Die Ehe des Herrn Hofer

Nun hat also in diesem September 19 Norbert Hofer einen Antrag eingebracht, um, kurz gesagt, „die Ehe für alle abschaffen“ …

Wenn der Antrag gelesen wird, fällt bei der identitären Begründung sofort ein Name ein, nämlich der von Norbert Nemeth, von einem Burschenschafter, von dem recht lange schon bekannt ist, seine Begierde zur Rückkehr zum Gesetz von 1811.

Nemeth, zur Erinnerung, aus der Bude Olympia verhandelt mit Sebastian Kurz die letzte Regierung

Nemeth, Kurzens Verhandlungspartner, Nemeth, Küssels Solidarisierer, Nemeth, Verbotsgesetzesattackierer…

Und nun bringt sein Chef einen Antrag ein, wie er vom Burschenschafter selber nicht anders hätte formuliert werden können, oder sein Chef war gar sein Kofferträger, und im Koffer nur ein Blatt, nämlich das Blatt zum …

Die harte Bewährungsprobe, die dem Solidarisierer von der Vorsehung auferlegt ward, hat nun also sein Chef beendet, aber zu Ende ist sie nicht, denn sein Antrag seines Chefs fand keine Mehrheit im Parlament … auch sein Chef, und mag dieser der freundlichste in der ganzen odinschen Deutschschaft sein, kann der Vorsehung unergründlichen Bewährungsproben nicht …

Noch etwas fällt an diesem von Norbert Hofer in das Parlament getragene Blatt auf, ganz oben gleich neben seinem Namen steht auch der Name seines identitären Parlamentskameraden Harald Stefan …

Harald Stefan wird von Norbert Hofer nun wohl nicht aus der identitären Parlamentspartei ausgeschlossen werden, wie eben erst vor kurzem M. H., weil diesem, also weil Harald Stefan:

Wesentliches Element, ist die Umdeutung der Geschichte. Der Stolz auf die Leistungen der Vorfahren, etwa die positive kollektive Erinnerung an die Leistungen der deutschen Wehrmacht […]

Es werden sich dafür recht genügend hoferische Gründe finden lassen, warum Harald Stefan unbedingt weiter an seiner identitären Seite im Parlament Anträge … Ach, wie lange ist das schon her, daß Harald Stefan die „Umdeutung der Geschichte, die positiven Leistungen der deutschen Wehrmacht“, und wie auslegbar die stefansche Verkündigung, während das von M. H. gar so frisch und gar so eindeutig …

Markus Huber gratuliert Karl Bockerer, nicht Adolf Hitler zum Geburtstag und Wolfgang Sobotka ladet außerparlamentarische identitäre Gäste ins österreichische Parlament sich recht gern ein

Sie halten das für unwahrscheinlich, daß er Karl Bockerer zum Geburtstag gratuliert? Warum? Weil der Gratulant ein freiheitlicher, also identitärer Mandatar ist?

Wen auch immer Markus Huber vor fünf Jahren tatsächlich gratulieren wollte, darüber will nicht spekuliert werden, und schon gar nicht unterstellt werden, er wollte vor fünf Jahren einer bestimmten Person gratulieren.

Markus Huber hat also vor fünf Jahren an einem 20. April irgendwelchen Personen, vielleicht Adolf Hitler, vielleicht Karl Bockerer, vielleicht einer Tante, vielleicht einem Kameraden, vielleicht allen zusammen gratuliert, aber daß Norbert Hofer fünf Jahre braucht für eine Entscheidung, für einen Ausschluss, für ein Handeln, daß Norbert Hofer, der wieder Minister werden will, daß Norbert Hofer, der jetzt sogar Vizekanzler werden will, fünf Jahre braucht, um zu reagieren …

Dazu kann nur gesagt werden: Gute Nacht, Österreich. Das heißt: schlaflose Nächte und schlechte Tage für alle in Österreich. Ein Staat mit einem Vizekanzler mit einer Reaktionszeit von fünf Jahren kann nur im Ruin enden.

Der nun gefundene Grund für den Ausschluß von Markus Huber durch Norbert Hofer ist keine Suppe, wie es in Österreich heißt, die zu dünn ist, es ist nicht einmal eine Suppe. Es ist, kurz: ein Witz. Ein Wahlwitz.

Gerade Norbert Hofer besitzt die Tollkühnheit, wen aus der freiheitlichen, also aus der identitären Parlamentspartei auszuschießen, gerade Norbert Hofer, der die Anliegen der Pegida verstehende Kamerad …

Norbert Hofer, noch toller als freundlich …

Dieser Wahlwitz ist ein nicht und nicht endender österreichischer Witz.

„Seitens der Freiheitlichen Landespartei hieß es am Samstag in einer Aussendung, dass die Entscheidung Hofers akzeptiert werde. ‚Er wurde am Bundesparteitag von über 800 Delegierten einstimmig mit jenem Rechtsinstrument ausgestattet, von dem er nun Gebrauch macht‘, sagte Landesparteisekretär Michael Schnedlitz. Die Suspendierung sei die ‚erste Konsequenz‘ eines Fehlers, den Huber vor ‚mehreren Jahren‘ begangen habe.“

Es sind keine fünf Jahre her, daß Michael Schnedlitz, so geht der Witz weiter, die außerparlamentarische identitäre Kameraderie feurig begrüßte, und nun rechtfertigt er die „Suspendierung“ von …

Hätte Markus Huber im Jahr 16 vor den außerparlamentarischen Identitärinnen eine Rede gehalten, wer weiß, vielleicht wäre er heute schon Volksanwalt, statt Walter Rosenkranz …

So kurzgeraten Österreich auch ist, der Witz ist dennoch lang.

„Die niederösterreichische ÖVP nahm die FPÖ unterdessen in die Pflicht. Landesspitzenkandidat Wolfgang Sobotka verlangte eine klare Distanzierung der niederösterreichischen Freiheitlichen: ‚Dieses ewiggestrige Gedankengut ist vor dem Hintergrund unserer Geschichte nicht tolerierbar.‘ Die FPÖ habe es bisher nicht geschafft, ihre Geschichte aufzuarbeiten. Anders seien Entgleisungen dieser Art nicht zu erklären.“

Ist das nicht der Wahlwitz besthin? Die türkisgetupfte schwarze Partei will die außerparlamentarischen Identitären verbieten, gleichzeitig ist ihr die identitäre Parlamentspartei nach wie vor eine Sehnsuchtskoalitionspartei … und ihr Wolfgang Sobotka lädt einen identitären Marschierer in das österreichische Parlament ein, er lud den identitären Marschierer nicht vor fünf Jahren in das Parlament ein, sondern in diesem Jahr, im Jahr 19 …

Handelt es sich bei Wolfgang Sobotka um einen, kurz gesagt, „Einzelfall“, oder ist er ein „Cheffall“, wie es bei der freiheitlichen, also parlamentarischen identitären Partei …

NS Eines aber bleibt Norbert Hofer unbenommen. Norbert Hofer liefert zu dieser Nationalratswahl 2019 den kürzesten Witz, als er nämlich sagt, seine Partei sei eine „normale Partei“. „Normale Partei“: das ist schon der Witz: so ganz wie kurz. Das Lachen über diesen hoferischen Kurzwitz wird Ihnen aber wahrscheinlich erst kommen, wenn Sie lesen, was er unter einer „normalen Partei“ …

Die sehr Freundlichen

Im vorangegangenen Kapitel wurde erzählt, wie das Freundlichsein von No. Hofer sich bei ihm durch seine Inhalte, Reden konkret ausdrückt.

In diesem Kapitel soll, wie versprochen, eingehalten werden, also erzählt werden, gegen wen Norbert Hofer freundlich ist.

Das Versprechen führt gleich schon zum ersten und wohl wichtigsten hoferischen Klüngel. No. Hofer ist „sehr freundlich“, wie es Seb. K. sagt, gegen die Macht:

Was vor der Wahl versprochen worden war, wurde nicht eingehalten. „Viele Standpunkte wurden zugunsten des Machterhalts über Bord geworfen.“

Als „sehr freundlich“, um ein weiteres Mal Seb. K. zu zitieren, tritt No. Hofer auch gegen Pegida auf. Denn. Ihre Anliegen als „berechtigt“ zu bezeichnen und zu verteidigen, ist ein durchaus freundlicher Akt.

Pegida, das patriotische Umfeld der identitären Parlamentspartei. Es ist zusätzlich auch noch das serienehrliche Umfeld jenes Mannes, der bis vor kurzem der formale Chef des No. Hofer war …

Mord und kein Entsetzen von jenen in Österreich, die die „wahre Pegida“ wählen, die mit der „wahren Pegida“ koalieren

Da hätte He.-Chr. Strache No. Hofer im Freundlichsein beinahe den Rang abgelaufen. Aber No. Hofer steht nicht an, wenn es gilt, sich mit den Freundlichsten im Land fotografieren zu lassen.

Freundlich ist No. Hofer auch gegen Dinghofer, Kornblume und …

So freundlich wie No. Hofer ist auch die gesinnungsgemäß zensurierte Website, die einen Franz Dinghofer schreiben läßt, das Freundlichste, was es zur Zeit in Österreich an Geschriebenem …

Diese Website und No. Hofer, auch eine Geschichte des gegenseitigen Freundlichseins.

Freundlich ist No. Hofer auch gegen Badende auf der Mölker Bastei, denen er ergriffen zusieht …

Freundlich ist No. Hofer auch gegen Künstlerinnen, die seine rechte Aufmunterung persönlich empfangen und ihm Geschenke reichen dürfen, ehe sie zu einem Kongreß …

Freundlich ist No. Hofer auch gegen „Spezial-Juristen“ der in Österreich kurz gehabten blaugefleckten und türkisgetupften schwarzen Regierung, die noch wissen, daß ein „Neger“ ein „Neger, ein „Zigeuner“ ein „Zigeuner“, die er sich einlädt, vielleicht auch um über weitere Denkmäler in Österreich …

Freundlich ist No. Hofer auch gegen Entlassene …

… gegen Handel, die Nummer 8 auf der Liste für die Nationalratswahl 19 …

…. freundlich gegen Orbán freundschaftlich

Und bei Kindern, ach bei Kindern, da gibt es kein Halten, gegen Kinder ist nicht allein No. Hofer freundlich, seine ganze Partei von ihm angesteckt, handelt im Parlament gegen Kinder freundlich

Freundlich ist No. Hofer auch gegen alle anderen Parteien in Österreich, wenn er seine Partei nicht besonders hervorhebt, seine Partei nicht über die anderen Parteien stellt, sondern seine Partei in deren Reihe stellt so bescheiden wie kurz als „normale Partei“ …

Aber auch S. K. entdeckt bei Kindern sein tiefstes Freundlichsein … Ein Fischer, heißt es in Rußland, erkennt einen Fischer schon von weitem. Eine Freundliche erkennt einen Freundlichen …

Sie werden vielleicht fragen, was ist dann eigentlich unfreundlich? Um einen Vergleich zu haben zum Freundlichen des No. Hofer: gesinnungsgemäß unfreundlich ist es, wenn eine Zeitung über ein von No. Hofer herausgegebenes Buch schreibt: „So ‚rechtsextrem‘ ist der Inhalt.“

Noch ein hoferisches Archiv, das Archiv des Freundlichseins, nein, nur Teil des Archivs, das von ihm und seiner Partei angelegt, für das die Menschen vor dem 29. September doch einmal, wenigstens vor der Wahl kurz …

Sobotka präsentiert Workshop gegen Antisemitismus und Rassismus für Abgeordnete der achten Stufe

Am Mittwoch präsentierte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka gemeinsam mit dem Bildungsexperten Daniel Landau die neue Initiative „Demokratie in Bewegung – Bildung gegen Vorurteile“ im Parlament. In Form eines Workshops sollen identitäre Abgeordnete der achten Stufe künftig für die Themen Antisemitismus und Rassismus sensibilisiert werden.

„Wir haben die historische Verantwortung, entschieden gegen jede Form von Antisemitismus oder Rassismus aufzutreten“, sagte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka bei der Präsentation der neuen Initiative. Bildung und Fortbildung seien hierbei wesentliche Schlüsselfaktoren. „Durch die heute vorgestellte Initiative leistet das Parlament einen weiteren wichtigen Beitrag für die Demokratie in unserem Land“, betont Sobotka.

Abgeordnete sollen selbst reflektieren
Der Workshop richtet sich an Identitäre im Parlament sowie an Abgeordnete mit dem Hang zu identitären Koalitionen und findet in Österreichs politischen Gremien statt. Das pädagogische Konzept sieht vor, dass Abgeordnete ihre eigenen Annahmen hinterfragen. Sie sollen nicht mit „moralischen Lektionen“ belehrt werden, sondern das Thema selbstständig erkunden und reflektieren.

„Im Workshop bemühen wir uns, die Themen Hass und Ablehnung, den Antisemitismus, mit der Beschaffenheit von jenen modernen, westlichen Gesellschaften zu verknüpfen, in denen sich der Holocaust erst in seinem Ausmaß entfalten konnte“, erklärte Daniel Landau, der das didaktische Konzept zu „Bildung gegen Vorurteile“ entwickelte.

Der Bedarf für die Entwicklung dieses Workshops ergab sich nicht zuletzt aus den Erfahrungen seit dem Dezember 17. Um dem entgegenzuwirken, etablierte das Parlament eine informelle Plattform für Organisationen, die im Bereich Antisemitismus und Rassismus Aufklärungsarbeit leisten.

Wie erfreulich, in Österreich einen Mann zu wissen, der die Notwendigkeiten der Stunde erkennt und so deutlich wie kurz ausspricht. Und das recht Erfreuliche daran, er tut dies nicht in einer sogenannten Wahlkampfzeit.

Und was für ein weiser Mann er doch ist, die Workshops sollen nicht für jene sein, die oben angeführt sind, sondern für die Generationen, die einst die Verantwortung übernehmen werden, nun aber noch in Schulen …

Seine Generation hat er verlorengegeben.

Seinem Beispiel sollten, wenn einst wieder Wahlen in Österreich sind, beispielsweise eine Nationalratswahl, alle Wählerinnen und Wähler folgen, und jene wählen, kurz gesagt, die nicht er sind.

„Hofer holt sich Wahlkampf-Antisemitismus bei Orban“

Das ist nicht der genaue Wortlaut der Überschrift der Tageszeitung, wie in der Collage gelesen werden kann. Aber es soll nicht vergessen werden, wofür Orbán steht, auch steht, nämlich für Antisemitismus, der allerdings von ihm und seinesgleichen buchstabiert den Namen Soros

Ein Besuch von Norbert Hofer ist Orbán eine „Ehre“. Im September 19. Was soll es für ihn gesinnungsgemäß auch anderes geben, als „Ehre“ und …

Es gibt schon zu viele hoferische Kapitel, das muß eingestanden werden, deshalb fällt dieses, so die Motivation, letzte Kapitel kurz …

Schläfer

Es darf erinnert werden, August W. stieg auf, zum Klubobmann der türkisgetupften schwarzen Partei, als S. K. abstieg, zur Insel, im Winter 17.

„Es kann ja nicht sein, dass unsere Kinder nach Wean fahren und als Grüne zurückkommen. Wer in unserem Hause schläft und isst, hat auch die Volkspartei zu wählen.“

Das sagt August W., wird berichtet. Im September 19. Nicht im September 1719 oder im September 1819 oder im September 1919, sondern im September 2019 …

Es böte sich an, diesen Essensschläfer einfach wie kurz nur August zu nennen. Gastierte er mit seiner Truppe nur einmal im Jahr an einem Sonntag im Dorfe zur Belustigung. Aber so lustig ist dieser Zirkus nicht, und vor allem nicht harmlos, gastiert dieser Zirkus doch das ganze Jahr über täglich auf staatswichtigen …

Es böte sich auch an, den schlafenden Esser doch, als eine Art von Auszeichnung, einen weiteren Vornamen zu geben, beispielsweise Ursula.

Wie Ursula St. nicht weiß, vor wem sie spricht, mit wem sie auftritt, weiß Au. W. nicht, mit wem er spricht, etwa mit diesem Medium, die das Interview mit August W. Ursula unter die ihn zitierende Schlagzeile setzt:

„Wir sind eine heimatverbundene Partei“ … Das ist gleich das verbreitete „Heimattreu“ der identitären Parlamentspartei. Patriotisch halt. Und wohin es mit dem Patriotismus geht, mit solchen Parteien, das ist bitter bekannt, zum Abstieg …

Für August W. Ursula muß kein eigenes Porträt angefertigt werden. Auch er ist mit dem Porträt des Mannes am besten getroffen, dessen Lied er singt, dessen Brot er ißt. Aber August W. Ursula weiß auch das nicht, wessen Brot er tatsächlich ißt, es ist das ihm von allen Menschen in Österreich bezahlte …

Wie Wolfgang Sobotka und Walter Rosenkranz hat sich Ursula Stenzel nun auch für Rechthöchstes im Staate Österreich empfohlen

Wie Walter Rosenkranz hat sich Ursula Stenzel nun endgültig für Rechthöchstes im Staate Österreich empfohlen. Womit? Mit ihrem gestrigen Aufritt.

„Stenzel behauptet in einer Stellungnahme, dass sie davon jedoch nichts wusste. ‚Dass auch Vertreter der Identitären Bewegung anwesend gewesen sein sollen, war mir nicht bewusst. Hätte ich davon Kenntnis erlangt, hätte ich diese Veranstaltung selbstverständlich nicht besucht‘, so Stenzel in einer Aussendung.“

Ursula Stenzel weiß nichts. Und Walter Rosenkranz kennt keine Identitären. Damit hat sich Rosenkranz für einen hohen Staatsposten empfohlen. Mit seinem Auftritt. Den hohen Staatsposten hat er inzwischen bekommen, mit Mehrheit ging die Wahl im Parlament für ihn aus.

Welcher hohe Staatsposten ist jetzt noch zu besetzen? Es wäre doch äußerst ungerecht, bekäme Ursula Stenzel für ihren gestrigen Aufritt keinen hohen oder sogar höchsten Posten im Staate, ist sie doch qualifiziert wie

Identitäre Fahne wird nun auf sich noch mehr recht stolz sein, den neuen Volksanwalt gar persönlich zu kennen.

sie weiß nichts und Rosenkranz kennt die nicht, vor denen er auftritt.

Ursula Stenzel verdiente sich dafür mindestens den Posten Nationalratspräsidentin. Aber dieser Stuhl ist schon besetzt, auf diesem sitzt Wolfgang Sobotka. Zurecht aber auch. Wolfgang Sobotka ist noch mehr qualifiziert als Ursula Stenzel, die nichts weiß, und Walter Rosenkranz, der die nicht kennt, weil er

Hat Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka als rechtes Dankeschön bereits eine Einladung zur nächsten identitären Demonstration als Demoeinleitungsredner von Wolfgang Dvorak-Stocker erhalten?

vor denen, vor denen Walter Rosenkranz und Ursula Stenzel auftreten, nicht auftritt, sondern sie in das österreichische Parlament einlädt. Wolfgang Sobotka, soher ein Überqualifizierter.

Aussichtslosigkeit

Am 28. August 19 … also vor rund einer Woche ist zu lesen, die von Jörg Haider Alleingelassenen stellen sich als „Allianz der Patrioten“ der Nationalratswahl am 29. September …

Am 3. September 19 … also nicht einmal eine Woche später ist zu lesen von Ausschlüssen – Kandidatur „aussichtslos“ …

„Patrioten“ eben, wie es sie in vielen Ländern gibt.

Und die von Jörg Haider, der selbst ein „wahrer Patriot“ war, Alleingelassenen sind bloß ihrer Beispielhaftigkeit für Patriotinnen zu erwähnen, sie machen beispielhaft deutlich, was es tatsächlich heißt, patriotische Parteien zu wählen. Ein jeder Mensch, der wahlberechtigt ist, sollte die Ehrlichkeit aufbringen, statt eine patriotische Partei anzukreuzen, auf den Stimmzettel zu schreiben:

„Ich wähle die Aussichtslosigkeit!“

Sie verschwenden damit Ihren Stimmzettel nur genau in dem Maße, in dem Sie eine patriotische Partei wählen.

Den Bericht über die Bekanntgabe der Kandidatur vor einer madigen Woche ziert ein Bild, auf dem die „Patrioten“ zu sehen sind, die auf einem Anhänger mit dem Transparent „Wir laufen für Österreich“ sitzen. Gibt es noch ein deutlicheres Bild für alle Patriotinnen? Patrioten behaupten, sie laufen, aber in Wahrheit können Patrioten nur sitzen.

NS Beinahe könnte für Patriotinnen Mitgefühl aufgebracht werden, ob ihrer Blindheit. Und sie müssen blind sein, auch die von der „Allianz der Patrioten“. Wie anders ist es zu erklären, daß sie einen Mann, auch einen Patrioten, als ihren „Spitzenkandidaten“ gewinnen wollten, der bereits für Patriotinnen von patriotischen Parteien wirbt, deren Bündnis die „Allianz von Patrioten“ nicht angehört.

Klimakrise Wolfgang Sobotka

„Nationalratspräsident Sobotka trifft“, wird berichtet, Fridays-For-Future Aktivisten zum Gespräch und redet – natürlich – über die Klimakrise.“

Es ist Wahlkampf. Und dem ist es geschuldet, daß er mit den jungen Menschen redet, statt ihnen die so einfache wie kurze Botschaft seines Herrn zu verkünden: „Wir hatten die Klimakrise!“

*

Ach, wie edel von des Herrn „Präsidenten“ den jungen Menschen nicht die philosophische Kritik an der prominentesten Vertreterin der jungen Menschen für Klimaschutz vorzuhalten – jedenfalls berichtet sein Kurier davon nicht –, stattdessen sie großväterlich zu beruhigen.

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„Wir werden nicht aussterben.“ Das sagt Wolfgang Sobotka den jungen Menschen. Damit spricht Sobotka wahr. Denn. Die Menschen werden nicht aussterben, die Menschen werden sich ausmorden.

Ausgestorben sind etwa die Dinosaurier. Das aber ist lange her. Die Zeiten sind vorüber, als Lebewesen ausgestorben sind, bedingt durch natürliche Zeitenläufte. An deren Stelle ist getreten die Ausmordung, die Ausrottung von Lebewesen durch den Menschen. Für seine Ausrottung hat der Mensch nur für ihn freundliche und gewissensberuhigende Begriffe gefunden, beispielsweise den von der „Überfischung“, die nichts anderes ist als Ausrottung, Ausmordung.

Ausgestorben. Dieses Wort drängt wie von selbst noch einen Aspekt auf, der die Politik direkt betrifft. Bei all den gesellschaftlichen Entwicklungen und also Fortschritten verwundert es doch immer wieder, daß sich Menschen von einem Schlage, auch von einem Schlage eines Wolfgang Sobotka in der Politik nicht nur halten können, sondern ihnen immer noch hohe und höchste Ämter übertragen werden, während sie in Wahrheit doch mit ihrem Gehabe längst schon … in ihrem Fall trifft ein Wort mit „über“ zu: sie sind Überlebende eines Systems, das im Grunde lange schon ausgestorben – –

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„Klima“, ein Wort, das in vielen Bereichen verwendet wird, etwa auch im Politischen. Es wird beispielsweise von einem „Gesellschaftsklima“ gesprochen. Auch das Klima der Gesellschaft ist in der Krise. Ein Mitverursacher der gesellschaftspolitischen Klimakrise durchaus auch ein Wolfgang Sobotka – was für Seltsames eine Klimakrise an den Tag zu verbringen mag, gar das Absonderliche, einem Boten des Herrn eine derartige Bedeutung beizumessen …

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„Das wird nix“

„Um die Politiker davon zu überzeugen, soll ein Klimaforscher von Fridays for Future einen Vortrag vor allen Parlamentariern halten darf.  ‚Schaut’s‘ sagt der Nationalratspräsident. ‚Ihr wollt‘s für diese Veranstaltung alle Parlamentarier aber das wird nix. Selbst, wenn ich als Präsident einlade -‚ […]“

Bis zu diesem Bericht wurde gedacht, es hieße richtig: „soll […] halten dürfen“ … Es mag nach den Sprachregeln dies nach wie vor korrekt sein, aber der Kurier des Herrn wird hiermit vielleicht eine tiefere Wahrheit zum Ausdruck gebracht haben wollen – sich „Parlamentarier halten darf“ … und das wäre abseits der Regeln durchaus stimmig.

„Parlamentier halten“: das paßt zum vor kurzem erst veröffentlichten Plakat der türkisgetupften schwarzen Partei: sich „Parlamentarier zu halten“, aber nicht sie entscheiden lassen, im Sinne des Herrn und seines Boten hat nicht das Parlament zu entscheiden, sondern es „entscheidet“ …

Was könnte der „Präsident“ alles zustande bringen, auch für junge Menschen, wenn sie einen Verlag hätten, aber sie haben keinen Verlag, und vor allem keinen derart recht hoch staatsausgezeichneten …

Und noch mehr könnte der „Präsident“ wohl zustande bringen, auch für junge Menschen, nennten sie sich bloß anders als „Fridays-For-Future“ … Zukunft, das ist doch so identitätslos. Wie recht rege würde der „Präsident“ werden können, würden sich die jungen Menschen beispielsweise „Mondays for Identitarian“ – –

PS Die Tageszeitung „Kurier“, die über dieses Treffen zwischen den jungen Menschen und dem „Präsidenten“ des „Das wird nix“ am 30. August 19 berichtet, weiß, wie der Herr es berichtet haben zu wünscht: „Die selbst ernannten jungen Gutmenschen verlieren deshalb keine Zeit.“ Was sind das doch für Ungezogene, ernennen sich selbst zu etwas, gar zu Gutmenschen … diese Ungeführten ohne Demut und ohne Geduld, ohne Legitimation, diese Frechen, die nicht warten, bis sie ernannt und gesegnet …

Wahrlich eine Tageszeitung, deren gesegneter Auftrag es ist, Kurierin einen ausgeglichenen Berichterstattung, mehr als das noch zu sein: salomonisch zu urteilen …

Weiterhin österreichischer Spielplan

„wie waren wir doch froh und glücklich, wie sie kanzler geworden sind. das ganze land hat sich irgendwie zum positiven verändert. es war eine so gute, gute aufbruchstimmung. und, äh, wir waren entsetzt, wie frau rendi-wagner, wie die, das mißtrauensantrag gestellt hat. vollkommen verblödet. ich weiß nicht, da muß der haß und der neid so groß sein, daß man so etwas macht. sie hat damit die ganze republik in frage gestellt bzw. in schlechte zeiten geführt. ich hoffe so von herzen, sebastian kurz, daß sie triumphal zurückkommen werden. wir wären alle so froh, stolz und glücklich, wenn sie wieder unser kleines geliebtes österreich, mein heimatland, wieder in ihre hände nehmen würden, und wir werden wieder zurückkommen. ganz sicher. alles, alles gute für sie, und bleiben sie gesund.“

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Das Mißtrauensantrag – vollkommen verblödet.“

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„Der Neid“ – Dem Neid ist, das ist bekannt, nicht die rote Farbe zugeordnet, sondern die türkise und die blaue Farbe, und in der Vermischung der beiden Farben wird es, wie ebenfalls lange schon bekannt, zum Leiden.

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„Sie hat damit die ganze Republik in Frage gestellt.“ – Der Mißtrauensantrag stellte nicht die Republik in Frage, sondern die ÖVP als Regierungspartei. Die Gleichsetzung einer Partei mit der Republik ist je kein Wesenskern einer demokratischen Republik, sondern ist erstes Merkmal jedweder Diktatur.

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„In schlechte Zeiten geführt.“ – Führen also muß sein. Wer allerdings geführt hat, in „schlechte Zeiten“, das wird Christiane Hörbiger vielleicht von ihren Eltern nicht erzählt worden sein.

Vielleicht hat sie besonders von ihrer Mutter nur erfahren: „Wie waren wir doch froh und glücklich, wie sie Kanzler geworden sind. Das ganze Land hat sich irgendwie zum Positiven verändert. Es war eine so gute, gute Aufbruchstimmung.“

Das Antragen der Christiane Hörbiger an die tiefschwarze türkise Partei weist sie als mißratene Tochter aus. Mißraten heißt in ihrem Fall, sie ist zu sehr nach ihrer Mutter geraten. Das könnte beinahe als etwas Positives gesehen werden, als eine Art Bemühen um Gleichberechtigung von Frau und Mann durch die türkis getupfte schwarze Partei, sind es doch in der blauen Partei vor allem die Söhne, die mißraten sind, weil sie zu sehr nach ihren Vätern geraten sind.

Auch ihre Mutter hat gefilmte Botschaften verbreitet, für eine Partei, die sich selbst als der ganze Staat sah und verstand und vor allem so agierte. Der Mutter wurden die Botschaften vorgeschrieben. Die Mutter lernte die ihr vorgeschriebenen Botschaften brav auswendig und trug sie dann ergeben inbrünstig vor.

Es heißt nun aus dieser tieftürkisen Partei, es sei der Tochter die Botschaft nicht vorgeschrieben worden. Vielleicht ist das wahr, daß die Tochter die Botschaft sich selbst geschrieben hat. Ist das dann die türkis getupfte schwarze Veränderung seit vorgeschriebenen Botschaften für die Mutter, daß die Tochter ihr eigener Gerhard Menzel ist?

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„In schlechte Zeiten geführt.“ – Wohin, um auch davon noch kurz zu sprechen, die türkisfreie schwarze Partei das Land „führte“, als sie sich als Partei eins fand mit dem Staat, da war die Tochter noch ein paar Jahre vor ihrer Geburt.

Wie bekannt ist, wurde dem Attila und der Paula die Tochter in dem Jahr geboren, das nicht wenige in Österreich heute noch so kurz zusammenfassen würden: „Das ganze Land hat sich irgendwie zum Positiven verändert. Es war eine so gute, gute Aufbruchstimmung.“

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„Wie waren wir doch froh und glücklich, wie Sie Kanzler geworden sind.“ – Die ihr vorgeschriebene oder von ihr als Gerhard Menzel sich selbst geschriebene Botschaft läuft unter dem Titel „Wir für Kurz“ – und Kurz für Salvini

In wessen Namen spricht Christiane Hörbiger das „Wir“? Als welches „Wir“ darf das „Wir“ der Tochter verstanden werden, das der „Volksgemeinschaft“?

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„Triumphal zurückkommen werden. Wir wären alle so froh, stolz und glücklich, wenn Sie wieder unser kleines geliebtes Österreich, mein Heimatland, wieder in Ihre Hände nehmen würden, und wir werden wieder zurückkommen.“ – Von wo? Von der Insel?

Und wären seine Hände tatsächlich so groß, daß er ein ganzes Land in seine Hände nehmen könnte, mit solch großen Händen hätte er im Prater Karriere … Wie gut, daß die Zeiten vorüber sind, als Menschen mit einem solch gestalteten Körper ihr Dasein als Freaks auf Jahrmärkten … Nun, kurz gesagt, es wird gewußt, er hat nicht so große Hände, sein Körper jedenfalls ist nicht mißraten. Selbstverständlich hat Hörbiger das im übertragenen Sinn gemeint. Aber auch im übertragenen Sinn stellt sich noch immer und vordringlich die grundsätzliche Frage: Was kann ein Mensch, dessen Hände stets gefaltet sind, mit seinen immer gefalteten Händen, als wären die Hände, Kurzens Hände, zusammengewachsen, je noch in die Hände nehmen?

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Die ihr vorgeschriebene oder von ihr sich selbst geschriebene Botschaft eine Botschaft, die für beide Parteien, so verwechselbar sind diese zwei Parteien in den Farben des Neides inzwischen geworden, passend … aber wer weiß, vielleicht trägt die Tochter diese Botschaft bald schon für die zweite Partei vor. Ist doch von ihr bekannt, für wie viele Kandidaten sie in ihrem Leben vor Wahlen schon Fürrede gehalten hat, nicht nur für schwarze …

In Zeiten der Gleichberechtigung fehlt noch ein Stück über eine weibliche „Karl“. Ach, lebten bloß noch Carl Merz und Helmut Qualtinger!

„Wir wären alle so froh, stolz und glücklich, wenn Sie wieder“ ein Stück nach einem lebenden Vorbilde auf die Bühne brächten. Welchen Titel sie wohl dem Stück über einen weiblichen Karl geben würden?

Vielleicht ebenso einfach wie kurz: Frau Paula.

Noch in Jahrzehnten würden dann Menschen von dem Triumph des Helmut Qualtinger sprechen und alle bedauern, die Helmut Qualtinger nicht als Frau Paula im Burgtheater erlebten …

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Die bequem für zwei zurzeitige Parteien passende Botschaft der Frau Paula müßte allerdings nur ein wenig für die zweite Partei zum inbrünstigen Vortrage angepaßt werden, um dann unter dem möglichen Titel „Triumphale Rückkehr auf unsere Insel“ ein zweites Mal in derselben Kulisse veröffentlicht zu werden, und zwar in etwa so:

Wie waren wir doch froh und glücklich, wie Ihr Regierung geworden seid. Das ganze Land hat sich irgendwie zum Positiven verändert. Es war eine so gute, gute Aufbruchsstimmung. Und wir waren entsetzt, daß so ein Video veröffentlicht werden durfte, vollkommen unzensuriert. Ich weiß nicht, da muß der Haß und der Neid so groß sein, daß man so etwas macht. Sie haben damit die ganze Republik in Frage gestellt bzw. in schlechte Zeiten geführt. Ich hoffe so von Herzen, Norbert Hofer, so ehrenrecht von Herzen, Herbert Kickl, daß Sie triumphal zurückkommen werden. Wir wären alle so froh, stolz und glücklich, wenn Sie wieder unser kleines geliebtes Reich, mein Heimatland, wieder in Ihre Hände nehmen würden, und wir werden wieder zurückkommen. Ganz sicher. Alles, alles Gute für Sie, und bleiben Sie gesund und auch, kurz wie Sie sind.