Ball the bubble

Martin Thür: Sie haben mit Herbert Kickl auch erstmals einen Minister dem Amt enthoben. Sie haben später gesagt, Zitat: er sei eine Belastung gewesen. Aber warum eigentlich, gegen ihn wurden ja keinerlei Vorwürfe im Rahmen von Ibiza erhoben.

Their best man: Darf ich Sie daran erinnern, daß ich Herbert Kickl nicht einfach entlassen habe. Das darf ich nämlich gar nicht, das könnte ich gar nicht.

Martin Thür: Auf Vorschlag des Bundeskanzlers.

Their best man: Auf Vorschlag des Bundeskanzlers Sebastian Kurz. Und diesem Vorschlag bin ich nachgekommen.

Martin Thür: Aber Sie empfanden ihn eine Belastung, also zu dieser Entlassung stehen Sie nach wie vor?

Their best man: Nach wie vor.

Martin Thür: Öffentlich haben Sie Sebastian Kurz nach den Hausdurchsuchungen vom 6. Oktober des letzten Jahres ja nie zum Rücktritt aufgefordert. Haben Sie damals eigentlich hinter den Kulissen gemacht?

Their best man: Was hinter den Kulissen, das heißt, im diskreten Rahmen hinter der Tapetentür –

Martin Thür: Im persönlichen Gespräch.

Their best man: Persönlichen Gespräch besprochen wird, bleibt, ist vertraulich und bleibt vertraulich.

Martin Thür: Aber hätte Sebastian Kurz nach dem 6. Oktober Ihr Vertrauen gehabt?

Their best man: Nach dem 6. Oktober letzten Jahres?

Martin Thür: Nach den Hausdurchsuchungen, nach den ganzen Vorwürfen.

Their best man: Er hat die Konsequenzen gezogen und das ist seine persönliche Entscheidung. Ich habe dann gedacht, wenn Sebastian Kurz ins Parlament geht, als Abgeordneter, als Klubobmann, das wird nicht lange dauern, weil das Parlament ist nicht seine Bühne, das war offenkundig.

Sebastian Kurz, zweimal für kurz gewesener Bundeskanzler, schlägt dem Kandidaten als Bundespräsidenten, das ist auch die Aufgabe einer Bundeskanzlerin, Herbert Kickl als Minister vor, und der Bundespräsident als Wiederkandidat hievt Herbert Kickl in das Amt einer Ministerin. Sebastian Kurz, zweimal für kurz gewesener Bundeskanzler, schlägt dem Kandidaten als Bundespräsidenten vor, Herbert Kickl als Minister zu entlassen, und der Bundespräsident als Wiederkandidat enthebt Herbert Kickl seines Amtes als Minister — ein Ball in diesem nicht videogefilmten Spiel des Sebastian Kurz, des zweimal für kurz gewesenen Bundeskanzlers, das findige Programmierende vielleicht genannt hätten: Ball the bubble.

Der Spielverlauf hätte aber auch dieser sein können, wenn Sebastian Kurz, der zweimal für kurz gewesene Bundeskanzler, sein Spiel gewonnen hätte. Dann hätte Sebastian Kurz als Bundeskanzler Herbert Kickl noch einmal dem Bundespräsidenten für das Amt eines Ministers vorgeschlagen, jedoch für ein anderes Ressort, und der Bundespräsident hätte Herbert Kickl wieder in das Amt einer Ministerin gehievt, wie segensreich das gewesen wäre, das hätten alle Menschen in Österreich kurz darauf erfahren, Österreich coronaerstrahlt —

Und der Wiederkandidat hätte an diesem letzten Montag, 23. Mai 2022, gesagt, wenn er dann je zur Angelobung gefragt worden wäre, er stünde nach wie vor zur Angelobung von Herbert Kickl als Sozialminister —

Das Spiel ging anders aus. Das lag nicht am Wiederkandidaten. Der Spieler konnte darauf Vertrauen, bis zuletzt, auch noch bis nach dem 6. Oktober, daß dieser auf der vorgeschlagenen Bahn … Nur, der Spieler brachte nicht mehr alle seine aufgeschlagenen Bälle … Es gab also keinen weiteren Vorschlag, Herbert Kickl erneut in ein Amt eines Ministers zu heben, aber sein Trost für spätere Zeiten wird sein, einst zu seiner Ehr‘ stolz erzählen zu können, der Herr Bundespräsident habe ihm gedankt …

Gespielt aber muß werden, und es wird weiter gespielt, und jetzt will der Kandidat selbst spielen, nicht mit Bällen, sondern mit Karten —

Die erste Karte spielte er kurz vor den letzten Weihnachten aus und gleich den Joker als große Ansage in großer Zuversicht, wieder damit …

„Das ist glatter Betrug so etwas!“

Martin Thür: Der wohl berühmteste Satz Ihrer ersten Amtszeit ist das bekannte „So sind wir nicht“, gesagt nach Ibiza, gemünzt ganz dezidiert auf Heinz Christian Strache und seine Aussagen dort. Nach den zahlreichen Chat-Affären und Korruptionsermittlungen gegen Mitglieder der ÖVP-Bundesregierung habe ich ähnliche klare Worte von Ihnen nicht gehört. Was ist denn an Ibiza anders als an der ÖVP-Chat-Affäre?

Their best man: Da sehe ich schon deutliche Unterschiede. Wenn Sie sich erinnern an diesen Freitag, glaube ich, wo im ORF abends dieses Video gespielt wurde, da waren doch drei Dinge. Der bewußte Versuch der Untergrabung der Pressefreiheit, Stichwort Übernahme der Kronen-Zeitung, da war, das, äh, äh, der Versuch in dieser Rede zu erklären, wie man denn Ausschreibungen so manipulieren kann, daß sie nur einer bestimmten Firma zukommen und anderen nicht. Das ist, das ist glatter Betrug so etwas. Und den dritten Punkt, was war der dritte Punkt überhaupt? Es waren jedenfalls Sachen, wo man sich sagen mußte, so geht das wirklich nicht, ein Politiker, der so denkt, ist in seinem Amt fehl am Platz.

Martin Thür: Aber bei der ÖVP, die Vorwürfe gegen Sebastian Kurz und seine Mannschaft, gegen Sophie Karmasin und gegen andere sind ja geschobene Umfragen, auch die Beeinflußung von Medien, zum Teil auch der Einsatz von Steuermitteln dafür. Das erinnert Sie nicht auch an Ibiza?

Their best man: Meines Wissens ermittelt hier die Justiz, die Staatsanwaltschaft wird bei passender Gelegenheit zu entscheiden haben, wird das Verfahren fallengelassen oder gehen sie vor Gericht. Und bis dahin gilt für mich die Unschuldsvermutung.

Martin Thür: Das tut sie auch bei Ibiza.

Ein Videospiel. Gespielt bis tief in die Nacht hinein. Und wenn Männer spielen, muß es mit viel Alkohol sein. Aufgedunsen durch Alkoholika und, spielen Männer auch noch vor Frauen, plustern sich Männer, um Frauen zu gefallen, zusätzlich auf, ihr Gelalle summt ihnen wie der schönste Lockgesang im eigenen Ohr.

Ein Videospiel – ohne „Einsatz von Steuermitteln“, ohne „Beeinflußung von Medien“ – löst beim Kandidaten aus, zu denken, „ein Politiker, der so denkt, ist in seinem Amt fehl am Platz“, das ist dem Kandidaten „glatter Betrug“, beweist der Kandidat, frei von jedweder Unschuldsvermutung zu sein, so gar recht unabhängig, Schuld und Unschuld zu vermuten.

Das Amt, für das der „Politiker“ dem Kandidaten nach dem Videospiel „fehl am Platz“ war, plötzlich fehl am Platz war, erhielt dieser von dem Kandidaten höchstselbst zu einem Zeitpunkt, als sein alkoholfreies und gesangloses Denken mehr als bekannt war, sein durch Handlungen und Verbindungen offenbartes Denken —

Es könnte Ironie genannt werden, daß dieser „Politiker“ ausgerechnet auf einer Insel vom Platz fiel, während er auf der sicheren Insel für sein Gedankengut auf den Platz gehievt wurde, durch den Kandidaten auf den Platz auf der gesinnungsseligen Insel gelobt wurde.

Ein Kandidat, der denkt, daß „ein Politiker, der so denkt“ …

Recht genau weiß der Kandidat die Unterschiede im So-Denken der „Politiker“, die er an seinem Hauptleistungstag – das Interview mit Martin Thür war auch an einem solchen Tag – in die videospielfreien Ämter brachte, zu benennen. Es ist nicht der dritte Punkt, der dem Kandidaten nicht einfiel, aber ein Punkt, der recht schön die Unterschiede belegt. Wie des Kandidaten Denken auch ganz um das Wohl der Kinder kreist, ist des unterschiedenen „Politikers“ Denken ein durch und durch Denken um das Wohl der Kinder, daß es ihnen „gar …“

Der Fragekandidat fragt Martin Thür:

„Erinnern Sie sich an gar nix?“

Ja, doch, an vieles, das hat Martin Thür sich nicht nur gedacht, sondern auch ausgesprochen, und vor den Bildschirmen werden sich Menschen an vieles weitere erinnert und sich notiert haben, für den ihm Tag im Spätherbst, der kein Montag …

„Erinnern Sie sich an gar nix?“

Martin Thür: Herr Dr. Van der Bellen, Sie bewerben sich um eine zweite Amstszeit. Ihr Wahlspruch beim letzten Mal war ja: „Mutig in die neuen Zeiten!“ Ein Mut, den viele Kommentatoren dieser Tage bei Ihnen vermißt haben. Wo hat man ihn bei Ihnen in den letzten fünf Jahren gesehen, bemerkt?

Der Kandidat: Das überrascht mich jetzt etwas, weil da wohl ein Mißverständnis über das Amt eines Bundespräsidenten dahinterstehen muß. Um eine Metapher zu wählen. Der Bundespräsident, wenn er am Meer stünde, schaut auf den Horizont hinaus und überlegt sich, was mittel-, langfristig sein sollte, sein könnte, worauf er reagieren wird und er wird nicht jede einzelne Welle im Auge haben, die sich da vor seinen Augen kräuselt. Also aus der Tagespolitik, finde ich, nicht vollkommmen, aber doch weitgehend heraushalten und sich auf die wesentliche Dinge konzentrieren.

Wie können sich Kommentatorinnen nur so schuldig machen, durch ihr Mißverstehen des Amtes einer Bundespräsidentin? Wie können sich Kommentatoren nur so schuldig machen, durch ihr Ernstnehmen der Aussage eines Kandidaten? „Mutig in die neuen Zeiten!“ Eine Metapher wohl auch, bloß eine Metapher, vielleicht aber schon mehr, des Kandidaten erstes Gedicht, der in harten Zeiten dem Volke noch fremde Versen zum Trost vorträgt, noch mit fremden Versen Mut …

Mehr Mut, könnte dem Kandidaten zugerufen, Mut zu mehr eigenen Gedichten. Es besteht kein Zweifel darüber, daß ein Mann mit seinen Erfahrungen, mit der Inspiration des Meeres und des Horizonts, ein Alterswerk zu erschaffen imstande wäre, das solitär …

Den Mut hat sich, einfach wie kurz gesagt, dann ein anderer ausgeborgt, und damit war der Mut abgezogen —

Martin Thür: Aber es gibt’s ja doch Entwicklungen in diesem Land, die wahrscheinlich mehr sind, als nur eine kleine Welle, die sich in der Tagespolitik bricht, zum Beispiel die Frage der Korruption. Sie haben heute in der Pressekonferenz das sanierungsbedürftige Parlamentsgebäude so als Gleichnis für die Innenpolitik und den Zustand der Politik erwähnt. Aber was haben Sie denn in den vergangenen fünf Jahren dazu beigetragen, daß die Politik in Österreich sauberer wird, demokratischer, korrekter?

Der Kandidat: Ah ja, erinnern Sie sich an gar nix? Na. Äh, muß schon sagen, natürlich waren einzelne Dinge, sagen wir mal, besorgniserregend, als Sittenbild einer Republik. Ich finde, vieles wurde, sagen wir mal, etwas übertrieben. Ich finde, die Justiz arbeitet korrekt. Urteile sind so gut wie keine, mit zwei, drei Ausnahmen vielleicht, noch ergangen. Und für mich gilt im Wesentlichen in solchen Fragen die Unschuldsvermutung, das sage ich Ihnen auch.

Das nächtliche Interview ist vom letzten Montag. 23. Mai 2022. Stunden zuvor gab es an diesem letzten Montag die Pressekonferenz, in der their best man sich erklärte, und er wählte dafür seinen Tag: den Montag, der sein absoluter Leistungstag —

„Erinnern Sie sich an gar nix?“

„Na.“

Wie mutig, tapfer tritt der Kandidat immer wieder, so auch am letzten Montag, dafür ein, daß für Menschen die „Unschuldsvermutung“ zu gelten habe, bis …

Der Horizont am Meer eine Linie, auf die der Kandidat schaut, daß diese nicht für die Falschen überschritten, das ist ihm weder eine mittelfristige noch eine langfristige, sondern eine werk- wie feiertags zu erfüllende Pflicht, ihm „eine spannende Aufgabe“, wie er am letzten Sonntag in einer Presseaussendung verlauten ließ, gehaltvoll: „Ich kann mir nichts Sinnvolleres vorstellen.“ Um diese seine schöne Aufgabe des Einsatzes für die „Unschuldsvermutung“ recht zu würdigen, wird es noch weitere Kapitel …

Heute soll dieses Kapitel mit einer Anmerkung zur Presseaussendung von their best man geschlossen werden, mit der dieses Kapitel zu beginnen war, auch wenn die Anmerkung im Schriftbild nicht am Beginn steht:

Mittelfristig, mehr langfristig, sehr langfristig wird es vielleicht einen Kandidaten geben, der seine Kandidatur mit den Worten bekanntgibt: „Ich kandidiere für das Amt des österreichischen Bundespräsidenten und der österreichischen Bundespräsidentin.“

Their best man hat das in seiner Presseaussendung vom letzten Sonntag nicht geschrieben. Er schreibt: „„Mein Name ist Alexander Van der Bellen, ich kandidiere für das Amt des österreichischen Bundespräsidenten und bitte um […]“ Er spricht durchweg vom Bundespräsidenten als Mann.

Soweit bis jetzt bekannt wurde, 29. Mai 2022, sind es auch bloß Männer, die in dieses Amt drängeln wollen. Er schreibt also der Wirklichkeit nach, und beweist damit seinen Wirklichkeitssinn. Aber wo bleibt für einen am Meer stehenden Mann, der auf den Horizont schaut, der Möglichkeitssinn? Es kann eben, so wird er in seiner Vorstellung sein, dieses Amt nur einem Mann zustehen. Er ist ein Mann, der die Frage, ob es „das Amt des Bundespräsidenten brauche“ Martin Thür für sich endgültig beantwortet hat, für their best man ist die Frage „ad acta“ gelegt: „Es braucht ihn.“

„Mag schon sein, aber was bringt das jetzt?“

Wenn Sie zu raten hätten, in welcher Zeit dieser Satz gesprochen wurde, Sie würden spontan vielleicht sagen: 1945.

Was könnte so einer in Freundlichkeit gemantelte Frageforderung zum Schweigen über das Passierte Argumente geliefert haben, wie könnte so ein Wegfragen begründet worden sein? Es werden wohl Sätze gewesen sein, die ähnlich diesen, dem Inhalt und auch dem Pathetischen nach:

Mag schon sein, aber was bringt das jetzt? Es komme nun darauf an, was „hier und jetzt“ passiere.

Das Zitierte ist nicht aus 1945. Kurz ist es her, daß dies gesagt wurde, im März.

Und was nun hier und jetzt passiere, zu passieren habe, wurde kurz später ausgeführt, im Mai:

„Zuversicht steckt an. Zuversicht steckt an. Zuversicht entfesselt neue gemeinsame Vorwärtsenergien. Wir müssen weiterkommen, wir wollen weiterkommen. Wir müssen daran glauben, daß eine Veränderung zum Guten möglich ist, denn alle Veränderung beginnt mit diesem Glauben. Aber Ibiza war noch lange nicht alles. Alle waren noch dabei, ungläubig den Kopf zu schütteln, über das was möglich war in unserer Republik, und dann kam die Pandemie über uns.

Und die daraus resultierenden ökonomischen Opfer, die wir bringen müssen, sind der Preis für Freiheit […] Zukunft in Frieden […] unsere Wirtschaft auf solide, nachhaltige, zukunftsweisende Beine stellen, stärker, moderner, zukunftsfähiger, weil unabhängig von Tyrannen, die am Gashahn oder am Bohrloch sitzen […]“

Zwischen Ibiza und Pandemie und Krieg doch allenthalben eine Zeit des Verschnaufens, eine Zeit in der nichts geschieht, in diesen harten Jahren doch immer mal wieder auch Momente der Besinnung, für die der Kandidat sorgte, mit seiner Rückbesinnung auf das Gute, Schöne und Wahre, seiner Erinnerung, daß besonders die Lyrik gerade in recht harten Zeiten Zuflucht, Trost, Auszeit —

Und wie gut wußte der Kandidat auch diese Augenblicke der Handlungslosigkeit, der Ereignislosigkeit, des Durchatmens zu nutzen, den Menschen in Österreich ein pflichterfüllter Hirte zu sein, ihnen mit ganzem körperlichen Einsatz beizustehen und zu weisen, was not —

So schön wie die von ihm aufgesagten Verse sind dem Kandidaten die österreichische Verfassung und die von ihm beurkundeten Gesetze …

… zukunftsweisender, zukunftsfähiger, also will er zumindest die Wirtschaft, und nennt sich wir, auf solide, nachhaltige Beine stellen, stärker, moderner, weil unabhängig von Tyrannen, die am Gashahn oder am Bohrloch sitzen … die Bundesregierung rannte sogleich zu den von ihm in ein lyrisch gestelltes Bild Sitzenden, und nennt sich nicht wir … von welchem wir spricht wir, wenn wir sagt, wir wollen …

Wir spricht nun, wieder in das Stadium des Kandidaten versetzt, viel von Unabhängigkeit, wir sind unabhängig, und diese seine Unabhängigkeit dünkt dem Kandidaten eine erste positiv benotete vorwissenschaftliche Arbeit auf dem Weg zur Matura, die der mit Zuversicht über Zuversicht angesteckte Kandidat zu bestehen meint, und noch etwas, auch das läßt ihn mit Zuversicht in den Spätherbst blicken, wie viele herzensgute Worte rannen von ihm jenen entgegen, die unabhängig sind, von ihnen weitab zelebrierten Werten, die ganz fern sind von den Werten, die wir in Beschwörungsformeln so eindrucksvoll zu fassen vermögen …

Österreich, wo Geschichte als Posse der Farce sich wiederholt

Es war, 1945, es begann im Grunde schon kurz davor, die Farce, daß Österreich sich als Opfer des deutschen reiches, unschuldig an den Massenverbrechen, an den Massenmorden des Nationalsozialismus …

Wie es zu dieser Farce kommen konnte, ist leicht nachvollziehbar. Es gibt in der Geschichte nichts, das unerklärlich ist. Unerklärlich ist, wenn etwas unerklärlich gesehen werden will, höchstens die Fortsetzung, die, so die unaufhörlichen Beteuerungen, nicht geschrieben werden will …

In der Geschichte gibt es nichts, das unerklärlich ist. Es muß bloß stets die Gegenwart herangezogen werden, um verstehen zu können, wie es zu irgendwas in der Vergangenheit kommen konnte.

Die Gegenwart, etwa in Österreich, wo sich eben diese Farce als Posse wiederholt.

Der Kandididat für das Amt der Bundespräsidentin mit seiner Verkündigung vom letzten Montag, weiter Kandidat sein zu wollen, zeigt vor, wie es zur Farce, nun wiederholt als Posse, kommen konnte, wie leicht Teile der Wirklichkeit zum eigenen Nutzen, zum eigenen Vorankommen, zur eigenen Rechtfertigung ausgeblendet werden können.

Schauen Sie, die letzten Jahre waren für uns alle außergewöhnlich hart […] Aber, daß es gleich so dick kommen würde, haben wir nicht vorausgesehen. Erinnert sich noch jemand an Ibiza? Die Ausläufer dieses Skandals beschäftigen uns bis heute. Belasten unsere Republik bis heute. Diese Sittenbilder und ihre Folgen haben das Vertrauen der Österreicherinnen und der Österreicher in die Politik bis ins Mark erschüttert. Ich habe damals gesagt, so sind wir nicht […] Aber Ibiza war noch lange nicht alles. Alle waren noch dabei, ungläubig den Kopf zu schütteln, über das was möglich war in unserer Republik, und da kam die Pandemie über uns, und mit der Pandemie Krankheit, Angst, Sorgen, Sterben von geliebten Menschen Vereinsamung, aber auch Spaltung, Streit, eine Bedrohung für viele unserer Arbeitsplätze, für unsere Wirtschaft insgesamt, für unseren Zusammenhalt, für unser aller Leben. Ein Riß ist damals ins Land gegangen, bis heute vielleicht, er hat sich ins Land gegraben, quer durch Freundschaften und Familien. Die Angst und die Verunsicherung, die in dieser Zeit entstanden sind, mit der werden wir uns noch einige Zeit herumzuschlagen haben. Aber wir müssen sie überwinden, wir wollen sie überwinden, wir werden sie überwinden. Und dann, dann der Kriegswahnsinn. Vladmir Putin hat die Ukraine attackiert. Das Leid und das Elend, daß Putin über die Ukraine gebracht hat, macht uns alle betroffen und es betrifft uns auch alle, ob wir das wollen oder nicht. Der Preis der Freiheit wird zunächst vom ukrainischen Volk bezahlt. Aber auch wir bezahlen gerade einen hohen Preis. Die Lebenshaltungskosten steigen in direkter Folge des Kriegs. Die Preise für Energie steigen in direkter Folge des Kriegs. Unsere Sanktionen gegen Rußland sind unser Einsatz für Freiheit und Demokratie. Und die daraus resultierenden ökonomischen Opfer, die wir bringen müssen, sind der Preis für Freiheit und Demokratie. Aber auch diese Herausforderung werden wir überwinden. Europa sieht seine Zukunft in Frieden und Freiheit. Ein Frieden und eine Freiheit, die wir noch wachsamer schützen und entschlossener verteidigen werden müssen. Wir werden unsere Wirtschaft auf solide, nachhaltige, zukunftsweisende Beine stellen, stärker, moderner, zukunftsfähiger, weil unabhängig von Tyrannen, die am Gashahn oder am Bohrloch sitzen […]

Der Kandidat – zurückübersetzt ins Englische: their best man – will mit seiner Geschichtsschreibung der letzten außergewöhnlich harten Jahre durchkommen, er möchte weiter das Schlafzimmer dienstlich bewohnen; wer könnte es ihm verdenken, die bequeme Macht der Gewohnheit, wer erliegt dieser nicht —

Was wurde nicht alles, obgleich alles gewußt wurde, in der Farce ausgespart, was spart their best man alles, obgleich er alles weiß, in der Posse aus. Seine Geschichte der letzten Jahre, auf die er, wie er sie meint, zu seinen Gunsten sich mit sich selbst verständigt hat: Ibiza, dann die Pandemie, dann der Krieg …

Sie werden sich daran erinnern, was their best man alles ausläßt, was über allem bereits davor, während und weiter Ibiza, Pandemie, Krieg … Ob der parteipolitische Haupttäter, für den im Rechtlichen die Unschuldsvermutung gilt, die their best man jetzt immer anführt, wenn er auf das von ihm Ausgelassene angesprochen wird, sich bei ihm auch für die „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ bedankt hat, wie their best man bei ihm?

Wenn es nicht um seinen Haupttäter geht, dann war dem Wiederkandidaten die „Unschuldsvermutung“ schon mal kein Anliegen, also nur dann, wenn dieser aus der Ibiza-Partei — Sie werden sich erinnern, wie das mit dem Mann und dem Liederbuch ausging, von dem der Wiederkandidat den Rücktritt verlangte … Es war eben, zusätzlich, ein Fall, mit dem der Wiederkandidat beweisen konnte, wie ernst er all die von ihm besuchten Veranstaltungen nimmt, daß er sich von diesen sehr wohl in seinen Handlungen in der Gegenwart leiten läßt, er zu Recht ein Gedenkabo —

Their best man hat, das soll nicht verschwiegen werden, einmal das „Sittenbild“, mit dem er einmal nicht Ibiza meinte, angesprochen, sich sogar, als dafür falsche Person, entschuldigt und zugleich mit der ihm nicht zustehenden Entschuldigung dieses Sittenbild sofort der gesamten Politik angelastet und nicht einzig der dafür verantwortlichen Partei. Es mögen manche diese seine Worte interpretiert haben, als Vorwurf gegen diese eine einzig dafür verantwortliche Partei mit ihrem im Grunde doch kurz gewesenen Obmann. Aber their best man ist kein Philosoph als Staatsmann, das zu interpretieren ist, their best man ist, einfach wie kurz gesagt: schlicht ein Bundespräsident —

Nun begann their best man am letzten Montag seine ihm zur Selbstschmeichelung aufgesetzte Geschichtserzählung mit Ibiza. Das war klar, die FPÖ-Karte muß gezogen werden, wie es seit dem Dezember 2021 klar war, daß er wieder kandidieren wird, als er die Kurzinnenminister-Karte zog.

Their best man ist auch ein Mann, der von der Pflicht spricht, wie im Interview in der letzten Sonnntagnacht. Zur Pflicht gehört der Befehl. Vielleicht war ihm der auch schon im letzten Jahr geäußerte Wunsch eines Mannes, der auch Präsident ist, Befehl, wieder zu kandidieren?

In Anbetracht der Würde und der Höhe dieses Amtes ist es nur billig und recht, nicht alles, was their best man zu seiner Wiederkandidatur am letzten Montag verkündet hat, in einem einzigen Kapitel zu erzählen.

Die Achtung des Amtes erfordert es, dies auf zwei oder drei Kapitel — —

Ein Bild sagt zwar nicht mehr als tausend Worte, aber eine Aufnahme alles …

Es gibt Fotographien, die … es gibt also tatsächlich das berühmte Bild, das zwar nicht mehr als tausend Wörter, aber alles sagt, so wie diese Aufnahme alles sagt, das zu Sebastian B. M. geschrieben werden könnte, so einfach wie kurz …

Wem diese Aufnahme aber nicht reicht, kann an anderer Stelle ausführlich lesen, auch was ergänzend zu —

Es sagt ergänzend auch dies, daß es diesem Mann selbst schmeicheln wird, seinen Namen in einer parlamentarischen Anfrage zu lesen. Und sollte einst der Dritte im Bunde, der auf dieser Fotographie ebenfalls zu sehen ist, Bundespräsident geworden sein, daß dieser sich so heftig mit Menschen, die an einer Hand abzuzählen sein sollten, wünscht, würde Sebastian B. M. drängeln, um auch mit ihm in einer Fotographie festgehalten zu werden, das bloß wiederholte, was diese Aufnahme schon von ihm preisgibt. Vergessen würde dann dafür sein, das gegenseitige wöchentliche Bewerfen mit kaltem Verbaldreck …

In einer dieser Verbaldreckwurfsendungen in der ersten Hälfte des Jahres 2022 sagt Sebastian B. M., gerichtet gegen demonstrierende Menschen, sie sollten gescheiter was hackeln als … Das Enkerl wird, was es ist, sein Großvater der Generation von Müttern und Vätern, die vor allem in den 70er Jahren das von der Hackelei demonstrierenden Menschen entgegenschleuderten, als sie erschreckt —

Das Ergänzende hätte gar nicht geschrieben werden müssen, zu dieser Aufnahme, aber es fällt so vieles ein zu diesem Bild, das alles …

Der Reflexe Sendung

Was könnte über die nun zu Ende gegangene Sendung gesagt werden? An diesem Sonntag, 22. Mai 2022. Im Zentrum der Nacht.

Ein Wort, das genügt:

Reflexgerede.

Und es könnte noch gesagt werden, wer das Reflexgerede exemplarisch verkörpert:

Irmgard Griss.

Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine ist nicht nur ein Verbrechen und eine Tragödie, sondern auch der letzte Warnruf an die freie Welt, der auch Österreich angehört. Wenn wir unser Lebensmodell einer unabhängigen, demokratischen und dem Rechtsstaat verpflichteten Gesellschaft beibehalten wollen, müssen wir uns dringlich einer ehrlichen Diskussion stellen, auf welche Weise und mit welchen Fähigkeiten wir uns verteidigen wollen.

Diesmal löst der putinsche Krieg gegen die Ukraine den Reflex des Geredes aus. Für den österreichischen Rundfunk ist der Reflex, eine Sendung zu einem „offenen Brief“ zu machen, der eine Mischkulanz … Allein der oben zitierte Absatz aus diesem Brief läßt es verstehen, daß die Bundesregierung, dabei selbst eine Freundin des Reflexes, bis heute noch nicht darauf geantwortet hat, worüber sich Imgard Griss in der Sendung beklagt, noch keine Antwort erhalten zu haben, als müßte ihr – der ihrem Gehabe nach der Titel gebührte: Großmutter der Nation, Retterin der freien Welt – in der Sekunde geantwortet werden. Wie gütig ihre Augen auf dem ihr beistehenden Großvater Pelinka ruhen, wenn er mit einer wohl nicht ganz redlichen und schlüssigen Argumentation zu beweisen sucht, wie notwendig dies sei, was sie im Brief schreiben, schließlich sei, so Großvater Pelinka, das Nicht-Nato-Land Ukraine angegriffen worden und nicht angegriffen wurden die drei baltischen Nato-Länder …

Reflexsendung zu Reflexgeschreibe — —

Erstarken gewaltbereiter rechtsradikaler Gruppierungen.

Auch das wird in diesem Reflexbrief angeführt, in dem es, so die Unterzeichnenden, um „Neutralität“, „Nato-Beitritt“ geht. In einer Mischkulanz —

Der erste Angesprochene von den Unterzeichnenden ist der Herr Bundespräsident. Zugegeben, der Herr Bundespräsident, verhielt sich – einer sehr zu hinterfragende Neutralität – wohl zu neutral, wenn auch ohne die Gesinnung zu teilen, als er durch seine Angelobung zur Stärkung — —

Wir müssen die sicherheitspolitischen Lehren daraus ziehen, dass sich Österreich energiepolitisch von Russland abhängig gemacht und sich an Putin angebiedert hat – trotz seiner autoritären und menschenrechtsverletzenden Führung, trotz Auftragsmorde in EU-Mitgliedstaaten, trotz kriegerischer Aggressionen.

Diese Lehre wurde doch schon längst gezogen. Was das Gas allein betrifft. So schnell als aus Österreich eilte aus keinem anderen Land die Regierung in die freie Welt, um Österreich energiepolitisch von Putin unabhängig zu machen — —

Diese Mischkulanz hat, übrigens, auch eine Frau unterzeichnet, die in der kurz zurückgelassenen Vergangenheit bereits in einer Krise äußerst kompetent auffiel, sie fuhr hin und erfuhr, was Krieg ist; eine erste Kandidatin für die „Expertengruppe“, der wohl eine Gruppe aber vorangehen müssen wird, zur Klärung, ob auch Expertinnen …

Wir schlagen daher eine breit angelegte Debatte über die Zukunft der österreichischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik vor, geleitet durch eine vom Bundespräsidenten eingesetzte unabhängige Expertengruppe.

Die Großmutter zur Rettung der heiligen Nation der freien Welt wird sich noch weiter gedulden müssen, bis sie eine Antwort und vor allem bei der bekannten Reaktionszeit von Großvater Bundespräsident bis dann eine von ihm eingesetzte „Expertengruppe“ oder gar, wenn die Vorgruppe, wobei zu klären ist, wer setzt die Vorgruppe ein, das positiv entscheidet, daß der „Expertengruppe“ auch Frauen …

Von der Nachwelt der „völkischen Nachwelt Aufbereitung bewusst ständig mild angepasst“

Das Frankenburger Würfelspiel. Empfehlung. Eine d größten Natur-Freilichtbühnen in Europa. Beeindruckendes Stück über Unrecht u Unfreiheit.

Klassiker: man skandalisiert eine historische Begebenheit anhand eines Buchs, das jemand darüber schrieb. Besitze das Itzinger-Werk UND war 2019 bei der Aufführung in Frankenburg und es gibt erhebliche Unterschiede, die Aufbereitung wird bewusst ständig mild angepasst.
1/

Das gesagt habend: Man skandalisiert seinen Historienroman, den er 1925 herausbrachte, wegen seiner Aktivitäten 1938-45 – man skandalisiert aber lustigerweise nie, dass die Dollfuß-Diktatur den völlig unanstößigen Roman verbot.
2/

„Aus welch einem anderen Dorf als Ried hätte Karl Itzinger auch stammen können, in dem bis in die Gegenwart herauf Menschen sich in eine extremgeistige Stellung bringen“. „Dorf“ wurde 1857 zur Stadt erhoben, ist auch Geburtsort von Karl Öllinger & David Stögmüller (Grüne).^^
3/

Julian Schernthaner gibt keine Empfehlung ab.

Es ist Lothar Lockl vorbehalten, die „Empfehlung“ für „Das Frankenburger Würfelspiel“ auszuschreiben —

„Beeindruckendes Stück über Unrecht u Unfreiheit“ auf einer „d größten Natur-Freilichtbühnen in Europa“ – für Lothar Lockl —

Und Julian Schernthaner, der das „Itzinger-Werk be[sitzt]“, ist es ein „Klassiker … man skandalisiert eine historische Begebenheit anhand eines Buchs, das jemand schrieb, skandalisiert seinen Historienroman, skandalisiert aber lustigerweise nie, dass die Dollfuß-Diktatur den völlig unanstößigen Roman verbot“ —

„Empfehlung“ und „Klassiker“: beides auf der Plattform des Unternehmens Twitter zu lesen, das von Lothar Lockl Gelobte vor fünf Jahren, im historischen Jahr des von ihm erfolgreich Verkauften, im Juli 2017, das von Julian Schernthaner fünf Jahre später, im Mai 2022, ein paar Monate vor dem Ende der sechsjährigen Montagamtsperiode des von Lothar Lockl —

Gerade die von Lothar Lockl wohl am erfolgreichsten vertriebene Marke steht zur Zeit in Österreich wie keine zweite für Mahnung an die Geschichte. Bei einer derart gedenkreichen Beschäftigung mit dieser überrascht es dann doch, wie blauäugig empfohlen wird, das vor einhundert Jahren die „völkische Nachwelt“ aufgebracht hat, um ihrer Gesinnung des würfelnden Blutgerichts einen historischen Legitimationsanstrich …

Lothar Lockl empfiehlt ein Stück, wohl dazu verführt, da mit diesem „Unrecht u Unfreiheit“ noch dazu nicht nur auf einer „Natur-Freilichtbühne“, sondern auf einer der „größten Natur-Freilichtbühne in Europa“ gegeben wird – da kann ein dem Grünen verschriebener Mensch sich doch nicht verweigern, eine Empfehlung abzugeben … wäre er aber ein ebenso erfolgreicher Absolvent der Schule der Geschichte wie des Lehrgangs Marketing, er hätte die Empfehlung —

Im Gegensatz zu ihm muß Julian Schernthaner die Schule der Geschichte mit Auszeichnung abgeschlossen haben, hat er doch in ihr gelernt, das ist zum Skandal zu machen, was kein Skandal ist, das ist zu verteidigen, was nicht zu verteidigen ist, zu behaupten, es werde verschwiegen, die zu einem Opfer zu machen, die kein Opfer war: die „völkische Nachwelt“ … Es gab wohl einen Bruderzwist in diesem Land, in dem die eine Gesinnung, also die eine Schwester ihre Schwester mit Verboten – verschwiegen wird das jedoch nicht, auch wenn Vorzugsschüler Schernthaner zu behaupten gelernt hat, es werde verschwiegen, daß die Schwester der Schwester vebot, Itzinger und Paumgartten zu verbreiten …

Die Nachwelt – nicht nur Julian Schernthaner – der „völkischen Nachwelt“ hat in der Schule der Geschichte gelernt, daß die „Aufbereitung bewusst ständig mild angepasst“ werden müsse, damit es vor allem von jenen weitergetragen werden kann, die sich nicht mehr in den Spiegel schauen würden können, wüßten sie, was sie empfehlend weiter …

So ist die Ansicht, daß aus der Geschichte gelernt werden kann, doch keine gänzlich falsche, es ist aus ihr zu lernen, wie Unterschlupf zu finden ist, dort Unterschlupf zu finden ist, wo der Verdacht der „völkischen Nachwelt“ nicht aufkommen kann —

Julian Schernthaner bringt durch seine Schreibarbeit für „Die Tagesstimme“, „Wochenblick“, „Freilich Magazin“ wieder Figuren, mit denen er schreibt, zurück, von denen gedacht wurde, sie werden in keinem Kapitel mehr vorkommen, wie Werner Reichel, wie Martin Lichtmesz, wie Hans-Jörg Jenewein, wie die Mutter, deren Sohn … und nun tauchen sie doch wieder mit ihrem gesinnungsgemäßen Wochenblick in einem Kapitel …

Manchmal ändert sich etwas doch, daß gedacht werden könnte, es kann in einem Kapitel von etwas Neuem erzählt werden, aber sogleich stellt es sich heraus, es ist nur der Name, der sich geändert hat, um das Gelernte bewußt umzusetzen, mild angepaßt …

Um in diesem Kapitel doch etwas Neues zu erzählen: Vom Magazin mit dem neuen Namen in der Mandellstraße zum Verlag, der so recht unter Verboten zu leiden hatte, in der Hofgasse ist es nur ein kurzer Fußmarsch, in Graz, elf Minuten die für sie recht leicht zu ergehen sind; sie mögen vieles sein, eines sind sie nicht: fußmarod …

Es wird Julian Schernthaner wohl recht freuen, daß die Empfehlung nicht er, sondern Lothar Lockl, der nichts gemein hat mit seiner Schreibkameraderie mit den Magazinen der …