Schriften von Martin Luther – 500 Jahre Weltkulturerbe Antiziganismus

Unesco Weltkulturerbe Schriften Martin Luther

Es gibt nun eine recht große Freude unter den Wiedergängern und Nachgängerinnen von Martin Luther, daß Schriften von ihm Weltkulturerbe … so passend und hilfreich zu den Propagandafeiern 500 Jahre …

Und was je zum Erbe erkoren wird. Dafür scheint es ein Leitbild zu geben, bestehend aus einem einzigen Satz: Das Weltkulturerbe ist gut.

Vollständig aber müßte es heißen: Das Weltkulturerbe ist gut, aber der Mensch, der Mensch ist nicht so. Und auch Martin Luther ist … Was er ist, was er heute allen sein sollte –  es gibt hierzu bereits einige Abschnitte, wie gelesen werden kann …

Weltkulturschönung wäre wohl die zutreffendere Bezeichnung für das Listerl Weltkulturerbe.

Oder: Weltkulturerbe, eine Albernheit. Und es ist auch albern. Eine besondere Albernheit fällt hierzu ein, die mit dem Burgerl als Versteck von Luther sogar zusammenhängt, nämlich die Albernheit

WKR-Ball, der nun Aka…

um wienerische Bälle als … albern nicht nur, wenn es um Säbeltänze geht, was für ein albernes Geschrei ist aktuell auf dem Eislaufplatz oder aus dem Resselpark …

Kurz Grasser oder Franz …

Sebastian Kurz- Christliche Sodilarität

Die letzten Aussagen von Sebastian Kurz werfen endgültig ein recht weißes Licht auf seine christschwarze Partei, kurz und sobotka gesagt, die ÖVP ist nun zu einer Gebärmaschine von FPlerinnen mutiert.

Den ersten, den sie gebar, ist Sebastian Kurz.

Vor ein paar Jahren mußte sie FPLer noch adoptieren. Sie werden sich noch, vielleicht an Karl-Heinz Grasser oder an Marcus Franz erinnern. Der eine war auch einmal in der ÖVP für die ÖVP im Gespräch: als Vizekanzler und als Parteiobmann. So wie jetzt eben Sebastian Kurz im Gespräch ist, als Parteiobmann.

Er, Kurz, kann, kaum in die Politwelt geworfen, schon reden als FPler: „NGO-Wahnsinn“, „Systemwechsel“ …  So viele Kombinationen mit „Wahn“ und mit „System“ sind von der identitären Parlamentspartei her bekannt.

Erschreckend dabei ist aber,

Sebastian Kurz kann stolz auf sich sein, für Uncut-News ist er ein „forscher Außenminister“

wie recht für Sebastian Kurz geworben wird.

Auch mit Umfragen. Ob er, Kurz, daran ganz unbeteiligt ist, daß es diese ungewöhnlichen Umfragen gibt? Es wird nun seit einiger Zeit abgefragt, wie würde die ÖVP mit einem Parteiobmann Kurz abschneiden. Es ist nicht erinnerlich, daß je noch vor diesem von der ÖVP gezeugten FPler abgefragt wurde, wie würde eine Partei mit ihrem Obmann und zugleich wie würde diese Partei mit einem anderen Obmann in Wahlen abschneiden.

Und das Erschreckendste daran ist, die ÖVP würde mit einem Obmann, der nicht Mitterlehner ist, sondern mit dem von ihr gezeugten FPler, in einer Nationalratswahl stärkste Partei werden.

Absolut erschreckend, wie viele in diesem Land die Sicht von dem gezeugten FPler teilen, was „christliche Solidarität“ … Kurzsche Solidarität aber ist Nullsolidarität. Eine Lektion in Solidarität erhielt dieser erst vor kurzem …

Unterrichtsstunde für Sebastian Kurz

sigmar-gabriel-sebastian-kurz-lehrer-und-schuler

Auch von eigenen Kindern kann der Mensch sich trennen, wenn deren Vernunft alles andere als Vernunft gebiert, sondern … Die ÖVP hat Erfahrung mit Kindesweglegung. Wenn etwa an das dann rasch wieder losgewordene zur Pflege übernommene …

Der für NR Marcus Franz unfaßbare Tod des Udo Ulfkotte

Als Octave Mirbeau vor einem Schaufenster mit Smartphones steht …

sieht er keine Smartphones an, sondern red rubber, also roten Kautschuk. Und beim Ansehen der Kautschukmuster sieht er im Nu etwas anderes, das Eigentliche, das Wesentliche, das Verbrechen. Das ist lange her. Über einhundertzehn Jahre. Heutzutage sehen sich Millionen von Menschen im Internet Bilder und Videos vom Eigentlichen, vom Wesentlichen, vom Verbrechen an. Aber wenn die Millionen von Menschen vor den Auslagen stehen, sehen sie das Eigentliche, das Wesentliche, das Verbrechen nicht, sondern nur Smartphones, und dann stürmen sie sofort die Geschäfte, um den Geschäftskönigen Millionen, Milliarden …

Smartphones in Auslagen

Octave Mirbeau braucht keine Collage dazu, um das Eigentliche, das Wesentliche, das Verbrechen zu sehen, wenn er in die Auslage mit den Kautschukmustern sieht.  Heutzutage muß eine Collage erstellt werden, um zu zeigen, was tatsächlich zu sehen ist, wenn in Auslagen Smartphones gesehen werden. So arm ist der Mensch des Westens seither geworden, daß es ihm nicht mehr möglich ist, Bilder und Videos im Internet mit der in Auslagen ausgestellten Ware in Verbindung zu bringen. Heutzutage im Westen, in der ach so kreativen Zeit.

Als Octave Mirbeau vor der Auslage steht, und das Eigentliche, das Wesentliche, das Verbrechen sieht, gab es einen Menschen, der Geschäftskönig genannt wurde. Leopold von Belgien, verheiratet mit einer Habsburgerischen aus dem tirolerischen Österreich. So reich ist der Mensch des Westens seither geworden, daß es viele Geschäftskönige gibt. Und es gibt wohl nicht wenige Geschäftskönige, die immer noch ganz begierig darauf sind, mit einer Frau aus der Familie Habsburg aus dem tirolerischen Österreich verheiratet zu werden. So nichts hat sich seither im Westen verändert. Aber das ist nicht das Schlimme, eine Frau aus der Operette … Das ist hier auch ganz nebensächlich.

Als Octave Mirbeau vor der Auslage steht, geht es um den Kongo. Und auch heute geht es um den Kongo, nicht nur um den Kongo, aber auch und weiter um den Kongo, wenn in den Auslagen das Eigentliche, das Wesentliche, das Verbrechen zu sehen ist. So nichts hat sich seither verändert, daß es nicht notwendig ist, über seltene Erden, über Kobalt, über Smartphones zu schreiben, um das Eigentliche, das Wesentliche, das Verbrechen in die Auslage zu stellen. Nur weil es heutzutage andere Produkte sind, muß nicht so getan werden, als hätte es einen Fortschritt gegeben.

Heutzutage ist ebendas Smartphone der Hauptkautschuk.

Über das Eigentliche, das Wesentliche, das Verbrechen kann auch über einhundertzehn Jahre später geschrieben werden, indem einfach zitiert wird, was Octave Mirbeau schreibt, über den Kautschuk. Freilich muß die heutige Einfalt berücksichtig werden, und also stets, wenn Kautschuk genannt wird, Smartphone hinzugeschrieben werden. Korrekter wäre es, Kobalt, seltene Erden … aber die Einfalt, die Kombinationsmängel des westlich gebildeten Menschen … sonst aber, wie bitter für die heutige Zeit der ständigen Weiterbildung und Fortbildung, muß nichts geändert, nichts hinzugefügt werden.

„Der rote Kautschuk [Smartphone]

Dieses Schaufenster wirkt harmlos; der Laden macht einen friedlichen Eindruck. Und doch beginnen mich diese Muster allmählich zu faszinieren. Schließlich kann ich meine Augen nicht mehr von diesen Kautschukstücken [Smartphonestücken] lösen. Warum gibt es keine erläuternden Bilder, keine Photos in diesem Schaufenster? … Meine Phantasie ersetzt sie im Nu.

Ich denke an die Wälder, an die Seen, an das Märchenhafte dieses Paradieses voller Sonne und Blumen … Ich denke an die kindlichen Neger, an die bezaubernden Neger, die zu den gleichen Freundlichkeiten und den gleichen Roheiten wie die Kinder fähig sind. Ich erinnere mich an jenen Satz eines Forschungsreisenden: ‚Sie sind hübsch und sanftmütig wie jene Kaninchen, die man abends am Rande der Wälder sieht, wie sie sich putzen oder im duftenden Grase spielen.‘ Was ihn im übrigen nicht daran hinderte, sie zu töten … Ich sehe die vollendeten Bronzen der Frauenkörper und die Kleinen mit ihren geblähten Bäuchen umherrennen. Ich sehe große Teufel, so schön wie antike Statuen, über einen Lendenschurz, über Glasperlenschmuck ungeduldig mit den Füßen stampfend um Uhren, um Phonographen, um all den erbärmlichen Nippes drängen, den wir für sie herstellen; sich in die Brust werfen, hin- und herschwanken, als würden sie sich lustig machen, sich lustig machen über uns oder über sich selbst; den Kopf hin und her wiegen wie Kinder, die sich genieren. Ich sehe an ihren Frauen, die den Karessen der Weißen zugänglich sind, die linkische Gebärde einer Bäuerin, die ein Städter vor Freude zum Erregen bringt.

Und auf einmal sehe ich über ihnen – und sie bedrohend – die Peitsche des Händlers, des Kolonisten und des Beamten. Ich sehe nur noch solche, die mit dem Revolver in der Faust zur Arbeit geführt werden und so brutal wie die Soldaten in unseren afrikanischen Strafkolonien behandelt werden und die hundemüde, die Haut übersät mit Striemen, weniger zahlreich als sie aufgebrochen waren, von der Arbeit zurückkehren. Ich sehe Hinrichtungen, Massaker, Folter, unter denen, wahllos durcheinander, blutüberströmt, Athleten aufschreien, die gefesselt sind und gekreuzigt werden, Frauen, deren Martern ein abscheulich wollüstiges Schauspiel bieten, Kinder, die, die Hände schützend über ihren Kopf haltend, mit ihren kleinen krummen Beinen unter ihren hervortretenden Bäuchen die Flucht ergreifen. Ganz deutlich habe ich in einer grauen Scheibe, in einer schwarzen Kugel den zu hübschen Rumpf einer vergewaltigten und enthaupteten Negerin erkannt und habe darin auch verstümmelte Greise gesehen, die im Sterben liegen und deren ausgetrocknete Glieder knacken. Und ich muß die Augen schließen, um den Anblick all dieser Greuel zu entgehen, zu denen sich diese Kautschukmuster [Smartphonemuster], die dort so reglos, so neutral daliegen, urplötzlich belebt haben.

Dies sind die Bilder, die eigentlich fast jeder Pneu, der vorrüberrollt, und fast jedes in seinen isolierenden Mantel gehüllte Kabel erwecken müßte. Aber man weiß nicht immer, woher der Kautschuk [Smartphone] stammt. Hier weiß man es: Er stammt aus dem Congo. Er ist tatsächlich jener red rubber, der rote Kautschuk [Smartphone]. In Antwerpen landet davon nicht ein einziges Gramm an, das nicht in Blut getränkt ist.

Im tropischen Amerika, in Malaysia, in Indien ist die Ausbeutung der Kautschukpflanzen [Smartphoneerden] nur eine landwirtschaftliche Industrie. Im Congo ist sie dagegen die schlimmste Ausbeutung der Menschen. Zu Beginn hat man nur die Rinde der Bäume eingeritzt wie in Amerika und in Asien, doch dann hat man, als die Händler aus Europa und die Industrie ihren Bedarf immer mehr erhöhten und die Handelsgesellschaften, die den Reichtum des Königs Leopold ausmachen, immer höhere Einkünfte benötigen, schließlich die Bäume und die Lianen ganz ausgerissen. Nie liefern die Dörfer genug von diesem kostbaren Rohstoff. Man peitscht die Neger aus, da einen die Ungeduld packt, wenn man sie so gemählich arbeiten sieht. Die Rücken übersäen sie mit blutigen Tätowierungen. Entweder sind sie Faulpelze, oder aber sie verstecken ihre Schätze irgendwo. Expeditionen werden organisiert, die jeden Winkel durchsuchen, alles beschlagnahmen, ganze Stämme gefangennehmen. Man nimmt sich Geiseln, die jüngsten unter den Frauen, ja sogar Kinder, mit denen man sich ja wohl noch vergnügen darf, um sich ein wenig zu beschäftigen, oder Greise, an deren Schmerzensschreien man etwas zu lachen hat. Man wiegt den Kautschuk [Smartphone] vor den versammelten Negern ab. Ein Offizier schlägt in einer Notizkladde nach. Es genügt bereits eine Nichtübereinstimmung von zwei Ziffern, und schon fließt das Blut, und ein Dutzend Köpfe rollen zwischen den Hütten.

Und wir brauchen immer noch mehr Pneus, immer noch mehr Regenmantel, immer noch mehr Vernetzungen für unsere Telephone, immer noch mehr Isolationsmaterial für die Kabel der Maschinen. Also ritzt man genauso, wie man die Rinde der Pflanzen einritzt, die Haut der beklagenswerten Eingeborenenrassen ein, und mit der gleichen Roheit, mit der man die Lianen ausreißt, reißt man dem Land seine menschlichen Pflanzen aus.

Zum Teufel mit den Engländern, die eifersüchtige Kerle sind und es dem König Leopold nicht verzeihen, daß er sie an der Nase herumgeführt und bestohlen hat! Zum Teufel mit den Zeitungsschmierern und Radaumachern! Wenn an all unseren Pneus [Smartphone], an all unseren Kabeln Negeblut klebt, dann ist das doch ein gutes Geschäft! Können wir die niederen Rassen denn besser mit unserer Zivilisation verbünden, sie enger in die Bedürfnisse unseres Handels und unseres Lebens einbinden? … Außerdem sind Leopolds Paläste, seine Launen, seine Reisen, seine Sinnenfreuden kostspielig. Muß man nicht auch die Dividenden der Aktionäre erhöhen, die Zeitungen bezahlen, damit sie den Mund halten, das Interesse des belgischen Parlaments wachrütteln, damit e dafür stimmt, und das Interesse der anderen Regierungen einlullen, damit sie über diese Greuel die Augen verschließen?

Aber das ist egal. Wenn ich König Leopold noch einmal begegne, während er sich in Monte Carlo, in Trouville oder in der Rue de la Paix herumtreibt, wenn ich unterm Glase sein Auge strahlen sehe, während er die Schmuckschatullen eines Juweliers betrachtet, die Bluse oder die Lippen einer vorübergehenden Dame taxiert, wenn ich die zu reife Begleiterin einer sehr hübschen Demoiselle in einem Restaurant an den Champs-Élysées dem Souverän etwas ins Ohr tuscheln sehe, dann werde an dieses Schaufenster hier denken, und dann wird mit die Lust zu lachen vergehen …

‚Wir haben auch noch ganz wundervolles Elfenbein …‘, meinte der Mann im Gehrock zu mir, während er mich zurück bis zur Tür begleitete.“

„Das ist das Gebein von Elfen.“

Andre Heller - Uhren gibt es nicht mehr.jpgEin blinder Mensch, dem die Stimmen von Peter Turrini und André Heller unbekannt sind, kam beim Anhören des Gespräches von Herrn Heller mit seiner einhundertzweijährigen Mutter ins Schwärmen und rief aus: Was für eine kindhafte Stimme Frau Heller doch hat!

Anders erging es dem blinden Menschen, dem die Stimmen von Peter Turrini und André Heller unbekannt sind, beim Anhören des Gespräches von Herrn Turrini mit dem vierjährigen Nachbarskind. Er stellte verwundert fest: Was für eine greisenhafte Stimme das Kind doch hat.

Er war nicht davon zu überzeugen, die Tonträger vertauscht zu haben. Er blieb dabei, es ist das Gespräch zwischen Herrn Heller und seiner Mutter zu hören, während in Wirklichkeit das Gespräch zwischen Herrn Turrini und dem Nachbarskind abgespielt wurde, und ebenso beharrte er während des Abspielens des Gespräches zwischen Herrn Turrini und dem Nachbarskind darauf, das ist das Gespräch zwischen Herrn Heller und seiner Mutter.

Wäre bloß ein kompetenter Mensch anwesend gewesen, einer, dem der blinde Mensch Autorität zuerkennt, wie schnell wäre dieses sich in die Länge ziehende Gespräch über die Verwechslung von Tonträgern beendet gewesen. Aber so endete es erst nach Stunden, erst als der blinde Mensch endlich sagte, er sei nun müde. Und aus dem Halbschlaf heraus murmelte er, es müsse seine Mutter in Wahrheit noch viel älter sein, wie sonst könne er sie fragen, ob sie Tschaikowsky noch …

AAndrea Schurian - Andre Heller - Blicke bis auf den Grund der Seelech, wäre bloß Andrea Schurian an diesem Nachmittag anwesend gewesen, wie schnell wäre dieses sich in die Länge ziehende Gespräch beendet gewesen, die Verwechslung aufgeklärt. Denn. Der blinde Mensch hält viel auf ihr Urteil. Ihr Artikel in der besten Tageszeitung des Landes war es schließlich auch, der ihn zum Kauf veranlaßte. Sie werden jetzt vielleicht denken, die Zeitung gibt es in Blindenschrift. Nein, es ist die Reinigungskraft, die ihm täglich, ehe sie mit dem Staubwischen beginnt, aus dieser vorliest. Den Tonträger mit dem Gespräch zwischen Herrn Turrini und dem Nachbarskind erwarb er einige Tage zuvor, aufgrund einer Empfehlung vom besten Radiosender dieses Landes. Die Reinigungskraft muß ihm nicht jeden Artikel vorlesen, aber sie hat den Auftrag, ihm unbedingt alle von Andrea Schurian vorzulesen. Und auch der Artikel von ihr über André Heller und Uhren, die es nicht mehr gibt, aber zu tragen sind, verfehlte bei ihm nicht seine Wirkung, von einer Qualität, poetisch, wie der blinde Mensch sagt, als würde André Heller selbst … todesmutig stürze sie sich in die Sprache, wie eben nur eine Meisterin, die über einen Meister … und der Meister werde die Meisterin nicht wie seine Mutter fragen müssen, ob sie eine Meisterin sei, sondern ausrufen: sie ist eine Meisterin! Denn auch das werde er wissen, wie er so vieles wisse, was zum Beispiel Gott sei, auch das wisse er, der Franzi, wie ihn, ist zu lesen, seine Mutter …. von der der blinde Mensch auch heute wieder meint, beim Abspielen des Gespräches zu Topfenstrudel mit Schlag und Tee, sie habe so eine …

Prozgenta

Inri - Wir sind das Volk - Prozgenta.jpg

„Der französische Laizismus ist, glaube ich, nicht unser österreichisches Modell. Wir wollen nicht eine Gesellschaft, in der religiöse Zeichen einfach verschwinden.“

Das sagt der Kardinal, auch, im Zuge der Erregungen um Foulards, wie gelesen werden kann in

Die Angst des Kardinals vor dem „Burkaverbot“.

Ob dies die Ansage ist zur Gründung der Prozession gegen die Entkreuzung des Abendlandes (schlicht und kurz: Prozgenta)  und wann werden die ersten Märsche auf dem Stephansplatz oder anderswo im tirolerischen Österreich … mit dem Kardinal voran, der ein Kreuztransparent mit dem Slogan inri – prozgenta – wir sind das volk in die Höhe …

Die Angst des Kardinals vor dem „Burkaverbot“

Mit einem „Burkaverbot“ geht es auch dem Kreuz an den Nagel

Es gibt Menschen, die könnten dem Kardinal, wie es auf einer recht in Ruhe gelassenen Homepage gelesen werden kann, „ins Gesicht speiben“, weil er, wie sie meinen, gegen ein Burkaverbot … so vulgär wie das ihr Meinen ist, so gering ist das ihr Verstehen. Denn. Sie verstehen nicht, daß der Kardinal verstanden hat, mit einem „Burkaverbot“ geht es auch seinem Kreuz an den Nagel.

Das ist für den Kardinal gesinnungsgemäß keine Beruhigung, unter sich Menschen zu wissen, die seinem Kreuz die Stange halten – der Kern des Wollens dieser Menschen ist das Gewinnen von Wahlen, und die Zeit von einer Wahl zur anderen ist kurz. Bereits die nächste Wahl könnte diese Menschen, die heute noch für den Kardinal seinem Kreuz die Stange halten, aus ihren gewichtigen Positionen …

Das Kreuz. Sichtbares Zeichen für …, ach es muß nicht neu formuliert werden, nur zu wiederholen, zu wiederholen ist es ständig, wie auch der Kardinal ständig seinen Katechismus wiederholt, und damit zum Ausdruck bringt, er und sein Kate… sind den Gesetzen des Staates über – insbesondere den Gesetzen, die die Gleichstellung und die Gleichbehandlung von Mann und Frau …

Duzdar zu Österreich: „Frauenrechte stehen über der Religion“.

Chef einer gesetzesbrecherischen Organisation eines Glaubens

Blick-Gebot für den Mann erübrigt jedwedes Gebot der Verhüllung gegen die Frau.

Schönbornstandard oder die unerträgliche Propaganda der gewollten Gesetzesunwissenheit

Wie wirkt das Kreuz?

Und eben erst hat der Kardinal wieder einmal bestätigt, was er von Gesetzen hält, die er nicht in seiner Urfassung des Korans findet, wie in der Collage gelesen werden kann:

„Vielleicht bekommen dadurch auch die positiven Argumente für den Zölibat und für die traditionelle lateinische Praxis mehr Glaubwürdigkeit.“

Frank und frei sagt er es heraus, es kümmert ihn nicht, beispielsweise das Gleichbehandlungsgesetz … ob es in diesem Land je noch dazu kommen wird, daß ein leitender Angestellter eines Organisierten Glaubens sich nicht über die Gesetze des Landes …

„Lateinische Praxis“ … Es gibt diesen Mythos der großen zweiten Sitzung, die einst in einem Grätzel von Rom … Der Fortschritt dieser Sitzung ist eine Legende, aber sogar diese scheint an dem Kardinal … in welcher Zeit er wohl leben mag? Vielleicht in der von Octave Mirbeau. Und die ist auch schon … es ist schon über 110 Jahre her, daß Mirbeau schrieb:

„So wie in unserer wilden und wehklagenden Bretagne, wo der religiöse Geist in gewissem Sinne alles versteinert hat; wie im österreichischen Tirol, wo an jeder Wegbiegung, an jeder Kreuzung, einfach überall Heiligenbildnisse …“

Durch Österreich fuhr Octave Mirbeau nicht, mit seinem Automobil mit dem Kennzeichen „628-E8“, um das ihn heute in Österreich so mancher Herrenfahrer wohl beneidete … er, Mirbeau, hätte sonst vielleicht geschrieben: wie im tirolerischen Österreich …

„Überall Prozessionen, Glockengeläut, überspannte, mittelalterliche kulturelle Zeremonien … Altarschmuck selbst in den häuslichen Schlafzimmern, gebeugte Rücken, gefaltete Hände … und anmaßende, brünstige und raffgierige Priester und Furcht verbreitende Bischöfe mit Inquisitionsgesichtern. Überall auch jene Literatur, deren mystische Erotik sich so gut mit der frommen Inbrunst verbindet und sie verherrlicht … Wer niemals …. beigewohnt hat … in ein wahres Irrenhaus verwandelt hatte, der kann nicht begreifen, zu welchen Exzessen, zu welchem Irrsinn die Religion … die arme Seele der Menschen zu führen vermag … Es war König … der sein Carnet mit dämonischen Bischöfen, seinen Mönchen, seinen Henkern und mit einer Nonne auf dem Schoß, in den Folterkammern das Blut der Ketzer fließen und ihr Fleisch peinigen ließ …“

Wie gut wäre es gewesen, wenn Mirbeau auch durch Österreich gefahren wäre. Was hätte er nicht alles zu Österreich geschrieben, was er etwa zu Belgien, wie dieses obige Zitat … Thomas Bernhard hat es versucht, aber Bernhard war kein Mirbeau; er konnte es auch nicht sein, weil Mirbeau schon, auch, der ganze Thomas Bernhard war, und sein gesamtes Werk hätte Bernhard in einem Satz unterbringen können: Wenn Sie Bernhard lesen wollen, lesen Sie Octave Mirbeau. Diesen Satz als Gesamtwerk hat Bernhard nicht geschrieben, wie er auch wohlweislich vermied, Mirbeau je zu erwähnen –  die berühmte Geschichte vom Schmiedl und Schmied …

Es hätte wohl nichts daran geändert, daß einhundertzehn Jahre später in diesem tirolerischen Österreich ein Kardinal immer noch unter sich Menschen weiß, die seinem Kreuz … vielleicht aber, es ist Frühlingsbeginn und ein Frühlingsanfang erlaubt es, Hoffnung zu äußern, vielleicht bringt die nächste Wahl Menschen in Positionen, die dem leitenden Angestellten auch dieses Organisierten Glaubens höflich, aber bestimmt seinen Platz zuweisen, ihm die Gesetzesbücher des Landes auf seinen Koran legen, aber der Frühling ist in diesem Land keine Zeit der Hoffnung, und es ist zu fürchten, es kann nur noch schlimmer werden, wenn jene mit der oben erwähnten Homepage …

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Grüne oder von der Vergeblichkeit der Gesetzesverschärfung

FPÖ unzensuriert und Peter_, der dem Kardinal „ins Gesicht speiben könnte“.

Grüne oder von der Vergeblichkeit von Gesetzesverschärfungen.jpg

Es wurde im Grunde bereits alles gesagt, was von dem Gesetzesvorschlag der Grünen zur Verschärfung des „Cybermobbing-Paragraphen“ zu halten ist,

Grüner Gesetzesvorschlag oder Österreich 2017: Strafen, Kerker, Verbote, Anhaltelager

dennoch ist das letzte Beispiel der Ungeheuerlichkeit, die Peter_ auf FPÖ unzensuriert in seinem Kommentar schreibt, noch einmal heranzuziehen, für ein oder zwei zusätzliche Anmerkungen.

Weder halten bestehende Gesetze Peter_ davon ab, derartige Kommentare zu schreiben, noch veranlassen bestehende Gesetze FPÖ unzensuriert seit Jahren, Peter_ das Schreiben von derartigen Kommentaren zu unterbinden.

Der Kommentar von Peter_ ist seit dem 18. März 2017 einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Heute, am 20. März 2017, sind es bereits 57 Menschen die zu diesem Kommentar

 „Es ist einfach nur Dummheit – und sie kotzt mich an! Dass dieser Schönborn ernsthaft glaubt, bei diesem Saudi-Dreck handle es sich um eine ‚Religion‘, ist ein untrügliches Indiz dafür, dass er schwachsinnig ist und nicht die Fähigkeit besitzt, Realität von Halluzinationen zu unterscheiden!  Fragt ihn mal, was er von Steinigung, Handabschlagen und Köpfen hält! Ich bin so angewidert von dieser Ekelhaftigkeit, dass ich ihm ins Gesicht speiben könnte! Jemand, der den Verstand eines fünfjährigen Kindes besitzt, sollte nicht ein ‚Amt‘ ausüben!“

ihre Zustimmung bekunden, das also „gutheißen“. Am gestrigen Tage waren es noch 29 Menschen. Was passiert mit einem Menschen, der für solch einen Kommentar nach dem Gesetzesvorschlag der Grünen für ein Jahr ins Gefängnis muß? So ein Mensch kann im Wissen, daß viele seinen Kommentar gutheißen, es durch die namenlose Tat des Anklickens der Zustimmung bekundet haben, sich erstens nur ungerecht behandelt fühlen, zweitens auf seinem Esel der Meinungsfreiheit als Märtyrer in den Kerker einziehen, und radikalisierter als je zuvor das Gefängnis wieder verlassen.

Und wie wäre die Äußerung von Tea Party nach dem Gesetzesvorschlag der Grünen – gar nicht. Denn. Tea Party schreibt ja bloß harmlos unmittelbar zu Peter_:

„wir zwei sind wie immer EINER Meinung!

Und dieser „einen Meinung“ von Peter_ und Tea Party schließen sich 29 Menschen durch die Tat des Zustimmungsklick an, heißen sie also gut. Am gestrigen Tage waren es noch fünf Menschen.

Bestehende Gesetze können diese zwei Herren, die stellvertretend bloß zu nennen sind, schon nicht stoppen, es kümmern schon bestehende Gesetze FPÖ unzensuriert nicht. Denn auch Tea Party ist ein recht fleißiger Kommentarschreiber seit geraumer Zeit …

Was kann also von weiteren Gesetzen, wie sie von den Grünen vorgeschlagen werden, erwartet werden?  Daß sich etwa Peter_ , Tea Party … und mit ihnen ihre recht liebgewonnenen Lebensplattformen vor lauter Angst vor solch einer Verschärfung selbst ins Gesicht … und nichts mehr schreiben, bedingt auch dadurch, sie dann ihre Tasten nicht mehr sehen?

Grüner Gesetzesvorschlag oder Österreich 2017: Strafen, Kerker, Verbote, Anhaltelager

Österreich 2017 - Strafen - Kerker - Verbote - Anhaltelager.jpg

Es war einmal in einem Land, in dem es einer Partei mit einem Justizminister, der die Vision einer gefängnislosen Gesellschaft hatte, gelang, mehrmals Wahlen mit absoluter Mehrheit zu gewinnen. Von diesem Land ist der nackte Name übergeblieben: Österreich.

Und die Menschen, die in dieser nun so fern anmutenden Zeit geboren wurden, damals Kinder, vielleicht auch schon Jugendliche waren, in dieser Zeit ihre Bildung in den Pflichtschulen, in den weiterführenden Schulen, auf den Universitäten erfuhren, und es könnte gemeint werden, diese Zeit hätte sie prägen müssen, weil es doch stets heißt, die Zeit der Jugend ist die prägendste Zeit, sind geblieben, haben nun Positionen inne, die es ihnen ermöglichen, Gesetze zu verabschieden, Gesetzesinitiativen einzubringen, im Parlament, das sie immer mehr zu einer Disziplinierungsanstalt verbauen.

Und das Erschreckende daran ist nicht, daß es Mandatare von der FPÖ sind. Von dieser Partei ist etwas anderes nicht zu erwarten. Das Erschreckende daran ist nicht, daß es Mandatare von der ÖVP sind. Von dieser Partei ist nicht viel anderes zu erwarten. Das Erschreckende daran ist nicht, daß ein weitere Partei – die ist nicht mehr zu erwähnen, wird bald aus dem Parlament hinausgefahren werden. Das Erschreckende daran ist, daß es Mandatarinnen von der Partei sind, die in ihren Reihen diesen Justizminister der Utopien hatte, der länger als jeder andere Mensch Justizminister in diesem Land war. Das Erschreckendste daran aber ist wohl, daß Mandatarinnen von der Partei, von der gemeint werden durfte, sie rettet die Visionen und die Utopien aus der nun so fern anmutenden Zeit herüber in die Gegenwart, nun auch schon die Ziegeln herankarren zum forcierten Umbau des Parlaments zu einer Disziplinierungsanstalt.

Das ist das Erschreckendste und das Enttäuschende in diesem Land, das immer noch Österreich heißt, diese hohe Einigkeit, diese Übereinkunft gesetzesverantwortlicher Parteien, eine Disziplinierungsgesellschaft haben zu wollen, einen Züchtigungsstaat errichten zu wollen, wie er überwunden gedacht werden konnte, und alle Parteien tragen mit der einen oder anderen Züchtigungsidee dazu bei. So auch die Grünen etwa mit der aktuellen Gesetzesinitiative, die in ihrer Gesamtheit in der Collage gelesen werden kann.

Beworben wird diese Züchtigungsidee wie folgt:

„Wer auf Social Media Gewalt gegen eine Person gutheißt oder sie auf sexualisierte Art und Weise beleidigt oder bloßstellt, soll künftig mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe bestraft werden können.

Für die Weiterverbreitung an eine breite Öffentlichkeit wäre bis zu ein halbes Jahr fällig.

Bis zu zwei Jahre für die Veröffentlichung von Wohnadresse oder Telefonnummer der betroffenen Person.“

Es genügte bereits, diesen Gesetzesvorschlag der Grünen abzulehnen, weil er nur Strafen anzubieten hat. Aber wie alle Korrektionsanstaltsregeln hat auch dieser Gesetzesvorschlag darüber hinaus Mängel, auf die doch eingegangen werden will.

1

Ein nationales Gesetz gerade in diesem alle Grenzen verneinenden Medium ist ein unbrauchbares Gesetz.

2

Wie soll gerade bei diesem Medium festgestellt werden, daß ein derartiges Posting tatsächlich mehr als 150 Personen und tatsächlich weniger als 150 Personen zugänglich war, um es ahnden, aber es auch nicht ahnden zu können? Diese Feststellung ginge wohl nur doch eine totale Überwachung.

3

Nach diesem Gesetzesvorschlag könnte beispielsweise Angela Merkel … wie das Beispiel in der Collage zeigt. Denn der Gesetzesvorschlag der Grünen träfe gänzlich zu.

Dinghofer hofft auf FPÖ unzensuriert auf einen Stauffenberg gegen Angela Merkel, der „genauer arbeitet als sein Vorgänger“

Und Angela Merkel kann dieses in Österreich verbreitete Posting auch in Deutschland lesen und dann? Oder würde das Gesetz, wie von den Grünen vorgeschlagen, nur für „Personen“ gelten, die in Österreich ihren Wohnsitz haben? Diese Einschränkung, was bei diesem Medium eine sonderliche Einschränkung wäre, steht nicht im Gesetzesvorschlag. Gerade ein Männchen aus der Türkei würde sich darüber wohl sehr freuen, über ein solches Gesetz in Österreich.

4

Auch sollen Menschen, die ein derartiges Posting weiterverbreiten, ebenfalls mit einer Haftstrafe … Und was ist mit all den Menschen, die anonym ein derartiges Posting positiv bewerten, somit zur Verbreitung beitragen? Für Bewertungen wird nicht einmal ein Pseudonym benötigt. Gänzlich namenlos. Wie auch das Beispiel eines Postings gegen Angela Merkel zeigt, schreibt ein Mensch derart Ungeheuerliches, und viele Menschen denken nicht nur dieses Ungeheuerliche, sondern bestätigen das Ungeheuerliche durch die Tat der Positivbewertung und tragen soher auch zur Verbreitung bei. Würden aber ungestraft davon kommen. Es sei denn, es wird ein Weg der totalen Überwachung gefunden, um auch diese zur Verantwortung zu ziehen.

5

Und ein weiteres Gesetz soll eindämmen können, was mit bisherigen Gesetzen nicht möglich war? Ein gutes Beispiel für die Schlechtigkeit ist Peter_. Wie in der Collage gelesen werden, schreibt er nach wie vor recht munter, diesmal, am 18. März 2017, möchte er dem Kardinal, der für ihn „schwachsinnig“ ist, „ins Gesicht speiben“. Und gleich neunundzwanzg Personen finden, das ist eine positive Tat, einem Menschen „ins Gesicht speiben“. Seit Jahren verbreitet, wie hier nachgelesen werden kann,  Peter_ das Ungeheuerlichste. Um nur eine Ungeheuerlichkeit exemplarisch herauszugreifen:

Fragen an Norbert Hofer, den Dritte-Chance-Geschenk-Kandidaten

6

Zwei Jahre Haftstrafe sollen Menschen gar bekommen, die Wohnadresse … Wer sich im Internet umsieht, findet die eigene Wohnadresse und die eigene Telefonnummer auf nicht wenigen Sites … Und nach diesem Gesetzesvorschlag der Grünen, wer kommt für zwei Jahre in den Kerker? Auch all die Adressenhändler, Nummernhändlerinnen, die ungefragt im Internet Daten zur Verfügung stellen und verbreiten, oft sind es auch welche, die es nicht in und von Österreich aus machen? Die Verantwortlichen für „Stoppt die Rechten“ aus dem Umfeld der Grünen, die die Privatadresse mit Telefonnummern, wie in der Collage gelesen werden kann, von einem ehrtreuen Manne veröffentlichen, oder die Person, die diese Collage, um das aufzeigen zu können, erstellte, ohne die Adresse zu schwärzen?

Was für eine Hysterie. Wegen Adressen, die so leicht zu finden sind. Woher hat zum Beispiel jener Mann die Adresse, wie er schreibt, immer wenn er vorbeifahre, müsse er …

Vielleicht hat er die Adresse im Internet selbst herausgesucht, vielleicht hat er sie von Burschen, die die Adresse einmal veröffentlichten, aber nicht in Österreich, sondern in Deutschland … Und wie ist das, wenn eine Adresse aus Österreich in einem anderen Land veröffentlicht wird, nicht aus guten Absichten, und doch durch diesem Medium in Österreich zugänglich … Oder doch auf einer österreichischen Website eines ehrenschätzenden Mannes? Und würden die zwei Jahre Haft auch dann zu verhängen, wenn die Adresse seit Jahren veröffentlicht und zugänglich …

Das auf die Schnelle zu diesem Gesetzesvorschlag. Ja, Wer disziplinieren will, heißt es, denkt selten nach …

Allah ist tot.

AKP Küme Erdoğan

„Gott ist tot“, schreibt vor langer Zeit auch Nietzsche, weil, so schreibt er: „wir haben ihn umgebracht“.

Einer seiner Nachkommen namens Allah aber scheint noch zu leben, doch auch dieser kann umgebracht werden. Die nächste Gelegenheit dazu haben die Menschen in der Türkei, sie können Allah, der in der Türkei als Erdoğan herumtrampelt, umbringen …

… und das Schöne an diesem Mord ist, es ist ein unblutiger Mord. Allah braucht nur nicht mehr gewählt zu werden. Es braucht in einem Referendum nur nicht für das gestimmt werden, was Allah will, und schon ist Erdoğan tot.

Das ist der zweite Mord, aber der wichtigste Mord. Es mag sonderbar klingen, aber es ist nicht sonderbarer, als alles, was beispielsweise im Koran zu lesen ist. Den ersten Mord hat Allah vulgo Erdoğan an sich selbst begangen. Geistig ist er bereits tot, er hat sich geistig selbst umgebracht.

Wer heutzutage etwa noch die Todesstrafe will, ist geistig tot. Und nur ein geistig Toter kann so sprechen, wie Erdoğan  spricht:

„Ich glaube, so Gott will, wird das Parlament das Notwendige tun hinsichtlich eurer Forderungen nach der Todesstrafe nach dem 16. April“, so der türkische Präsident weiter.“

Dieser Satz kann nicht anders gelesen werden als:

Ich glaube, so ich Allah von Erdoğans Gnaden will, wird …

Und die Forderung nach der Todesstrafe ist nicht das einzige Kennzeichen, das zum Feststellen seines Todes herangezogen werden kann, aber das sicherste und letzte, das notwendig ist, um seinen Tod ohne Zweifel zu bestätigen.

Nun bleibt nur ein Mord noch zu vollbringen, der wesentliche, den Toten nicht mehr zu wählen, im Referendum nicht für das zu stimmen, was der Tote will.

Und wenn diese Tat vollbracht ist, werden die Menschen in und außerhalb der Türkei sagen können: Siehe, es ist vollbracht, Allah, Vergessen für Dich, Segen und Friede für die Menschen.

Was dann mit ihm ist?  Kein Mensch braucht um den Zweifachtoten sich zu sorgen. Es ist für ihn vielleicht sogar eine Erlösung. Zurückzukehren in die Masse. Dann wieder alte und also speckige Sakkos zu tragen, in billigen und also nach alten Männern stinkigen Spelunken unter alten Männern in ebenso speckigen Sakkos ganze Nachmittage …

Haben Sie Michael Gruner gesehen?

Die Bananen der Franz BeckettDie Bananen der Franz Beckett

Eine Liebe zu den Hofratswitwen wird es nicht mehr werden, aber mit Nachsicht wird ihnen im Slugar zugehört werden können, wenn sie wieder einmal fragen, haben sie Oskar Werner gesehen. Und wieder ohne eine Antwort zu erwarten, sie wie stets sogleich zu schwärmen beginnen werden, ihn noch erlebt zu haben, in Wien, in Salzburg, seine Prinzen …

Und wenn Sie vorsorgen möchten, einst doch eine schöne Erinnerung zu haben, an diese Welt, in der es nichts Schönes zum Erinnern gibt, streichen Sie alle Ihre Termine der nächsten Tage bis zum 25. März 2017 aus Ihrem Kalender, und eilen Sie auf den Nestroyplatz, in das Theater Hamakom, um Michael Gruner zu erleben.

Es eilt tatsächlich. Nur eine Woche noch. Um einst selbst fragen zu können, haben sie Michael Gruner gesehen. In Wien, seine …

Wie sehr kann das Wesen als Theatergängerin und Zuschauer, das auch ein philosophierendes ist, darüber ins Grübeln kommen – Rotpeter  und Krapp an einem Abend …

Michael Gruner als Rotpeter Krapp.

Zwei Lebewesen, die nicht nur durch die Banane auf das Engste miteinander verbunden sind. Das eine Wesen, das wohl meint, die Banane hinter sich gelassen zu haben, um doch nur, als das andere Wesen, wieder zur Banane zurückzukehren. Das eine Wesen, das nicht die Freiheit suchte, sondern bloß einen Ausweg. Und sein Ausweg, das andere Wesen zu werden, das für sich meint in Freiheit zu sein, aber ohne Ausweg ist. Dieses Wesen, das meint sich zu bewegen, tatsächlich aber nur bewegungslos daliegt, wie Krapp. Aber alles bewegt sich unter uns, und bewegt uns. Freilich für das Wesen von Beckett gibt es die Gegenwart nicht. Von ihm wird die Vergangenheit geraunt, aber kein Zurück zu ihr beschworen. But under us all moved, and moved us, up and down, and from side to side.

Bah! Nicht weiter. Nichts mehr sagen. Es gibt nichts mehr zu deuten … das Wesen ist entschält.

Gehen Sie nur hin. Eilen Sie auf den Nestroyplatz. Michael Gruner zu erleben.

Und wenn Sie einst gefragt werden: Haben Sie Michael Gruner gesehen?  Seine …

Ja!

Ja.

Es wird der Mühe im Leben nicht wert gewesen sein, alle Fragen nach Identität, alle vergeblichen Antworten darauf. Aber Michael Gruner gesehen zu haben, erlebt zu haben, wird eine Entschädigung für alle Mühe gewesen sein, wenn einst Vergangenheit zurück  als Gegenwart … ah, die Abende am Nestroyplatz, im Theater Hamakom – Ja!