Österreich: „Antiziganismusbericht“ und „Antisemitismusbericht“

Aus Anlaß des in dieser Woche veröffentlichten Antisemitismusberichtes ist es nicht uninteressant, einmal zu vergleichen, wie sieht es in der Berichterstattung über Antisemitismusbericht und Antiziganismusbericht im Vergleich aus.

Österreich - Antisemitismusbericht - Antiziganismusbericht

So unerfreulich die beinahe Verdoppelung der antisemitischen Vorfälle in Österreich seit 2014 sind, so erfreulich ist die breite Berichterstattung darüber.

Zum Antiziganismusbericht kann nichts Erfreuliches geschrieben werden. Es ist alles unerfreulich.

Wer in eine Suchmaschine, wie in der Collage gelesen werden kann, die zwei Berichte eingibt, erhält unter „News“ folgende Ergebnisse: 41.600 Einträge für „Antisemitismus Bericht Österreich“ und 70 Einträge für „Antiziganismus Bericht Österreich“ …

Einundvierzigtausendsechshundert Einträge zu „Antisemitismus Bericht Österreich“ und siebzig Einträge zu „Antiziganismus Bericht Österreich“ …

Sagt das nicht bereits alles?

Offenbart das nicht bereits die gesamte Ungeheuerlichkeit in diesem Land.

2018 ist zum großen Gedenkjahr ausgerufen, in dem alle in diesem Land – also die sogenannten Bildungsnahen, zu denen Menschen, die in Politik und Medien beschäftigt werden, wohl gezählt werden dürfen – es sich hoch anrechnen werden, niemals vergessen zu wollen, was in der Vergangenheit an Unmenschlichkeit begangen wurde, mit Würde und Pathos werden alle in diesem Land ein Bekenntnis gegen den Antisemitismus ablegen, von den Redaktionsstuben bis in die Hofburgstuben, von den Fernsehanstaltskammern bis in die Ballhausplatzkammern.

Von allen – also von den sogenannten Bildungsnahen, zu denen Menschen, die in Politik und Medien beschäftigt werden, wohl gezählt werden dürfen – vergessen werden, auch im zur Eigenfeier ausgerufenen Gedenkjahr die Menschen, die heute noch unter dem Antiziganismus zu leiden haben, es wird kein Bekenntnis gegen Antiziganismus abgelegt werden, von den Redaktionsstuben bis in die Hofburgstuben, von den Fernsehanstaltskammern bis in die Ballhausplatzkammern wird es das geben, was es zum Antiziganismusbericht gibt: Schweigen.

Ein Kapitel mehr. Ein Kapitel dazu, wie viele noch zu den bereits geschriebenen:

Landeshauptmann von Burgenland - Unvergessen in der Welt

Romane Thana – Von der Großzügigkeit der österreichischen Gesellschaft gegen Walter Dostal

Der Landeshauptmann von Burgenland ist in der Welt berühmt

Und was, Alexander Van der Bellen, ist mit dem Antiziganismus?

Hofschreibe für M. T. Habsburg, Mutterregentin des Antiziganismus

Häupl präsentiert kein erstes Monitoring-Komitee gegen Antiziganismus im Wiener Rathaus

Schriften von Martin Luther – 500 Jahre Weltkulturerbe Antiziganismus

Nicht kurzer als der Kurz.

Gedenkt der Staatsspitze in Österreich – Ohne Sinti und Roma, aber wer will schon neben ihr sitzen

Antiromaismus und Antisemitismus

Holocaust ist gleich Shoa und Porajmos

Porajmos und der christliche Ökumene-Anhänger Adolf Hitler unter dem Einfluß von Martin Luther

Der halbe Luther von Michael Bünker oder „Zigeuner“ werden Opfer sein dürfen, wenn sie keine Opfer mehr sind

Wie über Zigeuner geschrieben wird – einst und jetzt

FPÖ-Willi-Vilimskys und „Neger-und-Zigeuner“-Lobbyist Zakrajsek geben eine Pressekonferenz,

Roma und Sinti in Europa 2013 – Der Geist von und der Traum von einem legalen Auschwitz im eigenen Garten

Freiheitliche Gemein-Schaft, weiter so mit dem Hetzen – Das klärt über das lebensbedrohliche Leben von Roma und Sinti in Europa auf

Die empörte Zurückweisung von Martin Luther, er sei ein „Zigeuner“

Und Kapitel um Kapitel so weiter und so fort …

 

Von Hofer bis Schönerer: „Los von Rom“. Und ewig lockt Linz …

Hofer bis Schönerer - Los von Rom

Hofer, der mit dem Kampfruf „Los von Rom“ durch seine Welt, also von Südtirol nach Strachkurzhofer, reist, hat mit seiner Nachforschung, wie in der Collage gelesen werden kann, woher und was der Name Hofer bedeute, selbst herausgefordert, es einmal festzuhalten, woher der Kampfruf „Los von Rom“ komme.

Nun, der Kampfruf „Los von Rom“ geht zurück auf den Führer der Führer Schönerer, über den sogar das „Kulturinformationssystem Österreich Lexikon“ zu berichten weiß:

Schönerer, Georg Ritter von (bis 1888), * 17. 7. 1842 Wien, † 14. 8. 1921 Schloss Rosenau (Gemeinde Zwettl-Niederösterreich), Gutsbesitzer, Politiker. Ab 1879 Führer der deutschnationalen Bewegung (der Alldeutschen) in Österreich; heftiger Gegner des österreichischen Patriotismus, der katholischen Kirche und des Liberalismus. Vertrat einen radikalen Antisemitismus, kämpfte für engen Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich, war ein Vorkämpfer der Los-von-Rom-Bewegung und trat selbst zum Protestantismus über. Seine autokratischen und terroristischen Methoden, sein nationalistischer Fanatismus waren typisch für seine Richtung. Seine Ideen haben später den jungen A. Hitler stark beeinflusst. Schönerer war 1882 an der Abfassung des deutschnationalen Linzer Programms maßgeblich beteiligt. Eine Gewaltaktion gegen politische Gegner (1888) brachte ihn ins Gefängnis und um Adelstitel, Reserveoffiziersrang und Abgeordnetenmandat.

„Linzer Programm“. Recht fleißig waren sie damals. Schon 1885 eine Erweiterung, um den „Arierparagraphen“ … Gleich übernommen von den Burschenschaften. Aber wie wurde Norbert Steger

Kellerpuppe aus der hoferischen Ramschbude wird mit burschenschaftlicher Fürrede eingeschaltet ausgeschickt

gesprochen, es bleibe unerwähnt, dass Adolf Hitler sie …

Linz. Oberösterreich. Nach wie vor ein recht besonderer Klang in den Ohren … auch von Hofer, der am 3. März 2018 in Oberösterreich sein wird, um zu lauschen, aber auch selbst Wortlieferant für recht besondere Ohren zu sein …

Los von Rom Hofer im Wasserschloss

Es wird am 3. März 2018 auch ein „Kommers der Waffenstudenten“ … Zu „Kommers“ fällt unweigerlich die „Kommiss…“ der montagsgemachten identitären Regierungspartei ein und deren Unnötigkeit und Unbrauchbarkeit, da doch alles bekannt ist, die Vergangenheit aufgearbeitet ist, es bekannt ist, woher … sogar das „Österreich Lexikon“ weiß so einiges zu berichten, wie als Beispiel oben gelesen werden kann. Und über die vielen anderen Quellen, die über deren gänzliche Aufarbeitung berichten, wurde schon berichtet.

FPÖ Festschrift 2016 Ahnentafel Schönerer - Druck Ed Strache

Was wird mit dem Bericht von der „Kommiss…“, wenn es ihn dereinst geben wird, geschehen? Konsequenzen sind keine zu erwarten. Dieser wird nicht einmal gelesen werden, vor allem nicht von der FPÖ. Diese Vermutung ist nicht unberechtigt. Denn. Es dürfte schon die „Festschrift 2016“ nicht von der FPÖ, auch wenn ihre Anführer Geleitworte schrieben, gelesen worden sein. Die Vergangenheit des „dritten Lagers“, das jetzt „aufgearbeitet“ werden soll, ist darin ebenfalls behandelt, wie in der Collage gelesen werden kann – Schönerer … Erheiternd dabei ist die veröffentlichte Tafel der Gesinnungsahnen (da es nur Männer sind, können Frauen nicht erwähnt werden): hergestellt von: Druck u. Verlag E. Strache …

Wer Hofer heißt, scheint auf ewig darauf vereidigt zu sein, vor allem und eigentlich ausschließlich die männlichen Hofer, Wiedergänger ihrer Ahnen, ihrer Geister zu sein. Wie der südtirolerische Hofer dem Kampfruf „Los von Rom“ folgt, konnte der burgenländische Hofer seine persönliche

„Nazikirche“, Hofer und die Angst des Bischofs vor dem Tor der Geschichte

Vollzugsmeldung vor der Geschichte mit seinem Übertritt in die evangelische Kirche bereits rapportieren. Und an der zweiten Vollzugsmeldung werkt er, ist er dem Hofer im Wort …

Es gibt so viele Hofer, dass es schwindelig werden kann. Immerhin, seit 869, wie der eine Hofer schreibt …

Es gibt den Andreas Hofer … Es gibt den Peter Hofer … Es gibt den Franz Hofer … Dann gibt es einen recht besonderen Mann für die FPÖ, der sich dem Erbe Hofer recht verbunden zu fühlen scheint, wenngleich er nicht Hofer heißt, aber Hofer in seinem Namen vorkommt

Nicht zu vergessen, den Matthias

„Hofer interviewt Strache“ – Und ewig murmelt Südtirol

Übrigens, am 14. Februar 2018 war auch ein recht besonderer Mann, nun vielsprechender Angehöriger der „Kommisssteuerungsgruppe“ im Morgenjournal zu hören. Es solle auch um die „Südtirolfrage“ gehen, also um die unmittelbare Nachkriegszeit, das heißt bei Südtirol um die „Aufarbeitung der „Südtirolgeschichte“: um die „sechziger Jahre“ des letzten Jahrhunderts … Ach, glückliches Österreich, stets ein paar Jahrzehnte vor der Gegenwart mit dem Aufarbeiten enden … Und zum Aufarbeiten beispielsweise des Jahres 2015 dafür bleibt genügend Zeit, es reicht doch in Jahrzehnten erst zu erfahren

„Respektvolles Gedenken“ von He.-Chr. Strache, dem nächsten Vizekanzler, gilt Peter Kienesberger, einem mit „Norbert Burger der vier Gründer der rechtsextremen Nationaldemokratischen Partei (NDP)“

Wen kann das bereits jetzt interessieren, da er ein montagsgemachter Vizekanzler …

NS Einen schöneren Beleg kann es dafür nicht geben, wie recht dieser FPÖ-ÖVP-Regierung es wichtig ist, für die Menschen in Österreich zu arbeiten, kaum montagsgemacht im Amt setzt sie mit Hoferland einen „symbolischen Startpunkt“ für …

Doppelpaß Südtirol und Faschismus vor den Augen des Bundespräsidenten

„Sebastian Kurz begrüßt Historikerkommission der FPÖ.“ Vorfreude auf den neuen Karl May von Wilhelm Brauneder?

FPÖ Historikerkommission spiritus rector Brauneder Karl May

Erwin Pröll hat, wie erinnert werden darf, ein Buch gelesen, und zwar „Der Schatz im Silbersee“ von Karl May. Donald Trump hat als Erwachsener nicht einmal dieses gelesen, also gar kein Buch. Und Sebastian Kurz?

Vielleicht „begrüßt Sebastian Kurz die Historikerkommission der FPÖ“ aus Vorfreude auf seinen ersten Karl May oder auf seinen zweiten Karl May, weil er sich daran erinnert, wie gut ihm der von Erwin Pröll ausgeliehene erste gefallen hat.

Wie das auch immer sei, mit Sebastian Kurz und den Büchern. Eines ist gewiß, einen Karl May wird Sebastian Kurz zu lesen bekommen, diesmal geschrieben von Wilhelm Brauneder, der ein recht großer Freund, mehr, ein rechter Liebhaber von Karl May ist.

Aber Zweifel sind angebracht, ob er dann den von Wilhelm Brauneder geschriebenen Karl May je lesen wird. So wie er eine Regierung mit der identitären Partei begrüßte und begrüßt, darf vermutet werden, er hat noch nie etwas über seine Regierungspartnerin gelesen, denn hätte er etwas gelesen, niemals hätte Kurz sich selbst dafür begrüßt, eine Koalition mit dieser Partei …

Sebastian Kurz ÖVP FPÖ Historikerkommission

Hätte er, Kurz, je etwas über seine Partnerin gelesen, dann hätte er etwas anderes als das, was er sagte, gesagt, vielleicht hätte der Bericht darüber dann so gelautet:

Gerade in der Gegenwart sei es notwendig, sich auch mit der eigenen Gegenwart zu beschäftigen und diese aufzuarbeiten, sagte Kurz zu Sebastian vor dem Ministerrat auf Journalistinnenfragen. Die ÖVP habe dies schon nicht getan, und es sei gut, wenn es auch die anderen Parteien und die ÖVP machen. Dass bei der Aufarbeitung auch das ganze Österreich eine Rolle spielen solle, findet Kurz „sehr positiv“.

Aber weil er, wie vermutet werden darf, über die österreichische Gegenwart von Erwin Pröll nichts zum Ausleihen bekam, fiel seine Aussage so aus:

Gerade im Gedenkjahr sei es notwendig, sich auch mit der eigenen Geschichte zu beschäftigen und diese aufzuarbeiten, sagte Kurz vor dem Ministerrat auf Journalistenfragen. Die ÖVP habe dies schon getan, und es sei gut, wenn es auch die anderen Parteien und die FPÖ machen. Dass bei der Aufarbeitung auch das DÖW eine Rolle spielen solle, findet Kurz “sehr positiv”.

Ob Erwin Pröll der Karl-May-Runde von Wilhelm Brauneder angehört, wird nicht gewußt. Gewußt allerdings wird, es verbindet sie doch etwas, zumindest der Ehrenschutz für eine weitere Runde, deren Tafel geschmückt mit Säbel und Ehre und Vaterland …

Weshalb die FPÖ gerade Wilhelm Brauneder dazu erwählt hat, ihr die „Leiter“ zu machen? Wer sonst als ein rechter May-Liebhaber kann ihr besser garantieren, einen Karl May zu schreiben, von dem gewußt wird, wie recht hoch er Wahrheit zu schätzen liebte …FPÖ Historikerkommission - Der neue Karl May von Wilhelm Brauneder - Die Wartburg

Wie der Berichtsdeckel wohl aussehen wird. Ein rechter May-Liebhaber wie Brauneder wird dafür vor dem Auge seines May-Geistes vielleicht schon einen sehen, viele Titel ihm schon einfallen, die er als Vorlage für den Berichtstitel … zum Beispiel „Unter Geiern“, „Die Felsenburg“ …

Erste Kapitel zum neuen Karl May gibt es bereits, aber es sind Kapitel, die Wilhelm Brauneder nicht in sein Buch aufnehmen wird, was für ihn spricht, also für seinen unabhängigen Geist, für seinen Geschmack, für sein recht tiefes Verständnis, für sein literarisches Gespür, was paßt und was paßt nicht zu Karl May – kurz gesagt, diese Kapitel lassen sofort erkennen, sie sind nicht von Karl May …

„Historikerkommission“ der FPÖ wird so nutzlos, weil konsequenzlos sein, wie es eine „Holocaustkommission“ gewesen wäre. Ein Bericht ändert keine Gesinnung.

Lothar Höbelt hat seine Vergangenheit bereits aufgearbeitet: „8. Mai 1945: Tag der Niederlage“ nach dem „sogenannten Holocaust“.

Österreich: Wilhelm Brauneder, auch er, erinnert, wie das Land insgesamt eine Gegenwartskommission dringend benötigt

Aktivjahre der Toleranz statt einem Gedenkjahr

Sebastian Kurz - Aufarbeitung der Gegenwart

 

Österreich: Wilhelm Brauneder, auch er, erinnert, wie das Land insgesamt eine Gegenwartskommission dringend benötigt

Es gibt nun Aufregungen. Äußerst kritische Stimmen, weshalb Wilhelm Brauneder unmöglich „Leiter der Historikerkommission“ … und schon wird, auch damit, die „Historikerkommission als solche hingenommen und, mehr noch, anerkannt, während eine solche „Historikerkommission“ selbst unmöglich ist. Die Gründe ihrer Unmöglichkeit wurden bereits

„Historikerkommission“ der FPÖ wird so nutzlos, weil konsequenzlos sein, wie es eine „Holocaustkommission“ gewesen wäre. Ein Bericht ändert keine Gesinnung.

dargelegt.

Es ist aber gut, daß die FPÖ den unmöglichen Brauneder zum Leiter von etwas Unbrauchbarem für seine Partei, weil alles, wie ausgeführt, gründlich bekannt, aber das Land Österreich in seiner Gesamtheit dringendst braucht, bestellt hat.

Denn.

Wilhelm Brauneder, auch Brauneder, erinnert, wie notwendig Österreich es hat, eine Gegenwartskommission zur Aufarbeitung der Jahrzehnte seit 1945 zu bestellen.

Diese unselige österreichische Geschichte seit 1945. Eine unselige Geschichte, die bis in die Gegenwart reicht und das Land regiert.

Eine Geschichte, eine Gegenwart, es kurz zu machen, die auch an Namen festgemacht werden kann.

Etwa an dem Trio Reinthaller, Figl und Raab

an dem Trio Schüssel, Khol und Haider …

an dem Trio Kurz, Blümel und Strache

kurz gesagt: ÖVP und FPÖ.

Und was die SPÖ anbelangt. Ein Ruhmesblatt ist es ebenfalls nicht. Es fällt Hans Niessl ein. Es fallen in diesem Zusammenhang die historisch zu nennenden Versäumnisse, um es milde zu formulieren, von Bruno Kreisky ein, es fällt

kurz gesagt: das Trio SPÖ, ÖVP, FPÖ.

Beredtes Zeugnis dafür legen auch die Wahlen im österreichischen Parlament ab, mit welch enorm hohen Stimmenanteilen … von solch einem Stimmenanteil außerhalb des Parlaments kann die FPÖ nicht einmal träumen …

Mit Brauneder, auch mit Wilhelm Brauneder, kann verstanden werden, weshalb es in Österreich keinen cordon sanitaire gibt, in einer fosse de lisier, die Österreich ist, kann eben nichts befestigt, errichtet werden, das Schutz gegen … es ist derart mit ideeller Kontinuität bis oben hin angefüllt, das darin nichts anderes …

Mit Wilhelm Brauneder, auch mit Brauneder, kann gefragt werden, weshalb heißt Österreich

Kurz hat es gedauert, bis „Treue, Ehre“ in Österreich wieder offener Wahlspruch

nicht „Ehre Freiheit Vaterland“. Denn. Es gibt keine Berührungsangst. Im Gegenteil. Das wird ausgezeichnet, beispielsweise mit der Übernahme des Ehrenschutzes.

Am 4. Mai 1996 wurde erstmals der Grün-weiß-grüne Kommers in Wieselburg ausgerichtet, der alle fünf Jahre in Verbindung mit den runden Stiftungsfesten der Mitgliedskorporationen jeweils an einem anderen Schulstandort veranstaltet wird. Es wurde dafür die Aula, der überdachte Schlosshof für rund 160 Festgäste zur Verfügung gestellt. Das Fest begann mit einem Platzkonzert in Wieselburg und einem Festzug nach Weinzierl. Den Ehrenschutz der Veranstaltung übernahmen der dritte Nationalratspräsident Univ.-Prof. Dr. Willi Brauneder, Landwirtschaftsminister Mag. Wilhelm Molterer, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Bezirkshauptmann Dr. Berthold Panzenböck, Bürgermeister Franz Glösmann und Schuldirektor HR DI Dr. Johann Ramoser. Als Festredner wurde der Buchautor und erfolgreiche Kritiker der linken Kulturszene Prof. Dr. Walter Marinovic aus Wien gewonnen, wie insgesamt bei vielen Stiftungsfesten und Vorträgen bekannte Festredner sprachen, so Ing. Herbert Putz, Präsident des „Verbandes Österreichischer Ingenieure“, Univ.-Prof. Dr. Roland Girtler, Historiker Rudolf Czernin, Brigardier Walther Groß, Prof. Horst R. Übelacker, FJ-Direktor HR DI Dr. J. Ramoser, Buchautor Ing. Winfried Schuberth und andere.

Dazu gibt es ein Kapitel,

Das christlich-kunschaksche Österreich

in dem zum Ausdruck gebracht wird, daß es verstanden werden kann, wenn Martin Graf nicht die Vorwürfe gegen ihn versteht. Wie auch?

Marinovic. Und Gernot Blümel. Was trennt sie? Viel mehr: was eint sie? Die Anbetung des Wahren, Guten und Schönen

Die Fachstudentenschaft Tafelrunde Agraria ladet sich doch immer wieder recht besondere Gäste ein, beispielsweise:

Am 21. Oktober 2000 wurde das 100. Stiftungsfest würdig in der Aula der Schule gefeiert. Die rhetorischen Beiträge befassten sich mit dem an der Schwelle zum neuen Jahrhundert beherrschenden Thema, der Globalisierung. Der Hauptredner, Buchautor und Regierungsdirektor Manfred Ritter aus Nürnberg, zeigte Möglichkeiten auf, eventuell drohenden Gefahren zu begegnen. Zu dem vom ÖTB-Spielmannszug aus Linz umrahmten Fest waren rund 130 Besucher erschienen.

Manfred Ritter. Wer verstehen will, wie es zu diesem unseligen Umgang mit Migration, Einwanderung gekommen ist, ist zu erinnern, wie der Boden dafür jahrelang, eigentlich  jahrzehntelang schon aufbereitet wurde. Dazu gehört auch ein Manfred Ritter. Von dem es ein Buch gibt aus 1990: „Sturm auf Europa – Asylanten und Armutsflüchtlinge – Droht eine neue Völkerwanderung?“. 1990.

Über ihn, Ritter, konnte 1990 in „Die Zeit“ gelesen werden:

Manfred Ritter, 48 Jahre alt, Landesanwalt beim Ansbacher Verwaltungsgericht, schreibt gern. Wenn in der Welt, der FAZ oder dem Rheinischen Merkur mal wieder ein Beitrag zum Ausländerrecht erschienen ist, legt er voller Stolz den Zeitungsausschnitt im Gerichtsgebäude aus. Ritter, so meint sein Vorgesetzter, der Leitende Oberlandesanwalt Günter Philbert, sei deshalb seit Jahren für seine Kollegen ein Quell der Belustigung gewesen. Vergangene Woche ist nicht nur Philbert das Lächeln auf den Lippen erfroren: Wie rassistisch darf ein bayerischer Beamter sein, der die Interessen des Freistaats in Prozessen gegen Ausländer zu vertreten hat? Grund zu solcher Frage und für Schlagzeilen in bayerischen Zeitungen hat Ritter mit einem Buch gegeben, das er außerhalb seines Dienstes geschrieben hat, und das sich liest, als hätte ihm der Unmensch die Feder geführt. Der Titel: „Sturm auf Europa – Asylanten und Armutsflüchtlinge – Droht eine neue Völkerwanderung?“ Als Landesanwalt hat Ritter die Aufgabe, vor dem Verwaltungsgericht bei der Rechtsfindung mitzuwirken, wenn etwa ein Asylersuchen strittig ist oder über eine Abschiebung entschieden werden muß. Dabei ist er, bayerische Besonderheit, gleichzeitig abhängiger Vertreter des Staates und unabhängiger Vertreter des öffentlichen Interesses, muß also, ähnlich wie ein Staatsanwalt, sowohl zu Lasten als auch zugunsten eines Angeklagten ermitteln. Außer Dienst, in seinem Buch, zieht Ritter nun auf 143 Seiten gegen die „Vermischung der Rassen“ zu Felde. Er fordert die Abschottung Deutschlands und Europas vor einer Masseneinwanderung von „Armutsflüchtlingen“ aus der Dritten Welt. Sollte dies nicht geschehen, drohe Europa die „Hölle einer multikulturellen Gesellschaft“, verglichen mit der sogar „ein kommunistisches System noch wesentlich erträglicher“ sei.

Und so weiter und so fort.

Im Jahr 2000 eingeladen von der Tafelrunde …

Kann es verwundern, daß Manfred Ritter ein Schreiber, ein Gesprächspartner für die „Neue Ordnung“ ist. Das ist gesinnungsgemäß so zwangsläufig, wie das Huhn zum Ei, das Ei zum Huhn gehört.

Und wie zu „Verweise“ die „Heimseite“ gehört, kann die Tafelrunde gar nicht anders, als zu „Aula“ und „Zur Zeit“

Ehre Freiheit Vaterland - Österreich

 

„Historikerkommission“ der FPÖ wird so nutzlos, weil konsequenzlos sein, wie es eine „Holocaustkommission“ gewesen wäre. Ein Bericht ändert keine Gesinnung.

FPÖ Historikerkommission.png

Bei der Fülle an Literatur zur FPÖ, zum sogenannten dritten Lager aus den Jahrzehnten seit der Gründung von VdU stellt sich die Frage, was soll eine „Historikerkommission“ noch hervorbringen können, was nicht längst schon schriftlich dargelegt, ausgebreitet, erschöpfend beantwortet ist.

In den Collagen sind nur einige Beispiele für die Fülle an vorhandenem Material …

Aber es gibt bereits einen sehr guten Einblick, was es alles schon gibt, zur FPÖ, also zur nun montagsgemachten identitären Regierungspartei.

Historikerkommission Freiheitliche Partei Österreich

Nun der FPÖ das Heft in die Hand zu geben, breit über deren „Historikerkommission“ zu berichten, gar darüber sich Gedanken zu machen, wie müßte eine solche „Kommission“ zusammengesetzt sein, wie die Bedingungen sein, oder gar daran mitarbeiten zu wollen, heißt nichts anderes, als der FPÖ in die Falle zu gehen. An der Verleugnung mitzuwirken, es würde nichts zu dem geben, was jetzt die FPÖ behauptet aufarbeiten zu wollen. Ganz im Gegenteil. Zu dem gesamten FPÖ-Komplex gibt es mehr als genügend wissenschaftliche Arbeiten auf hohem Niveau.

Das mag der FPÖ selber nicht bekannt sein, weil sie zu sehr damit beschäftigt ist, die von ihren Medien

Der freiheitlichen ZZ ist eine Wiederlesung von Hans Grimm, einem der Lieblinge Adolf Hitlers, schon eine recht werte Empfehlung

Karl-Heinrich Waggerl – „Die befreiende Kraft einer wahrhaft großen Menschlichkeit“

Nazisein in der Beschreibung von FPÖ unzensuriert: „Verwicklungen mit dem NS-Regime“

Manfred Haimbuchner und der recht besondere Literaturkanon der FPÖ

Kapitel um Kapitel so weiter und so fort …

empfohlene Literatur zu lesen, und also je nie dazu kommt, das zu lesen, was alle Welt über sie weiß, eben durch die mannigfache Sachliteratur. Das aber wäre eine Unterstellung. Denn. Wer sonst als die FPÖ weiß besser, was sie in all den Jahrzehnten seit ihrer Gründung getan hat, weiß besser um ihre Verbindungen, Verflechtungen. Dazu braucht sie kein einziges Buch, dazu braucht sie keine einzige „Historikerkommission“.

FPÖ - Ideelle Kontinuität - Reinthaller - Strache - Festschrift 2016Und bereits ohne „Historikerkommission“ weiß die FPÖ recht genau um ihre „ideelle Kontinuität“:

FPÖ, 2016: „Idealisten der NS-Bewegung“

Eine Regierungspartei in Österreich will also alle mit dem beschäftigen, was bekannt ist, die Zeit von anderen Parteien, die Zeit von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, die Zeit von Medien für Unnützes mißbrauchen.

Was wird der Nutzen von dieser „Historikerkommission“ sein? Für die FPÖ selber wird der Nutzen sein, sich darstellen zu können als eine, die aufarbeitet, aber sie gibt vor, etwas aufarbeiten zu wollen, das bereits, nicht von ihr, aufgearbeitet ist und fortwährend weiter aufgezeigt wird. Allen anderen im Land ist es ein Null-Nutzen.

Und die wesentlichste Frage im Zusammenhang mit dieser „Historikerkommission“ ist: Was werden die Konsequenzen sein, wenn irgendwann ein Bericht dieser „Historikerkommission vorliegen wird? Ein Bericht, den alle einschließlich der FPÖ nur gelangweilt ob des ohnehin bekannten Inhalts lesen werden können.

Was werden die Konsequenzen daraus sein?

Wird die FPÖ einen Gesinnungsmillimeter anders agieren?

Werden ihre Funktionäre und Mandatarinnen und montagsgemachten Minister und Ministerinnen einen Gesinnungsmillimeter anders agieren, reden, schreiben?

Wird die wutblasse und blutgierige Schreibstaffel der FPÖ unzensuriert einen Tropfen Blut weniger fordern?

Wird Südtirol aufgegeben werden und damit das „Wiederbeleben des Faschismus“?

Wird das Ehren eines Antisemiten durch Medaillenverleihungen im Parlament enden?

Wird der montagsgemachte Vizekanzler auf Matteo Salvini, für den der Vizekanzler ein „Vorbild“ ist, einwirken,

Ein Mann geht vom Reden zum Schießen über – Auskunft über Forza nouva, Casa Pound, Lega Nord kann in Österreich FPÖ recht genau geben

nicht weiter gegen Menschen zu hetzen, damit nicht wieder und ein nächster Liga-Nord-Kandidat auf Menschen schießt mit der Waffe Glock aus Österreich?

Und so Frage um Frage weiter und so fort.

Das werden nicht die Konsequenzen sein. Die FPÖ wird weitermachen, wie bisher, wie es ihre Gesinnung ihr vorschreibt. Denn. Sie hätte längst schon, bei Vorliegen dieser Fülle an Literatur, die Konsequenzen ziehen können. Nichts hat sie gezogen, bloß noch eine schärfere Grenze gegen das Denken, die totale Ausgrenzung des Denkens vollzogen.

Wie unnütz diese „Historikerkommission“ sein wird, wie ein weiter Bericht bloß fabriziert werden wird, also vollkommen unnütz, weil konsequenzlos sein wird, kann am besten durch einen Verweis auf die Vergangenheit illustriert werden. Und weil in Österreich gar so auf die zwölf madigen Jahre des deutschen reiches gestarrt wird, soll den mit Wohlschauer davor hoppelnden Kaninchen, wie in Von Märtyrern und Bluthunden ausgeführt, was es mit den Kaninchen auf sich hat, die Referenz erwiesen werden und ein nachvollziehbares, eindrückliches Bild gezeichnet werden.

Angenommen, das deutsche reich hätte, weil es doch so viele wußten, als Reaktion darauf beschlossen, eine „Holocaust-Kommission“ einzusetzen. Was wäre die Konsequenz nach Vorliegen des Berichts gewesen? Das Schließen der Vernichtungslager? Das Beenden der Massenmorde? Das Aufgeben der Massenverbrechen?

Ein Bericht ändert keine Gesinnung.

Trotz der Fülle an Literatur, an Berichten, an Schilderungen von Menschen, die das durchleben mußten, an Gerichtsurteilen, an Protokollen über die Massenmordzeit des deutschen reiches hat es Menschen aus und im Umfeld dieser nun montagsgemachten Regierungspartei nicht abgehalten, darüber so zu sprechen, wie es ihre Gesinnung ihnen diktierte …

NS In der „Koordinierungsgruppe“ für die „Historikerkommission“ wird, ist nun am 13. Februar 2018 zu lesen, auch Harald Stefan …

Harald Stefan in der Hofburg: „Positive Leistungen der Deutschen Wehrmacht“

…. ein Mann, dem „wesentliches Element, ist die Umdeutung der Geschichte“.

Zu Mölzer, Kabas, Nemeth, die ebenfalls in dieser Historikerführungsgruppe nun sind, wie zu lesen ist, ist nichts mehr hinzuzufügen, was nicht schon geschrieben wurde:

Lothar Höbelt hat seine Vergangenheit bereits aufgearbeitet: „8. Mai 1945: Tag der Niederlage“ nach dem „sogenannten Holocaust“.

ÖVP mit Kurz und FPÖ mit Nemeth: Olymp der Veränderungen

Ein Bericht ändert keine Gesinnung.

Identitäre Regierungspartei - Historikerkommission

 

Von Märtyrern und Bluthunden

Bluthund und Märtyrer - Bluthündin und Märtyrerin.png

So schnell die Aufregung kam, so schnell ging diese auch wieder.

So schnell wie kurz.

Und noch etwas ist sehr kurz in diesem Land. Oder. Sehr klein in Österreich. Das Gedächtnis. Das läßt sich auch an der kurzen Aufregung um den Sprecher des montagsgemachten Vizekanzlers ein weiteres Mal zeigen.

Kaum schreibt der Sprecher des Vizekanzlers das Wort „Blutzeuge“, geholt aus deren Wissensbunker, ist die Reaktion darauf: „Nazi-Ausdruck“. Beispielsweise von Helmut Brandstätter, wie in der Collage zu lesen ist.

Wie Karnickel wird in Österreich alles auf die Nazi-Zeit hin gerammelt. Alles klein-und-kurz-gerammelt auf die madigen zwölf Jahre des deutschen reiches. Aus der Geschichte stets die Nazi-Zeit herausgerammelt.

Dabei ist die Vorgeschichte gerade für die Gegenwart von größerer Bedeutung. Die madigen zwölf Jahre sind zwölf Jahre von Verbrecherinnen und Verbrechern, von Mördern und Mörderinnen. Die Mittel aber für ihren Massenmordzweck wurden ihnen in die Wiege gelegt, von ihren Vätern, Müttern, Großvätern, Urgroßvätern, Urgroßmüttern, Onkeln, Tanten, Uronkeln, Ururtanten, Urururur… und so weiter und so fort.

Was kommt nun, das ist die entscheidende Frage, aus dieser Wiege gekrabbelt, wird an die lange, lange Vorgeschichte, die zum Nationalsozialismus führte, gedacht. Welche Mittel noch genommen, vor allem für welchen Zweck?

Wofür auch das Wort „Blutzeuge“ ein Beispiel ist. Es ist ein altes Wort. Eingedeutscht. Und es heißt nichts anderes als Märtyrer. Es ist im sogenannten christlichen Österreich ein katholisches Wort. Wie viele Märtyrerinnen werden noch immer verehrt, angebetet …

Verwundert es, daß gerade die FPÖ so recht viel der christlichen Tradition Wert beimißt?

Nichts Geistiges kam von den Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen selbst; sie plünderten nur, wo sie konnten, für ihren Zweck des Mordens. Sie waren nur Mordwerkzeuge, programmiert in Jahrhunderten.

Abgerichtete, mit geistigem Unrat gefütterte und überfressene Bluthunde … Auch „Bluthund“ ist ein altes Wort, lange vor Thomas Mann geläufig. Aber Thomas Mann verwendete es für einen Mann, der für Nationalsozialistinnen und Nationalsozialisten zum „Märtyrer“ gemacht wurde, einer von den vielen Bluthunden und Bluthündinnen: Reinhard Tristan Eugen Heydrich …

Tristan, ein Vorname, zu dem unweigerlich ein Wochenmagazin einfällt:

„Es sollten alle Juden in einer Aufführung von Nathan verbrennen“ – Für die freiheitliche ZZ aber sind Wagners Zeilen antisemitismusfrei

Wann immer also einer oder eine aus der nun montagsgemachten identitären Regierungspartei mit einem Zitat kommt, wie beispielsweise des Vizekanzlers Sprecher mit „Blutzeuge“ soll dem nicht mit Aufregung begegnet werden, mit dem Gekreische von der Nazi-Zeit, sondern entgegnet werden, sie oder er solle nicht diese Zeit mit Begriffen wie „Märtyrer“ verharmlosen oder schlimmer noch … Denn es waren keine „Blutzeugen“, es waren wutblasse und blutgierige Täter und Täterinnen, es waren Bluthunde und Bluthündinnen.

Wer in der nationalsozialistischen Massenmordtotaldiktatur hohe und höchste Positionen hatte, war kein Zeuge, sondern Regimetäter und Regimetäterin, und daran ist auch nicht zu rütteln, wenn der eine oder andere Regimetäter manchen Menschen half, wie etwa Reinthaller einem Leopold Figl …

Und es sollte sich, wenigstens nun im 21. Jahrhundert herumgesprochen haben, daß auch nicht mehr von „Idealisten der NS-Bewegung“ gesprochen und geschrieben werden kann, wie in der Festschrift 2016 der FPÖ. Von Idealismus im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus kann nur sprechen und schreiben, der im Nationalsozialismus noch Ideale sieht, die erstrebenswert sind.

NS Und wie gesinnungsgetränkt Harald Vilimsky darauf reagiert auf der Plattform des Unternehmens Twitter zu der Auseinandersetzung zwischen Martin Glier und Helmut Brandstätter über die Bluthunde, die für Martin Glier „Märtyrer“ sind, kann in der Collage gelesen werden.  Die übliche Übersetzung ist zwar „Gezwitscher“, aber im Fall von Harald Vilimsky darf es freier übersetzt werden: Er, Vilimsky, bellt nicht nur gegen Helmut Brandstätter, sondern er bellt es auch gleich als Vollzugsmeldung seinem Vizekanzler, der für „ideelle Kontiunität von Reinthaller bis zu … steht, daß er gegen Helmut Brandstätter recht ordentlich bellte.

NNS Ebendieser Harald Vilimsky soll nun, ist zu lesen, auch bei der „Historikerkommission“ eine „Schlüsselrolle“ … nun, was die FPÖ bräuchte, ist keine „Historikerkommission“, sondern eine Gegenwartsschulung, eine Denkschulung in Anbetracht der fehlenden Denkbereitschaft …

Lothar Höbelt hat seine Vergangenheit bereits aufgearbeitet: „8. Mai 1945: Tag der Niederlage“ nach dem „sogenannten Holocaust“.

jedoch beispielsweise weder Höbelt-Kabas noch Mölzer als Lehrende …

Harald VIlimsky bellt gegen Helmut Brandstätter und meldet gleich seinem Vizekanzler

 

Perpetuum austrile

Montanuniversität Leoben - Leder Burschenschaft - 2018 wie 2002

Die Burschenschaft Leder hat sich wieder einmal recht hervorgetan. Womit, das muß nicht ausgeführt werden. Es gibt dazu Medienberichte. Ihre Reaktion darauf: Ahnungslosigkeit über ihr Tun, plötzliches Unwissen darüber, welches Bild aus welcher Zeit sie einsetzt, um ihre gesinnungsgemäße Sicht von „Gesundheit“ zu verbreiten. Und das nicht vor Jahrzehnten, das nicht vor etlichen Jahren, sondern …

Die Burschenschaft Leder hat 2018 eine E-Mail-Adresse, wie in der Collage gelesen werden kann: leder@unileoben.ac.at … wie auch schon 2002.

Es wird Dr. W. Pöhl nicht mehr der Rektor der Montanuniversität sein. Es interessiert auch nicht, wer nun der Rektor ist, eine Rektorin wird es wohl nicht sein. Und es interessiert auch nicht, welche Antwort im Jahr 2018 kommen würde, auf die Frage, weshalb die Leder Burschenschaft weiter mit solch einer Adresse Gewicht …

Es wird die Antwort kaum anders als 2002 ausfallen,  als die Antwort von Rektor Dr. W. Pöhl also. Vielleicht. Aber das ist nicht gesagt. Würde der Rektor diesmal die Beantwortung nicht der Burschenschaft Leder …

Menschen träumen seit einer Ewigkeit von einem Perpetuum mobile. In Österreich ist es verwirklicht. Zwar nutzlos, unproduktiv. Aber, wie auch das Beispiel Leder Burschenschaft zeigt, es funktioniert. Es darf aber, weil es für die Menschen keinen Nutzen bringt, keinen Mehrwert den Menschen, gar keinen Wert erbringt, nicht Perpetuum mobile genannt werden, von dem Menschen seit jeher sich Glück und Zukunft, kurz: ein gutes Leben, erhoffen, sondern Perpetuum austrile: es läuft und läuft und läuft – und bewegt sich dabei keinen Millimeter.

Damals, 2002, ging es darum:

Ob es anläßlich der Nationalratswahl 2003 noch die Homepage der Burschenschaft Leder geben wird, die u.a. die Geschichtsinterpretation eines Prof. Diwald anerkennt, der Auschwitz in Frage stellte, oder auch die Homepage der im April 2002 gegründeten NPÖ, welche u.a. die Republik Österreich als »Bundesrepublik« bezeichnet?

Sehen Sie es für eine österreichische Universität als vereinbar an, den elektronischen Schriftverkehr der Burschenschaft Leder über eine universitätseigene E-mail-Adresse („leder@unileoben.ac.at“) abwickeln zu lassen, die eine derartige Geschichtsinterpretation anerkennungswürdig befindet und die als ihr „Vaterland“ Deutschland …

Und aus den Antworten der Montanuniversität Leoben darauf, 2002:

Die Burschenschaft Leder ist eine von der Montanuniversität Leoben unabhängige Vereinigung, die durch ihre eigenen Organe handelt und nach außen hin vertreten wird. Ich habe mir deshalb erlaubt, Ihre Anfrage zuständigkeitshalber an die Burschenschaft Leder weiterzuleiten. Mit freundlichen Grüßen! Dr. W. Pöhl, Rektor

Die studentischen Verbindungen leisten insgesamt direkt oder indirekt einen wesentlichen Beitrag zur Pflege der Kontakte der Universitäten zu ihren Absolventen. Insoweit ist es nur verständlich und sachlich gerechtfertigt, dass man selbst auch ein Mindestmaß an Gegenleistung erbringt.
Ich darf Ihnen bestätigen, dass ich gesetzwidrige Handlungen an der Montanuniversität Leoben nicht dulde. Sollte sich etwa eine studentische Verbindung außerhalb der geltenden Rechtsordnung bewegen, würde ich selbstverständlich die erforderlichen Maßnahmen ergreifen. Erfreulicherweise bestand jedoch bis heute dazu kein Anlass. Glückauf! Dr. W. Pöhl, Rektor

Der gesamte Schriftverkehr kann gelesen werden in Gefangen, auch im Erinnern … 2018 in Österreich ist auch 2002, und das nicht nur bezogen auf die Montanuniversität.

Perpetuum austrile eben …

Perpetuum austrile hat keinen Zeitmesser der üblichen Art eingebaut. Und dieser wäre auch eine vollkommen unnütze Vorrichtung, in Österreich Zeit auf die übliche Weise zu messen. Dafür gibt es eine andere Art von Messung, um das Vergehen zu spüren, zum Beispiel:

Von Lederuniversität bis Diwald: ein Mölzer …

Von Mölzer zu Mölzer: ein Bildungssprecher …

Von Zur Zeit zu Unzensuriert: eine FPÖ

Von Burschenschaften zu NR Prä… III: ein Odin

Von identitärer Parlamentspartei zu identitärer Regierungspartei: Ein Kurzschüssel

Von Figl zu Kurz: ein Reinthaller

Und so Kapitel für Kapitel weiter und weiter …

Von Leoben Lederuniversität zu Diwald - ein Mölzer

 

 

Burschenschaften wurden schon, kurz gesagt, von Nazis als überholt angesehen – Was sagt das über Österreich 2018?

Österreich 2018 - Burschenschaften überholte Einrichtungen

Daß bereits Nazissen Burschenschaften als überholte Einrichtungen sahen und von weiten Teilen der NS-Bewegung abgelehnt wurden, ist zwar bereits im Kapitel Norbert Hofer aus der hoferischen Ramschbude wird mit burschenschaftlicher Fürrede eingeschaltet ausgeschickt eingehend zitiert, erzählt auch der Nazis verwirklichtes deutsches Lagererbe, das diese ihnen vermachten, aber beim Ansehen der gestrigen Diskussion im österreichischen Fernsehen wurde augenblicklich gedacht, das verdient ein eigenes Kapitel.

In diesem Österreich des Jahres 2018 wird also ausgiebig über Burschenschaften diskutiert, ohne einmal zu sagen, das sind doch überholte Einrichtungen. Was sagt das über das Österreich im 21. Jahrhundert?

Mit Huch und Weh und Schaudern wird wohl auch dabei sein, wird nun bemängelt, daß jetzt so viele Burschenschafter und wohl nur eine Mädelschafterin hohe und höchste politische Mandate in Österreich innehaben, daß jetzt Burschenschafter wichtige Positionen im Staatsdienst besetzen. Gestellt von einer einzigen Partei, von der nun montagsgemachten identitären Regierungspartei. Was sagt das über diese Partei, also über die FPÖ, aus, deren Personal überwiegend aus Einrichtungen kommt, die bereits weite Teile der NS-Bewegung als überholte Einrichtungen ansahen und ablehnten?

Was sagt das über die ÖVP auf Bundesebene, was sagt das über die ÖVP auf Landesebene, was sagt das über die SPÖ auf Landesebene aus, die mit einer Partei mit überwiegendem Personal aus überholten Einrichtungen koalieren?

Was sagt das über Medien in Österreich aus, die vor allem Männer aus überholten Einrichtungen hervorholt, um über überholte Einrichtungen zu befragen, überholte Einrichtungen verteidigen zu lassen? Medien sind keine Samariterinnen, die Gnadenbrote verteilen. Eine gute Tat wollen sie damit nicht erbringen, also etwa einen ehemaligen Mandatar oder einen alten Vater, dessen Sohn Bildungssprecher dieser Partei ist, im Ausgedinge mit dem Lutschen am Mediengnadenscherzerl das Leben nicht gar so leer, allein und kalt …

Es ist nicht pauschalierend, generell zu fragen:

Was sagt das also alles über Österreich im 21. Jahrhundert aus?

Mit solch einem Umgang, der selbst als ein überholter anzusehen ist, mit überholten Einrichtungen, mit solch einem Personal aus überholten Einrichtungen ist, und das ist das Schlimmste, was gesagt werden kann, kurz zusammengefaßt: keine Gegenwart und schon gar nicht eine …

Wissensbunker in Österreich nicht nur für eine Gesinnungsschaft

Österreich 18 - ÖVP FPÖ Regierung

Nun gibt es eine Aufregung um Martin Glier, weil er etwas von Metapedia … Es wird wohl, kann wieder erwartet werden, bald verlangt werden, der montagsgemachte Vizekanzler müsse sich von solch einem Angestellten trennen.

Denn.

Es wäre nicht das erste Mal, daß in Österreich verlangt wird, die Angestellten hätten die Verantwortung zu übernehmen. Stellvertretend darf zur ehrenvollen Erinnerung dabei an Barbara Prammer gedacht werden, die vom damaligen NR Präsidenten III wacker forderte, er solle sich von seinen Mitarbeitern trennen …

Es ist aber nicht der FPÖ allein vorbehalten, daß ihre Mitarbeiter und Dienstnehmerinnen einzustehen haben, wie erst die im Jänner 2018 erfolgte Verantwortungsabschiebung in der AfD …

Zurück aber zum montagsgemachten Vizekanzler.

Ist es nicht die vornehmste Auszeichnung für Angestellte, loyal gegen ihre Dienstgeber und Dienstgeberinnen zu sein? Martin Glier scheint dies recht zu sein, vielleicht mehr noch, „idealistisch“ loyal. Und aus welchem Bunker soll ein loyaler und idealistischer Mitarbeiter sein Wissen holen, als aus ebendiesen, der rechtes Ansehen in seiner Gesinnungsschaft genießt?

Wie hilfreich doch Metapedia dieser Gesinnungsgemeinschaft zur Seite steht; erst vor wenigen Tagen konnte darüber ein Kapitel beendet werden. Als FPÖ unzensuriert wohl nicht wußte, wie auf die Schnelle den Begriff „Kulturmarxismus“ zu erklären, ein Link zu Metapedia, und alles ist im rechten Licht …

Metapedia, Quelle des Wissens von FPÖ unzensuriert, Verlautbarungsorgan der identitären Regierungspartei in Österreich

Metapedia läßt dieser Gesinnungsgemeinschaft auch Träume Wirklichkeit werden, wenn vorerst auch nur im Wissensbunker, daß der zurzeitige Infrastrukturminister ein „deutscher Politiker“ … aber auch Metapedia hat Träume, wünscht sich, daß er wieder für FPÖ unzensuriert schreiben möge …

„Hofer, Norbert Gerwald – deutscher Politiker – schreibt für das Netzportal ‚unzensuriert’“

Metapedia hält auch das Wissen bereit über die Rechtgroßen dieser Gesinnungsgemeinschaft, wie eben erst in einem Kapitel erzählt werden konnte, beispielsweise über Anton Reinthaller, diesen „idealistischen Nationalsozialisten“, von dem Aussagen auch in einer „zeitgenössischen Rede“ des zurzeitigen Vizekanzlers vorkommen könnten, wie zu lesen ist in

FPÖ, 2016: „Idealisten der NS-Bewegung“

Metapedia würdigt auch die Elite des hiesigen Journalismus …

„Journalistenwatch“: rechtspopulistischer respektive österreichischer Block „für Deutschland“

Sollte Martin Glier nun seinen Posten verlieren, weil wackere Menschen erfolgreich von ihm Konsequenzen für seinen Vizekanzler einmahnten, er wird wohl bald wieder eine Anstellung finden, etwa im ORF, der Menschen braucht, die neue Quellen erschließen, gerade jetzt, da Metapedia lästigerweise breit anrüchig wird …

ORF findet neue Wissens- und Informationsquellen

Vielleicht kann Martin Glier als Eintritt in den ORF beispielsweise die Lobby des deutschen reiches in den Grenzen vom 31. August 1939 mitbringen, eine Site,

fpö untensuliet – deutscherobby: lechz und lechz

die zur Seite dieser seiner Gesinnungsgemeinschaft steht …

Und wenn Martin Glier gegangen worden sein wird, sind jetzt schon die Worte vom Vizekanzler zu hören, so einer habe keinen Platz in seiner geführten Gesinnungsschaft, in Anlehnung an seine Worte zu Burschenschaften und Antisemitismus … Aber die Burschenschaften waren, wie eben erst vom ehemaligen Vizekanzler verlautbart,

Kellerpuppe aus der hoferischen Ramschbude wird mit burschenschaftlicher Fürrede eingeschaltet ausgeschickt

sind ohnehin stets recht in Ordnung, verboten wie sie waren, von Adolf Hitler, dessen Gesinnungsschaft gar viel von ihnen lernte …

NS Martin Glier weiß, fällt gerade ein Kapitel ein, wer zurückzutreten hat, nicht ein Angestellter oder eine Mitarbeiterin hat ihren oder seinen Posten zu verlieren, sondern …

Was NR Gerhard Deimek von der identitären Gemein-Schaft zu „Vierteilen“ einfällt – „Staatsgage“

Kellerpuppe aus der hoferischen Ramschbude wird mit burschenschaftlicher Fürrede eingeschaltet ausgeschickt

Norbert Steger - Burschenschaften

Nun schickt die FPÖ vor allem ihre Männer aus, um ihre Sicht der Burschenschaften zu verbreiten, zur Rettung der montagsgemachten identitären Regierungspartei und damit überhaupt zur Rettung der Strachkurzhofer in Österreich.

Wenn die Gemeinschaft in Gefahr ist, ihre erst montagsgegebene Macht zu verlieren, hält es auch einen Norbert Steger nicht mehr im Keller, folgt er dem Ruf, die Reihen schließen, und hinaus in die Öffentlichkeit, hinein in die Redaktionsstuben, zu erzählen, ja was …

Der FPÖ-Grande mahnt in der aktuellen Debatte zur Differenzierung und verwehrt sich insbesondere gegen Pauschalierungen gegenüber der FPÖ. „Immer unerwähnt bleibt in der öffentlichen Diskussion, dass nach Kriegsende Nazis auch zur SPÖ und ÖVP gegangen sind, Ministerposten bekamen. Immer unerwähnt bleibt, dass Hitler die Burschenschaften aufgelöst hat.“

Erstens. Es ist wahr. Nationalsozialistinnen und Nationalsozialisten gingen nach 1945 zu den Parteien SPÖ und ÖVP, aber, und das sagt Norbert Steger nicht, um diese Parteien nach ihrer Gesinnung auszurichten, ihre Gesinnung weiterleben zu können. Dafür mußte eine neue Partei gegründet werden, zuerst der VDU und dann die FPÖ. Stellvertretend sei dazu nur Reinthaller erwähnt, von dem „Aussagen“, wie es in der FPÖ-Festschrift 2016 heißt, auch in einer „zeitgenössischen Rede“ des zurzeitigen Vizekanzlers stehen könnten.

Zweitens. Und mit der Erwähnung, Hitler habe die Burschenschaften aufgelöst, erreicht Norbert Steger seine Höchstform, wie sie nur im Geisteskeller erreicht werden kann. Wie das mit der „Auflösung“ tatsächlich war, das auszubreiten, das würde hier zu weit führen. Kurz gesagt, die stegerische Darstellung dient lediglich dazu, ein falsches Licht für die Burschenschaften einzuschalten, es soll Licht auf die Burschenschaften werfen, aber tatsächlich beläßt es die Burschenschaften in der Dunkelheit, die der Strachkurzhofer dienlich ist.

Und eines noch. Hitler habe, muß Norbert Steger also unbedingt erwähnen, die Burschenschaften aufgelöst. Das muß, um für einen Moment der stegerischen Kurzfassung zu folgen, eine für die Burschenschaften wahrlich löbliche Tat von Adolf Hitler gewesen sein, für die sie ihm dankbar zu sein scheinen. Sonst würden sie nicht davon singen, seine Massenmorde fortsetzen zu wollen, wie jetzt allen etwa durch das Lied der Germania, zu der sich ein freiheitlicher Mandatar hingezogen fühlte, wohin sonst sollte sich ein Landbauer hingezogen fühlen, in Österreich bestens bekannt.

Es könnten noch viele Beispiele für burschenschaftliche

Ein deutscher Dichter der Burschenschaft Suevia: „Das Feuer von Auschwitz behüten und schüren.“

Burschenschaft Brixia – „Kaderschmiede nationaler und rechtsextremer Gesinnung“

Zur Ewiggestrigkeit eine Presseaussendung der freiheitlichen Mädelschaft

Burschenschaften – Die ungebrochene Liebe zum Feuer

Dankbarkeit und Ehrerweisung gegen Adolf Hitler angeführt werden. Aber. Es ist tatsächlich belanglos und vollkommen falsch, was Norbert Steger in seiner Fürrede für die Burschenschaft meint. Wenn, so die Ansicht von Norbert Steger (die er verbreitet wissen will), die Burschenschaften für die Zeit des massenmörderischen Nationalsozialismus weißgewaschen werden können, dann ist alles gut, ach, dann sind die Burschenschaften gut. Das ist Norbert Steger nicht einmal vorzuwerfen. Darin ist er nur ein squirt of austrian time

Stets wird in Österreich auf die madigen zwölf Jahre des deutschen reiches gestarrt, als hätten diese eine Ewigkeit gedauert, als hätten die Nationalsozialisten und die Nationalsozialistinnen alles aus sich selbst geschöpft. Die Wahrheit aber ist, alles, was sie verbrecherisch und massenmörderisch taten, empfingen sie von ihren Ahnen, lehrte ihnen ihre Ahnen …

Und davon kann Norbert Steger die Burschenschaften nicht weißwaschen, mit seiner Verkürzung auf die madigen zwölf Jahre des deutschen reiches

Was alles könnte angeführt werden. Es soll nur beispielhaft genannt werden. Wie Bücher angezündet werden, das lernten die Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen von … ja, von wem sonst als von …

Das Schlechte aber zetteln die Burschenschafter

Tatsächlich ist, was Norbert Steger spricht, diese Kellerpuppe, nun ausgeschickt zur Verteidigung, belanglos. Sie kann nur das sprechen, was ihr vorher aufgesprochen wurde, etwa das, Hitler habe … Aber Norbert Steger kann dafür nicht verantwortlich gemacht. Eine Puppe kann nicht prüfen, ob eine Quelle vertrauenswürdig, sie kann nur das ihr Programmierte wiedergeben, vorausgesetzt, es schaltet sie wer ein … Ein Aufsprecher und ein Einschalter von ihr könnte beispielsweise der zurzeitige Infrastrukturminister sein …

Lustig ist, um zu einem Schluß zu kommen, wie noch im Jahr 2018 Burschenschaften verteidigt werden, während bereits vor Jahrzehnten

„weithin breite Teile der NS-Bewegung die Burschenschaften als bürgerliche und historisch überholte Einrichtungen ablehnten“.

Dem von Wolfgang Benz herausgegebenen „Handbuch Antisemitismus – Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart“ kann nicht nur so etwas Lustiges entnommen werden. Es erinnert ebenfalls daran, was wären die Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen ohne Burschenschaften gewesen? Wie wären sie je beispielsweise auf den „Arierparagraphen“ gekommen? Auch eine Leistung aus Österreich: „Linzer Programm“, 1885.

Nach Linz zieht es die Mannen und Frauen weiterhin, das kann nicht verwundern, bei solch einer Tradition, dort den Eid auf die Treue zu erneuern, wo alles begann, das länger währt als madige zwölf Jahre …

Und Norbert Steger selbst? Nun, wer keine Kellerpuppe ist, wird sich ein Urteil selbst bilden können …

Norbert Steger steht zu seiner jüdischen Adoptionsfamilie: „Ich selbst hab‘ mit ihnen aber nur den Namen gemeinsam.“

Höchste Zustimmung und Unterstützung für Norbert Steger – „Wehret den Anfängen!“

Nun aber wirklich enden. Die österreichische Misere ist, daß es nicht nur die FPÖ ist, die „überholten Einrichtungen“ die Säbel zum Auftritte in der Hofburg poliert …

Burschenschaftliche Geschichtslügen, Gegenwarts- und Geschichtsfälschungen – veröffentlicht „Die Presse“

NS Es wird nun oft gefragt, wie groß der Einfluß der Burschenschaften auf die zurzeitige Regierung in Österreich, ob sich dieser im Regierungsprogramm finde; eine Stelle im Regierungsprogramm von ÖVP und FPÖ erzählt von diesem unmißverständlich:

Im Gedenkjahr 2018 eine ÖVP-FPÖ-Regierung: Schaften, geht voran!