Österreich ’22, Schule der Patriarchen – „Bundespräsidentenwahl“: Gegen die „Verzweiflung“ Rosenkranz und Van der Bellen

Walter Rosenkranz redet von „Verzweiflung“. Alexander Van der Bellen redet von „Verzweiflung“. Was aber gegen „Verzweiflung“ wirklich hülfe, dafür handeln sie nicht.

Sie reden von Verzweiflung. Das Reden, das gegen Verzweiflung so viel hilft, wie der Rosenkranz fünfmal am Tag, wie das Bellen einmal in fünf Jahren – gar nicht.

Aber sie reden nicht vom Zweifel. Wogegen sie, auch dagegen nicht handeln, ist die Auflösung des Zweifels, des Zweifels, daß es in Österreich je noch eine Entwicklung —

Die „Bundespräsidentenwahl“ in Österreich im Herbst macht es wieder einmal mehr als kenntlich. Staatsoberhaupts

Absage an ein TV-Duell mit Rosenkranz. Die Wählerschaft kenne Van der Bellen nun ja schon, „wozu also Politik-Show?“, die die Würde des Amtes beschädigen könnte, fragte der Bundespräsident in der Tiroler Tageszeitung. Aus dem Mund des Staatsoberhaupts ist das starker Tobak. Natürlich sind TV-Debatten keine tiefsinnigen Diskussionen, für viele sind sie aber die einzige Möglichkeit, einen eingehenderen Blick auf die Kandidaten […]

Staatsoberhaupt kommt aus einer Partei, die, so geht die Legende, für Überwindung, Entwicklung … und nun, Staatsoberhaupt redet wie die vor Jahrzehnten der Wiederwahl sich stellenden „Bundespräsidenten“ auch in der Absage … „die Würde des Amtes“ —

Es ist pure Wiederholung. Dieses Kapitel könnte auch so geschrieben werden, wie es vor zwölf Jahren geschrieben wurde, auch eine Wiederholung, aber die Wiederholung kann nicht dem Roman vorgeworfen werden, ein Wirklichkeitsroman kann nur enthalten, was die Wirklichkeit enthält, und die österreichische Wirklichkeit enthält nichts als Wiederholungen.

Wer andere Romane lesen will, muß für andere Wirklichkeiten sorgen.

„Bundespräsidentenwahl absagen“, wie vor zwölf Jahren ein Kapitel genannt, dazu könnte, mit Schaudern, gefragt werden, aber dann bliebe ja — Nein, dazu gehörte untrennbar ein zusätzliches Gesetz, mit dem das Ende der jetzigen Amtsperiode mit dem vorgesehenen Datum beschlossen ist, und ab dem 26. Jänner 2023 das Amt des „Bundespräsidenten“ unbesetzt bleibt, bis entschieden ist, ob es je wieder und vor allem wie dieses Amt geben soll. Nur weil Staatsoberhaupt meint, „es braucht ihn“, heißt das bloß, das Vorstellungsvermögen, wie die Amtsgeschäfte sonst erledigt werden könnten, hält nicht mit, mit dem Politikvermögen, daß dieses würdige Amt erfordert.

Und dazu gehört unweigerlich, Sie ahnen es, eine Wiederholung, wenn es denn das Amt weitergeben soll, eine umfassende und tiefgreifende Reformierung auch und zuerst des „Bundespräsidentenwahlgesetzes“

(und ja, es sind leider nur Männer) zu werfen.

Es sind (in Klammern gesetzt, wie alles, was wichtig ist, je in Klammern), „und ja, es sind leider nur Männer“, so klagt ein Kommentator einer Tageszeitung des medialen Standards in Österreich. Und die „Leider-nur-Männer“ haben alle schon die Zulassung zur Wahl, die „Leider-nur-Männer“ haben nach Fabian Schmid alle schon die sechstausend Unterstützungserklärungen als Ticket, um in „TV-Debatten“ eingelassen zu werden, nur die drei Frauen, die ihre Kandidaturen ebenfalls bekanntgegeben haben, ach, nur die drei Frauen, leider, leider, leider haben die sechstausend Unterstützungserklärungen nicht und leider nicht zusammengebracht —

Aber die Frauen brauchen darüber gar nicht zu verzweifeln, den Männern geht es ja auch nicht besser, der Kommentator dieser Tageszeitung des österreichischen Standards des Qualitätsjournalismus findet nicht die Absage von Staatsoberhaupt an alle Männer unverständlich, bloß die „Absage an ein TV-Duell mit Rosenkranz“. Es sind schlagende Argumente, die der Kommentator dafür vorbringt.

Rosenkranz kommt aus dem rechten Eck, ein Paria kann er aber nicht sein – hat ihn doch Van der Bellen selbst als Volksanwalt angelobt. Eine Debatte würde es Van der Bellen erlauben, Rosenkranz’ Positionen sachlich zu widerlegen. Damit könnte er womöglich jene erreichen, die diese blauen Ansichten teilen. Sich dem nicht zu stellen und Diskussionen zu verweigern – das ist es, was tatsächlich die Würde des Amtes beschädigen könnte.

Staatsoberhaupt würde dem Kommentator wohl zurufen, er solle Geschichte lernen, Denn.

„Rechte“ würde es in Österreich gar nicht geben, so sensibel wird in Österreich, um auch das zu wiederholen, damit umgegangen, so Staatsoberhaupt —

Und ein „Paria“? Gesinnungsgemäß gewiß nicht, aber schon gar nicht in Österreich, und auch nach den Ansichten etwa von Max Weber oder Hannah Arendt ebenfalls nicht, aus dem Volk, im Gegenteil.

Und ob die Männer die sechstausend Unterstützungserkärungen zusammenbekommen werden, das wird erst am 29. August zu erfahren sein, zwanzig Tage nach dem Sticktag 9. August. Und vielleicht ist dann doch eine Frau mit sechstausend Unterstützungserklärungen mit dabei, die „sachlich zu widerlegen“ keines Menschen demokratische Pflicht sein wird, aber diskutierte recht besonders die eine Werberin, wie könnte der Mann, von dem Fabian Schmid meint, er hätte schon die sechstausend …, dann vor dem Fernsehapparat immer wieder ausrufen, ja, die sagt genau was auch …

Eine Eröffnungsrede, nach der nichts mehr sein wird, wie es war, in Österreich

Meine Damen und Herren, das wird jetzt vielleicht ein wenig ungewohnt für eine Festspieleröffnungsrede, aber Sie werden mir verzeihen, wenn ich diese Gelegenheit nutze.

Ungewohnt ist daran nichts. Nicht einmal die Vergeßlichkeit. Die gehört in diesem Land dazu. Eröffnungsreden werden dafür genutzt. Wie seit langem gewußt wird, spätestens seit der Landwirtschaftsmesseeröffnungsrede eines Bundespräsidenten, mit dem gefragt werden kann, was war die Leistung von Staatsoberhaupt als Bundespräsident?

„Die Sümpfe“ wurden seit damals nicht trockengelegt, „die sauren Wiesen“ wurden seit damals noch saurer. Das ist, einfach wie kurz gesagt, die Antwort.

*

Zweiundvierzig Jahre später glaubt also ein Bundespräsident, diesmal in einem Juli und nicht in einem August, eine „ungewohnte“ Rede zu halten, während sie doch nur eine gewöhnliche, die gewöhnlichste —

Er sagt: „Wenn wir uns nicht in die eigene Tasche lügen wollen, dann müssen wir etwas zur Kenntnis nehmen, nämlich […]“

Und dann beginnt der Kandidat, der um die Zulassung zur Wahl für das Amt der Bundespräsidentin wirbt, mit der Aufzählung, mit der er alles einem „Diktator“ in die Schuhe schiebt, geradeso, als wäre vor dem 24. Februar 2022 in Österreich alles zum Besten bestellt gewesen, als wäre bis zum 24. Februar 2022 Österreich mehr als eine „Insel der Seligen“ gewesen – das Paradies schlechthin.

Er redet davon, „daß wir in einer Gesellschaft leben wollen, in der jeder Mensch gleich viel wert ist“. So sehr ist diese seine österreichische Gesellschaft beseelt davon, daß jeder Mensch gleich viel wert ist, daß der Wert der Menschen in Österreich von der Staatsspitze höchstselbst penibel mit dem Zirkel —

Er redet von „dramatisch ansteigenden Preisen“, er redet von den „Hunderttausenden Menschen in diesem Land“, die „Angst haben, die am Rande der Verzweiflung sind“, er redet von „alleinstehenden Müttern, alleinerziehenden Mütter, Mindestpensionisten“ … einfach wie kurz gesagt, er redet von der Armut.

Von der Armut, die es in Österreich bis zum 24. Februar 2022 nicht gegeben hat, weil vor allem die Regierung, die für ihn auch ein Hort stabiler Verhältnisse war, alles dagegen unternahm, was nur zu unternehmen war, und dabei besonders an die Kinder dachte, Gesetze verabschiedete, die nun dieser „Diktator“ zu Fall brachte.

Gerade für junge Menschen war bis zum 24. Februar 2022 nur das Beste gut genug, in diesem, wie er es nennt, „wunderschönen“ …

Kein schöneres Land auf der Welt bis zum 24. Februar 2022, gerade auch für Familien —

Einfach wie kurz: wahrlich ein Paradies, in dessen Wörterbuch es bis zum 24. Februar 2022 nicht die Vokabeln, nicht die Phrasen gab: „schwer leiden“, in akuter Armutsgefahr“ … sondern ausschließlich Honigundmilchworte wie „Friede, Wohlstand, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Freiheit“ …

Ein Paradies, in dem bis zum 24. Februar 2022 gewußt wurde, was gut, was „gar nicht“ gut, wem dafür die Stange …

Er erklärt, warum dieser „Diktator einen Krieg begonnen hat“, er zählt auf, was alles der „Diktator“ verachtet und nicht erträgt, und darum hat der „Diktator“, der bis zum 24. Februar 2022 nur Friede und nichts als Friede war, einen „Krieg begonnen“.

Er redet von der „unerträglichen Abhängigkeit“. Und auch unerträglich sei es, so redet er zur Eröffnung der Landwirtschaftsmesse auf dem Bodensee, „sich zum unterwürfigen Verbündeten eines Diktators zu machen, zu all dem Unrecht zu schweigen, wir“ seien nicht „Vasallen“ — Ein wahrhaftig reitender Bote gegen das Schweigen, gegen das Unrecht, und wie weit er dafür schon geritten ist, bis Teheran, USA —

Er, so redet er selbstkritisch, „selbst habe mich auch täuschen lassen“, aber, das müsse er betonen, „vergangene Regierungen in halb Europa“ hätten sich ebenfalls … einfach wie kurz ein Mann, der frank und frei in die Reihe der Getäuschten sich stellt

Wie muß vor neunzehn Jahren in Bregenz einem sehr alten Mann zugerufen worden sein, wie muß dieser Greis in Bregenz bekniet worden sein, er solle sich nicht täuschen lassen.

„Politik und“, das betont er besonders, „Wirtschaft haben Fehler gemacht“. Als ob das, was die Wirtschaft macht, Fehler sein könnten, wenn die Wirtschaft macht, was der Wirtschaft „Grundelemente“ sind —

Das ist die Last dieses Landes Österreich, voll Vertrauen und Liebe zu sein, und deshalb stets Opfer derer zu werden, die täuschen, heute und auch wie beispielsweise vor siebenundsiebzig Jahren, stets alles Vertrauen und alle Liebe fremden und eigenen „Diktatoren“ entgegenzubringen, sie stets glaubensselig „anders einzuschätzen“, weil eben ihr alles Tun nie Zweifel aufkommen ließen, es könnte Täuschung sein, bis dann, eines Tages, das ruinierte Land die Wahrheit über sie — Aber wer könnte Liebenden und Vertrauenden gram sein, vor allem dann, wenn sie ihren Schmerz, getäuscht worden zu sein, selbst einbekennen —

Staatsoberhaupt, ein Bundespräsident, der so offen und so ehrlich spricht, der weiß, daß er den Menschen nichts geben kann, die „jetzt“ und seit je immer „arbeiten“ und dennoch „nicht mehr wissen, wie sie heizen oder essen sollen“, das wäre der Bundespräsident für 1945 gewesen, in seiner Demut, einzugestehen, nichts zu haben, das er den Menschen geben kann, nicht wie jene damals

… ein Segen, in diesem „Jetzt“ zwei Männer an der Staatsspitze zu wissen, die wissen was zu tun ist, ein geeichter 45er Bundespräsident, der weiß, wer an der Regierung gehalten werden muß, schließlich weiß dieser, er war dabei, was in harten Wintern zu tun ist —

Nicht nur er weiß, was in harten Wintern zu tun ist, sondern auch alle die mit ihm sind —

*

Und deshalb kann eines bloß noch geben, nur einen Schluß.

Seine Rede zum Schluß für ihn sprechen zu lassen. Nach dieser seiner Rede wird nichts mehr so sein wie es war.

Es ist kein Zufall, daß die Eröffnung […] schon zum festen Programmpunkt meiner Amtsvorgänger im Amt des Bundespräsidenten gehört hat. Auch für mich ist sie ein Auftakt der Herbstarbeit, bei dem die Erfüllung einer staatspolitischen Pflicht mit dem Erlebnis persönlicher Freude zusammenfällt. (…)

[…] ist heuer zudem in einer guten Situation: Sie wird nicht unmittelbar von jenen bösen Schatten beeinflußt, die gegenwärtig jene sogenannten Wirtschaftspraktiken werfen, die am Beispiel einzelner Auftragserteilungen für das Allgemeine Krankenhaus in unserer Bundeshauptstadt zutage getreten sind und für die das harte Wort „Korruption“ nicht vorschnell gewählt ist. Trotzdem ist für Schadenfreude darüber, was woanders passieren kann, ebenso wenig Platz wie auch für eine in manchen Mitbürgern aufkommende Angst, daß der demokratische Rechtsstaat vielleicht doch nicht in der Lage sei, der Korruption Herr zu werden. Denn ehrlich müssen wir gestehen, das, womit sich das zuständige Gericht und der Parlamentarische Untersuchungsausschuß in diesen Wochen beschäftigt, ist nicht die erste Korruption in unserer Zweiten Republik. Und dort und da wird im Zusammenhang mit dieser bösen Erfahrung auch wieder ein Ruf nach einem „starken Mann“ vernehmbar.

Meine sehr geschätzten Mitbürger! Viele von uns haben es an sich selbst erfahren, wohin das Regiment eines „starken Mannes“, führt. Was wir brauchen ist nicht ein starker Mann. Der Rechtsstaat ist stark genug, auch mit diesen verabscheuungswürdigen Mißbräuchen fertig zu werden. Was wir aber brauchen, sind charakterlich starke Demokraten mit einem hohen Berufsethos, und zwar in jedem Bereich, im wirtschaftlichen ebenso wie im politischen. Wir brauchen diese charakterlich starken Demokraten überall, oben und unten, in den Funktionen mit großer und in den Funktionen mit kleiner Verantwortung, und auch im privaten, im persönlichen Leben.

Jeder von uns, wo immer er als freier und verantwortlicher Mensch steht, muß seine Pflicht so erfüllen, daß er damit nicht nur vor den Gesetzen – dies scheint mir eine selbstverständliche Voraussetzung -, sondern auch vor seinem Gewissen bestehen kann. Wir haben in einer für den moralischen Zustand unseres Volkes gefährlichen Weise uns daran gewöhnt, manchen Delikten das Wort „Kavalier“ voranzusetzen und haben damit vergessen gemacht, daß sie trotzdem Delikte bleiben. Dies hat von der Wurzel her den Blick für die Grenze dessen, was zu tun ehrenhaft ist und was nicht ehrenhaft ist, getrübt. Und zwar ganz gleichgültig, ob es sich um eine Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit auf den Straßen oder um das Fahren unter Alkoholeinfluß handelt, wodurch Menschen an ihrem Körper, ja an ihrem Leben einen nicht wieder gutzumachenden Schaden erleiden können oder um ein Steuer-, Devisen- oder Zolldelikt, oder schließlich um das Verlangen oder Anbieten einer Bestechung für eine Vorzugsbehandlung, wobei – wir wissen es alle – es für diese Bestechung sehr höflich anmutende Formen gibt; die Überweisung eines Betrages auf ein ausländisches Konto ist ja erst die letzte, die verabscheuungswürdigste Variante in der Stufenleiter der vielen kleinen Versuche, etwas zu erreichen oder früher zu erreichen, was anderen verwehrt ist.

All das, was jetzt die täglichen Nachrichten erfüllt, und bis zur vollständigen und absoluten Klarstellung und Offenlegung aller Sachverhalte auch erfüllen muß, kann zu einer heilsamen Kur für unsere Republik und für unser Volk werden, wenn wir bereit sind, uns nicht nur daran zu ergötzen, daß eine Anzahl von Menschen eingesperrt oder an den Pranger gestellt werden, sondern wenn wir auch für uns persönlich die Art unserer Pflichterfüllung und die Gewohnheiten unseres täglichen Lebens vom Gesichtspunkt der Ehrlichkeit, der Aufrichtigkeit, der Treue gegen die übernommenen Pflichten, kurz gesagt vom Gesichtspunkt der Moral überdenken.

Vielleicht erwarten manche von Ihnen von mir mehr konkrete verurteilende Aussagen. Ich glaube an die Qualität der österreichischen Rechtsprechung und ich glaube auch an das ehrliche Bemühen des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, die Wahrheit zu finden. Ich weiß, wie schwer diese Aufgabe ist; sie zu präjudizieren, steht mir nicht zu.

Vielleicht mag das, was ich gesagt habe, manchen auch altmodisch klingen, aber meine Lebenserfahrung geht eben dahin, daß Sumpfblüten unauffällig nur in einem Sumpfe wachsen können.

Beginnen wir also überall mit dem Trockenlegen der Sümpfe und nehmen wir […] auch gleich die sauren Wiesen dazu! Mir scheint dies die beste Voraussetzung dafür, daß schon Versuche zu ähnlichem Tun, wie es sich gegenwärtig zeigt, in Hinkunft am trockenen Boden der Ehrlichkeit, der Unbestechlichkeit, am Hindernis einer allgemeinen Grundeinstellung des ganzen Volkes scheitern. Wir müssen, wollen wir für die Zukunft bauen, unsere Demokratie im politischen ebenso wie im wirtschaftlichen Handeln glaubwürdig machen, dann wird auch die Zukunft unserer Demokratie als Denk- und Lebensform gehören.

Wiki, Pedia für starke Männer, und Gesinnungen, Positionierungen in der „Bundespräsidenten“-Wahl Österreich

Ein Argument, nicht breit von den Frauen, die nun für ihre Zulassung zur Wahl des Amtes der Bundespräsidentin werben, zu berichten, nicht breit zu sprechen, ihre Bewerbungen für die Kandidatur breit zu verschweigen, könnten ihre Gesinnungen, ihre inhaltlichen Positionierungen sein.

Es sind gesinnungsgemäße Positionierungen, über die breit zu berichten, über die breit zu sprechen, die breit zu besprechen, einer aufgeklärten Gesellschaft zuwider sein müssen, ihre Gesinnungen, ihre Positionierungen ließen es verstehen, daß deren massive Verbreitung nicht gefördert werden will, es sind Positionierungen, Gesinnungen, denen eine massenmediale Plattform zu bieten, jedem aufgeklärt denkenden Menschen widerstreben muß.

Das ist, wenn es je ein Argument ist, aber auch ein Argument gegen die Männer, die nun für ihre Zulassung zur Wahl des Amtes der Bundespräsidentin werben. Es sind Positionierungen, Gesinnungen, über die breit zu berichten, über die breit zu sprechen, die breit zu besprechen, einer aufgeklärten Gesellschaft zuwider sein müßte, ihre Gesinnungen, ihre Positionierungen lassen es nicht verstehen, daß deren massive Verbreitung gefördert wird, es sind Positionierungen, Gesinnungen, denen, ohne mit der Wimper zu zucken, eine massenmediale Plattform von einem ungeheuren Ausmaß skrupellos geboten wird.

Die Gesinnungen, Positionierungen der Männer gleichen derart den Positionierungen, Gesinnungen der Frauen, daß zu fragen ist, weshalb sich überhaupt so viele Männer noch um die Zulassung zur Wahl bewerben, wenn ihre Gesinnungen, Positionierungen ohnehin bereits von den sich bewerbenden Frauen abgedeckt werden.

Es könnten jetzt die Gesinnungen, Positionierungen der sich um eine Kandidatur bewerbenden Männer einzeln durchgegangen, mit den Positionierungen, Gesinnungen der Frauen verglichen werden, aber es soll ihnen nicht weiter Bedeutung zugemessen werden, das ihnen noch schmeicheln würde, auch dann, wenn es ein kritisches Vergleichen ihrer Gesinnungen, Positionierungen wäre.

Einer der Männer aber könnte beispielhaft herausgegriffen werden, auch deshalb weil er als letzter, am 12. Juli ´22, seine Werbung zur Zulassung als Kandidat zur Wahl der Bundespräsidentin bekanntgab.

Das ist aber nur dann die ganze Wahrheit, wenn dem Eintrag auf „Wikipedia“ – „Diese Seite wurde zuletzt am 22. Juli 2022 um 00:27 Uhr bearbeitet.“- vertraut wird. Am 12. Juli ´22 hat ebenfalls eine Frau ihre Kandidatur bekanntgegeben, aber für „Wikipedia“ ist es wohl eine Zumutung, alle kandidierenden Frauen zu nennen; eine Kandidatin gerade noch zu nennen, bitterer Tribut an —

Vielleicht hätte dieser Mann seine Bewerbung für die Zulassung zur Wahl gar nicht abgegeben, hätte er rechtzeitig erfahren können, wäre er breit informiert worden, daß seine gesinnungsgemäßen Positionierungen ohnehin von einer Werberin, um eine beispielhaft zu nennen, die ihre Kandidatur schon am 7. April 2022 abgab, recht voll vertreten werden, sie für ihn eine zu unterstützende und dann eine zu wählende ist, er soher sich gar nicht selbst bewerben hätte müssen, seine Befürchtung, seine Gesinnung, Positionierung würden in dieser Wahl keine Vertretung finden – sie sind überreich verteten, im Kern, mit graduellen Abstufungen von vielen Werbern und Werberinnen —

Nicht nur, um bei der einen Werberin, die in einem Österreich „ohne Friedensvertrag“, in einer „alliierten Besetzungsmacht“ ihr Leben abzusitzen hat, zu bleiben, weil sie wie er eine „Corona-Demonstrantin“, sondern auch sie wie er „berechtigte Kritik“ an George Soros … und worauf diese fußt, das ist nicht ein weiteres Mal auszuführen

Bei einem Kaffeetratsch mit Volksmann Herbert etwas mehr als ein Jahr später sagt dieser Werber, der die Kandidatin, statt selbst für das zu kandidieren, was ohnehin von ihr für ihn vertreten wird, mit Vertrauen wählen könnte, da, noch einmal einfach wie kurz gesagt, sie seine Gesinnung, Positionierungen ohnehin umfassend auch für ihn vertritt, er möchte der Polizei nicht ankreiden —

Österreich ´22 – „Bundespräsidentenwahl“ im Herbst der Patriarchen mit deren galanten „Bundespräsidentenwahlgesetz“

Noch sind in diesem Juli ´22 alle bloße Werber um Zulassung. Alle Werber brauchen vor allem sechstausend Unterstützungserklärungen, um es überhaupt auf den Stimmzettel zu schaffen, um also überhaupt je Kandidaten werden zu können, und dann vielleicht je gewählt zu werden. Breit gesprochen aber, breit geschrieben aber wird lediglich von einer Bundespräsidentenwahl, breit jedoch nicht gesprochen, breit jedoch nicht geschrieben wird, daß es auch eine Bundespräsidentinwahl ist.

Denn.

Frauen haben ebenfalls ihre Absicht kundgetan, kandidieren zu wollen.

Bis jetzt sind es drei Werberinnen. Worin die drei Bewerberinnen den sechzehn Bewerbern gleichgestellt sind, ist u. a. in der Anforderung, sechstausend Unterstützungserklärungen beibringen zu müssen, um die Kandidatur, es auf den Stimmzettel zu schaffen, und dann vielleicht gewählt zu werden.

Damit endet die Gleichstellung, mit der zugleich die Ungleichstellung beginnt. Von den drei Frauen – Barbara Rieger, Martina Essl und Helga Egger – wird nicht breit gesprochen, wird nicht breit geschrieben, sie werden nicht breit besprochen, sie werden nicht in Fernsehstudios eingeladen, schon gar nicht ständig, sie werden nicht fortwährend um Interviews angefragt. Die Kandidaturwerberinnen sind Frauen, sie sind nicht gefragt.

Ihre Chancen, je sechstausend Unterstützungserklärungen zu erhalten, sind soher keine Chancen. Wer so breit verschwiegen wird, hat keine Chance. Sie haben keine Chance, aber nutzen sie.

Die Ungleichbehandlung beginnt bereits mit dem „Bundespräsidentenwahlgesetz“. Sie werden im gesamten Gesetz nicht „Bundespräsidentin“ finden, dafür sechsundzwanzigmal „Bundespräsidenten“ und einmal „Bundespräsident“ — Das „Bundespräsidentenwahlgesetz“ wurde 2011 reformiert, nein, geändert, ein Satz wurde gestrichen, und zwar dieser:

Durch eine Änderung des B-VG und des Bundespräsidentenwahlgesetzes 1971 wurde
der Wegfall des Wahlausschließungsgrundes „Mitglied regierender Häuser oder solcher Familien, die
ehemals regiert haben“ bei Bundespräsidentenwahlen erreicht.

Das wird als Novellierung wohl wie eine historische Reform empfunden worden sein, vielleicht sogar gefeiert, gerühmt worden sein, diese Änderung des Gesetzes, dessen Einschätzung wohl so sein wird, daß es sonst ebenfalls ein dermaßen modernes, schönes und elegantes, mehr, auch ein galantes Gesetz in diesem an solchen durchdachten Gesetzen überreichen Land ist, läßt es doch die Frauen ohnehin nicht unberücksichtigt.

„Weiblich kommt gar dreimal vor in diesem Gesetz.

§ 11
(1) Bei der Wahl des Bundespräsidenten werden amtliche Stimmzettel verwendet.
(2) Der amtliche Stimmzettel hat die Vor- und Familiennamen der Wahlwerber der behördlich veröffentlichten Wahlvorschläge in der nach § 9 Abs. 1 bestimmten Reihenfolge sowie Rubriken mit einem Kreis, im übrigen aber die aus dem Muster der Anlage 2 ersichtlichen Angaben zu enthalten. Hat die Bundeswahlbehörde die Namen von weiblichen Wahlwerbern veröffentlicht, so ist der amtliche Stimmzettel hinsichtlich der weiblichen Form der Funktionsbezeichnung „Bundespräsident“ anzupassen. Der amtliche Stimmzettel darf nur auf Anordnung der Bundeswahlbehörde hergestellt werden.
(3) Der amtliche Stimmzettel für eine Stimmabgabe im Weg der Briefwahl im zweiten Wahlgang hat eine Rubrik für die Eintragung des Familiennamens des Wahlwerbers sowie allenfalls weitere Unterscheidungsmerkmale, den frühest möglichen Zeitpunkt der Stimmabgabe sowie im Übrigen die aus dem Muster der Anlage 6 ersichtlichen Angaben, insbesondere den Hinweis, wie der Wähler im Ausland in Erfahrung bringen kann, ob ein zweiter Wahlgang stattfindet und welche Wahlwerber in die engere Wahl gekommen sind, zu enthalten. Hat die Bundeswahlbehörde die Namen von weiblichen Wahlwerbern veröffentlicht, so ist der durch Anlage 6 vorgegebene Text des Stimmzettels entsprechend anzupassen.

Die dem Gesetz als Anlagen 2 und 6 angefügten Muster sind Muster für einen „Bundespräsidenten“ —

Was im Gesetz nicht vorgesehen ist, ist die Anpassung des Stimmzettels (Muster Anlage 3) „hinsichtlich der weiblichen Form der Funktionsbezeichnung „Bundespräsident“, wenn „nur ein Wahlwerber um das Amt des Bundespräsidenten“ —

(4) Stellt die Bundeswahlbehörde am einunddreißigsten Tag vor dem Wahltag fest, daß sich nur ein Wahlwerber um das Amt des Bundespräsidenten bewirbt, so hat der amtliche Stimmzettel die Fragen „Soll NN das Amt des Bundespräsidenten bekleiden?“ oder „Soll NN für eine weitere Funktionsperiode das Amt des Bundespräsidenten bekleiden?“ und darunter die Worte „ja“ und „nein“, jedes mit einem Kreis, im übrigen aber die aus dem Muster der Anlage 3 ersichtlichen Angaben zu enthalten.

Wie weise doch das Gesetz, seit altersher zum Handeln sein Leitspruch:

Eher gelangt ein „Mit-Glied regierender Häuser oder solcher Familien, die ehemals regiert haben“, auf den Stimmzettel, als daß es nur eine Wahlwerberin gibt —

Im Übrigen, alle dem „Bundespräsidentenwahlgesetz“ beigefügten Muster sind auf die Wahl eines „Bundespräsidenten“ ausgelegt, ausgeschrieben.

Es könnte allerdings Argumente geben, weshalb von den Bewerberinnen für die Kandidatur für das Amt der Bundespräsidentin nicht breit gesprochen, nicht breit geschrieben wird, weshalb die sie nicht breit zu Interviews etwa und so weiter eingeladen werden.

Aber von diesem Argument ist in einem eigenen Kapitel zu sprechen.

„Auf geht´s, der Slogen passt,“ für das Amt der Bundespräsidentin kandidierenden volksanwaltlichen Corona-Spaziergänger

Es ist eine Entwicklung, bei der ich ein durchaus aktives Amtsverständnis entwickelt habe und versuche einen Schulterschluß mit der betroffenen Bürgerschaft zu machen. Ich habe auch beobachtet aus unmittelbarer Anschauung, wie es Herbert Kickl auch schon erwähnt hat, gemeinsam mit hundertausenden Menschen in Wien, in St. Pölten, in meiner Heimatstadt Krems mit auch auf die Straße zu gehen. Ich bin zwar, wie es der Herbert gesagt hat, ein sogenanntes oberstes Organ der Republik Österreich, aber ich bin immerhin auch Bürger. Ich bin einfacher Bürger dieses Staates und muß auch hier meine verfassungsmäßig gewährleisteten Rechte in Anspruch nehmen können und tue das auch. Und ich habe dabei auch beobachtet, wie sehr viele von oft unverhältnismäßigen Maßnahmen bei diesen Demonstrationen betroffen waren. Das ist auch kein Versäumnis gewesen, daß ich der Polizei, und vor allem der Polizistinnen und Polizisten, hier ankreide möchte, die bei der Begleitung einer solchen Demonstration dabei waren, sondern es war in erster Linie in der Kommandoebene, wo es die eine oder andere falsche Entscheidung gegeben hat, die nicht zur Deeskalation, sondern auch zur Eskalation geführt hat. Und das ist eigentlich eines Rechtsstaates, so wie wir in Österreich ihn bis jetzt kannten, eigentlich unwürdig. Ich habe bei diesen Demonstrationen, Kundgebungen, Veranstaltungen, Treffen, Spaziergängen, wie man es immer sieht, eines gesehen, der Großteil dieser Menschen, die dort waren, das sind die Friedlichen in diesem Land, die einfach Grundrechte, Freiheitsrechte nicht tatenlos für sich, und wenn man gesehen hat, wie sie auch mit ihren Kindern unterwegs waren, auch für die nächsten Generationen sicherstellen wollen.

Auch damit erklärt am Mittwoch, dem 13. Juli 2022, Walter Rosenkranz seinen Entschluß, für das Amt der Bundespräsidentin, zu kandidieren. Und das Ende seines ersten Werbeauftritts läutet er ein mit:

Ich stehe heute vor Ihnen als durch und durch Freiheitlicher, das hat Herbert Kickl auch betont, und da irrt er auch nicht, vor allem aber als echter rot-weiß-roter Patriot

Wo zwei oder drei in der Gesinnung des Patriotismus versammelt sind, da ist das „oberste Organ der Republik“ mitten unter ihnen, mag es in Wiener Neustadt, mag es in …

[…] unzähligen Kundgebungen und Demonstrationen, wo ich Menschen kennengelernt habe, die sich im Stich gelassen gefühlt haben, die Verzweiflung ausgestrahlt haben, die sich in diesem Land unfrei gefühlt haben.

Das sagt das „oberste Organ der Republik“ am 13. Juli 2022, befragt von FPÖ-TV.

Es muß den Menschen auf diesen „Spaziergängen“, wie sie ein Parteikamerad des „obersten Organs der Republik“ vor ihm schon nannte, die für das „oberste Organ“ die „Friedlichen in diesem Land“, wie das „oberste Organ unzählige“ Male mitten unter ihnen, ein Vers von Friedrich Hölderlin plötzlich nicht nur verstehbar, sondern ganz körperlich erfahrbar geworden sein, und mehr, den Himmelzugewandten ein Heilsversprechen: „Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch“

Sie, die „Friedlichen in diesem Land“, bildungsbürgerlich wie der „Bürger oberstes Organ“, der in rechter Parteitradition in seinem ersten Werbeauftritt auch eines Dichters Vers für sich sprechen läßt, strahlen nicht nur Verzweiflung aus, sie schreiben auch ihr Geschichtscredo auf ihre Transparente – darein wohl so geschichtsbürgerlich wie —

Der Slogan: Holen wir uns unser Österreich zurück“ kann von einer Frau oder einem Mann nur einfach wie kurz kommentiert werden:

„Auf geht´s, der Slogen passt, ‚ holen wir uns unser Land und unsere Freiheit zurück“ —

Wenn der Name von einem Mann als Pseudonym gewählt wurde, dann ist es ein ausgesucht schlagender: „Sora“ bedeutet auch „Morgenröte“ —

Hinter dem „Bürger oberstes Organ“ das erste aufgepflanzte Plakat mit dem Slogan „Holen wir uns unser Österreich zurück“ am 13. Juli ´22 mit dem Kopf von einem ehemaligen Bundeskanzler – als Bekenntnis zu des spaziergängerischen „Bürgers“ Verständnisses gleich welchen Amtes, wie es auch jener Bundeskanzler hatte, die „Friedlichen in diesem Land“ gütig anzuschauen?

Für Kapitalverbrechen – militärische Aufrüstungen und Krieg – weiter Billionen über Billionen über Billionen über Billionen, währenddessen menschengemacht die Erde weiter unaufhaltsam zum Mars denaturiert

Die Hände bei so vielen Billionen, die Hände versagen das Weiterschreiben bei so vielen Billionen, dann eben es sagen, es sagen, weiter sagen, es Maschinen aufsprechen, weiter sprechen, das zu Sagende Maschinen schreiben lassen, weiter sprechen, auch wenn es nicht gelesen, mehr sagen, auch wenn es nicht gehört, mehr sagen, nicht gehört, weiter —

So viele Billionen, vor 1945 und allein schon wieder seit 1945, so viele Billionen, Billionen über Billionen über Billionen Steuergeld weltweit für Militärs ausgegeben wurden und weiter ausgegeben und noch obsessiver ausgegeben werden, zu denen auch noch all die Milliarden über Milliarden über Milliarden über Milliarden für all die weltweiten Zerstörungen durch das Kapitalverbrechen Krieg vor 1945 und allein schon wieder seit 1945 auszugeben waren und weiter auszugeben sein werden, Milliarden über Milliarden über Milliarden über Milliarden allein wieder etwa für den sogenannten Wiederaufbau der Ukraine, währenddessen unaufhaltsam menschengemacht die Erde denaturiert —

So viele Billionen des Geldes weltweit von allen Menschen, so viele Billionen weltweit allen Menschen gestohlenen Geldes für Zerstörung, Vernichtung, das bereits Zerstörung, Vernichtung ist, wenn noch kein Kapitalverbrechen Krieg begangen —

Was hätte seit allen Zeiten mit den Billionen über Billionen über Billionen über Billionen von Steuergeld weltweit alles geschaffen werden können, was hätte seit allen Zeiten mit den Billionen über Billionen über Billionen über Billionen weltweit alles schon geschafft sein können:

weltweite tatsächliche Sicherheit etwa durch weltweite Förderung des Verständnisses füreinander, des Miteinanders, des Zusammenlebens der Menschen,

weltweite tatsächliche sozialökonomische Bedingungen etwa, die weltweit tatsächlichen Frieden in jedweder Hinsicht einzig zu gewährleisten imstande,

eine strukturgewaltbefreite Welt, die Militärs – Militärs, Staatsapparaturen gegen jedweden Frieden, staatsinstitutionalisierte Streitkräfte: menschenvernichtende, weltvernichtende, zukunftsvernichtende, erdenvernichtende industrielle Komplexe – niemals zu leisten imstande waren und je noch zu leisten imstande sein werden,

was hätte seit allen Zeiten mit den Billionen über Billionen über Billionen über Billionen längst schon geschafft sein können, auch die weltweite tatsächliche Ökologisierung —

Und so weiter und so fort, so vieles, so vieles hätte schon mit all den Billionen geschafft sein können, während mit all den Billionen für Militärs, Krieg und Wiederaufbau und Aufbau wieder für Militärs, Krieg nicht einmal ein Gramm als Dünger verwertbare Scheiße

Mit den Billionen über Billionen über Billionen über Billionen weltweit weiter für die Militärs wird die Erde, etwa vom Mars aus gesehen, bald schon gänzlich aussehen als Mars, dann zwar nicht mehr von Lebewesen gesehen, aber die durch Menschen gänzlich auch ohne das letzte totale Kapitalverbrechen Weltkrieg endgültig zum Mars naturierte Erde wird dann wesensleer weiter auf ihrer Bahn …

Die Welt, von der Erde aus gesehen, ist bereits ein Mars.

Frauen sind, wie es hierzulande so treffend heißt, nicht einmal zu ignorieren

Auch wenn es bis jetzt, am 13. Juli 2022, sechzehn Männer sind, die ihre Kandidatur zur BP-Wahl 2022 im Herbst Österreichs bekanntgegeben haben, ist dies dennoch nicht nur die Wahl eines Bundespräsidenten, sondern auch die Wahl einer Bundespräsidentin, denn bis jetzt haben auch zwei Frauen ihre Kandidaturen bekanntgegeben. Und dennoch wird überwiegend, mit einer nahezu einhundertprozentigen Mehrheit medial, politisch lediglich von einer Bundespräsidentenwahl allein und einzig gesprochen, also von einer Mannwahl, sogar von jenen, die sonst alles gendern, sogar das, was nicht zu gendern ist.

Auch einer der Kandidaten, dem sonst das Gendern durchaus geläufig ist und gar leicht von der Lippe geht, vergißt, wenn es um diese Wahl geht, das Gendern, ist es ihm genderfrei klar, daß es ihn, den Mann, brauche – Wohl nicht uneigennützig, geht es doch für diesen Kandidaten um – liebgewonnene Räumlichkeiten? Teuerungschutzeinkommen? behalten eines eilfertigen und willfährigen Hofstatts? weiterhin Mittelpunkt eines das eigene Ich umschmeichelnden Hofstaats zu sein?

Gegendert wird auch nicht die jetzt zu dieser Wahl massiv eingesetzte Abwertung von Kandidaten, indem sie als „Spaßkandidaten“ vorgeführt werden, und ihnen so im Grunde das Recht zur Kandidatur abgesprochen werden will, vielleicht sogar als nicht bewußte Wahlhilfe für den ausgewiesenen spaßigen Kandidaten, der nicht ohne Spaßiges außer Haus geht, von dem so gesagt werden könnte, er sei der Donald-Duck-Kandidat unter den „Spaßkandidatinnen“

Von den Frauen, die bis jetzt ihre Kandidaturen bekanntgegeben haben, ist breit medial, politisch, genauer, parteipolitisch nichts zu vernehmen, weder etwas Positives noch etwas Negatives – Frauen sind, wie es in Österreich so recht treffend heißt, nicht einmal zu ignorieren.

Für die „freie Enzyklopädie“, die heutzutage von so vielen als der Gral des Wissens verehrt wird, aus dem so viele, viele ihre Bildung schlürfen, sind aber zwei Frauen, die für Amt der Bundespräsidentin kandidieren, zu viel, viel zu viel, für diese Enzyklopädie ist eine Frau, die für das Amt der Bundespräsidentin kandidiert, mehr als genug, und es ist für einen derart technologisch hochmodernen Wissensstreuer nicht leicht, alle kandidierenden Frauen zu verschweigen, so muß halt – Tribut an eine Minderheit – wenigstens eine kandidierende Frau auf die Liste der „Kandidaten“ —

Und wegen einer einzigen Frau, der ein Platz auf der Liste zugestanden werden muß, den gesamten Eintrag über diese Wahl im Herbst Österreichs zu gendern, das wäre wohl zu viel des Zugeständnisses an Frauen, die sich anmaßen, für dieses Amt auch zu kandidieren, bei dieser Großzügigkeit, daß sie, als Frauen, überhaupt und sonstwo kandidieren dürfen.

Es muß wohl alle Parteien in Österreich die absolute Demut vor den Rechten der Frauen erfaßt haben, daß alle Parteien darauf verzichten, eine Frau als Kandidatin für diese Wahl —

Dabei. Demut heißt auch, einer Sache dienen. Wie leicht wäre es für alle Parteien gewesen, sich in den Dienst der Rechte der Frauen zu stellen, und also eine Frau als Kandidatin zu nominieren.

Was hätte sich beispielsweise dadurch die Rosenkranz-Partei für eine Mühe ersparen können, einen Kandidaten zu finden, wenn sie einfach die von dieser Enzyklopädie verschwiegene Martina Essl als ihre Kandidatin gewählt hätten, die von sich selbst sagt, ein „unterstützendes Mitglied der FPÖ“ zu sein, die vieles von dem, das Walter Rosenkranz nun abdecken soll, abdeckt, beispielsweise diese Sache mit Corona und Impf…

„Liebe Patrioten! Österreich zuerst bedeutet – Wir schaffen das nicht.“

Landsleute! Liebe Patrioten! Ich darf Euch hier auch sehr herzlich begrüßen in der wunderschönen Stadt Wiener Neustadt. Wird Euch nicht wehtun. Das ist gut so. Im Kindergarten. Man muß nicht hauen, nicht raufen, nicht beißen. Aber Österreich zuerst bedeutet, hier im eigenen Land beginnen.

Derart beginnt Walter Rosenkranz, nun ein Kandidat für das Amt der Bundespräsidentin in Österreich, am 26. Februar 2016 seine Rede, wie diese mittels eines Videos akustisch halbwegs verstehbar auf einer Plattform eines Konzerns nach wie vor verbreitet wird; mehr ist von dieser seiner Rede nicht aufgenommen, und es genügt bereits, es will diese seine Rede gar nicht zur Gänze gehört werden —

Von der Erfahrung in diesem Land her wird ohnehin gewußt, was nach „Österreich zuerst!“ nur kommen kann, kommen muß, von der Erfahrung in diesem Land her wird ohnehin gewußt, was nach einer Anrede „Liebe Patrioten!“ nur kommen kann, kommen muß.

Wen der Mann, der nun Staatsoberhaupt werden will, so „auch herzlich begrüß[t], sind „Patrioten„, die sonst als „Identitäre“ geführt werden, und sie, die Identitärinnen, wedeln ihre Fahnen ihm zum herzlichen Zurückgruße

Dieser Mann will also Bundespräsident werden, in diesem Herbst Österreichs ´22. Vielleicht reicht hierfür bereits die Spekulation, daß er für eine Wochenzeitschrift sogleich ein „Liberaler“ ist, einer aus der Riege der „Honoratioren“, und es gebietet mehr die Vorsicht und Gutstellung als erste Maxime des Existierens in der österreichischen Porzellankiste denn der Respekt vor dem Amt der Bundespräsidentin, ihm wohlgefällig zu begegnen, könnte er ja doch wieder in ein hohes —

Am letzten Montag wurde von dieses Mannes Partei eine Kandidatin respektive ein Kandidat angekündigt, die „jung und dynamisch“, und wie wahr verkündet dies war, belegt nun dieser Mann, der so „jung und dynamisch“ ist wie alle in dieser Partei, um doch Namen exemplarisch zu nennen, von Steger bis Steger —

Gesprochen hat noch einer, der seitdem aufgestiegen ist, und das soll – ein paar Brocken seines Gesprochenen wurden schon mal zitiert – , nicht verschwiegen werden:

Wir schaffen das nicht. Und ich will das Ganze nicht schaffen. Ich will schaffen, daß unsere Leute wieder Geld haben, daß unsere Leute wieder eine Zukunft haben, daß unsere Kinder wieder ihre Zukunft haben, und daß das Geld, das jetzt mit beiden Händen aus dem Fenster geworfen wird, endlich wieder dort ankommt, wo es hingehört, und das ist bei […] und bei sonst gar niemanden.

Was der Dritte im Schafte sprach, das gibt das Video nicht her, aber was er in dieser Gesinnungsnacht gesprochen haben könnte, dafür braucht es kein Vorstellungsvermögen, die Erinnerung an solch gesinnungsgemäße Reden reicht völlig aus, um zu wissen, was er gesprochen haben könnte, nein, nicht gesprochen, wiederholt haben könnte.

Eine wird, die den Mann, den es nun gen Hofburg zieht, recht nah kennt, wohl schon jetzt fest, wenn sie Daumen hat, die Daumen halten, daß er es wird, denn wie gar recht stolzer noch könnte sie auf sich dann sein, ihn, den dann noch höher Gesiedelten, persönlich zu kennen —

Und was für eine Angelobung das erst sein werde, so träumt sie sich wohl jetzt schon in die Zukunft hinein, ein Wehen und Schwenken, wie würde das ihn ehren und stolz rühren, angelobt zu werden, nicht von einer einzelnen, sondern angelobt von „Wir sind das Volk“, in einer festlichen Nachtstimmung wie damals, als Patriotinnen ihm die Angelobungsformel „Wir sind das Volk“ ihm schon zur Probe vorriefen —

Eine als Kandidatin für die Bundespräsidentinwahl in Österreich Gehandelte:: „DANKE an die komplette Corona-Protestbewegung“

An diesem Montag, 11. Juli 2022, wird von der Partei des Herbert Kickl mitgeteilt, sie werde am kommenden Mittwoch ihren Kandidaten oder ihre Kandidatin für die Bundespräsidentschaftswahl präsentieren …

Ebenso ist die Nationalratsabgeordnete Petra Steger, Tochter des freiheitlichen Urgesteins Norbert Steger, schon seit einigen Tagen im Gespräch als Hofburg-Karte. Glaubt man prominenten Freiheitlichen, weiß aber lediglich Kickl selbst, welche Person er dem Präsidium vorschlagen wird. Als „jung und dynamisch“ bezeichnete der FPÖ-Obmann selbst seine Wahl.

„Jung und dynamisch“, das wäre wohl als „heiße Aktie“ zu werten, daß Petra Steger von Herbert Kickl zur Kandidatin erwählt wurde, wenn jedoch berücksichtigt wird, wie in dieser Partei gesinnungsgemäß „jung und dynamisch“ verstanden und gelebt wird, dann träfe diese seine Zuschreibung auf alle in dieser Partei zu, auch auf alle, die bis jetzt als Kandidaten und Kandidatinnen gehandelt wurden, von dem erst kürzlich von einer Wochenzeitschrift honorig ins Spiel gebrachten „Liberalen“, der jung und dynamisch wie Vater Steger, bis …

Auf der Plattform des Konzerns „Facebook“ schreibt Petra Steger am 24. Juni 2022:

Gemeinsam haben wir die Impfpflicht verhindert! Die Spalter der Gesellschaft haben verloren, die Impfpflicht ist Geschichte. Die Impfpflicht war von Anfang an gescheitert, denn keiner hat sich von den schwarz-grünen Chaoten in die Nadel zwingen lassen. DANKE an die komplette Corona-Protestbewegung, die den Druck auf die Regierung stetig erhöht hat und diesen schönen Erfolg möglich gemacht hat. Doch es ist noch nicht vorbei. Der endgültige Erfolg kann erst dann verbucht werden, wenn auch das Covid-19-Maßnahmengesetz auf der Müllhalde landet und die für das Corona-Regime verantwortlichen Politiker aus den Reihen von ÖVP, SPÖ, GRÜNE und NEOS endgültig ihren Hut nehmen. GEMEINSAM können wir das schaffen!

Um Ihr „DANKE an die komplette Corona-Protestbewegung“ recht anschaulich zu unterstreichen, schmückt Petra Steger ihr „DANKE an die komplette Corona-Protestbewegung“ mit einem Video eines solchen Marsches der „kompletten Corona-Bewegung“. Und gleich zu Beginn des Videos ist ein Transparent zu sehen, anzumerken ist: Impfpflicht ist auf dem Transparent durchgestrichen:

„Impfpflicht Nü. Kodex ´47 Tribunal „Jetzt!“

Solche Videos zu verbreiten, das kann nur, wer so „jung und dynamisch“ wie Petra Steger – falls Herbert Kickl sie damit meint und nicht recht sich selbst, der ja als Marschredeaktivist der „kompletten Corona-Bewegung“ bestimmt nicht nur Herrn Bauer traf, der wohl nicht nur als einziger dort sofort, wie aus der Pistole geschossen, wie es so treffend heißt, erklären kann, was es mit dem Nürnberger Kodex 1947 auf sich hat, der nichts mit einer Impfflicht zu tun hat, aber alles mit

Gesinungsgemäß ist wohl die „komplette Corona-Bewegung“ so „jung und dynamisch“ wie Herbert Kickl selbst oder, falls er sie meint, Petra Steger; allein diese dynamische Forderung “Tribunal ‚Jetzt!“‘ zeugt von dieser jungenhaften Geschichtsbildung; welches Tribunal gefordert wird, ein Junge in Deutschland kann bestimmt sofort, wie aus der Pistole geschossen, erklären, welches Tribunal damit gemeint ist – jung und dynamisch würden sie, so der Gesinnungstraum, aufbrechen, um in dieser ehrstolzen Stadt, die für sie dynamisch tausendunddrei Jahre jung , wieder ein Tribunal abzuhalten, das das andere, das ihnen als ungerecht empfundene aus ihrer Geschichte tilgt …

„Jung und dynamisch“ gibt Petra Steger, wenn Herbert Kickl sie damit meint, auch schon mal auf dem Viktor-Adler-Markt „Angela Merkel die Schuld für die „Tausenden, die im Mittelmeer ertrunken sind“, als Vorrednerin von Herbert Kickl, Harald Vilimsky und Norbert Hofer … Auch damit zeugt sie, falls Herbert Kickl sie meint, wie jung und dynamisch sie ist, sie steht all den Jungen und Dynamischen in dieser Partei in nichts nach, ihnen gesinnungsgemäß zur Seite —

Für Österreich ein recht honoriger „Liberaler“ –

Falls nicht doch Susanne Fürst oder ein Überraschungskandidat antritt, müsste einer aus der Riege der Honoratioren ran. Denkbar wäre der eher liberale FPÖ-Volksanwalt und frühere Klubobmann Walter Rosenkranz […] Aufgrund ihrer regelmäßigen Auftritte in der ORF-Sendung „Bürgeranwalt“ genießen Volksanwälte eine gewisse Bekanntheit. 2016 hätten sich viele in der Partei den damaligen FPÖ-Volksanwalt Peter Fichtenbauer als Kandidaten gewünscht. Regelmäßig war in der Vergangenheit auch der Wiener Abgeordnete und Notar Harald Stefan für hohe Ämter im Gespräch, etwa als Justizminister […]

In der Ausgabe 27 vom 3. Juli 2022 der Wochenzeitschrift ist dies zu lesen. Es geht in diesem Artikel um das Spekulieren, wer aus dieser Partei des Rosenkranz um das Amt der Bundespräsidentin —

Es darf festgehalten werden, das Profil eines „Liberalen“, wie es in Österreich gezeichnet wird, ist das Bild eines Menschen, der beispielsweise „eine Gruppe junger Menschen“ der identitären Gesinnung „erfrischend“, „charmant“

In Österreich wird als „Liberaler“ verstanden, wer, wie Walter Rosenkranz, zu jungen Menschen spricht, die ihm dafür charmant mit ihren Fahnen erfrischend, also wohltuend, unverblümt ihre Gesinnung zuwinken.

Walter Rosenkranz, ein Parade-„Liberaler“ nach der österreichischen Definition eines „Liberalen“ —

Der „Liberale“ in Österreich unterscheidet sich von dem „Rechten“ in Österreich gar recht. In dem Artikel von 3. Juli 2022 macht die Wochenzeitschrift die Unterscheidung noch einmal deutlich: Walter Rosenkranz, einer von den „Honoratioren“ in Österreich, ein honoriger „Liberaler“

Hingegen Susanne Fürst: eine „Rechte“ …

Mit dieser Zuschreibung ist diese Wochenzeitschrift wenig, um ein Wort des derzeit Staatshonorigsten zu verwenden, „sensibel“, so eine Zuschreibung ist für ihn, den Staatshonorigsten, „nicht unheikel“. Denn, so der Staatshonorigste, in Österreich, „davon ist die FPÖ natürlich weit entfernt“.

Für das Messen der Entfernung, so entfernt ihre Partei davon ist, „rechts“ zu sein, von ihr zum „Liberalen“ … Sie aber müssen die Entfernung nicht messen. Sie kennen die Entfernung. Die Entfernung zu messen, ist jedoch für „Quereinsteiger“ in Österreich extrem wichtig, um zu wissen, wo sie schneller ankommen —

In ihrem Artikel vom 3. Juli 2022 nennt die Wochenzeitschrift noch ein paar Namen, und sie geht dabei sensibel vor, ohne Zuschreibungen, die für sie in Österreich heikel — Für sie ganz unheikel nennt sie die Namen von österreichischen „Honoratioren“, von Peter Fichtenbauer und von dem Notar, der nicht nur einen honorigen Beruf ausübt, sondern auch honorige Geschichtsvermittlung —