Von Walhalla nach Walhalla

Von dem am Nebentisch gehörten Bericht über den Wanderweg „Treu bis in den Tod“ in Kärnten wurde schon erzählt. Aber das waren nicht die einzigen Menschen, die ihren Urlaub in Zeiten von Corona in Kärnten verbrachten und nach der Rückkehr aus Kärnten im Kaffeehaus darüber erzählten, beispielsweise war nach Zeitungsberichten sogar ein Minister in Kärnten zur Erholung und Abholung rechtlicher Anregungen

Von einer Radtour von Spittal an der Drau nach Feldkirchen soll noch erzählt werden.

Treffpunkt zur Radtour, ist von einem Nebentisch her zu hören, sei „Walhalla“ gewesen und nicht das doch ein paar Kilometer mehr noch von Feldkirchen entfernte „Rheingold“. Nach dem Frühstück in der „Walhalla“ schließlich der Aufbruch zur Tour nach Feldkirchen, vorbei am Millstätter See, am Ossiacher See. In Feldkirchen sei dann die mobile Ausstellung „100 Jahre Kärntner Volksabstimmung“ auf dem Hauptplatz …

Ein älterer Herr am nächsten Nebentisch meldet sich höflich zu Wort, legt dabei seine Zeitung zur Seite, er könne, wenn es erlaubt sei, etwas zur Aufklärung beitragen, was „Qui audet vincit“ auf Deutsch heiße, er sei heute wieder einmal auf dem Judenplatz gewesen, um dort seine Lieblingsinschrift in lateinischer Sprache auf einem Hause zu lesen … Es sei nämlich gerätselt worden nicht nur über den lateinischen Spruch, sondern auch darüber, was das für ein Unternehmen sei: „w.p.B! Tigurina zu Feldkirchen“, von dem die Radfahrerin erzählte, dessen Firmenschild sie auf einem Haus sieht, als sie von der Ausstellung „100 Jahre Kärntner Volksabstimmung“ hinaus auf den Hauptplatz sah.

Die „Tigurina“ sei, so der ältere Herr, kein Unternehmen, sondern eine „wehrhafte Burschenschaft“, die recht viel abzuwehren habe. Erst im letzten Jahr habe sie sich gegen den Vorwurf, ein „antisemitisches Video“ zu verbreiten, zu wehren gehabt. Ein Sturmlauf der medialen Entrüstung gegen die „Tigurina“ sei das gewesen, sogar eine parlamentarische Anfrage gegen die „Tigurina“ sei eingebracht worden, und schließlich auch noch ein gerichtliches Verfahren gegen die „Tigurina“ …

Aber das Verfahren sei in diesem Jahr eingestellt worden, wie, so der junge Begleiter des älteren Herren, nur seine wesentlichen Hauptinformationsseiten „Unzensuriert“ und „Der Crypto-Jude“ im März ’20 berichteten, mit Genugtuung berichteten, auch ihn erfülle es heute noch mit Genugtuung, daß das gerichtliche Verfahren gegen die „Tigurina“ eingestellt …

Die Radfahrerin und ihre Begleitungen entschuldigen sich bei dem älteren Herren und seinem jungen Begleiter, sie hätten die Zeit übersehen, sich müßten, so interessant ihre Ausführungen seien, sofort aufbrechen, und sie verlassen das Kaffeehaus …

Der ältere Herr und sein junger Begleiter werden gewahr, daß ihnen vom Nebentisch aufmerksam zugehört wurde, und ganz in der Stimmung, weiter Aufklärung zu betreiben, hier im Kaffeehaus, sprechen sie direkt zum Nebentisch herüber, wenn es Sie interessiere, würden sie gerne herüberkommen, um Ihnen davon zu erzählen, was Sie in den Zeitungen nicht zu lesen bekommen würde, vor allem nicht in diesem Wochenblatt, in dem Sie gerade … sogleich kommen sie ohne Einladung an den Tisch, setzen sich, der ältere Herr schaltet sofort sein Tablet ein, öffnet die ihm für das Gespräch dienlich zu scheinenden Webseiten, während sein junger Begleiter sogleich mit den Ausführungen dazu …

„Der Cryptojude“, so der junge Begleiter des älteren Herrn, verdiene nach seinem Ermessen und auch nach dem Ermessen seines väterlichen Freundes die größte Aufmerksamkeit, nicht nur daß er Kommentare von der recht geachteten Unzensuriert übernehme, wie den über die Einstellung gegen die „Burschenschaft in Feldkirchen“, dem „Crypto-Juden“ falle auch das Verdienst zu, aufzuklären, etwa über die „verborgene Weltdiktatur des Rothschild-Imperiums„, über den „Hooton-Plan“, „deutsches Leben unter Adolf Hitler“, die „tatsächlichen Gründe für den 2. Weltkrieg“, „Nürnberg 2.0“, „seit dem 8. Mai 1945 – Umerziehung bis zum Volkstod“, „alles über Juden“ — „augenöffnende Abhandlungen“ seien das, einfach wie kurz gesagt …

Recht besonders aber möchten beide, der ältere Herr und sein junger Begleiter, aufmerksam machen auf: „Die Offenkundigkeit als unbezwingbare Waffe“, vor allem damit zu beginnen, es aufmerksam zu lesen, in dieser Abhandlung gehe es um den „historischen Mannheimer Zündel-Prozeß“, sogleich beginnt der ältere Herr daraus vorzulesen:

„Nachfolgende Texte sind sehr langsam und mit hellwachem Verstand zu lesen. Schließlich werfen sie alles über den Haufen, was man normalerweise ‚gewohnt‘ ist. Zur Offenkundigkeit: In den allermeisten Fällen ist die behauptete Offenkundigkeit ein sehr großes Hemmnis für die Aufklärung sowohl vor Gericht als auch in der öffentlichen Wahrnehmung. Das Offenkundigkeitsargument verhindert eine wirksame Verteidigung vor Gericht und als Folge hiervon wird jeder, der eine behauptete Offenkundigkeit letztlich in Frage gestellt hat, bestraft und damit in seiner Wirkung neutralisiert. Die Aufklärung erlischt, da sowieso nur Wenige den Mut haben, öffentlich möglicherweise unrichtige Offenkundigkeiten anzuprangern.“

Der ältere Herr wird von seinem jungen Begleiter unterbrochen, da er der Meinung, das Wesentliche sei die Zusammenfassung am Ende der Abhandlung, die recht deutlich mache, worum es gehe:

„Resümee: Aus all diesen Offenkundigkeiten können wir Deutsche und auch alle anderen Nationen sofort sämtliche Wiedergutmachungszahlungen an überlebende Teufel einstellen. Desweiteren müssen sämtliche bisherigen Wiedergutmachungsempfänger daraufhin überprüft werden, ob es sich bei ihnen wirklich um echte Teufel handelt oder nur um betrügerische Trittbrettfahrer. Mit echten Teufeln können wir und auch die anderen Nationen in bei Teufeln angemessener Weise ohne moralische Bedenken verfahren. Mit betrügerischen Trittbrettfahrern kann entsprechend den nationalen Gesetzen einer jeden Nation verfahren werden. Zwischenzeitlich ist bereits ein eindeutiger Teufelstest in Deutschland entwickelt worden, welcher glasklar zwischen echten Teufeln und echten Betrügern sehr schnell und preiswert unterscheiden kann. Der Teufelstest wurde extra nicht zum Patent angemeldet, um eine weltweite Anwendung nicht unnötig zu erschweren. Theoretische Grundlage des Teufelstestverfahrens ist die typische Hitzebeständigkeit eines Teufels. Diese wird hierbei objektiv überprüft.
Testverfahren: Bei professionellen Teufel-Reihenuntersuchungen empfiehlt sich ein Autogenschweißbrenner mit einem Schweißeinsatz Nr. 0 (Sauerstoffverbrauch 40 ltr/h), dessen Flammentemperatur von 3200°C bereits nach nur 5 Sekunden Gesamttestzeit (3s Erwärmen eines Fingers und 2s Prüfen des Fingers) ein zweifelfreies Ergebnis liefert. Mit nur einer mobilen Teststation können damit bereits 700 Personen je Stunde überprüft werden und erst nach 24 Stunden Dauereinsatz müssen die 5 Liter Gasflaschen (Sauerstoff und Azetylen) gewechselt werden. Ersatzweise können auch mit Propangaslötlampen kleinere Reihenuntersuchungen durchgeführt werden, jedoch erhöht sich die Gesamttestzeit wegen der geringeren Flammentemperatur von 1800°C bereits auf 15 Sekunden (13s Flämmen und 2s Sichten). In Einzelfällen, etwa bei den Holocaust bezeugenden Überlebenden in einer Kneipe/Party/Park oder bei Holocaustzeugen vor Gericht, genügt auch das 1-minütige Flämmen mit dem Feuerzeug. Der Teufeltest gilt als bestanden, wenn der geflämmte Finger keinerlei Spuren des Flämmens aufweist. Im anderen Fall gilt der Fingereigentümer als echter Betrüger. Gleiches gilt bei Verweigerung oder vorzeitiger Beendigung des Teufeltests. Literatursammlung zum Thema und weitere Hinweise: metapedia […]“

… „Metapedia“ sei, so beide, wahrlich segensreich, ihr Knoblauch gegen alle andren Wissensdatenbanken im … zu Weihnachten und zu Ostern würden sie ihren Herrn Bischof bitten, „Metapedia“ mit ihrem Heilwasser zu segnen, der es zwar recht launig finden würde, eine Website zu segnen, aber es doch stets mache, da es auch ihm um die Wahrheit recht ernst …

Dem älteren Herren wichtigster Satz aus dieser Abhandlung, so sein junger Begleiter, sei dieser, der auch ihm ein Leitsatz, eine Herzensangelegenheit …

Offenkundigkeit Nr. 12

Unabhängig von der richtigen Wahl des Zutreffens der beiden Halboffenkundigkeiten Nr. 10 +11 gilt es nirgendwo auf der Welt als Verbrechen, Teufel zu töten. Wir Deutsche tragen daher keinerlei moralische Schuld an dem offenkundigen Teufelholocaust. Dies ist unabhängig davon, ob wir alles alleine getan oder nur mitgewirkt haben oder ob wir daran unbeteiligt waren. Ebenfalls ist es vollkommen unerheblich, wieviele Teufel tatsächlich vergast wurden. Ob es nun 0,6 Millionen oder 6 Millionen oder auch 60 Millionen waren, spielt für uns Deutsche keinerlei Rolle.“

„Heute sind wir irgendwie alle Walter Eichelburg“

„Vorliegende geistig-seelische Abnormität

Das Ergebnis liegt seit wenigen Tagen vor und hat es in sich. Einer der anerkanntesten psychiatrischen Sachverständigen des Landes, der den Mann untersucht hat, kommt zum Schluss, dass bei dem 68-Jährigen eine höhergradige geistig-seelische Abnormität vorliegt. Der Experte stuft den Mann als zurechnungsunfähig ein, hält ihn allerdings für derart gefährlich, dass er sich – sollte im offenen Verfahren ein Schuldspruch erfolgen – für eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher ausspricht. Im Hinblick darauf käme es nicht überraschend, würde die Staatsanwaltschaft zeitnahe einen Antrag auf vorläufige Unterbringung gemäß § 429 StPO stellen, um dem Mann die Möglichkeit zur weiteren Einschüchterung von Regierungsvertretern zu nehmen.“

Ist am Freitag, 4. August 2020, in der Tageszeitung „Die Presse“ zu lesen, ein mit „APA“ gekennzeichneter Artikel, unter dem Schlagwort „Hasspostings“.

Dieser Mann soll nach „einem der anerkanntesten Sachverständigen des Landes“ also „gefährlich“ sein. Nun, was beim Ansehen der im Internet verbreiteten Videos über seine Auftritte auffällt: kurzatmig, behäbig, langsam —

Der Sachverständige kommt, ist zu lesen, zum Schluß, „dass bei dem 68-Jährigen eine höhergradige geistig-seelische Abnormität vorliegt“. „Der Experte stuft den Mann als zurechnungsunfähig ein, hält ihn allerdings für derart gefährlich, dass er sich – sollte im offenen Verfahren ein Schuldspruch erfolgen – für eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher ausspricht.“

Und dieser Befund ist dafür verantwortlich, daß dieser alte Mann hier in einem Kapitel vorkommt. Nicht weil er, dem „höhergradige geistig-seelische Abnormität“, „zurechnungsunfähig“ zu sein, bescheinigt wird, selbst von Interesse ist, sondern …

Weil es sich doch um eine recht besondere „höhergradige geistig seelische Abnormität“ zu handelt scheint, ablesbar beispielsweise daran, wem er zu Wahlerfolgen gratuliert. Im September 2019: „Wir beglückwünschen Hrn. Kurz zum Volksvotum für seine neue Aufgabe.“ Im Dezember 2017 der Zuruf an Herrn Kurz und Herrn Strache: „Viel Erfolg beim Regieren!“ Im Jänner 2017: „Wir gratulieren dem neuen Präsidenten [Donald Trump].“ Und immer wieder, immer wieder der Wunsch, die Sehnsucht nach einem „Kaiser“, der für ihn Karl Habsburg sein soll, dem er auch zum Geburtstag gratuliert. Und der „Reichskanzler“ sollte ein Mann sein, von dem in Österreich nicht nur der 68-Jährige angetan …

Der alte Mann steht hinter Sebastian Kurz und der Frau, von der in Österreich ebenfalls nicht wenige recht angetan, wie ein Volk

Weil es sich doch um eine recht besondere „höhergradige geistig seelische Abnormität“ zu handelt scheint, und es sich dabei auch die Frage stellt, wovon ernährt sich der alte Mann. Ein Mann, der derart aktiv ist, braucht viel Nahrung. Es kann nicht die gesamte Nahrung, mit der die „höhergradige geistig seelische Abnormität“ gespeist wird, aufgezählt werden, aber beispielhaft doch …

Zur geistigen Nahrung, die er zu bevorzugen scheint, da er sie selbst empfiehlt, gehören einige der sogenannten Edelfedern des österreichischen Journalismus, die für eine recht besondere Website …, österreichgemäß ein ehemaliger Chefredakteur von „Die Presse“ und „Wiener Zeitung“, selbstverständlich die zensurierte Website der für kurz gewesenen Regierungspartei, natürlich der alte Waffenmann, der für Kurzens Regierung mit Strache in Österreich etliche Paragraphen schrieb

… auch der Koch, der stets nur ein Gericht namens „Einblick“ zubereitet, es auch im Fernsehen in Österreich

… ein Schriftsteller, den einige in Österreich gar recht hoch schätzen … .

… sehr energiezuführend muß dem alten Mann wohl der Mannheimer-Blog sein, und nicht nur ihm in Österreich …

ET – wie der oben erwähnte alte Waffenmann und Paragraphenschreiber einer an einer Insel angeschwemmten österreichischen Bundesregierung ist es dem alten Mann ein Anliegen, „Zigeuner“ Zigeuner zu nennen, die für den alten Mann „Macht haben, aber nicht mehr lange“ … In Österreich scheint des alten Mannes Prophezeiung sich erfüllt zu haben, daß sie keine „Macht“, aber es ist keine Prophezeiung der Zukunft, sondern eine der Vergangenheit …

Der alte Mann sieht auch das, wenn er gen Himmel schaut, was beispielsweise auch ein für kurz gewesener Minister erkennt …

Der alte Mann weiß wie andere in Österreich, wie es zur „Umvolkung“ kommt …

Der alte Mann weiß, wie andere in Österreich auch, wer in „Straflager“ …

Den „Tag“ mit „Theodor Körner“ ersehnt nicht nur der alte Mann herbei, den ersehnte und ersehnt wohl mehr denn je auch der für kurz gewesene Vizekanzler …

Der alte Mann weiß, wer seinen Beistand braucht, der Besitzer einer Fernsehanstalt etwa …

Der alte Mann muß tatsächlich sehr „gefährlich“ sein, denn er dürfte das Geld für Torpedos bereits gehortet haben, braucht er doch keine Spendenaufrufe zu schalten, nicht einmal zu fragen, was ein „MK48-Torpedo“kostet, wie jene auf der oben erwähnten Website der für kurz gewesenen Regierungspartei …

„Der Experte stuft den Mann als zurechnungsunfähig ein, hält ihn allerdings für derart gefährlich, dass er sich – sollte im offenen Verfahren ein Schuldspruch erfolgen – für eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher ausspricht.“

Um auf die „Todesdrohungen“ zu sprechen zu kommen, die aktuell für solche Aufregungen sorgen, einen alten Mann als „gefährlich“ – einen alten Mann, der seit Jahren das von sich gibt, was ihm nun diesen Befund eingebracht hat. Es sind so viele, haufenweise „Todesdrohungen“, massenweise angedrohte „grausame Hinrichtungen“, daß ebenfalls nur beispielhaft einige …

… wie lange schon muß beispielsweise ein Herr Pürstl um sein Leben fürchten, mindestens seit fast einem Jahr, seit beinahe einem Jahr ist Herr Pürstl der „Einschüchterung“ durch den alten Mann schutzlos ausgeliefert …

„Beim ersten Verhandlungstermin Mitte Juni gerierte sich der 68-Jährige dermaßen verhaltensausfällig – unter anderem gab er zu Protokoll, seine „Adelung“ zum Grafen stünde bevor -, dass der Richter ein psychiatrisches Gutachten einholen ließ. Er wollte abklären, ob der Mann überhaupt zurechnungsfähig und damit schuldfähig ist.“

Für den alten Mann ist eine bevorstehende „Adelung zum Grafen“ nichts Ungewöhnliches, ein normaler nächster Schritt, ist er doch, wie er allenthalben verbreitet, seit langem schon ein „Baron“. Und adelsgemäß geht er seit langer Zeit entschieden unbarmherzig gegen Angelika Merkel vor; wie es sich für Barone aus Österreich eben geziemt.

Bei einer derart „höhergradigen geistig-seelischen Abnormität“ stellt sich beispielsweise für das „Magazin für politische Kultur“ namens „Cicero“ unweigerlich die Frage: „Wer ist hier verrückt?“ Und rückt den alten Mann kritisch, aber doch an die Seite etwa von jenen Anerkannten, die ebenfalls rügen …

Der alte Mann ist nicht nur einer, der geistige Nahrung nimmt, er ist auch einer, der geistige Nahrung gibt, und viele sind hungrig nach dieser. Es sind so viele, daß wiederum nur beispielhaft wenige erwähnt werden können.

Menschen, die eigentümlich frei … Und wer die Liste der „Autoren“ durchgeht, findet den alten Mann in der illustren Gemeinschaft beispielsweise mit Unterberger, Elsässer, Tichy, Menzel, Andreas Tögel, Udo Ulfkotte, Claus Nordbruch, Christian Ortner, Thilo Sarrazin, Oliver Janich

Menschen, die kompakt …

Für Thomas Bachheimer ist der alte Mann der „Cheffe“, für den er schon einmal abfragt, wo sie und zu welchen Themen Kurse … Die Antworten, so modern sind sie, gleich per E-Mail an seines „Cheffes“ Adresse Hartgeld …

Sein „Cheffe“ hat auch eine Fürsprecherin, die sich auf dem prachtvollen Parkett zu bewegen und zu sprechen weiß, also in der Hofburg, in die für seinen „Cheffe“ der Obercheffe Karl wieder …, etwa mit Herrn „Dr. Andreas Mölzer“

Es gab einmal eine Zeit, in der es Mode war, ein Kapitel mit einer moralischen Weisheit zu beenden. Diese Zeit ist vorbei. Aber irgendwie muß dieses Kapitel enden. Geeignet dafür wohl ein Zitat von einem weiteren Fürsprecher, den die Fürsprecherin auf ihrer Website schreiben läßt …

„Heute sind wir irgendwie alle Walter Eichelburg.“

Vom Denkmalei im „Jargon der Sclavenhalter“

Was wäre das für eine Eierspeise, in das kein Ei von Konrad Paul Liessmann gerührt?

Auch im Falle der Debatte um Denkmäler ist Konrad Paul Liessmann rasch von der Hühnerleiter runter und zu seinem Neste geeilt, um ein Ei zu legen.

Es wurde ein gar großes Ei. Auf dem der gesamte Name von Friedrich Nietzsche allein schon auf der Spitze des Eis, die zuerst sichtbar wird, wenn das Ei aus der Kloake herauskommt, Platz findet, mit dem er „Monumentale Missverständnisse“ … es ist der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich zu verstehen, daß er in einem, der auf die Spitze seines Eis den Namen eines Philosophen zu schreiben versteht, selbst einen Philosophen sieht, dem das Bundeskanzleramt als Plattform für ein Philosophicum

„Zumindest einige dieser Standbilder werden nun gestürzt; wer immer in den Verdacht gerät, am Kolonialismus partizipiert und rassistisch gedacht zu haben, muss hinab: ins Museum, ins Meer, in den Müll. Am besten aber wäre es – die Aktivisten lassen daran keinen Zweifel –, unsere Gegenwart restlos von solchen inkriminierten Monumenten zu befreien.“

Ist auf dem Ei von Liessmann zu lesen. Ach, nur in den „Verdacht gerät, am Kolonialismus partizipiert und rassistisch gedacht zu haben“ … Es sind also bloße Verdächtigungen, denen beispielsweise der mit einer Habsburgerin verheiratete belgische König … Das kann doch keine Untat, kein Verbrechen sein, an etwas zu „partizipieren“. „Partizipiert“ nicht ein jeder Mensch, beispielsweise der brav und fleißig spart, an einer für ihn positiven Zinsentwicklung? Die Höhe der Zinsen legt nicht der Mensch als Sparer fest, er ist da nicht Handelnder, er ist dafür nicht der Verantwortliche, er ist gänzlich unschuldig, er partizipiert lediglich an steigenden wie auch an fallenden Zinsen … Und daß ein Mensch „rassistisch gedacht“ habe und denke, das kann tatsächlich nur eine Verleumdung sein. Denn. Wer kann je beweisen, daß ein Mensch rassistisch denkt, wenn er es nicht aufschreibt und vor allem nicht öffentlich verbreitet?

„Die Demolierung von Denkmälern gehört zum politischen Geschäft, nach jeder Revolution, nach jedem Umsturz wurden die steinernen Repräsentanten des alten Regimes geschleift.“

Ist auf dem Ei von Liessmann zu lesen. Wie wahr. Aber ebenso gehört es zum „politischen Geschäft“, Denkmäler zu errichten. Gerade in Wien in Österreich steht für dieses Errichten von Denkmälern für das parteipolitische Geschäft exemplarisch ein Mahnmal …

„Ganz froh will man ob dieses Furors nicht werden. Der Bildersturm, aus welchen religiösen oder ideologischen Motiven er auch entfesselt wird, ist Ausdruck eines Ressentiments, einer ohnmächtigen Wut, die sich einmal in den Rausch der Macht verwandeln will. Hinter dieser Symbolpolitik steckt ein paranoid gebannter Blick auf die Vergangenheit, bereit, alles wieder und immer wieder zu durchleuchten, stets auf der Suche nach Ideen, Taten und Werken, die dem heutigen Wissensstand und aktuellen ethischen Standards nicht genügen, um dann die Toten mit einer triumphalen Geste der moralischen Überlegenheit noch einmal zu töten. Der Glaube, dass es für die Vergangenheit nur ein einziges Kriterium gebe, an dem sie gemessen werden darf, führt zu einer fatalen Geschichtsblindheit und bleibt ex negativo jener verklärenden Haltung verhaftet, über die sich Nietzsche mokierte. Der Hochmut, der sich in der Annahme zeigt, dass alle Geschlechter vor uns irrten, ist ein monumentales Missverständnis. Nicht zuletzt wir selbst sind das Resultat dieser Irrtümer. Wir werden weder zu besseren Menschen, noch schaffen wir eine bessere Welt, wenn wir diese von allen Dokumenten reinigen, die uns daran erinnern könnten, dass die Geschichte keine moralische Anstalt ist. Eine minimale Bildung, die in der digitalen Informationsgesellschaft rarer denn je geworden ist, genügte, um all die verwitterten steinernen oder bronzenen Könige, Fürsten, Feldherren, Condottieri, Eroberer, Entdecker, Händler, Dichter und Denker dort zu belassen, wo sie nun einmal stehen.“

Was auf ein Ei alles gemalt werden kann. Im Rausch des Eierlegens darf und kann wohl nichts zurückgehalten werden, muß alles ausgedrückt werden … Zu diesem liessmannschen Abschnitt muß nichts angemerkt werden, dieser offenbart selbst alles, was hierzu gedacht werden kann. Nur zu den „Dokumenten“ soll etwas ergänzt werden. Es soll die „Welt“ nicht „von allen Dokumenten“ gereinigt werden, die „uns daran erinnern könnten, dass die Geschichte keine moralische Anstalt ist“. Die „Dokumente“ wuchern auch nicht auf Plätzen und Straßen, sondern die Denkmäler sind es. Es geht um Denkmäler und auch um Straßennamen. Und es wäre wohl schon viel erreicht, wären die erklärenden „Dokumente auf zu Denkmälern und zu Straßenschildern hinzugenagelten Tafeln genauer, deutlicher …

Und auch auf diesem Ei wieder die Legende von der „Unbildung“ … Gab es je, einfach wie kurz gesagt, in der Geschichte der Menschheit mehr gebildete Menschen als in der Gegenwart? Wen hatte Liessmann vor Augen, als er auf sein Ei das von der „minimalen Bildung“ schrieb? Jene, die ihn nun als „Experten“ einladen? Unterrichtete der eierlegende Lehrer jahrzehntelang nur sich selbst, keinen einzigen Schüler, war in all den Jahrzehnten nicht wenigstens eine Schülerin in seinem Klassenzimmer zugegen, wenn er …?

„Doch keine Weltgeschichte ohne Ironie. Warum nur Denkmäler stürzen, warum nicht auch welche errichten? Erst vor kurzem erhielt eine linksextreme Splittergruppe die Erlaubnis, in einer deutschen Stadt eine originale Lenin-Statue aus den dreissiger Jahren aufzustellen. Der Revolutionär hat ein blutiges Terrorregime errichtet und die Fundamente für eine der grausamsten Diktaturen des 20. Jahrhunderts gelegt – in diesem Fall spricht das offenbar nicht gegen ein monumentales Gedenken, der mediale Sturm der Entrüstung zumindest blieb aus. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Das Coronavirus hat die Aufstellung vorerst verhindert. So gnädig wird die Natur mit uns nicht immer verfahren.“

Es ist keine „Splittergruppe“, wie es auf dem liessmannschen Ei steht, sondern eine Kleinpartei, extremistisch wie in Österreich etwa die für kurz gewesene Partei, nur mit anderen Idolen … Und das mit der „Erlaubnis“, nun, es geht in Gelsenkirchen nicht um „Erlaubnis“, wie ein eierlegender Lehrer es nur verstehen kann, daß etwas erlaubt werden müsse …

„Die linksextremistische Partei MLPD verstößt mit dem Bau der Lenin-Statue vor ihrer Zentrale in Gelsenkirchen nicht gegen den Denkmalschutz. Das entschied das OVG Münster.

Entscheidung zum Denkmalschutz gefallen

Das Oberverwaltungsgericht Münster hat am Dienstag (10.03.2020) entschieden, dass der Denkmalwert des Baudenkmals durch die Aufstellung der Staute nicht herabgesetzt werde. Die Vorschriften des Denkmalschutzgesetzes würden nicht dazu dienen, das jeweilige Denkmal in den Fokus der Aufmerksamkeit eines zufälligen Betrachters zu rücken. Sie böten dementsprechend keine Handhabe, die nähere Umgebung des Denkmals generell von allem freizuhalten, was Aufmerksamkeit erwecken könnte. Zudem sei für die Aufstellung der Lenin-Statue keine denkmalrechtlihce Erlaubnis erforderlich.  Damit wies das OVG die Beschwerde der Stadt gegen eine Entscheidung des Gelsenkirchener Verwaltungsgerichts zurück. Der Beschluss des Oberverwaltungsgerichts ist unanfechtbar.

Entscheidung des Gelsenkirchener Verwaltungsgerichts

Das Verwaltungsgericht hatte am Donnerstag (05.03.2020) entschieden, dass der von der Stadt Gelsenkirchen verhängte Baustopp für das Lenin-Denkmal aufgehoben ist. Damit darf die linksextremistische MLPD die 2,15 Meter hohe Statue des ehemaligen russischen Kommunisten und Revolutionärs Wladimir Iljitsch Lenin vor ihrer Bundesparteizentrale aufbauen.

Gericht wies Argumentation der Stadt zurück

Laut Gericht hatte die Stadt sich gegen die Aufstellung der Statue ausgeprochen, weil diese das Erscheinungsbild eines auf demselben Grundstück gelegenen Baudenkmals beeinträchtige. Aus Sicht der Stadt würde dafür die erforderliche denkmalschutzrechtliche Erlaubnis fehlen.“

Und wieder einmal nichts Neues vom eierlegenden Lehrer, mit seiner hohen Bildung für die Feste …

Es werden unentwegt Denkmäler errichtet, auch in Wien in Österreich. Aber was für ein Unterschied zwischen Wien und Gelsenkirchen! Die Stadt Gelsenkirchen hat es wenigstens versucht, ein derartiges Denkmal zu verhindern.

In Wien, in Österreich wurde das Errichten des Denkmals auf der Mölker Bastei bildungsgemäß und geschichtsergeben hingenommen …

Das Erste, was auf diesem Ei des Konrad Paul Liessmann zu lesen ist, ist die Belehrung mit Friedrich Nietzsche. So soll hier das Letzte ein Hinweis auf Friedrich Nietzsche sein, ein Zitat ebenfalls aus dem Buch, auf das sich der eierlegende Lehrer bezieht, in dem von den „erschöpften Hennen“ erzählt wird, die mehr und mehr „gackern“, je öfter sie „Eier legen“, die dabei aber „immer kleiner“ …

Nein, ein solches überschwemmendes, betäubendes und gewaltsames Historisiren ist gewiss nicht für die Jugend nöthig, wie die Alten zeigen, ja im höchsten Grade gefährlich, wie die Neueren zeigen. Nun betrachte man aber gar den historischen Studenten, den Erben einer allzufrühen, fast im Knabenalter schon sichtbar gewordenen Blasirtheit. Jetzt ist ihm die „Methode“ zu eigener Arbeit, der rechte Griff und der vornehme Ton nach des Meisters Manier zu eigen geworden; ein ganz isolirtes Capitelchen der Vergangenheit ist seinem Scharfsinn und der erlernten Methode zum Opfer gefallen; er hat bereits producirt, ja mit stolzerem Worte, er hat „geschaffen“, er ist nun Diener der Wahrheit durch die That und Herr im historischen Weltbereiche geworden. War er schon als Knabe „fertig“, so ist er nun bereits überfertig: man braucht an ihm nur zu schütteln, so fällt einem die Weisheit mit Geprassel in den Schooss; doch die Weisheit ist faul und jeder Apfel hat seinen Wurm. Glaubt es mir: wenn die Menschen in der wissenschaftlichen Fabrik arbeiten und nutzbar werden sollen, bevor sie reif sind, so ist in Kurzem die Wissenschaft ebenso ruinirt, wie die allzuzeitig in dieser Fabrik verwendeten Sclaven. Ich bedaure, dass man schon nöthig hat, sich des sprachlichen Jargons der Sclavenhalter und Arbeitgeber zur Bezeichnung solcher Verhältnisse zu bedienen, die an sich frei von Utilitäten, enthoben der Lebensnoth gedacht werden sollten: aber unwillkürlich drängen sich die Worte „Fabrik, Arbeitsmarkt, Angebot, Nutzbarmachung“ – und wie all die Hülfszeitwörter des Egoismus lauten – auf die Lippen, wenn man die jüngste Generation der Gelehrten schildern will. Die gediegene Mittelmässigkeit wird immer mittelmässiger, die Wissenschaft im ökonomischen Sinne immer nutzbarer. Eigentlich sind die allerneuesten Gelehrten nur in Einem Punkte weise, darin freilich weiser als alle Menschen der Vergangenheit, in allen übrigen Punkten nur unendlich anders – vorsichtig gesprochen – als alle Gelehrten alten Schlags. Trotzdem fordern sie Ehren und Vortheile für sich ein, als ob der Staat und die öffentliche Meinung verpflichtet wären, die neuen Münzen für eben so voll zu nehmen wie die alten. Die Kärrner haben unter sich einen Arbeitsvertrag gemacht und das Genie als überflüssig decretirt – dadurch dass jeder Kärrner zum Genie umgestempelt wird: wahrscheinlich wird es eine spätere Zeit ihren Bauten ansehen, dass sie zusammengekarrt, nicht zusammengebaut sind. Denen, die unermüdlich den modernen Schlacht- und Opferruf „Theilung der Arbeit! In Reih, und Glied!“ im Munde führen, ist einmal klärlich und rund zu sagen: wollt ihr die Wissenschaft möglichst schnell fördern, so werdet ihr sie auch möglichst schnell vernichten; wie euch die Henne zu Grunde geht, die ihr künstlich zum allzuschnellen Eierlegen zwingt. Gut, die Wissenschaft ist in den letzten Jahrzehnten erstaunlich schnell gefördert worden: aber seht euch nun auch die Gelehrten, die erschöpften Hennen an. Es sind wahrhaftig keine „harmonischen“ Naturen: nur gackern können sie mehr als je, weil sie öfter Eier legen: freilich sind auch die Eier immer kleiner (obzwar die Bücher immer dicker) geworden. Als letztes und natürliches Resultat ergiebt sich das allgemein beliebte „Popularisiren“ (nebst „Feminisiren“ und „Infantisiren“) der Wissenschaft, das heisst das berüchtigte Zuschneiden des Rockes der Wissenschaft auf den Leib des „gemischten Publicums“: um uns hier einmal für eine schneidermässige Thätigkeit auch eines schneidermässigen Deutschen zu befleissigen. Goethe sah darin einen Missbrauch und verlangte, dass die Wissenschaften nur durch eine erhöhte Praxis auf die äussere Welt wirken sollten. Den älteren Gelehrten-Generationen dünkte überdies ein solcher Missbrauch aus guten Gründen schwer und lästig: ebenfalls aus guten Gründen fällt er den jüngeren Gelehrten leicht, weil sie selbst, von einem ganz kleinen Wissens-Winkel abgesehen, sehr gemischtes Publicum sind und dessen Bedürfnisse in sich tragen. Sie brauchen sich nur einmal bequem hinzusetzen, so gelingt es ihnen, auch ihr kleines Studienbereich jener gemischt-populären Bedürfniss-Neubegier aufzuschliessen. Für diesen Bequemlichkeitsakt praetendirt man hinterdrein den Namen „bescheidene Herablassung des Gelehrten zu seinem Volke“: während im Grunde der Gelehrte nur zu sich, soweit er nicht Gelehrter, sondern Pöbel ist, herabstieg. 

Grundrechte in Zeiten der Corona

„Wir als Regierung hatten einige sehr schwierige demokratiepolitische Entscheidungen zu treffen, die in normalen Zeiten undenkbar wären, aber die in Krisenzeiten leider Gottes nun einmal notwendig waren. All das hat Auswirkungen auf unser Land, auf unsere Gesellschaft. Und es wirft natürlich Fragen auf, die oftmals nicht einfach zu beantworten sind, gerade wenn Grundrechte zum Beispiel miteinander kollidieren. Aber ich glaube, genauso wichtig es ist, schnelle Entscheidungen in Krisenzeiten zu treffen, ist es wichtig, diese auch zu diskutieren und zu reflektieren und darüber nachzudenken, was diese Krise mit unserem Land gemacht hat, wo Veränderungen schnell wieder verschwinden und welche Trends und Veränderungen vielleicht Bestand haben werden. Daher möchten wir diesem Diskurs im Bundeskanzleramt eine Plattform bieten und ich habe Professor Paul Liessmann eingeladen, gemeinsam mit anderen Expertinnen und Experten in einem Philosophicum in den nächsten Monaten kritisch über diese Geschehnisse, aber auch über die damit verbundenen gesellschaftlichen Fragen zu diskutieren.“

Vor wenigen Tagen inszenierte der Bezwinger des Drachens Sieben Prozent zum Thema Corona einen eigens dafür aufwendig propagandierten Auftritt, im Gegensatz dazu befand beispielsweise Angelika Merkel als Bundeskanzlerin in Deutschland es für vollkommen ausreichend, in ihrer „traditionellen Sommer-Pressekonferenz“ über die Corona-Situation zu sprechen, aber auch zu weiteren wichtigen Themen.

Sebastian Kurz „Wir als Regierung hatten einige sehr schwierige demokratiepolitische Entscheidungen zu treffen, die in normalen Zeiten undenkbar wären, aber die in Krisenzeiten leider Gottes nun einmal notwendig waren.“

Wem in „Krisenzeiten“ Entscheidungen einfallen, in „Krisenzeiten“ also demokratiepolitisch äußerst bedenkliche Entscheidungen leicht von der Hand gehen, wird diese in „normalen Zeiten“ schon nicht für „undenkbar“ gehalten haben und halten; Demokratiepolitik als sonntäglichen Psalm im Hochamt verstehen.

Bei den Entscheidungen, die Kurzens „Wir als Regierung“ seit dem März ’20 trifft, „kollidieren nicht Grundrechte miteinander“, sondern werden Grundrechte bedroht

Nun aber soll das Bundeskanzleramt in den nächsten Monaten zu einer Plattform für einen „Diskurs“, gar für ein „Philosophicum“ werden; die wundersame Wandlung eines Baby-Elefanten in einen Drachen …

Kurzens dafür geladener Mann ist für ihn dafür ein idealtypischer Mann, ein von ihm zum „Experten“ erhobener alter Lehrer … Experte für was – Grundrechte?

Das ist er wohl, weiß doch der alte Lehrer von Grund auf recht genau, worüber zu sprechen ist, vor allem, worüber nicht …

Dem alten Lehrer, dem sein bevorstehendes Ausgedinge mit kleinen Aufgaben versüßt werden soll, der alte Lehrer, der sich selbst immer öfters für Spezialeinsätze anbietet, wird das recht freuen, noch gebraucht zu werden.

Wenn auf diese Plattform zu dem Diskurse, zu dem das zurzeitige Bundeskanzleramt sich wandeln soll, alle eingeladen werden, die Kurz als „gebildete Menschen“ etwa kennt, wird es wahrlich ein „Philosophocium der Grundrechte“ …

Romani

Wahrscheinlich ist darüber schon Zufriedenheit zum Ausdruck zu bringen, in Österreich, daß seine sogenannte Staatsspitze keinen radikalen Antiziganismus bedient, wie etwa der für kurz gewesene Innenminister …

Österreich, ein Staat des noblen Gedenkens. Kein Name eines Opfers soll in diesem Land vergessen sein, nun werden die Namen, so edel ist der Staat Österreich, in eine Mauer gemeißelt werden, zum ewigen Gedenken, bis auf die Namen von …

Österreich, ein Staat des edlen Kunstgenusses. In der gepflegten Sonntagstracht geht es in die Oper, nicht um wie Rabaukinnen antziganistisch sich aufzuführen, sondern kunstbeflissen und musikergeben von den Bühne herab von den Figuren bestätigt zu bekommen, ihre Einstellung zu den Menschen, die für sie …

So nobel drückt der Staat Österreich seinen Ziganismus aus, daß es nun zum neuen Gesetz keine Formulare zum Erwerb der österreichischen Staatsbürgerschaft in der Sprache Romani gibt.

Mit dem 1. September ’20 ist ein von Bierlein und Van der Bellen unterzeichnetes Gesetz in Kraft getreten, nach diesem sollen Nachkommen österreichischer NS-Opfer einen „erleichterten Zugang zur österreichischen Staatsbürgerschaft“ erhalten.

Darüber informiert das „Bundesministerium Europäische und Internationale Angelegenheiten“ auf seiner Website ausführlich:

Als Opfer des NS-Regimes im Sinne des österreichischen Staatsbürgerschaftsgesetzes (im Folgenden unabhängig davon, ob Frau oder Mann: verfolgter Vorfahre) gilt jene Person, die sich als österreichischer Staatsbürger oder Staatsangehöriger eines der Nachfolgestaaten der ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie oder Staatenloser jeweils mit Hauptwohnsitz im Bundesgebiet vor dem 15. Mai 1955 in das Ausland begeben hat, weil sie Verfolgungen durch Organe der NSDAP oder der Behörden des Dritten Reiches mit Grund zu befürchten hatte oder erlitten hatte oder weil sie wegen ihres Eintretens für die demokratische Republik Österreich Verfolgungen ausgesetzt war oder solche zu befürchten hatte. Eine Anzeige aufgrund der neuen Bestimmung von § 58c Abs. 1a StbG ist ab dem 1. September 2020 möglich.
Anzeigeberechtigt sind Nachfahren in direkter Verwandtschaft eines verfolgten Vorfahren, also Sohn/Tochter, Enkelsohn/Enkeltochter, Urenkelsohn/Urenkeltochter… Als Nachfahren gelten auch Adoptivkinder, die als Minderjährige adoptiert wurden. Die österreichischen Behörden möchten Sie bereits jetzt über das Verfahren und die dafür benötigten Unterlagen informieren, damit Sie möglichst rasch ab dem 1. September 2020 eine Anzeige legen können. Dieser Online-Fragebogen soll Ihnen dazu eine erste individualisierte Orientierung geben. Sie haben 72 Stunden Zeit, den Online-Fragebogen auszufüllen; danach wird der Link ungültig, um den Schutz Ihrer personenbezogenen Daten bestmöglich zu gewährleisten. Es ist uns bewusst, dass in vielen Familien Dokumente über Vorfahren oft nicht mehr vorhanden oder auch die genauen Lebensumstände, wie etwa Geburtsort oder Wohnsitz in Österreich, nicht mehr bekannt sind. Daher soll es aufgrund Ihrer Angaben den zuständigen österreichischen Stellen ermöglicht werden, in vorhandenen Akten und Archivbeständen nach Dokumenten zu Ihren verfolgten Vorfahren zu suchen. Bevor Sie fortfahren und mit den Eingaben in den Online-Fragebogen beginnen, sollten Sie möglichst alle Ihnen bekannten Informationen und Daten nicht nur zur eigenen Person, sondern auch zu Ihrem verfolgten Vorfahren sowie zu dessen Eltern und Geschwistern bereithalten (Vorschau auf den Online-Fragebogen). Bitte beachten Sie bei den Eingaben in den Online-Fragebogen zudem die genaue Schreibweise von Namen und Orten in vorhandenen Dokumenten, da ansonsten eine Recherche in Österreich erheblich erschwert oder nicht möglich ist. In diesem Zusammenhang dürfen wir Sie darüber informieren, dass Sie beim Ausfüllen des Online-Fragebogens zwischen einer deutschen, englischen, hebräischen und spanischen Sprachfassung frei wählen können.“

Es fielen zur fehlenden Sprache Romani für das Formular noch weitere Sprachen aus den Gebieten der ehemaligen österreichischen Monarchie ein, die fehlen, heißt es doch, dieses Gesetz ist auch gedacht für „Staatsangehörige der Nachfolgestaaten der österreichischen-ungarischen Monarchie, Staatenlose“ …

Es wird jetzt nicht darauf eingegangen, wie es um Staatsbürgerschaften, Staatenlosigkeit der Menschen bestellt war und ist, für die es keine Formulare in ihrer Sprache nun gibt. Auf das einzugehen hieße, Beihilfe zur beliebtesten österreichischen Ausrede zu begehen: „Davon haben wir nichts gewußt!“ Aber es ist bekannt und vor allem dem österreichischen Staat.

Eine „symbolische Geste“ ist genug und nobel, zwei „symbolische Gesten“ käme den Abgeordneten im österreichischen Parlament wohl als Fuchtelei, als gar nicht nobel, vor …


„Abgeordnete heben historische Verantwortung Österreichs hervor

Die Einigung wurde von allen Fraktionen begrüßt, wobei die RednerInnen insbesondere die historische Verantwortung Österreichs hervorhoben. So sprach Sabine Schatz (SPÖ) von einer längst fälligen symbolischen Geste. Sie appellierte auch an alle, gemeinsam Verantwortung für die Geschichte zu übernehmen und verlieh ihrer Sorge über den noch immer vorhandenen offenen Antisemitismus Ausdruck. Seitens der ÖVP erinnerten Karl Mahrer und Martin Engelberg daran, dass mit dem heutigen Beschluss ein Anliegen aus dem Programm der ehemaligen ÖVP-FPÖ-Regierung umgesetzt wird. Man wolle ein Zeichen setzen und den Opfern und deren Nachfahren Respekt erweisen, sagte Mahrer. Engelberg unterstrich die historische Bedeutung des Gesetzes.“

Eine Passage aus der Erläuterung des Bundesministeriums zum neuen Gesetz mit den fehlenden Formularsprachen ist abschließend besonders hervorzuheben:

„[…] Bundesgebiet vor dem 15. Mai 1955 in das Ausland begeben hat, weil sie Verfolgungen durch Organe der NSDAP oder der Behörden des Dritten Reiches mit Grund zu befürchten hatte oder erlitten hatte […]“

„Verfolgungen“ …

„Republik Österreich, Bundesminister für Inneres, Generaldirektion für die öffentliche Sicherheit

Betr.: Zigeunerunwesen

An alle Sicherheitsdirektionen und alle Bundespolizeibehörden

Dem ho. Amte ist zur Kenntnis gelangt, dass das Zigeunerunwesen in einigen Gegenden des Bundesgebietes wieder im Zunehmen begriffen ist und sich bereits unangenehm bemerkbar macht. Um auf die Bevölkerung Eindruck zu machen, sollen sich Zigeuner oftmals als KZ-ler ausgeben.

Soweit die Voraussetzungen nach der Ausländerpolizeiverordnung gegeben erscheinen und die Möglichkeit einer Ausserlandschaffung besteht, wäre gegen lästige Zigeuner mit der Erlassung eines Aufenthaltsverbotes vorzugehen und ihre Ausserlandschaffung durchzuführen.

Im Übrigen ist nachdrücklich zu versuchen, die Zigeuner im Wege des Arbeitsamtes zu einer Arbeit zu vermitteln.
Da die erfolg-reiche Durchführung dieser Maßnahmen naturgemäss auf Schwierigkeiten stösst, wäre den Zigeunern und ihren Reisebewegungen ein erhöhtes Augenmerk zuzuwenden. Die Abwanderung einzelner Personen oder einer grösseren Anzahl aus einer Gegend in eine andere ist wahrzunehmen und die Behörde, in deren Amtsbereich sie vermutlich zuziehen, hievon zu verständigen.

Über die im Gegenstande gemachten Wahrnehmungen, sowie über die Anzahl der in do. Amtsbereich befindlichen Zigeuner wolle fallweise anher berichtet werden.

20. September 1948
Für den Bundesminister:
Krechler
Für die Richtigkeit der Ausfertigung:
Linner“

Von der Sage des Bezwingers des Drachens Sieben Prozent

Sebastian Kurz am 28. August ’20:

„[…] mit einer weltwirtschaftskrise zu tun […] wir als kleines österreich bleiben da nicht verschont. dieses jahr wird unsere wirtschaft um rund sieben prozent einbrechen […] comeback unserer wirtschaft […] damit das gelingt, müssen wir […]“

Und Sebastian Kurz spricht weiter, viel und bleibt ganz allgemein, von Herausforderungen, was alles getan werden müsse, um die Krise eines siebenprozentigen Einbruches … wen er schon alles gebeten habe, etwas zu tun, beispielsweise die Wirtschaftsministerin, den Finanzminister, als ob dieser jetzt Zeit hätte für sieben Prozent, in seinem Wahlkampf, den er führt, um am Ende im jetzigen lichtlosen Tunnel zu bleiben …

Sieben Prozent – Sebastian Kurz, der Held der sieben Prozent, der Bezwinger des Drachens Sieben Prozent

Sieben Prozent – den Toten, die das Jahr 1945 etwa erlebten, wird nach dem Anhören seiner Sage fortan nicht mehr die Frage quälen, ob sie 1945 in Österreich die richtige Regierung zum richtigen Zeitpunkt hatten, sie werden sich beruhigt umdrehen und sich sagen, es war ein Glück nicht die vom Sieben-Prozent-Bezwinger angeführte Regierung gehabt zu haben

… mit dieser wären sie, werden sie bequem seitlich liegend meinen, im lichtlosen Tunnel geblieben. Es hätte nicht nur weiter gefehlt an Geld für Kerzen, Christbäume, für Essen, sondern auch für die Elektrifizierung der Tunnel …

So nachträglich entspannt wie sie sein können, werden sie wohl auch zum Witzeln aufgelegt sein, der Drache Sieben Prozent ein Baby-Elefant … Die sieben Prozent, eine Sommer-Annahme, ob es dann, wenn das Jahr ’20 wirklich um sein wird, tatsächlich ein Einbruch von sieben Prozent sein wird, kann für den Baby-Elefanten nur gehofft werden, sonst wäre es ein armer Baby-Elefant, der statt zu wachsen gleich wieder schrumpft …

Einen Einbruch von neunundfünfzig Prozent, also einen zweiundfünfzig Prozent höheren Einbruch hatte 1945 die Regierung in Österreich zu … und jetzt 7 Prozent, gerade einmal schwache 3,2 Prozent mehr als 2009 … viele werden wohl auch das als Glück empfinden, daß der Bezwinger nicht schon 2009 die Regierung anführte, das Glück darüber, im Leben eine Sage nicht zweimal hören zu müssen, er hätte wohl auch 2009 nichts anderes erzählt, beim damaligen Einbruch der Wirtschaft um 3,8 Prozent, nur halt ohne Corona …

Zu Beginn seiner Sage betont Sebastian Kurz, „2020“ sei bisher ein „besonders herausforderndes“ und „ein noch nie dagewesenes Jahr“. Wie wahr von ihm gesagt, daß dieses Jahr noch nie dagewesen ist, nach dem in Österreich verwendeten Kalender eine vollkommen richtige, eine absolut wahre Aussage, nach anderen Kalendern war das Jahr 2020 schon einmal da, aber auch im übertragenen Sinn finden sich Jahre in der Vergangenheit, die mit 2020 mehr als nur mithalten können.

Auch gleich zu Beginn seiner Sage greift Sebastian Kurz wieder einmal zu einem geglückten Spruch: „Es gibt schön langsam Licht am Ende des Tunnels.“

Es gibt schon lange Licht im Tunnel, zum Glück. Kein Mensch braucht sich in einem lichtlosen Tunnel mehr vorzutasten, in ständiger Furcht und Angst, in der Dunkelheit sich das Genick zu brechen, bis er endlich wieder im Licht …

Es kann natürlich auch sein, daß dem Bundeskanzler voran der Regierung die sieben Prozent ein nachtschwarzer Tunnel sind, in dem er nach dem Licht sucht, das ihn aus dem Tunnel sicher leiten soll, und er, während er in der Tunnelschwärze nach einem Ausgang tappt, das Licht schon sieht, wie Menschen etwa, die von ihren Erfahrungen mit dem Licht am Ende des Tunnels erzählen, und denen oft nüchtern wissenschaftliche Erklärungen dafür vorgelegt werden, wie in der Art von dieser:

„Vor allem ein exzessiv erhöhter CO2-Spiegel beeinflusst signifikant die visuelle Wahrnehmung. Als Korrelat der Empfindung eines Lichts am Ende des Tunnels nimmt man eine Einengung des Gesichtsfelds auf den besser versorgten fovealen Bereich an. Der visuelle Kortex kann Farb- oder Formillusionen generieren, da Halluzinationen und echte Wahrnehmungen dieselben Hirnregionen benutzen.“

Rede über …

Im österreichischen Fernsehen läuft nun seit Wochen eine Werbung für „Sommergespräche“, in der Simone Stribl zum Anlocken von einem recht großen Publikum sagen darf: „So besonders wie unsere Zeit“ …

Vielen Menschen dürften die „Sommergespräche“, nicht die „Sommergespräche“ selbst, sondern die im Titel enthaltenen „Gespräche“ dazu verleiten, nicht nur selbst Gespräche über Österreich zu führen, sondern auch andere zu motivieren, ist doch immer öfters die Aufforderung zu hören, auf der Straße, im Gasthaus … „Rede über die Lage“ — —

Oh, „so besonders wie unsere Sommergespräche“ soll also „unsere Zeit“ sein.

Wenn das, was in diesem Land den gewöhnlichen Gang geht, besonders ist, dann sind es wohl besondere …

Rücktritte zum Beispiel sind etwas Gewöhnliches und nichts Besonderes. Das Selbstverständlichste. Fehler zu bekennen, sich zu entschuldigen, und zurückzutreten. Wie eben in Irland. Die Rücktritte wegen „Verstöße gegen Corona-Regeln“, nicht nur ein Rücktritt im August, sondern gleich mehrere Rücktritte am Ende dieses Monats: Handelskommissar Phil Hogan, Landwirtschaftsminister Dara Calleary …

Im Mai dieses Jahres gibt es Aufregungen in Österreich um eine Reise des zurzeitigen Bundeskanzlers und eines Landeshauptmannes, wegen Verstöße gegen die eigenen Corona-Regeln. Einzelne denken an eine Anzeige, manche fordert den Rücktritt, viele würden sich mit einem Eingeständnis, Fehler begangen zu haben, und einer Entschuldigung begnügen. Das Eingestehen, einen Fehler gemacht zu haben, eine Entschuldigung, beides gibt es nicht. Fehler-Bekenntnis und Entschuldigung, das hätte die Zeit zu einer …

In diesem Auftritt in einem engen Tal gleich einen Grund für Rücktritte oder zumindest für das Eingestehen von Fehlern und für eine Entschuldigung zu sehen, das war voreilig von jenen, die sich dafür aussprachen. Zu ihrer Entschuldigung kann aber angeführt werden, sie wußten einfach nicht um die Corona-Regeln für den Gebrauch im internen Kreis. Nach diesen wird alles richtig gemacht, nach diesen werden keine Fehler gemacht, nach diesen keine Notwendigkeit einer Entschuldigung, nach diesen kein Anlaß für Rücktritte …

Beispielsweise wurde der Abstand nach der für intern geltenden Regel strikt eingehalten, wonach ein Abstand von mindestens einem Fliegenpapier, wenn dies nicht möglich, dann von mindestens einer Riesenfliege zu wahren ist. Auch die Pflicht zum Nasen-Masken-Schutz wurde vom Personal in Warnwesten mit gelben Streifen strikt erfüllt …

Besonders und ungewöhnlich würde die Zeit in diesem Land einmal sein, wenn das Gewöhnliche nicht gewöhnlich wie immer gewöhnlich …

Vom Wachrütteln

Während Sebastian Kurz in einem Telefonat mit Benjamin Netanjahu von Benjamin Netanjahu „wachgerüttelt“ wurde, hat Benjamin Netanjahu in Israel selbst Tausende von Menschen „wachgerüttelt“, ohne aber je die Tausenden von Menschen persönlich anrufen zu müssen, um sie wachzurütteln.

Tausende von Menschen in Israel haben sich selbst wachgerüttelt.

Und für ihr Wachrütteln ist die Ursache vor allem der angeklagte Benjamin Netanjahu: „Betrug, Untreue, Bestechlichkeit“ und auch der „Corona-Kurs“ mit einhergehender „Fahrlässigkeit“ von ihm und seiner angeführten Regierung.

Tausende von Menschen in Belarus haben sich selbst wachgerüttelt.

Sie brauchten dazu weder einen Anruf von Netanjahu noch von Lukaschenko. Es reichte ihnen für das Wachrütteln der letzte Betrug – der Wahlbetrug – von ihm und seiner angeführten Regierung. Am Wachrütteln wird wohl auch sein Corona-Kurs einen Anteil haben, mit dem Lukaschenko, der gegen das Virus Wodka zu trinken empfiehlt, gerade noch mithalten kann with the old man from El Paraíso, der gegen das Virus Injektionen von Desinfektionsmitteln …

Je länger die sogenannte Corona-Krise andauert, desto mehr kann das folgenreiche Wachrütteln des Sebastian Kurz durch Benjamin Netanjahu zum Wachrütteln verstanden werden, auch durch den Corona-Kurs von Sebastian Kurz und seiner von ihm angeführten Regierung, die achtert wie ein Laufrad, und das nicht nur, wenn sie unter der Flagge Team Österreich auf dem Coronakurs ihre …

Kurz zum idealen Asyl für Alexander Lukaschenko: Graz, Österreich

Allein im Palast in Minsk soll Alexander Lukaschenko mit seinem fünfzehnjährigen Sohn, der nun nicht nur Sohn, sondern auch seines Vaters Leibwächter ist mit kugelsicherer Weste und Kalaschnikow, darüber gesprochen haben, ins Exil zu gehen.

Was solle aus ihnen werden, soll der fünfzehnjährige Leibwächter seinen Vater gefragt haben, wenn sie Belarus verlassen müßten, wo auf dieser Welt fänden sie wieder so ein prachtvolles Heim. Mit der totalen Liebe eines Vaters soll Lukanschenko sofort versucht haben, seinem Sohn seine Zukunftsängste zu nehmen. Und ihm, ohne lange überlegen zu müssen, einfach wie kurz gesagt haben: Graz.

Lukaschenko soll auf den den fragenden Blick seines von ihm selber gezeugten Leibwächters sich näher erklärt haben. Erst vor wenigen Monaten sei er in Österreich gewesen, das ihn so herzlich aufgenommen habe. Er sei zuversichtlich, Österreich würde ihnen ein recht schönes Heim bereiten, im dortigen Palast. So beeindruckend er auch die Hofburg gefunden habe, würde er doch Graz bevorzugen.

Der Sohn soll seinen Vater gefragt haben. Warum Graz? Der Vater solle seinem gezeugten Leibwächter von Graz erzählen.

Und der Vater soll erzählt haben, schwärmerisch lange, schließlich hätten sie sonst nichts zu tun, allein im Palast …

In Graz werde, soll der Vater seinem Sohn erzählt haben, die Tradition der Weitergabe des Wissens an die nächsten Generationen hochgehalten. Und willig werde von den kommenden Generationen diese Gesinnung aufgenommen.

In Graz würde es Menschen geben, soll der Vater voll Zuversicht weiter erzählt haben, die ihnen über kurz Freunde sein werden, etwa der Mann, der eben erst ganz in seinem Sinne aktive Zeichen setzte gegen Homosexualität und für Antisemitismus … In Graz bliebe ihnen auch die Mühe der Integration erspart. Denn. Wenn sie in Graz ankommen, werden sie schon richtig angekommen sein, ehe sie noch ihren ersten Schritt in Graz …

Aber, soll der Sohn seinen zu Beschützenden bang gefragt haben, werde es ihnen auch erlaubt werden, nach Graz zu gehen?

Sei ohne Sorge, soll der Beschützte geantwortet haben, es verbinde ihn mit dem österreichischen Chef ein gemeinsames Anliegen, er werde ihnen ihren Wunsch nicht … es sei gerade einmal etwa ein Jahr her, daß sie gemeinsam mit gefalteten Händen vor einem Denkmal ihr Gemeinsames bekundeten, „Verantwortung für diese unfassbaren“ …

Angekommen …

8 h in Österreich: Radionachrichten, 24. August ’20, ein Interview, Andrea Maiwald zu Elie Rosen:

„Der Mann, der Sie angegriffen haben soll, ist ein syrischer Flüchtling, der seit sieben Jahren in Österreich lebt, aber hier offenbar nie richtig angekommen ist.“

Hätte Andrea Maiwald das über einen anderen Mann gesagt, er sei „hier offenbar nie richtig angekommen“, es wäre die Wahrheit gewesen. Aber um diesen Mann geht es nicht in diesem Interview, zum einen, weil dieser Mann nicht in Österreich lebt, zum anderen vor allem, weil diesem Mann fortwährend aus Österreich ausgerichtet wird, er habe hier in Österreich nicht anzukommen.

Richtiger aber als der Mann, um den es in diesem Interview geht, kann kein Mann in Österreich ankommen. Und wie kaum ein zweiter Ort ist gerade Graz dafür recht geeignet, das richtige Ankommen zu lehren.

Der „richtig angekommene Mann“ in Graz, Österreich hat soeben sein richtiges Angekommensein durch Prüfungen in den österreichischen Identitätshauptfächern Homophobie und Antisemitismus

Das richtige Ankommen zu lehren, ist in Österreich eine Pflicht, die viele, recht viele bereit sind, freudig zu erfüllen. Im Staatslehrzimmer liegen die Behelfe auf, die sie für ihr Lehren des richtigen Ankommens benötigen, die Lehrbehelfe etwa zur richtigen Ehe, die Lehrbücher etwa zur richtigen Sexualität – fortlaufend zu ergänzen, auch durch Handgeschriebenes, die Lehrbücher etwa zum richtigen Idealismus, der Medienkoffer etwa für den richtigen Journalismus, die Protokolle etwa zur richtigen Geschichte, Hochglanzfotos etwa für richtige Vorbilder, die Leitsätze etwa der richtigen Grundrechte, die Spieluhr etwa zum Erlernen der richtigen Zeitnutzung

Der Behelfe gibt es noch reichlich, zu übervoll mit ihnen das Staatslehrzimmer, um hier alle anführen zu können, aber ein Behelf muß doch ebenfalls beispielhaft noch genannt werden, der ein richtiges Schmuckstück unter den Behelfen ist: richtige Postkarten aus dem richtigen Graz