Nichts ist absurder als die Wirklichkeit

Bis zum gestrigen Tage 15. Juli 19 wäre es absurd vorgekommen, zu fragen, ob die Aufrufe auf FPÖ unzensuriert erfolgreich waren, die Aufrufe, für die Anschaffung von „Torpedos“ zu spenden, für eine „crowdfunding aktion“.

Nachdem jetzt aber bei einem „Neonazi“ eine „Rakete“ gefunden wurde, die ebenfalls bestimmt nicht billig ist, die sich vor allem der berühmte „Mann aus dem Volke“ nicht so leicht wie eine Glock leisten kann, erscheint es ganz und gar nicht mehr absurd, nachzufragen, ob der Spendenaufruf auf FPÖ unzensuriert für „Torpedos“ erfolgreich war.

„Der 60-Jährige, der vor Jahren für eine neofaschistische Partei kandidiert haben soll, habe die Rakete an Extremisten“, ist in der „Bild“ zu lesen, also in Italien für eine „neofaschistische Partei“ … in Österreich hat eben erst, muß kurz, weil Österreich in der Disziplin Vergessen Serienweltmeister und unangefochten ständig, um ein Wort des gewesenen Ibizakanzlers zu verwenden, „Spitze“ ist, erinnert werden, ein einstiger Kandidat für das österreichische Parlament es bedauert …

… ein Kandidat für das Parlament in Österreich eben erst bedauert, daß zwei Menschen nicht mit Kugeln, daß zwei Menschen nicht mit 29 Kugeln …

Die „Bild“ empfiehlt, auch zu lesen, wie in der Collage gelesen werden kann, wie ein Innenminister „Zwietracht“

… und wie einer, der einst auch für eine Partei kandidierte, aus dem fahrenden Auto …

Es wäre im Grunde, dies kurz zum Schluß, gar nicht absurd gewesen, einmal nachzufragen, auch ohne den Fund einer Rakete bei einem „Neonazi“, wie viele Spenden für „Torpedos“ nach einem Jahr eingegangen sind, waren die Aufrufe hierzu doch auf einer Website, auf der vieles beklagt wird, nur eines nicht, rechten Zuspruch zu haben, zumal nichts absurder – als die Wirklichkeit …

Horst Seehofer schreibt vor

Zu Beginn einen Syllogismus zu einem Kandidaten der Nationalratswahl am 29. September 2019 in Österreich.

Am 3. Juli 19 wird von den getöteten Menschen in Libyen berichtet.
Am 7. Juli 19 ist von der Forderung von Sebastian Kurz nach Rückführungen zu lesen, auch nach Libyen.
Sebastian Kurz fordert die Rückführung zum Getötetwerden.

Dieses bittere Verhalten gegenüber Rettungsschiffen am Mittelmeer und diese unhaltbaren Mißstände in den sogenannten Flüchtlingslagern nicht erst seit dem Juli 19 haben wohl Horst Seehofer veranlaßt, einen Brief an Sebastian Kurz zu schreiben:

„Wir können es nicht verantworten, dass Schiffe mit geretteten Menschen an Bord wochenlang im Mittelmeer treiben, weil sie keinen Hafen finden“, schrieb Seehofer […] Daher seien für die aktuellen Seenotrettungsfälle rasche europäische Lösungen in gemeinsamer Verantwortung nötig. „Ich appelliere daher eindringlich an Sie, dass Sie Ihre Haltung, die italienischen Häfen nicht öffnen zu wollen, überdenken“, fügte Seehofer hinzu.
Wegen der gemeinsamen europäischen Verantwortung „und unseren gemeinsamen christlichen Werten“ dürfe es im Einzelfall keinen Unterschied machen, durch welche Organisation Migranten aus dem Mittelmeer gerettet wurden, woher die Besatzung stammt und unter welcher Flagge das Schiff fährt.

Horst Seehofer hat diesen Brief selbstverständlich nicht an Sebastian Kurz geschrieben, sondern an Matteo Salvini, den italienischen Innenminister.

Es hätte für Horst Seehofer auch keinen Sinn ergeben, es wäre für Horst Seehofer die reinste Zeitverschwendung gewesen, an Sebastian Kurz zu schreiben, also an einen ohne Verantwortung, an einen bloßen Kandidaten unter sehr sehr vielen Kandidatinnen für die Nationalratswahl im September 19 in Österreich, oder kurz gesagt, an einen Tal-und-Alm-Wanderer.

Aber Sebastian Kurz hat auf diesen nicht an ihn gerichteten Brief reagiert, als wäre er selbst höchstpersönlich angeschrieben worden. Aber für Briefe mit dem Appell zum verantwortungsvollen Handeln ist Sebastian Kurz kein Empfänger. Wie auch? Ohne Amt, ohne Verantwortung. Selbst dann, wenn er, Sebastian Kurz, eine Position zum Handeln innehätte, fehlt ihm alles zum verantwortungsvollen Handeln.

Sebastian Kurz ist je kein Empfänger für welche Briefe auch immer.

Dennoch hat Sebastian Kurz gegen den Inhalt des Schreibens von Horst Seehofer sofort reagiert, wie Björn Höcke.

Beifall für seine Haltung bekam Salvini vom Thüringer AfD-Fraktionschef Björn Höcke. Er sagte am Samstag bei einem Treffen des rechtsnationalen „Flügels“ der AfD, Salvini tue das, „was meinem Herzen entspricht“.

Björn Höcke ist aus der Partei, auf deren „Vertreter zu stoßen“ sich er, Sebastian Kurz, „sichtlich …“

„Was meinem Herzen entspricht“, oh, das ist viel, recht viel, zu viel, in viel zu vielen Kapiteln erzählt, als es je noch kurz zusammengefaßt werden könnte.

Salvini hat auf das Schreiben von Horst Seehofer auch reagiert, wie es seinem „Herzen entspricht“, als schlüge in ihnen nur ein Herz …

Salvini, dem Sebastian Kurz so recht leicht zur Herzseite springt, ist, zur Erinnerung, wer es noch nicht wissen will, jener Mann, der Geschichte lebt, von der gesagt wird, es wäre ihnen lieber, diese Geschichte hätte nie stattgefunden, dann hätten sie von dieser Geschichte niemals in Geschichtsbüchern lesen müssen, so „widerlich“, um ein Wort von Sebastian Kurz zu verwenden, ist diese sogar als Lektüre.

Horst Seehofer schreibt Sebastian Kurz vor, aber abschreiben tut Sebastian Kurz von denen, die ihm in der dunkelsten Ecke vom Pausenhof signalisieren, wie recht ihnen das Zusammenhocken mit ihm da bei den Mülleimern …

Im Ziel am Ende

Nationalratswahl in Österreich am 29.09.19 türkisgetupfte schwarze Partei am Ziel: Auf der Rosshütte!

Es wird jetzt die auf Sebastian Kurz „ausgerichtete“ ÖVP und vor allem er selbst dafür gescholten, wie besonders auf der Plattform des Unternehmens Twitter gelesen werden kann, daß es am verwichenen Sonntag keine achthundert Menschen waren, wie aus ihren Reihen verkündet, die mit ihnen bergauf hinunter zur Rosshütte … sondern weit, weit, viel weit weniger, gerade einmal so rund fünf Prozent von 800.

Das muß nicht gescholten werden.

Es muß einfach als selber vorweggenommenes Ergebnis der Nationalratswahl am 29. September 2019 der türkisgetupften schwarze Partei gesehen werden.

Oben im Tal, also am Anfang des Wahlkampfes, sind es noch, nein, achthundert Menschen sind es auch hier nicht, vielleicht die Hälfte, wie berichtet wird, und dann, am Ziel, also am 29. September 2019, sind es gerade einmal um die fünf Prozent von den im Traume gezählten 800 Menschen, von denen die türkisgetupfte schwarze Partei sich erhofft, sie alle werden bis zum Ende mit ihr marschieren, aber am Ende im Ziel der Wanderung zur Rosshütte sind es nur mehr um die fünf Prozent, ganz großzügig von 800 gerechnet, im Ziel am Ende. So wird das Ergebnis am Abend des 29. September 2019 sein, und die türkisgetupfte schwarze Partei wird wieder sein, wo sie war, am 7. Juli 2019, auf der Rosshütte, mit ein paar Übriggebliebenen, die den Weg mitgehen, von dem auch geträumt wurde, es wird ein langer Weg, aber ohne Vielzahl an Menschen, die den Weg mitgehen, ist ein jeder Weg kurz.

PS Daß die fellnerische Umsonst die Mähr von den 800 ebenfalls verbreitet, überrascht in keiner Weise. Hat doch Wolfgang Fellner ein ebenso feines Gespür für Zahlen, wie …

Auf dem Empfang oder bei der Segnung „freute sich sichtlich auf Vertreter der“

18 war das. In der österreichischen Botschaft. In Berlin.

In der österreichischen Botschaft ein Empfang. Oder heißt es, wenn Sebastian Kurz anwesend ist, eine Segnung?

Jedenfalls, nicht einmal ein Jahr vor seinem Badengehen:

„Der Reformer Sebastian Kurz gibt sich auf dem Empfang der österreichischen Botschaft die Ehre und freute sich sichtlich auf Vertreter der AfD zu stoßen. Unter anderem begrüßte er Stefan Keuter, MdB und Peter Boehringer, MdB von der Bundestagsfraktion der AfD. Aber auch der Kreissprecherin der AfD Solingen Verena Wester reichte er die Hand und stand für Fotos gerne zur Verfügung.“

Wie er, der inzwischen Badengegangene, wohl von Stefan Keuter begrüßte wurde? Griff Keuter, der recht bekannt für seine Begrüßungsparolen, in der österreichischen Botschaft diesmal zu einer alternativen Begrüßung, als er Kurz die Hand entgegenstreckte, vielleicht zu Heil dem Hitlerlande? Brachte er Kurz als Willkommensgeschenk Bilder aus seiner reichen Sammlung gar mit?

Was Peter Boehringer wohl für dringlich erachtete, Sebastian Kurz in der österreichischen Botschaft in der für Gespräche kurz bemessenen Zeit eines Empfangs oder einer Segnung aufzuklären? Das wird nicht gewußt. Darüber kann nicht einmal spekuliert werden, weil Boehringer hat ein reiches Wissen, etwa über „Verschwörungstheorien“, etwa darüber, was Angela Merkel für ihn wirklich ist, etwa über „Umvolkung“, etwa über eine „Sprache, die neonazistisch“ ist“, etwa über ein „Vokabular, „welches stark an die Zeit des Nationalsozialismus erinnert“ …

Peter Boehringer ist ein reichlich kluger Mann, und reich an Wissen. Über „Umvolkung“ wird er Kurz deshalb wohl nicht aufgeklärt haben, weiß er doch, daß Kurz aus dem Land der „Umvolkung“ ist, Kurz also in bezug auf „Umvolkung“ reichlich aufgeklärt ist, den letzten Unterricht von seiner Regierungspartnerin wohl bekommen hat, er vielleicht sogar eine Abschlußprüfung beim Professor für „Umvolkung“ erfolgreich …

Vielleicht ist aber Boehringer das Hayek-Institut, dessen Mitglied er wie auch Alice Weidel ist, eingefallen und hat Kurz vorgeschwärmt, was für kompetente Menschen im partschnerschaftlich verbundenen Hayek-Institut in Österreich …

Vielleicht hat Kurz, ebenfalls ein an Klugem Reicher, geantwortet, ja, das wisse er, und eine aus deren Mitte ist ja inzwischen in der österreichischen Nationalbank …

Möglicherweise könnte Kurz Boehringer gefragt haben, ob er denn wisse, was Friedrich Merz gegen Roland Tichy habe, der ja auch mit dem Hayek-Institut …

Verena Wester wird Kurz vielleicht geklagt haben, daß es so gar kein Verständnis dafür gibt, wenn aus ihrem Kreise Postings zur Aufklärung verbreitet werden, wer die „größten Völkermörder der Geschichte“ sind, also Merkel …

Möglicherweise gab Verena Wester an Sebastian Kurz ihr reichliches Sprachwissen weiter, und Kurz konnte von ihr erfahren, daß das Gegenwort zu „Freiheit“ nicht Unfreiheit, sondern „Brüssel“ ist. Auch über deren Gespräch kann nicht einmal spekuliert werden. Eines nur ist gewiß, sie muß sich sehr gefreut haben, daß ihr Kurz die Hand gegeben hat, betont sie das doch selbst. Das ist von ihr recht österreichisch. In Österreich wird das ja sogar besungen, wenn ein Mann einmal einer die Hand reicht …

Reich bewanderte Menschen zu treffen, ist stets ein Gewinn. Von einer Reise bringen Menschen stets recht gerne etwas mit. Vielleicht von diesem Empfang oder dieser Segnung die Idee für die aktuellen Plakate der türkisgetupften schwarzen Partei zur Nationalratswahl im September 19: „Das Volk wird entscheiden.“ Verena Wester ist auch recht für „Volksentscheide“, nicht in einer Wahl, sondern ob „er Mitglied der EU“ …

Dafür verdient er, um zu einem kurzen Schluß zu kommen, „größten Respekt“, den von Alice Weidel, von ihr formuliert im Jahr 19. Sebastian Kurz, so Weidel ganz in Führerkategorien denkend, hat

„die ÖVP auf sich ausgerichtet.“

Was auf diesem Empfang oder bei dieser Segnung gesprochen wurde, wird im dunkeln bleiben. Gewiß ist nur eines, wie Wester schreibt, Sebastian Kurz habe sich sichtlich in Berlin der österreichischen Botschaft von 18 …

NS Sprüche auf Wahlplakaten sind oft nicht zu verstehen, zu oft ihr Sinn so kurz wie abwegig gleich Koran- respektive Bibelversen. Mancher Spruch jedoch erhellt sich im Nachhinein. So könnte es auch mit Kurzens Spruch „Unser Weg hat erst begonnen“ sein. Im Rückblick auf diesen Empfang oder auf diese Segnung in 18 will die türkisgetupfte schwarze Partei mit ihrem Plakat „Unser Weg hat erst begonnen“ zur Nationalratswahl im September 19 einfach mitteilen, die ersten Schritte auf diesem Weg wurden getan von Sebastian Kurz auf diesem Empfang oder auf dieser Segnung für die türkisgetupfte schwarze Partei, die „er auf sich ausgerichtet“ hat, also für den gemeinsamen Weg von AfD und …

Wie bescheiden Sebastian Kurz doch ist, bloß plakatieren zu lassen, der Weg habe erst … Sie scheinen doch ein rechtes Stück auf diesem Weg schon weitergekommen zu sein. Für Meuthen, übrigens auch ein Professor für …, sind sie bereits „Freunde“ – Kurz, Strache, Orbán, Salvini“ …

Freunde schon … Das könnte so ein Moment sein, in dem sein Präsident aus Freude die Faust ballt, heiter auf den Tisch haut, erregt ausruft: Potzblitz!

Bescheiden, aber mit einem rechten Wirklichkeitssinn … Soweit ist die ÖVP mit der AfD noch nicht wie die FPÖ, die Lega und so weiter. Zum Bündnis oder, wie es Sebastian Kurz vielleicht bezeichnen würden, zur „Achse der Willigen“ ist die türkisgetupfte schwarze Partei noch nicht … möglicherweise hakt es nur noch daran, daß sich das Bündnis oder die „Achse der Willigen“ nicht oder noch nicht auf ihn sich „ausrichten“ …

Mord und kein Entsetzen von jenen in Österreich, die die „wahre Pegida“ wählen, die mit der „wahren Pegida“ koalieren

Nun hat die identitäre Parlamentspartei ihre Kandidatinnen und Kandidaten präsentiert, für die Nationalratswahl am 29.09.19 in Österreich.

10, 1, 8, 3, 9, 2 auf der Liste wurden bereits in den Kapiteln davor vorgestellt, genauer, kurz in Erinnerung …

Auch an Pegida ist in diesem Zusammenhang kurz

In Deutschland gibt es zur Zeit ein Entsetzen über Aussagen von Marschierenden einer Pegida-Demonstration, in Dresden im Juli 19. Es sind Aussagen zum im Juni 19 begangenen Mord an Walter Lübcke von Menschen, die keine Kandidatinnen einer Partei für irgendeine Wahl sind.

Entsetzen in Deutschland. Wie groß wäre in Deutschland erst das Entsetzen, würde die „wahre Pegida“ in einer Wahl über fünfundzwanzig Prozent kommen? Wie groß wäre in Deutschland erst das Entsetzen, würde die „wahre Pegida“ als Bundesregierungspartei angelobt werden? Es würde beim Entsetzen nicht bleiben. Das Ausmaß der Proteste wäre grenzenlos.

Und in Österreich?

Kurz zusammengefaßt, in Österreich: Ein Entsetzerl höchstens, überschaubare Proteste, für die gewählte und angelobte „wahre Pegida“ vernachlässigbare Proteste.

Dabei ist in Österreich, kurz zu Erinnerung, all das passiert, im Jahr 17. Über fünfundzwanzig Prozent wählten die „wahre Pegida“, die „wahre Pegida“ wurde als Regierungspartei angelobt.

Dabei passiert in Österreich, kurz zusammengefaßt, das weiter und weiter. Kurz gesagt, Österreich, Heimat der „wahren Pegida“, ihr ewig‘ Reich, wo sie gewählt und gewählt und angelobt und angelobt …

Nach wie vor wollen nach zurzeitigen Meinungsumfragen um die zwanzig Prozent die „wahre Pegida“ wählen, die bevorzugteste Koalition eine mit der „wahren Pegida“ und der Partei, die den Ibizakanzler stellte.

Was sind das für Aussagen im Juli 19, die in Deutschland Entsetzen hervorrufen? Aussagen von Menschen, die in Deutschland keine Kandidaten sind, keine Mandatare, keine Funktionärinnen sind. Menschen, die mit solchen Aussagen in Deutschland persönliche Karrieren vergessen können, in Österreich hingegen gewählt und angelobt kurz gesagt für alles – Vizekanzler, Ministerinnen, Abgeordnete …

„Im Vergleich zur linksextremen Gefahr ist ein Mord, was weiß ich, alle zwei oder drei Jahre aus irgendwelchen Hass-Gründen relativ normal.“

„Ich sehe den Herrn Lübcke als Volksverräter.“

„Dann ist es ja bald eine menschliche Reaktion.“ – „Der Mord ist eine menschliche Reaktion?“ – „Ja, wie es in den Wald hinein gerufen wird, so schallt es wieder raus.“

„Müssen sie sich bei Frau Merkel bedanken, wegen Lübcke. Sie hat doch den Hass auf die Politiker geschürt, sie hat das zu verantworten.“

In Deutschland wird das auf der Gasse gesagt, von Menschen, die keine hohen und höchste Ämter im Staat … in Österreich hingegen … Wenn allein an das gedacht wird, was in Österreich Angela Merkel aus den Reihen der „wahren Pegida“
Oder an „Volksverräter“, ein Hauptwort der „wahren Pegida“ …

Sie fragen, wer das aufgebracht hat: „wahre Pegida“. Ein Mann, der in Österreich gewählt und angelobt. Ein Mann, der zur Zeit auf der Gasse steht, aber nicht wenige wieder von der Gasse holen wollen, in hohe Staatsämter, also in Österreich.

„Pegida-Anliegen für berechtigt hält“ ein Mann, der nun die 1 auf der Liste der „wahren Pegida“ für die Nationalratswahl im September 19 in Österreich ist …

Die 1 auf der Liste, die auch recht gerne reist, nach Dresden, ins Südtirolerische, möchte also im September 19 gewählt und wieder angelobt werden, träumt wieder davon, daß auf seinem Stuhl eine recht hohe Staatsamtsbezeichnung steht … in Österreich ein Traum, der ihm wieder in Erfüllung gehen kann. In Deutschland hingegen, in Deutschland würde ihm wohl gesagt werden, er solle doch zufrieden sein, mit dem was er kann und hat und ist, für mehr reicht es nicht, und das ist doch genug für ein ganzes Leben, donnerstags mit auf der Gasse …

Der Mann auf der Gasse in Dresden meint, ein Mord alle zwei, drei Jahre sei „relativ normal“ … in Österreich ist es nicht relativ, sondern wirklich normal, ständig von Mord zu reden, zu schreiben … in welchem Umfeld, das muß nicht noch einmal gesagt werden.

Kurz als Schluß. Auf der Gasse in Dresden ist unter den Pegida-Marschierenden ein Mann zu sehen mit „Patriot“ auf seinem Leibchen – in Österreich trägt die „wahre Pegida“ „Patriotismus“ …

Jetzt aber wirklich Schluß, kurz: Beim Anblick des dresdnerischen Patriotenleiberl fällt schnell wie kurz noch ein: Recht eigentümliche Umgänge werden in Österreich mit T-Shirts …

Die Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten dieser Partei kann je nur zu dieser Partei passend beendet werden, und das ganz kurz: Ley, Ley …

The fist

Bei Menschen, die auf ihren Stühlen in der Öffentlichkeit sitzen, wird allenthalben gerne auch schon während ihrer aktiven Sitzungszeit die Frage gestellt, was wird von ihnen bleiben …

Das aktive Sitzen von Wolfgang Sobotka auf seinem Stuhl im österreichischen Parlament wird bald vorüber sein. In seinem Fall kann bereits diese Frage, was von ihm bleiben wird, endgültig beantwortet werden.

Wolfgang Sobotka, die Faust.

Das wird von Wolfgang Sobotka bleiben. Die Faust des badengegangenen Gesegneten gewesen zu sein.

Wolfgang Sobotka war die Faust.

Wolfgang Sobotka wird die Faust bleiben. Auch in seiner Pension. Wenn er bis jetzt noch keine Einladung erhalten haben sollte, bei Märschen mitzugehen, für die er sich recht besonders in diesem Jahr empfohlen hat, so wird es jetzt wohl kein Halten mehr geben, ihn tatsächlich einzuladen, ihn bei jedwedem Marsch vorangehen zu lassen, mit in die Höhe ausgestrecktem Arm und geballter Faust und hinterdrein der identitäre Vater mit seinem Kind, tragend eine neue Fahne, zu den Balken die Faust hinzugefügt …

Als Faust eignet sich Wolfgang Sobotka, wenn den identitären Marschierenden ein Rat gegeben werden darf, nicht nur recht hervorragend als Spitze des Marsches, sondern durch seine expressionistische Mimik recht erst als Redner, gesichtgewordene Traditionspflege der ausschlaggebenden Gestik pathetischer Auftritte vor bald einhundert Jahren …

Parteien sterben

Die 9 auf der Liste der identitären Partei wurde im Kapitel davor mit seiner liter-arischen Vorliebe präsentiert.

Es gibt Varianten dieser Verse aus der Edda.

Vielleicht ist seine Lieblingszeile daraus: „Einzig lebt: des Toten Tatenruhm“.

Unvergessen sollen die Taten bleiben, ja, fürwahr, auch die, kurz gesagt, der Lebenden.

Und wo können, gerafft gefragt, die Taten, auf daß diese nicht vergessen werden, besser verewigt sein, als auf einer Mauer von San Raf…

Freilich, diese Variante der Verse aus der Edda wird, kurz abschließend gesagt, der 9 gesinnungsgemäß so recht gar nicht gefallen …

Parteien sterben,
das weiß ich – und,
die wählst du im Leben
nimmermehr,
eins weiß ich,
du erweckst sie
zum Leben
nimmermehr.

Hakenkreuz, Ibiza und Alkohol

Es wurde bereits alles, was dazu zu schreiben ist, geschrieben, dazu, daß in Österreich alle mit Hakenkreuz gleich, manche aber gleicher sind.

Eine alles kenntlichmachende Geschichte ist aber in diesem Zusammenhang noch zu erzählen, eine, die das Hakenkreuz und Ibiza verbindet. Der Bindestoff ist Alkohol.

Es wird noch nicht vergessen sein, wie Heinz-Christian Strache als Vizekanzler versuchte sich herauszureden, es sei eine „besoffene Geschichte“ gewesen, seine Machtpläne auf Ibiza, und dann – immerhin – zurücktrat, freilich nur er mit seinem Adjutanten, nicht aber, kurz gesagt, sein ihm vorgesetzter Badengegangener …

Zur Zeit, und auch das soll je nicht vergessen werden, wird berichtet, Heinz-Christian Strache ist auf der Suche nach „seiner Unschuld“. Denn. Er will zurück in die Politik. Nein, nicht in die Politik. Er will wieder für sich ein gewichtiges Amt. Bis dahin soll ihm seine Frau seinen Stuhl warmhalten. Heinz-Christian Strache also auf der Suche nach seiner verluderten Macht. Und es gibt nicht wenige in seiner Partei, vor allem Männer in seiner Partei auf ihren recht gewichtigen Stühlen, die sein Begehren unterstützen, für sie das auf Ibiza auch nur, bloß eine „besoffene Geschichte“ war. Ach, und das ist verzeihlich, eine „besoffene Geschichte“, wer will sich da als Richter aufspielen, da kann doch niemand Richterin sein wollen. So einen Besoffenen kann doch nichts nachgetragen werden.

Das ist die „besoffene“ Ibiza-Geschichte. Und nun zur „besoffenen“ Klagenfurt-Geschichte.

„Dann wurde viel getrunken. Einige Bier, Wodka und Wein und auch über den Zweiten Weltkrieg wurde geredet. Später habe ein Freund zum Angeklagten gesagt, dass er sich nicht traue die Fahne auf dem Balkon aufzuhängen. Die Nachfrage der Vorsitzenden, ob er denn trotz des Alkoholkonsums wusste, was er tat und dass das verboten sei, bejahte der Angeklagte.“

Der siebenundzwanzig Jahre junge Mann, dessen Beruf nicht gekannt, aber von dem eines mit Gewißheit gewußt wird, er ist und war kein Kanzler mit etwas davor, bejahte, was er tat, trotz seines Alkoholkonsums, hingegen

Wie ging das im Jahr 18 für den jungen Mann aus? Kurz zitiert:

„Für zwei Stunden war die etwa zwei Meter lange Hakenkreuzfahne gut sichtbar am späten Nachmittag am Balkon angebracht. Mehrere Anrufe und Anzeigen gingen bei der Polizei ein. Sein Vater habe ihm gesagt, dass der 27-Jährige die Fahne abhängen soll. Sein Vater habe sie dann später auch zerschnitte, so der Angeklagte. Die Geschworenen haben ihn heute einstimmig für schuldig bekannt. Die Strafe lautet zehn Monate bedingte Haft auf drei Jahre zur Bewährung sowie eine Geldstrafe von 1200 Euro.“

Wie wird das für die identitäre Partei ausgehen? Nun, die Wählenden haben das zu entscheiden, daß es dabei bleibt, daß die Männer und Frauen dieser Partei auf ewig zur Suche nach der verlorenen Macht verurteilt bleiben, dieser aber je nicht mehr finden.

Damit auch wieder beim Beginn angelangt, beim ersten Hakenkreuz, das seit 85 Jahren gut sichtbar … für zwei Stunden also sei das 84 Jahre später aufgehängte Hakenkreuz sichtbar gewesen. Der Staat stritt nicht mit dem Hakenkreuzbesitzer, der Staat verurteilte ihn. Für das Vernichten des Hakenkreuzes übernahm der Staat nicht die Kosten. Im Gegenteil. Der Staat verlangte sogar eintausendzweihundert Euro. Das ist viel Geld, vor allem für einen Menschen, der zur Miete wohnt und keinen Burgbesitz hat.

Ollis Videos

„Das mittlerweile berühmt gewordene Video des blaugelockten […] hat einige Dinge in Bewegung gebracht. Unter anderem hat die plumpe […] des Videos ein, in dem der junge Mann […] zur sakrosankten Wahrheit erklärt.

[…] Enthüllung[…]

Oliver Janich, seines Zeichens ehemaliger Systemmedien- und seit geraumer Zeit Alternativ-Journalist, Autor mehrerer, von Intellektuellen teils hochgelobter Bücher, nimmt nun dieses Video zum Anlass, um die […] zu einer öffentlichen […] Einladung richtet sich […]

[…]

Besonders interessant ist Janichs Herausforderung […] Janich ist ganz begierig […] Zahn zu fühlen.

[…] Wer im Besitz der alleinigen Wahrheit ist, scheint es also nicht nötig zu haben, sich mit kritischen Fragen auseinanderzusetzen.

[…] Troll-Armee

Doch Janichs Argument […] komplett […] Sie fordern diese Diskussion mittlerweile friedlich, aber sehr vehement ein, indem sie die Socialmedia-Kanäle von […] und Konsorten […] Meme überschwemmen. Kein Video, kein Tweet, kein Posting kann mehr veröffentlicht werden, ohne dass nicht sofort Dutzende Leute […] aufmerksam machen.

Und schön langsam zieht es immer weitere Kreise, dass die […] panisch[…]“

Das ist der Kommentar der FPÖ unzensuriert vom 20. Juni 19. Gekürzt. Und an österreichische Verhältnisse angepaßt, was die Verlinkung recht besonders zu einem aktuellen Video anbelangt.

„Janich mehrerer, von Intellektuellen teils hochgelobter Bücher“ … Allein diese „Werbeaktion“ kann einen todbringenden Lachanfall auslösen. Schützen Sie sich also, wenn Sie das lesen, vor einem Lachanfall. Es durfte bereits ein Kapitel über diesen „Autor“ veröffentlicht werden, das allein die tatsächliche Einschätzung von Janich bereits vollauf …

Von Belang ist aber weder Janich noch FPÖ unzensuriert. Es gibt aber einen Mann in Österreich, der für FPÖ unzensuriert auch schon schrieb, der einst sogar Bundespräsident werden wollte und nun als Videobegünstigter seine türkisgetupfte Partei wieder in die nächste österreichische Bundesregierung führen will, einen Mann, der durch Chemtrails blickend seine geistige Fähigkeiten, die sich ausschließlich mit denen von Janich messen lassen können, klar … einen Mann also, der nicht nur zum Teil, sondern ganz recht hochgelobt von „Intellektuellen“ vom Schlage eines Janich …

Und dann gibt es noch einen Mann in Österreich, den es ebenfalls wieder recht in die Bundesregierung zieht, einen einzigen Segen dafür hat er, der allerdings könnte Oliver Janich und seine chemtrailige „Konsorten“ seine Arbeitslast abnehmen, er, der jetzt recht bei den Tälern und Bergen ist, müßte ihm nur einmal persönlich das selbst sagen, das er in Österreich schon so vielen gesagt hat, in Deutschland aber, wo Janich vor seiner Videokamera …, noch nicht gehört wurde: „Wir hatten die Klimakrise“ …

Danach können die zwei intellektuell Ebenbürtigen recht entlastet im Sommer baden gehen …

Bierlein, Bierlein im Amt, wer ist der Kanzler im ganzen Land?

Und als aus allen Tälern und von allen Bergen ihm die Antwort erschallte:

„Frau Bierlein, Ihr seid die Kanzlerin im Land.“

Da erschrak er und ward türkis und blau vor Neid. Von Stund an, wenn er an seine Frage dachte, kehrte sich ihm das Herz im Leibe herum – so haßte er die Frage. Und der Neid und Hochmut wuchsen wie ein Unkraut in seinem Herzen immer höher, daß er Tag und Nacht keine Ruhe mehr hatte. Da rief er einen Dealer und sprach:

„Gebet mir den Segen!“

Da war er zufrieden, denn erfüllt ward es ihm sogleich. Von dem Geistesfreunde Ben. Und aus dessen Munde nahm er den Segen an, ganz nach dem alten Wort gab er sich dem Segen hin: „Nehmet, und gehet hin!“ Aber es wuchs in ihm heran und wurde ihm immer drängender, und als er einen Tag mehr alt war, da trat er hin, vor die Täler, vor die Berge, fragte nicht, sondern er sprach selbst:

„Wurde schon als Bundeskanzler eingeladen und hab eben, wie es üblich ist, viele der Einladungen, die ich damals erhalten hab, jetzt nach wie vor noch wahrzunehmen.“

Da war er erst recht zufrieden. Getilgt seine sündige Frage an Bierlein im Amt. Wie konnte ihm das nur geschehen, solch eine Frage zu stellen, war doch die Antwort ewiglich in seinem Herzen eingeschlossen, ein heimlich schöner Schatz. Fortan lebte er zufrieden und glücklich, es scherte ihn nicht, was draußen im Land geschah, es kümmerte ihn nicht, wer was draußen im Lande war, für ihn selbst war die Antwort klar, wie ein klarer Tag. Und wann immer er vor einem Spiegel zu stehen kommt, und in seinem Häuschen sind gar viele Spiegel, daß sein Dealer, wann immer er vorbeikommt, sich wundernd fragt, wie können in einem so winzigen Häuschen gar so viele Spiegel sein, und vor jedem Spiegel in seinem Häuschen spricht er in den Spiegel hinein:

„Ihr allein seid der Kanzler im ganzen Häuschen.“