Es gibt keine einzeln zu verurteilenden Kriegsverbrechen, weil Krieg in seiner Gesamtheit zu verurteilendes Verbrechen, zu strafendes Kapitalverbrechen ist. Statt Zerschlagung der Militärs und Militärbündnisse, etwa der NATO, weiter und weiter Ausweitung und Aufrüstung, das verbrecherische Vorbereitungshandlungen des Kapitalverbrechens Krieg sind

Es geht wieder extrem los, mit den massiven Forderungen nach Verurteilungen von Kriegsverbrechen im Krieg, seit dem Einmarsch in die Ukraine, seit dem Angriff auf die Ukraine, und die Forderung nach Verurteilung von Kriegsverbrechern im Krieg ist das Legitimieren von Krieg, Kriegsverbrecherinnen im Krieg zu verurteilen zu wollen, heißt, den Krieg an sich zu rechtfertigen, den Krieg an sich als etwas Gutes zu deuten.

Es könnte gesagt werden, das sei ein Fortschritt der Menschen, daß Kriegsverbrechen zu verurteilen sind, aber es ist kein Fortschritt, daß es Regeln gibt, nach denen das eine und das andere Kriegsverbrechen, nach denen das eine und andere nicht Kriegsverbrechen sind, solange Krieg an sich nicht als Verbrechen in den Strafgesetzbüchern der Staaten dieser Welt geführt wird, solange Krieg an sich nicht als Kapitalverbrechen in den Strafgesetzbüchern der Staaten festgeschrieben ist, haben Menschen das Recht verwirkt, je von einem Fortschritt der Menschheit zu sprechen.

Das Kapitalverbrechen Krieg wird aber nicht erst begangen, wenn es zu einem Krieg kommt, das Kapitalverbrechen ist bereits eines, das mit der Aufstellung eines jedweden Militärs beginnt, das Kapitalverbrechen ist bereits eines, das mit der Aufrüstung des Militärs beginnt, das Kapitalverbrechen ist bereits eines, das mit personellen Rekrutierungen für das Militär beginnt, das Kapitalverbrechen ist bereits eines, das mit dem Produzieren von Waffen und Ausrüstung jedweder Art für jedwedes Militär beginnt.

Und seit dem Kapitalverbrechen Krieg in der Ukraine ist das fortwährende Geschrei nach massiver Aufrüstung unüberhörbar, in das immer mehr Menschen einstimmen, sogar Menschen, von denen es bislang nicht gehört und nicht erwartet wurde, stimmen in dieses Geschrei ein, und Staaten, die ihr Heil im Beitritt zu militärischen Komplexen zu finden meinen, werfen nun noch mehr Steuergeld in den militärischen Schlund, in dem alles Steuergeld in der Sekunde zerfällt, von dem alles Steuergeld also nicht einmal bis in den Verdauungstrakt gelangt, das Steuergeld also nicht einmal zu Scheiße verarbeitet wird, die wenigstens noch als Dünger —

Billionen über Billionen, so viele Billionen, weiter, schreiben, weiterschreiben, es versagen, widerschreiben, die Hände, weiter, versagen

Vom Existieren im Koffer

Er sei entwurzelt wie eine Pflanze, die aus dem Boden herausgerissen sei, er habe den Grund unter seinen Füßen verloren, schwebe frei in der Luft.

Dies ein Satz über Vilém Flusser, der seiner „philosophischen Autobiographie“ den Titel „Bodenlos“ —

Im christschwarzen Karner wird hart nach einem Weg gesucht, wie könnte das christschwarze Fiasko versteckt, verleugnet werden, um Menschen, von denen von Tag zu Tag weniger und weniger willens sind, das Christschwarze zu wählen, wieder dazu zu bringen, doch das Christschwarze weiter zu wählen, und die Christschwarzen suchen ihre Rettung darin, gegen Menschen zu mobilisieren, die ihre Länder unfreiwillig zu verlassen haben, einfach wie kurz gesagt, Flüchtende sollen, gegen die die Christschwarzen vorgehen, den Christschwarzen ihr politisches (das heißt im Fall der Christschwarzen: ihre auf Parteipolitik verkümmerte Politik), genauer, ihr parteipolitisches Überleben sichern.

Dies ein Satz über Vilém Flusser, von Rüdiger Zill, zitiert von Raimar Zons in „Die Welt flach legen“ —

Rüdiger Zill erinnert in unserem Zusammenhang an einen anderen Ikarus redivivus, dessen Autobiographie nicht zufällig den Titel Bodenlos trägt. Als die deutsche Wehrmacht 1939 in Prag einmarschierte, begann für den Juden Vilém Flusser die Zeit des Exils […] Das städtische Vorkriegs-Prag, aus dem Vilém Flusser stammte, war durchaus keine ländliche Scholle und kein erdverbundenes, bäuerliches Leben wie das Palästina der zionistischen Schwärmer, noch war es vielmehr der feste Boden, das Symptom der Verwurzelung: sich selbst im Zentrum der Welt zu sehen. Wie Ikarus wurde dem „Luftmenschen“ Flusser dieser Boden entzogen, ja, die absurde Bodenlosigkeit des Flüchtlings und die Grenzenlosigkeit des Luftraums der Geschichte nimt seiner Existenz jegliche Begründung […] Juden, diese „Flugmenschen“, sind ohne Tiefe und ohne Transzendenz. Flusser kehrte solche antisemitsche Zuschreibung für seine eigene Erfahrung des Exils einfach um, indem er Nomadentum nicht nur die Herkunft, sondern auch die Zukunft der Menschen in einer weltweiten Netzgesellschaft nannte. Das Exil sensibilisierte ihn für alle Varianten der Bodenlosigkeit: „Er sei entwurzelt wie eine Pflanze, die aus dem Boden herausgerissen sei, er habe den Grund unter seinen Füßen verloren, schwebe frei in der Luft.“ Die existentielle Erfahrung der Freiheit des Migranten machte ihn also nicht nur immun gegen jeden Nationalismus, sie stiftet auch die Grundlage seiner polylotten, telematischen Medientheorie.

Es erweckt den Anschein, als ob, so wie Zill von Zons zitiert wird, Vilém Flusser selbst sich so sah, wie eine aus dem Boden herausgerissene Pflanze, schwebend frei in der Luft —

Das Wort »absurd« bedeutet ursprünglich »bodenlos«, im Sinn von »ohne Wurzel«. Etwa wie eine Pflanze bodenlos ist, wenn man sie pflückt, um sie in eine Vase zu steilen. Blumen auf dem Frühstückstisch sind Beispiele eines absurden Lebens. Wenn man versucht, sich in solche Blumen einzuleben, dann kann man ihren Drang mitfühlen, Wurzeln zu schlagen und diese Wurzeln in irgendeinen Boden zu treiben. Dieser Drang der entwurzelten Blumen ist die Stimmung des absurden Lebens.

Aber, wie Vilém Flusser es in „Bodenlos“ beschreibt, herausgerissene Pflanzen schweben nicht frei in der Luft, Pflanzen werden ausgerissen, um sie irgendwo zu irgendeinem Zweck aufzubewahren; Blumen auf einen Frühstückstisch etwa, wo sie in einem Vasenkäfig welken —

Auf dem Franz-Jonas-Platz in Floridsdorf beim zufälligen Erblicken eines Koffers, in dem abgerissenes Geäst steckt, wird gedacht, das ist ein anonym errichtetes Kunstwerk, bei dem es nicht um den Namen des schöpferischen Menschen geht, sondern allein darum, Begriffe anschaulich darzustellen, Begriffe, die ohne Anschauung leer sind —

Anschauung ohne Begriffe aber ist blind. Der Koffer mit seiner herausgerissenen und in ihm eingezwängten Staude auf dem Franz-Jonas-Platz in Wien ist, wird weiter sofort gedacht, die Anschauung der Begriffe Exil, Migration, Freiheit, Bodenlosigkeit

Anschauung mit Begriffen ist jedoch erst das halbwegs gute Sehen mit einem Auge. Um mit einem Auge gut zu sehen, muß die Darstellung zur Anschauung auch das von den Begriffen Exil, Migration, Freiheit, Bodenlosigkeit beherrschte Leben eines Menschen vermitteln, und dies tut der in den Koffer gesteckte Strauch.

Um aber mit beiden Augen zu sehen, ist es erforderlich, diesen Koffer, den ständigen Existenzraum der bodenlos gemachten Menschen, dort zur Anschaung zu bringen, wo die unter den oben genannten Begriffen zu verharrenden Menschen in Koffer gesteckt werden, ist der Koffer an dem Ort zu zeigen, an dem es sich alle hoch anrechnen, ihnen Koffer als eigene vier Wände zuzugestehen; und dies ist nicht der Franz-Jonas-Platz

Schwarzgrüner Geldregen auf österreichische „Bevölkerung“ – Thermenwartung, Ballkleider, Geldstrafen und und und leicht aus dem Sparschwein der Enkelkinder zu zahlen

Das verkündeten Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP), Energieministerin Leonore Gewessler (Grüne) und Wirtschaftsminister Martin Kocher (ÖVP) am Mittwoch nach dem Ministerrat. Man tue dies, sagt der Bundeskanzler, um der Unsicherheit und den Desinformationen durch den Kriegstreiber Russland entgegenzuwirken. Einerseits wurde am Dienstag verordnet, dass das Großverbraucher ihren Energie-Antrieb umrüsten und für Erdöl bereit machen sollen. Zweitens wurde die Bevölkerung offiziell aufgerufen, beim Energiesparen mitzuhelfen. Gewessler betont dabei, dass es jetzt wichtig sei, die Therme warten zu lassen, die Heizungen zu entlüften und andere Energiesparmaßnahmen umzusetzen. Damit könne bis zu 15 Prozent des Gasverbrauchs gespart werden.  

Dies ist in der Tageszeitung „Kurier“ am 6. Juli 2022 zu lesen.

Wie recht doch Bundeskanzler Nehammer es damit hat, Desinformationen entgegenzuwirken, zeigt auch diese Pressekonferenz der österreichischen Regierung vom 5. Juli 2022.

Der „Kriegstreiber“, der, um genau zu sein, nicht zu einem Krieg aufhetzt, was Kriegstreiberinnen tun, sondern der einen tatsächlichen Krieg führt, also ein Kriegsführer ist, hat es bereits geschafft, in Österreich zu desinformieren.

Die österreichische Energieministerin etwa derart zu desinformieren, daß sie, die Energieministerin, meint, das Warten von Thermen sei eine rein freiwillige Leistung der Bevölkerung, das Warten von Thermen in Österreich könne von der Bevölkerung ganz nach ihrer Lust und Laune beauftragt werden, oder eben auch nicht beauftragt werden, während in Österreich doch tatsächlich eine gesetztliche Pflicht zur Wartung der Thermen besteht; ein Verstoß gegen die Wartungspflicht kann eine Geldstrafe bis zu siebentausenddreihundert Euro —

Die Wartungspflicht muß, wie die Energieministerin verstanden werden kann, nicht beachtet werden. Bei diesem Geldregen der österreichischen Bundesregierung auf die Bevölkerung können die 7.300,00 Euro sogar die vulnerablen Gruppen, wie diese von Finanzminister und Energieministerin genannt werden, aus ihrer Portokassa

Wichtig sei jetzt, so die Energieministerin, Energiesparmaßnahmen umzusetzen, etwa die Thermen, als gäbe es keine Pflicht, nur freiwilliges Engagement, warten zu lassen, und auf die Thermenwartungskosten braucht kein Mensch in diesem Land nur einen Achtelgedanken zu verschwenden, bei dem schwarzgrünen Geldregen auf die Bevölkerung, so unabhängig von Teuerungen gemacht, kann ein jeder Mensch in Österreich die Thermenwartungskosten aus dem Sparschwein seiner Enkelkinder — Und dazu gehen sich auch noch statt drei sogar mehr als zehn Ballkleider —

Vielleicht hat sich deshalb die niederösterreichische Landeshauptfrau für ihre Drei-statt-zehn-Ballkleider-Faktura entschuldigt, weil sie sich verrechnet hat, es sich bei diesem schwarzgrünen Geldregen auf die Bevölkerung doch für jeden Mann und für jede Frau in Österreich ausgeht, sogar mehr als zehn Ballkleider sich leisten zu können, so aufgefüllt mit schwarzgrünem Regen —

Die Desinformation dürfte in Österreich aber besorgniserregend weit vorangeschritten sein, wie auch der Bericht dieser Tageszeitung selbst schon zeigt. Für den „Kurier“ ist der Wirtschaftsminister lediglich Wirtschaftsminister, der bis vor kurzem noch als Arbeits- und Wirtschaftsminister geführt wurde, dessen bedenkenlose Einschätzung seiner Qualitäten bis in die höchste Bevölkerungsspitze russischer Desinformation

習近平 / 习近平 – 生命就是死亡, 死亡也是生命

Wenn Xi Jinping in dem Beitrag vom 19. April 2006 „die sozialistischen Dörfer neuen Typs“ erwähnt, spricht er die erlittenen Verluste und den hohen Preis an, den die Menschen beim Eintritt in die Industriegesellschaft gerade in den ländlichen Gebieten zu zahlen hatten. Bewusst bezieht sich Xi Jinping bei seinen Vorstellungen von der Modernisierung auf Friedrich Hölderlin und dessen Hymne „In lieblicher Bläue“, auf den sich im deutschen Modernisierungsdiskurs auch Martin Heidegger immer wieder bezieht, so wenn er den Satz zitiert: „Schwer verlässt / Was nahe dem Ursprung wohnet, den Ort“. Xi Jinping will dafür sorgen, dass die „Menschen im Einklang mit der Natur leben und ihnen lückenlose öffentliche Dienstleistungen […] zur Verfügung stehen, adressiert mit seinem Hinweis auf Hölderlin dann doch aber weniger die Landbewohner als die Literaten und damit die Elite.

Xi Jinping bezieht sich, so Helwig Schmidt-Glintzer in „Der Edle und der Ochse – Chinas Eliten und ihr moralischer Kompass“, auf Friedrich Hölderlin —

Hölderlin, der ein Grübeln darüber auslösen könnte, was jene eint, die sich weiter nach ihren Gesinnungen auf Hölderlin beziehen, etwa von Peking bis Todtnauberg — Und auch, irgendwo auf dieser Strecke, in Wien — in Österreich werden Verse Hölderlins gar recht zu Herzen genommen, eint diese alle weltanschaulich, werden zur tatenlosen Anleitung, zur Schule der Nachsichtigkeit, etwa jener aus „An die Deutschen“ —

Spottet nimmer des Kinds, wenn noch das alberne
Auf dem Rosse von Holz herrlich und viel sich dünkt,
Oh ihr Guten! auch wir sind
Tatenarm und gedankenvoll!

Wer sonst als Hölderlin sollte dem nach österreichischer Art bildungsbürgerlichen Mann der Rösser ein geliebter Dichter sein können, sind doch für ihn auch seine Verse in Österreich lebendig in Stein

Dies sind Verse – tatsächlich von Friedrich Hölderlin.

Recht anders verhält es sich bei der eindeutigen Zuordnung von „In lieblicher Bläue“

Es wird Xi Jinping wohl daran gelegen gewesen sein, die von ihm Adressierten nicht zu überfordern – Friedrich Hölderlin, so könnte seine Vermutung gewesen sein, wird ihnen doch irgendwie geläufig sein, hingegen Friedrich Wilhelm Waiblinger — Xi Jinping bezieht sich, wie bei Helwig Schmidt-Glintzer zu lesen ist, nicht auf Friedrich Wilhelm Waiblinger und auf seinen Briefroman „Phaeton“; vielleicht war es Xi Jinping zu unangenehm, die Quelle für „In lieblicher Bläue“ preiszugeben, die eben dieser Briefroman „Phaeton“ ist, in dem zu unmißverständliche Stellen gibt, daß Männer bei Männern liegen —

„In lieblicher Bläue“ könnte durchaus ein Gedicht von Friedrich Hölderlin sein. Aber, so die Vermutung, ihm von Waiblinger gestohlen, der es in seinen Briefroman in Prosazeilen aufnahm, freilich, ohne zu erwähnen, daß es ein Gedicht von Hölderlin sei. Deshalb ist „In lieblicher Bläue“ auch nicht aufgenommen in den Band „Friedrich Hölderin – Sämtliche Gedichte und Hyperion“ beispielsweise vom „Insel Verlag“, 7. Auflage 2020″:

Der vorliegende Band vereinigt das gesamte poetische Werk Friedrich Hölderlins und ordnet die Gedichte in chronologischer Reihenfolge, einschließlich der Entwürfe, größeren Fragemente und Skizzen (1791-1806), der Pläne, Bruchstücke und Notizen sowie der späteren Gedichte, die in der Zeit der geistigen Umnachtung (1807-1843) entstanden sind.

„In lieblicher Bläue“ soll 1808, so die bevorzugte Datierung, entstanden sein, also in der Zeit „geistiger Umnachtung“, wenn es denn von Friedrich Hölderlin, und ihm von Waiblinger gestohlen für seinen Briefroman, der für „In lieblicher Bläue“ einzig gedruckter Nachweis ist. Ein handschriftliches Original von „In lieblicher Bläue“ von Hölderlin gibt es nicht. Oder „In lieblicher Bläue“, das nicht als Titel im Briefroman Phaëton geführt ist, sondern „In lieblicher Bläue“ ist einfach wie kurz der Beginn des ersten Satzes: „In lieblicher Bläue blühet mit dem metallenen Dache der Kirchthurm.“, doch von Waiblinger selbst —

Was sagt dies über Xi Jinping aus? Sich auf etwas in geistiger Umnachtung Entstandenes zu beziehen. Sich auf etwas Gestohlenes zu beziehen. Oder. Sich auf etwas zu beziehen, und dabei dessen Verursachenden falsch zu benennen.

Vielleicht hat der letzte Satz von diesem Abschnitt im Briefroman es Xi Jinping einfach angetan: „Leben ist Tod, und Tod ist auch ein Leben.“

„Leben ist Tod, und Tod ist auch ein Leben.“

Wer immer von den Männerliebenden diese Zeilen geschrieben hat, ob Hölderlin, ob Waiblinger, das ist im Grunde einerlei — Es ist eine Zeile, die Titel jedweder Diktatur, die der erste Paragraph jedweder diktatorischen Verfassung ist: Leben ist Tod, und Tod ist auch ein Leben.

Tod ist das Leben in jedweder Diktatur, und der Tod das Leben jedweder Diktatur, jedwede Diktatur die Stätte der Unbegrabenen.

习近平

Es herrscht deswegen Angst, und neue Tabus werden errichtet. So wird etwa das Zeichen cui 翠, das in China für die Farbe „Smaragdgrün“, aber auch für den Eisvogel steht, in den sozialen Netzwerken Chinas zensiert, weil es aus Elementen besteht, die den Familiennamen des Staatsoberhauptes Xi Jinping 習近平 / 习近平 bezeichnen, nämlich xi 習 „Lernen“, verbunden mit dem Zeichen zu 卒, welches für „Sterben“ steht.

Das berichtet Helwig Schmidt-Glintzer in „Der Edle und der Ochse – Chinas Eliten und ihr moralischer Kompass“.

Das zu erfahren, ist gut.

Es ist gut, dies zu erfahren, weil es zeigt, die Angst herrscht. Es herrscht immer noch die Angst der Diktaturen vor den Menschen. Denn sonst würden sie nicht ihre Angst durch Zensur verbergen müssen. Und mag es noch so eine lächerliche Zensur sein, wie ebendiese, Zeichen zu verbieten, die das diktatorische Angsthäschen bezeichnen.

Wie lächerlich diese angstgetriebene Zensur ist, mag auf dem europäischen Kontinent das Beispiel des Österreichers dienen, der, wäre das im Deutschen so einfach gewesen wie im Chinesischen, wohl auch Buchstaben verboten hätte, etwa „A“ und „F“ und „E“, die in seinem Namen vorkommen, mit denen auch das Wort „Affe“ geschrieben werden kann … Ohne diese drei beispielhaft genannten Buchstaben aus seinem Namen wäre nur nichts mehr zu schreiben gewesen, er selbst hätte seinen mörderischen Unsinn auch nicht schreiben, nicht reden können.

Durch seine Angst vor den Menschen, die in seinem Namen die Zeichen vorfinden, die ihn bis zur Kenntlichkeit entblößen, entblößt er sich durch Zensureinsatz bis zur Lächerlichkeit —

Im Fall des Österreichers muß aber gesagt werden, er hätte sich als „Affe“, geschrieben mit den Buchstaben aus seinem Namen, bezeichnet, erkannt gefühlt, seine Angst, die totale Macht zu verlieren, dadurch ins Unendliche gesteigert worden, wobei hinzugefügt werden muß, der wirklich Beleidigte wäre der Affe gewesen, den nichts charakterisiert, was den Österreicher charakterisiert.

Im Buch von Helwig Schmidt-Glintzer nehmen „Literaturbeamte“ einen prominenten und wichtigen Platz ein, so endet das Buch auch folgerichtig mit einem.

Zur Aufösung der aus solchen Ängsten resultierenden Lähmung und zur Freisetzung von Lebendigkeit und Kreativität bedarf es nicht zu letzt des „hehren Beamten“, der sowohl im Bild des Ochsen als auch des Edlen tradiert wird. Einen solchen Typus beschwört auch […]

Es ist aber nicht Xi Jinping, von dessen Heranziehung seines Vaters im Buch auch gesprochen wird, der einen solchen Typus beschwört —

in seinem Vater, dem Dichter Ai Qing 艾青 (1910-1996), vom dem er schreibt: „Stoisch ertrug er sämtliche Schicksalschläge. Er war als tolerant, redlich und selbstlos bekannt. Trotz allen Unglücks hat er weder den Glauben an die Gerechtigkeit noch seine freimütige Unschuld verloren […]

Sie werden seinen Sohn kennen: 艾未未.

Sie werden wohl nicht gelesen haben, was er über seinen Vater schreibt, das auch nicht das Entscheidende ist; das Wesentliche ist, was Sie lesen sollten, wenn Sie es nicht schon gelesen haben, was er, der Sohn, über die Ihnen so nahen Unternehmen schreibt, sagt, die —

Es ist gut, von der Angst der Diktatoren vor einem Zeichen zu erfahren, denn sie, die Diktatorinnen wissen zu genau, ein Zeichen genügt, und es ist mit ihren Diktaturen vorbei, und das hat das Wissen von allen zu sein, daß ein Zeichen genügt, und es vorbei ist, mit jedweder Diktatur, mit einem einzigen Zeichen ist jedwede Diktatur zu stürzen, und mit jedweder gestürzten Diktatur verschwindet zugleich auch jedwede Lächerlichkeit, die Lächerlichkeit, die nicht erst wie beim Österreicher im Nachhinein festgestellt werden wollte, sondern die während jedweder Diktatur festzustellen ist, die das Regime jedweder Diktatur ist, die Lächerlichkeit, die Wesenskern ist einer jedweden Diktatur —

Patriotismus wie den eigenen Tod fürchten

Es wird immer noch weiter und weiter von Patriotismus unaufhörlich geschwefelt, besonders aber wieder seit dem Februar 2022, nicht nur von jenen, die morden, aber besonders von jenen, die für den Patriotismus morden und die für den Patriotismus sich morden lassen, und die bestätigen, wieder einmal, seit dem Februar 2022 wieder einmal besonders, was Jules Renard vor weit einhundertzwanzig Jahren zum Patriotismus schreibt:

Zuletzt steckt in jedem Patriotismus der Krieg.

Jules Renard zog vor weit über einhundertzwanzig Jahren die Konsequenz daraus, den Satz, daß zuletzt in jedem Patriotismus der Krieg steckt, mit dem Bekenntnis zu beenden:

Und deshalb bin ich kein Patriot.

Zuletzt steckt in jedem Patriotismus der Krieg, und deshalb bin ich kein Patriot.

Beinahe ein Jahrzehnt zuvor schreibt Jules Renard, vor weit über einhundertdreißig Jahren:

Ein Volk sollte den Krieg fürchten wie der einzelne den Tod.

Die Liebe zur Fahne, zum Vaterland, dies eben ist es, was dort ganz verloren in den hinteren Reihen den kleinen Soldaten, der seinen Fuß nachzieht und dessen Gesicht vor lauter Wagenschmiere glänzt, doch noch glauben läßt, alle schauten nur auf ihn, so als wäre er ein Oberst zu Pferd.

Und wenn der „kleine Soldat“, von dem Jules Renard erzählt, von den Schlachtfeldern zurückkehrt, es dankbar als gnädiges Schicksal empfindet, es für sich gar als glücklichen Ausgang ansieht, nicht in den Fluten des Blutmeeres, zu dem die Felder des Getreides im Krieg verkommen, zu ersaufen, kehrt der Mensch als das zurück, was er nie werden will, das er dennoch nie bedenkt, wenn er patriotisch die Fahne schwenkt und ausmarschiert auf die Felder, die er sich als Felder der Ehre selbst einredet, die er sich als Felder der Vaterländer verkaufen läßt, aber die stets Felder des Schlachtens sind, noch ehe —

Die Menschen kehren, wenn sie aus dem Krieg denn je zurückkehren, wenn sie überhaupt noch mit Beinen zurückkehren, mit nachziehendem Fuß zurück, zurück in die Dörfer ihres Auszugs, in zerschossene, geplünderte, total zerstörte Häuser, in ihre von den ebenfalls dem Patriotismus sich hingebenden Menschen unbewohnbar zerbombten Häuser, sie kehren zurück in die Gräber der ihnen anverwandten Menschen, die ihnen zum Ausmarsch ein patriotisches Ehrenfest mit Fahnen und stolzen Reden bereiten, voran der Oberst stolz auf seinem Pferd, der zurückkehrt, der gewiß zurückkehrt, zurückkehrt mit allen Extremitäten, für den sie, ihre Körper ganz verdreckt von Bauschutt, ihre Gesichter vor lauter Mörtel zur Unkenntlichkeit verschmiert, wie Ackergäule schuften, um dem Oberst schnell ein wieder bewohnbares Haus zu schaffen, in dem er nach einem langen, langen glänzenden Leben in seinem ordensgeschmückten Bett stirbt, als hätte er sein ganzes Leben in kriegsloser Zeit …

Menschen haben den Patriotismus wie den Krieg zu fürchten. Sie sollten ihn wie den eigenen Tod fürchten.

Tiefste Deutschkenntnisse gepaart mit tiefstem Inhalt in tiefster Weltkenntnis

Es ist bedauerlich, dass mit der Indexierung der Familienbeihilfe erneut ein derart zentrales Integrationsvorhaben von einem Höchstgericht gekippt wurde.

Das schreibt Laura Sachslehner, Generalsekretärin der christschwarzen Partei in Österreich, auf der Plattform des Konzerns Twitter, am 16. Juni 2022, und es kann, einfach wie kurz gesagt, verstanden werden, daß ihr, Sachslehner, „Deutschkenntnisse zentraler Baustein“ sind.

Deshalb setzen wir uns weiter dafür ein, dass Deutschkenntnisse zentraler Baustein einer erfolgreichen Integration sind. Wir werden weiter dafür kämpfen, den politischen Islam in d. Schranken zu weisen und bei Sozialleistungen zu unterscheiden, ob jemand im In- oder Ausland lebt.

Denn. Wer nur „Deutschkenntnisse“ hat, wird nicht fragen, wie eine „Indexierung der Familienbeihilfe“ ein „Vorhaben“ der „Integration“ sein kann. Wer bloße „Deutschkenntnisse“ hat, wird meinen, Desintegrationsvorhaben bedeutet dasselbe wie Integrationsvorhaben, wer nur Deutschkenntnisse hat, setzt sich dafür ein, daß Desintegrationsvorhaben Integrationsvorhaben gleichgestellt,

Aber: Wir lassen uns nicht von unserem Kurs abbringen. Es braucht Gerechtigkeit im österreichischen Beihilfensystem!

Desintegrationsvorhaben als Integrationsvorhaben „Gerechtigkeit“ widerfährt —

Das „hier-sein“ alleine könne, schreibt Laura Sachslehner zum Beweis ihrer tiefsten Deutschkenntnisse, keinesfalls reichen.

Wer als Zuwanderer die Staatsbürgerschaft erlangen will, muss einen Beitrag für die Gesellschaft leisten und sich zuvor in Österreich integrieren. Das ‚hier-sein‘ alleine kann dafür keinesfalls reichen. (5/5)

Es müsse über (wie es der desintegrierte respektive in der sachlehnerischen deutschreichen Kenntnis der integrierte Duden schreibt:) „das Hiersein“ alleine hinaus ein „Beitrag für die Gesellschaft“ geleistet werden, aber „sich zuvor in Österreich integrieren“, zuvor, also vor dem Leisten eines Beitrages für die Gesellschaft ohne Beitrag sich integrieren

Tiefste Deutschkenntnisse gepaart mit tiefster Inhaltlichkeit, aber auch gepaart

Insgesamt 16.000 Asylansuchen wurden heuer bereits gestellt. Die allermeisten Asylwerber stammen aus Afghanistan & Syrien. Damit leidet Österreich an der pro Kopf zweithöchsten Belastung durch Asylanträge in der EU. Zwischen den Kriegsvertriebenen aus der Ukraine & allen anderen Migranten, die meist aus wirtschaftlichen Gründen nach Österreich wollen, muss unterschieden werden.

mit tiefster Weltkenntnis, von ihr eingeholt von den Profundesten unter den Profundesten, die die Welt wie ihr eigenes Österreich kennen, das sie zuvor haargenau vermessen

Laura Sachslehner steht nicht an, einfach wie kurz gesagt, jederzeit ihre tiefste Inhaltlichkeit und tiefste Weltkenntnis in einwandfreiestem Deutsch zu belegen, auch mittels ihrer Website in der Junihitze ’22 —

Keine zweite Mandatarin auf dieser Welt, keine zweite Funktionärin einer Partei auf dieser Welt hat die Gabe, hat die Kenntnisse, eine derart inhaltsreiche, eine derart politisch fundierte Website zu schaffen, kann mit einer einzigen Website auf so beeindruckende Weise darstellen, zutiefst integriert zu sein —

Laura Sachslehner
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Landtagsabgeordnete & Gemeinderätin in Wien

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Konzerne gegen die Menschlichkeit

Rudolf Diesel entwickelte seinen Dieselmotor in der Maschinenfabrik Augsburg.

Der Dieselmotor ist bereits im Museum ausgestellt und wird nicht erst, wie im Kapitel über das Verschweigen der Hauptleistung von Rudolf Diesel angenommen, in einem Museum ausgestellt werden, wenn der Dieselmotor außerhalb der Museen nicht mehr existiert.

Der Dieselmotor ist also lange schon ein Museumsstück. Im Gegensatz dazu ist die Hauptleistung von Rudolf Diesel nach wie vor und weiter keine in einem Museum auszustellende, sondern eine in der Welt weiter dringend zu verwirklichende —

Das Museum mit dem ausgestellten Dieselmotor steht in Augsburg —

In Augsburg wurde auch ein Dichter geboren, der sehr viel mit der Hauptleistung von Rudolf Diesel zu tun hatte, denn auch ihn, den Dichter, beschäftigten die Fragen sehr, die Rudolf Diesel zu beantworten suchte, auf die Rudolf Diesel ein für die Wirklichkeit nach wie vor brauchbares und ein noch nie in der erforderlichen Dimension in der Wirklichkeit umgesetztes Konzept als Antwort fand —

Es hielt den Dichter dabei nicht ab, nicht wie Rudolf Diesel Motoren zu erfinden, aber Motoren zu besingen. Für seine „singenden Steyr-Wägen“ wurde er belohnt, von Steyr, die österreichische Fahrzeugherstellungsfirma schenkte ihm einen Steyr XII – nicht mit einem Dieselmotor, sondern mit einem Ottomotor.

So führen die Wege mit dem Dichter nach Steyr. So führen die Wege mit der Maschinenfabrik AugsburgNürnberg, in der Rudolf Diesel seinen Dieselmotor entwickelte, nach Steyr, wo ihr Werk erst vor kurzem von einem übernommen wurde, den alle, als wären, einfach wie kurz gesagt, in diesem Land alle mit ihm befreundet, verwandt, aus seiner Familie, zärtlich bei seinem Spitznamen rufen, vielleicht aber rufen ihn alle deshalb bei seinem Spitznamen, aus Bewunderung, weil er gar erfindungsreich und dichtfreudig mit Steuern …

Die Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg ist lange schon unter einem anderen Namen bekannt. Vor langer, langer Zeit bereits nannte sie sich um, und ist nun bekannt als „MAN“ —

Kurz ist es also her, daß der erfindungsreiche Steuerdichtfreudige das Werk in Steyr von MAN übernahm. Es kann dabei ins Grübeln gekommen werden. Was wäre gewesen, wenn das Rudolf-Diesel-Konzept „einer solidarischen Wirtschaft, bei der die ehemals abhängig Beschäftigten die Finanzierung, Produktion und Verteilung von Gütern selbst in die Hand nehmen“, bereits real existierte, und das nicht nur in Österreich —

Ein Wirtschaftsforscher aus Steyr hätte auf der Plattform des Konzerns Twitter nicht seine „Milchbubenrechnung“ anstellen können, ein Minister hätte dieser Milchbubenrechung nicht zuerst per „Like“ zustimmen und dann wieder aus …

Und Staatsoberhaupt der bemüht versucht, sich alles zu ersparen, wäre die Frage wohl erspart geblieben, ob es vernünftig sei, Arbeitsministerium und Wirtschaftsministerium zusammenzulegen, weil es eben, wäre das Rudolf-Diesel-Konzept bereits verwirklicht, dann weder ein Arbeitsministerium noch ein Wirtchaftsministerium geben würde, sondern ein dem Konzept des Rudolf Diesel gemäßes, ein von dem Konzept des Rudolf Diesel ausgehend weiterentwickeltes Konzept gemäßes Ministerium, und Staatsoberhaupt hätte dann auch nicht versichern zu müssen, daß er keine Bedenken habe, was da alles passieren könnte, es in diesem gelegten Ministerium Arbeit und Wirtschaft doch mit einem Mann … der Mann in diesem Ministerium, mit dem Staatsoberhaupt zu tun, ist der Mann, der windmütig seine Likes

Wie wäre es gewesen, kann auch mit Blick in die Vergangenheit weiter gegrübelt werden, wenn das Rudolf-Diesel-Konzept zur Lösung der sozialen Frage bereits vor gut einhundertzwanzig Jahren weltweit real umgesetzt gewesen wäre, die solidarische Wirtschaft, in der die ehemals abhängig Beschäftigten die Finanzierung, Produktion und Verteilung von Gütern selbst in der Hand haben —

Hätte es dann dennoch Konzerne gegen die Menschlichkeit gegeben? Wie beispielsweise MAN, die heute, wie in diesem Juni 2022 auf dessen Website zu lesen ist, noch so tapfer sich darstellen …

[i]m Zweiten Weltkrieg sind die Werke Nürnberg und Augsburg immer wieder Ziel von Luftangriffen. Dennoch wird die Produktion von zivilen Nutzfahrzeugen so lange wie möglich aufrechterhalten. Gleichzeitig werden vor allem Panzer oder auch Busse und Lkw als Heeresfahrzeuge hergestellt, z.B. der „Einheitsdiesel“ mit Allradantrieb. Ende 1944 werden die Hallen und Produktionsmaschinen fast vollständig zerstört.

Trotz der von MAN wohl als Unmenschlichkeit, empfundenen Luftangriffe hielt MAN so lange wie möglich die Produktion aufrecht – und was für ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit muß es MAN immer noch erscheinen, ihm, dem Konzern, die Hallen und Produktionsmaschinen zerstört zu haben … Was für eine Tat der Menschlichkeit hingegen, mit Zwangsarbeit, mit Panzern, mit Heeresfahrzeugen und so fort dem Österreicher beigestanden zu haben – sein Profit die Ehre, tapfer für ein Volk, ein Reich, ein Motor

Und nicht anders werden die Empfindungen im Konzern in Steyr gewesen sein. Was werden dort für Lieder auf die Taten seiner Menschlichkeit gesungen worden sein … an Orten, an denen Konzerne solidarisch am Werke waren, deren Produkte heute noch etwa durch Gedenkarmbanduhren ehrende und stolze Würdigung …

Auf dem Weg von Augsburg nach Nürnberg nach Steyr lagern noch viele weitere Konzerne, deren einzige Agenda, weiter das Leben der Menschen zu regeln, kultiviert in anständigen Konferenzen abzuarbeiten —

Und wer kennt sie nicht, all die Konzerne gegen die Menschlichkeit —

Wer hat kein Produkt von diesen Konzernen mit den menschlichen Werbungen —

Müßig wohl über die Vergangenheit zu grübeln, wie es gewesen wäre, wie es gekommen wäre, wenn das Rudolf-Diesel-Konzept zur Lösung der sozialen Frage — Lohnender hingegen allemal, wie es kommen könnte, wie es werden könnte, wenn das Rudolf-Diesel-Konzept in Weiterentwicklung weltweit real umgesetztes und also weltweit gestalterisch bestimmendes Modell des Zusammenlebens

Die Hauptleistung des Rudolf Diesel

Konzept einer solidarischen Wirtschaft, bei der die ehemals abhängig Beschäftigten die Finanzierung, Produktion und Verteilung von Gütern selbst in die Hand nehmen.

Im Studio 2 am letzten Montag hat Fritz Dittlbacher, Historiker des Studios 2 und ZIB-Chefreporter, von Rudolf Diesel erzählt. Anlaß: 125 Jahre Dieselmotor. Präsentation des ersten Dieselmotors am 16. Juni 1897.

Fritz Dittlbacher weiß viel von Rudolf Diesel zu erzählen, von seiner Herkunft, von seinem Geburtsland, von seiner Schul- und Studiumszeit, von seiner mit Linde gemeinsamen Erfindung von Kühlschränken und Kühlmaschinen.

Fritz Dittlbacher weiß viel von Rudolf Diesel zu erzählen, von der Entwicklung des Dieselmotors, von seinem schweren Unfall, von seinem Tod knapp ein Jahr vor dem Krieg von 1914 bis 1918.

Fritz Dittlbacher weiß zu erzählen, daß „Carl Linde dabei geschickt war – „die Linde AG ist heute noch ein Milliardenkonzern mit fünfundsiebzigtausend Mitarbeitern weltweit […] Diesel ist relativ rasch aus diesem Geschäft ausgestiegen“ — Fritz Dittlbacher weiß, daß Rudolf Diesel „ein genialer Techniker war, aber ein ganz schlechter Kaufmann“ —

Fritz Dittlbacher weiß zu erzählen, „der Name ist so berühmt, daß sich wirklich sogar ein Milliardenkonzern in Frankreich, ein Modekonzern, sich Diesel genannt hat“ —

Fritz Dittlbacher weiß auch zu erzählen, „seine Frau hat allerdings dann festgestellt, auch das hat zu Rudolf Diesel dazugehört, er war fast bankrott, er hat noch ein bissel Bargeld gehabt, aber nichts mehr am Konto“ —

Und Fritz Dittlbacher spekuliert, „aber möglicherweise jetzt, wenn der Dieselmotor eben verboten wird, wie letzte Woche im EU-Parlament für Europa beschlossen, vielleicht verblaßt dann auch der Name.“ Und Birgit Fenderl: „Wir haben schon gewitzelt, daß es dann E-Jeans vielleicht gibt“ —

Fritz Dittlbacher hat zu seiner Erzählung über Rudolf Diesel auch ein Foto herausgesucht, wie Rudolf Diesel kurz vor seinem Tod ausgesehen hat, als er „etwas über fünfzig Jahre alt“ war.

Kein Foto hat Fritz Dittlbacher von der „Hauptleistung“ des Rudolf Diesel herausgesucht und in der Sendung hergezeigt – das hätte ein Foto von einem Buchumschlag sein müssen. Fritz Dittlbacher zeigt kein Foto von der Leistung her, die Rudolf Diesel selbst als seine „Hauptleistung“ einstufte. Deshalb wurde hier ein Foto herausgesucht, das den Buchumschlag seiner Hauptleistung zeigt. Es ist kein Dieselmotor abgebildet, sondern eine Druckerei, die Produkte des Lesens herstellt; eine bessere und passendere Abbildung zur Hauptleistung des Rudolf Diesel kann es nicht geben: Druckereien, Inbegriff der Bildung —

Die Erfindung des Dieselmotors war für Rudolf Diesel selbst eine, der er keine große Bedeutung zumaß; für ihn eine Nebensache, die aber für, auch für Fritz Dittlbacher die Hauptsache —

Daß ich den Dieselmotor erfunden habe, ist schön und gut. Aber meine Hauptleistung ist, daß ich die soziale Frage gelöst habe.

Er wußte wohl um die Vergänglichkeit von technischen Erfindungen, von der Unerheblichkeit technischer Entwickungen, und er wußte wohl um den unvergänglichen Wert der „sozialen Frage“. Nach einhundertfünfundzwanzig Jahren ist es beschlossen, der Dieselmotor wird aus der Welt verschwinden, an den in Museen wohl nostalgisch erinnert werden wird, zur Verklärung des Fortschritts der Menschheit, der in Wahrheit stets doch nur im Technischen einer ist, wenn dies denn Fortschritt genannt werden will; ein Fortschritt, der „schön und gut ist“. Aber“ —

Mit höchster Bewunderung spricht Fritz Dittlbacher reklamehaft von den Milliardenkonzernen, anstatt von der „Hauptleistung“ des Rudolf Diesel zu erzählen, mit der sich die Menschen Unabhängigkeit und Freiheit von den „Konzernen“ sich selbst gegeben hätten, die es dann nicht als „Konzerne“, von denen sie sich abhängig machen und in Unfreiheit halten lassen, geben würde.

Gerade jetzt, weit über einhundert Jahre nach seiner öffentlich gemachten „Hauptleistung“ ist daran dringlich wie je zu erinnern, gerade in diesen letzten drei Monaten des Jahres 2022, in denen so viel von Unabhängigkeit gesprochen, geschrieben wird, gerade in diesen Zeiten, in denen von so vielen Unabhängigkeit und Freiheit zu höchsten Tugenden und Werten erklärt werden, ist das Konzept zur Überwindung von Abhängigkeit und Unfreiheit des Rudolf Diesel mehr als bedenkenswert — Breit aber, wie an diesem letzten Montag, wird an den Dieselmotor erinnert, schafft es Fritz Dittlbacher konzernergeben, Rudolf Diesel nicht mit seiner Hauptleistung selbst zu Wort kommen zu lassen —

In Abhängigkeit und Unfreiheit wird von Unabhängigkeit und Freiheit aber nicht im Sinne auch eines Rudolf Diesel —