Du, glückliches Österreich, endlich Terrorland

Wie wurde es herbeigebetet. Und nun endlich. Österreich ein Terrorland. Ein „U-Bahn-Bomber“ konnte in Österreich festgenommen werden. Auch wenn noch keine Bombe hochgegangen ist, weder in der U-Bahn noch an einem anderen Ort in Österreich, in Wien. Was zählen schon Fakten, wenn alternative Fakten geschaffen werden können. So wahr ihm, dem Mann der Umsonst, helfe, wer …

Der „U-Bahn-Bomber“ muß  wahrlich ein „dicker Fisch“ sein, der da „ins Netz gegangen ist“ … Nur „dicke Fische“ tauschen sich „intensiv über das eine oder andere“ aus, etwa über „Waffen“ – mit Zwölfjährigen.

Wie wurde es herbeigebettelt, und nun hat ein Siebzehnjähriger, der mit einem Zwölfjährigen über das eine oder andere kommunizierte, die Umsonst erhört, und Österreich endlich zu einem … schickte sich als der IS dickster Fisch …

Wie ist das Schicksal Österreich jetzt gnädig, enthoben der Bedeutungslosigkeit kann es stolz hintreten, muß sich nicht mehr seinen Teil denken, sondern verkünden, nun auch …

Wenn das Glück zuschlägt, schlägt es für viele zu.

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Du, Land der glücklichen Sobotkas und Doskozils, endlich werden alle Maßnamen ergriffen werden können, alles ist jetzt möglich, alles zum Greifen nahe – wer wird noch nach Argumenten fragen, wem wird es noch kümmern können: Grundrechte, Menschenrechte, wenn ein Siebzehnjähriger, der mit einem Zwölfjährigen …

Alle einfach unter Generalverdacht stellen. Das ganze Land von einem Hochstand aus … was kann dadurch alles erspart werden. Keine Diskussionen mehr. Falsch. Die Diskussion hat es bisher schon nicht gegeben, also die breite öffentliche – über „Terror“ und „Terror“. Wie es beispielsweise Carlo Strenger beschreibt:

„Ende der achtziger Jahre entwickelte eine Gruppe von Sozial- und Persönlichkeitspsychologen auf der Grundlage von Beckers Ideen ein neues Forschungsparadigma, das als Terror-Management-Theorie (‚Terror‘ hier nicht im Sinne von Terrorismus, sondern von existenzieller Angst bekannt wurde. Dieses Paradigma, das ich einfach Existenzialpsychologie nenne, ist mittlerweile international weit verbreitet und hat sich bei der Erforschung ganz unterschiedlicher Phänomene als äußerst fruchtbar erwiesen. Besonders gut geeignet ist es, wo es darum geht, die enorme Anziehungskraft zu erklären, die religiöse Fundamentalisten mit absolutem Machtanspruch und apokalyptischen Weltanschauungen ausüben. Seit mehr als einem Jahrzehnt bin ich Mitglied der Studiengruppe World Federation of Scientists, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Motivation fundamentalistischer Terroristen zu entziffern. Was bringt Menschen dazu, sich Organisationen wie dem Islamischen Staat (IS) anzuschließen? Viele Erklärungssätze, die hier für gewöhnlich ins Feld geführt werden, erweisen sich bei genauerem Hinsehen als wenig hilfreich. Ein prominentes Beispiel ist die Behauptung, es handle sich in der Regel um benachteiligte Menschen ohne Perspektive. Auf die Attentäter vom 11. September 2001 beispielsweise trifft dies jedoch überhaupt nicht zu. Viele von ihnen waren Studenten, sie stammten aus Mittelschichtfamilien, die ihnen einen Aufenthalt im Westen finanzieren konnten. Die Führungskader dschihadistischer Organisationen sind oft Ärzte und Ingenieure, denen der Weg auf der Karriereleiter offenstünde, wenn sie dies wollten. Was viele Menschen zu Terroristen macht, ist weder Armut noch Verzweiflung, sondern ein tiefes Bedürfnis nach einem absoluten Lebenssinn. Das mag paradox klingen, schließlich betrachten wir die Suche nach Sinn in der Regel als etwas Positives. Wie kann es da sein, dass die Suche zu so etwas führt wie dem Terror des IS?“

Aus dem läßt sich freilich keine Schlagzeile „U-Bahn-Bomber in Haft“ machen, aus dem lassen sich keine alternativen Fakten … und mit dem ist es nicht möglich, einen Hochstand aus Paragraphen zu errichten, von dem aus alle … und es würde auch den Bundeskanzler zu etwas zwingen, das er gar nicht will: „philosophische Abhandlungen …

So viele Arten des Terrors, und von allen die gefährlichste immer noch: Staatsterror …

„Strangers at Our Door“, so der Titel eines Essays von Zygmunt Bauman … in Österreich sind es keine Fremden, die seit langem Türen eintreten … in Österreich könnte ein Essay geschrieben werden mit dem Titel „Sobotka and Doskozil and our flat“ …

Alles unter Strom, nichts aber im Fluß.

„Mir geht’s darum, daß wir Schluß mit Kafka machen.“

Selbstverständlich bezog Christian Kern das auf die Bürokratie. Und er meinte damit den Abbau von Bürokratie. Er brachte Beispiele dafür. In Wels. In seiner bombastisch inszenierten Rede.

Es will ihm nicht vorgeworfen werden, er hätte sich genauer ausdrücken müssen, er hätte beispielsweise sagen können, es gehe ihm darum, mit kafkaesken Zuständen Schluß machen zu wollen.

Er aber sagte wahrlich: „Schluß mit Kafka machen.“ Und nach dem Lesen seines „Plans A“ kann die Befürchtung aufkommen, er meint es tatsächlich so, nicht mit kafkaesken Zuständen Schluß machen zu wollen, sondern tatsächlich mit Kafka Schluß zu machen. Wenn Kafka stellvertretend verstanden wird für Kunst, Literatur, Film, Theater, Malerei, Architektur, Philosophie, Musik.

Es mutet doch eigentümlich an, daß ein Bundeskanzler dieses Landes nicht einen einzigen Satz in seinem „Plan A“, in seinem Zukunftsplan für Österreich zu dem zu schreiben imstande ist, wovon Österreich weltweit zerrt, nämlich von Kunst und Kultur, zwar nicht aus der Gegenwart, sondern aus der weit, sehr weit zurückliegenden Vergangenheit. Vielleicht beruht seine Nichtberücksichtigung auf der Hoffnung, daß die Welt diese Vergangenheit ebenso noch sehr lange nicht überhat, wie das offizielle Österreich sie nicht überhaben will.

Es soll nicht gesagt werden können, das stimme nicht, er habe nichts dazu geschrieben. Einen Begriff von diesen Begriffen – Kunst, Literatur, Film, Theater, Malerei, Architektur, Musik, Philosophie – verwendet Christian Kern, einen doch, einen einzigen: nämlich „Kunst“.

christian-kern-plan-a-kunststoffproduktionsverantwortungskulturlandWie in der Collage gelesen werden kann, kommt bei Christian Kern „Kunst“ sogar dreimal vor: einmal in einer Aufzählung und zweimal im zusammengesetzten Wort „Kunststoffproduktion“. Bei der Aufzählung, bei der es nicht um die Kunst geht, sondern um die Zusammenführung von Studiengruppen „Naturwissenschaft, Medizin, Kunst, Wirtschafts- und Geisteswissenschaft“, geht es ihm um die Entscheidung der öffentlichen Hand, wie viele Studienplätze finanziert werden. Also um Begrenzung, um Einschränkung. In diesem Zusammenhang darf bei ihm also „Kunst“ in einer Aufzählung an dritter Stelle vorkommen.

Das Wort „Kunst“ kommt also vor in dem Zukunftsplan von Christian Kern, aber nicht die Kunst. „Wir Schluß mit Kafka machen.“ Christian Kern hat sich klar und präzise ausgedrückt: Schluß mit …

Einer aber wird beruhigt lachen können. Der „Nikolaus“, ihm ist eine Zukunft in dem von Christian Kern geplanten zukünftigen Österreich gewiß. Er bringt es auf zwei eigene Einträge und ein Bild. Der Nikolaus darf auch mit Gelassenheit in die Zukunft blicken. Auch deswegen: sein Koran wird weiter verteilt werden dürfen. Ein weiterer Koran aber nicht. Dem nikolaus’schen Koran will also Christian Kern wieder eine Monopolverteilungsstellung sichern.

„Sicherheit“ liegt mit Dutzenden von Einträgen im Spitzenfeld der verwendeten Wörter im „Plan A“ von Christian Kern. Und das überrascht nicht. Passt es doch hervorragend in die Zeit von „securitization“ – „Versicherheitlichung“. Bei dem Wort muß nicht Station gemacht werden. Was darüber beispielsweise Zygmunt Bauman geschrieben hat, ist in seinem Essay aus 2016 zu lesen, von dem bereits gesagt wurde, dieser ist in seiner Gesamtheit zu lesen: Cabinet: „Strangers at Our Door“.

Viel ist im „Plan A“ auch von „guter Laune“ zu lesen. Und diese bringt einen weiteren Essay ins Spiel, der ebenfalls in seiner Gesamtheit zu lesen ist, ein Essay von Carlo Strenger, aus dem Jahr 2017: „Abenteuer Freiheit – Ein Wegweiser für unsichere Zeiten“.

Das ist ein Essay, der sich hervorragend eignet als Begleitlektüre zum „Plan A“ von Christian Kern. Es wird auch durch diesen deutlich, wie altbacken der „Plan A“ ist. Christian Kern ist dafür kein Vorwurf zu machen. Er ist neu in einem sehr hohen politischen Amt. Genauer und zutreffender: er ist neu in einem sehr hohen parteipolitischen Amt. Mag auch er selbst neu in einem parteipolitischen Amt sein, die Partei, dessen Obmann er nun seit ein paar Monaten ist, ist keine neue Partei. Und eine Partei, die seit Jahrzehnten maßgeblich in diesem Land wirkt, hat kein Recht, mit einem „Plan A“ in die Öffentlichkeit zu gehen und so zu tun, als wäre sie eben erst gegründet worden. Alles, was in dem „Plan A“ steht, hätte sie längst …  Samuel Beckett schrieb einmal, die Sonne scheine, da sie nicht anders könne, auf nichts Neues … nun, die SPÖ schreibe, da sie nicht anders könne, nichts Neues.

Die SPÖ hätte längst schon beispielsweise mit den kafkaesken Zuständen Schluß machen können. Wie viele der kafkaesken Zustände aber sind erst durch die SPÖ in den letzten siebzig Jahren geschaffen worden?

Und auch das „Schluß machen mit …“ ist im Grunde nichts Neues. Es kommt ohnehin schon lange nichts mehr Neues aus Österreich im Bereich der Kunst, der Literatur, der Musik, der Maler und so weiter und so fort. Ein Beleg dafür ist auch der Essay von Carlo Strenger. Er schreibt u.v.a.m. von der Moderne in der Kunst, und in diesem Zusammenhang auch von Österreich. Aber er muß weit, sehr weit in die Vergangenheit zurückgehen, um etwas aus Österreich über die Moderne anführen zu können. Und wer nicht österreichische Bücher liest, wird selbst die Feststellung gemacht haben, es kommen, wenn sie vorkommen, nur österreichische Künstlerinnen, Schriftsteller und österreichische Denker vor, die vor langer, langer Zeit lebten.

Aber Christian Kern ist nicht der erste Mann der SPÖ, dem zu „Kunst“nur eines einfällt: Schluß mit …

Das Regierungsprogramm von Rot-Blau im Burgenland zu „Kultur und Kunst“ – Eine Aufgabe

Womöglich schaffen aber gerade dadurch die Sozialdemokraten Kern und Niessl die besten Voraussetzungen, das notwendige Klima – also die gegen sie gerichteten, sie tabuisierenden Gegebenheiten –  für die Kunst in allen ihren Ausdrucksformen, um wieder das Niveau zu erreichen, das sie vor …

Der „Plan A“ bleibt altbacken. Daran ändert auch nicht das viele Male verwendete Wort „Digitalisierung“. Wieviel Platz wird dem aktuellen Phänomen „Hass“eingeräumt. Das mag gar heutig klingen, und ist doch nur ein Reflex auf die hysterische breite Diskussion darüber. Strenge Gesetze sollen her, sogar „digitale Zivilcourage-Messengers“ … in einem Jahr vielleicht schon wird das keine breite Diskussion mehr sein, abgelöst durch ein anderes Phänomen, das breit öffentlich … und was wird dann der „Plan A“ nicht nur in diesem Bereich sein – Altpapier … Christian Kern will also mit Kafka Schluß machen, aber „Messengers“, also „Büroboten, „Amtsbotinnen“ sollen „Zivilcourage“ … Beinahe könnte der Verlockung erlegen werden, zu fragen, geht es noch … aber zutreffender ist wohl: geht es noch grotesker? Der Amtsbote soll „Zivilcourage“ frei Haus …

Es wollte eigentlich über den „Plan A“ nur im Zusammenhang mit „Kunst“ etwas notiert werden. Je länger aber der „Plan A“ geöffnet ist, desto mehr … Beim Arbeitmarktthema nennt Christian Kern fünf Hauptgründe für Arbeitslosigkeit. Einen nennt er gar nicht: Robotisierung. Dafür können vier der fünf von ihm genannten Hauptgründe dem Einzelnen angelastet werden: „Ausbildungsmankos, Vermittlungshandicaps, Alter, Zuzug aus dem Ausland“. Aber in Wels erzählt er von einer Frau, die an ihrer Arbeitslosigkeit nicht … und er möchte, daß sie eine Arbeit bekommt. In einem Jahr oder vielleicht schon viel früher, wird diese Frau von Christian Kern enttäuscht sein, weil sie immer noch keine Arbeit … Ist das seine Schuld? Ja. Er wird nicht schuld sein, daß sie keine Arbeit gefunden haben wird, aber daran, die Hoffnung genährt zu haben, mit dem Gerede von der „Vollbeschäftigung“, mit diesem Wort, das vor Jahrzehnten in Österreich Neuigkeitswert hatte. Seit Jahrzehnten wiederholt und wiederholt wird, während Arbeitsplätze weniger und weniger …

In seiner welserischen Rede spricht Christian Kern auch davon, durch „Arbeit“ den Menschen „ihre Würde zurückgeben“ zu wollen … Das wäre doch eine interessante philosophische Abhandlung, wie einer anderen Menschen die „Würde“ … aber es soll der Imperativ aus dem kern’schen Plan befolgt werden: „keine philosophischen Abhandlungen“ …

„Keine philosophischen Abhandlungen“ – als ob es in Österreich je ein Zuviel von diesen gegeben …

Was noch an dem „Plan A“ auffällt. Es fehlen auffällig Begriffe wie Populismus, Rechtsextremismus, Rechtsradikalismus. Einmal kommt „hetzerische Nationalisten“ vor: im Abschnitt zu Integration, Asyl. Damit kann also nicht die identitäre Parlamentspartei gemeint sein. Es darf mit Spannung der „Kriterienkatalog“ der SPÖ erwartet werden, mit dem eine Hinbiegung zu einer Koalition mit der …

Genug.

Soll noch etwas Abschließendes geschrieben werden? Der Plan, auch etwas zu dem Wort „Kultur“ zu schreiben, wie es von Christian Kern hauptsächlich verwendet wird, ist längst schon aufgegeben.

„Kultur des Scheiterns“ wird mehr als einmal im „Plan A“ formuliert. Wenn auch nicht im Hinblick auf diesen geschrieben, wird es einst eine brauchbare Schlagzeile sein, wenn der Plan A…

War die Entschuldigung von Christian Kern auch schon eine für sich selber?

Die der nächste Obmann – eine Obfrau wird das wohl nicht so schnell sein – der SPÖ vortragen wird müssen, um vielleicht dann endlich nicht so weiterzumachen wie bisher. Die Chancen sind dann, wenn die Wahlen und die Regierungsbeteiligung verloren, realistisch,  endlich anders weiterzumachen als bisher.

Es war eine bombastisch inszenierte Rede von Christian Kern. In Wels.

Und trunken von dieser Rede, mit der er sich an die Seite des „kleinen Mannes“ und der „kleinen Frau“ hinzusprechen versuchte, stehen nicht wenige Journalisten und Journalistinnen von österreichischen Medien ihm jetzt bei. In der konkreten Sache. Es gäbe keinen Haftbefehl gegen Tal Silberstein. Es wird genutzt, die „Quelle“ schlechtzureden, nämlich die Unzensuriert der identitären Parlamentspartei.

Statt das Eigentliche breit zu besprechen.

Die Unzensuriert der identitären Parlamentspartei ist keine Quelle.

Alles, was sie verbreitete in der Angelegenheit Tal Silberstein, war und ist kein anderes Tun als das Kopieren. Was sie auch in dieser konkreten Sache macht, ist kopieren, kopieren, kopieren und nichts anderes als kopieren.

Dennoch wird ihr geholfen, sich falsch zu sehen. Etwa von Werner Amon, Generalsekretär der ÖVP, wenn er Unzensuriert als „Quelle“ angibt. Nur weil Werner Amon nicht über die österreichischen Täler hinaussieht, kann er Unzensuriert als „Quelle“ angeben und trägt damit ebenfalls dazu bei, daß die Unzensuriert sich falsch sehen muß und sich falsch verkaufen kann, nämlich als eine, die „enthüllt“, während sie tatsächlich nur kopiert, kopiert, kopiert und kopiert und kopiert und …

Stolz kann sie am 20. Jänner 2017 wieder, wie in der Collage gelesen werden kann, verkünden, sie hätte „Enthüllungen“… am 15. Jänner 2017 sich als „Aufdecker“ feiern. Aber was tat sie wirklich? Wie ebenfalls in der Collage gelesen werden kann, sie schrieb bloß ab, wieder einmal bloß ab, am 6. Dezember 2016, was in einem rumänischen Medium geschrieben wurde, und das bereits am 15. März 2016.

christian-kern-tal-silberstein-unzensuriertUnd wie in der Collage gelesen werden kann, kann die Unzensuriert der identitären Parlamentspartei sich darüber hinaus als „Opfer“ darstellen, weil eben Journalisten und Journalistinnen in Österreich nun Christian Kern beistehen, gegen die Kopiererin Unzensuriert. Anstatt das Eigentliche zu besprechen.

Wie mit ein wenig Recherche festgestellt werden kann, hat Tal Silberstein keine Presse im Ausland, die als Empfehlung gelesen werden könnte, von ihm bedenkenlos einen Gebrauchtwagen kaufen zu können, und auch die in seinem Umfeld sind keine vertrauensfördernden – etwa Diamanten-Beny Steinmetz …

Was ist nun das Eigentliche, das zu besprechen wäre?

Es gibt in der Zwischenzeit wohl mehr Politberater und Politberaterinnen als Sandkörner auf allen Sandstränden dieser Welt zusammen, daß die Frage durchaus berechtigt ist, ob es für einen Bundeskanzler weiter angebracht ist, sich von einem beraten zu lassen, der solchen Vorwürfen ausgesetzt ist.

Was sagt das über einen sozialdemokratischen Bundeskanzler aus, der sich einen solchen Berater mit diesem Umfeld, zu dem der „kleine Mann“ höchstens Zugang hat als Elektriker oder Installateur und die „kleine Frau“ höchstens als Putzfrau oder als Kindermädchen,  und wie wirkt sich ein derartiges Umfeld auf einen sozialdemokratischen Bundeskanzler aus, der sich seine Beratungen aus einem solchen Umfeld weiter leistet und weiter leisten will?

Cabinet: „Strangers at Our Door“

Ist es zu viel verlangt, wenn eine österreichische Bundesregierung auf der Höhe des heutigen Wissens zu sprechen hat?

Es ist nicht zu viel verlangt.

Aber bloß, zu bekommen ist das von ihr nicht. Nicht von dieser österreichischen Bundesregierung, die hier nur exemplarisch für so viele Regierungen in Europa genannt wird. Und von der nächsten, wenn in dieser die Hütchenspielpartei mit von der Partie ist, noch recht viel weniger, gar nicht.

„Strangers at Our Door“ ist ein Essay von Zygmunt Bauman aus 2016.

Das Einzige aber, mit dem die österreichische Bundesregierung mit Bauman in Verbindung zu bringen ist, ist ein Wort aus seinem Titel: „Strangers“ – Fremde. Jedoch nicht mit dem Inhalt seines Essays. Und alles, was sie öffentlich breit zu sagen hat, ist nur „strange“: komisch, sonderbar, merkwürdig, absonderlich.

Wie anders würde sich wohl alles gestalten und entwickeln, spräche die österreichische Bundesregierung etwa wie Bauman. Was für einen Einfluß könnte das auch auf die Massenmedien haben, wie anders fiele wohl die breiteste Berichterstattung etwa über Migration, Asyl, Flucht aus. Und nicht nur über diese Themen. Denn der Essay von Bauman geht weit darüber hinaus, versucht eine Weltzusammenhangssicht, die der Migration einen Platz zuweist – nicht einmal einen in der ersten Reihe.

Wenn Sie diesen Essay gelesen haben werden, aus dem nicht zu zitieren ist, weil dieser in seiner Gesamtheit zu lesen ist, und Sie sich unmittelbar im Anschluß an Ihre Lektüre oder bereits während der Lektüre in Erinnerung rufen, was die österreichische Bundesregierung zu diesen Themen sagt, etwa ein Sebastian Kurz oder ein Wolfgang Sobotka oder ein Hans Peter Doskozil oder ein Reinhold Mitterlehner oder ein Hans Niessl oder ein Christian Kern oder viele andere mehr, die sogenannte gewichtige politische Ämter in diesem Land innehaben, wenn Sie sich im Vergleich zum Essay in Erinnerung rufen, was und wie vor allem die Herren – und es sind in der überwiegenden Mehrzahl Männer – darüber sprechen, kann Ihre Erkenntnis nur sein, wie unheutig alles ist, was sie zu sagen haben, und dieses öffentlich vorgetragene unheutige Wissen gebiert das ethische Elend ihres Tuns.

Aber Zygmunt Bauman ist nicht der einzige Beispielgeber dafür, was für ein unheutiges Wissen öffentlich breit von Regierungen und von Massenmedien breitest gestreut wird. Und vieles, das heute breitest öffentlich zu diskutieren notwendig wäre, zitiert und verweist darauf Bauman  selbst.

strangers-at-out-door-osterreichWie anders also könnte die öffentliche Diskussion verlaufen, was für andere Ergebnisse zeitigen, würden sich Regierungen nicht öffentlich breit als unheutig darstellen zu müssen meinen, würden sie auf der Höhe des heutigen Wissens breit öffentlich argumentieren, diskutieren, Konzepte entwickeln, die nicht einen Haltbarkeitswert von zwei Stunden haben. Wie sehr könnten Medien dem nicht entkommen – und es wird hier ausschließlich von Massenmedien gesprochen -, breitest darüber zu berichten. Und vielleicht, mit der Zeit, sogar einen eigenen Beitrag auf der Höhe heutigen Wissens dazu leisten.

Was wäre das für ein Gewinn für alle Seiten, sprächen Sobotka, Doskozil, kurz alle anderen öfffentlich breit so wie beispielsweise Bauman und schrieben Massenmedien, um eine  Umsonst ob ihres Namens exemplarisch zu nennen, beispielsweise so wie Bauman. Platz hätten die Massenmedien dafür genug; sie bräuchten etwa bloß das Gerümpel vom Dschungelcamp zu entsorgen.

PS Ein Wort soll aus dem Essay doch zitiert werden: „Taschenspielertricks“.

Hütchenspiel scheint zutreffender. Beim Hütchenspiel gewinnt kein Mensch. Und noch etwas: Die Hütchenspieler – es sind zumeist Männer die Spielenden – aber tun so, als hätten sie Gewinne zu verteilen, als hätten sie wenigstens in einem ihrer Hütchen einen Würfel oder gar den Stein der Weisheit.

Die Hütchenspielpartei in Österreich ist schlechterdings die identitäre Parlamentspartei. Diese wird von Bauman ob ihrer Unbedeutsamkeit  nicht erwähnt, aber viele Hütchenspieler und Hütchenspielerinnen aus anderen Ländern, zu denen sie aufschauen. Was ihnen jedoch allen gemein ist: alle ihre Hütchen sind leer, in keinem ein Würfel, schon gar kein Stein der Weisheit. Aber ihre Hosensäcke sind voller Steine, die sie gegen alle werfen, kaum daß sie gewählt sind.

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„Hofer interviewt Strache“ – Und ewig murmelt Südtirol

Kam es gegenüber dem Vorjahr bereits zur Veränderungen, außer der einen, daß in der Jahreszahl am Ende statt 6 eine 7 …

sudtirol-hofer-strache-hoferBei der identitären Parlamentspartei einmal nicht.

Und ewig murmelt Südtirol:

Südtirol: Der FPÖ eine Herzensangelegenheit – SH distanziert sich von Akademikerball

2017 wie 2016 ist es eine „Herzensangelegenheit“: das Südtirol. Und was 2017 gesagt wird, wurde 2016 gesagt, wurde … zu diesem über die Jahre eingefrorenen Inhalt ist nichts mehr zu sagen, außer: ewiger Murmelgruß.

Was 2017 wie 2016 sein wird, ist wohl auch, Hofer wird auf den Akadamikerball vulgo WKR-Ball seiner identitären Parlamentspartei gehen können. Aber es war knapp. Er mußte zittern. Die Wählerinnen und Wähler hätten ihn beinahe um dieses ehrenreiche Vergnügen gebracht. Denn. Als Bundespräsident hätte er, wie er meinte, auf keinen Ball einer Partei … er muß den Wählern und Wählerinnen also dankbar sein, ihn nicht untreu werden lassen zu müssen. Denn. Für einen NR Präsidenten III ist es geradezu eine Traditionspflicht, zu diesem Ball in die Hofburg …

Und was hat sich noch nicht geändert?

Es war dem Bundespräsidenten vom Jänner 2016 mit dem großen Seufzerherzen keine Herzensangelegenheit, für eine Aussiedelung des WKR-Balles aus der Hofburg … und der Bundespräsidenten im hellen Trachtenrock mit grünem Kragen ab dem Jänner 2017, der gleich nach seiner erfolgter Wahl eine Mariazelldankbarkeitsreise antrat, hat mit einem solchen Ball in der Hofburg auch „kein Problem“ …

Hofer muß also auch dem Bundespräsidenten ab dem Jänner 2017 dankbar sein; denn er wird ebenfalls bewahren, daß der WKR-Ball weiter in der Hofburg … auch wenn er im Advent von ihm, dem Bundespräsidenten, nicht sehr respekt…, nein, nicht er, er überließ das nicht sehr Respektvolle Wolfgang Fellner, der ihn, Hofer, interviewte …

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Der für NR Marcus Franz unfaßbare Tod des Udo Ulfkotte

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In der Stunde des Todes eines gesinnungsgemäß nahestehenden Menschen schreit der Mensch in Trauer und im Hader, den Tod nicht hinnehmen zu wollen, ein anklagendes Warum. Nicht anders ergeht es NR Marcus Franz. Und der Mensch fühlt sich berufen, das Erbe des Verstorbenen anzutreten, seinen Platz einzunehmen. Nicht anders wohl auch NR Marcus Franz. Ein Abgeordneter im österreichischen Parlament, der weiß, seinen parlamentarischen Stuhl nicht mehr allzu lange … Er bereitet sich schon lange darauf vor. Er fühlt, er ist vorbereitet, er ist Udo Ulfkotte ebenbürtig, um Platz zu nehmen auf dessen Stuhl. Was er als Abgeordneter tat, ist ihm Referenz genug, im Geiste von und als Nachfolger von Udo Ulfkotte weiterzuwirken.

„Widerstand und Aufklärung“ war für „deutschelobby“ das Leben des Udo Ulfkotte. Ist wer mehr berufen als „deutschelobby“, das Tun von Udo Ulfkotte auf den rechten Punkt zu bringen? Es muß für „deutschelobby“ ein Trost in der schweren Stunde  des Schmerzes über den Verlust eines Gesinnungskameraden sein, zu wissen, im österreichischen Parlament sitzt einer auf seinem Stuhl, bereit, das Staffelholz ulfkottschen Widerstands und der ulfkottschen Aufklärung …

Wie oft kommt es nach dem Tode eines Menschen zu Erbstreitigkeiten. Darüber, wer der gesinnungsgemäße wahre Erbe ist? Beide können Referenzen vorweisen,  die sie vorlegen können, um entscheiden zu lassen, wer das größere Recht …

Was Norbert Hofer und Marcus Franz verbindet

Für PI österreichischer Nationalratsabgeordneter Dr. Marcus Franz ein Autor von recht hoher Qualität

Deutsche Lobby

Und allen, die der Tod von Udo Ulfkotte tief getroffen hat, obgleich sie keinen persönlichen Umgang mit ihm, sie keine verwandtschaftliche Beziehung zu ihm hatten, mag der Partezettel eine Hilfe sein, den Verlust etwas leichter zu ertragen.

Udo Ulfkotte ist tot – Eine Parte

PS Dafür ist kein eigenes Kapitel notwendig. NR Marcus Franz positioniert sich mit seiner Verbreitung auf der Plattform des Unternehmens Twitter als der erste Erbe von Udo Ulfkotte. Und er bietet mit seiner Reaktion ein Lehrbeispiel, wie ulfkottscher Journalismus funktionert:

lehrbeispiel-fur-ulfkottschen-journalismus-von-nr-marcus-franz

PPS Freilich ist NR Marcus Franz nicht mehr ein Abgeordneter von der ÖVP. Dennoch fällt zu ihm stets und sofort Dr. Lopatka ein: seine Expertise in und nicht nur in personellen Angelegenheiten …

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Dr. Lopatka und ein „offener Brief“ an Justizminister Brandstetter vom 29. Oktober 2015

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Wie in der Collage gelesen werden kann, berichtet die Tageszeitung „Kurier“ am 14. Jänner 2017 über den Arzt Lopatka, der „seine Kinder gequält haben soll“. Und nicht nur das, wie gelesen werden kann.

Und dann gibt es einen „offenen Brief an den Justizminister“ vom 29. Oktober 2015, mit dem aufgefordert wird, „unverzüglich entsprechende Maßnahmen zu ergreifen“. Es wird über die Empfehlung bereits aus 2014 informiert, „zur Hintanhaltung der Gefahren einer weiteren schweren Gewalttat die Verhängung der U-Haft“ …

Und 2017 erscheint Dr. Lopatka in „biederer Cordhose und hellbraunem Sakko vor Gericht …

Wie groß muß die Not gewesen sein, wie ausweglos muß die „geschiedene Gattin“ und die Kinder von Dr. Lopatka im Jahr 2015 ihre Lage gesehen haben, daß sie sich ausgerechnet an Dr. Martin Wabl wandten, der „untertags im Gasthaus anwesend“ ist, wie er auf seiner Website informiert.

Was mag die „geschiedene Gattin“ und die Kinder von Dr. Lopatka dazu veranlaßt haben, zu meinen, es könne ihr im Rechtsstaat Österreich nur noch ein Martin Wabl mit einem „offenen Brief an den Justizminister“ Schutz und Hilfe …

Dr. Lopatka scheint ein angesehener Arzt zu sein. Ist er doch auch oder war es: ein Teamarzt. Wann er das wohl geworden ist? War er immer schon ein begeisterter Anhänger des Sports, der seine Profession in den Dienst des Spitzensports stellen wollte, der zu seinem Glück auf ihn doch irgendwann aufmerksam wurde?

Wie hat wohl der Justizminister vor weit über einem Jahr auf diesen „offenen Brief“ reagiert? Hat er reagiert? Eine Antwort konnte auf der Website von Martin Wabl nicht gefunden werden. Wie Martin Wabl einzuschätzen ist, hätte er diese nicht vorenthalten. Hat er sich, der Justizminister, über diesen „offenen Brief“ beraten? Und wenn ja, ist die entscheidende Frage: mit wem?

Udo Ulfkotte ist tot – Eine Parte

Wie die „Junge Freiheit“ berichtet, am 14. Jänner 2017, ist Udo Ulfkotte gestorben. Mit einer kleinen Meldung berichtet sie darüber. Der nichts hinzuzufügen ist. Um zu illustrieren, was für ein großartiger Journalist er war, wurde eine Parte gestaltet.

Noch vor wenigen Tagen hat sich Udo Ulfkotte stark für die Meinungsfreiheit eingesetzt. Aber das Staffelholz der Schutzabteilung für die Meinungsfreiheit werden gesinnungsgemäß andere übernehmen, es als ihre Ehre ansehen und in Treue zu Udo Ulfkotte:

Gerhard Deimek und Udo Ulfkotte gegen Air Berlin und für Junge Freiheit

udo-ulfkotte-parte-unersetzt-soll-er-bleibenDer Tod von Udo Ulfkotte mag gerade für die identitäre Parlamentspartei in Österreich ein schmerzlicher Verlust sein, aber Trauer muß sie deshalb nicht tragen. Es gibt seiner noch genügend, nicht nur ein Wisnewski kann seinen Platz einnehmen …

Wer sich genauer erinnern möchte, was für ein großartiger Journalist Udo Ulfkotte war:

Toleranz-Gen

Vorort von Braunau

Hühnerdieb

Sie können hier auch einfach nach Udo Ulfkotte suchen. Die Ergebnisse werden Ihnen einen Mann in Gemeinschaft von …

Das Beste, was im Angesichte des Todes über Udo Ulfkotte gesagt werden kann, ist: er soll wahrlich unersetzlich bleiben. Er verdient es, daß sein Platz leer auf ewig bleibt. Unersetzt soll er bleiben. Mögen das alle beherzigen, die seines Geistes sind.

Gerhard Deimek und Udo Ulfkotte gegen Air Berlin und für Junge Freiheit

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„Das Unternehmen beuge sich der Meinungsdiktatur und habe viele konservative Fluggäste dadurch verloren, lautete der Tenor eines Großteils der 200 Kommentare gegen den offenbar schlechten Schachzug.“

Das schreibt die Unzensuriert der identitären Parlamentspartei am 13. Juni 2016. Sie findet es also recht fürchterlich, daß ein Unternehmen für sich in Anspruch nimmt, welche Werbung auf ihrer Website sie geschaltet sehen will, welche nicht. Gesinnungsgemäß muß gleich von „Zensur“ im allgemeinen und von „Werbezensur“ im besonderen gesprochen werden, von „Meinungsdiktatur“. Als ob Werbung eine Meinung wäre. Als ob dadurch eines einzigen Menschen Meinung eingeschränkt werden würde, wenn auf der Website der Air Berlin keine Werbung von der „Jungen Freiheit“ …

Was alles nur verwechselt werden kann, wird in diesen Kreisen auch verwechselt.

Die Unzensuriert der identitären Parlamentspartei findet es also recht fürchterlich, daß Air Berlin nicht Werbung von einer bestimmten Zeitung auf ihrer Website geschaltet sehen möchte.

Nun, wie geht die „Junge Freiheit“ selbst um, nicht mit Werbung, sondern mit Meinungsäußerungen?

Wie in der Collage gelesen werden kann, ist die Meinungsäußerung auf der Website der „Jungen Freiheit“ äußerst eingeschränkt. Knapp zusammengefaßt: Wer für die „Junge Freiheit“ zahlt, darf seine oder ihre Meinung auch äußern. Und die bezahlte Meinungsäußerung wird vor der Freischaltung auch geprüft, es kann auch gesagt werden, zensiert. Auch wer zahlt, hat also keine Garantie, seine oder ihre Meinung auf der Website der „Jungen Freiheit“ veröffentlicht zu sehen.

Die Unzensuriert der identitären Parlamentspartei berichtet doch mit einigem Stolz über den „Shitstorm“ gegen Air Berlin. Wer sind die herausragenden Schreiber und Schreiberinnen dieser Kommentare gegen Air Berlin? Zwei aus dieser Schutzabteilung der Meinungsfreiheit sollen exemplarisch vorgestellt werden.

NR Gerhard Deimek, der auch Abgeordneter der identitären Parlamentspartei im österreichischen Parlament ist, ist der eine, der andere ist Udo Ulfkotte.

Wie recht hoch NR Gerhard Deimek die Meinungsfreiheit hält, darüber durfte schon berichtet werden:

FPÖ-NR Gerhard Deimek will nicht mehr in Österreich kaufen

Hofburg ohne Wkr-Ball – Freiheitlicher Abgeordneter entdeckt für sich eine neue Variante von „Kauft nicht ein bei …“

Österreich, klage sie nicht an, denn sie wissen, was sie schreiben

Von einem NR Gerhard Deimek, wie in der Collage gelesen werden kann, „blockiert“ zu werden, ist je nicht zu erwähnen. Nur diesmal, in diesem konkreten Fall, ist es zu erwähnen. Weil es eben doch aufzeigt, wie sehr die Meinungsfreiheit von ihm, Deimek, verteidigt wird, wie recht ernst er die Meinungsfreiheit wahrnimmt. Er steht damit stellvertretend für seine identitäre Parlamentspartei. Was seinem Gesinnungsmeister, wie ebenfalls in der Collage gelesen werden kann, recht ist, ist ihm billig.

Der andere ist Udo Ulfkotte. Ein Journalist, wie ihn diese Gesinnungswelt eines Gerhard Deimek wünscht, liebt, bewirbt. Wie redlich dieser seine Meinungsfreiheit nutzt, in einigen Kapiteln durfte darüber schon berichtet werden …

Um abschließend zur „Jungen Freiheit“ zurückzukehren. Es darf bei ihr zwar nicht jede Meinung geäußert werden, auch gegen Bezahlung, dafür weiß ihr Chefredakteur nicht immer genau, was in ihr geschrieben wird:

Andreas Mölzer ist bereits 1995 aus der aktiven Politik ausgeschieden

Das Nichtwissen muß wohl ein recht wichtiges Kriterium sein, um von der identitären Parlamentspartei in das österreichische Parlament eingeladen zu werden – vom Gesinnungsmeister des Gerhard Deimek:

Burschenschafter in Deutschland als Staatssekretär entlassen, in Österreich im Parlament geehrt

NS Unzensuriert: Mutti des Unworts des Jahrzehnts, Vati des Unworts „Unzensuriert“: Martin Graf.

„Unzensuriert“: Unwort des Jahrzehnts

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Die Unzensuriert der identitären Parlamentspartei regt sich, wie in der Collage gelesen werden kann, über das „Unwort des Jahres 2016“ auf:

„‚Volksverräter‘ ist ‚Unwort des Jahres‘: Politisch korrekte Sprachjury packt Nazikeule aus“.

Das ist ein Anlaß für den Vorschlag: „Unzensuriert“ zum „Unwort des Jahrzehnts“ zu wählen. Es ist aber kein Vorschlag, der aufgenommen werden soll. Denn. Nicht einmal wert einer negativen Auszeichnung.

Die Erklärung hierfür ist die denkbar einfachste. Es wird das Gegenteil von „unzensuriert“ getan. Denn. Es wird gesinnungsgemäß zensiert.

Und auch dieser Kommentar über das „Unwort Volksverräter“ vom 12. Jänner 2016 ist ein exemplarisches Beispiel dafür. Wie in der Collage in der Gegenüberstellung gelesen werden kann, wird von „Unzensuriert“ so getan, als wäre für die Wahl eines Wortes die Anzahl der Nennungen ausschlaggebend, während es aber tatsächlich die inhaltlichen Kriterien sind. Nicht nur deshalb. Beim Lesen der Begründung für respektive gegen „Volksverräter“ stellt sich der Vorwurf der „Nazikeule“ doch differenzierter dar.

Es wurde geschwankt, ob „Unzensuriert“ nicht vorgeschlagen werden sollte als „Unmedium des Jahrzehnts“. Dafür spräche einiges. Die Erklärung hierfür ist die denkbar einfachste: Sie tut zwar so, als wäre sie ein Medium, tatsächlich ist sie aber bloß eine Copysite der klassischen Medien.

Es wurde dann entschieden, es doch „Unwort des Jahrzehnts“ zu nennen. Denn. Es haben sich in diesem letzten Jahrzehnt nicht wenige dazu entschlossen, ihre Copysites ebenfalls variiert so zu nennen, auch in englischer Sprache, und ebenfalls genutzt von dem einen oder anderen Mitglied der identitären Parlamentspartei.

Wissen Sie noch, wer Dr. Martin Graf ist?

Martin Graf war ein Vorgänger von Norbert Hofer oder Norbert Hofer ist ein Wiedergänger von Martin Graf – als NR-Präsident III.

Martin Graf hat „Unzensuriert“ aufgebracht. Und das ist rund ein Jahrzehnt her, wie gelesen werden kann.

Was alles in diesem Jahrzehnt unter „Unzensuriert“, also gesinnungsgemäß zensiert verbreitet wurde, eine Auswahl davon ist auch hier abrufbar.

Und aktuellere gesinnungsgemäße Zensierungen  auch hier.

NS Es fällt auch noch ein, daß die Jury des „Unwortes des Jahres“ vor bald einem Jahrzehnt das Wort „Karlsruhe-Touristen“ kritisierte. Ein Wort von Rainer Wendt, wie in der Collage gelesen werden kann.

Rainer Wendt genießt in diesen Kreisen aktuell hohes Ansehen, wie erst kürzlich zu berichten war. Mit „Karlsruhe-Touristen“ aber stellte er sich seinerzeit nicht gerade auf die Seite des gar so unzensuriert beschworenen „Volkes“.