Die Vertreibung von Bazon Brock ins Paradies

Bazon Brock und seine paradiesische Geistesfreiheit

Ohne in den Parsifal gegangen zu sein, vielleicht auch deshalb, um die anstrengende Reise zum Mond nicht auf sich nehmen zu müssen, wollte dennoch, vielleicht um das Gewissen zu beruhigen, wieder einmal in den Schriften zur Diktatur der Kunst geblättert werden, das sich aber als anstrengender herausstellte, als es die Straßenbahnfahrt zum Mond gewesen wäre, denn es mußte hinuntergestiegen werden, in den Keller, zu den aussortierten und ordentlich in Bananenschachteln verstauten Büchern, zur eigenen Überraschung, wie in solchen Momenten es gerne gesagt wird, überrascht also darüber, daß die Schriften von Meese bereits bei den aussortierten und verstauten Büchern zu finden sein müssen.

Auf diese Überraschung folgte eine zweite, eine noch größere Überraschung, als die Schriften zur Diktatur der Kunst im Keller gefunden wurden und sofort, kaum angeblättert, ein Artikel aus dem Buch herausfiel, der nicht in das Werk gehört, sondern wie alle zum Aufbewahren ausgeschnittenen eigentlich in das Zeitungsarchiv.

Weshalb der Artikel über die Antrittsvorlesung von Bazon Brock in Vaduz, in der, wie berichtet wurde, er davon sprach, die Regierungen in Deutschland seit 1998 wären mit dem, was sie angerichtet hätten, „schlimmer als Leninismus, Stalinismus und Hitlerismus zusammen“, „Joschka Fischer einer der größten Verbrecher der deutschen Geschichte“ … „unter Goebbels hätte an den Universitäten im Vergleich zu heute“, spricht Bazon Brock im Januar 2009, wie berichtet wird, „eine geradezu paradiesische Freiheit“ geherrscht, denn keine einzige Hochschule sei liquidiert worden … weshalb also dieser Artikel über die brockschen Auslassungen in den Schriften zur Diktatur der Kunst gelandet ist und nicht im Zeitungsarchiv, kann nicht mehr rekonstruiert werden.

Vielleicht sei, das wäre, wollte nach einer gesucht werden, eine Erklärung, dieser Artikel über die bazonschen Auslassungen gar nicht zum Archivieren vorgesehen gewesen. Die berichteten Auslassungen eines Schwätzers, wie er nach seinem sich selbst gegebenen Vornamen genannt werden darf, ohne damit eine Beleidigung zu begehen, sondern als tiefe Verbeugung vor seiner Selbsterkenntnis.

Es wird sich nicht mehr klären lassen, weshalb Meese bereits aus der Bibliothek aussortiert wurde, weshalb der Artikel doch aufbewahrt wurde, zwar nicht zum raschen Finden im Zeitungsarchiv, aber es macht doch verständlicher, weshalb Bazon Brock die Anzüge von Schachtschneider und Ley aufbügelt, damit diese sauber und adrett sich der Öffentlichkeit und von der Öffentlichkeit sauber und adrett … Es ist eine recht hohe Dienstleistung, die Bazon Brock für sie damit erbringt.

Zum Dank wäre es nur billig und recht, wechselten sie ihre von ihren Ahnen ihnen gegebenen Vornamen Karl-Albrecht und Michael gegen Bazon …

Die Vertreibung von Bazon Brock ins Paradies

„Lies Ortner“ – Anleitung zu Haß und Hetze

Vielleicht gibt es einen Menschen, der das aufgreifen möchte, ein Buch zu schreiben, dessen Titel sein könnte: Anleitung zu Haß und Hetze.

Denn. Es gibt so viele Guides, die Antworten darauf geben, was gegen Haß und Hetze im Internet zu tun ist, wie mit Hetze und Haß auf den Plattformen der SM umzugehen ist. Aber keine Anleitung für Menschen, die im Internet Haß und Hetze verbreiten. Und dementsprechend hilflos sind ihre Kommentare. Sie werden vollkommen alleingelassen, müssen selbst Form und Inhalt für Haß und Hetze finden. Oft zu holprig. Oft zu wenig durchdacht. Nicht einladend zum Lesen. Kein Ansporn für ein Folgen.

Sie greifen nicht auf seriöse Informationen, nicht auf redliche Quellen des Wissens zurück. So ist es, wenn es dennoch einmal gelesen wird, stets leicht zu durchschauen. Und wenn sie einmal, wie Steppenwolf auf FPÖ unzensuriert, so klug sind, eine redliche Quelle zu nennen, dann geschieht es unfreundlich, herrisch, nicht einladend: „Lies“. Hingeworfen wie einen zur Gänze schon abgenagten Knochen, als wären seine Leserinnen und Leser bloße räudige Köter …

Wie anders klänge es, wie einladend klänge es, schriebe er, er möchte mit seinen Lesern und Leserinnen die Quelle der österreichischen Redlichkeit teilen, und er lade höflich ein, Christian Ortner zu lesen, ein Mann von unfehlbarem Tadel, dem auch die Zeitung der österreichischen Republik vertraut.

Das wäre schon einmal so etwas wie ein Rat,  freilich im Buch Anleitung zu Haß und Hetze ein ausführlich zu behandelnder.

Um ein weiteres Beispiel für einen Rat zu geben, ist der, daß beim Verbreiten von Haß und Hetze zu oft das Gegenteil herauskommt. Wie es Franz Dinghofer passiert. Wie es ebenfalls in der Collage der Beispielsammlung gelesen werden kann. Franz Dinghofer schreibt in seinem Kommentar auf FPÖ unzensuriert, „dieser jüdische Kanzler“ werde „ohnehin Geschichte“ sein. Tatsächlich ist „dieser jüdische Kanzler Geschichte“, der „jüdische Kanzler“ ist „Geschichte“, weil er sehr viel für die Entwicklung und den Fortschritt in Österreich getan hat, von der ersten Stunde seiner Kanzlerschaft ab 1970 bis 1983.

Mit der Erinnerung an „diesen jüdischen Kanzler“ erinnert Franz Dinghofer gegen seinen Willen, an die große Zeit des Aufbruchs, an die großen Errungenschaften in diesem Land, zugleich aber, gegen seinen Willen, erinnert er daran, daß in über sieben Jahrzehnten erstens die FPÖ keinen Kanzler hervorgebracht hat, und zweitens, noch viel wichtiger, kein einziger Mann und keine einzige Frau aus der FPÖ keine einzige und nicht einmal eine im Ansatz zu vergleichende positive Leistung für die Menschen in Österreich erbracht hat, wie ebendieser „jüdische Kanzler“, der unbestritten auf der Habenseite österreichischer Geschichte mit Recht geführt wird, während die Männer und Frauen der FPÖ unbestritten nur die Sollseite existenzgefährdend belasten.

Und ein letztes Beispiel für einen Rat, der in so einer Anleitung zu Haß und Hetze auch stehen könnte, ebenfalls ausführlicher behandelt: Nicht immer so direkt. Nicht immer so brutal. So barbarisch. Nicht immer gleich mit dem Ermorden kommen. Wie es Peter_ auf FPÖ unzensuriert passiert. Es gibt elegantere Formen, die nicht abschrecken, die nicht erschrecken, die Peter_ noch viel mehr Zustimmung bringen könnten. Kurz gesagt, eine Ausdrucksweise wie etwa die von Gerald Tatzgern würde …

Wer die Idee aufgreifen möchte, ein solches Buch zu schreiben, eine Anleitung zu Haß und Hetze, darf die Idee ohne Rückfrage herzlich gerne realisieren, es werde niemals der Vorwurf erhoben werden, diese Idee ohne Einwilligung zu einem Buch verarbeitet zu haben. Auch dürfen die hier angeführten Beispiele gerne jederzeit verwendet werden. Es gibt und wird dagegen niemals Einwände, Vorwürfe oder gar Klagen geben. Sollte es Zweifel geben, es gäbe nicht genügend Ratschläge dafür, um ein ganzes Buch damit zu füllen, kann ohne Sorge sein. Es gibt derer mehr als genug. Sollte kein anderer Titel einfallen, auch der Titel darf ungefragt genommen werden, oder auch diese Titelvariante, sollte diese mehr zusagen: Gehetzte Hassende, nicht alleingelassen – Ein Sachbuch voller Ratschläge …

Darüber hinaus kann es auch ausgeweitet werden, Ratschläge nicht nur für Menschen, die Kommentare des Hasses und der Hetze schreiben, sondern auch für Seiten, die solche Kommentare veröffentlichen, ab und an sogar eigene und nicht nur kopierte, wie ebendie FPÖ unzensuriert.

Ein solcher Ratschlag etwa könnte sein, ausführlicher behandelt wiederum, nicht mißverständliche Überschriften zu verwenden, wie: „Bissiger Afrikaner“ … Wie leicht könnte es geschehen, daß Menschen nicht weiterleisen, weil sie meinen, es handle sich um einem Vorfall in einem Tierheim, und sie an Hundegeschichten nicht interessiert sind, da sie der irrigen Meinung sind, es handle sich beim „Afrikaner“ um einen Hund, von dem sie zwar noch nie gehört haben, aber es durchaus eine Hundeart geben kann, die „Afrikaner“ heißt, da es ihnen bekannt ist und von daher nicht ungewöhnlich erscheint, werden doch viele Hunde nach Ländern, auch nach Kontinenten benannt, zum Beispiel American Akita, Australian Kelpie, Bayrischer Gebirgsschweißhund, Deutsch Kurzhaar …

Lies Ortner - Anleitung zu Hass und Hetze

Papst Franziskus kritisiert Benachteiligung von Frauen

Es gibt in dieser Welt wahrlich nur einen Mann, der die Benachteiligung von Frauen in der Welt wahrhaftig kritisieren darf, der Vertreterinnen und Vertretern von Gewerkschaften beispielhaft vorzeigen kann, wie gegen Benachteiligungen von Frauen erfolgreich vorgegangen werden kann, wie Benachteiligungen von Frauen gänzlich beseitigt werden können, und das ist einzig er, der Ehrlichste Herr

Papst Franziskus.

Er, der Ehrlichste Herr im Erd- und Himmelreich, hat vor Vertreterinnen und Vertretern einer Gewerkschaft am 28. Juni 2017 die Benachteiligungen von Frauen kritisiert. Bescheiden wie er ist, hat er aber nicht erzählt, wie es in seiner Welt, der schwersten Arbeitswelt, die gedacht werden kann, es geschafft wurde, niemals eine Benachteiligung von Frauen zu dulden, wie es in seiner Welt vermieden wurde, unterschiedliche Klassen von Frauen und Männern etablieren zu lassen. In seiner Welt waren Frauen niemals „zweite Klasse“ und in seiner Welt werden Frauen niemals „zweite Klasse“ sein. In seiner Welt gibt es keine Klassen, sondern …

Wie seine Vorgänger in Jahrhunderten wird auch er, Papst Franziskus, die Vollzugsmeldung vor der Geschichte einst erstatten können:

„Als geistlicher und geistiger Führer und Oberhaupt des Reiches des Herrn melde ich vor der Vorsehung nunmehr die Beibehaltung und Erfüllung der einhundert Prozent im Reiche des Herrn!“

Diese Vollzugsmeldung hätte, wäre er nicht so bescheiden, bereits an diesem Mittwoch erstatten können, um die Vertreterinnen und Vertreter der Gewerkschaft zu beschämen, aber seine Barmherzigkeit und seine Nächstenliebe haben es ihm wohl verwehrt, die Vertreterinnen und Vertreter der Gewerkschaft vor Augen zu führen, wie schwach sie doch seien in ihren Bestrebungen, die „zweite Klasse“ endlich zu beseitigen, sich aufzuschwingen, seiner Organisation gleichzutun, in der nie eine „zweite Klasse“ beseitigt werden mußte, weil es eben nie eine „zweite Klasse“ gab.

Papst Franziskus kritisiert Benachteiligung der Frauen - 28-06-2017.jpg

Die zerbeulten Anzüge, aufgebügelt von Bazon Brock

Von den gebügelten Anzügen - Bazon Brock

Wie karg und bitter das Leben der schreibenden Menschen in wirtschaftlicher Hinsicht doch ist. Das darf nicht vergessen werden. Daran ist zu erinnern. Immer wieder. Wie tapfer vor allem die schreibenden Männer dennoch um das Leben kämpfen, es auf ihre Seiten zu kriegen.

So einem tapferen Seitenkrieger soll dieses Kapitel gewidmet sein.

Denn. Er bemüht sich, er schreibt und schreibt, er veröffentlicht und veröffentlicht. Es wird ihm für seine Schreibe auf seine Schultern geklopft. Er wird zitiert. Er wird gelobt. Er wird eingeladen, in die prachtvollsten Häuser der Stadt. Er ist einer, der zu ihnen gehört. Vom Geiste, nicht aber vom Gelde her. Wie muß ihm wohl in den Prunkräumen, in die er geladen wird, auch sein letzter Anzug schäbig leuchten. Aber das Geld, das Geld reicht nicht für wenigstens einen zweiten Anzug. Wie wird doch gehofft und ihm gewünscht, daß das Geld reichen möge für zumindest zwei warme Mahlzeiten am Tag.

Michael Ley - Von der Armut des schreibenden Mannes

Es gibt menschgemäß schreibende Männer, die sind noch schlimmer dran, im reichen Europa. Männer, die ein ganzes Leben einen einz’gen Anzug zu tragen haben, den sie auch noch im Tod zu tragen haben, bis die Würmer endlich ihre Arbeit getan, sie sich ihrer erbarmen, sie von ihrem einz’gen Anzug gänzlich befreien und in die Nacktheit entlassen, die sie, die Männer, träumen lassen, ihre Nacktheit seien Prachtanzüge in ihrem übervollen Ankleideraum zum täglichen, ja, stündlichen Anzug-und-Hemdenwechsel, die karge Existenz endlich geendet …

Michael Ley scheint es doch weit besser zu gehen. Es scheint ihm möglich zu sein, doch ab und an neben zwei warmen Mahlzeiten, wie sie ihm mehrmals am Tage gewünscht werden, einen gebrauchten oder sogar einen neuen Anzug zu erstehen. Nun muß er nicht mehr den Anzug tragen, den er auch im Parlament zu tragen hatte.

Parlamentsdinghoferreferent Michael Ley: „Im Grunde verhalten wir uns wie umgedrehte Nationalsozialisten“

Und den Anzug, den er jetzt zu tragen hat, wird er vielleicht bald tauschen können. Die identitäre Parlamentspartei wird ihm, darf gehofft werden, seine Vorträge recht ordentlich löhnen; sie, die Partei, hat es ja vielleicht leichter, zu Geld zu kommen, es gibt ja die von allen Menschen in diesem Land steuerlich aufzubringenden Parteienförderungen, und darüber hinaus gibt es auch noch die Spenden von den Menschen, vor allem von den Menschen, die nicht nur spenden, sondern auch die identitäre Parlamentspartei wählen, um zu noch mehr Förderungen zu kommen, ohne noch mitbekommen zu haben, daß der Spruch von der zuletzt sterbenden Hoffnung längst abgelöst wurde von dem der Wirklichkeit mehr entsprechenden Spruch: Die Hoffnung enttäuscht zuerst.

Oder es ist ihm eine Sendung, und er verlangt für seine Auftritte nichts, nur, daß er gehört wird, wie etwa im Palais Palffy, ein Foto mit Gudenus-Stenzel-Krauss-Herzog Lohn genug … es könnte verstanden werden, nicht wirtschaftlich, aber zu ihnen zu gehören, zu diesen recht großen Geistesgrößen …

Maximilian Krauss: „Unvergessen“ System Haider

… unter ihnen zu sein, die geschickt von der Vorsehung … Und das Honorar könne doch von jenen verlangt werden, die noch mehr haben, wie der recht reiche Opa aus Kanada mit seiner aus der Vorsehung vertriebenen Truppe …

Die Männer und Frauen – zwar bestens in diesem Staat vernetzt – des Marsches der Familie

Dem Haus des Herrn Schönborn ist Katharina Deifel, Marschrednerin der Familie, eine gute Schwester

werden es geldmäßig nicht so fett haben, um Michael Ley es zu ermöglichen, einen sogar neuen oder wenigstens gebrauchten Anzug zu erstehen. Aber unter ihnen zu sein, muß ihm eine Ehre sein. Und vielleicht hat er an diesem Samstag im Juni des Franz 2017 gespürt, wie wahr seine Schreibe ist, als er den Asphalt auf dem Albertinaplatz fühlte, das ist kein Asphalt mehr, wie er seit Jahrhunderten in diesem Lande bekannt, sondern schon islamischer Belag.

Und auch wenn Michael Ley einen einz’gen Anzug nicht ein ganzes Leben zu tragen hat, so ist er doch viel, viel, recht viel ärmer dran, als jene schreibenden Männer, die ein ganzes Leben einen einz’igen Anzug, ein einz’ges Hemd zu tragen haben. Er hat nur einen einz’gen Geistesanzug, den er sein ganzes Leben zu tragen hat, einen einz’gen Geistesanzug, den er auch noch im Tod zu tragen haben wird. Und die Würmer, die viel, sehr viel vermögen, sie können aber eines nicht, mögen sie noch so viel Erbarmen mit ihm haben, aus diesem Geistesanzug können sie ihm nicht heraushelfen, ihn nicht in die Nacktheit entlassen. Denn dieser Geistesanzug ist bereits die Nacktheit, die ein ganzes Leben träumen läßt, gekleidet zu sein, nicht arm, nicht karg, sondern prachtvoll.

NS Wichtiger als Geld sind wohl heutzutage, wie es gar modern gesagt wird, die Netzwerke. Und auch Michael Ley ist recht gut, wie es früher einmal gesagt wurde, verhabert. Das zeigt sich auch, wer gar positiv über seine Schreibe schreibt, ihn einlädt, seine Schreibe auch einmal mit einem Vorwort den Anstrich … Wenn es Sie interessiert, recherchieren Sie es bitte selbst. Sie werden Namen finden, wie Andreas Unterberger. Sie werden Michael Mannheimer finden, auch Werner Reichel, auch Christian Ortner und so weiter und so fort. Und wenn Sie die Schreibe über die Ley-Schreibe vergleichen, können Sie sich fragen, wer schreibt von wem ab, wer schreibt gar für mehrere und so weiter und so fort.

Der Anzug des Michael Ley.jpg

NNS Und zu Johann Gudenus fällt seit längerem augenblicklich stets Karin Kneissl ein. Ihr scheinen Netzwerke und Geld gleichermaßen von Bedeutung … sie ist stet anders gekleidet, gut angezogen … und teilt mit Michael Ley vielleicht das etwas gnädigere Schicksal des einz’gen Geisteskostüms, und hierbei könnte beinahe das Träumen einsetzen, ganz ohne Würmer, sie hätten nur Kostüme an, und morgen schon zögen sie diese Kostüme wieder aus, und sie schreien heiter befreit: Lei-Lei … und in derselben Sekunde ziehen alle in diesem Land ihre Kostüme aus, die von allen seit über sieben Jahrzehnten getragen wurden, und alle stehen trotzdem nicht nackt im Glied auf dem Albertinamarschplatz, sondern in den Kostümen von … und Bazon Brock mit Ley und Schachtschneider tischlern unterm Vordach dem Denkereiamt eine tyrolerische Einbauhochgebirgsstub’n …

„Nach einer Darstellung von Bazon Brock stellen Karl Albrecht Schachtschneider und Michael Ley ihre aktuellen Publikationen zur Rettung der Idee Europa vor.“

 

Schachtschneider: Professor von He-Chr Strache & „Ja zum Deutschen Reich“

Bazon Brock - Michael Ley - Karl Albrecht Schachtschneider

Im Zentrum ein leitender Polizist – Die kurze Mittelmeerroute zu Kolonialismus und Ändern der Rechte

Im Zentrum Mittelmeerroute Kurz - Sobotka - Strache

Schon zum Ende  der Sendung „Im Zentrum“ am 25. Juni 2017 hin entspann sich noch ein Dialog zwischen Gerald Tatzgern und Gerald Knaus mit reitererschen Zwischenfragen. Wäre es ein gemalter Dialog, käme das Bild mit dem Titel „Ohne Worte“ aus. Und jeder Mensch verstünde dennoch auf Anhieb, ohne weitere Erklärung. Ein Bild das tiefste Betroffenheit auslöste, größte Erschütterung.

Gerald Tatzgern, ein Polizist, sprach davon, es müssen „Rechte geändert“ werden, aber er verbesserte sich rasch, damit es nicht so hart und unmißverständlich eindeutig klingt. Es ging dabei darum, einen Teil von Libyen zu besetzen, um dort die Auffanglager, die nun auch irgendeinen schön harmlosen Namen erhalten haben, zu errichten. Zu dem meinte Gerald Knaus, damit wieder beim „Kolonialismus“ … Für Gerald Tatzgern aber kein abwegiger Gedanke …

Mittelmeerroute - Kurzer Traum von einer KolonieTatzgern: „… ultimative variante gar nicht die grenze überschreiten können … praktisch gesehen … es müssen zeichen gesetzt werden … beginnen ein teilgebiet libyens so zu ordnen …“

Knaus: „… das heißt ein gebiet zu besetzen von libyen  … dann sind wir wieder beim kolonialismus …“

Tatzgern „… das kann ich nur befürworten … so diese mittelmeerroute zu schließen … wir müssen heute beginnen wirklich beginnen die rechte zu ändern also rechtliche gegebenheiten zu schaffen praktische Gegebenheiten zu schaffen …“

So kurz, so schlecht. Oder, weil es um einen leitenden Polizisten im Bundeskriminalamt geht, kann auf den bereits verwendeten Spruch zurückgegriffen werden: so kurz, so sobotka, oder …

… so etwas kommt heraus, wenn Sebastian Kurz spricht, der in Österreich ständig das Tischchen deckt, diesmal mit dem Schließen der Mittelmeerroute, und sein Ideenaas sogleich gierig verschlungen wird.

Das ist bereits mehr als genug, was zu dieser Sendung zu sagen ist. Unerwähnt allerdings darf nicht der Sendeschlußappell von Claudia Reiterer bleiben, es seien „so viele Ideen“ gehört worden, sie, Reiterer, hoffe, die Politik höre sie … Was sollen sie hören? Rechte ändern? Und für Österreich einen Kolonialismus ausrufen?

Ach, eine Sendung, in der es um das „Retten“ von Menschen … um das „Retten“ von Menschen? Wie kann es in einer Sendung das Retten von Menschen gehen, wenn bereits im Sendetitel das Retten mit einem Fragezeichen versehen wurde.

Soweit ist es also bereits in diesem Land, in diesem österreichischen Rundfunk, daß das Retten von Leben, und es geht hier um das Retten vor dem Tod, nur noch eine Frage ist, und keine Verpflichtung mehr.

Eines noch, wenn auch nebensächlich. Wer diskutierte noch mit? Es war Karin Kneissl. Für den ORF eine, nein, mehr schon, die „Afrika- und Nahost-Expertin“. Das mag sie schon sein, aber eine recht nach dem Geschmack der FPÖ. Mehr braucht nicht gesagt zu werden, über ihre Expertise. Die verdienen schon mal ein Gudenus-Küßchen …

Küßchen Küßchen Kneissl Gudenus

PS Zu Beginn der Sendung war die erste reiterersche Frage an Karin Kneissl, könne denn die Mittelmeerroute geschlossen werden … ein wenig später, als wer nicht über das Schließen sprechen wolle, sondern über die Ursachen, meinte Reiterer sofort, auf die Ursachen werde später …

Leopold Kunschak, Franz Dinghofer, Karl Renner – Die nach ihnen benannten Preise der drei Parteien erzählen viel vom Zustand Österreichs in seinem Halbdunkel

Kunschak - Dinghofer - Renner und Peter_ unzensuriert.jpg

Wie artig Karim El-Gawhary für den Leopold-Kunschak-Medienpreis sich bedankt, und ebenso wohlerzogen seine „Gratulation an alle anderen Preisträger“ – den Preisträgerinnen nicht; Frauen wird ja ohnehin zur Genüge gratuliert, bei den Geburten ihrer Kinder …

Und weil Karim El-Gawhary gar so artig gratuliert zu den Leopold-Kunschak-Preisen soll artig von den Preisen der drei Parteien, die wohl nach dem Oktober 2017 am liebsten wieder allein zu dritt im Parlament sein würden wollen, erzählt werden. Denn. Sogenannte staatstragende Parteien, oder, wie es heute oft zu hören ist, sogenannte Systemparteien, oder, so kurz wie schlecht gesagt, das Establishment, das solche Preise vergibt, machen es auch ein wenig einsichtiger, weshalb Österreich ist, wie eben Österreich ist, weshalb seine Medien sind, wie sie seine Medien sind, weshalb sein Politik ist, wie seine Parteipolitik ist.

Da wäre also der christschwarze oder nun kurzschwarze Leopold-Kunschak-Preis. Wie viele Journalistinnen und Journalisten haben diesen schon bekommen. Es wäre wohl leichter aufzuzählen, von welchem österreichischen Medium wurde noch kein Journalist oder noch keine Journalistin ausgezeichnet. Ob Eva Twaroch sich 2015 für ihren Leopold-Kunschak-Preis auch so artig bedankt hat, wurde nicht erhoben; gefreut wird es sie wohl haben …

René Magritte muß in Österreich den höchsten Staatsorden posthum noch bekommen, Plätze, Gassen, Straßen müssen in Österreich noch nach ihm benannt werden. Mit seinem Titel „Dies ist keine Pfeife.“ lieferte er so etwas wie die Vorlage für die österreichische Formel, die für viele Gelegenheiten abrufbar ist.

Eine Formel, die nicht einmal gesagt zu werden braucht, nach der aber in diesem Land stillschweigend und einverständlich agiert wird.

Im Fall von den Leopold-Kunschak-Preisen heißt die Formel: „Dies ist kein Antisemit.“

Mit Blick auf zwei besondere Kunschak-Preisträger wäre die Meinung nicht von der Hand zu weisen, der Erhalt des Kunschak-Preises spornt noch einmal so recht an …

Und aus der Mitte entspringt die Extreme, das Identitäre

Bei den Preisen der drei sogenannten Systemparteien gibt es Abstufungen. Das gesinnungsgemäß forciertestes Geschäft betriebt die identitäre Parlamentspartei mit ihrem Franz-Dinghofer-Preis, wenn darauf geschaut wird, wer damit ausgezeichnet wird, und das ist nur in Österreich möglich, nicht irgendwo in einer halbdunklen Bude, sondern im Parlament von Österreich. Wahrscheinlich gibt es keine halbdunklen Buden, weil das ganze Land im Halbdunkel …

Für Franz Dinghofer können mindestens zwei Formeln verwendet werden, abwechselnd und auch gleichzeitig: „Dies ist keine Kornblume.“ „Dies ist kein Antisemit.“

Die Kornblume von Norbert Hofer seit 107 Jahren Symbol für antiösterreichische Gesinnung

Und dann gibt es noch den Karl-Renner-Preis der Sozialdemokratie. „Dies ist kein Ja.“ Aber auch: „Dies ist kein Antisemit.“

Homophobie, Antisemitismus – Diskursniveau von Karl-Renner-Publizistik-Preisträger Norbert Leser jenes von Karl Tropper?

Ob damit Österreich verstanden werden kann, ein wenig mehr, vielleicht. Aber eines kann schon verstanden werden, daß die drei Parteien wieder, nach der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017, am liebsten allein im Parlament auf ihren Stühlen gemeinsam wetzen möchten, verbindet sie doch so einiges, auch nach wem sie ihre Preise benannten und weiter vergeben. Und alle drei Parteien tun nicht wenig dafür, den Anschein zu erwecken, als stünden am 15. Oktober 2017 nur sie, die Dreifaltigkeit österreichischer Tradition, zur Wahl, sie tun nicht wenig dafür, bemühen sich, vergessen zu lassen, daß noch weitere Parteien kandidieren. Und die Medien mit ihren vielen Preisträgern und Preisträgerinnen unterstützen sie dabei, so gut sie es eben vermögen.

Österreich Nationalratswahl Oktober 2017 - Keine Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie

 

Vom Niveau einer staatstragenden Partei, ehemals kurz ÖVP, jetzt NIEDRIGPETER

FPÖ unzensuriert Peter_ 23-06-2017Es kann nicht aufregen, zu welchen Karikaturen Peter_ auf FPÖ unzensuriert verlinkt, am 23. Juni 2017. Von ihm ist nichts anderes zu erwarten. Wer sich von der FPÖ unzensuriert erwartet, sie würde, endlich nach Jahren, einem Peter_ auf ihrer Copysite das stürmische Schreiben verweigern, erwartet sich von ihr zu viel, und immer das Falsche.

Das ist wohl das Kennzeichen schlechthin, weshalb die FPÖ immer noch gewählt wird, weil von der FPÖ stets das Falsche erwartet wird.

Die Darstellung von Martin Schulz, zu der auf FPÖ unzensuriert Peter_ verlinkt, nun, die ist wohl eindeutig, es ist offensichtlich, welche Gesinnung und welchen Ismus sie bedient. Und das freut gleich nicht wenige, die den Kommentar von Peter_ positiv bewerten. Wie stets die Zustimmung zu den Kommentaren der Schreibstaffel keine geringe ist. Was von einer FPÖ unzensuriert zu erwarten ist, um an ein Beispiel zu erinnern, daß sie in der Nachfolge von René Magritte, der von seiner gemalten Pfeife behauptet, sie sei keine Pfeife, als Kommentar hierzu schreibt: „Dies ist keine Hakennase.“

Weshalb FPÖ unzensuriert und ihr Peter_ überhaupt noch zu erwähnen sind, ist nicht, um sich darüber aufzuregen. Es ist von ihnen je nichts anderes zu erwarten. Und das haben die Wählerinnen für sich entscheiden, ob sie nicht endlich damit aufhören wollen, die FPÖ zu wählen, weil sie stets das Falsche, also das, was die FPÖ je nicht erfüllen kann, von der FPÖ erwarten. Freilich, und das ist sehr erschreckend, wird das, was von der FPÖ je zu erwarten ist, für nicht wenige Wähler das Richtige sein, das also, was sie sich von der FPÖ erwarten, bekommen sie von der FPÖ, weil es für sie das Richtige ist. Zum Beispiel, weil es zu den Karikaturen paßt, einen „ausgeprägten Patriotismus“ …

Aber es muß der FPÖ unzensuriert dafür gedankt werden, daß sie Peter_ seit Jahren auf ihrer Copysite schreibend stürmen läßt. Ohne diese gesinnungsgemäß rechte Großzügigkeit gäbe es nicht die zweite Karikatur über „Tarnung“ und „Realität“, die unmißverständlich das Niveau einer zweiten Partei in Österreich vor Augen führt. Denn diese Karikatur, wie in der Collage gesehen werden kann, erinnert augenblicklich an die Broschüre der christschwarzen Partei, die zeitlich mehr oder weniger im Übergang  der Obmannschaft von Reinhold Mitterlehner zu Sebastian Kurz oder – im Wirtschaftsjargon gesprochen – während der feindlichen Übernahme der christschwarzen Obmannschaft veröffentlicht wurde, im Mai 2017. Vielleicht verzichtete die ÖVP nur deshalb darauf, ihre Broschüre mit einer Karikatur zu schmücken, weil die gesamte Broschüre bereits eine Karikatur … Dabei stellt sich nur eine Frage, wer übernimmt hierbei das Niveau von wem, die ÖVP von … die Annahme dürfte eher zutreffen, daß Peter_ mit dem Rosenkranz aufgezogen wurde zu seinem recht österreichischen Niveau …

Jetzt fällt zur ÖVP doch noch einmal die „Dies ist keine Hakennase“-Karikatur ein. Wird es auch in diesem Jahr einen Leopold-Kunschak-Preis geben? Und wird diesen in recht guter christschwarzer Tradition Sebastian Kurz als Obmann feierlich übergeben? Mit seiner Pfeifen-Variation: „Dies ist kein Antisemit.“?  2016 durfte das noch Reinhold Mitterlehner als Obmann machen,  die Preise übergeben an Karim El-Gawhary, Kurt Seinitz … und wie stets wird den Preisträgerinnen und Preisträgern außer Preisbekommfreude zu Leopold Kunschak nichts eingefallen sein, vor allem nicht eingefallen sein, auf den Preis zu verzichten.

Und noch einer aus der Schreibstaffel der FPÖ unzensuriert fällt jetzt ein zu „Dies ist keine Hakennase“. Es ist Franz Dinghofer. Ob der sich Franz Dinghofer Nennende auch schon zur Ikone aufgestiegen ist, wie der historische Franz Dinghofer für die FPÖ, vermag nicht beantwortet werden. Das haben die zwei Parteien auch gemein, also die identitäre Parlamentspartei die Partei Kurzschwarze: Preise zu vergeben, die eine im Angedenken an Leopold Kunschak, die andere an Franz Dinghofer … und noch eine Pfeifenvariante: „Dies ist keine Kornblume.“

Und wenn der Schreibstaffler Dinghofer über Christian Kern als „Juden“ Kommentare auf FPÖ unzensuriert schreibt, dann sind diese nicht positiv gemeint, also positiv für Christian Kern … es sind vor allem Verdächtigungen.

Eine andere Kapitelüberschrift wäre wohl zutreffender: Österreich, das Land der Magrittes: Dies ist kein…

Nationalratswahl in Österreich am 15. Oktober 2017 – Kein Zurück zum Dreiparteienparlament, keine Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie der 1960er Jahre!

Österreich Nationalratswahl Oktober 2017 - Keine Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie

Der sogenannte Wahlkampf zur Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 in Österreich hat noch nicht in seinen krassesten Ausformungen begonnen. Aber alles steht bereits unter dem Zeichen der Nationalratswahl im Oktober. Und seit langem schon ist, besonders in diesem Jahr forciert, der Eindruck nicht mehr zu löschen, die massenmedial breiteste Vermittlung ist die, es gäbe in Österreich bloß drei Parteien, die zur Wahl stünden.

Das kann billig dem Einfluß amerikanischer Western auf Journalisten und Journalistinnen geschuldet sein, der Liebe zum Duell, allerdings einem besonderen Duell, das durchaus tief in die österreichische Seele blicken läßt, dem duel ménage à trois …

Es kann aber auch abgründiger sein. In diesem Fall sind die Eigentümer und die Eigentümerinnen österreichischer Massenmedien zu befragen, was sie sich davon versprechen, von dieser breitesten Zuspitzung auf bloß drei Parteien, was für einen Gewinn sie sich davon erwarten, die österreichische Parteienlandschaft auf drei Hügelchen, die nicht höher als Maulwurfshügel sind, zu reduzieren, was die Hintergründe ihrer Politik sind, massenmedial breitest beitragen zu wollen, massenmedial breitest dafür die Tasten zu schlagen, daß es in Österreich wieder zu einem Dreiparteienparlament, wieder zu einer Dreiparteiendemokratie, wie es sie in den 1960er Jahren gegeben hat, kommt.

Diese Dreiparteiendemokratie dauerte sehr viel länger, nämlich bis 1986. Erst 1986 schaffte es eine vierte Partei, in das Parlament gewählt zu werden. Wenn aber die derzeitige geistige Zugerichtetheit und geistige Hergerichtetheit des Landes Österreich berücksichtigt wird, können nur die 1960er Jahre herangezogen werden. Denn. Nichts deutet darauf hin, daß es in diesem Land einen Willen zum gesellschaftspolitischen oder überhaupt zu irgendeinem Aufbruch, wie in den 1970er Jahren vor allem und im Grunde nur eine Partei im Grunde tatsächlich diesen wirklichen Willen hatte zum Aufbruch, bei dem eine zweite Partei widerwillig, schleppend und viertelherzig mitmachte, gibt.

Und wenn nun massenmedial breitest so getan wird, es gäbe bloß drei Parteien zu wählen, weil eben durch diese nackte Zuspitzung auf diese drei Parteien alle anderen Parteien in das Dunkel gestoßen werden, in die Unwichtigkeit verbannt werden, es sich nicht einmal lohne darüber nachzudenken, andere Parteien als ebendie drei Parteien zu wählen, propagieren österreichische Massenmedien die Rückkehr zum Dreiparteienparlament, zur Dreiparteiendemokratie minus Aufbruch, wie dieser in den 1970er Jahren stattfand, also Rückkehr zum Dreiparteienparlament der 1960er Jahre, Rückkehr zur Dreiparteiendemokratie der 1960er Jahre, Rückkehr also, so kurz wie schlecht gesagt, zum Österreichgrau der 1960er Jahre.

Der harmloseste Gewinn, wenn es denn nicht abgründiger ist, für österreichische Massenmedien würde bei einer Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie der 1960er Jahre sein, ihre bequeme und einfältige respektive dreifältige Berichterstattung legitimieren zu können. Denn. Es gäbe halt nur drei Parteien, österreichische Politik sei eben auf ländisch christliche Dreifalt reduziert. Sie, die Massenmedien, würden ja gerne von Vielfalt berichten, aber die österreichischen Wähler und Wählerinnen sind nicht für Vielfalt … Wenn aber massenmedial Vielfalt breitest verschwiegen wird, wenn aber massenmedial Dreifalt breitest berichtet wird, kann das Ergebnis nur Einfalt sein.

Die größte Schimäre bei dieser massenmedial breitesten Zuspitzung auf bloß drei Parteien ist allerdings, daß es sich hierbei um ein Duell zwischen diesen drei Parteien handelt. In Wahrheit ist es ein Duell der drei Parteien gegen alle anderen Parteien in diesem Land. Und die Sekundantin dieser drei Parteien sind die Massenmedien in diesem Land. Es wird der Sekundantin Nachteil wohl gar nicht sein, gegen die anderen Parteien vor der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 für die drei Parteien zu feuern, das heißt, genauer, für die drei Parteien alle anderen Parteien totzuschreiben.

Und diese drei Parteien stehen heute, um es noch einmal zu verdeutlichen, für die drei Parteien der 1960er Jahre, keine einzige dieser drei Parteien mit dem Willen, mit der geringsten Idee zum Aufbruch, wie es diesen in den 1970er Jahren in Österreich gegeben hat. Es treibt sie, die drei Parteien, einzig an, die machtparteipolitische Aufteilung nach dem unseligen Muster der 1960er Jahre. Und dabei ist es noch schlimmer als in den 1960er Jahren. Denn. In den 1960er Jahren konnten Unterschiede zwischen diesen drei Parteien wohl leicht noch ausgemacht werden. Im Jahr 2017 sind die Unterschiede nur noch mikroskopisch feststellbar. Und das spricht vor allem gegen eine Partei, die für den Aufbruch in den 1970er Jahren an erster Stelle stand. Was spricht gegen die zweite Partei, nun, kurz … sie macht mit, sie machte sogar bei einem weit zurückliegenden Aufbruch mit, aber sie braucht dazu stets wen, von dem sie dirigiert wird, dann macht sie mit, zwar viertelherzig, zwar widerwillig, zwar schleppend, aber doch … Über die dritte Partei? Zur dritten Partei ist gar nichts zu sagen. Die dritte Partei hat ihren „ausgeprägten Patriotismus“, und diesen nicht erst seit den 1960er Jahren …

Die Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 in Österreich wird soher auch eine sein, muß eine sein, in der die Wählerinnen und Wählern den Massenmedien in Österreich die Vielfalt in Österreich fern ihrer erschriebenen Wirklichkeit beweisen, also vor allem die Parteien wählen, die von den Massenmedien permanent totgeschrieben werden, weil sie sich bequem mit den drei Parteien in die Dreifaltigkeitsdemokratie der 1960er Jahre legen wollen, zum Nutzen der drei Parteien und dadurch vor allem zu eigenen Nutzen.

Es gibt für die Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 daher für alle Wählerinnen und Wähler nur eine Parole: Keine Rückkehr zum Österreichgrau der 1960er Jahre. Keine Rückwahl zum Dreiparteienparlament der 1960er Jahre. Keine Rückkehr zur Dreiparteiendemokratie der 1960er Jahre. Eine Demokratie der Vielfalt, eine Demokratie auf der Höhe der Zeit haben zu wollen, heißt für die Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 vor allem, keine der massenmedial breitest propagierten drei Parteien zu wählen.

PS Um es mit einem technischen Beispiel anschaulich zu machen, was eine Rückkehr, eine Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie der 1960er bedeutet. Eine Rückkehr zu dieser ist vergleichbar mit der Rücknahme, mit der Vernichtung eines technischen Fortschritts, die Aufgabe und die Auslöschung der Farbphotographie, die Rückkehr zur Schwarzweißphotographie.

Österreich Nationalratswahl 15-10-2017 Keine Rückwahl zum Dreipareienparlament der 1960er Jahre

 

 

Und als Sebastian Kurz sprach, da geschah …

Gleich nach dem Morgenjournal am 19. Juni 2017 versichern in einem Telefonat die zwei vom zurzeitigen Außenminister beauftragten Kartographen, ihm eine Landkarte von Europa für seine Außenarbeitsorientierung nach seinen Geographiekenntnissen zu zeichnen, den Satz ihres Auftraggebers

„Großbritannien auf unserem Kontinent bleiben wird.“

noch im Ohr, wie klug es von ihnen gewesen sei, sich auf den Kompromiß geeinigt zu haben, dem Außenminister eine Landkarte vorzulegen, die es dem Außenminister ermöglicht, je nach seiner Tagesverfassung und je nach seinem Sekundenbedarf nicht nur Großbritannien auf dem europäischen Kontinent zu verorten, sondern auch anhand ihrer Landkarte die Richtigkeit seiner Aussage beweisen zu können.

Bei dieser telefonischen Versicherung, die richtige Lösung für den Außenminister gefunden zu haben, beklagen sie ein weiteres Mal, daß es zwar nicht zu ihrer Berufsehre gereiche, eine Landkarte gezeichnet zu haben, auf der Großbritannien zweimal vorkomme, aber schließlich, so ihre gegenseitige Beruhigung, sei es ein Auftrag gewesen, der zu erfüllen war, und darüber hinaus sei ihnen vom Außenminister nicht mitgeteilt worden, wo er auf dem Kontinent Großbritannien wünsche. Ihre Landkarte sei daher die bestmögliche Lösung, die es dem Außenminister erlaubt, Großbritannien auf dem Kontinent „als Nachbar“ zu verorten, wo es ihm gerade opportun erscheint. Ihr Telefonat gleich im Anschluß an das montägliche Morgenjournal beenden sie mit der gegenseitigen Versicherung, wieder einen Kunden zufriedengestellt, einen Kunden zum König gemacht zu haben, und einer merkt noch an, nicht ohne Stolz, er werde wohl, ehe zum Interview eilte, noch rasch einen Blick auf ihre Landkarte geworfen haben, um sich zu vergewissern, wo Großbritannien diesmal für das Morgenjournal …

Menschgemäß ist das eine Wortklauberei, die zwei beschäftigungslose Kartographen seit langem ohne Aussicht auf Aufträge morgendlich am Telefon betreiben, und die im Grunde nicht zu berichten ist. Von einem gewissen Wert zu erzählen aber ist eines, Österreich hat mit Sebastian Kurz einen Außenminister, der mehr ist als nur ein Außenminister, wahrlich ein Seher, ein Prophet. Denn. Er weiß, daß Großbritannien auf dem „Kontinent bleiben wird“, er weiß, daß Großbritannien „Nachbar“ bleiben wird. Und er ist mehr als ein Prophet, mehr als ein Seher. Er ist ein Gestalter, dem ein Wort genügt – und gestaltet ward … Er kann, daß alle bleiben, wo sie sind. Menschen in Afrika, Inseln sich nicht von ihrem Kontinent fortbewegen, auf dem sie sind. Inseln ihre bisherigen Nachbarinnen, wer auch immer diese sind, … Und wenn er morgen einem Meer gebietet, kein Meer der Schiffahrt mehr zu sein, so wird das Meer sich sogleich aufrichten als Mauer bis zum Monde … Wer Inseln Einhalt gebieten kann, zu wandern, von einem Kontinent zum …, so ein Mensch vermag alles, und es wird höchste Zeit, zu ihm zu pilgern und ihn auf Knien zu bitten: „Herr, sprich nur ein Wort, und augenblicklich gestoppt wird sein die Temperaturwanderung des Klimas!“

Und wer jetzt noch nicht restlos von seinen Fähigkeiten überzeugt ist, braucht wohl noch einen Blick auf sein lichtes Weltprogramm …

 

Großbritannien auf dem Kontinent - Sebastian Kurz

Werte, Töchter der Zeit

Wertekompass - Werte Töchter der Zeit

Wie gut, daß es nun einen Wertekompaß der Sozialdemokratie gibt. Nach diesem Kriterienkatalog kann es wohl nie eine Koalition mit der identitären Parlamentspartei geben, wenigstens nicht auf Bundesebene.

Mit einer Partei, deren Copysite am 18. Juni 2017 Franz Karl Ginzkey gesinnungsgemäß feiert, der für sie ein „Patriot und politisch nicht korrekt“ ist. Sie stellt heraus:

Einige seiner Werke zeugen von Ginzkeys ausgeprägtem Patriotismus. Zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang „Den Herren Feinden“, „Die Front in Tirol“, oder auch „Heimkehr des Panzerschützen“.

Als Franz Karl Ginzkey seinen Panzerschützen heimkehren ließ, prangte darüber „Bekenntnis …“, und das war in einer Zeit, als „ausgeprägtem Patriotismus“ ein anderer Name gegeben war. Es war 1943. Nur zwei Jahre später war auch den Menschen in Deutschland und in Österreich breitest klar, wohin dieser „ausgeprägte Patriotismus“ führt: in den eigenen Untergang, in die eigene Vernichtung.

Die Copysite der identitären Parlamentspartei scheut den Namen zu nennen, den damals der „ausgeprägte Patriotismus“ führte. Sie kann auch nicht benennen, was damals Franz Karl Ginzkey war. Wie auch? Weiß doch heutzutage ein jeder Mensch, was der „ausgeprägte Patriotismus“ war, der ihr so wichtig ist, den zu feiern sie nicht aufgeben will. Und es hat auch etwas Besonderes mit diesem „ausgeprägten Patriotismus“ auf sich. Es ist ihm ein recht besonders Gesetz in Österreich gewidmet.

Und auch im Juni 2017 die ehrenreiche Erinnerung an Josef Weinheber, der ebenfalls ein recht stimmkräftiger Sänger des „ausgeprägten Patriotismus“ war:

Das Kleid des Kaisers ist durchsichtig.

„Der bedeutendste österreichische Lyriker seiner Zeit“ ist Weinheber für FPÖ unzensuriert – „seiner Zeit“ hatte damals denselben Namen wie der „ausgeprägte Patriotismus“ … Wie leicht nun der identitäre Literaturkanon mit dem Werbekompaß abzugleichen ist, und dann ist die Antwort einfach, mit wem und mit wem nicht.

Manfred Haimbuchner und der recht besondere Literaturkanon der FPÖ

Kriterienkatalog auf Kärntnerrotrealismusart

Wie gut, daß es nun einen Wertekompaß der Sozialdemokratie gibt. Nach diesem Kriterienkatalog kann es wohl nie eine Koalition mit der identitären Parlamentspartei geben, wenigstens nicht auf Bundesebene.

Denn. Kaum ist der Wertekompaß der Sozialdemokratie veröffentlicht, zeigt die identitäre Parlamentspartei wieder einmal, was sie unter „sozial“ versteht, diesmal in Graz, gemeinsam mit der christschwarzen Partei. Was die zwei Parteien in Graz nun vorhaben, ist, kurz gesagt, nichts, das mit dem Namen „soziale Gerechtigkeit“ in die Geschichte eingehen wird. Es braucht gar nicht gefragt zu werden, welche Partei hier die andere aufstichelt. Die ÖVP ist nur, was ihre Regierungspartnerin ist. Das jüngste Beispiel: die ÖVP in Oberösterreich ist nun mit der identitären Parlamentspartei auch eine andere, als sie davor mit anderen Regierungspartnerinnen war. Und wenn sich die Sozialdemokratie an ihren Wertekompaß hält, dann, ja dann, dann, ja dann, was dann, es ist eine Scheu, ein Wort der Hoffnung zu schreiben, zu sehr ist die österreichische Realpolitik dagegen, zu schreiben, so ist es sicher, daß es keine Koalition mit der identitären Parlamentspartei je geben wird.

Andreas Khol hat den Satz von der Wahrheit, die eine Tochter ihrer Zeit sei, noch selbst gesagt. Das ist von ihm geblieben. Was wird von Peter Kaiser im Kern bleiben? Ein Satz vielleicht, den er nicht einmal selbst gesagt hat:  Werte, Töchter der Zeit.

Was für einen Wert jetzt schon die Sozialdemokratie und auch die kurzschwarze Partei der identitären Parlamentspartei mit den Werten ihrer Zeit zugesteht, kann auch an der Überlegung der Presseförderung

Thomas Drozda

Wolfgang Brandstetter

für solche Copysites des „ausgeprägten Patriotismus“ abgelesen werden. Um Werte aufzugeben, müssen diese zuerst einmal festgeschrieben werden.

Steppenwolf – auch einer, der lange schon für FPÖ unzensuriert … – teilt diesen „ausgeprägten Patriotismus“, wie schön würde Paula Wessely seine Worte sprechen können, wären diese ihr doch nicht unbekannt, war sie doch geübt, die Werte ihrer Zeit eindringlich zu sprechen, wie sie heute eindringlich auf der Copysite der identitären Parlamentspartei geschrieben werden:

Bin derzeit im Ausserland – da ist Österreich noch in Ordnung
Keine Moslems, keine Neger, keine Zigeuner – welch ein wunderbarer Kontrast zu den grauen Kopftuchweibern – unsere Tracht! Fröhliche Menschen, alle sprechen deutsch, ja Kleider machen Leute

Im Wertekompaß wird etwas vom „Antifaschismus“ geschrieben. Nun, auch dieser Wert ist weit auslegbar. Auch die identitäre Parlamentspartei hält dem Antifaschismus die Stange, mehrere Stangen sogar. Was für eine Hilfe wird das sein für die Sozialdemokratie, wenn es sein wird müssen, wie sie meint, eine Stange wird sie ergreifen können.

FPÖ und Antifaschismus – Wenn Herbert Kickl von Norbert Hofer abschreibt, kommt dabei nur recht Unrichtiges heraus

„Wiederbeleben des Faschismus“

NS Zum „ausgeprägten Patriotismus“ des Franz Karl Ginzkey und zur weinheberischen Zeit gehörte, was auf FPÖ unzensuriert genau gewußt wird, aber der Sozialdemokratie und der Partei des Kurzschwarzen wieder eindringlich in Erinnerung zu rufen ist, auch Buchenwald und

FPÖ-Unzensuriert: „Nach der Wende für … jeweils einen eigenen Steinbruch reservieren“

FPÖ-Unzensuriert: „Schickt die Lesben, Schwulen und Perversen in den Steinbruch!“ – Das Märchen vom raschen Löschen

und und und vieles mehr, von dem vor allem  Franz Dinghofer für seine heutige Zeit …