Forum européen sur la banlieue de Braunau – Vive le luxe identitaire!

Was ein Mensch sonst noch macht, wenn er nicht gerade für einen Vorort von Braunau einen Vortrag übernimmt, wurde im Kapitel

Reist die feine Gesellschaft an, um mit Wiener Handkuß ihm bei seinem Vortrag beizustehen?

bereits erzählt.

Er veranstaltet beispielsweise Bälle. Er findet für seine Bälle auch stets schöne Motten – notieren: nachschlagen, ob Motten tatsächlich die Mehrzahl von Motto ist -, wie für den Ball am 21. Oktober 2016 im Grand Hotel: „Vive l’amour!“

europaisches-forum-linz-vive-le-luxe-identitaire

Wie wird es mit dieser Figur weitergehen? Was für ein Motto wird sie für ihren Ball im nächsten Jahr finden? Vielleicht: Vive le luxe identitaire?

Und wo wird der Ball 2017 stattfinden? Wird ihre Miteinladende ihren Arbeitgeber fragen? Und wird dieser freudig für einen weiteren Ball des gehobenen Anspruches die Staatsoper öffnen? Wird die Messetagungsgemeinschaft aus dem vorortischen Prachtbau noch in ganz berauschter Erinnerung an ihren Vortrag ihr nach Wien folgen, auch im nächsten Jahr? Wird es nicht nur eine illuminierte Nacht des Tanzes werden, sondern auch eine der Messe mit Tagung, im welchem wienerischen Prachtbau auch immer?

Wie viele Fragen Menschen, die Romane schreiben, doch je zu beantworten haben, um an ihren aus rein Erfundenem bestehenden Romanen je weiterschreiben zu können. Wie gut, wird gedacht, die Entscheidung für die einzige noch mögliche Form des Romans, entschieden die Wirklichkeit den Roman schreiben zu lassen.

So muß auch über diese Fragen nicht nachgedacht werden. Die Wirklichkeit hat zu überlegen. Es braucht nur gewartet zu werden. Zu welchen Antworten die Wirklichkeit sich rettet. So wird auch im nächsten Jahr die Wirklichkeit zu diesen Fragen ihre Kapitel schreiben. Es kann sein, daß es diese Kapitel gar nie geben wird. Weil die Wirklichkeit im nächsten Jahr auf diese Fragen keine Antworten, es zu diesen Fragen keine Ereignisse in der Wirklichkeit geben wird, sie zu einem anderen Schluß …

Reist die feine Gesellschaft an, um ihrer Nathalie Holzmüller mit Wiener Handkuß beim Vortrag beizustehen?

Sollte sich je wer gefragt haben, was macht ein Mensch sonst noch, wenn er sich nicht gerade als „Verteidiger Europas“ auf einen Vortrag im Vorort von Braunau vorbereitet?

Über einen dieser Menschen, um noch einen etwas näher vorzustellen, wurde ein Minifotoroman geschrieben.

Er gibt zum Beispiel Bälle. Nicht irgendwo, in keiner Bude, sondern in der Wiener Hofburg, oder, wie am 21. Oktober 2016, in einem Grandhotel. Er entscheidet sich nur für die feinsten Adressen. Er verkehrt nur in feinster Gesellschaft. Die Karte für seinen Ball ist teurer als die für den Opernball. In seinem Ballkomitee muß mindestens ein Vizekanzler a. D. vertreten sein. Und ist es auch.

So ein Mensch veranstaltet auch, gut wie er ist, Benefizabende, und findet auch dafür angesehene Partner in diesem Land.

So ein Mensch kümmert sich auch um den reibungslosen Ablauf, philosophisch interessiert wie er ist, des Besuches eines Philosophen

Und das immer an den feinsten Adressen der Stadt, was heißt denn Stadt, des Landes. Er hält kein Referat in einer Bude, es muß, auch wenn dieser in einem Vorort steht, in einem Prachtbau sein.

Das alles muß nicht weiter ausgeführt werden. Dem Minifotoroman über das gesellschaftliche Leben eines Verteidigers Europas in Österreich kann das ohnehin entnommen werden. Und es wird wohl viele überraschen, wer allein schon in diesem Minifotoroman auftritt.

aus-dem-gesellschaftlichen-leben-einer-verteidigerin-europas-in-osterreich-ein-minifotoroman

Auch für den 21. Oktober 2016 im Grand Hotel Wien erwartet Nathalie Holzmüller wieder viele bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur … Wird sie die bekannten Persönlichkeiten, während ihr wienerisch vollendet die Hand geküßt wird, einzeln erinnern und einladen, zu ihrem Referat in den Vorort … Generaldirektor, sei fesch, kommst, gell … Die Redoutensäle sind eine Augenweide, lieber Vizekanzler, wirst sie sicher kennen, mußt aber trotzdem unbedingt …

In irgendeinem Kapitel kann davon gelesen werden, ein Ottokar-Kern-Stock-Lied wäre immer noch die geeignete Bundeshymne für Österreich. Wenn an die Verstrickungen in Österreich gedacht wird, von denen auch das Europäische Forum mit seiner Messe mit Tagung wieder einmal allzu deutlich erzählt, scheint ein anderes Lied geeigneter: „Spiel mit den Schmuddelkindern“.

Jemand aus Deutschland etwa könnte einwenden, es heißt richtig: „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“. In anderen Ländern wird das „Nicht“ gehört, aber in Österreich – vielleicht sind die Ursache hierfür die hoferischen Chemtrails – wird das „Nicht“ schlicht nicht gehört und kann soher auch nicht gesungen werden. Und als „Spiel mit den Schmuddelkindern“ ist es wohl die treffendste Hymne für dieses Land. Und kann in anderen Ländern unterschieden werden zwischen Oberstadt und Unterstadt, um die es in diesem Lied geht, in Österreich ist es ohne Unterstadt zu singen, oder ohne Oberstadt. Diese Zeilen können in der österreichischen Version gestrichen werden. Denn von keinem Menschen muß gesungen werden, er wolle in die Oberstadt – er ist ja schon in der Oberstadt. Wo es nur eine Stadt gibt, kann keinem Menschen geraten werden, nicht in die Unterstadt zu gehen …

Trenker, Louis der Luis: identitäres Bergkönigmaskottchen von Wien-Margareten

Wie zu lesen ist, freut sich die FPÖ unzensuriert über mögliche Kunstkletterwände in Wien-Margareten …

„Das historische Tiroler Bergsportidol Louis Trenker, aber auch der gute alte Turnvater Friedrich Ludwig Jahn hätten ihre Freude: In Wien-Margareten wurde ein wesentlicher Schritt in Richtung Bergsport-Ertüchtigung gesetzt. Ein Antrag der FPÖ-Bezirksratsfraktion, sogenannte anfängerfreundliche Kunstkletterwände im Bacherpark, im Bruno-Kreisky-Park, im Einsiedlerpark und den Parkanlagen entlang des Margaretengürtels zu prüfen, wurde einstimmig angenommen. Neben den Linksfraktionen SPÖ & Grünen  gab diesmal sogar der Mandatar von Wien Andas/KPÖ seine Stimme im Sinne des Bergsports ab.“

… und ist zuversichtlich, daß auch beim nächsten Schritt dem zweiten Streich nicht nur von der FPÖ zugestimmt wird … das Aufwachen in diesem Land schreitet voran, auch in ein geschichtliches Koma …

Luis Trenker, der koloniale Germanenkaiser vom Küniglberg: „Hängt sie an die Laternen, stürmt die Parlamente, erwachet …“

FPÖ in der Jahn-Turnhalle in Ried im jahrhundertealten Gesinnungskreis

trenker-louis-der-luis-bergkonig-von-wien-margaretenBei Luis Trenker verlinkt FPÖ unzensuriert zu „Metapedia“, bei Jahn allerdings zu „Wikipedia“, um Wissen über ihre Idole zu verbreiten. Bei Jahn auch zu „Metapedia“ zu verlinken, das aber erlaubt sich FPÖ unzensuriert nicht – so deutlich soll es dennoch nicht sein …

„Metapedia“ ist, aber das muß nicht mehr ausgeführt werden, es kann auch in dem Kapitel gelesen werden: „Hofer, Norbert Gerwald – deutscher Politiker – schreibt für das Netzportal ‚unzensuriert’“.

 

Kathrin Zechner, Schutzheilige der Wachen


Terror - ihr Urteil - orf.jpg

Es muß eingestanden werden, das Theaterstück „Terror“ von Ferdinand Schirach wurde in einer Buchhandlung im Stehen gelesen wie eine Fernsehvorabendsendung gesehen wird.

Es ladet nicht zum Kaufen ein.

Es langweilt.

Der Terrorist muß in dem Stück ein Alkaidaselbstmordattentäter sein. Es darf bei dieser Thematik auch nicht das bereits vor einer Ewigkeit in einem klugen Buch gelesene und also uralte Beispiel von der Brücke fehlen, um die Frage zu behandeln, dürfen einige geopfert werden, um viele zu retten.

Und dann. Das Eigentliche. Was für eine Problematik. Täglich stürmt ein Terrorist ein Flugzeug. Täglich ist irgendwo ein Stadion ausverkauft. Täglich muß ein Militärpilot entscheiden, tötet er 164 Menschen, um 70.000 Menschen zu retten. Und vor allem täglich entscheidet ein Militärpilot, verweigert er Befehle oder nicht.

Was für eine genaue Abbildung der Wirklichkeit, in Deutschland, in Europa.

Und weil die Wirklichkeit und die Problematik und die Gründe des Terrors derart wirklich abgebildet sind, konnte in diesem Theaterstück der österreichische Rundfunk nichts anderes erkennen, als auch die österreichische Wirklichkeit, die in Österreich noch viel schlimmer ist. In Österreich, in diesem armen Land, stürmt seit Jahrzehnten stündlich ein Terrorist, in Österreich aber – wie es eine Tageszeitung, die den Standard für österreichische Qualitätstageszeitungen vorgibt, schreibt – ist es ein islamistischer Terrorist, der stündlich ein Flugzeug in seine Gewalt bringt, um damit 70.000 Menschen umbringen zu wollen. Die Menschen in Österreich sind stadionbegeistert. Zu jeder Stunde sitzen in Österreich in einem Stadion siebzigtausend Menschen. Kein Land auf dieser Welt hat mehr Stadions mit Sitzplätzen für 70.000 Menschen als Österreich. In keinem Land der Welt gibt es mehr Militärpiloten, die Befehle verweigern, als in Österreich.

Und darum kann dieses Land, dieses Österreich, mit Recht stolz sein, das Land des ORF zu sein, mit Recht stolz sein und dafür seinem Gott Kerzen auf allen seinen Ständern anzünden, daß er Kathrin Zechner zur Fernsehdirektorin … Denn noch nie ward je in einem Land zu je einer Zeit dieses Thema derart klug behandelt worden, all die Problematik und all die Gründe des Terrors, unter dem dieses arme Österreich seit Jahrzehnten zu leiden hat, unter diesem grauenvollen islamistischen Terror leiden muß, der Hunderte und Hunderte von Militärs in die Sünde treibt, ihre Pflicht, Befehlen zu gehorchen, zu verletzen, derart umfassend und letztgültig beleuchtet worden, wie es am 17. Oktober 2016 in Österreich geschehen wird, und sehet das Land wird hell erleuchtet sein und strömen werden die Menschen zu Tausenden und Tausenden, um vor der Strahlenden ihr Urteil …

Der 17. Oktober 2016 wird wieder einmal ein Tag des Beweises sein, wie groß Österreich ist, wie groß der ORF ist, wie groß …

Wahrlich, es kann Kathrin Zechner nur zugestimmt werden, wenn sie sagt:

„Für unser TV-Publikum ist Kluges zumutbar!“

So eine Ansage kann nur mit einem Rufezeichen würdig geschlossen werden. Und wer das zechnerische Kluge nicht versteht, das kann nur ein dummer Mensch sein, und das kann nur ein noch dümmerer Mensch sein, der vielleicht auch noch meinen will, eine solche Thematik müßte und muß anders verhandelt werden.

Wenn es um die Frage geht, ob es gerechtfertigt sei, einige wenige Menschen zu töten, um viele zu retten, kommen ganz dumme Menschen auf die Idee, es beispielsweise mit Donald Trump durchspielen zu wollen. Donald Trump, der in diesem Jahr, im Jahr 2016, ernsthaft fragte, weshalb werden nicht Atombomben eingesetzt. Ein Mann, der Präsident eines Staates mit einem reichhaltigen menschheitsauslöschenden Waffenarsenal werden könnte, noch in diesem Jahr, im Jahr 2016. Wäre ein Mensch, der deshalb Donald Trump töten würde, ehe dieser in die Macht zur Menscheitsauslöschung käme, zu verurteilen, als Mörder zu verurteilen? Es gibt viele, die für ein derartiges theoretisches Durchspielen eingesetzt werden könnten. Wäre ein Mensch als Mörder zu verurteilen, wenn er Theresa May töten würde, weil sie, wie auch in diesem Jahr, im Jahr 2016, für die atomare Aufrüstung Millionen um Millionen ausgeben will und einhunderttausend Tote durch eine Atombombe für sie ganz einfach in Kauf zu nehmen wären, das für sie eine so leichte Entscheidung wäre, wie einen Joystick zu kaufen? Oder, wie wäre es mit Barack Obama? Schlechtes Beispiel, zu spät. Es ist seine Präsidentschaft gut ausgegangen, wie eben amerikanische Präsidentschaften ausgehen; es waren ja nicht siebzigtausend Menschen, die aufgrund seiner Befehlsgewalt mittels Drohnen getötet wurden, es waren ja bloß ein paar tausend Menschen, durch deren Tod Siebzigtausend gerettet wurden – der Name des Stadions ist leider nicht bekannt. Sobald er in Erfahrung gebracht ist, wird der Name selbstverständlich nachgereicht werden. Wie wäre es mit Duterte? Wie wär es mit ….

Schirach hätte sich wohl sehr anstrengen müssen. Was für einen Beruf hätte er erfinden müssen für den Angeklagten, der wegen Tötung von Trump oder May oder Duterte oder … einen Militär hätte er kaum nehmen können, die sind nicht als die großen Befehlsverweigerer … mit einem Militär hätte also das Stück nicht funktioniert, aber es funktioniert im Grunde in der jetzigen Fassung auch nicht.

Es ist ein theoretisches Durchspielen einer ethisch-juridischen Frage, die Schirach mit seinem Stück … es soll so ein Stück nicht mit lebenden, nicht mit konkreten Menschen als Beispielgeber durchgespielt werden, wie auch immer sie heißen mögen, ob Trump oder Putin oder … Aber auch nicht mit einem lebenden Unbekannten als Vertreter der Menschen, die etwa in Österreich von vielen, viel zu vielen zu erklärten und also zu bekämpfenden Feinden …

Schirach hätte sein theoretisches Stück auch geschichtlich anlegen können. Die Problematik, das Thema hätte sich dadurch in keiner Weise verändert. Er hätte beispielsweise seinen Großvater, Baldur Schirach, töten lassen können, aber durch wen? Durch einen deutschen Militär zur jener Zeit … Es hätte sich wohl auch die zeitliche Verortung des Stücks als eine schwierige … Es spielen lassen, als Baldur Schirach begann die Jugend zu verderben, oder, erst als seine Beteiligung begann an der Deportation von …? Ferdinand Schirach ist ein kluger Mann. Er weiß, geschichtlich hätte sein theoretisches Spiel noch weniger funktioniert, gar nicht funktioniert, und als kluger Mann hätte er befürchten müssen, daß gesagt wird, das sei an den Haaren herbeigezogen …

Abschließend darf nicht verschwiegen werden, daß es noch einen Mann zu feiern gibt, der Österreich groß macht. Es ist der zurzeitige Justizminister. Ein Mann der Gesetze und ein Mann der Geschichte:

 „Dieser Film macht wesentliche Entscheidungen und eine wesentliche Problematik öffentlich, die in unserer Geschichte häufig vorgekommen sind. Ich gratuliere zu dieser gelungenen Produktion, die an Schulen und Universitäten gezeigt werden sollte. Es ist wichtig, juristische Grundlagen zu verbreiten.“

Und so ein großer Mann, der gemeinsam mit Kathrin Zechner Österreich noch ein wenig größer macht, wird selbstverständlich am 17. Oktober 2016 mit dabei sein. Ein Mann der Pflicht, der weiß, was zu tun ist. Und trotz seiner vielen Arbeit, zu der auch sein unerbittlicher Kampf gegen die Verbreitung von Haß auf einer ausländischen Plattform zu zählen ist, läßt er es sich nicht nehmen, am kommenden Montag dabei zu sein, wenn es gilt, über das zu sprechen, was in Österreich erstes und wichtigstes Thema ist. Er möge das ungeschickte Lob verzeihen, gewisse inländische Plattformen werden es recht besser verstehen, ihn zu würdigen als …

Das Lob für Kathrin Zechner wird vielleicht auch von recht besondere Seite besser und geschickter ausfallen, vor allem für ihren Appell:

„Das Spannende an diesem Projekt ist für mich, dass wir versuchen, mit diesem Film an die Wachheit des Publikums zu appellieren – bewusst zu machen, wer in welcher Verantwortung steht und auch, was Verantwortung heißt.“

Wie recht gut werden sich alle jene von ihr verstanden wissen, die schon so lange nach der Wachheit rufen … ein

Echo aus trenkerischen Zeiten: Erwachet!

Wacht auf. 

Aufwacht. 

Es ist nicht übertrieben und nicht geschmeichelt, zu sagen, Kathrin Zechner hat die Kompetenz, Schutzheilige der Wachen zu werden.

PS Es müßte, weil oben auch von der atomaren Bedrohung geschrieben wurde, wieder einmal zur Hand genommen werden, was etwa Günther Anders vor über dreißig Jahren über den „Tyrannenmord“ geschrieben hat, freilich nicht in einer Buchhandlung und schon gar nicht im Stehen zu lesen wie eine … Ob er heute noch das Wort „Tyrann“ verwenden würde? Bei diesen Figuren? Käme der Streitbare heute auf ein anderes Wort? Wählerschaftsmord? Die Wählerschaft von solchen ihren Puppen als die eigentliche und gefährliche Tyrannin? Was hieße das für sein Denken nach Auschwitz und Hiroshima, das wohl Grundlage war für sein Nachdenken über „Tyrannenmord“ und „militanten Widerstand“. Was wäre das für eine Theaterverhandlung: Anklage wegen Tötung von Tausenden und Tausenden, um alle vor der atomaren Vernichtung zu retten? Wer schriebe so ein Stück? Schirach? Wer produzierte so einen Film nach so einem Stück? Der ORF? Wer appellierte an die Wachheit in der Ankündigung zu einem Themenabend zu so einem Film nach so einem Stück? Zechner?

„Für jüdischen Bundeskanzler sind nicht alle Hofer-Wähler nationalsozialistisch“

fast-alle-abgeordneten-wahlten-hofer

Die Kapitelüberschrift ist keine Schlagzeile aus einem klassischen Medium. Das könnte eine Überschrift von einer gesinnungsgemäßen Website sein, die zum einen in Antisemitismus bedienender infamer Gesinnungsabsicht unterstellt, der Bundeskanzler sei ein Jude, zum anderen bedauert, das wäre eine Interpretation, daß nicht alle „Hofer-Wähler“ nationalsozialistisch seien …

Bundeskanzler Christian Kern hätte aber sagen sollen und die klassischen Medien hätten daraus die Schlagzeile machen können, gebildet nach der tatsächlichen Schlagzeile, also ohne Frauen: Fast alle Hofer-Wähler sind Parlamentarier.

Die tatsächliche Schlagzeile aber eines Mediums, also einer Umsonst lautet“

„Nicht alle Hofer-Wähler sind rechtsextrem“

so schlicht wie falsch – falsch, weil es nicht darum geht, was sie, die Wähler und Wählerinnen sind, sondern, es geht darum, was und wen sie wählen, wie es nicht nur im Kapitel

Nürnberg 2.0: „Bewerbungen als Henker nehmen wir gerne an“

schon breiter ausgeführt wurde.

Der Inhalt ist, kurz gesagt, nicht in Ordnung, um ein Wort von dem höchstrichterlich Beschenkten aufzunehmen:

Buchvater-mit-Rechten-Hofer: „Der Inhalt ist insgesamt in Ordnung.“

Wie stellte sich unter der Schlagzeile „Fast alle Hofer-Wähler sind Abgeordnete“ die Erklärung von Bundeskanzler Christian Kern, wie sie von der Umsonst zitiert wird, dar:

„‚Wer in Österreich Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer wählt, ist nicht automatisch ein Anhänger der rechtsextremen Rechten‘, führt Kern in der Politshow ‚Agora‘ aus. „Die Leute wählen nach den eigenen Ängsten. Wenn die Rechte in Europa gewinnt, riskiert man viel.‘ Weltweit sei Populismus im Aufwind. Die Französin Marine Le Pen und der amerikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump seien ’nicht besser als andere‘. Viele Wähler würde mit ihren Stimmen ‚gegen das Establishment‘ protestieren.“

Abgeordnete wählen „nach den eigenen Ängsten“, viele Parlamentarier würden mit ihren Stimmen „gegen das Establishment “ protestieren …

Christian Kern wollte wohl sein Verständnis für die Wähler und Wählerinnen außerhalb des Parlaments zum Ausdruck bringen. Es ist aber überheblich und offenbart einen herablassende Einstellung, Wählende auf „Ängste“ zu reduzieren. Hätte Christian Kern es gewagt, das einer bekennenden Hofer-Wählerin Barbara Prammer direkt, wie es schön heißt, ins Gesicht zu sagen, sie wähle nach ihren eigenen Ängsten und protestiere gegen das Establishment? Und es ist politisch falsch. Denn die Leiter zum Aufstieg in machtvolle Positionen sind nicht die Wahlen. Das ist auch aus der Geschichte bekannt. In Österreich kann, weil es kein anderes Beispiel gibt, dafür nur ein geschichtliches Beispiel angeführt werden. Es muß aber auch angeführt werden, um der Denunzierung der Demokratie entgegenzutreten, Demokratien brächten Diktatoren hervor. Adolf Hitler mit seiner NSDAP erzielte zwar ein respektables Wahlergebnis, aber es hätte bei weitem nicht gereicht, ihm den Reichskanzler zu bringen. Zum Reichskanzler wurde er gemacht, die Wähler und Wählerinnen wirkten daran allerdings nicht mehr mit. Es waren nicht, um Barbara Prammer zu zitieren, die „Unbelehrbaren“, die … Auch heute sind es nicht die „Unbelehrbaren“ …

Wie politisch Wählerinnen und Wähler sein können, beweist nicht nur Franz Dinghofer, dem Christian Kern auf einer recht einschlägigen Website das Gerücht – und das ist ganz ohne Ironie gesagt, ganz im Gegenteil – zu verdanken hat, er sei Jude. Ein jüdischer Kanzler als Versprechen, mit einem jüdischen Kanzler begann einst die gedeihliche und positive Entwicklung für Menschen in Österreich. Solch ein Mensch gleichgültig seiner ethnischen Zuschreibung täte gerade in Zeiten wie diesen not, freilich ohne das rechte Augenleiden …

Von einem Wähler also wird das Gerücht auf der gesinnungsgetreu zensierten Website der identitären Parlamentspartei gestreut, der gesinnunggemäß sein Pseudonym nach einer Ikone der identitären Parlamentspartei ausgesucht hat.

Ein Franz Dinghofer weiß halt stets recht zu werten.

Die Kornblume von Norbert Hofer seit 107 Jahren Symbol für antiösterreichische Gesinnung

FPÖ unzensuriert, Franz Dinghofer: „Konflikt mit diesen Untermenschen kann man sicher nicht friedlich lösen“

Marine Le Pen und Donald Trump, wird Christan Kern zitiert, seien „nicht besser als andere“… aber die Vereinigten Staaten von Amerika sind besser als Österreich. Nein, von besser oder schlechter soll gar nicht gesprochen werden. Aber was für ein Unterschied. Denn in den USA rücken immer mehr von Donald Trump ab, verweigern ihre Unterstützung für Donald Trump – aus den sogenannten eigenen Reihen, aus der eigenen Partei. Wie anders hingegen in Österreich. Wie viele sind für eine Regierungsbeteiligung auf Bundesebene der identitären Parlamentspartei, nicht aus der Reihe dieser Partei, sondern aus anderen Parteien, genauer gesagt, aus den zwei weiteren sogenannten Systemparteien SPÖ und ÖVP, mit denen die FPÖ seit Jahrzehnten das Dreiparteiensystem bildet. Wie viele drängte es schon hin mit der FPÖ zu regieren? Etwa Hans Niessl,  Josef Pühringer – aus eigenen Ängsten, aus Protest gegen das Establishment?

Und zu Pühringer fällt ganz aktuell die Messe mit Tagung ein im Vorort von Braunau – was auch für ein Unterschied zwischen Deutschland und Österreich …

Rechtsextremismus, FPÖ unzensuriert und der Unterschied zwischen Deutschland und Österreich

Europäisches Forum Linz – Österreich darf Deutschland werden

Das Europäische Forum Linz rückt zum Zurückholen des 19. Jahrhunderts aus

Wenn in den USA die Abrückung von Donald Trump so weitergeht, nämlich aus der eigenen Partei, wird er wohl nach Österreich auswandern, denn hier hätte er dann noch eine Partei, die ihn …

Hofer international ganz Trump: Billion dollar baby/Lange leiter business 

… und wer Österreich kennt, er, Trump, würde dann nicht nur von Hofer-FPÖ mit rotem Teppich … Wenn ein Mann mit einem recht großen Nikolausgeldsack über den großen Teich kommt, das wird spätestens seit Frank Stronach gewußt, vor dem wird bäuchlings … Übrigens, bei den Wählerinnen und Wählern ist dieser Nikolausgeldsackträger längst schon unten durch …

Genug. Es gibt ohnehin zu viele Kapitel, in denen Wählerinnen und Wählern viel Platz eingeräumt wird. Und ehe aus dem Gesinnungsbund der identitären Parlamentspartei auf die Idee kommen will, darüber zu klagen, kaum werde von der FPÖ gesprochen, werde sofort der Nationalsozialismus angeführt, diesen Menschen kann gesagt werden, es würde vom Nationalsozialismus nicht gesprochen werden, würde es nicht stets aus diesem Gesinnungsbund selbst angesprochen werden.

FPÖ unzensuriert wird ersucht nicht zu löschen: „Gerne Nazi – X Hofer“

FPÖ unzensuriert, Blauer: „ich bin rechts und ich bin stolzt wenn mich jemand nazi nennt.“

Norbert-Hofer-Schreibstaffelkomitee: „Wählt …“

„Ich wähle Norbert Hofer, weil …

Johann Herzog: „… uns das größte Ereignis seit ’45 … Norbert Hofer zustande gebracht hat“

Verharmlosung des Nationalsozialismus auf FPÖ unzensuriert

Aber Georg Niedermühlbichler spielt Fußball

Systempartei Hofer-FPÖ – Der Unwille zur Veränderung in Österreich

Es könnten noch weitere Kapitel als Einladung zur weiteren Beschäftigung … aber genug, genug, genug.

Dritter Nationalratspräsident in Paraguay

fpo-unzensuriert-nurnberg-2-0-paraguay-11-10-2016

Es hätte ein Kapitel werden sollen über die Frage, wie kommt Cotenhauve-Kalergi auf Paraguay in seinem oder in ihrem Kommentar zu einem Kommentar auf FPÖ unzensuriert über Norwegen …

Und wieder einmal finden es viele recht zustimmungswert, wie gelesen werden kann.

Es will dieses Kapitel gar nicht geschrieben, die Frage nicht erörtert werden. Es wird halt schlicht so sein: sie wissen, was Nürnberg war, sie wissen, was sie mit Nürnberg 2.0 fordern. Sie wissen es nicht von Max Mannheimer, einem Menschen, dem sie sich gesinnungsgemäß wohl verweigerten zuzuhören, aber von Michael Mannheimer …

Und dann schreibt die Gesinnung

Nürnberg 2.0: „Bewerbungen als Henker nehmen wir gerne an“

die Regionen an den unpassendsten Stellen ganz von selbst dazu …

NS Ob Paraguay ein schönes Land ist? Wer könnte darüber in Österreich recht besser Auskunft geben als …

Freiheitliche in Paraguay: Fern vom Heim ist das Deutsche auch bedroht – Durch Indianer, die mitnaschen wollen

… aber auch der Maler und der Präsident, die ihr Präsident recht gern um sich hat – im Parlament, um recht erbaulichen Referaten

NNS Von Cotenhauve-Kalergi wird jetzt auch noch gewußt, er oder sie ist auch für ein Nuremberg 2.0 … bisher war nur bekannt, sie oder er will von einer bestimmten Brauerei kein Bier mehr kaufen. Ein Kosmopolit. Eine Kosmopolitin. Kein Bier mehr aus Deutschland, zu Norwegen fällt ihr oder ihm gleich Paraguay ein … ein wahrlich raumzeitreisender Mensch …

Hofer international ganz Trump: Billion dollar baby/Lange leiter business

hofer-king-billion-dollar-baby

Norbert Hofer habe in bezug auf „CETA“ von einem „Billiardengeschäft“ geschrieben. Englisch: Billion business. Es wird vielleicht auch von billion dollar baby gesprochen. Von einem Milliardenprojekt also. Heutzutage ist ja alles ein Projekt …

Das wird ihm nun vorgeworfen. Von Billiarden geschrieben zu haben. Es aber höchstens, wenn überhaupt, um Mill… als Irrtum. Auch als Lüge.

Aber ein Mann, der Bundespräsident werden will, ist international ganz gesinnt. Da kann es schon einmal passieren, daß er ein Wort – noch ganz im Englischen – nicht übersetzt, oder nur halb übersetzt, um jenen entgegenzukommen, denen er ein „I bins, dein Präsident“ … Nur nebenher: das ist überhaupt ein identitärer Wesenszug, die Halbübersetzung, exemplarisch könnte dafür angesprochen werden die Wahrheit …

Wie würde Trump das schreiben? Auch ein um Internationalität bemühter Kandidat. Wenn also Trump über „CETA“ schriebe und dabei bemüht, seine Internationalität unter Beweis zu stellen durch eine deutsche Übersetzung, also Halbübersetzung – vielleicht schriebe Trump: lange leiter business

Hofer wird sich mit King möglicherweise auch darüber unterhalten, wie das mit den Übersetzungen ist. Das feine Hotel Sacher wird King vielleicht dermaßen gefallen haben, daß er noch weitere noble Adressen in Österreich recht gerne aufgesucht hätte, etwa die im Vorort von Braunau, wo bald auch eine Messe mit Tagung stattfinden wird, ebenso international ausgerichtet, aber wohl nur in deutscher Sprache, ganz ohne Übersetzung also, nicht einmal die Wahrheit halb… Nur nebenher: Recht stolz wird der Saalvermieter wohl darauf sein, das Land wieder ein noch mehr an i…

Es ist also ein ungerechter Vorwurf gegen Hofer, er hätte sich geirrt oder gar, er hätte gelogen, er sprach bloß seine internationale Sprache, wie er es seit langem schon tut, wenn etwa an seine international geratene Rede in Südtirol

„Hofer, Norbert Gerwald – deutscher Politiker – schreibt für das Netzportal ‚unzensuriert'“

hofer-norbert-gerwald-metapedia-2-10-2016

Sollte Norbert Hofer am 4. Dezember 2016 zum Bundespräsidenten gewählt werden,  werden menschgemäß viele in der Welt wissen wollen, wer das nun sei, der zum österreichischen Bundespräsidenten …

Und sie werden sich im Internet auf die Suche machen. Sie werden fündig werden:

„Norbert Gerwald Hofer (Lebensrune.png 2. März 1971 in Vorau) ist ein deutscher Politiker der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) aus dem Burgenland. Hofer schreibt Beiträge für das Netzportal ‚unzensuriert‘.“ 

So wird über Gerwald Hofer informiert, Wissen verbreitet: von „Metapedia“, der „alternativen Enzyklopädie“. Ein sogenanntes Wissensportal für all jene, denen „Wikipedia“ beispielsweise zu „deutschfeindlich“, „linksextremistisch“ …

Menschgemäß werden Websites nicht nur je von der einer bestimmten Website gesinnungsgemäß Zugewendeten zur Informationseinholung und zur Wissenseinholung verwendet, sondern von vielen … Das ist auch bei „Metapedia“ nicht anders, wie erst vor kurzem ein Beispiel dafür anzuführen war: ORF findet neue Wissens- und Informationsquellen …

So also werden Menschen, die am 4. Dezember 2016 Norbert Hofer wählen, über Österreich das Kreuz schlagen, daß fortan in der Welt von Österreich als von einem „deutschen“ Land gesprochen und geschrieben werden wird, weil, so wird unweigerlich die Schlußfolgerung sein, es habe einen „deutschen Politiker“ zum Bundespräsidenten. Und diese Schlußfolgerung werden sie noch abgestützt finden durch die Beschreibung der Partei, für die Gerwald Hofer dann den Bundespräsidenten …:

„Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) ist eine nationalkonservativedeutschnationale Partei in Österreich, die im österreichischen Nationalrat vertreten ist.“

So also wird Österreich dann in der Welt wahrgenommen werden. Ein „deutscher“ Bundespräsident, der auch schreibt, nämlich für „unzensuriert“. Und manche werden sich dabei erinnert fühlen, an andere schreibende Präsidenten, etwa an Václav Havel, dem es viel um Freiheit ging, aber um eine, die in Österreich nicht gewürdigt wird, wie auch anläßlich seines Begräbnisses festgestellt werden konnte: Václav Havel – Die Begräbnisse des ORF

Es gibt immer noch Menschen, die lesen, und die wird es dann interessieren, was schreibt ein „deutscher“ Bundespräsident in Österreich, es vielleicht sogar mit den Werken von Václav Havel vergleichen. Und was werden sie zum Vergleichen finden? Beispielsweise: „Für ein freies Österreich“ … Und es ist recht vorstellbar, daß sich, wenn Hofer zum „deutschen“ Bundespräsidenten für seine „deutschnationale“ …, recht bald die Forderung erhoben wird, bringt die hoferischen Werke dramatisiert auf die Burgtheaterbühne, auf der ja auch ein Havel gespielt wurde. Was für eine Vorstellung. Das Burgtheater wieder als „deutsches Nationaltheater“ mit einem hoferischen Ring: Kornblumen auf der Wies’n …

NS Es wurde angenommen, Gerwald Norbert Hofer schreibe nicht mehr für FPÖ unzensuriert, aber „Metapedia“ als das Wissensportal der Gesinnung wird wohl mehr wissen, es recht gut recherchiert haben. Es ist ja das Kennzeichen schlechthin solcher Gesinnungsnetzportale, höchsten Wert auf Faktenwahrheit …

Nichts hat in Österreich mehr Tradition als rechtsextremistische Verstrickungen der Mitte

rechtsextremismus-und-mitte

Zu Udo Ulfkotte selbst

Udo Ulfkotte in Aula und FPÖ-ZZ – „Fabriken der Desinformation“

läßt sich kein Kapitel mehr schreiben. Sein Spruch „Presse geht auch ohne Lügen“ ruft weder je noch ein Lachen hervor, noch ist er in einen Witz umwandelbar. Oder richtiger gesagt: aus einem Witz kann kein Witz gemacht werden. Außerdem könnte es bloß ein Witz sein, der ohnehin nicht zumutbar ist, wie seine Wahrheit keinem Menschen zumutbar ist.

Wo wird Ulfkotte am 12. Oktober 2016 auftreten? In Linz. Wo sonst? In dem, wie es scheint, zur Hauptstadt der I… ausgerufenen Vorort von Braunau. Udo Ulfkotte als  greybard mit seinem opening act von den Hintretenden in der Messe mit Tagung … ein Kick-off für Kickl.

Österreich ist diesem Mann der Unzumutbarkeit ein recht gesinnter Acker , wie vor Jahren auch schon – damals im österreichischen Fernsehen …

Erwähnenswert ist also nicht Udo Ulfkotte, aber „Wochenblick“, die den neuerlichen Vortrag im Oberösterreichischen organisiert, wie in der Collage gelesen werden kann.

Es gibt, ebenfalls in die Collage als Beispiel aufgenommen, die Berichte über die „Verstrickungen zur rechtsextremen Szene“ dieses Magazins.

Und wieder einmal ist festzuhalten, es findet die Beschäftigung mit den Verbindungen zu solchen Szenen statt, aber keine darüber, wer sind die Menschen, die sich mit solchen Szenen verstricken.

Wer die biographischen Angaben der Redaktion von „Wochenblick“ in der Collage liest, wird sagen, es sind Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, mit ihren Lebensläufen, die keine sind, die vom Rand der Gesellschaft erzählen.

Im Grunde ist dies auch kein eigenes Kapitel zu diesem Magazin. Denn „Wochenblick“ ist bloß ein weiteres Beispiel, somit ein Anhängsel zu:

Und aus der Mitte entspringt die Extreme, das Identitäre

Aus der Mitte zum Rand in den Abgrund

Um doch einmal noch Udo Ulfkotte anzuführen. Auch er ist ein Beispielgeber dafür. Es wird immer mit Stolz angeführt, er sei ein ehemaliger „FAZ-Journalist“. Nun, er ist nicht der einzige, wie gelesen werden kann:

Andreas Unterberger und das Versteckspiel uralter Buben am Brenner

Nein, nicht Andreas Unterberger,  für die „FAZ“ hat es bei Andreas Unterberger nie gereicht, aber für Prof. Dr. Dr. …

wochenblick-ulfkotte-fpo-unzensuriert

 

Buchvater-mit-Rechten-Hofer: „Der Inhalt ist insgesamt in Ordnung.“

vater-mit-rechten-norbert-hofer

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie Männer und Frauen der identitären Parlamentspartei, die keine Nachsicht kennen, für sich um Nachsicht ersuchen, wenn es um sie selbst geht.

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie Männer und Frauen der identitären Parlamentspartei, die sich stets perfekt wähnen, augenblicklich nicht mehr perfekt sein wollen, wenn sie in die Kritik geraten.

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie Männer und Frauen der identitären Parlamentspartei, die nichts als Strenge kennen, augenblicklich ersuchen, nicht zu streng zu sein, wenn es um sie selbst geht.

Plötzlich wollen sie also nur noch Menschen sein, und Menschen sind eben nicht perfekt, so heischen sie um Milde, sie, die für sich sonst stets ein Übermenschentum phantasieren, das keine Nachsicht, keine Rücksicht, nur Strenge kennen, unduldsam und unerbittlich gegen alle sind, die nicht ihrer Gesinnung sind.

Und genauso hat, wie in der Collage gelesen werden kann, Norbert Hofer ersucht, als es um das von ihm herausgegebene Buch, das auch ein Vorwort von ihm enthält, ging und das als ein „rechtsextremistisches“ Buch eingestuft wird. Er redete auch noch etwas von heute anders formulieren, aber „der Inhalt ist insgesamt in Ordnung.“

Norbert Hofer ist also auch keine Ausnahme in dieser Partei. Er reagiert, wie eben Frauen und Männer dieser Partei reagieren, wenn es um sie selber geht, wenn sie in die Kritik geraten. Er ist nicht die Ausnahme, Norbert Hofer ist die Gesinnungsregel dieser Partei.

„Der Inhalt ist insgesamt in Ordnung.“ Das sagt Norbert Hofer.

Michael Howanietz würde das jetzt nicht mehr so formulieren. Das sagte Howanietz zu Hofer, sagt Hofer in diesem Interview. Wahrscheinlich hat Howanietz in der Zwischenzeit die Bücher des Norbert Hofer genau gelesen, und er weiß nun recht präzise, wie das zu schreiben ist, daß der „Inhalt insgesamt in Ordnung geht“, ohne aber es so formulieren zu müssen, wie er das als „rechtsextremistisch“ eingestufte Buch formulierte …

Und was auch immer wieder erstaunlich ist, es finden die Männer und Frauen in dieser Partei immer eine Frau oder einen Mann aus der eigenen Partei, auf den oder die etwas abgeschoben werden kann. Norbert Hofer kann sagen, der Howanietz, aber bitte Nachsicht und Rücksicht und keine Strenge, er würde es eh nicht mehr so formulieren.

Norbert Hofer aber ist der Herausgeber des als „rechtsextremistisch“ eingestuften Buches, und er hat für dieses sogar ein Vorwort geschrieben. Hat er als Herausgeber und als Vorwortschreiber das Buch vor Druck und Veröffentlichung nicht gelesen?

Es will gar nicht daran gedacht werden, wie er, Hofer, beispielsweise mit Gesetzesvorlagen umgeht, die er als Abgeordneter im österreichischen Parlament …

Er, Hofer,  wird es wohl gelesen haben – das Buch, es wird ihm alles das, wofür er jetzt um Nachsicht bettelt, nicht aufgefallen sein, weil es ihm nicht auffallen kann. Denn es sind die Formulierungen, die den Inhalt ausdrücken, und „der Inhalt ist“, also für Hofer, ja „insgesamt in Ordnung.“

Es sind die Formulierungen, die den Inhalt ausdrücken. Aber es kommt auf das Wie der Formulierungen an. Als Howanietz das Buch schrieb, war er noch kein Hofer. Jetzt würde er das Buch vielleicht so schreiben, wie Hofer das Programm und das Handbuch. Denn viele Formulierungen führen zu dem Inhalt, der dann „insgesamt in Ordnung geht.“

Und weil es in diesem Buch auch um Frauen und Kinder geht, kann das angeführt werden, worüber vor Jahren gestaunt werden konnte, was Ho…, nein, nicht wanietz, sondern fer …

Brigitte Kashofer und Norbert Hofer – Das Schwingen der Fahne für des rechten Mannes Familie rechtfertigt – auch Falsches

Sollte der Eindruck entstanden sein, Hofer sei der Meister und Howanietz … Nun, Hofer ist auch nur ein Howanietz. Und vielleicht gibt eines Tages Howanietz ein Interview, in dem er sagt, Hofer habe ihm gesagt,

Norbert Hofer verspricht und droht den „Bestien“, was er niemals einhalten kann

„Jemandem den Kopf abzuschneiden“

er würde das jetzt nicht mehr so formulieren, also das, was er, Hofer, in diesem Jahr formulierte. Das aber kann Jahre dauern. Männer und Frauen der identitären Parlamentspartei brauchen dazu sehr lange, bis sie draufkommen, es kann auch anders formuliert werden …

Die Formulierungen ändern sich, vielleicht, aber der Inhalt ändert sich bestimmt nicht. Es gibt eben, wie oben bereits geschrieben, viele Formulierungen, die zu dem identitären Inhalt führen, der dann „insgesamt in Ordnung“ …

Es gibt kein Erstauntsein über die Männer und Frauen der identitären Parlamentspartei. Das wurde lediglich deshalb so formuliert, um zum Schluß schreiben zu können, was in Österreich wirklich immer wieder erstaunlich ist.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie der identitären Parlamentspartei, die gegen das österreichische System wettert und es zerschlagen will, obgleich sie wie keine andere Partei von diesem System profitiert, Nutznießerin dieses Systems ist, alles zugetragen wird. Wie etwa auch Norbert Hofer, der nichts weiter als ein exemplarischer Systemgünstler ist. Dieses System

Auch die Stimme von Prammer war eine für Hofer

hat ihn erst in diese für ihn komfortable Position gebracht, von der aus er jetzt bequem sich als Kandidat verkaufen kann. Es wurde immer gewußt, wer Norbert Hofer ist, und dennoch wurde er gewählt, im Parlament, nirgends sonst. Ein solches System gehört tatsächlich endlich abgelöst, aber nicht im Sinne der identitären Parlamentspartei. Denn diese will das System nicht positiv verändern, sondern nur gänzlich übernehmen. Alles, was hier mit System geschrieben wurde, kann auch anders formuliert werden, ohne den Inhalt dabei zu verändern. Diese Art der österreichischen Realpolitik

Österreich. Die alte Realpolitik ist tot. Für eine neue Realpolitik.

muß ein Ende finden, wenn SPÖ und ÖVP nicht ihr Ende in den Wahlen finden wollen, und dann von den drei bestimmenden Realpolitikparteien über Jahrzehnte nur die identitäre überbleibt, um ihr Gesinnungssystem skrupellos zu installieren, das keine Rücksicht, keine Nachsicht, nur Strenge, nur Unerbittlichkeit …

Das Europäische Forum Linz rückt zum Zurückholen des 19. Jahrhunderts aus