Falsches Mahnmal – Richtiger Standort, weil in Wien, in Österreich

Das schon lange geplante Projekt einer Namensgedenkmauer für die rund 66.000 in der NS-Zeit ermordeten Juden aus Österreich rückt der Realisierung einen großen Schritt näher. Statt der bisher geplanten 50-prozentigen Kostenbeteiligung will der Bund die Finanzierung nun fast zur Gänze übernehmen. Bis zu 4,5 Millionen Euro werden dafür laut Ministerratsbeschluss reserviert.

Am Dienstag hatte Bundeskanzler Sebastian Kurz den Initiator der Namensmauer, den Holocaust-Überlebenden Kurt Yakov Tutter, getroffen. Nach dem Ministerrat am Mittwoch betonte Kurz, es sei wichtig, ein würdiges Gedenken auch über das heurige Gedenkjahr hinaus möglich zu machen. Zuvor hatte er erklärt: „Als Bundeskanzler ist mir die Verantwortung der Erinnerung an die Ermordung der 66.000 österreichischen Jüdinnen und Juden durch das NS-Terror-Regime und die Mahnung an dieses dunkle Kapitel unserer Geschichte zu wichtig, um hier weiter Zeit zu verlieren.“ Tutter sei mit seinem Projekt fast 20 Jahre lang von einer Behörde zur nächsten geschickt worden. Nun sei sichergestellt, dass die Namensmauer endlich Wirklichkeit werde. Vizekanzler Heinz-Christian Strache nannte die Realisierung „wundervoll“.

Aus einem Bericht einer Tageszeitung in Österreich vom November 18. „Wundervoll“ die Reaktion des zurzeitigen Vizekanzlers in Österreich. „Wundervoll“ auch das Bekenntnis des zurzeitigen Bundeskanzlers in Österreich zu „Verantwortung der Erinnerung“ und „Mahnung“ an „Kapitel unserer Geschichte“, die in der Vergangenheit … „Wundervoll“ auch, daß die zurzeitige Regierung die „Finanzierung nun fast zur Gänze übernehmen will, statt der bisher geplanten 50-prozentigen Kostenbeteiligung“ …

Voll Wunder ist das freilich nicht, daß nun nach rund zwanzigjährigen Bestrebungen gerade diese schwarzidentitäre Regierung ein solche „Shoa-Gedenkmauer“ in Wien plötzlich und rasch errichtet gesehen haben möchte. Um etwas zu haben, über das „Gedenkjahr“ hinaus. Weil sie bleiben möchte, als Regierung, auch nach 18 …

Die jüdischen Menschen werden wieder gebraucht. Wie sie damals als „Sündenböcke“ gebraucht wurden, werden sie heute, recht besonders von dieser Regierung, als „Entlastungszeugen“ gebraucht. Auch wenn die Auswirkungen des Gebrauchs, des Mißbrauchs der jüdischen Menschen als „Sündenböcke“ und als „Entlastungszeuginnen“ in keiner Weise zu vergleichen sind, eines bleiben sie in beiden Fällen: Opfer.

Es ist wieder die Zeit der Denkmäler ausgebrochen. Das Mal auf der Melker Festung wird der zurzeitige Vizekanzler in Österreich wohl auch als „wundervoll“ aus vollem Herzen empfinden, auch wenn es ein massiver Stein gegen … wie eine bereits in Stellung gebrachte Abrißbirne gegen die nun geplante Namensmauer …

Wäre die zurzeitige Regierung in Österreich nicht gemacht, wie sie an einem Montag gemacht wurde, gäbe es diesen schnellen Entschluß für die rasche Errichtung dieser Namensmauer nicht, und wenn doch, das wäre dann ein volles Wunder, was würde ein NR dieser „wundervollen“ Partei zu solche einem Wunder gleich gefragt haben? Wohl das gleiche, wie bereits bei einem anderen Denkmal: wann werde dieser Beton weggeräumt

Nun aber, als NR einer montagsgemachten Regierungspartei, weiß er sich zu benehmen, stillzuhalten. Das reicht noch nicht, ihm dafür ein Denkmal zu errichten. Ein Denkmal allerdings verdient sich bereits zu Lebzeiten der zurzeitige Nationalratspräsident, für seine Geschwindigkeit des opportunen Erkennens, was der Zeit not tut, nämlich, kaum daß seine Partei eine Regierungspartei mit der „wundervollen“ Partei in einer Koalition ist, einen Preis zum Gedenken an einen Mann umbenennen zu wollen, das ihm, dem Nationalratspräsidenten, eine Sekunde zuvor noch ehrenvolle Aufgabe …

Darüber mögen sich die Menschen in Österreich nicht täuschen lassen, die in diesem Mahnmal ein Zeichen sehen wollen, diese Regierung wäre doch nicht so … sich gar dazu verleiten, locken lassen könnten, durch dieses Mahnmal Fürsprecher für diese Regierung …

Es reicht ein Blick in die Geschichte. Zurück in die Vergangenheit. Als der damalige Kanzler einer nun wieder gemachten Koalition die „Restitution“ forcierte, und dies viele der damaligen Regierung hoch anrechneten … was es dabei für einen Abtausch gab, nun, warum noch einmal erzählen, was bereits erzählt wurde …

Diesmal wird es vielleicht keinen Abtausch zwischen diesen beiden Parteien gegeben haben müssen, weil doch beide Parteien jüdische Menschen als „Entlastungszeugen“ dringend brauchen, und für das andere, für das „dunkle Kapitel“, um ein Wort des zurzeitigen Kanzlers aufzugreifen, für das „dunkle Kapitel“ der Gegenwart gibt es ohnehin einen Namen, mit dem weitergemacht werden kann wie bisher …

Wenn dieses falsche Mahnmal am richtigen Standort aufgestellt sein wird, also in Wien, in Österreich, wird stets, wann immer bei diesem falschen Mahnmal am richtigen Standort vorbeigekommen werden wird, an die Tafeln zur Gegenwart gedacht werden, die auch davon erzählen, wie falsch ein Mahnmal am richtigen Standort, also in Wien, in Österreich …

Kurz zusammengefaßt:

Falsches Mahnmal am richtigen Standort, weil in Wien, in Österreich.

Das Holocaust-Mahnmal mit den Namen der ermordeten jüdischen Menschen ist deshalb ein falsches Mahnmal, weil es von einer Regierung in Österreich aus Entlastungsgründen gebraucht wird.

Das Holocaust-Mahnmal mit den Namen der ermordeten jüdischen Menschen ist auch deshalb ein falsches Mahnmal, weil es überholt ist, es ist überholt, weil es vollkommen unberücksichtigt läßt, daß der Holocaust ein zweifacher ist: Shoah und Porajmos …

Falsch, es wird nicht vollkommen unberücksichtigt gelassen, es will vollkommen nicht berücksichtigt werden, es sollen die Ermordeten des Porajmos nirgendwo in Österreich namentlich aufscheinen, kein Mensch soll deren Namen auf Mahnmaltafeln zu lesen bekommen.

Und hierbei könnte für die zurzeitige Regierung mit einem Wort von einem ehemaligen schwarzen Minister beinahe Verständnis aufgebraucht werden: Kind ihrer Zeit

Eine Mahntafel dieser Zeit wurde eben erst, im Herbst 18, zur unbeabsichtigten Warnung vor dieser Zeit aufgestellt …

Aber die Ermordeten des Porajmos sind keine zu gebrauchenden und keine zu mißbrauchenden „Entlastungszeugen“; eine Einschätzung nicht nur von der zurzeitigen Regierung in Österreich. Die Nachfahren der Ermordeten des Porajmos sollen bleiben, was ihre Vorfahren waren: keine zweifachen Opfer, sondern nur Opfer …

Sollten Sie dazu noch etwas wissen wollen, fragen Sie den Innenminister …

Shoa Namensmauern Wien

Die ÖVP produziert am Menschen vorbei.

Das hat die Wirtschaftsministerin nicht gesagt, daß die ÖVP am Menschen vorbei produziert.

Gesagt hingegen hat sie:

„Die Gymnasien produzieren oft am Markt vorbei.“

Das Gymnasium ist also nach der schramböckschen Aussage eine Fabrik, die zwar produziert, aber am Markt vorbei. Es bleibt Ihnen überlassen, sich vorzustellen, welche Produkte diese Fabrik erzeugt, herstellt, am Markt vorbei, Produkte also, die sich nicht verkaufen lassen.

Ihre auf Wissen basierende bisherige Vorstellung, das Gymnasium ist ein Ort, an dem Menschen Wissen vermittelt wird, kurz gesagt, eine Bildungseinrichtung, können Sie nun aufgeben. Das Gymnasium ist ein Produktionsbetrieb, aber einer, wie die schwarze Ministerin gar kritisch erkennt, der Produkte am Markt vorbei herstellt. Eine Produktionsstätte, die am Markt vorbei erzeugt, also Produkte, die sich nicht verkaufen, ist zugleich eine Friedhofsstätte für ihre Produkte. Ökologisch ist das ein vorbildhafter Betrieb: es fallen Null-Transportwege an.

Löschen Sie nun alle Bilder vom Gymnasium in ihrem Kopf.

Es sind falsche Bilder.

Die rechten Bilder des Gymnasiums sind die schramböckschen Bilder.

Das Gymnasium ist also kein Schulgebäude, in das junge Menschen hineingehen, um, kurz gesagt,  Wissen vermittelt zu bekommen, Bildung sich anzueignen, sondern das Gymnasium ist eine Produktionshalle, in der Produkte hergestellt werden, für die oft kein Absatzmarkt zu finden ist. Vielleicht ist das Gymnasium bereits eine ultramoderne Fabrik, in der die Produkte in vollautomatisierten Erzeugungsprozessen hergestellt und entsorgt werden, eine Fabrik, die ganz ohne Arbeiterinnen und Angestellte auskommt, die nur noch einen Fabriksdirektor hat, um die Roboter, die die Produkte fabrizieren, einmal im Jahr Tag einzuschalten, vielleicht noch eine Aufsichtsratsvorsitzende, die den Direktor kontrolliert, daß er ja auch pünktlich die Roboter in Gang setzt, sie zum flotten Produzieren ölt …

Die ÖVP ist kein robotorisiertes Fabriksgymasium. Dennoch produziert sie. Nun an den Menschen vorbei. Sie produziert zur Zeit an den Menschen vorbei: Konzepte, Programme, Gesetze …

Auf die Frage, ob sie, die Wirtschaftsministerin, zustimme, daß Österreich „überakademisiert“ sei, ist die schramböcksche Antwort:

„Das ist sicher ein Thema. Mit vielen Studienrichtungen fangen die Unternehmen nichts an. Ich glaube auch, dass die Gymnasien oft am Markt vorbei produzieren. Es müsste viel früher aufgezeigt werden, was es in den Betrieben gibt.“

Sie werden es selbst wissen, wie es um die akademische Quote in Österreich bestellt ist, auch und besonders im Vergleich mit anderen Ländern …

Nachdem die Wirtschaftsministerin weiß, daß das Fabriksgymnasium am Markt vorbei produziert, wird sie möglicherweise diesem schon geraten haben, welche Produkte nicht am Markt vorbei hergestellt wären, so ein Produkt wäre beispielsweise ein Vademecum, in dem schlicht wie kurz erklärt wird, wo und wo es nicht Studienrichtungen …

Margarete Schramböck selbst ist vom Gymnasium offenbar zu einer Zeit abgegangen, als das Gymnasium noch keine Fabrik war, die Produkte am Markt vorbei herstellt, sondern eine Bildungseinrichtung, in der auch ihr Wissen vermittelt wurde. Sie behielt davon, was sie konnte. Es wurde ihr also früh genug aufgezeigt, womit die ÖVP etwas anfangen kann, nämlich mit dem, sich als Mensch ins rechte Licht zu rücken, sich also zu produzieren. Und das Sich-Produzieren ist es, was es nun in der ÖVP zuhauf gibt.

ÖVP produziert an den Menschen vorbei

Ein Gesetz, das einem Solidarisierer als der Vorsehung auferlegte Bewährungsprobe erscheinen muß

Zu Gottfried Küssel fallen unweigerlich die letzten Regierungsverhandlungen in Österreich ein, als mit am Gabentisch Norbert Nemeth, ein Solidaritätsbekunder, dem ein Gesetz wohl ein von der Vorsehung auferlegte Bewährungsprobe … das fällt unweigerlich zur aktuellen Aufregung in Österreich ein um einen „Küssel-Vertrauten“, der als „Sicherheitsbeauftragter“ im Parlament während des „BVT-Ausschusses“ … der Gabentisch

also die letzten Regierungsverhandlungen, und Norbert Nemeth …

Küssel - Nemeth - Parlament

Nemeth, dessen Ehre Ehe von 1811 …

Nemeth, dessen Stolz seine Integrationsexpertise, nach der in der Integration nur eine Frage für eine erfolgreiche Integration zu beantworten ist, wie ist die Haltung der nach Österreich Kommenden zu einem Mann, der seit einhundertvier Jahren …

Nemeth, der Veränderer, und was für eine Veränderung — ein Gesprächskreis am Bach …

Nemeth, der Mann mit dem rechten Wissen um Qualitätsjournalismus, der jetzt ohne diesen auskommen muß, ist doch sein Empfohlener abberufen zur großen Bleistiftarmee …

Der „Sicherheitsbeauftragte“ ist „mittlerweile dienstfrei gestellt“ …

Welchen Dienst Norbert Nemeth zur Zeit wohl versieht? Oder ist er mittlerweile gar für eine hohe Aufgabe, für eine staatstragende Aufgabe freigestellt?

Es könnte auch noch einiges zu dieser Website erzählt werden, die nun wieder durch den Dienstfreigestellten erwähnt wird , etwa davon, was für ein Vulgo-Name für diese recht …

Wo Bürgerinnen für den Kanzler Vorbild, dieser für Bürger es nicht ist.

Die Ereignisse in Vorarlberg in dieser Woche im November 18 haben es noch einmal unmißverständlich verdeutlicht, der junge Herr in seiner zurzeitigen Funktion Bundeskanzler in Österreich ist kein Vorbild.

Die positive als auch negative Beurteilung über den Wert von einem Vorbild soll in diesem Kapitel unberücksichtigt bleiben, sondern bloß nüchtern festgestellt werden, nach wie vor kommen Menschen nicht ohne Vorbilder aus. Von dieser Feststellung ausgehend, kann gesagt werden, ein Bundeskanzler sollte als Bundeskanzler eine Vorbildfunktion einnehmen.

In Österreich ist es zur Zeit nicht so.

In Österreich müssen diese Vorbildfunktion – und das zeigen nicht nur die Ereignisse dieser Woche in und rund um Vorarlberg – Bürger übernehmen. Der zurzeitige Bundeskanzler ist aber nicht gewillt, Bürgerinnen als sein Vorbild anzunehmen.

Dabei gäbe es für diesen an Jahren doch noch einigermaßen jungen Mann kein besseres Vorbild, als all die vielen Menschen in Österreich, die gerade, um ein Beispiel herauszugreifen, auch deshalb dieses, weil es um dieses auch in dieser Woche in Vorarlberg ging, die sich in diesem Bereich, der dem zurzeitigen Bundeskanzler sein Monothema ist, vorbildlich auf mannigfache Weise verhalten, in diesem Bereich, auch in diesem Bereich vorbildhaft handeln.

Dieses ihm von so vielen Menschen in Österreich Vorgelebte aber will der zurzeitige Bundeskanzler nicht zu seinem Vorbild nehmen.

Es ist aber nicht so, daß der zurzeitige Bundeskanzler Vorbilder ablehnt.

Er will selbst ein Vorbild sein. Aber als Vorbild, auch als Vorbild ist er untauglich.

Diesem vom Alter her doch noch einigermaßen jungen Mann sind die Bürgerinnen nicht Vorbild, die Bürger als Vorbild flieht er. Wohin flieht er? Wohin floh er schon vor langer Zeit? Zum Autoritären. In diesem hat er sich festgesetzt. Das Autoritäre ist sein Vorbild, dem er Ebenbild sein will. Das mag abstrakt klingen. Aber alles Abstrakte kann auch an handfesten Beispielen gezeigt werden. Beispielsweise ist es noch nicht lange her, daß der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich „Wahlwerbung“ machte – für Nikola Gruevski …

Und was ist Gruevski jetzt? Kein Ministerpräsident mehr, ein Verurteilter. Und wo ist Gruevski jetzt? Als Vorbestrafter, geflohen nach Ungarn, bei seinem ihm unterstützenden Fluchthelfer, oder wie es er und die Kameraderie um den zurzeitigen Bundeskanzler nennen würden, bei seinem Schlepper …

Zurzeitiger Bundeskanzler in Österreich - Kein Vorbild

Das Autoritäre ist dem zurzeitigen Bundeskanzler in Österreich Vorbild. Und zum Autoritären gehören unweigerlich als Rückseite oder als Vorderseite dieser Vorbildmedaille, die der zurzeitige Bundeskanzler als Talisman umgehängt, seine Regierungspartnerin tätowiert hat, Schäden, Schulden, Verurteilungen …

„Unsere Macht zuerst“ – Schäden und Schulden allen sofort

Keinen Platz in diesem Kapitel soll es auch für die Überlegung geben, wie ein doch noch einigermaßen junger Mann sich ein derartiges Vorbild — einhundert Jahre nach dem ersten November 18 … es hat wohl etwas mit dem österreichischen Untergrund zu tun, der ein autoritaristischer ist, nach wie vor …

Kurz - Kein Vorbild

 

„Unsere Macht zuerst“ – Schäden und Schulden allen sofort

Deutlicher, unmißverständlicher als mit dieser SMS kann der zurzeitige Vizekanzler den Menschen in Österreich nicht mitteilen, worum es seiner identitären Gesinnungsregierungspartei ausschließlich geht: „Unsere Macht zuerst“.

Und wo kommen in diesem Zuerst die Menschen vor, von denen sie gewählt? Wo bleibt da in diesem identitären Zuerst für die Menschen noch ein Platz? Wenn je, dann weit, weit, recht weit hinten, dort, im absoluten Finsteren, wo, wie es in einem alten Sprichwort heißt: alles grau ist, auch das Braune.

Kurz gesagt, im … das unflätige Wort muß nicht wiederholt werden, die magnetmodischen Dreieckstücher haben es eingestickt …

Selbstverständlich hat der zurzeitige Vizekanzler nach diesem unfreiwilligen Offenbarungseid eine Erklärung nachgereicht, die das relativieren und verharmlosen soll, worum es seiner Partei von ihm aufwärts geht: „unsere Macht“.

SMS Strache - Unsere Macht

Fortan ist ein jeder Mensch gut beraten, diese SMS „Unsere Macht“ als Kleingedrucktes zu jeder Rede, zu jeder Schreibe von allen in dieser Partei hinunter bis zum Vizekanzler mitzudenken. Denn „Unsere Macht“ ist ihnen, wenn sie unter sich sind, ihr Großgedrucktes, und wenn sie aus ihren Buden hinausgehen, wird es zum Kleingedruckten, damit Sie es nicht mitbekommen, weil Ihre Stimme als Wähler und als Wählerin gebraucht wird.

Aber das wissen Sie ohnehin, im Kleingedruckten lauert der Hund, der Ihnen alles wegschnappt, Ihnen alles wegbeißt, Sie bis auf den Knochen abnagt …

Es ist kein schlechter Rat, diese SMS „Unsere Macht“ auch bei der zurzeitigen zweiten Regierungspartei als Kleingedrucktes stets mitzudenken …

Es geht bei „Unsere Macht“ nie nur um Immaterielles, um Symbolisches, um Abstraktes, um weltanschauliche Ausrichtungen, um Gesinnungshinwendungen. es geht immer um Handfestes, um Materielles. Es geht ums Geld. Um Ihr Geld. Es geht um Zuwendungen im großen Stil, mit Ihrem Geld.

Und zu dieser SMS „Unsere Macht“ gibt es eben ein aktuelles Beispiel, einer aus der vizekanzlerischen Partei ist so eben zu einer auch zum Teil unbedingten Haftstrafe verurteilt worden. In Kärnten. Eine Verurteilung als Aufarbeitung der Vergangenheit. Das ist alles hypogut bekannt. Die verursachten enormen Schäden sind hypogut bekannt und von allen zu beheben, angerichtet von jenen, die vereidigt auf „Unsere Macht“ …

Auch, das ist stets mitzudenken. Wie schlecht es solche Parteien in der Vergangenheit trieben, und da können Sie weit in die Vergangenheit zurückgehen, so schlecht treiben es solche Parteien in der Gegenwart weiter, in der Zukunft weiter. Das ist ihre Tradition, aus der sie nicht herauskommen, gesinnungsgemäß zugerichtet zu schaden.

Was von solchen Parteien bleibt, das hat eben erst auch die Partei des Innenministers vorgezeigt, auf dessen Freundschaft so stolz und ehrenreich gebaut wird …

Was von solchen Parteien bleibt: Schäden, Schulden und Verurteilungen.

Macht statt Österreich zuerstUnd auch passend, recht aktuell, die Machenschaften ebenfalls einer Gesinnungskameradin der vizekanzlerischen Partei …

Kurz zusammengefaßt: „Zuerst unsere Macht“, dann die Schäden und Schulden für alle.

Ja, wahrlich, was für ein serienehrliches Umfeld des zurzeitigen Vizekanzlers in Österreich …

Dagegen ist es wohl tatsächlich eine akademische Frage, ob ein Odin-Wiesinger-Medaillenträger die ideale Besetzung für die Nationalbank in Österreich … ach, beinahe vergessen, er ist die Idealbesetzung, jedenfalls nach österreichischer Art …

„Im Oasch daham“

Stefan Magnet schreibt wieder mal einen Kommentar für die gesinnungsgemäß zensurierte Website der identitären Regierungspartei in Österreich.

Das ist nichts Besonderes. Auch der Inhalt ist nichts Besonderes. Es ist das Üb(e)liche. Ein Lobkommentar, ein Hurrakommentar auf Wochenblick, Info-Direkt und die Zensurierte.

Und auch die Kommentare der Schreibstaffel zu diesem magnetischen Kommentar nichts Besonderes. Wie stets, nichts Freundliches. Vor allem gegen die Abgeordnete, etwa von einem Herwig Seidelmann. Es ist derart das Üb(e)liche, das es weder angeführt werden muß, noch in die Collage aufgenommen werden muß.

Stefan Magnet, das ist der Mann, der Vertreiber von Heimatmode. Das nur zur Erinnerung. Wie sauber es beim Vertreiben der Magnetmode zugeht, das muß nicht noch einmal erzählt werden.

Es muß auch nicht ein weiteres Mal erzählt werden, mit welchen Symbolen bei der Magnetmode gespielt …

Ab und an gab es über die Magnetmode einen medialen Bericht, in dem davon gesprochen wird, es würde mit „rechten Codes“ — wie harmlos, wie verharmlosend das doch klingt.

Magnet - Mode

Diese „Codes“ ebenfalls nichts Neues. Nichts Besonders, Das halt gesinnungsgemäß Erwartbare von solch einer Magnetmode. Klüger ist es wohl, statt zu schauen, welche „Codes“ verwendet werden, einmal nachzusehen, welche Statements werden durch die Magnetmode zu Österreich abgegeben. Und dazu fällt ein angebotenes Strickdreieckstuch auf: das österreichische Wappen am Po. Was für ein Statement! Was für ein Bekenntnis! Was von Österreich wirklich gehalten wird in diesen Gesinnungskreisen! Würden sie dieses ihr Bekenntnis, was sie von Österreich wirklich halten, von Qualtinger und Heller singen lassen, dann wäre es augenblicklich und drastisch klar, was sie von Österreich halten: „Bei uns is Österreich im Oasch daham!“

„Bei uns is Österreich im Oasch daham!“

Das ist ihr Bekenntnis mit diesem Dreieckstuch …

NS Zum Hurrakommentar des Stefan Magnet patzt die Zensurierte ein Foto vom Wochenblick, das die Abgeordnete mit einem nicht zu ihr passenden Hintergrund zeigt, weil es deren eigener Hintergrund ist und nicht nur von ihr der gesinnungsgemäße Hintergrund ist, es ist auch beispielsweise der Untergrund eines kleinzarten Mannes, der aus diesem Untergrund zum Minister aufgestiegen ist, eines Mannes, der sich selbst vielleicht als zu kurz geraten empfindet, nun aber zufrieden sein kann, so mitfühlend gestreckt worden zu sein, zwar hat das an seiner Körpergröße nichts geändert, durch die amtsmäßige Streckung, und das war eine enorme Streckung, nun reicht er aus diesem Untergrund bis an die Oberfläche, und das kann einem Menschen schon empfinden lassen, auch körperlich gewachsen zu sein.

Ach, und wieder …

Magnetmode - Bei uns is Österreich im Oach daham.png

 

Wenn die Vernunft schläft, werden Ungeheuer geboren.

Wenn die Vernunft schläft, werden Ungeheuer geboren. Um Goya ein wenig variiert zu zitieren.

Wenn die Vernunft schläft, werden Ungeheuer geboren.

Die schrecklichste Bestätigung dieser Behauptung, ach, wäre es nur eine Behauptung, liefert Österreich, das Hitler gebar, als die Vernunft schlief.

Und Österreich gebiert weiter Ungeheuer.

Die Vernunft schläft wieder oder weiter oder wieder so fest, wie zu der Zeit, als alle mit dem Ungeheuer Hitler in den Wehen lagen. Hitler, dieses Ungeheuer, das trotz all seiner Massenmorde und Massenverbrechen im Rückblick nur ihn als kleine Person sehend als eine Karikatur erscheint, das gefragt werden kann, wie konnte je irgendwer diese als Kanzler gebären wollen.

Mit größter Wahrscheinlichkeit kann nur eine Karikatur eine Karikatur gebären. Die Gebärende war Österreich, der Geburtshelfer Deutschland. Und Österreich gebiert weiter Karikaturen, aber Deutschland ist kein Geburtshelfer mehr.

Zur Zeit gebiert die Karikatur Karikatur um Karikatur um Karikatur …

Der Nagelschüler Wilhelm Brauneder, der an diesem Tag, 14.11.18, auf 18 in der Fuhrmanngasse seinen „Umsturz“ vorstellen wird und zur Zeit eine „Historikerkommission“ – auch eine Karikatur – leitet, ist verantwortlich dafür, dazu noch ein weiteres Kapitel zu schreiben.

Er, der Schüler, und sein Meisterdenker, wie ausgeführt, schreiben vom „Umsturz“ vor einhundert Jahren, als die Jahreszahl auch auf 18 endete …

„Umsturz“ klingt nach etwas Ungehörigem. Nach einer Frechheit. „Umsturz“ klingt nach zu verurteilender Gewalt. Für die Absetzung eines Regimes aber war es nahezu friedlich, eine nahezu gewaltfreie Ausrufung der Republik Österreich. Es war kein „Umsturz“, es war die berechtigte und längst überfällige Absetzung eines Verbrechensregimes, das eben erst mit dem Krieg von 14 bis 18 wieder einmal seine Verbrechensgier befriedigte, seinen Blutdurst stillte. Und wäre dieses Blutregime nicht abgesetzt worden, es hätte nicht lange gedauert, bis es wieder seinem Heißhunger auf Massenopfer und seinem Blutdurst den Menschen die nächste Katastrophe …

Dennoch schreibt der Meisternagel für den Eckart der österreichischen Landsmanschaft ein Buch, das derart beworben wird:

„Der Brennpunkt der in diesem Werk dargelegten Betrachtungen liegt auf der Zeit ab dem Umsturz […] Dies kann man als den ‚hundertjährigen Kampf um Österreich‘ bezeichnen, denn das Ende der Monarchie bedeutete einen seitdem fast ungebrochenen Siegeszug des Liberalismus, der nach wie vor ohne Halt vieles zersetzt, umdeutet und schlichtweg auslöscht, was uns auszeichnet und einst groß gemacht hat.“

Eine monarchische Familie ist ein Clan. Um das Ausmaß dieser Ungeheuerlichkeit zu erfassen, reicht eine Gegenprobe. Wer priese je beispielsweise ein Buch über eine Mafia-Familie

„Was uns auszeichnet und einst groß gemacht hat.“

derart an?

Was von solchen Familien je zu erwarten ist, sind ausschließlich Ungeheuerlichkeiten, und es reicht, den Nachgeborenen aus diesen Familien zuzuhören, ihnen zuzusehen, wo und mit wem sie auftreten, um zu wissen, was sie sind, Karikaturen, ja, und die Aufgabe der Generationen der Gegenwart ist es, dafür zu sorgen, daß sie ihre Leben als Karikaturen angenehm leben, aber nie wieder Ungeheuer werden können.

Österreich - Land mit Autoritarismusuntergrund

 

Umsturz

Ende November 18,  „da wird es eine Präsentation mit Vizekanzler Heinz-Christian Strache und mir geben, sagt Kommissionsleiter Wilhelm Brauneder zum Kurier“ …

Davor allerdings, am 14.11.18, wird der Kommissionsleiter im Schulvereinshaus seinen „Umsturz“ vorstellen, in der Fuhrmanngasse 18, in das Menschen als einfache Vortragende hineingehen und als Minister wieder herauskommen …

Ehe Wilhelm Brauneder mit dem zurzeitigen Vizekanzler präsentieren wird, den Weisenbericht, stellt er seinen „Umsturz“ vor, in der Fuhrmanngasse 18, in das „Ostmärker hineingehen und als Hofburgballtänzer heraus …

„Sieben Historiker (manche FPÖ-Mitglied) wurden vor dem Sommer beauftragt, Licht ins braune Dunkel der Partei zu bringen. ‚Bisher habe ich eine Reihe von Beiträgen bekommen, es sind aber noch welche ausständig‘, sagt Brauneder.“

Schreibt die oben zitierte Tageszeitung, am 04.11.18.

Wer die „sieben Historiker“ sind, ein Geheimnis. Ob der kleingewachsene I. Nagel einer der sieben … das kann nicht gesagt werden, es wäre, kurz gesagt, Spekulation.

Was aber gesagt werden kann, auf Ebene der Textanalyse, es darf angenommen werden, Wilhelm Brauneder ist ein Schüler von Nagel, der geschichtlich zwei geistesschwere Vornamen hat: Georg und Immanuel …

Beide veröffentlichen in der Fuhrmanngasse 18. Dem Schüler vorangeht sein Meisterdenker mit seinem „Zug der Geschichte“ …

„Der Brennpunkt der in diesem Werk dargelegten Betrachtungen liegt auf der Zeit ab dem Umsturz […] Dies kann man als den ‚hundertjährigen Kampf um Österreich‘ bezeichnen, denn das Ende der Monarchie bedeutete einen seitdem fast ungebrochenen Siegeszug des Liberalismus, der nach wie vor ohne Halt vieles zersetzt, umdeutet und schlichtweg auslöscht, was uns auszeichnet und einst groß gemacht hat.“

Wie kann ein Schüler anders seinem Meisterdenker danken, als damit, sein Wort aufzugreifen, und sein eigen Buch nach dem meisterdenkerlichen Wort zu nennen: „Umsturz“ … eine zarte, schamhafte Widmung, eine diskrete, schüchterne Liebeserklärung.

Wird der Schüler es gewagt haben, seinen Meisterdenker zu fragen, ob er einer sein will, von den sieben … Und wird der Meisterdenker seinem Schüler geantwortet haben, recht gerne erfülle er seinem Lieblingsschüler den Herzenswunsch, zu sein im Bunde, der siebente …

Vielleicht bittet, wenn sein Meisterdenker der siebente sein sollte, der Kommissionsleitungsschüler seinen Meisterdenker hinzu, wenn er Ende November 18 mit dem zurzeitigen Vizekanzler den Weisenbericht …

Historikerkommission - Meisterdenker im Gesinnungskreise seiner Schüler

Und wo wird die Präsentation sein, Ende November? Kein besserer Platz auf der Scholle dafür als auf 18 in der Fuhrmanngasse, in diesem Haus mit dem Banner „So weit die deutsche Sprache reicht“ …

Oh, und wie die deutsche Sprache reicht, das hat des Schülers Meisterdenker, der vielleicht sein siebenter ist, eben erst bewiesen, am Nationalfeiertag, am 26.10.18, von der 18 in der Fuhrmanngasse bis an die Baumgrenze im Michaelerural, wo die Holzfäller allein unter sich, die Frauen vielleicht in den Hütten beim Bereiten der Einbrenn, anstimmten „Deutschland über alles“ …

Und was noch dafür spräche, daß Georg Immanuel … der siebente sein könnte, ist der Umstand, daß der zurzeitige Vizekanzler in Österreich es so recht versteht, die Rechtbesten um sich scharen …

Vielleicht hat auch der Innenminister dem Schüler einen Mann aus dem Michaelerural empfohlen, der historisch recht bewandert und darüber hinaus es versteht, der zurzeitigen Regierung in Österreich „Paragraphe“ zu schreiben …

Ein „Spezial-Jurist“, der mehr ist, als nur ein historisch Bewanderter, und das würde ihn auszeichnen zu sein der sechste …. er ist auch ein „Zeitzeuge“, wie er am Nationalfeiertag im Michaelerural …

Ist es soher verwunderlich, daß die gesinnungsgemäß zensurierte Website der identitären Regierungspartei einen Text als Kommentar aus der 18 in der Fuhrmanngasse übernimmt? Nein. Wer für Meisterdenker ist, hat auch etwas für seine Schüler übrig …

Wieder erlegen …

FPÖ Historikerkommission Eckart Landsmannschaft.png

Antiziganismus hat keinen Platz. Eine Wette, die kein Wettbüro annimmt

An diesem Montag im November 18, der offiziöse Akt in der Staatsoper in Wien ist vorbei, es kann Bilanz gezogen werden.

Wie schon ausgeführt in Österreich – Jahrhunderte des Antiziganismus und des Antisemitismus will darüber keine Wette abgeschlossen werden, und es wäre, realistisch kurz gesagt, vergeblich.

Niemand ginge eine solche je Wette ein, bei der es, um zu gewinnen, nur eine sichere Antwort zu tippen gibt, die Wettanbietende selbst wählen müßten, um nicht zu verlieren, kein Buchmacher nähme eine solche Wette je an, jede Buchmacherin wüßte sofort, sie könne nur sicher verlieren, setzte sie auf ein Ja und überließe das Nein allen Wettenden.

Die Wette, wenn es doch wer versuchen möchte, diese irgendwo unterzubringen, könnte lauten:

Wird je ein Vertreter, eine Vertreterin des offiziösen Österreichs den Satz an einem prominenten Ort zu einer prominenten Zeit laut und unmißverständlich und klar aussprechen: Antiziganismus hat keinen Platz in Österreich. 

Der Akt in der Staatsoper ist vorbei. Wieder ein glorreicher Montag, an Montagen wird in diesem Land ja stets das Beste …

In der Staatsoper, was für ein Prachtbau. Wie viele erbauliche Aufführungen von Richard Wagner, diesem Meister aus Deutschland ohne Antisemitismus in seinen Zeilen, wie es die Gesinnungskameradarie des zurzeitigen Vizekanzlers recht genau wissen …

Wer wohl zu diesem Akt in die Staatsoper eingeladen war? Auch Opernsängerinnen? Vielleicht sogar die größte unter ihnen, die Meistersängerin … eine Einladung hätte sie sich wohl allemal verdient …

Ob „Herwig-ist-wieder-da“ auch zum Akt in die Staatsoper …

100jähriger Akt in der Staatsoper Republik ÖsterreichDieser Montagsakt in der Staatsoper: ein Triumph der Bildung. Der zurzeitige Vizekanzler zitiert gar Friedrich Hebbel. Ja, Hebbel, mehr Bildung geht nicht. Er greift zum Zitat über Österreich und die Welt und die Bühne … er, der zurzeitige Vizekanzler, greift nicht zum Hebbel-Wort Geschichtsverfälschung …

Das wäre für einen Akt wohl zu viel Gesinnungsbildung gewesen, es hätten das nicht alle verstanden, jedenfalls so wie jene Bildungsburschen in der Strozzigasse — na ja, ein NR, falls er an diesem Montag beim Akt anwesend war, auf jeden Fall …

Mehr Bildung geht nicht. Das ist nicht wahr.

Was hätten diese Gesinnungszitatmeister, vielleicht auch die eine oder andere Gesinnungszitatmeisterin, noch für Zitate bringen können, hätte dieser Montagsakt nur einen Akt länger gedauert, hätten also noch weitere vor- und hintreten können … SiloneJohann Wolfgang von  … den „Feige-Gesellen“-Lyriker

Ehe also der Satz in Österreich je gesprochen wird – Antiziganismus hat keinen Platz –, wird einer oder eine aus dem Gesinnungskreise des zurzeitigen offiziösen Österreichs die Frage eines Innenministers zitieren.

Und diese Wette nimmt jedes Wettbüro an. Denn. Zitiert wird er werden. Die Frage ist nur, wann. Wird der Innenminister noch in 18 oder erst in drei, fünf Monaten zitiert …

100 Jahre Republik Österreich

Österreich – Jahrhunderte des Antiziganismus und des Antisemitismus

Die Morgennachrichten im österreichischen Rundfunk beginnen mit der Erzählung über Franz Dinghofer, der 18 hinaustrat … über einen Mann also, der im nächsten 18 nach wie vor Vorbild ist, sich nach ihm zu benennen, um nicht „friedlich mit Untermenschen“ …

Franz Dinghofer, die Ikone der zurzeitigen identitären Regierungspartei, deren Blume für „antiösterreichische Umtriebe“ symbolreich ist, und das seit weit mehr als einhundert Jahren …

Ein paar Tage zuvor, in diesem November 18, moderiert ein Schriftsteller im Fernsehen eine Diskussion über Antisemitismus zum Anlaß des Gedenkens an die Reichspogromnacht und erinnert, daß der zurzeitige Vizekanzler erst dieses Jahr sagte, Antisemitismus habe keinen Platz in …

Es könnte dem zurzeitigen Vizekanzler das – Antisemitismus hat keinen Platz – vielleicht geglaubt werden, wenn er auch sagte, je sagte, Antiziganismus habe keinen Platz, und darüber hinaus das Geschwefel von „Ehre, Freiheit, Vaterland“ ließe, statt die Gültigkeit dieses Schlachtrufes in die absoluten Katastrophen jedweder Art zu erneuern, in ein und derselben Rede, mit der er aus durchsichtigen Gründen davon spricht, Antisemitismus habe keinen …

Aber es stellt sich beim zurzeitigen Vizekanzler gar nicht die Frage der Glaubwürdigkeit. Diese ist von ihm, so seltsam das klingen mag, glaubwürdig beantwortet. Auch im Hinblick auf den Antisemitismus. Er kann recht leicht sagen, Antisemitismus habe keinen Platz … ist doch der Antisemitismus durch einen anderen Namen längst ersetzt, ohne aber den Inhalt dadurch im geringsten zu ändern, der mit dem Namen Antisemitismus seit Jahrhunderten …

Es gibt an diesem Montag im November 18 einen Festakt zu einhundert Jahre … Und es sind, wie den Morgennachrichten zu entnehmen war, „Überlebende des Holocaust“ zu diesem eingeladen. Es gibt Wetten, die nicht gewonnen wollen werden, nein, es will diese Wette gar nicht abgeschlossen werden, ob zu diesem Festakt einhundert Jahre Reichsnacht auch Menschen eingeladen sind, die den Holocaust überlebten, aber keine Juden und Jüdinnen sind, Menschen, die weiter Pogromen ausgesetzt, die weiter getötet werden, in Europa …

Es wird auch an diesem Montag mit diesen Menschen nicht anders umgegangen werden, als eben erst in Kemeten. Wien ist auch nur ein Kemeten, Kemeten nur ein Wien …

Wird der Bundespräsident an diesem Montag wenigstens, wie zu erwarten ist, die Uneingeladenen zumindest erwähnen, oder ist es auch für ihn ein zu dreckiges Wort für diesen feierlichen Akt?

Weiß auch er, der Bundespräsident, ganz österreichischer Tradition verpflichtet, wo diese hingehören, wo diese erwähnt werden dürfen, wo ihre Plätze sind, an denen sie unter sich gedenken dürfen …

Ein ehemaliger Landeshauptmann weiß viel darüber, einen Innenminister beschäftigt die Frage recht …

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