Martin Engelberg, Kurzens Kandidat tritt für die Beschneidung ein. Wird er auch ein Garant für keinen „Neonazi“ in der Regierung sein?

Nun hat Martin Engelberg die „ehrenvolle Einladung erreicht“, für Sebastian Kurz zu kandidieren. Eine „Chance“, die er sich nicht entgehen lassen möchte.

Er möchte also einem „Spitzenpolitiker“ dienen, der „gewillt und imstande ist, große Veränderungen in dieser Richtung in unserem Land herbeizuführen“. Und wer kann das besser einschätzen als Martin Engelberg? Der selbst ein großer Mann mit einem „großen Interesse für Politik“ der Veränderungen ist, wie sein Eintreten für die Beschneidung auf so zukunftsweise eindringliche Art —

Das perfide sektiererische Einmahnen von Demokratie.

Noch etwas zeichnet Martin Engelberg uneingeschränkt aus, eine „ehrenvolle Einladung“ zu erhalten. Er spricht, wie es so schön heißt, Klartext. Nicht nur in bezug auf „HC Strache und sein Team“, die er „nicht an die Macht“ lassen will, sondern auch in bezug auf die „Ultraorthodoxen“, wie in dem oben verlinkten Kapitel nachgelesen werden kann …

Es ist zwar eine Weile her, daß Martin Engelberg sein „Nein“ gegen eine FPÖ an der Macht unmißverständlich geschrieben hat. Aber sein „Nein“ wird er nun nicht in ein Ja verändern, ist doch eine Veränderung der FPÖ seitdem nicht bekannt …

Wer sich also vor einer kurzschwarz-blauen Regierung bis jetzt fürchtete, gar davor warnte, kann beruhigt werden. Denn mit Martin Engelberg ist nun ein Mann an der Seite von Kurz, der doch ein großer Garant sein muß, daß es zu keiner Regierungsbeteiligung der FPÖ … eine „ehrenvolle Einladung“ kann einen so aufrechten Mann nicht dazu bewegen, sich, wie es seit einiger Zeit in diesem Land so schön heißt, „situationselastisch“ …

Ein Mann, der im Fall der Beschneidung sofort erkannte, worum es auch ging, nämlich um „Antisemitismus“, wird wohl in der Causa „Hübner schon wieder“ für sich sofort sein „Nein“ zur FPÖ an der Macht erneuert haben, mehr noch, es möglicherweise unerschrocken seinem Einlader als Bedingung für seine Kandidatur …

Generell abschließend gesagt, kann es für einen Mann wie Martin Engelberg keine andere „ehrenvolle Einladung“ geben, als die von der kurz’schen ÖVP; ist sie doch eine Partei, die unmißverständlich für Tradition steht mit ihrem Nein zum „Antisemitismus“, dessen Garantie sie Jahr für Jahr mit ihrer Ikone Leopold Kunschak unmißverständlich erneuert.

Darüber hinaus. Bekräftigen nicht gerade die jungen Menschen in der ÖVP diese Garantie? Es kann tatsächlich nur eine „ehrenvolle Einladung“ genannt werden, unter ihnen …

Martin Engelberg - Kurzens Kandidat

Wie halten es die Neos mit der FPÖ?

Das fragen sich nun nicht wenige, nach dem Interview mit der Neosheiligen, für die die schwarz-blaue Koalition einiges auf den Weg gebracht ha…

Für Matthias Strolz ist viel vorstellbar, wie im Kapitel

Neos brauchen zu Freiheitlichen keine Brücken mehr zu schlagen, die haben ihre schon, zu den „Salonfaschisten“

nachgelesen werden kann. Für einen Mann des Mutes, für einen Mann der Visionen, für einen Mann der Zukunft ist vieles vorstellbar.

Manches von dem, was Matthias Strolz sich für die Zukunft, also für eine gedeihliche Zukunft für die Menschen in diesem Land sich visionär und mutig ausgedacht hat, hat sich bereits zerschlagen. Zum Beispiel, etwas Regierungsmäßiges mit dem Team Stronach …

Das Team Stronach gibt es nicht mehr. Und Robert Lugar ist öffentlich heimgekehrt

Die „ausgerotteten Neandertaler“ des Robert Lugar, der seine Geistesheimat nie verließ

in sein Reich; profaner gesagt: zurückgestiegen zur identitären Parlamentspartei.

Matthias Strolz hat, das muß anerkannt werden, eine sichere Hand bei der Auswahl der Menschen und Parteien, mit denen er Zukunft gestalten will.

Und gerade in diesem Jahr, erst vor kurzem, hat er es wieder auf die beeindruckendste Art und Weise bewiesen, als es ihm gelang, die Heilige für seine Partei zu gewinnen, sie dazu brachte, von ihrem Himmel – gebenedeit sei sie – herabzusteigen …

Thomas Drozda, Agenturminister der FPÖ

Eine Werbeagentur, von der identitären Parlamentspartei damit beauftragt, ein Herauskommen aus dem neuerlichen Fall „Hübner schon wieder“ zu finden, hätte der FPÖ zu keiner anderen Sprachregelung raten, keine andere finden können, als die von Thomas Drozda, der formalerweise als Kunst- und Kulturminister geführt wird, aber tatsächlich ein Agenturminister der FPÖ ist.

„Ich finde es gut, wie klar die FPÖ in der Causa Hübner gehandelt hat.“

Wie klar die FPÖ gehandelt hat. Wahrlich. Da trat die FPÖ vor, hieß plötzlich Johannes Hübner, die erklärte, sie werde nicht mehr kandidieren, während Johannes Hübner, der plötzlich FPÖ hieß, die sich immer noch verteidigte, die nicht einsah, was sie von sich gab, und die weiter kandidieren wollte.

Das also ist die Klarheit von der Werbagentur Drozda. Ein sofortiges Zurücklegen des Nationalratsmandates, ein sofortiges Ausschließen aus der FPÖ, das wären zu unklare Handlungen gewesen.

Und Klarheit vermittelt die Aussage von Drozda in noch einer Hinsicht. Welchen Stellenwert die Agentur Drozda dem österreichischen Parlament gibt. Keinen. Denn sonst hätte er wohl zuerst einen Rücktritt verlangen müssen. So gering ist ihm also das Parlament, daß ihm eine Nichtkandidatur völlig ausreicht.

Und noch eine Klarheit wird der Agentur Drozda verdankt, mit seiner Aussage in seinem Interview mit der „Kronen-Zeitung“ am 5. August 2017:

„Martin Graf muss man dann beurteilen, wenn er gewählt ist. Aber ich will heute keine Zensuren vergeben.“

Zu spät, immer zu spät. Das wäre die mündliche Beurteilung.

Zensuren in traditioneller Weise: Sehr gut für Thomas Drozda als Agentur für die identitäre Parlamentspartei. Nicht genügend für Thomas Drozda in seiner formalen Position als Kultur- und Kunstminister. Nicht genügend auch im Fach Politik. Sehr gut im Fach Parteipolitik zugunsten der identitären Parlamentspartei. Sehr gut auch im Fach Persönliches Weiterkommen.

Ein gutes und sicheres Gehalt reicht menschgemäß aus, um für alles zu kandidieren. Auch wenn Drodza dem Parlament keinen hohen Stellenwert beimißt, für das Parlament kandidiert er trotzdem an wohl noch sicherer Stelle, die ihm den Einzugs in Parlament garantiert, also zum garantierten Lohnzettel.

Insgeheim erwartet er sich wohl wieder ein höheres Gehalt. Denn auf die Frage, ob er bei einer rot-blauen Koalition mit an Bord wäre, sagt sie, die Agentur Drozda:

„Wir haben einen Kriterienkatalog, zu dem ich mich zu hundert Prozent bekenne. Über Koalitionen kann man nach der Wahl nachdenken.“

Was von solchen Kriterienkatalogen zu halten ist, wird nicht erst seit

Kriterienkatalog auf Kärntnerrotrealismusart

Werte, Töchter der Zeit

Das Kleid des Kaisers ist durchsichtig

dem sozialdemokratischen Kriterienkatalog gewußt. Einer der ältesten Vorreiter für solche Kataloge ist der christliche Kriterienkatalog, mehr bekannt unter dem Titel „Bibel“. Die massivsten Verletzung, das absolute Ignorieren und Negieren der Nächstenliebe, das Barbarische, das Massenmörderische begann erst, als ein neuer Kriterienkatalog geschrieben ward, in dem, wie heute noch stets verwiesen wird, nur von Liebe und Frieden geschrieben wurde, beim oberflächlichen Lesen kann der neue Kriterienkatalog so gelesen werden.

Thomas Drozda ist bloß ein weiterer Grund, weshalb es am 15. Oktober 2017 so wichtig ist, daß es zu keiner Rückkehr kommt, wichtig für die Menschen im Land, wichtig für  das österreichische Parlament:

Österreich - Wenn der Vorhang fällt - Nach der Nationalratswahl 15-10.2017

Nationalratswahl in Österreich am 15. Oktober 2017 – Kein Zurück zum Dreiparteienparlament, keine Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie der 1960er Jahre!

PS Zu den oben vergebenen Noten gibt es auch, nicht mündliche Beurteilungen, aber Notizen, die die Noten um einiges klarer machen. Vor allem jene über sein Hauptaufgabenfeld Kunst und Kultur, die anders klingt als der Werbespruch in eigener Sache, Künstlerinnen und Künstler seien mit ihm als … zufrieden:

„Plan A für Kunst und Kultur, wenn ein nächster Termin dazu ansteht.“

Thomas Drozda - Agenturminister der identitären Parlamentspartei

Dollfuß abgehängt, Kunschak entpreist

Kunschak entpreist

Hans Rauscher schreibt darüber, am 20. Juli 2017. Er ist begeistert von dieser „richtigen, längst fälligen Maßnahme“, Dollfuß abzuhängen, Kunschak zu entpreisen. Und „richtige Maßnahmen“ stimmen milde, lassen harte Worte nicht zu. Ein abgehängter Mann, wird der gütige Hans Rauscher sich wohl gedacht haben, muß nicht noch streng benannt werden. Abgehängt zu werden, ist bereits Strafe genug. Ein Diktator muß deshalb nicht mehr Diktator genannt werden, es reicht: „Antidemokrat“. Und es ist ja klar, also für Hans Rauscher, eine Antidemokratin kann ohnehin nur ein Diktatorin sein. Ein Austrofaschist muß deshalb nicht mehr Austrofaschist genannt werden, es reicht: „konservativer Politiker“. Und es ist ja klar, also für Hans Rauscher, eine konservative Politikerin kann ohnehin nur eine Austrofaschistin sein.

Für eine „richtige, längt fällige Maßnahme“ muß auch wer so richtig demokratisch verantwortlich sein, eine solche muß wer so richtig demokratisch „verordnen“, und er, Rauscher, weiß auch gleich, wer das nur sein kann. Hans Rauscher ist ein moderner, aufgeklärter Mann, und das verbietet ihm mit der gleichen Begeisterung, wie er diese „richtige, längst fällige Maßnahme“ begrüßt, den Mann zu feiern, der für diese Maßnahme nur verantwortlich, diese nur „verordnet“ haben kann. Rauschers Begeisterung fällt daher verhalten aus. Und verhaltener kann eine Begeisterung nicht ausfallen, als dadurch, diese

„Kann es sein, dass die Entfernung zu der Umkrempelung gehört, die Sebastian Kurz der Partei verordnet?“

in eine Frage zu kleiden. Noch. Welche „Umkrempelungen“ der konservative Politiker noch „der Partei veordnet“, kann in ebendiesen Tagen auch erfahren werden, aus dem Ausland in das Inland getragen, eine aber, so viel kann mit Gewißheit gesagt werden, ist nicht dabei, die Umkrempelung der Partei zu einer auch italienischsprechenden.

Dollfuß abgehängt, Kunschak entpreist. Wenn das kein Grund ist, ins Schwärmen zu geraten, über „die ÖVP“, die „im Unterschied zur FPÖ lernt“. Ist dieser Unterschied nicht auch gerade in diesen Tagen wieder so eindrücklich feststellbar, wie lernunwillig die FPÖ im Hübner sitzt, während die ÖVP lernt und lernt, vor allem die Jungen in der ÖVP sind so lernbegierig, wie es in keiner anderen Partei die Jungen sind. Ganz gleich, wo die Jungen in der ÖVP sich aufhalten, im Juridicum oder anderswo, sie lernen und lernen. So ganz anders als die Jungen in der FPÖ. Weil die Jungen in der FPÖ lernen nicht, die Jungen in der FPÖ nehmen nur die Fackel auf und tragen diese weiter. Denn das Lernen scheint den Jungen in der FPÖ „geistige Onanie“ zu sein. Aber sie sind damit zugleich doch brave Christenkinder, denn der Katechismus lehrt weiter, Onanie ist nichts Erstrebenswertes.

Hans Rauscher hätte seine verhaltene Begeisterung für Kurzens „verordnete Umkrempelungen“ vielleicht jetzt schon gänzlich aufgegeben und wäre vollends der Begeisterung verfallen, hätte er nicht nur darüber berichten können, daß „Dollfuß abgehängt“ wurde, sondern auch Kunschak entpreist wurde.

Über den entpreisten Kunschak allerdings konnte Hans Rauscher nichts schreiben. Kunschak wurde nicht entpreist. Bloß ein Bild wurde abgehängt. Das von Dollfuß. Hans Rauscher ist nicht nur ein moderner und aufgeklärter Mann, er ist auch ein genügsamer Mann. Wohl wert, seiner noch in Jahrhunderten zu gedenken. Kunschak wurde nicht entpreist. Ein Bild gibt nichts her, mit einem Bild können keine Aktivitäten gesetzt werden, ein Bild macht aus keinem Menschen einen „Präsidenten“. Mit einem Bild können keine Menschen für sich eingenommen werden. Hingegen mit einem Preis. Ja, mit einem Leopold-Kunschak-Preis kann rege gehandelt werden. Die Funktionsperiode von Werner Fasslabend ist, wie in der Collage gelesen werden kann, seit weit über einem Jahr als Vereinsvorsitzender abgelaufen, aber der Öffentlichkeit ist er dennoch als „Präsident“ präsent und schickt Presseaussendungen aus, wie beispielsweise im Juni 2017 zum Ableben von Alois Mock, der so viel für das Leopold-Kunschak-Andenken … da kann der Präsident des Kuratoriums des Leopold-Kunschak-Preises – für die Behörde schlicht ein Verein mit abgelaufenen Funktionsperioden – nicht schweigen, muß der Vereinspräsident einfach seine Anteilnahme der Familie von Alois Mock aussprechen und in Dankbarkeit an Leopold Kunschak erinnern, und beispielsweise El Gawhary wird jetzt nicht nur Leopold Kunschak dankbar sein, einen nach ihm benannten Preis bekommen zu haben, sondern auch Alois Mock, der so viel für das Renommee des Leopold-Kunschak-Preises getan hat, dem nun auch El Gawhary ewig dankbar sein wird, nicht nur irgendeinen Preis, sondern einen renommierten Preis bekommen zu haben.

Ein Bild wurde abgehängt. Aber es wird nicht verschwinden, irgendwo in einem tiefen Keller, oder auf einem Flohmarkt, bei der Gerümpelabteilung beispielsweise auf dem Flohmarkt am Naschmarkt. Es soll, ist zu lesen, wieder aufgehängt werden, irgendwo im tiefen Niederösterreichischen, auf dem Lande also, das für sich damit ehrlich werden könnte, insgesamt ein Museum der …

Ein Bild wurde abgehängt, und das läßt Hans Rauscher ins Schwärmen geraten. Für Trost aber für jene, die das Bild vermissen werden, ist reichlich gesorgt. Und außerdem, wer ein braves Christenkind ist, der betet ohnehin nicht vor einem Bild, sondern in der Kirche, zum Beispiel in der vom Parlament unweiten Michaelerkirche, wo er auch vor einem steinernen Dollfuß sein und ihr Knie tiefbeugen kann …

Dollfuß kurz abgehängtVielleicht wurde im Halbdunkel der Michaelerkirche schon einmal Sebastian Kurz gesehen, wie er gespendete Kerzen anzündete. Und wenn ja, woran mag er, für den Hans Rauscher noch verhaltene, aber schon Begeisterung aufbringen kann, beim Anzünden der Kerzen gedacht haben? Vielleicht gedachte er Leopold Kunschak, von dem so viel gelernt werden kann, auch heute noch, beispielweise wer in das Land darf und wer nicht in das brave Land der Christenkinder darf.

Oh, das ist bei weitem noch nicht alles, was von Leopold Kunschak für das Heute gelernt werden kann. Ist er nicht geradezu ein Heiliger der Sozialpolitik, daß die Solidarität wieder reiche bis zu Kraut und Kartoffeln ohne Fleisch …

Hans Rauscher hätte in seiner Begeisterung für Sebastian Kurz gar nicht so verhalten sein müssen.

Sebastian Kurz ist wohl ein Mann, der einst auf Bildern verewigt sein wird. Vielleicht sogar, spricht er doch viel vom Christlichen, ebenfalls als „Religionsstifter, angeschmiegt an …Vielleicht malt der Parteimaler bereits an solch einem Bild, gerade in diesen Tagen im Sommer 2017, in denen schon der Anführer der Partei seiner Gesinnung von „Italien“ verlangt, sich bei Sebastian Kurz zu entschuldigen …

PS Sollte Ihnen der Kirchenfürst neben den „Religionsstiftern“ in der obigen Collage nichts sagen, und sollte es Sie dennoch interessieren, in diesen Kapiteln erfahren Sie auch einiges über ihn.

 

Eine Zeitung findet ihren Zugang in die Casa Maria blind durch den Hintereingang

Miinisterium für Kunst und Kultur oder kurz Casa Maria.png

Es kann verstanden werden, es kann nachvollzogen werden, wenn Sebastian Kurz seine Kandidatin präsentiert als eine, die wie keine andere für Kunst und Kultur stehe, zum einen, weil eine Kandidatin muß gelobt werden, und vor allem eine Kandidatin des Sebastian Kurz muß von ihm über alle Maßen gelobt werden, also mit heißer Luft – obwohl, bei Sebastian Kurz von heiß und Luft zu sprechen, da es nicht einmal Luft ist, was er … das wäre für ihn also schon ein Lob, würde geschrieben werden, er produziere heiße Luft … er wird ohnehin schon dermaßen viel gelobt, hingeschrieben zu dem, was er selbst werden möchte in diesem Land, nach dem 15. Oktober 2017, aber von dem (sollte er es je werden) dann allen schwarz vor Augen nur …

Daß Maria Großbauer für Sebastian Kurz eine sei, die wie keine andere für Kunst und Kultur stehe, seine Einschätzung kann verstanden werden. Denn, wie kann einer, der hinsichtlich Kunst und Kultur noch gar nicht aufgefallen ist, in diesem Bereich ist er tatsächlich verhaltensunauffällig, zu unterscheiden wissen zwischen Kunst und Kultur und Werbung, in der Maria Großbauer hauptsächlich beschäftigt war. Wenn eine gar ein Buch über ihren eigenen Vater schreibt, wer will es Sebastian Kurz nachtragen, daß er überzeugt sein muß, sie sei eine, die wie keine andere für Kunst und Kultur stehe.

Nicht verstanden werden kann, nicht nachvollzogen werden kann, wie eine österreichische Zeitung der sogenannten Qualitätspresse ein solches Interview, wie in der Collage gelesen werden kann, gleich dazu liefern kann. Aber vielleicht ist Katharina Mittelstaedt ein Pseudonym von Sebastian Kurz, denn ein anderes Interview hätte Sebastian Kurz mit Maria Großbauer, also mit seiner Kandidatin, mit der er gewinnen will, auch nicht zum Besten von ihm selbst und seiner Kandidatin führen können. Aber es ist wohl noch toller. Katharina Mittelstaedt ist kein Pseudonym von Sebastian Kurz, jedoch der mediale Standard in diesem Land ist, kurz wie blöd gesagt, von Tag zu Tag mehr Sebastian Kurz …

Welchen Eingang Sebastian Kurz in die Casa Maria genommen hat, wird nicht gewußt, aber diese Zeitung österreichischen Qualitätszuschnitts kann nur den Hintereingang genommen haben. Und für diese Zeitung ist Maria Großbauer bereits jetzt ministrabel … es wird zwar erst in Monaten gewählt, aber die Zeitung fragt jetzt schon Maria Großbauer, ob es denn Gespräche gegeben habe, sie Ministerin … für Werb… nein, natürlich für Kunst und Kultur, denn sie stehe ja wie keine andere, sagte die Zeitung anläßlich der Präsentation ihrer Kandidatin, für den Kunst- und Kulturbereich … Es kann doch eine Zeitung, die Kanzlerin werden will, nicht kümmern, wie die Menschen wählen werden, aber es kann viel dazu getan werden, daß die Menschen wählen, wie gewollt wird.

Was für lichte Zeiten mit einer Maria Großbauer als Kunst- und Kultur-Ministerin für Künstler und Künstlerinnen dann … wenn also die Großbauerin „ihren Spirit“ als Ministerin einbringen könnte … Oh, herrliche Zeiten, ihr „Spirit“ würde der Großbauerin vielleicht nahelegen, den Ministeriumsnamen gleich einmal zu kürzen, wie sperrig: Ministerium für Kunst und Kultur, sondern einfach kurz: Casa Maria. Wahrlich, die Großbauerin stehe wie keine andere für Kunst und Kultur. Und das beweist sie bereits jetzt. Ist das großbauerische Logo nicht ein zukunftsstarkes Werk für Kunst und Kultur in diesem Land? An Frack und Lederhose wird dieses Land genesen, und mit dem Segen von Odin, unterstützt von einer Künstlerin: modern, elegant, luxuriös und Hofer …

Ach, und wie gut wird es erst der musikalischen Entwicklung in diesem Land tun, nicht nur zur Weihnachtzeit Weihnachtslieder, sondern das ganze Jahr, wofür, und das noch ein Beweis für Kurzens authentisch treffsichere Wahl, sie schon im Februar 2017 fast täglich mit ihrem Sohn übte, sang, nämlich Weihnachtslieder … Jetzt, ein paar Monate später, im Sommer, übt sie vielleicht mit Kind und Kurz das Lied ein, und der Mahler, könnte er das noch erleben, wäre wohl ganz gerührt, und komponierte nimmermehr, hörte er die Großbauerin mit Kind und Kurz singen: „Zu den Alten zieht’s uns hin – Ein Aschen lodert tief in unsren Herz’n drin“ …

Hemd und Sakko sind näher als Politik

Nationalratswahl 15-10-2017 - Kleidungsvorschrift.png

Es mag keine und vor allem keine große Bewandtnis haben. Bloße Nebensächlichkeit. So nebensächlich das Politische aber behandelt wird, bleibt bloß, das Nebensächliche zu beschreiben, authentischer kann über das Politische in Österreich nicht mehr geschrieben werden, als über Hemd und Sakko, die beide näher sind als die Politik.

Es könnte durchaus der Eindruck entstehen, es würde für Kurzens Ausgesuchte eine Kleidervorschrift geben. Treten sie mit ihrem Chef auf. Eine Kleidungsvorschrift, die ohne Worte sagt, was Sache, nein, wer Sache ist. Es soll vom Publikum gleich und am besten unbewußt erkannt werden, zu wem sie gehören,  wem sie gehören, wer ihnen beim Aufsagen den Takt schlägt.

Bläuliches Sakko und weißes Hemd. Die weiße Bluse, das weiße Hemd, das vor allem für den der Vorzuführenden Chef wichtig zu sein scheint, für ihn selbst als Ersatz für die weiße Weste, die in der Hitze des Sommers oder in den überhitzten Räumen des Winters zu tragen wohl zu unvorteilhaft schweißtreibend wäre, und den Aufgestellten Zeichen ihrer Unbeflecktheit, sie kamen zu ihrem Chef wie die …

Es muß keine Kleidervorschrift sein, die in der Frühe ihr Chef ausgibt. Es kann auch eine ganz freiwillige Kleidervorschrift sein. In der Frühe rufen sie ihren Chef an, fragen, was er tragen werde, wenn er sie der Presse vorführen werde, und er, sorgender und liebevoll christlicher Chef, schickt ihnen sogleich ein Selfie, fertig angezogen wie er ist, im Spiegelkabinett schon wartend auf seinen Vorführauftritt, und die Hingestellten, kaum daß sie des Chefs Selfie-Sendung erhalten, laufen los, um zu besorgen: bläuliches Sakko und weißes Hemd zu erwerben.

Vom Niveau einer staatstragenden Partei, ehemals kurz ÖVP, jetzt NIEDRIGPETER

FPÖ unzensuriert Peter_ 23-06-2017Es kann nicht aufregen, zu welchen Karikaturen Peter_ auf FPÖ unzensuriert verlinkt, am 23. Juni 2017. Von ihm ist nichts anderes zu erwarten. Wer sich von der FPÖ unzensuriert erwartet, sie würde, endlich nach Jahren, einem Peter_ auf ihrer Copysite das stürmische Schreiben verweigern, erwartet sich von ihr zu viel, und immer das Falsche.

Das ist wohl das Kennzeichen schlechthin, weshalb die FPÖ immer noch gewählt wird, weil von der FPÖ stets das Falsche erwartet wird.

Die Darstellung von Martin Schulz, zu der auf FPÖ unzensuriert Peter_ verlinkt, nun, die ist wohl eindeutig, es ist offensichtlich, welche Gesinnung und welchen Ismus sie bedient. Und das freut gleich nicht wenige, die den Kommentar von Peter_ positiv bewerten. Wie stets die Zustimmung zu den Kommentaren der Schreibstaffel keine geringe ist. Was von einer FPÖ unzensuriert zu erwarten ist, um an ein Beispiel zu erinnern, daß sie in der Nachfolge von René Magritte, der von seiner gemalten Pfeife behauptet, sie sei keine Pfeife, als Kommentar hierzu schreibt: „Dies ist keine Hakennase.“

Weshalb FPÖ unzensuriert und ihr Peter_ überhaupt noch zu erwähnen sind, ist nicht, um sich darüber aufzuregen. Es ist von ihnen je nichts anderes zu erwarten. Und das haben die Wählerinnen für sich entscheiden, ob sie nicht endlich damit aufhören wollen, die FPÖ zu wählen, weil sie stets das Falsche, also das, was die FPÖ je nicht erfüllen kann, von der FPÖ erwarten. Freilich, und das ist sehr erschreckend, wird das, was von der FPÖ je zu erwarten ist, für nicht wenige Wähler das Richtige sein, das also, was sie sich von der FPÖ erwarten, bekommen sie von der FPÖ, weil es für sie das Richtige ist. Zum Beispiel, weil es zu den Karikaturen paßt, einen „ausgeprägten Patriotismus“ …

Aber es muß der FPÖ unzensuriert dafür gedankt werden, daß sie Peter_ seit Jahren auf ihrer Copysite schreibend stürmen läßt. Ohne diese gesinnungsgemäß rechte Großzügigkeit gäbe es nicht die zweite Karikatur über „Tarnung“ und „Realität“, die unmißverständlich das Niveau einer zweiten Partei in Österreich vor Augen führt. Denn diese Karikatur, wie in der Collage gesehen werden kann, erinnert augenblicklich an die Broschüre der christschwarzen Partei, die zeitlich mehr oder weniger im Übergang  der Obmannschaft von Reinhold Mitterlehner zu Sebastian Kurz oder – im Wirtschaftsjargon gesprochen – während der feindlichen Übernahme der christschwarzen Obmannschaft veröffentlicht wurde, im Mai 2017. Vielleicht verzichtete die ÖVP nur deshalb darauf, ihre Broschüre mit einer Karikatur zu schmücken, weil die gesamte Broschüre bereits eine Karikatur … Dabei stellt sich nur eine Frage, wer übernimmt hierbei das Niveau von wem, die ÖVP von … die Annahme dürfte eher zutreffen, daß Peter_ mit dem Rosenkranz aufgezogen wurde zu seinem recht österreichischen Niveau …

Jetzt fällt zur ÖVP doch noch einmal die „Dies ist keine Hakennase“-Karikatur ein. Wird es auch in diesem Jahr einen Leopold-Kunschak-Preis geben? Und wird diesen in recht guter christschwarzer Tradition Sebastian Kurz als Obmann feierlich übergeben? Mit seiner Pfeifen-Variation: „Dies ist kein Antisemit.“?  2016 durfte das noch Reinhold Mitterlehner als Obmann machen,  die Preise übergeben an Karim El-Gawhary, Kurt Seinitz … und wie stets wird den Preisträgerinnen und Preisträgern außer Preisbekommfreude zu Leopold Kunschak nichts eingefallen sein, vor allem nicht eingefallen sein, auf den Preis zu verzichten.

Und noch einer aus der Schreibstaffel der FPÖ unzensuriert fällt jetzt ein zu „Dies ist keine Hakennase“. Es ist Franz Dinghofer. Ob der sich Franz Dinghofer Nennende auch schon zur Ikone aufgestiegen ist, wie der historische Franz Dinghofer für die FPÖ, vermag nicht beantwortet werden. Das haben die zwei Parteien auch gemein, also die identitäre Parlamentspartei die Partei Kurzschwarze: Preise zu vergeben, die eine im Angedenken an Leopold Kunschak, die andere an Franz Dinghofer … und noch eine Pfeifenvariante: „Dies ist keine Kornblume.“

Und wenn der Schreibstaffler Dinghofer über Christian Kern als „Juden“ Kommentare auf FPÖ unzensuriert schreibt, dann sind diese nicht positiv gemeint, also positiv für Christian Kern … es sind vor allem Verdächtigungen.

Eine andere Kapitelüberschrift wäre wohl zutreffender: Österreich, das Land der Magrittes: Dies ist kein…

Nationalratswahl in Österreich am 15. Oktober 2017 – Kein Zurück zum Dreiparteienparlament, keine Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie der 1960er Jahre!

Österreich Nationalratswahl Oktober 2017 - Keine Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie

Der sogenannte Wahlkampf zur Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 in Österreich hat noch nicht in seinen krassesten Ausformungen begonnen. Aber alles steht bereits unter dem Zeichen der Nationalratswahl im Oktober. Und seit langem schon ist, besonders in diesem Jahr forciert, der Eindruck nicht mehr zu löschen, die massenmedial breiteste Vermittlung ist die, es gäbe in Österreich bloß drei Parteien, die zur Wahl stünden.

Das kann billig dem Einfluß amerikanischer Western auf Journalisten und Journalistinnen geschuldet sein, der Liebe zum Duell, allerdings einem besonderen Duell, das durchaus tief in die österreichische Seele blicken läßt, dem duel ménage à trois

Es kann aber auch abgründiger sein. In diesem Fall sind die Eigentümer und die Eigentümerinnen österreichischer Massenmedien zu befragen, was sie sich davon versprechen, von dieser breitesten Zuspitzung auf bloß drei Parteien, was für einen Gewinn sie sich davon erwarten, die österreichische Parteienlandschaft auf drei Hügelchen, die nicht höher als Maulwurfshügel sind, zu reduzieren, was die Hintergründe ihrer Politik sind, massenmedial breitest beitragen zu wollen, massenmedial breitest dafür die Tasten zu schlagen, daß es in Österreich wieder zu einem Dreiparteienparlament, wieder zu einer Dreiparteiendemokratie, wie es sie in den 1960er Jahren gegeben hat, kommt.

Diese Dreiparteiendemokratie dauerte sehr viel länger, nämlich bis 1986. Erst 1986 schaffte es eine vierte Partei, in das Parlament gewählt zu werden. Wenn aber die derzeitige geistige Zugerichtetheit und geistige Hergerichtetheit des Landes Österreich berücksichtigt wird, können nur die 1960er Jahre herangezogen werden. Denn. Nichts deutet darauf hin, daß es in diesem Land einen Willen zum gesellschaftspolitischen oder überhaupt zu irgendeinem Aufbruch, wie in den 1970er Jahren vor allem und im Grunde nur eine Partei im Grunde tatsächlich diesen wirklichen Willen hatte zum Aufbruch, bei dem eine zweite Partei widerwillig, schleppend und viertelherzig mitmachte, gibt.

Und wenn nun massenmedial breitest so getan wird, es gäbe bloß drei Parteien zu wählen, weil eben durch diese nackte Zuspitzung auf diese drei Parteien alle anderen Parteien in das Dunkel gestoßen werden, in die Unwichtigkeit verbannt werden, es sich nicht einmal lohne darüber nachzudenken, andere Parteien als ebendie drei Parteien zu wählen, propagieren österreichische Massenmedien die Rückkehr zum Dreiparteienparlament, zur Dreiparteiendemokratie minus Aufbruch, wie dieser in den 1970er Jahren stattfand, also Rückkehr zum Dreiparteienparlament der 1960er Jahre, Rückkehr zur Dreiparteiendemokratie der 1960er Jahre, Rückkehr also, so kurz wie schlecht gesagt, zum Österreichgrau der 1960er Jahre.

Der harmloseste Gewinn, wenn es denn nicht abgründiger ist, für österreichische Massenmedien würde bei einer Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie der 1960er Jahre sein, ihre bequeme und einfältige respektive dreifältige Berichterstattung legitimieren zu können. Denn. Es gäbe halt nur drei Parteien, österreichische Politik sei eben auf ländisch christliche Dreifalt reduziert. Sie, die Massenmedien, würden ja gerne von Vielfalt berichten, aber die österreichischen Wähler und Wählerinnen sind nicht für Vielfalt … Wenn aber massenmedial Vielfalt breitest verschwiegen wird, wenn aber massenmedial Dreifalt breitest berichtet wird, kann das Ergebnis nur Einfalt sein.

Die größte Schimäre bei dieser massenmedial breitesten Zuspitzung auf bloß drei Parteien ist allerdings, daß es sich hierbei um ein Duell zwischen diesen drei Parteien handelt. In Wahrheit ist es ein Duell der drei Parteien gegen alle anderen Parteien in diesem Land. Und die Sekundantin dieser drei Parteien sind die Massenmedien in diesem Land. Es wird der Sekundantin Nachteil wohl gar nicht sein, gegen die anderen Parteien vor der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 für die drei Parteien zu feuern, das heißt, genauer, für die drei Parteien alle anderen Parteien totzuschreiben.

Und diese drei Parteien stehen heute, um es noch einmal zu verdeutlichen, für die drei Parteien der 1960er Jahre, keine einzige dieser drei Parteien mit dem Willen, mit der geringsten Idee zum Aufbruch, wie es diesen in den 1970er Jahren in Österreich gegeben hat. Es treibt sie, die drei Parteien, einzig an, die machtparteipolitische Aufteilung nach dem unseligen Muster der 1960er Jahre. Und dabei ist es noch schlimmer als in den 1960er Jahren. Denn. In den 1960er Jahren konnten Unterschiede zwischen diesen drei Parteien wohl leicht noch ausgemacht werden. Im Jahr 2017 sind die Unterschiede nur noch mikroskopisch feststellbar. Und das spricht vor allem gegen eine Partei, die für den Aufbruch in den 1970er Jahren an erster Stelle stand. Was spricht gegen die zweite Partei, nun, kurz … sie macht mit, sie machte sogar bei einem weit zurückliegenden Aufbruch mit, aber sie braucht dazu stets wen, von dem sie dirigiert wird, dann macht sie mit, zwar viertelherzig, zwar widerwillig, zwar schleppend, aber doch … Über die dritte Partei? Zur dritten Partei ist gar nichts zu sagen. Die dritte Partei hat ihren „ausgeprägten Patriotismus“, und diesen nicht erst seit den 1960er Jahren …

Die Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 in Österreich wird soher auch eine sein, muß eine sein, in der die Wählerinnen und Wählern den Massenmedien in Österreich die Vielfalt in Österreich fern ihrer erschriebenen Wirklichkeit beweisen, also vor allem die Parteien wählen, die von den Massenmedien permanent totgeschrieben werden, weil sie sich bequem mit den drei Parteien in die Dreifaltigkeitsdemokratie der 1960er Jahre legen wollen, zum Nutzen der drei Parteien und dadurch vor allem zu eigenen Nutzen.

Es gibt für die Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 daher für alle Wählerinnen und Wähler nur eine Parole: Keine Rückkehr zum Österreichgrau der 1960er Jahre. Keine Rückwahl zum Dreiparteienparlament der 1960er Jahre. Keine Rückkehr zur Dreiparteiendemokratie der 1960er Jahre. Eine Demokratie der Vielfalt, eine Demokratie auf der Höhe der Zeit haben zu wollen, heißt für die Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 vor allem, keine der massenmedial breitest propagierten drei Parteien zu wählen.

PS Um es mit einem technischen Beispiel anschaulich zu machen, was eine Rückkehr, eine Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie der 1960er bedeutet. Eine Rückkehr zu dieser ist vergleichbar mit der Rücknahme, mit der Vernichtung eines technischen Fortschritts, die Aufgabe und die Auslöschung der Farbphotographie, die Rückkehr zur Schwarzweißphotographie.

Österreich Nationalratswahl 15-10-2017 Keine Rückwahl zum Dreipareienparlament der 1960er Jahre

 

 

Und als Sebastian Kurz sprach, da geschah …

Gleich nach dem Morgenjournal am 19. Juni 2017 versichern in einem Telefonat die zwei vom zurzeitigen Außenminister beauftragten Kartographen, ihm eine Landkarte von Europa für seine Außenarbeitsorientierung nach seinen Geographiekenntnissen zu zeichnen, den Satz ihres Auftraggebers

„Großbritannien auf unserem Kontinent bleiben wird.“

noch im Ohr, wie klug es von ihnen gewesen sei, sich auf den Kompromiß geeinigt zu haben, dem Außenminister eine Landkarte vorzulegen, die es dem Außenminister ermöglicht, je nach seiner Tagesverfassung und je nach seinem Sekundenbedarf nicht nur Großbritannien auf dem europäischen Kontinent zu verorten, sondern auch anhand ihrer Landkarte die Richtigkeit seiner Aussage beweisen zu können.

Bei dieser telefonischen Versicherung, die richtige Lösung für den Außenminister gefunden zu haben, beklagen sie ein weiteres Mal, daß es zwar nicht zu ihrer Berufsehre gereiche, eine Landkarte gezeichnet zu haben, auf der Großbritannien zweimal vorkomme, aber schließlich, so ihre gegenseitige Beruhigung, sei es ein Auftrag gewesen, der zu erfüllen war, und darüber hinaus sei ihnen vom Außenminister nicht mitgeteilt worden, wo er auf dem Kontinent Großbritannien wünsche. Ihre Landkarte sei daher die bestmögliche Lösung, die es dem Außenminister erlaubt, Großbritannien auf dem Kontinent „als Nachbar“ zu verorten, wo es ihm gerade opportun erscheint. Ihr Telefonat gleich im Anschluß an das montägliche Morgenjournal beenden sie mit der gegenseitigen Versicherung, wieder einen Kunden zufriedengestellt, einen Kunden zum König gemacht zu haben, und einer merkt noch an, nicht ohne Stolz, er werde wohl, ehe zum Interview eilte, noch rasch einen Blick auf ihre Landkarte geworfen haben, um sich zu vergewissern, wo Großbritannien diesmal für das Morgenjournal …

Menschgemäß ist das eine Wortklauberei, die zwei beschäftigungslose Kartographen seit langem ohne Aussicht auf Aufträge morgendlich am Telefon betreiben, und die im Grunde nicht zu berichten ist. Von einem gewissen Wert zu erzählen aber ist eines, Österreich hat mit Sebastian Kurz einen Außenminister, der mehr ist als nur ein Außenminister, wahrlich ein Seher, ein Prophet. Denn. Er weiß, daß Großbritannien auf dem „Kontinent bleiben wird“, er weiß, daß Großbritannien „Nachbar“ bleiben wird. Und er ist mehr als ein Prophet, mehr als ein Seher. Er ist ein Gestalter, dem ein Wort genügt – und gestaltet ward … Er kann, daß alle bleiben, wo sie sind. Menschen in Afrika, Inseln sich nicht von ihrem Kontinent fortbewegen, auf dem sie sind. Inseln ihre bisherigen Nachbarinnen, wer auch immer diese sind, … Und wenn er morgen einem Meer gebietet, kein Meer der Schiffahrt mehr zu sein, so wird das Meer sich sogleich aufrichten als Mauer bis zum Monde … Wer Inseln Einhalt gebieten kann, zu wandern, von einem Kontinent zum …, so ein Mensch vermag alles, und es wird höchste Zeit, zu ihm zu pilgern und ihn auf Knien zu bitten: „Herr, sprich nur ein Wort, und augenblicklich gestoppt wird sein die Temperaturwanderung des Klimas!“

Und wer jetzt noch nicht restlos von seinen Fähigkeiten überzeugt ist, braucht wohl noch einen Blick auf sein lichtes Weltprogramm …

 

Großbritannien auf dem Kontinent - Sebastian Kurz

Kurz etwas zum Religiongsgesetzesterror, ein weiteres Mal

Marsch für die Famiilie Albertinaplatz - Drag queen auf seinem TruckEin kurzer „Marsch für die Familie“ wird es werden, morgen, am 17. Juni 2017, so kurz wie im letzten Jahr … Ja, sie marschieren auch in diesem Jahr, und es ist bereits jetzt klar, es wird werden, wie es im letzten Jahr war. Es sind wieder Männer angekündigt, die auch im letzten Jahr … so kann darauf verzichtet werden, abzuwarten, was morgen dort gesagt werden wird, es kann auf das im letzten verwiesen werden, mit diesen Informationen ist ausreichend dafür gesorgt, über den Familienmarsch für immer informiert zu sein.

Was aber nicht ganz ohne Interesse sein dürfte ist, wer in diesen glaubensgetriebenen Kreisen Ansehen …

Sebastian Kurz, der Stimmung, vielleicht sogar Leidenschaft in diesen auslöst, wie Mag. Christian Zeitz am 13. Juni 2017 schreibt, auf der Seite von Andreas Unterberger:

„Die Kurz-Reaktion hat in leidgeplagten konservativen Kreisen und Foren Freudenstimmung, ja geradezu Euphorie aufkommen lassen. Viele warten darauf, dass der Schmerz über die wertepolitischen Fehlleistungen der ehemaligen großen christdemokratischen Partei nachlassen möge.“

Und sie können in ihrem Juchee verstanden werden, Sebastian Kurz kann Euphorie auslösen, allein schon durch sein schriftliches Programm, derart, das kann bestätigt werden, daß jedem Menschen dabei richtiggehend schwarzschwindelig …

Übrigens, Zeitz ist wieder eine der Angekündigten. Wenn er nicht gerade auf dem Albertinaplatz ist, kann er auch mit derselben geistigen Klarheit erlebt werden, zum Beispiel auf:

Gates of Vienna: „Concentration Camp Austria“.

Und für die Ehrengenugtuung ist, morgen wie gestern, angekündigt:

NR Dr. Marcus Franz die „satisfaktionfähige Ebene“ für den „Marsch der Familie“.

Gestern, im letzten Jahr, als Information zum kurzen „Marsch der Familie“ hätte auch das Jahr 2014 ausgereicht, wie gelesen werden kann:

Polizeibegleitschutzmarsch für die Austragung eines Folders mit „nationalsozialistischem Inhalt“ der ganzen Familie.

Dabei gesinnungsgemäß ist morgen wie gestern auch der vom Magazin der identitären Parlamentspartei, ein Mann, der allein schon eine recht gute Vorstellung gibt, wie es in der hochgehaltenen Religionstraditionsfamilie zugeht

Morgen wie gestern wird wieder eine Attraktion geboten. Denn. Auch der hoferische „Gesinnungsfreund“ ist wieder mit dabei, ein Mann, dem sein Name nach dem ersten Menschen, so steht es jedenfalls in seinem Märchenbuch geschrieben, Verpflichtung ist, die ihm treuwillig zu erfüllen eine Ehre ist.

Damit es für Sie doch einen Informationswert hat, soll über den Terror gesprochen werden. Freilich nicht von der Warte aus, wie nun seit langer Zeit schon breitest über den Terror gesprochen und geschrieben wird, in Österreich, in diesem terrorfreien Land, in diesem terrorfreien Staat, kurz wie schlecht gesagt: in diesem terrorreinen Österreich.

Es wurde, wie Ihnen bekannt sein wird, eben positiv bewertet, daß Prediger – ob die Predigerinnen auch unterschrieben haben, wurde nicht recherchiert, nach den Berichten der österreichischen Medien waren es, so der vermittelte Eindruck, nur die Prediger, nur die Männer – sich in Österreich von einem Terror distanziert haben, in Österreich einen Terror verurteilt haben, den es im Halbdunkel Österreichs, wo sich etwa Hans Rauscher sicher zu bewegen versteht, ohne das Licht einschalten zu müssen, gar nicht gibt, keine Verletzten, keine Ermordeten durch diesen zu beklagen sind.

Es soll vom Terror durch Verhinderung von Gesetzen gesprochen werden. Und hier bietet sich die Ehe an, das verhinderte Recht, das homosexuellen Menschen verweigerte Recht, ebenfalls die Ehe eingehen zu dürfen. Ob die Verhinderung auch etwas damit zu tun, daß seit 1938 das Eherecht nach wie vor verkündet ist von der „Reichsregierung im Lande Österreich und im übrigen Reichsgebiet“?

Es bietet sich deshalb an, weil morgen die „Regenbogenparade“ gefahren wird. Auf der „Regenbogenparade“ wird Sebastian Kurz keine „Euphorie“ auslösen; er hat eben erst, wie bei Christian Zeit zu lesen, der „Ehe für gleichgeschlechtliche Paare“ eine Absage erteilt, einer Verhinderung, einer Verweigerung das Wort gesprochen, er, Kurz, so Zeitz, sehe keinen „aktuellen Handlungsbedarf“.

Wie sehr verweigertes Recht Menschen als Terror empfinden müssen, das werden die Menschen beantworten können, die unter dem verweigerten Recht leiden, die um das verweigerte Recht kämpfen. Terror durch bewußte und absichtliche Handlungslosigkeit. Aber diese Handlungslosigkeit ist für die Menschen, die davon betroffen sind, nicht harmlos. Denn. Diese Handlungslosigkeit geht oft und eigentlich immer einher mit scheinbaren Argumenten, die aber nichts anderes sind als Verletzungen, Herabsetzungen, Deklassierung, Zurückstufung dieser Menschen auf die Ebene von Bürgerinnen und Bürgern dritter Klasse. Und Sebastian Kurz wird nun – ob von ihm gewollt oder nicht, das kann nur er beantworten – zur Ikone dieser Marschkreise, zur Drag queen  (manche Texte, ein plötzlicher Gedanke, müssen laut gelesen werden, damit sie sich ganz erschließen〉 …

Die Forderungen aber jener Menschen, die morgen wie gestern ihren kurzen Marsch um den Albertinaplatz abhalten werden, gehen über die kurzsche Handlungslosigkeit hinaus, wie in der Collage noch einmal festgehalten ist, sie sind religionsgetrieben, und es kann soher gesagt werden, sie marschieren für Religionsgesetzesterror, morgen wie gestern, für einen Terror also, der alle treffen soll, vor dem es für keinen einzigen Menschen die Möglichkeit gibt, sich zu schützen, für alle keine Chance gibt, diesem Religionsgesetzesterror zu entgehen, ganz im Gegensatz zu dem Extremismus und Terror, vor dem breitest nach Schutz gefleht wird, während es in Österreich … muß das noch einmal wiederholt werden? Ja, den es in Österreich nicht gibt. Was es in Österreich dagegen gibt, sind diese Marschkreise, und es gibt diesen handlungslosen Sebastian Kurz, den die Meinungsumfragen als zukünftigen Kanzler einzureden versuchen, und dann bleibt abschließend die Frage, wer wird wen beeinflussen? Die Handlungslosigkeit von Sebastian Kurz gibt im Grunde schon die Antwort, wer wen beeinflußt, es sind die Euphoriker und Euphorikerinnen. Aber das ist keine große Leistung von ihnen. Das ist leicht. Denn. Sebastian Kurz spricht selbst so oft von den sogenannten christlichen Sachen, etwa von der „christlichen Solidarität“, ihm einfach an einem funktionierenden Immunsystem …