Zur letzt’n Weihnacht klimpern …

Die Vorfreude auf Weihnachten, um genau zu sein, auf die historische Klärung, wann Weihnacht wirklich zum letzten Mal auf dieser Welt gefeiert wurde, ist auch in den Träumen das bestimmende Gefühl. Woran am Tag gar nicht gedacht wird, heißt es, wird umso mehr in den Träumen gedacht. Auch die schöpferischen Kunstverliebten werden sich, erzählt der Traum der vorletzten Nacht, mit den letzten je gehabten Weihnachten beschäftigen, Werke in Ton, Musik und Bild dazu schaffen.

Im Traum der letzten Nacht auf dem Tisch eine Hülle mit einer halb herausgezogenen Platte, aber nicht eindeutig auszumachen, wie es in Träumen eben ist, ob diese eben erst gekauft wurde und sofort bereitgelegt, um die Songs über die allerletzten Weihnachten gleich anzuhören.

Nun wird auch mit Vorfreude und Zuversicht auf kommende Träume gewartet, die weitere Vorstellungen bringen werden, wer noch und wie sich mit den allerletzten Weihnachten

Einen Wunsch an die Träume gibt es aber. Wie schön wäre es, ginge dieser, ach dieser in Erfüllung. Ein Lied von der im Traume gesehenen Platte Jingle Bells for Last Christmas zu hören, vielleicht sogar den titelgebenden Song:

Zur letzt’n Weihnacht klimpern
Die Glock’n fröhlich erlöst …

Zigzag

Es gibt in gar so wichtigen und in dieser Pandemie gar noch wichtiger gewordenen Sportarten, wie Skirennsport oder Formel-1-Rennsport, jedenfalls in Österreich zum Allerwichtigsten Gewordenen, Bezeichnungen für Streckenabschnitte, Kurven und Schikanen, die nach Ereignissen oder Personen benannt sind.

Auf einer Pandemie-Rennstrecke Cirquit de Covid-19 würde Österreich wohl die Ehre zuteil werden, daß ein Streckenabschnitt nach Österreich benannt werden würde: La chicane d’Autriche … vielleicht sogar zusätzlich eine Kurvenfolge: Séquence de courbes – Vert sur ligne de turqoise en zigzag – eine zwar ehrenwerte Benennung, aber eine viel zu lange, die wohl rasch einfach wie kurz auf zigzag

Beide Auszeichnungen verdiente sich Österreich, genauer, die derzeitige Bundesregierung in Österreich in der Bewältigung dieser Pandemie allemal. Wenn es je noch eine Bestätigung hierfür bedurfte, mit der Regelung für die Weihnachtsfeiertage ’20 wäre es sogar gerechtfertigt, die gesamte Strecke schlicht wie kurz nach Österreich zu benennen: Le Circuit de Corona – La chicanerie d’Autriche

Bis zum 23. Dezember ’20 dürfen sich, verkündet die österreichische Bundesregierung, „maximal 6 Personen plus maximal sechs minderjährige Kinder aus maximal zwei Haushalten, am 24. und 25. Dezember ’20 dürfen sich „zehn Personen aus verschiedenen Haushalten“, ab 26. Dezember ’20 bis zum 30. Dezember dürfen sich „6 Personen plus maximal sechs minderjährige Kinder aus maximal zwei Haushalten“, am 31. Dezember dürfen sich „6 Personen plus maximal sechs minderjährige Kinder aus maximal zwei Haushalten“ …

Zugleich „begrüßt Kultusministerin Regelung der Kirchen für öffentliche Gottesdienste zu Weihnachten“. Zu den Gottesdiensten werden eilen x Personen aus x Familien mit x minderjährigen und x unminderjährigen Kindern … Während also alle dem Regime der Schurigelei durch die Bundesregierung unterworfen sind, lassen sich die Kirchen vom Staat nicht schurigeln, machen wie immer ihre eigenen Gesetze …

Zugleich, oh, so kümmerreich ist die Bundesregierung, dürfen in die Betriebe, in die Geschäfte, in die Banken, in die Fabriken zu Ora et Labora stets uneingeschränkt x Personen aus x Familien …

Zugleich dürfen in die Kinos, in die Theater, schlicht wie kurz gesagt, in alle der Regierung unbekannten Stätten der Kultur und der Kunst keine Personen, keine Familien, keine minderjährigen Kinder und keine unminderjährigen Kinder …

Und wenn Österreich die Ehre der Streckenbennenung nach ihm zuteil wird, in diesem Fall enttäuscht die Hoffnung nicht zuerst, in diesem Fall braucht es gar keine Hoffnung, dann sollte diese Strecke in Österreich als aktives Memorial erbaut werden, als Rennstrecke für den Skisport oder für den Autosport oder zur abwechselnden Nutzung für beide Sportarten, und für die einweihende Eröffnung wird kein besserer Mann je zu finden, als der Krippenbauer …

Kirchenstaatsziegelei in Zeiten von Corona im Drei-Schicht-Betrieb mit himmlischen Umsatzplus

Noch ist der „politische Katholizismus“ in Österreich lahm, im Vergleich zu anderen Ländern wie …

Noch ist das Politische der Katholischen lahm. Mit Tippfehlern ins Englische übersetzt, ergibt das einen Kalauer: Still the political of the catholics islam.

Aber dieser Kalauer ist schal gegen den Kalauer der österreichischen Regierungspartei:

„Die Grünen betonen, für die Trennung von Staat und Kirche zu stehen.“

Im Stehen, ja, wer glaubte das ihnen nicht. Aber wenn sie sich auf die Regierungskniestühle hinhocken, dann … Nein, auch auf den Regierungskniestühlen hockend stehen sie für die Trennung von Staat und Kirche, im Sinne der Kirche, die Kirche, die vom Staat getrennt sein will, die Kirche, die ihre Gesetze über den Gesetzen des Staates stehend sieht. Denken Sie dabei allein nur an das Gleichbehandlungsgesetz.

Wenn die Grünen sitzen, dann hören sie der Kirche zu, wie im März ’20 in Tirol, sitzen sie neben einem Bischof, der großzügig erklärt, er spreche für die Kirche, er spreche für alle Kirchen und für alle Religionsgemeinschaften, die selbstverständlich die Maßnahmen bezüglich Eindämmung der Corona-Pandemie mittragen wollen. Wollen, Frewillig also. Während allen in Österreich die Maßnahmen diktiert werden, ist der Bischof so gütig, es mittragen zu wollen, läßt er und seine Gemeinschaften sich dazu herab, einmal etwas mittragen zu wollen, das allen anderen im Staat verordnet ist. Die Grüne auf dem Regierungskniestuhl hört dem Bischof nur zu, und schweigt, oder sie hört ihm nicht zu, und schweigt, wie sie schwieg, vor kurzem erst, weil sie nicht zuhörte, wie sie sagte, als ein christschwarzer Politiker, dem Gebetsstunden wohl auch etwas Familiäres sein werden, eine Frau „widerwärtiges Luder“ nannte; bei diesem Vorfall standen alle.

The political of the catholics islam. Yet.

Noch lahm. Aber wie lange noch? Jetzt, im Dezember ’20, die Einladung zu einer Gebetsstunde in das österreichische Parlament. Der Einladende ein Mann, der einen „laizistischen Islam“ stärken will.

Der Einladende ein Mann, der mit seinen Einladungen in das österreichische Parlament einen recht besonderen Geschmack beweist, wie auch mit seiner Einladung eines gottgefälligen Mannes in das österreichische Parlament, der weiß, wie Identität zu zelebrieren ist, mit Familie auf der Straße, mit denen, die Identität Identitär buchstabieren.

Der Einladende ein Mann, der nicht nur diesen Mann einlädt, sondern im österreichischen Parlament auch wirbt für Bücher von einem ehrenwerten Verlag in Graz, Steiermark …

Mit dieser Gebetsstunde im österreichischen Parlament ist der nächste Ziegel verlegt für die Wiedererrichtung des Kirchenstaates, an der seit Jahren schon gearbeitet wird. Vorneweg ein zurzeitiger Bundeskanzler, der sich mit einem „Priester“ bespricht, was nicht Gottes ist, ein zurzeitiger Bundeskanzler vorneweg, der sich vor einer glaubensbetäubten Masse segnen lässt, vorneweg ein zurzeitiger Bundeskanzler gotthörig gegen „Kulturverliebte“, mit dieser Gebetsstunde im österreichischen Parlament nur ein verlegter Kirchenstaatsziegel mehr, vorneweg ein zurzeitiger Bundeskanzler mit dem Kreuze auf der Zunge und hinter ihm her Ministerinnnen, Kämpferinnen des Kreuzes, die das Kreuz gehängt haben wollen, an Wänden, die nicht Gottes sind.

Von Personen, die einst als mächtig angesehen wurden, bleiben allenthalben Erinnerungen zurück, die selten schmeichelhaft sind, zumeist eine Zurechtstutzung auf das tatsächliche Maß ihrer Bedeutung sind. Vom zurzeitigen Bundeskanzler wird es einst wohl heißen: der Prälat, der kein Doktor war

Und wer für die christschwarze Partei satisfaktionsreich, für sie im Parlament zu sitzen, auch daran ist zu erinnern, ein „Marschierer für die Familie“ …

Die Kirchenstaatsziegelei ist also nicht erst mit dieser Gebetsstunde im österreichischen Parlament in Betrieb genommen worden, sondern die Kirchenstaatsziegelei ist seit langem schon in Betrieb mit einer reichhaltigen Produktpalette an Glaubensziegeln, die Gebetsstunde im österreichischen Parlament ist nur die zuletzt in Produktion gegangene Ziegeltype.

Dans l’attente de l’histoire de Noel dernier

Ohne im geringsten dafür zu genieren oder zu schämen, ein Gefühl offen einzugestehen, nämlich die Vorfreude auf Weihnachten, wird die Vorfreude zugegeben.

Noch in keinem Jahr vor diesem Jahr 2020 war – auch wenn keine Vorfreude in Erinnerung, gibt es dennoch die Vermutung, es könnte in dem einen oder in dem anderen Jahr eine Vorfreude gegeben haben – die Vorfreude auf Weihnachten so groß.

Die unbändige Vorfreude auf Weihnachten 2025.

Die Vorfreude auf Weihnachten also, die es 2025 nicht mehr geben wird, die es davor schon ein paar Jahre nicht mehr gegeben haben wird, die große Vorfreude darauf, daß im Jahr 2025 die ersten Historiker sich damit beschäftigen werden, seit wann es Weihnachten nicht mehr gibt. Historikerinnen versuchen werden den genauen Zeitpunkt zu bestimmen, wann Weihnachten tatsächlich aus der Welt verschwand.

Die Vorfreude ist keine Vorfreude also auf Weihnachten. Die Vorfreude ist eine auf die Aufarbeitung der Geschichte von Weihnachten, auf die geschichtliche Klärung der Frage, wann Noel aus der Welt geworfen wurde. Es wird eine Freude sein, die Historiker zu lesen, die meinen und das argumentieren werden können, im Dezember 2020 wurde Weihnachten ein allerletztes Mal begangen. Es wird eine Freude sein, die Historikerinnen zu lesen, die meinen und das argumentieren werden können, Weihnachten wurde zum allerletzten Mal wirklich Dezember 2019 gefeiert. Und die Belohnung dafür, sich fünf Jahre einer Vorfreude hingegeben zu haben, fünf Jahre lang nicht aufgehört zu haben, sich unentwegt und unbeirrt zu freuen, wird die Erfüllung des Wunsches sein, daß aus dem Austausch der Argumente, wann es zum letzten Mal wirklich Weihnachten gab, ob es im Dezember 2020 oder doch schon im Dezember 2019 war, ein heftiger Streit über die Datierung des allerletzten Weihnachtsfestes wird, ein sogenannter Historikerstreit, wie es diesen allenthalben gibt, es lohnt allemal, auf so einen Historikerinnenstreit fünf Jahre in Vorfreude zu warten.

Aber wer kann das schon sagen, wie es kommen wird, wissen, wie es wird, vielleicht gibt es Überraschungen, und die Historikerinnen sind diesmal schneller als sonst, erkennen die Historiker bereits im Ende von Weihnachten, daß es auch ein Thema für die Historie ist, sich damit wissenschaftlich zu beschäftigen, wann tatsächlich Noel aus der Welt …

Urteile in dreizehn Jahren

Es ist an der Zeit, einen Kalender mit einer weiteren Jahreszahl anzuschaffen, und in dem wird wieder zum 31. Dezember der Spruch

Wird ́s besser? Wird ́s
Schlimmer? Fragt man
Alljährlich. Seien wir

Ehrlich: Leben ist immer
Lebensgefährlich!

stehen, wie in diesem Jahr, wie in all den Jahren zuvor.

Das Jahr ’20 wird nicht mit einem heiteren Spruch bei Sekt und Lachs zu Strauß enden. Die Fragen werden sich nicht darum drehen, ob es besser, ob es schlimmer wird, diesmal wird die nervenzerrüttende Frage die Pummerin sein, die ’21 dröhnend unter der Schädelwand anschlagen wird, hin und her, mit ihrem Klöppel von einer Schädelwand zu anderen Schädelwand.

Gegen die Schädelwände der Klöppel immerzu schlagend, immerzu: Was noch? Was kommt noch? Was noch!

Und viele wissen bereits jetzt, zwei Wochen vor diesem Spruchkalendertag, was noch kommen kann, ist für sie schon gekommen, sie haben alles hinter sich, sie haben nichts mehr vor sich.

Wenn aber die Wohnung noch warm ist, der Kühlschrank nicht leer, auf dem Konto noch das Geld für die Miete für den ersten Monat im nächsten Jahr, der Wirt um die Ecke geschlossen zu halten hat, die Gefährlichkeit des Lebens sich nicht bewahrheitet hat, kann die Pummerin mit ihrem Was-Noch-Gedröhne abgehängt werden, verbleibt die Zeit für eine Mußefrage.

Was wird in dreizehn Jahren sein?

Was wird in Österreich in dreizehn Jahren wieder sein?

Wird es in dreizehn Jahren wieder ein Urteil geben, wie nun im Dezember ’20, für einen Mann, der vor dreizehn Jahren als Minister ausgeschieden wurde?

Ein Urteil? Wird es in dreizehn Jahren wieder Urteile geben, wie nun im Dezember ’20 Urteile für Taten, die vor über dreizehn Jahren unter einer Bundesregierung, die vor dreizehn Jahren ausgeschieden wurde, begangen wurden?

Eine Mußefrage kann auch dazu verleiten, ein Familienalbum aufzuschlagen, sich Bilder anzusehen, die von der Weitergabe in der österreichischen Familie erzählen, von einer Generation auf die nächste Generation. Fotos, die zeigen, wie sich ein junger Mann, von dem damals niemand wußte, was aus ihm einmal werden wird, der wohl auch selbst damals nicht wußte, was für ihn noch kommen wird, wohl bewundernd und wohl mit Stolz zu einem Mann hinneigt, der nun zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, wie ein junger Mann von einem Mann, der damals für den verurteilten Minister der Bundeskanzler war, wie ein junger Mann zusammen mit einem Mann, der für kurz Vizekanzler war und von einem Inselurlaub nicht mehr ins Amt zurückfand, ein Interview gibt, einem Mann, der seine hohen journalistischen Qualitätsansprüche an seinen Sohn durch learning by doing weitergibt, wie es sich für eine österreichische Familie geziemt.

Was wird in dreizehn Jahren sein? In Österreich. Müssen wieder dreizehn Jahre vergehen? Bis Urteile, ob mit oder ohne Haftstrafen, gefällt werden über Taten vor und mehr als dreizehn Jahren? In Österreich.

Gerade wenn die Wohnung nicht mehr warm ist, der Kühlschrank leer, auf dem Konto kein Geld für die Miete für den ersten Monat im nächsten Jahr, der Wirt um die Ecke geschlossen zu halten hat, die Gefährlichkeit des Lebens sich täglich bewahrheitet, die Pummerin wieder am Spruchkalendertag dröhnen wird, sollte die Zeit unbedingt gewidmet werden: den Urteilen in dreizehn Jahren.

Weit mehr als 20 Mio. Euro für Operation „Seid umschlungen“ sichergestellt

Es wurden weit mehr, sehr weit mehr Millionen sichergestellt, als die mehr als 20 Millionen Euro, die Karl Nehammer bestätigte. Wenn alles zusammengerechnet wird. Und weil die Brüder um ihre Rechenschwäche wissen, fügen sie ihrem Leiblied vom Schreiben und Lesen, das nie ihre Sach‘ gewesen, immer öfters lustig hinzu, auch das Rechnen ist’s nie …

Zusammengerechnet sind es 30 Millionen Euro plus 45 Millionen Euro jährlich. Somit sichergestellte 210 Millionen Euro bis 2024 für die Operation „Inseratenbudget“ der zwei Parteien, die derzeit in Österreich die Bundesregierung geben, für die Operation Propaganda der christschwarzen und mutmaßlichen türkisen Partei sowie der mutmaßlichen grünen Partei.

Karl Nehammer aber spricht nicht von den Steuergeldsicherstellungen, er spricht von der Sicherstellung von dem „Geld, das in der Terrorfinanzierung verwendet werde“.

Nun, Karl Nehammer, kann, sollte auch er das Leiblied vom Rechnen, das nie ihre Sach‘ gewesen, mitsingen, es nicht sehr, wie es heutzutage so inbrünstig verehrt wird, authentisch rüberbringen. Denn er scheint nicht zu rechnen brauchen, er scheint nichts zum Zählen zu haben.

Wie die Nachrichtensendung um 19.30 Uhr im österreichischen Rundfunk in dieser Montagnacht, 7. Dezember ’20, berichtet.

„Da ist es jetzt etwa einen Monat her, als medienwirksam von einem Schlag gegen die Moslembrüder die Rede war und der Innenminister gemeint hat, damit die Terrorfinanzierung durchkreuzt zu haben. Das stellt sich jetzt ganz anders dar. Und mehr denn je stellt sich die Frage, was hat man damit erreicht, denn außer dass sich Betroffene beschweren und jetzt wissen wollen, was ihnen eigentlich zur Last gelegt wird, gibt es nicht viel Substanzielles.

‚Sie kommen um 5.00 Uhr in der Früh und meine Kinder schwerbewaffnet, die Cobra, aus dem Bett jagt, das war für mich jenseitig.‘

Auch andere Betroffene, die anonym bleiben wollen, berichten der Zeit im Bild vom brachialen Vorgehen bei der Razzia. Das Landesverwaltungsgericht in Wien bestätigt zumindest eine Beschwerde wegen Körperverletzung. Und die Beschuldigten wollen wissen, was ihnen konkret vorgeworfen wird.

‚Warum gibt es keine Akteneinsicht? Wenn sie transparent sind, dann sollen sie auch sagen, was sie glauben.‘

Die zuständige Staatsanwaltschaft in Graz sagt, das Verwehren der Akteneinsicht sei fallweise zulässig. Und zur Razzia:
‚Es wurden keine Waffen gefunden. Es ist niemand in Untersuchungshaft. Mit weiteren Ergebnissen für die Öffentlichkeit ist heuer nicht mehr zu rechnen.‘

Und der ursprünglich kolpierte Fund von 25 Millionen Euro Bargeld bei der Razzia:

‚Wir kommentieren das gar nicht. Diese Zahl stammte niemals von uns.‘

[…] wird erstmal Reparatur von Tür und Fenster einfordern, denn das Familienkonto sei von der Staatsanwaltschaft gesperrt.“

Das ist aber nicht das einzig sichergestellte Geld. Auch von den Pensionen der Menschen wurde Geld, viel Geld, sehr viel Geld sichergestellt. Zum Glück dieser Menschen müssen sie aber keine Türen und keine Fenster reparieren, die im Zuge der Sicherstellung … Wie hoch die Gesamtsumme dieses sichergestellten Pensionsgeldes ist? Wer möchte da nicht Mäuschen sein, wenn die Rechenbrüder die Gesamtsumme versuchen zu errechnen.

Karl Nehammer wird das Leiblied der Rechenbrüder wohl gar nicht mitsingen. Es gibt Sätze der Literatur, die sich hervorragend zur Aktualisierung, zur Adaptierung eignen, aber nicht umgekehrt.

„Wir müssen uns Karl Nehammer als einen von Rechensteinen befreiten Glücklichen vorstellen.“

Wäre dieser Satz jedoch vor Jahrzehnten so wie oben adaptiert geschrieben worden, diesen Satz aus 1942 würde heute kein Mensch mehr so kennen, keinen Menschen, ob glücklich oder nicht, anregen, diesen je zu paraphrasieren …

Auf der Binnenstrecke Ibiza – Corona stottert in Österreich das Recht dahin, wie ein Zweitakt-Traktor aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts aus oberösterreichischer Produktion

Die im Jahr 2020 erste Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes in Österreich fiel zum sogenannten Ibiza-Ausschuss („betreffend mutmaßliche Käuflichkeit der türkis-blauen Bundesregierung“) über die „unzulässige Einschränkung des Untersuchungsgegenstands“. Die Entscheidung im Dezember 2020 wird wohl wieder zum sogenannten Ibiza-Ausschuss („betreffend mutmaßliche Käuflichkeit der türkis-blauen Bundesregierung“) die letzte des Verfassungsgerichtshofs in diesem Jahr sein, mit dem Ergebnis:

„Die Bundesministerin für Justiz ist verpflichtet, dem Untersuchungsausschuss betreffend mutmaßliche Käuflichkeit der türkis-blauen Bundesregierung (Ibiza-Untersuchungsausschuss) das Ton-und Bildmaterial des ‚Ibiza-Videos‘ und die dazugehörigen Transkripte im Umfang des Gegenstandes der Untersuchung unabgedeckt (ungeschwärzt) vorzulegen.“

Für den Verfassungsgerichtshof begann also 2020 mit der „mutmaßlichen Käuflichkeit der türkis-blauen Bundesregierung“ und das Jahr 2020 wird für den Verfassungsgerichtshof mit der „mutmaßlichen Käuflichkeit der türkis-blauen Bundesregierung“ enden.

Und zwischen diesen Entscheidungen Entscheidungen über das Rechtswidrige in den Verordnungen der türkis-grünen Bundesregierung bezüglich Corona. Wer will, kann diese zählen. Und es ist noch nicht vorbei. Der Verfassungsgerichtshof wird weiter damit beschäftigt, festzustellen, ob Verordnungen im Zusammenhang mit Corona rechtswidrig oder gesetzeskonform …

Vielleicht endet das Jahr 2020 aber mit einer weiteren Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs über die Rechtswidrigkeit über eine weitere Verfassungsklage …

„wegen Verstößen gegen Grundrechte eingebracht und beantragt die Aufhebung des Covid-19-Maßnahmengesetzes. ‚Das ganze Vorgehen richtet sich an Untertanen und zeigt ausgeprägtes Obrigkeitsdenken‘, […]. Es sei eines Rechts- und Verfassungsstaates nicht würdig.“

Wie sehr das Recht in Österreich mittlerweile stottert, hätte wohl kein Mensch erwartet, in Anbetracht der Tatsache, daß die Partei „Die Grünen – Die Grüne Alternative Bundespartei“ in einer Bundesregierung Seite an Seite mit der christschwarzen und mutmaßlichen türkisen Partei nichts anderes zu tun hat, als den Verfassungsgerichtshof zu beschäftigen, wie sehr das Recht in Österreich mittlerweile stottert, offenbart beispielhaft die Rede der derzeitigen Justizministerin vom 18. Juni 2020, mit der sie nach so kurzer Zeit im Amt schon versucht, etwas zu rechtfertigen, das auch schon ohne Verfassungsgerichtshof nicht zu rechtfertigen war.

Justizministerin: „Also m – mir – ist Transparenz, wie ich schon erwähnt hab‘, sehr wichtig und daher ist es mir auch sehr wichtig, äh, für Aufklärung zu sorgen. In der Justiz sorgen wir für die strafrechtliche Aufklärung, im Untersuchungsausschuß geht´s um die politische Verantwortung. Daher prüfen wir natürlich alles sehr genau und ich habe den Auftrag ertrei – erteilt, alles, was abstrakt relevant ist für Untersuchungsgegenstand, auch vorzulegen. Das, wie wir, das, äh, das wir mit dem Transkript erhalten haben, ist gerade bei den zuständigen Staaatsanwaltschaften, die prüfen, was davon abstrakt relevant ist. Nicht alles in diesen sieben Stunden ist abstrakt relevant, und es – gilt natürlich, das – genau auch zu prüfen, und das, was abstrakt relevant ist, vorzulegen. Alles andere würde uns auch in Haftungsschwierigkeiten bringen. Und das weiß auch der Kollege Gerstl und auch der Vorsitzende, mit dem ich ein Gespräch darüber geführt hab‘, und auch der Vorsitzende Sobotka, der Präsident Sobotka weiß auch, daß es wichtig ist, hier eine ordentliche Prüfung vorzunehmen, damit auch die Sachen, die abstrakt relevant sind für den Untersuchungsgegenstand auch vorgelegt werden können.“

Zwischenfrage eines Journalisten: „Wie weit man da ist?“

Justizministerin: „Ich persönlich kann Ihnen das nicht nennen, aber ich kann Ihnen sagen, daß, äh, wir die zuständigen Staatsanwaltschaften schon ersucht haben, uns eine konkrete, also ein Datum zu nennen, bis wann das geprüft sein wird.“

Daß „Präsident Sobotka auch weiß“, wie wichtig „hier eine ordentliche Prüfung, damit auch die Sachen, die“ konkret „relevant“ sind, auch „abstrakt“ bleiben, nun, wer würde ihm das verhehlen?

Wie gut, daß es in Österreich noch einen Verfassungsgerichtshof gibt, dem das Recht keine Zumutung ist, der mit seinen Entscheidungen immer wieder darauf eindrücklich hinweist, daß das Recht der Regierung zumutbar ist. Aber wie lange noch wird es in Österreich einen Verfasssungsgerichthof geben, der in dieser bewährten Form unabhängig arbeiten wird können, wenn gedacht wird an andere Länder in Europa, an Länder in der Europäischen Union …

Aber wie lange noch wird es in Österreich den Verfassungsgerichtshof geben, der in dieser bewährten Form unabhängig arbeiten wird können, der manchen in Österreich, selbst geradezu als Zusammenrottung der Spitzfindigen erscheinen muß, die, kurz gesagt, aus dem Verkehr …

Eine Regierung, die sich das Recht nicht zumutet, eine Regierung, die für sich das Recht als nicht zumutbar erachtet, ist eine Regierung, die …

Journal, geschrieben nach dem Winter

Allgemein heißt es nun wieder einmal, es ist die schwerste Zeit. Diese Zeit der Corona.

Nicht zu hören ist, es ist die beste Zeit. Diese Zeit der Corona.

Die beste Zeit, sich beruflich neu zu orientieren. Es ist die schwerste Zeit, wenn das nicht aus freien Stücken getan werden kann. Es ist die beste Zeit, wenn es aus freien Stücken geschieht, sich endlich für einen Umschulungskurs anzumelden. Und schon am nächsten Tag die erste Kursstunde besuchen zu können.

Das ist leicht hingesagt, wenn so allgemein darüber gesprochen wird. Aber schwer, es zu tun. Oft fehlt dazu, um es endlich wirklich anzugehen, ein Beispiel aus der Wirklichkeit, ein konkretes Vorbild, das es erleichtert, sich beruflich neu zu orientieren.

So ein konkretes Vorbild kann Alexander Van der Bellen sein, der am ersten Dezemberdonnerstag im ersten Coronawinter seine erste Kursstunde hatte, um sich seinen vielleicht schon lange gehegten Wunsch, Flugbegleiter zu werden, endlich zu erfüllen.

Es war die schlimmste Zeit. Es war die beste Zeit. Wird er im Rückblick auf das Jahr 2020 irgendwann wohl sagen können. Oder etwas Ähnliches. Es wird nicht leicht gewesen sein, das ist einem jeden Menschen nur zu gut bekannt, der sich schon einmal umschulen hatte lassen, ob freiwilig oder nicht freiwillig.

Die Ausbildung zur Flugbegleitung ist eine harte Ausbildung. Von der ersten Ausbildungsstunde an wird alles aufgenommen und sofort mit dem Auszubildenden gemeinsam angesehen und besprochen, was noch falsch war, was schon richtig war. Es war bestimmt für Alexander Van der Bellen nicht leicht, gleich in der ersten Stunde die Aufgabe zu lösen, die Anweisung über das richtige Verhalten bei Gefahr mit unterstützenden Gesten zu sprechen. Durch ein technisches Gebrechen wurde die Aufzeichnung ohne Ton übermittelt. So ist nicht zu erfahren, ob der Text der Anweisung von Alexander Van der Bellen schon ganz richtig aufgesagt wurde. Die zur gesprochenen Anweisung zu machenden Gesten waren, wie die Bilder zeigen, noch nicht richtig. Das wird die Ausbildnerin Alexander Van der Bellen in der sofort nach der Aufnahme erfolgten Besprechung auf sehr pädagogische Weise wohl gleich gesagt und die richtigen Gesten noch einmal und wohl nicht zum letzten Mal anhand von Schautafeln zum Einprägen gezeigt haben.

Es war die beste und die schlimmste Zeit, ein Jahrhundert der Weisheit und des Unsinns, eine Epoche des Glaubens und des Unglaubens, eine Periode des Lichts und der Finsternis: Es war der Frühling der Hoffnung und der Winter der Verzweiflung. Wir hatten alles, wir hatten nichts vor uns; wir steuerten alle unmittelbar dem Himmel zu und auch alle unmittelbar in die entgegengesetzte Richtung – mit einem Wort, diese Zeit war der unsrigen so ähnlich, daß ihre lärmendsten Tonangeber im guten wie im bösen nur den Superlativ auf sie angewendet wissen wollten …

In Jahren nach diesem Coronawinter wird wohl der eine oder andere Mensch den Roman nach diesen seinen ersten Sätzen zur Seite legen und sich daran erinnern, wie es in der Zeit der Corona war, schon durch den Romanbeginn zum Vergleichen mit seinem durchlebten Winter der Corona gedrängt und motiviert dazu, ein Tagebuch im Nachhinein zu beginnen, über seinen Winter ’20.

Seine erste Tagebucheintragung wird sein, vielleicht …

Es war die beste und die schlimmste Zeit, ein Jahr des Unsinns, Tage des glaubenden Unglaubens, Monate der Dämmerung. Für die Verzweiflung war es ihr Sommer. Wenige hatten alles, und zu viele hatten nichts; alle liefen in entgegengesetzte Richtungen – mit einem Wort, diese Zeit war die der Lärmendsten

Das kurze Glück der Parteipolitik ist die selektive Vergeßlichkeit der Medien

FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz hat mit Aussagen zu einem Funktionär, der bei einer Demo der Identitären teilgenommen hatte, Zweifel zur selbst auferlegten Distanz seiner Partei zur rechtsextremen Gruppierung aufkommen lassen. Im Interview mit dem einschlägigen Medium „Info Direkt“ hatte er gesagt, die FPÖ habe in der Regierung den Fehler gemacht zu glauben, „wir müssen in ein Rückzugsgefecht gehen“ und: „Mit dieser Distanziererei ist es jetzt aber definitiv vorbei.“
Die FPÖ hatte im Jahr 2018 im Parteivorstand beschlossen, dass aktive Mitglieder der Identitären keine Funktion innerhalb der FPÖ einnehmen dürfen. Darauf verwies auch Bundesobmann Norbert Hofer am Montag, daran habe sich auch nichts geändert. Dennoch verwies Hofer auch auf die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit. Auch Schnedlitz hatte im selben Interview gesagt, die „rote Linie“ sei das Strafrecht, der Rest freie Meinungsäußerung.

Es heißt, die Rache der Medien sei das Archiv.

Das Glück der Politik, schlecht gesagt, das Glück der Parteipolitik ist die Vergeßlichkeit der Medien, das kurze Glück der Parteipolitik ist die Faulheit der Medien, in das Archiv hinabzusteigen, das Glück der Parteipolitik ist das Chaos im Archiv der Medien, das Glück der Parteipolitik ist die Autoritätshörigkeit der Medien, das Glück der Parteipolitik ist der Mut der Medien gegen die Kleinsten …

Nur so läßt es sich erklären, daß es nun diese Aufregung gibt, in deren Mittelpunkt ein minderjähriger unbedeutender Kleinstfunktionär in der Jugendorganisation der identitären Parlamentspartei, der bei einer Demonstration der außerparlamentarischen Identitärinnen mitgelaufen ist, steht, während der Gastgeber der außerparlamentarischen Identitären in seiner Kleinststadt nicht Mittelpunkt der Aufregung, sein gesinnungsinnigen Verhältnis unangesprochen bleibt.

Nur so läßt es sich erklären, daß nun „Zweifel aufkommen“ kann, wo es keinen Zweifel geben kann, keinen Zweifel über das gesinnungsinnige Verhältnis zwischen außerparlamentarischen und parlamentarischen …

Das Glück der Parteipolitik ist auch die Beschlußgläubigkeit der Medien. Ach, die identitäre Parlamentspartei hätte doch 2018, da war sie für kurz noch auch eine identitäre Regierungspartei, beschlossen, daß …

Im November ’18 trat der für kurz noch Vizekanzler mit seinem Biographie-Verleger, der gesinnungsgern auf Demonstrationen der außerparlamentarischen Identitären mitläuft, gemeinsam auf …

Der verlegerische Gesinnungsmarschierer ist ein bedeutender Mann. So kann der Präsident nicht umhin, ihn zum Aufmarschieren ins Parlament einzuladen, für ein Buch aus dessen Verlag höchst persönlich in seiner höchst verantwortungsvollen Staatsspitzenposition zu werben.

Eine edle und uneigennützige Geste des Präsidenten, der allseits bekannt als Vorkämpfer beispielsweise gegen den Antisemitismus, stets auf der Suche nach Verbündeten, um diesen Kampf recht erfolgreich zu führen, und wer könnte ihn dabei mehr recht unterstützend zur Seite stehen, als eben dieser Verlag mit seiner aus Jahrzehnten gewonnenen Expertise.

Wer einmal Gastgeber war, der hat es in Österreich sich verdient, Karriere zu machen, von Fragen nach seinem gesinnungsinnigen Verhältnis verschont zu werden, und auch jene, die ihn in seiner Gastgeberrolle unterstützten, sind in Österreich würdig zum Aufstieg, etwas zu werden, beispielsweise Volksanwalt. Was für eine passende Position in diesem Zusammenhang.

Und einem weiteren Aufstieg des Gastgebers steht nichts im Wege. Mit seinem klaren Bekenntnis, die „rote Linie“ sei das „Strafrecht, der Rest freie Meinungsäußerung“ sprach er schon wie der zukünftige Bundeskanzler in Österreich, ganz in der österreichischen Tradition, bereit das Vermächtnis eines einstigen Bundeskanzlers anzunehmen, dessen im Winde stolz wehende Fahne weiterzutragen …

Befragt nach der Abgrenzung gegenüber Rechtsextremismus verwies [der Bundeskanzler] auf die Gesetzeslage in Österreich. Man habe „ein sehr strenges Verbotsgesetz“. Eine Grenze in der Beurteilung des Koalitionspartners […] sei das Strafrecht. Wörtlich meinte der Kanzler: „Eine Grenze für jeden – für mich, für Sie, für jeden Politiker und Journalisten – ist das Strafrecht, sind gesetzliche Regelungen. Und darüber hinaus gibt es schon noch so etwas wie Meinungsfreiheit, und das ist gut so.“

Seinem weiteren Aufstieg zum Bundeskanzler allerdings könnte sein Obmann im Wege stehen, auch dieser spricht im Sinne eines einstigen Bundeskanzlers von der „Meinungs- und Demonstrationsfreiheit“ wie ein zukünftiger Bundeskanzler mit dem Vorteil, schon einmal, wenn auch für kurz Minister gewesen zu sein. Und auch er, wie der Präsident und sein Obmann, stets auf der Suche nach Verbündeten im Kampf beispielsweise gegen den Antisemitismus, im Inland wie im Ausland auch.

Im Ausland wie Inland auch stets innigliche Begegnungen mit recht echten Freunden

Andererseits steht der Obmann dem Gastgeber nicht unbedingt im Wege. Träumt dieser doch davon, eines Tages Präsident in Österreich werden zu können. Allerdings könnte aus diesem Traum nichts werden, wenn die Menschen in Österreich davor zurückschrecken, einen Mann zum Präsidenten zu wählen, wenn es ihnen eine Horrorvorstellung ist, es könnte einer Präsident werden, der dann eine Regierung angelobt mit einem gesinnungsinnigen Verhältnis zu …

Freilich könnte es auch ganz anders kommen, der minderjährige Kleinstfunktionär beide überholt, Gastgeber und Obmann, aufsteigt zum Bundeskanzler, schon jetzt knüpft er internationale Kontakte, wie einst der Bundeskanzler, der auch sich freuend auszog in die Welt, um sich als Alternative zu positionieren, überraschend allerdings wäre das nicht, in Österreich ist die Alternative stets die Tradition … es steigt auf, gültig bleibt das Wort des Herrn: wer „unsere Sprache spricht“.

Ach, was für eine Schelte, die Identitärinnen sollen die Schmuddelkinder sein? Und sind doch so ehrbare Bürger, reisen wie der zurzeitige Außenminister in Österreich nach Griechenland zur „Unterstützung und aus Solidarität“. Ihre Bildung verpflichtet sie zur Gemeinschaft und zum Zusammenhalt, sind das doch die ersten Werte, die zählen müssen, in einem Frontstaat, die Grenzen zu schützen,

Von der Gleichheit

Das macht Österreich so lebenswert. Der Mann von der Straße spricht wie der Mann vom Bundeskanzleramt. Der Mann vom Bundeskanzleramt spricht wie der Mann von der Straße.

Das macht Österreich so lesenswert. Diese Einheit der Sprache von Straße und Bundeskanzleramt.

Das macht Österreich so lesenswert. Die verwirklichte Gleichheit. Der Mann von der Straße ist dem Mann vom Bundeskanzleramt gleich. Dem Mann vom Bundeskanzleramt ist der Mann von der Straße gleich.

Das macht Österreich so lesenswert. Die verwirklichte Gleichheit von Himmel und Österreich. Der Mann von der Straße mit seinem Herrn spricht dieselbe Sprache wie der Mann vom Bundeskanzleramt mit seinem Herrn, von denen sie ihre Sprache gnadenreich empfingen. In Österreich verwirklicht die Verschmelzung der zwei Herren von dem Mann aus dem Bundeskanzleramt und dem Mann von der Straße zu einem Herrn in der Zweifaltigkeit.

Das macht Österreich so lesenswert. Die Freude an der Sprache und an der Vielfalt der Deutung. So kann ein und dieselbe Formulierung etwa als Formulierung der hohen Politik und zugleich der „Morddrohung“ …

Das macht Österreich so lesenswert. Der Mann von der Straße kann, ohne seine Sprache wechseln zu müssen, der Mann vom Bundeskanzleramt sein, und der Mann vom Bundeskanzleramt kann, ohne seine Sprache wechseln zu müssen, der Mann von der Straße sein.