die Letzten den medialen Raum breit erobern, ihnen eine Bühne für ihr Nichtssagendes gegeben wird, das auch viel aussagt über die geistige Genügsamkeit in Österreich …

Aber gehätschelt wird in Österreich, wer geistig Brennsuppn kocht.

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Es gibt bei dieser Partei nichts aufzuarbeiten. Es wird über diese Partei alles gewußt. Es ist alles bekannt. Was es in Österreich aufzuarbeiten gibt, ist der mediale Umgang mit dieser Partei im besonderen und generell mit solchen Gesinnungen, für die diese Partei exklusiv steht. Aber nicht nur der mediale Umgang, sondern auch der Umgang mit solchen Gesinnungsschaften durch andere Parteien in Österreich.

Es bedarf keiner „Historikerkommission“ für die Aufarbeitung der Vergangenheit dieser Partei, wie von dieser Partei jetzt gefordert, von ihr geschrien wird, genauso, wie eine Diebin schreien würde: „Haltet den Dieb!“ Das mag auf den ersten Blick von der Diebin raffiniert erscheinen, ist aber doch allzu offensichtlich. Und wie kann sie Vergangenheit aufarbeiten, die ihr noch andauert?

Was es aber tatsächlich in Österreich bedarf, ist eine Aufarbeitung durch Historiker und Historikerinnen des politischen und medialen Umgangs mit solchen weltanschaulichen Gemeinschaften. Und diese darf nicht irgendwann vor Jahren enden,  sondern bis zum heutigen Tag, 1. Februar 2018, und über diesen hinaus.

Österreich, ist ein recht seltsames Land. Ein Land, in dem sich Journalisten und Journalistinnen als Historiker und Historikerinnen verstehen, Ungeheuerlichkeiten ausgraben, die Jahrzehnte zurückliegen, wie eben das germanische Burschenliedbuch, während das Aktuelle …

Ebenso schaudernd, aber eben nicht so schreierisch wie die germanischen Burschenlieder, ist, worauf sich die Collage bezieht, Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen zu „Idealisten“ … Und auch das erzählt viel über den Umgang damit in Österreich nach 1945, etwa von den Vorgängern des derzeitigen Bundeskanzlers, wie in diesem Kapitel ausgeführt.

Es will eben in Österreich nicht aufgegeben werden, Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen dadurch milde zu beurteilen, daß ihnen „Idealismus“ angerechnet wird. Und das nicht vor Jahrzehnten, sondern … Aber was ist das für ein Idealismus? Es ist der Idealismus, einem Massenmordregime gedient zu haben. Es war die idealistische Pflichterfüllung in den Vernichtungslagern. Die heilige Dreifaltigkeit in Österreich: Opfer gewesen zu sein, dennoch die Pflicht erfüllt zu haben, und dabei ganz Idealistinnen und Idealisten

Über die Aufarbeitung der Zeit nach 1945 hinaus bedarf es aber in Österreich nicht als Ergebnis dieser sondern als sofortige Konsequenz und Handlungsanleitung

Nicht kurzer als der Kurz

zu sein, und vor allem:

Aktivjahre der Toleranz statt einem Gedenkjahr!

 

Nicht kurzer als der Kurz.

Sebastian Kurz - blaue Linie

„Wörtlich meinte der Kanzler: ‚Eine Grenze für jeden – für mich, für Sie, für jeden Politiker und Journalisten – ist das Strafrecht, sind gesetzliche Regelungen. Und darüber hinaus gibt es schon noch so etwas wie Meinungsfreiheit, und das ist gut so.'“

Damit hat Sebastian Kurz sich gänzlich in die blaue Verteidigungslinie eingereiht.

Wer das Geplärre der identitären Regierungspartei der letzten Jahre noch im Ohr hat, hört das ständige Gerede, bei jedweder Aufregung, die es um die nun montagsgemachte Regierungspartei gab und gibt, dieser sei vor dem Gesetz unschuldig, gegen diese sei keine gerichtlichen Verfahren, alle seien untadelig vor dem Gesetz, nicht vorbestraft, nicht verurteilt … und alles sei bloß Meinungsfreiheit und so weiter und so fort.

Steht Sebastian Kurz endgültig in der blauen Gesinnungsverteidigungslinie, und meint für sich wohl noch, er schreite der Formation voran, aber er ist in der Linie, ein Glied in der Reihe, mit einem zugewiesenen Platz, vielleicht neben Harald Vilimsky, der gestern im Zentrum wieder sehr beredt sich betätigte …

Kurz Sebastian

Nun hat Sebastian Kurz die rote Linie blau ganz nachgezogen. Was wird von Kurz bleiben, wenn das Türkis abgeblättert sein wird, und eine Farbe blättert schnell von den Wändern, eine Anzugsfarbe bleicht rasch aus, was wird dann von Sebastian Kurz noch zu sehen sein? Eine blaue Linie.

Es gibt diesen Spruch: „Nicht päpstlicher als der Papst sein.“ Und auf Österreich bezogen, könnte der in diesen Tagen des montagsgemachten Bundeskanzlers lauten:

Nicht kurzer als der Kurz.

Not more shorter than short.

Es gibt viele Positionen des montagsgemachten Bundeskanzlers, die Menschen sich nicht zu eigen machen sollten, vor allem jene nicht, gegen die diese gerichtet sind, zu diesen Menschen gesagt werden könnte: Sei nicht kurzer als der Kurz.

Aber beim Konkreten zu bleiben, also bei der von Sebastian Kurz gezogenen Grenze, es geht dabei um die Frage von Rechtsextremismus, Antisemitismus, Rassismus. Und hinzugefügt werden muß, weil es breit medial, weil es breit politisch in diesem Land nie genannt wird, es geht um die Frage von Antiziganismus, Antiromaismus.

Und seine Beruhigungsantwortpille, die er verabreichen möchte, ist: „Strafrecht, gesetzliche Regelungen, Meinungsfreiheit, strenges Verbotsgesetz“.

Das werden vor allem die Mannen seiner identitären Regierungspartnerin jauchzend, jodelnd, mit Mensuren feiernd recht gern gehört haben.

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Es sind doch recht Unbescholtene, vor dem Gesetz gar recht ehrenreiche, treue Leut‘.

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Und so weiter und so fort.

„Nie wieder!“ wird gerade in diesem Jahr oft zu hören sein. Auch und vor allem vom Bundeskanzler, nicht von Sebastian Kurz, vom Bundeskanzler, der auch dafür bezahlt wird, beim Erinnern das zu sagen.

Und der Chor, der dafür nicht bezahlt wird,  soll ihm antworten: „Nie mehr!“ „Never more!“

Menschen, die kurzsche Striche ziehen, kann ruhig und gelassen geantwortet werden: Ach, sei nicht kurzer als der Kurz.

No more shorter than short.