Regierungsprogramm 1718 im Kulturland Österreich

robert-misik-der-scherz-vom-blockierenDie Richterin, so Georg Zakrajsek, verstehe seinen Humor nicht. Die „Kritiker seines Tweets“, bezeichne er, Robert Misik, als „humorlos“.

Menschgemäß ist es bloß ein „Scherz“, der Tweet von Robert Misik. Wie ja auch die Ergüsse von Georg Zakrajsek bloß „Humor und Ironie“ sind.

Mit Ernsthaftigkeit wollte weitergeschrieben werden. Über, wieder einmal über die zunehmende Bereitschaft, in der Gewalt, im Morden die Lösung sehen zu wollen, wie sehr diese Bereitschaft zugenommen hat, bei den sogenannten Rechten, bei den sogenannten Linken, wie sie darin einander ähneln, wie ihre Postings darin ähneln.

Im Internet. Und auch auf der Straße. Genauer, in der U-Bahn, ebenfalls Manifestationen der Bereitschaft zur Gewalt, zum Morden, von Menschen, die ihre politische Orientierung dabei nicht deklarieren. Am letzten Freitag längere Zugintervalle, eine Durchsage, die nicht die Verzögerungen erklärte, die Station Herrengasse sei wegen polizeilichen Platzverbotes gesperrt, am 3. Februar 2017, ließ einen situierten Geschäftsmann in seinen sogenannten besten, also jugendlosen Jahren ausrufen, die „Demonstranten gehören alle erschossen, diese Demonstrationstrotteln“ … Was für ein Glück, mit Wolfgang Sobotka einen Sicherheitsminister zu haben, der weiß, wie Demonstrantinnen und Demonstranten effektiv geschützt werden können – durch Demonstrationsverbote.

Es wollte etwas dazu geschrieben werden, wovon Robert Misik träumt, wenn er dazu kommt. Eine „CIA-Allende-Nummer“ gegen Donald Trump. Was für ein Traum. Von einem sogenannten Linken. CIA solle eine Nummer zur Bereinigung, das Wählerinnen und Wähler verpatzt haben, schieben. Und das, hätte geschrieben werden wollen, muß für Robert Misik nicht nur Traum, sondern auch großer Gedanke sein. Denn. Wie in der Collage gelesen werden kann, nennt er es selbst, seine CIA-Nummer angemessen beurteilend, in einem weiteren Tweet: „CIA-Metapher“. Wie wird auch in diesen Tagen breit darüber gesprochen, für bestimmte Menschen stünden religiöse Gebote über dem Gesetz. Wie beruhigend zu lesen, daß für Robert Misik das „Undogmatische“ gleichauf mit dem Rechtsstaatlichen ist, wie in der Collage festgehalten, also Donald Trump rechtsstaatlich oder mit einer CIA-Nummer „besiegen“ – einerlei …

 

kulturland-osterreichWas für ein Scherz. Dem Mann, dem er, Misik, den Slogan verdankt, wenn er von sich selbst ins träumen kommt – „Make Misik great again“ – , wünscht er eine Nummer mit … Träume sind wohl stets prefaktisch, postfaktisch, alternativ faktisch …

Es wollte weiter etwas dazu geschrieben werden, es könnte einen Menschen in Unruhe versetzen, wenn einer wie Misik in eine Position käme, von der aus er … Zum Traum, was Geheimdienste doch alles erledigen könnten, gesellt sich bei ihm auch ein hierzu grundsätzlich hochentwickeltes Verhalten. Wann er, Misik, zu dem einzigen wahren demokratischen Mittel griff, nämlich zu blockieren, wird nicht gewußt. Das Blockieren ist wohl irgendwann im Zuge der ihm nicht passenden Beschreibungen …, vielleicht bereits mit der Bekanntgabe, was ein junger Mensch, über den Robert Misik einst schrieb, von der Misik-Schreibe hält: „Besser als das UBahn Klopapier“. Oder vielleicht erst, als über seine gründliche Interviewvorbereitung oder über seine treffsichere Einschätzung von Stefan George

Nachdem aber darüber nicht geschrieben werden will, ist es gleichgültig, wann genau er blockierte.

Allgemein ist zum Blockieren zu sagen, und das ist keine Metapher, das Blockieren aber ist ein Scherz. Es muß, wie das Beispiel Robert Misik zeigt, auf der Plattform des Unternehmens Twitter einem Zwitscherer nicht gefolgt werden, um seine Tweets lesen zu können, wie in der Collage gelesen werden kann, konnten aktuell die großartigen Traumgedanken von Robert Misik … es reicht dazu aus, sich nicht mit dem eigenen Account auf dieser Unternehmensplattform anzumelden. Und mit diesem Scherz des Blockierens befindet sich Robert Misik in bester Gesellschaft, etwa von einem Gerhard Deimek, einem peppermind mit seinem Hofer, dem das Blockieren ebenfalls

Es kann sogar gelesen werden, was Pipboy Misik auf der Plattform des Unternehmens Facebook über das Regierungsprogramm am 30. Jänner 2017 schreibt: „Grosso modo mehr als okay.“ Also die Teile des Arbeitsprogramm 1718, die er wohl der Partei zuschreibt, über deren Parteivorsitzenden, wie zu hören ist, er eine Biographie … „Aber Sicherheit ist ein Hammer.“ Damit meint er, Misik  wohl die zweite Partei in der Regierung. So weit, so sobotka.

Und das ist es, worüber tatsächlich zu schreiben ist. Breitest und ausführlich. Was für ein Arbeitsprogramm diese Regierung vorgelegt hat. Nicht so verhalten wie Robert Misik mit seinem „mehr als okay“ sind jene, über die die copysite der identitären Parlamentspartei schreibt, für die ist es hammergesinnungsgemäß zu feiern.

spo-ovp-regierungsprogramm-1718-okay-und-hammerEin Regierungsprogramm 1718 für alle, fast alle, für Künstlerinnen und Kulturschaffende nicht. Freilich, die Künstler sind ja auch für eine größere Aufgabe auserkoren, für alle vor allen der Welt Zeugnis zu legen, was für ein Kulturland Österreich doch sei, wenn es im nächsten Jahr gilt, Österreich als Kulturland zu positionieren. Dazu werden sie gebeten werden, aufzutreten, die roten Teppiche werden ihnen ausgerollt werden, selbstverständlich wird unter ihnen auch der 17.. geborene Komponist sein, er und seine künstlerischen Zeitgenossen und Zeitgenossinnen dürfen das ihr Datum dafür bereits heute vormerken. Das ist ihr nächster anstehender Termin für einen

„Plan A für Kunst und Kultur“ …

Was für ein Arbeitsprogramm 1718 das ist, darüber ist tatsächlich breit zu schreiben, zu diskutieren. Ein Kernpapier des Fortschritts, oder wie es als Referenz an die vielen in diesem vorkommenden Anglizismen eher genannt werden sollte: pippaper for stride, ist es wohl auch in bezug auf Frauen. Während die Kunst gar nicht im pippaper vorkommt, können sich Frauen glücklich schätzen, ihnen gilt die ganze Aufmerksamkeit. Einmal heißt es männlich mutig und von christlichen Werten durchdrungen:

„Eine fundamentale Aufgabe der Politik sehen wir im Schaffen und Sichern von individuell
empfundener Sicherheit. In unserem Land darf es keine Regionen geben, in denen Frauen am Abend Angst haben, auf die Straße zu gehen. Integration hat der Prämisse Fördern und Fordern zu folgen. Wir bieten Integrationswilligen Chancen und Angebote. Wer aber nicht bereit ist, die Werte der Aufklärung zu akzeptieren, wird unser Land und unsere Gesellschaft auch wieder verlassen müssen.“

Und noch einmal werden die Frauen direkt angesprochen.

„Nach Vorbild der deutschen Rechtslage wird ab 1.1.2018 in Aufsichtsräten von börsennotierten Unternehmen sowie von Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Frauenquote von 30 % festgelegt, die bei Neubestellungen verpflichtend einzuhalten ist.“

Nach Jahrhunderten der Aufklärung, nach Jahrhunderten der hochgehaltenen und ganz und gar gelebten Werte der Aufklärung schreitet die österreichische Regierung im Jahre 2017 in festen Stiefeln voran – für eine Frauenquote von dreißig Prozent. Solche Unternehmen gibt es noch? In Österreich? In deren Aufsichtsräten nicht einmal dreißig Prozent Frauen … das können doch nur saudi-arabische Unternehmen sein, somit eine Lex Saudi-Arabien?

Und einmal noch kommen die Frauen vor – indirekt:

„Der Staat ist verpflichtet, weltanschaulich und religiös neutral aufzutreten. In den jeweiligen Ressorts wird bei uniformierten ExekutivbeamtInnen sowie RichterInnen und StaatsanwältInnen darauf geachtet, dass bei Ausübung des Dienstes dieses Neutralitätsgebot gewahrt wird.“

Das ist ein gewaltiger Scherz: Das sogenannte Binnen-I zu verwenden, wenn es doch nur Frauen betreffen wird. Noch nie war das Binnen-I derart unangebracht, verwerflich, gegen die Frauen gesetzt. Was für eine Erleichterung allerdings das für Frauen bringen wird, in der Frühe nicht mehr wählen zu müssen, welche Farbe des Tuches zur übrigen Kleidung – zum goldenen Haar einfach pants and heelsdiese kavaliersmäßige Unterstützung der Frau bei der Wahl ihrer Kleidung ebenfalls, kurz und sobotka gesagt, eine Tradition im Lande der Aufklärung und nicht erst seit dem Dekrete eines Hofer A…

„Plan A für Kunst und Kultur, wenn ein nächster Termin dazu ansteht.“

Es muß eingestanden werden, Kulturminister Thomas Drodza beschämt durch konkrete Antworten, die seine Redaktion übermittelte.

Es wurde zu voreilig

Arbeitsprogramm 1718 – Kunst und Kultur machen keine Arbeit. Endlich. 

geschrieben. Denn. Kunst und Kultur werden weiter Arbeit machen.

Es sind so viele Punkte, die dafür sprechen, wie sehr Kunstminister Drodza beschämt, daß von diesen im einzelnen erzählt werden muß.

Eins

Minister Drozda lädt, wie in der Collage gelesen werden kann, alle „Kunst- und Kulturschaffenden“ ein. Wie konnte das bloß passieren, daß diese breitest öffentlich ausgesprochene Einladung nicht wahrgenommen wurde, wie konnte ihr nur „entgangen“  werden? Bloß Toten kann doch diese Einladung entgangen sein.

Zwei

Das Hervorragende an dieser Einladung von Minister Drozda

„Ich möchte daher alle Kunst- und Kulturschaffenden einladen zusammen mit uns dieses Projekt weiterzudenken und einen ‚Plan A‘ für die Kunst und Kultur zu entwickeln.“

ist, es ist zugleich auch die schriftliche Unterlage, nach der gefragt wurde. Gab es je eine Projektbeschreibung, die ausführlicher und ausgefeilter war, für die mehr budgetär vorgesorgt wurde? Wer möchte nach ihrer Lektüre nicht sofort mitarbeiten?

Drei

„Es ist kein parteipolitisches Vorhaben.“ Schreibt die Redaktion TD. Wie wahr. Denn sonst würde es ja Regierungsprogramm heißen und nicht „Plan A“.

Vier

Für dieses Vorhaben wurde ein Meilenstein gesetzt: „Wenn der nächste Termin dazu ansteht.“ Wie lächerlich dagegen muten im Regierungsprogramm vulgo Arbeitsprogramm 1718 die terminisierten Inkraftsetzungen von Gesetzen an, besonders der Gesetze zur Hebung des subjektiven Sicherheitsgefühls.

Fünf

Was das wieder kosten wird. Es muß nicht bange werden. Nach dieser Einladung, die zugleich die Projektbeschreibung ist, wird es nichts kosten. Es sind ja Kunst- und Kulturschaffende dazu eingeladen, und nicht etwa K…, wie bei dem Projekt Nation Brand Austria.

Sechs

Nun erst erschließt sich im vollen Umfange, weshalb in dem vom Parteivorsitzenden Christian Kern vorgestellten „Plan A“

„Mir geht’s darum, daß wir Schluß mit Kafka machen.“

K… wie es in der breitest gestreuten Einladung, die zugleich die Projektbeschreibung ist, heißt, sind ja die Kunst- und Kulturschaffenden eingeladen, „dieses Projekt weiterzudenken und einen ‚Plan A‘ für die Kunst und Kultur zu entwickeln.“

Wie schade, keine Kontaktdaten zu haben, um sie an die Redaktion TD senden zu können, um eingeladen zu werden, zum nächsten Termin, wenn einer ansteht. Wie freudig muß doch einem jeden Kulturschaffenden, einer jeden Kunstschaffenden zumute sein, das kernsche Projekt weiterzudenken, für den Parteivorsitzenden einen „Plan A“ zu seinem „Plan A“, in dem er Kunst und Kultur den denkbar größten Platz einräumt, …

Wie schön, daß Kunst und Kultur weiterhin Arbeit machen werden: den Künstlern, den Künstlerinnen und den Kulturschaffenden.

Plan A für Kunst und Kultur - Wenn es einen Termin gibt.jpg

Québec Mosque Attack: The Suspect, Trump, Le Pen and the leader of NDP

quebec-mosque-attack-likes

Er habe sich, heißt es in der auch vom „Standard“ verbreiteten Nachrichtenagenturmeldung, während des Kanada-Besuches von Frau Le Pen im letzten Jahr also „radikalisiert“.

Und das läßt innehalten. Verweilen beim Wort „Radikalisierung“. Ein Wort, das eigentlich schon als Synonym für „Gewitter“ verwendet werden könnte. Wie ein Gewitter plötzlich aus dem Nichts über das Land kommen kann, erliegen vor allem Männer plötzlich aus dem Nichts der Radikalisierung. Es reicht, daß eine Frau Québec besucht, und ein junger Mann aus Québec radikalisiert sich. Es wird vielen gerade in Österreich gefallen, daß der Name dieser Frau Marine Le Pen ist; jenen von der identitären Parlamentspartei wird das recht gar nicht gefallen.

Und diesem jungen Mann wird versucht, eine eindeutige Identität auch über seine „Likes“ auf der Plattform des Unternehmens Facebook zuzuschreiben; „gefällt“ ihm doch, wie verbreitet wird, Donald Trump, Marine Le Pen und der Leader der NDP – nein, die NDP wird nicht genannt und verbreitet, weil es sich hierbei nicht um die NDP in Deutschland handelt, sondern …

„lists among its ‚likes‘ the far-right French nationalist Marine Le Pen, Islam critics Richard Dawkins and Christopher Hitchens, the Israeli Defense Forces, and Donald J. Trump (he also ‚likes‘ the liberal Canadian Party NDP along with more neutral ‚likes‘ such as Tom Hanks, the Sopranos, and Katy Perry).“

So uneindeutig ist es um die Identität bestellt. So unplötzlich ist die „Radikalisierung“. Aber das Leben dieses jungen Mannes, der nun verdächtigt wird, mehrere Menschen ermordet zu haben, scheint wieder einmal den Weg zu beschreiben, an dessen Ende das Morden steht.

Es gibt dieses Bild von ihm als Kind in Uniform. Die Berichte von seiner Liebe zu Waffen, seit seiner Kindheit, die Kriegsorden seines Großvaters, und so weiter und so fort. In die Collage sind einige Berichte montiert, als erste Informationen, zur Einladung, selbst sich ein Bild durch weitere Recherchen zu machen, wie das ist, mit dem „Gewitter“.

Der junge Mann hätte die Wahl gehabt, zwischen Le Trump Pen und beispielsweise der left-wing party. Vielleicht auch nicht. Mit dieser Kindheit mit Waffen, der Jugend in Uniform, mit seiner „Nichtintegration“. Ein Gewitter kommt nicht plötzlich, überrascht nicht. Bei etwas Aufmerksamkeit ist das Herannahen eins Gewitters …

NS Beim Namen Le Pen fällt unweigerlich der vielfache Mörder Breivik ein, dessen Morde der Vater von Marine Le Pen verharmlosend … und es fällt bei Anders Behring Breivik sogleich das von NR Wendelin Mölzer geführte Magazin ein. Wie werden wohl eines Tages die Morde in Québec in diesem Magazin beurteilt werden? Für die Morde von Breivik wurde ein Zitat von Richard Millet …

NNS Zu den Waffen fällt auch ein Mann aus Österreich ein. Was er zur Verteidigung der Waffen wohl jetzt wieder? Das Lied von der Unschuld der Waffen wird angestimmt werden, alles andere wäre überraschend und plötzlich

Kunst und Kultur machen keine Arbeit. Endlich.

Nun liegt das „Arbeitsprogramm 1718“, wie es gemäß des Dateinamens genannt werden darf, der österreichischen Bundesregierung vor.

Es ist von Interesse zu erfahren, was im Arbeitsprogramm 1718 zu Kunst und Kultur steht, welche Vorhaben, welche Maßnahmen die sozialdemokratische und die christschwarze Regierung …

Das kann tatsächlich mit einem Wort zusammengefasst gesagt werden:

Nichts.

Im Arbeitsprogramm 2013 bis 2018 dieser Regierung waren zu Kunst und Kultur viele Vorhaben, viele Maßnahmen angeführt.

Nun, es wird bis zum Arbeitsprogramm 1718 halt alles bestens bereits umgesetzt worden sein, so daß Kunst nicht mehr behandelt zu werden braucht, die Kunst der Regierung keine Arbeit mehr macht.

Was im Bereich Kunst und Kultur aber tatsächlich umgesetzt wurde, verdeutlicht zusammengefaßt eine Prozentzahl:

Vierzehn.

Vierzehn Prozent. Diese Zahl ist, wie in der Collage gelesen werden kann, auf der Website Regierungsmonitor zu finden, auf der nachgelesen werden kann, was diese Regierung bisher von ihrem Arbeitsprogramm 2013 bis 2018 umgesetzt hat.

Nun, im Bereich von Kunst und Kultur sind es vierzehn Prozent. Ein schöner Erfolg. Es ist zu verstehen, daß im Arbeitsprogramm 1718 Kunst und Kultur nicht mehr vorkommen, Kunst und Kultur sind schlicht und einfach ganz und gar erledigt.

Und schließlich, Kunst und Kultur, das kostet nur, nämlich Steuergeld. Sogar dann, wenn

„Marke Österreich“

etwas nicht umgesetzt wird. Die Nichtumsetzung aber war ein großer Erfolg dieser Regierung, denn es wurden für die Vorarbeiten nicht die veranschlagten rund 740 Tausend Euro ausgegeben, sondern bloß 586 Tausend Euro. Und das ist für eine Nichtumsetzung tatsächlich nicht viel, geradezu sparsam, vor allem wenn bedacht wird, daß an den Vorarbeiten zur Nichtumsetzung Österreichs führende Künstler, wie hier gelesen werden kann, beteiligt waren und diese über alle Grenzen hinweggehenden Künstlerinnen haben ein besonderes Handerl fürs Geld, vornehmlich fürs Steuergeld.

Sie haben auch ein besonderes Handerl für

Programm 2008-2018 von ÖVP und SPÖ: Alle benachteiligten Bereiche in einem Kapitel auf zwölf Seiten

Arbeitsprogramme, wie nachvollzogen werden kann: beginnend mit dem Arbeitsprogramm 2008, weitergeführt mit dem Arbeitsprogramm 2013 und vollendet mit dem Arbeitsprogramm 1718 … in bezug auf Kunst und Kultur kann sogar von Zauberhanderln gesprochen werden. Das Publik darf staunen: der schwarze Zylinder ist leer. Nicht einmal ein falscher Hase wird stattdessen mehr …

Mit dem Arbeitsprogramm 1718 hat sich, das muß anerkannt werden, der Bundeskanzler durchgesetzt. Seine elegante Formulierung „Kultur des Scheiterns“ aus seinem „Plan A“

„Mir geht’s darum, daß wir Schluß mit Kafka machen.“

hat Eingang gefunden in das Arbeitsprogramm 1718, wie gelesen werden darf.

Im Arbeitsprogramm 1718 wird aber, das muß gerechterweise angeführt werden, doch ein Bekenntnis zur Kultur-

„Neben den europapolitischen Gestaltungsmöglichkeiten als Vorsitz des Rates wird ihn die Bundesregierung auch dazu nützen, um Österreich als Wirtschaftsstandort und Kulturland entsprechend zu positionieren.“

positionierung … das macht aber keine Arbeit, dazu braucht es keine Vorhaben, keine Maßnahmen, kein Arbeitsprogramm … ist nur einmal „entsprechend zu positionieren“. Und das ist eine einfache Übung, eine angenehme und eine ohne Aufwand, vielleicht einmal ein Ratsvorsitzabendessen in einem Heurigen drauß’n in Hernois: Schnitzi mit Erdapfelvogerlsalod, dazu an recht guaten Zweigelt und die Musi von Mozart …

arbeitsprogramm-1718-osterreichische-bundesregierung-kunst-und-kultur-machen-keine-arbeit-mehr-endlich

Vatikan befiehlt religiöse Gebote über staatliche Gesetze zu stellen

Es wird berichtet: „Integrationsminister Sebastian Kurz hatte drastische Zahlen im Gepäck“.

Es geht dabei um eine Studie. Neunhundert Flüchtlinge wurden befragt.

„Eine davon: 40 Prozent der aus Syrien, Afghanistan und dem Irak kommenden Flüchtlinge würden religiöse Gebote über staatliche Vorschriften stellen, verriet Kurz am Montag anlässlich der Integrationskonferenz ‚Vienna Future Talks‘. – derstandard.at/2000051377360/Fluechtlinge-40-Prozent-stellen-religioese-Gebote-ueber-Gesetze“

Nun. Die befragten Menschen kommen aus verschiedenen Ländern, und so verschieden werden ihre Zugänge sein. Welche „religiösen Gebote“ sind es, die, wie sie meinen, über „staatliche Vorschriften“ zu stellen wären. Es werden keine angeführt.

Menschen gaben Antworten auf gestellte Fragen. Sie äußerten also Meinungen. Jedweder Mensch hat Meinungen zu vielen Themen. Aber Meinungen strukturieren keinen Alltag, bestimmen nicht das Verhalten in einer Gemeinschaft, in einer Gesellschaft. Sie meinten etwas. Sagten sie aber, sie leben danach? Waren es Fragen, mit denen sie sich je in ihrem Leben auseinandersetzten, und vor allem im Hinblick auf strikt zu befolgende Handlungsanleitung? Gaben sie sich dem Luxus eines theoretischen Diskurses hin? Einmal etwas anderes gefragt zu werden, als nach Papieren, Fingerabdrücken und so weiter und so fort. Aber vor allem: sie sagten nicht, sie hätten einen Befehl, die Weisung: „religiöse Gebote über staatliche Vorschriften stellen“.

„Drastische Zahlen“ nennt es die sogenannte Qualitätszeitung. Sebastian Kurz sieht in diesen Zahlen menschgemäß sofort einen Beleg für die Notwendigkeit seiner Wertekurse. Nur eine Deutung der Meinungen läßt Sebastian Kurz zu, und die Qualitätszeitung weiß diese ihm beistehend zu benennen: „drastisch“.  Soweit die Zahlen bisher bekannt sind, die Studie ist noch nicht abgeschlossen, nicht veröffentlicht, die Fragen, die zu diesen Zahlen führten, nicht bekannt.

Die Verkündigung dieser prozentmäßig zugeteilten Meinungen ist nur eines: „drastisch“ schwarz, nur schwarz, nicht einmal schwarz und weiß.

Aber Sebastian Kurz kann sich wieder einmal als einer präsentieren, dem die Werte … welche Werte, die, die er beispielsweise vorlebt, wenn es etwa um Saudi-Arabien, um sein Werben für Donald Trump

Es sind bloße Meinungen von Menschen ohne Befehle. Es gibt – und darum geht es wohl bei der nun breiten Verkündigung dieser „drastischen Zahlen“, um den Islam – die verschiedensten Auslegungen des Islams, es gibt die verschiedensten Strömungen des Islams. Was es aber nicht gibt, ist eine Zentrale dieses Organisierten Glaubens. Was es aber nicht gibt, ist eine an alle Bürgerinnen und Bürger, gleich in welchem Staat sie leben, befehlsausgebende Zentrale dieses Organisierten Glaubens.

Ehe darüber weitergeschrieben wird, muß, weil zu erwarten ist, es werde gleich gesagt werden, hier werde für den Islam Partei ergriffen, geschrieben werden, das ist ganz und gar nicht der Fall. Denn. Keine Religion kann je noch verteidigt werden. Und das nicht erst seit der Mensch im 21. Jahrhundert sich wähnt zu leben. Jeder Religion ist entgegenzutreten. Und also auch dem Islam, dessen Anhänger und Anhängerinnen aktuell in der Türkei wieder das grauenhafteste und fratzenhafteste Religionsgesicht …

AKP will von ihrem A… abstammen.

katechismus-befehl-gott-gehorchen

Weder Sebastian Kurz noch die Qualitätszeitung nennt es „drastische“ Befehle, die festgeschrieben und gültig sind. Was von dieser Zentrale festgeschrieben ist, ist zwar auch nicht mehr als eine Meinung, vom Inhalt und Gehalt her, aber es sind Befehle für Bürgerinnen und Bürger gleich in welchem Staat auf dieser Erde. Es sind Befehle, die gehorsam zu befolgen sind, im Katechismus und im Compendium zum Katechismus der Zentrale des Organisierten Glaubens der römisch-katholischen Kirche gültig festgeschrieben.

Und diese Befehle an alle Bürgerinnen und Bürger sind wieder einmal zu wiederholen,

Christen haben das eigene Vaterland aber wie Fremde zu bewohnen

Evangelium – Weisung zur Nichtbefolgung staatlicher Vorschriften

die für Sebastian Kurz augenscheinlich keine „Herausforderung“ darstellen, für die Qualitätszeitung keine „drastischen“ sind.

katechismus-befehl-bewaffneter-widerstand

Es kann von Befehlen gesprochen werden. Denn. „Weisungen“ sind Befehle. Darüber hinaus ist „Gehorsam“ das Schlüsselwort dieses Katechismus. Es ist zu gehorchen, das heißt, Weisungen sind auszuführen. Und wie gerade in Österreich gewußt wird, entheben Weisungen jedweder eigener Verantwortung, jedweder eigener Schuld. Der Langname für Österreich könnte durchaus lauten: „Ich habe nur meine Pflicht getan.“

katechismus-befehl-wie-fremdeWas für ein Geschwefel also von „Integration“, wenn die Menschen des Organisierten Glaubens, die in Österreich die Mehrheit darstellen, „das eigene Vaterland aber wie Fremde zu bewohnen“ haben.

Was für eine Gefahr für die sogenannte innere Sicherheit, für den Frieden in einem Staat, wenn die Begründungen gelesen werden, wann „bewaffneter Widerstand“ gerechtfertigt ist.

Auferstanden ist Jesus Christus des Schwertes

Und wie oft kann konkret festgestellt werden, daß Befehle von dieser Zentrale befolgt werden, auch in Österreich. Das „Sittengesetz“ – abgekürzt mit „Gott“ – dieser Zentrale gegen staatliche Gesetze aktiv in Stellung gebracht werden. Um ein konkretes Beispiel anzuführen: Abtreibung. Es sind nicht nur hochrangige Angestellte, nicht nur der hochrangigste Angestellte dieses Organisierten Glauben, die gegen staatliche Gesetze marschieren

katechismus-befehl-abtreibungsvebotMeinungen von geflüchteten Menschen stellen also „Herausforderungen“ dar, Meinungen, die diese Menschen vielleicht morgen schon wieder vergessen haben werden, sie je gehabt zu haben, vielleicht auch falsch oder nicht vollständig oder nicht klar genug auf die gestellten Fragen ausgedrückt zu haben – im Positiven wie im Negativen. Hingegen Befehle einer Zentrale sind keine „Herausforderungen“, diese sind nicht einmal zu erwähnen. Befehle sind Befehle. Gegen so klare Befehle kann nichts getan werden. Doch eines – sie schlicht pflichtgemäß als gehorsamste Diener und Dienerinnen erfüllen.

PS In wie viele Wertekurse müßten dringend jene geschickt werden, die diesen Katechismus

Synonym für schwarze Pädagogik: Katechismus

Masturbation im zeitgemäßen Katechismus

geschrieben haben? Daß einer aus Wien auch dabei war, wen kann es noch überraschen?

Hans Dichand bloggt – Von der nicht und nicht enden wollenden Staberlzeit in Österreich

Hans Dichand bloggt.jpgEin alter Mann wurde, wie gelesen werden kann,

Was für AndreasNorbertHofer nach Verurteilung wegen Verhetzung von einem „beliebten Blogger“ zu tun ist: „Nackt, ins Straflager nach Sibirien!“

in Beurteilung seiner Verurteilung wegen Verhetzung als „DER ‚Staberl‘-Ersatz“ gewürdigt. Und das wird die „Kronen Zeitung“ wohl recht freuen, daß ihr Richard Nimmerrichter unvergessen ist, bei dem stets gedacht wurde, er ist seinem Nachnamen untreu, er schreibt seinem Namen nach nicht authentisch.

Und ebendieser Mann mit seinem immer noch bekannten Staberl führt zur Frage, auf die so dringend Antworten gesucht werden:

Wie wird heute im Angesicht der ungeheuerlichsten Ergüsse im Internet nach Erklärungen gesucht, wie konnte es so weit kommen, woher der plötzliche „Hass“, woher das Wütende, woher all das Grausliche, das Schäbige, das Niveaulose, das Blutrünstige, und so weiter.

Und wie leicht ist das gerade in Österreich zu erklären.

Mit,

Warum erinnert Jean Raspail so an Immerrichter Staberl?

auch mit Richard Nimmerrichter.

Es sind vor allem ältere Männer, die an der vordersten Internetschreibfront sitzen, Männer, wie der soeben Verurteilte, die mit den Ergüssen von Richard Nimmerrichter aufgewachsen und alt geworden sind, denen die Staberlergüsse über Jahrzehnte Nahrung waren, die jeden seiner Tropfen über Jahrzehnte aufleckten, und nun, speien sie täglich die ranzigen Staberltropfen hektoliterweise selber aus.

Womit heute das Internet gefüllt ist, wurde über Jahrzehnte wie Gülle flächendeckend verspritzt.

Die heute an der Internetfront auftretenden vor allem älteren und alten Männer wurden über Jahrzehnte geprägt, auch von einem Richard Nimmerrichter, täglich aufgestachelt, von ihm, auch von ihm in die Radikalisierung hineingeschrieben, zur Radikalisierung verführt, damals schon, in ihrer Jugend, über die gesagt wird, nie ist ein Mensch leichter zu verführen, als in seiner Jugend.

Was es allerdings nicht gab, waren eben die heutigen technischen Möglichkeiten für so viele, sich auf diese grausliche Weise zu entleeren, wie beispielsweise der soeben verurteilte …

Es ist nicht schlimmer geworden, es ist bloß schriftlich geworden, was in der Staberlzeit auch schon in dieser Heftigkeit gesagt wurde, an den Stammtischen, in den akademischen Buden, und so weiter.

In Österreich wird die Uhr immer noch nach der Staberlzeit gerichtet, die nicht nur Richard Nimmerrichter über Jahrzehnte täglich aufzog. Für eine Zeit durfte auch ein Wolf Martin an der Uhr mitdrehen. Und heute eben weiter von ihren vor allem männlichen Erben, die von der Gegenwart nur die technischen Möglichkeiten kennen und nutzen wollen. Wie viele der heute vor allem älteren und alten radikalisierten Männer fanden ihre lebenslängliche Prägung durch die Ergüsse von Hans Dichand …

Übrigens, es war nicht prophetisch, was Wolf Martin zum Tod von Hans Dichand schrieb, es war für ihn bloß unvorstellbar, es könnte in Österreich je die Staberlzeit enden, und „was Österreich von ihm empfangen, es lebt im Geist, wird nie vergehn.“

Was für AndreasNorbertHofer nach Verurteilung wegen Verhetzung von einem „beliebten Blogger“ zu tun ist: „Nackt, ins Straflager nach Sibirien!“

Es ist bei einer solchen Gesinnung nachvollziehbar, daß die gesinnungsgemäß zensierte Website der identitären Parlamentspartei einem „beliebten Blogger“ beisteht, mit dem es viele Überschneidungen gibt, wie gelesen werden kann:

Seitenkomposition der „Kronen Zeitung“ mit einem wegen Verhetzung verurteilten Juristen.

Es ist bei einer solchen Gesinnung ebenfalls nachvollziehbar, daß der verurteilte Jurist auch auf der gesinnungsgemäß zensierten Website der identitären Parlamentspartei mit Zuspruch rechnen darf, nicht nur auf seiner eigenen Website, wie gelesen werden kann:

Radikalisierte Greise des Establishments schreiben nach Hilfe.

Von dem „Heil Dollfuß“ eines Kommentarkomplizen auf der Website des Notars ist die Brücke gespannt zur Verharmlosung der „NS Justiz“ eines Kommentarkomplizen auf der Website, die nun ihrem „beliebten Blogger“ beisteht, auch vereint dadurch, von derselben Richterin nicht so behandelt zu werden, wie es ihren Gesinnungen und Vorstellungen entspricht.

Wie in der Collage gelesen werden kann, ist in den Kommentaren alles enthalten, das diesem Gesinnungskreis recht und ehre ist. Es muß, da es eine Richterin ist, sofort die Frage nach der Gleichberechtigung der Frau gestellt werden. Und gesinnungsgemäß darf eine Bestrafungsphantasie nicht fehlen. Es kann nicht verwundern, wird an die recht große Liebe zum putinschen Rußland in diesen Kreisen gedacht, daß AndreasNorbertHofer weiß, wohin Menschen zu verbringen sind. Auch reichsbürgerliche Ansichten müssen geäußert werden. Gerichtsurteile sollen gar in einer „Volksbefragung/Abstimmung letztinstanzlich im Namen des Volkes revidiert“, Richter und Richterinnen entlassen werden, deren Urteile gesinnungsgemäß nicht genehm … und so weiter und so fort.

georg-zakrajsek-staberl-ersatz

Zu beachten bei diesen Kommentaren ist wiederum, wie viele diesen zustimmen. Ein paar dieser in die Collage aufgenommenen Kommentare sollen doch beispielhaft zitiert werden:

Herwig Seidelmann: „Was soll daran ‚Hetze‘ sein? Das ist nicht einmal ‚eine Hetz‘, sondern Faktum. Wer den Koran hierzulande nicht ablehnt, befindet sich auf dem Kriegspfad gegen uns Christen.“

Arbeiter: „Richterin Baczak hat den Rubikon überschritten“

AndreasNorbertHofer: „Nackt, ins Straflager nach Sibirien!

putin: „Richterin Baczak verurteilt … Jede Richterin hat einen Namen, eine Wohnadresse und meist auch ein Auto mit Kennzeichen. Dies herauszufinden ist keine Schwierigkeit, um mit der Person Aug in Aug zu sprechen!!! Die Bereichernden nennen das so: wir wissen wo dein Haus wohnt!

IRRA: „‚Die Richterin‘ Es ist immer wieder ein Genuss für mich, wie sich Frauen selbst aus dem Rennen nehmen um eigentlich akzeptiert und gleichwertig behandelt zu werden. Irgendwie ist die Zeit doch nicht reif dafür, was ich auf eine ………….! Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung.

Gleicher Mist wie…: „Richter haben kein Recht. Das ist das Hauptproblem. Legislative, Judikative und Exekutive sind unlegitimiert und handeln gegen die Interessen des Volkes. Wer gibt dieser Mafia das Recht Macht über andere auszuüben? Ende der Durchsage.

Bertaweber: „Österreichs Justiz….. …. hat sich in den letzten Jahrzehnten immer mehr der NS Justiz angepasst, deren System aber verfeinert. Das kann ich behaupten, da ich Recherchen für ein Buch durchgeführt und dieses auch geschrieben habe. Leider will es in Österreich bisher keiner verlegen….warum wohl? Fakt ist auf jeden Fall, dass Straftaten von Politikern gedeckt werden, Anzeigen gegen Justizverbrecher ins leere laufen und sich diese feine Gesellschaft gegenseitig deckt. Hotspots hierfür sind Innsbruck und Graz. Und das ist keine Justizbeleidigung, sondern alles Beweisbar.“

Florianer: „Die täglichen ‚querschuesse.at‘ …. … erhalte ich als sog. Newsletter seit mehr als 5 Jahren. Meine Zustimmungsrate von rund 80% hat mich dazu bewogen, die überwiegende Anzahl seiner hervorragenden Beiträge zu kopieren und zu sammeln. Meine Sammlung wächst weiter. Ich danke Herrn Dr. Zakrajsek und wünsche ihm ein noch langes gesundes Leben! Er ist DER Staberl-Ersatz.

Für Florianer ist also Georg Zakrajsek „DER ‚Staberl‘-Ersatz“ … wer nicht mehr weiß, wer heute nicht mehr wissen kann, wer „Staberl“ war: das war ein Schreiber für die „Kronen Zeitung“, die es versteht, Seiten zu gestalten …

Radikalisierte Greise des Establishments schreiben nach Hilfe

Was tun mit den radikalisierten Greisen und Greisinnen.jpg

Es ist heute üblich geworden, bei Jugendlichen sofort von „radikalisierten“ Jugendlichen zu sprechen, eigentlich auch schon, wie aktuell geschehen, von „radikalisierten“ Kindern, einen Zwölfjährigen medial als „Komplizen“ vorzuführen.

Bei Männern der ehrenwerten Gesellschaft wird das nicht getan. Wie auch der aktuelle Fall des wegen Verhetzung verurteilten Notars es wieder einmal aufzeigt; bei einem Greis wird gütig formuliert: „78-jähriger Jurist sollte sich eigentlich auskennen“.

Und von seinen „Komplizen“ wird gar nichts geschrieben. Dabei verbreiten seine „Komplizen“  … das muß gar nicht erst erläutert werden. Es reicht zu zitieren:

„Bitte nicht immer den Faschismus mit der minderwertigsten politschen Ideologie des Marxismus gleichzusetzen! Faschismus ist Diktatur für die Völker, Marxismus+grünbuntes Gutmenschentum ist Diktatur gegen die Völker! Warum diejenen, welche freie Völker wollen eine Diktatur benötigen? Weil es welche gibt die das nicht wollen!“

„Ich bin bekennender ‚Austrofaschist‘ und bestätige nicht nur die Rechmäßigkeit der Anhaltelager, sondern auch die unbedingte Notwendigkeit derselben für das Überleben der Deutschösterreichischen Bevölkerung, um nicht im Blutrausch des Marxismus unter zu gehen! Heil Dollfuß, Heil Graf Rüdiger!“

„Unserem Herrn Doktor ist leider der Fehler unterlaufen ‚Wir‘ zu schreiben. Richtiger vielmehr ist: Das Volk wird Euch beseitigen.“

Das schreibt am 25. Jänner 2017 Wolfgang Kröppl in seinen Kommentaren zu „Der Tag der Meinungsfreiheit ist vorbei“ von Georg Zakrajsek, mit dem er seine Meinung kundtun, was er von seiner Verurteilung wegen Verhetzung hält, wie in der Collage gelesen werden kann.

Und Jokl schreibt am 24. Jänner 2017 darunter:

„Tut mir echt leid. Auch für mich und für uns alle. 5 Monate sind kein Dreck und wenn Sie nochmal verurteilt werden, dann müßen Sie die Strafe absitzen. Oder bekommen eine Fußfessel. Das muß man sich echt mal reinziehen… Und merken. Auf jeden Fall sämtliche relevanten Namen, die an diesem Prozeß beteiligt waren merken. Im Leben kommt alles zurück, jeder – wirklich jeder wird in irgendeiner Weise zur Rechenschaft gezogen werden. Ein schwarzer Tag für unsere Demokratie.“

Kröppl und Jokl sind schon lange Kommentarkomplizen von dem Notar, wie gelesen werden kann:

Georg Zakrajsek und seine Schreibstaffel erzählen von sich und werden schnauben: Hetze, Pauschalierung und Beschimpfung

Es gibt noch weitere Meinungen von Kommentarkomplizen zu dieser Verurteilung, die aber nicht mehr zitiert werden wollen; in die Collage sind sie aufgenommen …

Es stellt sich bei solchen Männern grundsätzlich die Frage, in welchem Alter werden sie zu radikalisierten Greisen, und hängt es überhaupt mit den Lebensjahren zusammen, werden sie es ab der Verwendung von Behelfen, kommen sie als radikalisierte Greise in ihre Ämter oder radikalisieren sie ihre Ämter, in die sie gewählt werden?

Von nicht wenigen wird gewußt, sie stellen sich als radikalisierte Greise Wahlen. Und bei diesen Männern und den wenigen radikalisierten Greisinnen stellt sich grundsätzlich die Frage, weshalb haben ihre Wähler und Wählerinnen vor ihnen keine Angst, während sie sich gleichzeitig nicht mehr auf die Straße wagen, weil es könnte ihnen ein „radikalisiertes“ Kind auf seinem Schulweg entgegenkommen.

Es gibt beispielsweise in Österreich staatliche Beratungsstellen für Deradikalisierung und Demokratie für Jugendliche. Weshalb aber gibt es keine für radikalisierte Greise und Greisinnen? Solche Beratungsstellen würden wohl dringend gebraucht werden, nicht nur in Österreich. Wie anders beispielsweise wären die Wahlen in den Vereinigten Staaten möglicherweise ausgegangen, hätte irgendwer Donald Trump an der Hand genommen und wäre mit ihm in eine solche Beratungsstelle gegangen; er wäre mit seiner Deradikalisierung vollauf beschäftigt gewesen und hätte für einen Wahlkampf keine Zeit mehr gehabt. Aber auch vielen seiner Wählerinnen und vor allem seiner männlichen Wähler hätten Gespräche in einer solchen Beratungsstelle gut getan.

Es könnten noch viele Länder genannt werden, Türkei zum Beispiel, in denen solche Beratungsstellen für radikalisierte Greise und Greisinnen äußerst notwendig wären …

Das ist eine vordringlich zu lösende Aufgabe, die aber keine für die Gerichte ist. Eine Verurteilung bringt keine Einsicht, wie das Beispiel von Georg Zakrajsek und seinen Kommentarkomplizen zeigt, im Gegenteil, noch mehr Gefahr, die eigentliche Gefahr für eine Gesellschaft, denn sie nehmen etablierte Positionen ein, haben Ämter inne, dagegen sind „radikalisierte“ Jugendliche tatsächlich bloße Kinder, die für eine Zeit eine Phase durchlaufen, die vor allem für sie allein gefährlich und schwierig ist.

Was tun mit den dauerradikalisierten Eliten?

Von den testosteronlosen radikalisierten alten Männern

Seitenkomposition der „Kronen Zeitung“ mit einem wegen Verhetzung verurteilten Juristen

In einem Hofer wird heute eine Ausgabe der „Kronen Zeitung“ gefunden, in der, da am Ausgang zu warten ist, geblättert wird. Dabei fällt ein Bericht über die Verurteilung eines Juristen auf: angeklagt der Verhetzung. Und deswegen verurteilt.

Es wurde zwar nicht sein Name genannt, aber es brauchte auch nicht sein Name genannt werden. Er ist in diesem Land bekannt.

Er wird von Medien eingeladen, wenn es um ein bestimmtes Gesetz geht. Die Verschärfung dieses Gesetzes ist nicht sein Anliegen.

Er schreibt auch, nicht nur auf seiner eigenen Website.

Er gibt Pressekonferenzen, nicht alleine, an seiner Seite ebenso bedeutende Männer.

Er wird eingeladen, nicht irgendwohin, sondern in das Büro von einem ebenso bedeutenden Mann, der noch bedeutender werden will. Das haben die zwei Männer gemein: beide wollten noch bedeutender werden, beide haben es nicht geschafft.

Unerheblich dabei ist der verurteilte Notar. Der Bericht fiel ob der Seitengestaltung auf. Was will die „Kronen Zeitung“ mit dieser Seitenkomposition ihren Lesenden auf subtile oder doch gar nicht so subtile Art mitteilen? Zum einen, wie in der Collage gesehen werden kann, wird dem Bericht über den Verurteilten unmotiviert scheinend ein Bild zur Seite gestellt mit dem Text: „Der Anschlag in Berlin im Advent schreckte die Welt.“ Zum anderen wird der Bericht über den Verurteilten mit einem Bild der Richterin illustriert – ein Bild wie ein Fahndungsfoto. Es wird, darf angenommen, der Zeitung nicht ungelegen gekommen sein, daß die Richterin dunkelhaarig ist, Menschen sie ob ihres Aussehens beschreiben würden, sie sehe nicht aus wie eine Hiesige  …kronenzeitung-seitengestaltung-mit-einem-wegen-verhetzung-verurteiltenIm Grunde ist es tatsächlich nicht subtil. Es wollte zuerst ein Titel gewählt werden, in dem „Bildrätsel“ vorkommt. Aber es ist kein Rätsel. Verwendbar aber durchaus als Beispiel in der Medienpädagogik. Wie bereits allein durch die Seitengestaltung und Illustration ein Bericht zurechtgerückt werden kann.

Als Gegenprobe, wie in der Collage gesehen werden kann, wurde eine Seite gestaltet, wie sie die „Kronen-Zeitung“ auch hätte gestalten können. Statt dem Foto von der Richterin ein Bild, wie es üblich wäre, vom Verurteilten mit einem Augenbalken. Statt dem Bild mit dem Anschlagstext der Bericht über den einladenden Mann, der eben ausgeladen wurde. So wurde aber die Seite nicht gestaltet. Und es ist auch kein Rätsel, weshalb …

AKP will von ihrem A… abstammen

Wie nun zu lesen ist, soll in der Türkei die Evolutionstheorie des Charles Darwin aus den Lehrplänen der Gymnasien gestrichen werden.

Das wäre keine Aufregung wert. Denn. Charles Darwin ist einer aus der langen Entwicklung der Evolutionstheorie, und mit ihm endet auch nicht die Evolutionstheorie, die seit ihm mannigfache Weiterentwicklungen erfahren hat. Wenn also bloß Charles Darwin aus den Lehrplänen gestrichen werden würde, allerdings nur dann, wenn Schüler und Schülerinnen bis zu ihrem fünfzehnten Lebensjahr in ihrer Schulpflichtzeit im gemeinsamen Unterricht genügend über die Evolutionstheorie auch eines Charles Darwin gehört, gelernt haben, so daß es im Gymnasium bloß noch eine sie langweilende Wiederholung wäre.

Eine Streichung der Evolutionstheorie des Charles Darwin aus den Lehrplänen der Gymnasien machte also nur Sinn, wenn Schülerinnen und Schüler bereits vor dem Besuch eines Gymnasiums je nichts von der Evolutionstheorie gehört hätten, wenn es darum geht, die Evolutionstheorie von Charles Darwin im besonderen und die Evolutionstheorie im allgemeinen gar nicht erst in das Gedächtnis der Menschen …

Was erfuhren sie bisher und was erfahren sie jetzt in ihrer gemeinsamen achtjährigen Schulpflichtzeit in der Türkei über die Entwicklung des Menschen?

Aber einen Sinn dahinter sehen zu wollen, ist wohl mehr als müßig. Es reicht der Hinweis, wer das in der Türkei will, das ist die AKP, die Partei von Recep Tayyip Erdoğan: eine alternative Bezeichnung für Sinn, der auch als Unsinn übersetzt werden kann.

Der Mensch stamme – wie es stets verkürzt heißt – vom tierischen Affen ab. Das ist ein Kompliment, für den Menschen. Wenn die AKP die Streichung der Evolutionstheorie aus den Lehrplänen der Gymnasien durchsetzt, dann ist es in der Türkei kein Kompliment mehr, vom tierischen Affen abzustammen. Denn. An die Stelle des tierischen Affen träte dann ein menschlicher Affe. Es müsse ja auch türkischen in den Gymnasien weiterhin etwas erzählt werden, etwa von wem der Mensch abstamme, . Von Allah, darf angenommen werden, also von einem menschlichen Affen. Auch die Erzählung der Abstammung des Menschen von einem A… ist eine Erzählung der Evolution, also der Entwicklung von einem A… zum Menschen.

Woher die AKP ihre Entwicklungsfabel hat, die sie jetzt in den Gymnasien durchsetzen will? Sie wird darauf beharren, eine eigene Fabel zu besitzen. Aber diese Fabel geht zurück auf eine Urfabel, über die ein Mann in Wien bestens Auskunft geben kann, ein Mann der keinen, wie es nun stets so schön heißt, Hintergrund hat, der auf die Türkei schließen läßt, ein Mann, der es wohl als Beleidigung empfinden würde, würde gesagt werden, der Mensch, also auch er, stamme vom tierischen Affen ab, hingegen er wohl seinen größten Dank sprechen würde, wenn gesagt werden würde, er stamme vom menschlichen Affen mit den drei Köpfen ab, von diesem Affen, von dem sich noch so viele Menschen weltweit, also nicht nur in der Türkei, zum Affen machen lassen. Und da es um Schule, Bildung geht, darf nicht unerwähnt bleiben: Es ist ein Mann aus einer Organisation, die sehr viel über Pädagogik weiß, die nach wie vor auch bei der Pädagogik das große Wort führen will, nicht in der Türkei, aber beispielsweise in Österreich, wo dieser Mann residiert …