Heinz Fischer – einen Nenner findet, wo Polen sagt, ja, das können wir verantworten, und wo Hitler sagt, ja, da ist jetzt die Hauptforderung, die ich hab und derentwegen ich den Krieg begonnen hab …

Heinz Fischer zur Moderatorin, flüsternd: Ich tät ihn gern was fragen.

Heinz Fischer: Herrr Botschafter, mich würde eine Frage sehr interessieren. Wir sind alle primär und hauptsächlich jetzt einmal interessiert, daß das Blutvergießen und das Töten und das zu Tode kommen von Kindern aufhört. Dazu wird es hoffentlich Gespräche geben.
Vasyl Khymynets: Ja.
Heinz Fischer: Aber wenn ich mir die Positionen Putins anschau, ich habe das einigermaßen genau studiert, und wenn ich mir andererseits die Positionen der Ukraine anschaue, ist es für Sie denkbar, daß man einen Nenner findet, wo die Ukraine sagt, ja, das können wir verantworten, und wo Putin sagt, ja, da ist jetzt die Hauptforderung, die ich hab und derentwegen ich den Krieg begonnen habe, nämlich, daß die NATO nicht immer weiter nach Osten geht, erfüllt ist. Ich finde kein Modell, wo ich sagen kann, das wäre eine Chance, daß beide Seiten zustimmen.
Vasyl Khymynets: Herr Präsident, aus meiner Sicht, daß war der Fehler, daß man zu stark Putin zugehört hatte, daß man ihm immer, insbesondere seit 2014, immer irgendwie toleriert hat, daß man geschaut hat, daß er keine Vorwürfe, wie viele Vorwürfe haben wir gehabt. Ukraine darf keinesfalls NATO-Mitglied werden, obwohl es ein souveränes Land ist.
Heinz Fischer: Aber Herr Botschafter.
Vasyl Khymynets: Wir sind bereit zu Verhandlungen.
Heinz Fischer: Ja.
Vasyl Khymynets: Und der Präsident hat das mehrmals signalisiert. Wir haben auch Hauptstädte genannt, wo wir bereit sind, jetzt ist die Frage, ob Putin bereit ist, das ist der Punkt.
Heinz Fischer: Aber Sie als Diplomat, haben Sie eine Vision, wo eine Linie verlaufen könnte, die für beide Seiten akzeptabel ist?
Vasyl Khymynets: Aus meiner Sicht ist ganz einfach. Er zieht seine Truppen zurück aus der Ukraine, wo jetzt alles besetzt ist. Und dann starten wir unseren Aufbau unseres Landes, Aufbau von unserer Zukunft. Was Putin macht, weiß man nicht, weil das ist jetzt eine andere Sache.
Heinz Fischer: Und ist es für Putin auch akzeptabel, daß, was Sie hier vorschlagen?
Vasyl Khymynets: Das ist das Problem, daß man sehr sehr lange geschaut hat, was für ihn akzeptabel sein könnte, was nicht, und man es immer ignoriert, ein souveränes Recht jedes einzelnen Staates, das ist das Problem.

Da es jetzt in Österreich recht modisch, nahezu eine Obsession ist, fanatisch nahezu, Vergleiche zu bringen, mit 1933, mit 1938, mit 1945, ist es erlaubt, drängt es sich geradezu auf, keinen Vergleich – über die unseligen gemachten wird noch weiter zu schreiben sein – anzustellen, aber zu fragen, wie wäre zum Beispiel 1939 ein Gespräch zwischen Heinz Fischer und einem nationalsozialistischen Botschafter verlaufen, im September 1939, am siebenten Tag des Angriffs, des Überfalls auf Polen, wäre es so verlaufen, genauso, wie es am letzten Sonntag, 27. Februar 2022, verlaufen ist, zwischen dem Botschafter der Ukraine und dem altösterreichischen, umgekehrt, dem österreichischen Altbundespräsidenten?

Die Antwort darauf zu finden, fällt nicht schwer …

Wohin für Invasoren akzeptable Vorschläge führen, das muß nicht mehr ausgeführt werden, es sind für Invasorinnen Freibriefe … Aber Heinz Fischer, Händler der vier Winde, in „Zentrum“ sieht sich im Zentrum der Weltlösung, als Unterhändler des Angriffsherrn mit dem rührenden Ehrgeiz, einen für Putin akzeptablen Vorschlag heimbringen zu können, so wie ein Jahr vor dem September 1939 für Hitler akzeptable Vorschläge erhandelt heimgebracht wurden, die Hitler eine Einladung …

Nur das soll noch abschließend hinzugefügt sein: Gesinnungsgemäß aber sind keine Jahrzehnte zwischen 1939 und 2022, wenn etwa an den Mann aus Rußland gedacht wird, der in Österreich für seinen Gesinnungsschaft ein immer wieder einzuladender Philosoph ist, vielleicht deshalb ein Philosoph, weil er auch Manifeste schreibt, ein Putineinsager, der vor Jahren schon zum Krieg, zum Angriffskrieg auch gegen die Ukraine …


Trägt seinen Zirkel, trägt offen seine Flex

Karl Nehammer, ein bundeskanzlernder Handwerker, ein handwerkender Bundeskanzler, der offen zeigt seine Hände, sein Werkzeug …

Er arbeitet mit der Flex. Als Schutz gegen die Funken, die er beim Einsatz seiner Flex versprüht, trägt er eine Schutzmaske in der Farbe des vorherrschenden Windes.

Ein Handwerker wie er will selbstverständlich eine saubere Arbeit abliefern. Und so vermißt er vor jedem Einsatz seiner Flex genau, was von ihm zu trennen ist. Der Zirkel ist daher sein erstes Werkzeug. Die Flex ist deshalb aber nicht sein zweites Werkzeug, ihm sind Flex und Zirkel gleichwertig. Für einen wahren Handwerker gibt es keine Hackordnung seiner Werkzeuge. Nur die Arbeitsschritte bestimmen, zuerst der Zirkel, dann die Flex …

Wäre er nicht Bundeskanzler, sondern hätte er einen Handwerksbetrieb, dann wäre sein Firmenschild wohl eines mit Flex und Zirkel, wäre er nicht Bundeskanzler, sondern ein Aristokrat, dann wäre sein Familienwappen eines mit Zirkel und Flex, und schriebe in seinem Auftrag ihm eine für sein Schild oder für sein Wappen Verse über sein Glück, sie stellte seine ihm recht liebsten Werkzeuge inmitten der Verse …

Drum ist der Nehammer froh und frank,
Trägt seinen Zirkel, trägt offen seine Flex,
Der klare Strich, der offne, richt’ge Schnitt
Allein ist’s, was not tut, Gott gefällt.

Krieg ist der Killer von allen Viren.

Who dances with Austria and mastered the pandemic by killing everywhere

In Österreich wurde die Pandemie für gemeistert erklärt. Freilich nur für kurz. Wladimir Putin hat nun die Pandemie gemeistert. Und wie? Dadurch, daß diese von einem Tag auf eine Nacht aus den Schlagzeilen verschwunden ist. Und was nicht mehr in den Schlagzeilen ist, was nicht mehr die Aufmacher der Medien sind, das gibt es nicht mehr, wurde, kann einfach wie kurz gesagt werden, also gemeistert durch Verschieben in die kleinen Kästchen der Chronikmeldungen Vermischtes aus aller Welt

Beinahe knickswürdig, daß in Österreich es nicht geschafft wurde, die Pandemie zu meistern. Es war aber kein Scheitern, daß die Pandemie nicht gemeistert wurde. Scheitern setzt voraus, einen Plan zu haben, etwas zu wollen, etwas zu machen, zu handeln. So wurde in Österreich, einfach wie kurz gesagt, nicht gescheitert, sondern bloß nichts zustandegebracht.

Aber es ist auch nicht eine Leistung Österreichs, die Pandemie so wie nun Vladmir Putin sie meistert, nicht gemeistert zu haben. Österreich ist bloß keine Schlagzeile, kein Aufmacher …

Österreich, Land der Lächelnden, die zu einem wie Putin gerne reisen, die einen wie Putin gerne zum Tanze laden, ihm weinwalzerselig zu seinen Tänzchen vor ihm tief gebeugt und geknickst applaudieren, während er anderswo morden läßt, ihm dabei zur Seite hauptsächlich Mannen, dessen Gesinnung in Österreich abgelehnt, mehr noch, aufrecht bekämpft wird – auf Gedenkveranstaltungen …

Gedenken – der für kurz gewesene Bundeskanzler weiht mit einem Kleinputin oder mit einem Großputin ein „Holocaust-Mahnmal“ ein, das ist knappe drei Jahre her ….

Gedenken – der wieder den Tiroler im Schlafzimmer der Maria Theresia Gebenwollende legt in der Ukraine einen Kranz am „Denkmal des unbekannten Soldaten“ nieder, das ist knappe vier Jahre her. An seiner Seite der Oligarch, dem sein Roshen-Konzern sein Volk ist, das er nicht verkaufte, wie er es den Menschen in der Ukraine vor seiner Wahl versprach, die er … Und ebenfalls an seiner tirolerischen Seite die Knicksende aus dem Sulztal, der es nun freuen wird, daß in der Ukraine kein neues Denkmal für den „unbekannten Soldaten“ errichtet werden wird müssen, da es dieses schon gibt, und darüber hinaus, hat ihr Kleinlukaschenko oder ihr Großlukaschenko „die geringste Form der Agression“ … Krieg ist, wie seit Anbeginn der Menschheit gewußt wird, „die geringste Form“ des Einfalls

Gedenken – Bedenkt eure Gegenwart, ihr, die der Vergangenheit gedenkt.

Auch Kleinputins brauchen Entspannung, auch Großlukaschenkos sehnen sich inmitten ihres sorgenbeschwerten Ganges gegen Pandemien nach friedlich heiteren Stunden im Kreise ihnen freundschaftlich, kameradschaftlich friedlich gewogener Knicksenden, und die können leichter als anderswo in Österreich verlebt werden, recht besonders beim Tanz, auch wenn sie beim Tanz das Einfallen nicht abschalten können, so übervoll ihr Kopfreich, zum beschwingten Drehen der Polka und der Walzer zu ihrem Immerbraun Dancing and Killing

Und wie seit Anbeginn der Menschheit gewußt wird, daß Krieg der geringste Einfall ist, wissen vor allem Kleinputins oder Großlukaschenkos final:

Krieg ist der Killer von allen Viren.

Dancing in Austria. Killing elsewhere.

Im Morgenjournal um 8 hören Sie dann Bundeskanzler Nehammer, er ist bei uns zu Gast, und er hat sich schon am Abend in der Zeit im Bild 2 zur Ukraine-Krise geäußert. Er sagt, Österreich sei bereit, Flüchtlinge aus der Ukraine aufzunehmen: „Also wir haben ein Krisenkabinett geformt, wo einfach auch das Thema innere Sicherheit, militärische Sicherheit, nachrichtendienstliche Aufklärung und natürlich Energieversorgung und das Thema Flüchtlingsströme bearbeitet wird. Das Innenministerium ist vorbereitet. Bei der Ukraine verhält es sich anders als zum Beispiel mit Ländern wie Afghanistan. Die Ukraine ist, wenn man einen Zirkel einstechen würde, in Wien, und einen Radius zieht, näher zu Wien als Bregenz, das heißt, wir reden hier von Nachbarschaftshilfe. Wir werden auch hier solidarisch handeln.“

Es reicht das von ihm um 7 Gehörte, wie stets um diese Zeit eine Sternfrühe mit dem Personal aus seiner Partei, so auch an diesem 24. Februar 2022.

Wie vorbereitet das Innenministerium ist, wer kann das besser wissen, als eben Karl Nehammer, und seit der Zeit, als er Innenminister war, wissen es im ganzen Land alle, wie vorbereitet

Bei der Ukraine verhalte es sich anders als zum Beispiel mit Ländern wie Afghanistan. Den Unterschied wird ihm wohl sein Außenminister auf der Geige gespielt haben, der nicht alleingelassen sein will, und wohl weiter an seinem Tisch im Ballhausextrakabinett der rückkehrenden Mannen

Nun hat also Österreich doch noch einen Bundeskanzler bekommen, der für dieses Amt ein gerütteltes Maß an geographischer Bildung einbringt, der gar mit einem Zirkel umgehen zu verstehen scheint … einer, dem er nachfolgte, wird es nun bereuen, es seinen einzigen Fehler nennen, seine einzige Schuld, nichts für seine geographische Bildung getan zu haben, die ihm das nun von Nehammer besetzte Amt erhalten hätte …

Die Ukraine sei, würde in Wien ein Zirkel eingestochen und ein Radius gezogen werden, näher zu Wien als zu Bregenz, das heißt, der derzeitige Bundeskanzler vermißt mit dem Zirkel die Humanität, deren Radius ihm vor Bregenz endet.

Was nicht endet, ist die selige und verzeihende Erinnerung einer für kurz gewesenen Außenministerin in der türkisidentitären Regierung, die für den Mann gar schlagende Entschuldigungen weiß, für den Mann, der sich wohl gar über ihren Knicks freute und bei sich dachte, getanzt wird in Österreich, geschossen anderswo …

Ansichtskarte = Wirklichkeit

Wie leicht könnte einfach wie kurz gesagt werden, es wird die Propaganda des österreichischen Streichers – der in Österreich bekannt als Leopold Kunschak – fortgesetzt, ihn als einen die Häuser überragenden Bürgermeister müllnerisch darzustellen, wie er seit beinahe einhundert Jahren immer wieder auf propagandistischen Ansichtskarten verewigt: Karl Lueger, dessen Größe fotographisch in den Himmel gewachsen, als wäre sein Denkmal auf dem KL-Platz tatsächlich mehr als 20 Meter hoch, das in Wirklichkeit jedoch gerade die Hälfte davon klein …

Ansichtskarten waren, als unter Post noch die Post verstanden ward, und nicht Posting, das recht extensiv eingesetzte Propagandamittel zur Verbreitung von antisemitischer Gesinnung. An einer in Österreich hoch angesehenen und staatlich ehrenreich gewürdigten Familie ist dabei kein Vorbeikommen, weder in der Vergangenheit, die ihr und nicht nur ihr Gegenwart, noch in der Gegenwart …

Auch das „Wissensnetz aus Österreich“ kann hier nicht zurückbleiben, durch ihre eingesetzten Fotos der Gedenkstätte mit einer die Häuser überragenden Bürgermeisterfigur auf dem KL-Platz die Legende von der Größe des Karl Lueger zu hegen.

Wie leicht könnte eine bewußt fortgesetzte Propaganda für Karl Lueger und die mit ihm untrennbar verbundene Gesinnung vermutet werden, aber es ist trotz aller Tiefe nicht so abgründig, es wird – kann dies gescholten werden? – schlicht auch die Schonung des gegenwärtigen Klüngels sein, und sonst, einfach wie kurz gesagt, die Wirklichkeit: eine Ansichtskarte.

Ansichtskarte: nicht nur, aber vor allem in Österreich Wirklichkeit.

Wann immer der Gang Menschen irgendwohin führt, etwa in Österreich zur Luegerstätte auf dem KL-Platz, halten sie die Wirklichkeit total verdeckende Ansichtskarten vor ihre Augen, auf der sie dann beispielsweise eine um mehr als die Hälfte größere sehen, diese ihnen Wirklichkeit ist, daß die Kunschakstätte mehr als zwanzig Meter hoch ist, und sie setzen ihren Gang in der unerschütterlichen Gewißheit des Glaubens fort, diese von Ansichtskarten abgeschaute Wirklichkeit, der Ansichtskarten Wirklichkeit ist die allen zu verbreitende Ansicht der Wirklichkeit.

Die einmalig zurechtgemeisterte Erkenntnis von Alexander Schallenberg: „Wir haben doch 1938 am eigenen Leib erlebt, wie es ist, wenn man alleine gelassen wird.“

Wer hätte das je gedacht, es im eigenen Leben noch erfahren dürfen, zu weit gefaßt, wer hätte das je gedacht, es im parteipolitischen Leben des Alexander Schallenberg noch erleben zu dürfen, daß er, Schallenberg, einmal zu einer Erkenntnis gelangt, daß er, Schallenberg, tatsächlich zu einer Erkenntnis gelangt, die für ihn, Schallenberg, das große Einmalige ist, daß er, Schallenberg, tatsächlich zu einer Erkenntnis gelangt, das für ihn, Schallenberg, ein einmaliges Ereignis in seinem eigenen Leben —

„Wir haben doch 1938 am eigenen Leib erlebt, wie es ist, wenn man alleine gelassen wird.“

In Österreich, stellt Schallenberg in seiner aus seinem eig’nem bitteren Erleben geschöpfte Gnadensekunde des Erkennens fest, wird erlebt, wie es tatsächlich ist, wirklich alleingelassen ….

Im Grunde kann ich euren Vater sehr gut verstehen
mich wundert ja daß nicht das ganze
österreichische Volk
längst Selbstmord gemacht hat
aber die Österreicher insgesamt als Masse
sind heute ein brutales und dummes Volk
In dieser Stadt müßte ein Sehender ja
tagtäglich rund um die Uhr Amok laufen
Was diesem armen unmündigen Volk geblieben ist
ist nichts als das Theater
Österreich selbst ist nichts als eine Bühne
auf der alles verlottert und vermodert und
verkommen ist
eine in sich selbst verhaßte Statisterie
von sechseinhalb Millionen Alleingelassenen
sechseinhalb Millionen Debile und Tobsüchtige
die ununterbrochen aus vollem Hals nach einem
Regisseur schreien
Der Regisseur wird kommen
und sie endgültig in den Abgrund hinunterstoßen
Sechseinhalb Millionen Statisten
die von ein paar verbrecherischen Hauptdarstellern
die in der Hofburg und auf dem Ballhausplatz sitzen
an jedem Tag vor den Kopf
und am Ende doch wieder nur in den Abgrund
gestoßen werden

Alleingelassene.

Das ist mit Alleingelassenen zu erleben.

’21 – Quersumme von 1938 –, als ein Alleingelassener selbst für kurz

Aber schon ’22 – Quersumme von 1939, der Tobenden zweites Jahr auch in Österreich — wieder nur ein Alleingelassener, der das von ihm vertretene Land in Opferreich zurücktauft, den Naturnamen Österreichs in die Welt trägt: Opferreich.

Ein Alleingelassener unter den Alleingelassenen in den Opferprozessionen …

Österreich, Land der Meisterei

Noch desselben Tages der Verkündigung, das Dollfuß-Museum im karnerischen Texing werde zeitgemäßer und also ’22 entsprechender gestaltet werden, es ist der 6. Dezember ’21, läßt es sich Oskar Deutsch nicht nehmen, der Erste zu sein, der einen Beitrag für das auf der Zeithöhe von ’22 zu gestaltende Dollfuß-Museum abliefert.

O. Deutschens Beitrag wird, wenn es gilt, Beiträgen im Dollfuß-Museum ’22 besondere Plätze zuzuweisen, eine Ehrentafel zuteil werden müssen, nicht nur weil es der erste Beitrag, sondern auch wegen seines Inhalts, der aufzubewahren ist, und es keinen geeigneteren Ort für dessen Erhaltung wohl geben kann, als ebendieses Museum, das doch ’22 gegenwärtiger werden soll. Sein Beitrag ist von solch einer Erlesenheit, daß es ein Frevel wäre, diesen nicht in seiner Gesamtheit zu zitieren:

Deutsch: Glückwunsch an neue Regierungsmitglieder, Corona-Krise braucht Zusammenarbeit

IKG-Präsident Oskar Deutsch gratuliert Bundeskanzler Karl Nehammer und sieht Möglichkeit für nationalen Schulterschluss in Krisenzeiten

Wien (OTS) – Mit Karl Nehammer hat Bundespräsident Alexander Van der Bellen heute einen „erfahrenen und verbindlichen Politiker zum Bundeskanzler angelobt“, kommentiert Oskar Deutsch, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG) und der Israelitischen Religionsgesellschaft (IRG) die heutige Angelobung. „Gerade in dieser Phase der Pandemie, die extremistische Kräfte zu missbrauchen versuchen, ist nun eine Gelegenheit gekommen, alle konstruktiven Kräfte in unserem Land an Bord zu holen, um gemeinsame Lösungen für die Gesundheit der Menschen und unsere Demokratie zu erarbeiten.“
In diesem Zusammenhang als beispielgebend bezeichnet Deutsch die Angelobungszeremonie selbst, da physischer Abstand gehalten und Schutzmasken getragen wurden. Dies könne auch zu Bewusstseinsbildung in wissenschaftsfeindlichen Kreisen beitragen.
Der IKG-Präsident betont: „Die mit Abstand wichtigste Aufgabe der Bundesregierung und für alle verantwortungsbewussten Kräfte, unabhängig ihrer politischen Überzeugungen, ist derzeit zweifelsohne die Bewältigung der Gesundheitskrise.“ Erfreut zeigt sich die IKG über den eingeschlagenen Weg der Einbeziehung der konstruktiven Oppositionsparteien, der Sozialpartner, Religionsgemeinschaften und Vertretern der Zivilgesellschaft. Auch den neu angelobten Regierungsmitgliedern und der Staatssekretärin wünscht der IKG-Präsident gutes Gelingen. In persönlichen Gesprächen würden spezifische Themen adressiert werden, die über das Krisenmanagement hinausgehen. Eine akute Herausforderung stellt die Gewährleistung der inneren Sicherheit für alle Menschen in Österreich dar. Insbesondere jüdische Einrichtungen seien durch von Extremisten mitorganisierte Kundgebungen vor besondere Herausforderungen gestellt, die Polizei, Bundesheer und Sicherheitskräfte der IKG bisher gut gemeistert haben.

Oskar Deutsch kennt für seine Großzügigkeit keine Obergrenze, für seine Großzügigkeit lehnt Oskar Deutsch jedwede Obergrenze ab, und in seiner grenzenlosen Großzügigkeit gratuliert er auch dem Regierungsmitglied, das sich ja doch für eine von ihm vor vierzehn Jahren gemachte und als antisemitisch eingestufte Aussage entschuldigte.

Aber Oskar Deutsch weiß auch, wann es gilt, standhaft, mehr, wehrhaft zu sein, die Abberufung eines Mannes zu verlangen, wenn dieser nun auch sagt, er würde auf dem heiligen Berg des Landes nun nicht mehr auftreten, so wie er auf diesem vor vierzehn Jahren auftrat; dieser Mann muß seines Amtes, das ja doch das Höchste, über der Regierung im Land ist, enthoben werden, was dieser vor weit über einem Jahrzehnt getan, hat ihn für alle Zeit der Resozialisierung enthoben.

Der Beitrag von O. Deutsch verdiente im Museum auch deshalb einen prominenten Platz, weil dieser Zeugnis ist, was alles in Österreich gemeistert wird, daß Österreich wahrlich ein Land des Meistern ist, und es ist keine prophetische Aussage von O. Deutsch, sondern eine der zutraulichen Erfahrung, daß der von ihm beglückwünschte Karl Nehammer nicht nur die „Coronakrise Schritt für Schritt“, sondern alles „in den Griff“ bekommen wird, war er doch als Nichtbundeskanzler schon an höchster Stelle unter den Meisterinnen, die gemeistert und gemeistert haben, aber auch O. Deutsch und die Sicherheitskräfte seiner Gemeinde Meisterinnen, die mit Polizei, Bundesheer meistern … Es wird nicht nur bei dieser einen prominenten Tafel mit Erkenntnisen des O. Deutsch im Museum ’22 bleiben dürfen. Denn. Es gibt deren zu viele. Beispielsweise auch diese:

Es ist die Frage, wie viele Flüchtlinge ein Land aufnehmen kann. Jetzt sind wir mehr oder weniger am Ende unserer Kapazitäten[.]

„In persönlichen Gesprächen würden spezifische Themen adressiert werden, die über das Krisenmanagement hinausgehen.“ Läßt O. Deutsch mit seinem Glückwunschevangelium verkünden. Er wird dem nun hinzugekommenen Regierungsmeister aus dem Texingtal wohl schon erklärt haben, wie seine Kapazitätsausführungen zu verstehen sind, und dieser, nicht faul, übersetzt das wohl für alle nicht gleich Verständliche, das auf höchstem intellektuellen Niveau Gesagte des O. Deutsch in eine für alle zu verstehende Sprache, es könnte gesagt werden, in Volkessprache: „Kein Platz …“

Resozialisierung ist nur ein Wort

Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde hat in diesem Februar des zweiten Corona-Winters sich in die erste Reihe gestellt und die Abberufung

Seit elf Tagen leitet ein Teilnehmer der nazistischen Ulrichsbergtreffen ein Landesamt für Verfassungsschutz. Das ist ebenso wenig hinnehmbar, wie das Schweigen der politisch Verantwortlichen. Wer an Nazitreffen teilnahm, muss vom Verfassungsschutz beobachtet werden und kann diesen nicht leiten.

massiv gefordert – Resozialisierung, ausgeführt im Kapitel Ulrichsberg, Kultstätte des rechtsextremistischen Landes, ist nur ein Wort …

Es wird nicht nur auf den Kärntner Berg zur Heilshuldigung gestiegen, es wird auch wieder herabgestiegen zur Verkündigung der Heilsbotschaft; und manche von den Bergsteigenden treten mit dieser eine lange Pilgerreise an, die sie bis, auch bis nach Wien führt, zu den Prozessionen

Die Prozessionistinnen rufen in Erinnerung, vor allem der vom Berg herabgestiegene Prozessionist ruft in Erinnerung die warnenden Worte des Oskar Deutsch, prophetisch vor sieben Jahren gesprochen.

Österreich ist nach Ansicht von Oskar Deutsch bei der Aufnahme der Flüchtlinge am Rande seiner Kapazitäten angelangt. „Es ist die Frage, wie viele Flüchtlinge ein Land aufnehmen kann. Jetzt sind wir mehr oder weniger am Ende unserer Kapazitäten“, sagte der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) am Montag vor Journalisten in Wien. Zudem warnte er vor einem Erstarken des Antisemitismus in Österreich auch durch die Einwanderung aus den Ländern des Nahen Ostens. Diese „zum Teil sogenannten Flüchtlinge“ hätten „in ihren Ländern immer wieder Antisemitismus mitbekommen“ und seien von klein auf damit aufgewachsen. „Es wäre schrecklich, wenn das auch in Österreich wahr würde.“

Seit dem. Was für eine Heimtücke der „sogenannten Flüchtlinge“, sich als Österreicherinnen zu tarnen, wie Österreicher die österreichische Flagge zu schwingen, auf ihren Prozessionen, auf denen viele zusätzlich noch, als wären sie gebürtig aus Österreich, ihr rotweißrotes Tauffahnenkleid tragen, den Antisemitismus und die Verharmlosung des Nationalsozialismus in Österreich zu predigen, von dessen gebürtigen Menschen doch gewußt wird, wie sie seit Jahrzehnten jedwedem Antisemitismus, jedwede Verharmlosung des Nationalsozialismus wie ein Oskar Deutsch tapfer und dabei niemals wankend entgegentreten.

Was für eine Heimtücke der „sogenannten Flüchtlinge“ etwa, ihre Gesinnung gar geschickt verbergend sich als Regierungspartei angeloben zu lassen

Aber Oskar Deutsch läßt sich nicht täuschen. Er wußte prophetisch, wovor gewarnt werden muß. Er weiß Menschen zu finden, die bereit sind, sich an seine Seite zu stellen, tapfer, unbeirrt, ehrlich gegen jedweden Antisemitismus, gegen jede Verharmlosung des Nationalsozialismus wahrhaftig das Wort zu ergreifen, Männer und Frauen, die ihm dies Jahr für Jahr an den höchsten Erinnerungstagen im Jahr in Österreich beweisen.

Und diese Männer und Frauen haben Freunde, die sie dabei ebenso tapfer, ehrlich, wahrhaftig unterstützen, wenn es gilt, gegen Antisemitismus, gegen Verharmlosung des Nationalsozialismus Zäune zu errichten, die von „sogenannten Flüchtlingen“ nicht zu überwinden sind, die ihnen unmißverständliches Zeichen sind, dieses Österreich ist als Land einzig‘ Bollwerk

Und unter diesen Männern und Frauen sticht vor allem so mancher Mann rechtschaffen hervor, etwa jener Mann, der auch ein Präsident ist, der Freunde um sich schart, wie jene aus der Stadt recht nahe der Grenze … Gerade diese Familie aus der Grenzstadt mit ihrer Tradition des aufrechten Ganges gegen Antisemitismus und gegen Verharmlosung des Nationalsozialismus muß dem Präsidenten eine willkommene Verbündete sein, in seinem unerschütterlichen Kampf gegen

Auch jener Mann, der allzeit und überall bereit war, auch ein Friedhof schien ihm dafür ein geeigneter Ort zu sein, zu verkünden, es sei „höchste Zeit Verantwortung zu zeigen“ … Und auch dieser Mann scharte Freunde um sich, die ihm Garanten, daß Österreich weiter ein Land des …

Und es gibt auch und vor allem Männer, die Freund sein möchten, selbstlos ihr Vermögen einsetzen, zu beweisen, daß sie würdig sind, Freund zu sein.

Nach diesem uralten Spruch

Die Freunde meiner Freundinnen sind auch meine Freunde.

kann Oskar Deutsch auf viele, auf gar recht viele in diesem Land vertrauen, daß die Zäune halten.

Ulrichsberg, Kultstätte des rechtsextremistischen Landes

Es wird nun aufgeregt viel davon gesprochen, geschrieben: „Ulrichsbergtreffen – rechtsextremistisches Treffen“ …

Wenn gezählt wird, wer in all den Jahrzehnten zum Ulrichsberg kommt, ist es richtig zu sagen: Ulrichsberg, Kultstätte eines rechtsextremistischen Landes

Mons carantanus, wie der Ulrichsberg auch genannt, ist der zutreffend wahre Name – Kärntner Berg,

Kultstätte des rechtsextremistischen Landes.

In all den Jahrzehnten kommen zum Kärntner Berg nicht namenlose Glatzen, sondern die des Landes höchsten – abgeordnet von all den Parteien im Land, von ÖVP, SPÖ, FPÖ und auch, wenn dabei besonders an einen Mann, der den Kärntner Berg nun nach Wien bringt, dabei gedacht, der nicht nur bei einer Partei war, Team Kärnten, Team Stronach, BZÖ, Grüne …

Jahrzehntelang kommen auch die Uniformierten mit Blasmusik und Geistlichen zum Treffen, daß es richtig ist zu sagen: Kärntner Berg, Kultstätte des rechtsextremistischen Landes mit Ehrenwache einer rechtsextremistischen Organisation, aus der sich einer, dem ein Heiligenschein den Weg zum Propheten oder, so modern heutzutage alle gleich welcher Gesinnung, gar zur Prophetin leuchtet, wieder recht kritisch … In solch einer recht großen Organisation gibt es menschgemäß auch, das zu verschweigen, wäre der Organisation gegenüber ungerecht, so manchen Mann, der gegen den Heiligenschein mit der Waffe …

Der Berg ist im Besitz der ehemaligen Adelsfamilie Goess und Ex-Hypo-Banker Tilo Berlin.

Adeliger Besitz ist ohne Kreuze wohl nur halber Besitz, ein weiterer Besitz jahrzehntelang geadelt mit einem recht besonderen Kreuz …

Aber das war einmal. Nun. Ist alles. Besser. Am Kärntner Berg. Nun. Ist alles. Besser. Im Land.

Es mußte einer gehen. Einer wurde seiner Funktion enthoben.

Nach der medialen Kritik an seiner Teilnahme an den rechtsextremen Ulrichsberg-Treffen ist er am 11. Februar 2022 „bis auf Weiteres“ von Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß von seiner Funktion entbunden worden.[1][2] Von 2004 bis 2013 war er Abgeordneter zum Kärntner Landtag und dabei von 2007 bis 2012 Klubobmann der ÖVP-Landtagsfraktion.

Einer wurde, nach Tagen des Ringens, abgezogen. Weil. Er zweimal auf dem Kärntner Berg war. Einmal vor zwölf Jahren und einmal vor vierzehn Jahren. Er auf dem Kärntner Berg sprach, was auf dem Kärntner Berg gesinnungsgemäß zu sprechen ist, seit Jahrzehnten. Nun wird er das erfahren haben, was Verurteilte nach der Haftentlassung erfahren, Resozialisierung ist nur ein Wort.

Mögen etwa für Diebstähle vor zehn, zwanzig Jahren Verurteilte, auch seit zwölf, seit vierzehn Jahren keinen Diebstahl mehr begangen haben, nicht mehr rückfällig geworden sein, sie bleiben für die anderen Kriminelle, denen nicht mehr zu vertrauen ist, denen nichts mehr anvertraut werden darf, die von allem ferngehalten werden müssen, die, einfach wie kurz gesagt, nicht zu resozialisieren …

Er war zweimal, wie nun tapfer unermüdlich gegen ihn vorgebracht wird, auf dem Kärntner Berg, 2008 und 2010. Er war auf dem Kärntner Berg, aber er war nicht als er auf dem Kärntner Berg. Als ÖVP-Klubobmann im Landtag war er auf dem Kärntner Berg, und als ÖVP-Klubobmann erfüllte er vor über einem Jahrzehnt auf dem Kärntner Berg auftragsgemäß die Pflicht eines Parteispitzenmannes, wie diese vor ihm und nach ihm die Höchsten mit zumeist recht schütterem Haar der oben genannten Parteien im Land auf dem Kärntner Berg erfüllten, die in kein Resozialisierungsprogramm, das es gibt, auch wenn Resozialisierung nur ein Wort ist, gesteckt wurden, wohl vor allem deshalb, weil sie weiter der Parteipolitik im Höchsten verhaftet – landesgemäß sozialisiert …

Menschgemäß ist er aber selber schuld, nicht resozialisierbar zu sein. Warum mußte er auch diese höchste der höchsten Funktionen im Land anstreben, hätte er sich nicht damit begnügen können, Innenminister zu werden, er wäre sozialisiert geblieben, er hätte als Innenminister den Kärntner Landtag etwa besuchen, gemeinsam zum Beispiel mit dem Bundespräsidenten vor den Tafeln beim Eingang zum Landtag in trauter Eintracht sich ablichten

Vor Tafeln, die zu entfernen kein Mensch fordert. Denn. Diese verstoßen landesgemäß gegen nichts. Und vor allem. Auf diesen ist reinste Lyrik wiedergegeben – Wegzehrung der Abgeordneten, die davor je kurz andächtig innehalten, ehe sie geistesgemäß gestärkt in ihre Landtagssitzungen

Wie recht das ist, nicht die Entfernung dieser Tafeln zu fordern, und wie gar recht zu fordern, die zu entfernen – auf dem Kärntner Berg …

Die Grünen-Abgeordneten Olga Voglauer und Eva Blimlinger haben erst vor wenigen Tagen, am 27. Jänner, eine Sachverhaltsdarstellung an die zuständigen Behörden in Kärnten geschickt, in der diese aufgefordert werden, diese Tafeln zu entfernen, da sie gegen das seit 1960 geltende Abzeichengesetz verstoßen.

PS Beinahe der Versuchung erlegen, über Anführungszeichen grübeln zu wollen, konkret über die in der Schlagzeile der Tageszeitung des österreichischen Qualitätsstandards, die verbrecherische Organisation in Anführungszeichen setzt. Es wird bloß der Korrektheit wegen sein, weil ein Zitat, die Wiedergabe einer Einstufung, das Zitieren einer Meinung also, die, so verlangt es doch die journalistische Objektivität, nicht die Meinung der Berichtenden …

Match Maiandacht

Die Feststellung von Johanna Mikl-Leitner, Rote würden Gsindl bleiben, ist ja mehr Resignation als Beleidigung, das von Khol Ausgestoßene hingegen ein Aufruf, eine Forderung zum gfrieserfreien

Vertreibung gibt es nicht ohne Gewalt; und mittlerweile hat der Präsident sich auch entsprechend radikalisiert, und daran ist, würde ihm und seiner Partei die Schuldfrage gestellt werden, wäre die Antwort wohl, das Gsindl, die Gfrieser sind selber schuld, wenn sie nicht und nicht den Mund halten, rufen sie selbst danach, ihnen eine aufzulegen.

Aber weil vor dreiundreißig Jahren ein schreibendes Mitglied des ÖVP-Bauernbundes an einem Sonntag starb, soll erinnert sein, wie mit „Gsindl“ noch verfahren werden könnte, und das hat das schreibende christschwarze Bauernbundmitglied, den Theatergänger Andreas Khol auswendig zu zitieren weiß, wie berichtet wurde, eindringlich festgehalten, in Match Maiandacht, die vor fünfunddreißig Jahren im Akademietheater, das noch nicht die Josefstadt war, gegeben …

dö habn überhaupts koan Anstand net
Du muaßt halt amoi richtig eineschiaßn
in de Studentn
dann is a Ruah
dö spuin sie ja nur mit euch
dö machan euch aufn Kopf
dö wern aufgstachelt von dö Judn
und machan euch aufn Kopf
da schiaßat i nei
nacha is a Ruah
Dös hätts früha net geben
daß dös Gsindl auf die Straßn geht
da ghörat scho
a starke Hand her
a so Gsindl
a so eine Verkommenheit
dö was heut herrscht
mit dene vafahraed i ganz anders
aba ös seid s ja feig
da schiaßat i gleich nei
in dös Gsindl
da haltat i mi net
an dö bledn Vorschriftn
dö traun si ja gar nix mehr
dös wui a Staat sei
daß i net lach
statt daß eineschiaßats
Mit dem Gsindl fahrad i a
i schiaßad eine
da kennat i nix

A so Gsindl
da schaugn s a nu eina
aso a Gsindl a gräusligs
Dö fressn uns alles weg
Tan nix und fressen uns alles weg
Und wia dreckig dö san
dö waschn si ja net amal
s ganze Jahr waschn si dö net
Na so was gräusligs
schaugn Sis nur o dö
Läus hams
Wanzn hams
und frech sans
und wegfressn tans uns ois
des Gsindl
aba arbatn tans nix
ob dös san oder
aso a Gsindl
vagast ghörns
alle vagast
Vagast ghörns alle
alle
schreit nach
vagast

Das Bauernbundmitglied hat seine Figuren nicht über Rote so sprechen lassen, sondern über Menschen aus diesem Land und aus jenem Land und aus diesem Land und auch aus jenem Land, für sie sind Menschen, gleich aus welchem Land: „Gsindl“, und sie sind dabei heilfroh in dem Land zu sein, aus dem …