Der Reflexe Sendung

Was könnte über die nun zu Ende gegangene Sendung gesagt werden? An diesem Sonntag, 22. Mai 2022. Im Zentrum der Nacht.

Ein Wort, das genügt:

Reflexgerede.

Und es könnte noch gesagt werden, wer das Reflexgerede exemplarisch verkörpert:

Irmgard Griss.

Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine ist nicht nur ein Verbrechen und eine Tragödie, sondern auch der letzte Warnruf an die freie Welt, der auch Österreich angehört. Wenn wir unser Lebensmodell einer unabhängigen, demokratischen und dem Rechtsstaat verpflichteten Gesellschaft beibehalten wollen, müssen wir uns dringlich einer ehrlichen Diskussion stellen, auf welche Weise und mit welchen Fähigkeiten wir uns verteidigen wollen.

Diesmal löst der putinsche Krieg gegen die Ukraine den Reflex des Geredes aus. Für den österreichischen Rundfunk ist der Reflex, eine Sendung zu einem „offenen Brief“ zu machen, der eine Mischkulanz … Allein der oben zitierte Absatz aus diesem Brief läßt es verstehen, daß die Bundesregierung, dabei selbst eine Freundin des Reflexes, bis heute noch nicht darauf geantwortet hat, worüber sich Imgard Griss in der Sendung beklagt, noch keine Antwort erhalten zu haben, als müßte ihr – der ihrem Gehabe nach der Titel gebührte: Großmutter der Nation, Retterin der freien Welt – in der Sekunde geantwortet werden. Wie gütig ihre Augen auf dem ihr beistehenden Großvater Pelinka ruhen, wenn er mit einer wohl nicht ganz redlichen und schlüssigen Argumentation zu beweisen sucht, wie notwendig dies sei, was sie im Brief schreiben, schließlich sei, so Großvater Pelinka, das Nicht-Nato-Land Ukraine angegriffen worden und nicht angegriffen wurden die drei baltischen Nato-Länder …

Reflexsendung zu Reflexgeschreibe — —

Erstarken gewaltbereiter rechtsradikaler Gruppierungen.

Auch das wird in diesem Reflexbrief angeführt, in dem es, so die Unterzeichnenden, um „Neutralität“, „Nato-Beitritt“ geht. In einer Mischkulanz —

Der erste Angesprochene von den Unterzeichnenden ist der Herr Bundespräsident. Zugegeben, der Herr Bundespräsident, verhielt sich – einer sehr zu hinterfragende Neutralität – wohl zu neutral, wenn auch ohne die Gesinnung zu teilen, als er durch seine Angelobung zur Stärkung — —

Wir müssen die sicherheitspolitischen Lehren daraus ziehen, dass sich Österreich energiepolitisch von Russland abhängig gemacht und sich an Putin angebiedert hat – trotz seiner autoritären und menschenrechtsverletzenden Führung, trotz Auftragsmorde in EU-Mitgliedstaaten, trotz kriegerischer Aggressionen.

Diese Lehre wurde doch schon längst gezogen. Was das Gas allein betrifft. So schnell als aus Österreich eilte aus keinem anderen Land die Regierung in die freie Welt, um Österreich energiepolitisch von Putin unabhängig zu machen — —

Diese Mischkulanz hat, übrigens, auch eine Frau unterzeichnet, die in der kurz zurückgelassenen Vergangenheit bereits in einer Krise äußerst kompetent auffiel, sie fuhr hin und erfuhr, was Krieg ist; eine erste Kandidatin für die „Expertengruppe“, der wohl eine Gruppe aber vorangehen müssen wird, zur Klärung, ob auch Expertinnen

Wir schlagen daher eine breit angelegte Debatte über die Zukunft der österreichischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik vor, geleitet durch eine vom Bundespräsidenten eingesetzte unabhängige Expertengruppe.

Die Großmutter zur Rettung der heiligen Nation der freien Welt wird sich noch weiter gedulden müssen, bis sie eine Antwort und vor allem bei der bekannten Reaktionszeit von Großvater Bundespräsident bis dann eine von ihm eingesetzte „Expertengruppe“ oder gar, wenn die Vorgruppe, wobei zu klären ist, wer setzt die Vorgruppe ein, das positiv entscheidet, daß der „Expertengruppe“ auch Frauen …

Von der Nachwelt der „völkischen Nachwelt Aufbereitung bewusst ständig mild angepasst“

Das Frankenburger Würfelspiel. Empfehlung. Eine d größten Natur-Freilichtbühnen in Europa. Beeindruckendes Stück über Unrecht u Unfreiheit.

Klassiker: man skandalisiert eine historische Begebenheit anhand eines Buchs, das jemand darüber schrieb. Besitze das Itzinger-Werk UND war 2019 bei der Aufführung in Frankenburg und es gibt erhebliche Unterschiede, die Aufbereitung wird bewusst ständig mild angepasst.
1/

Das gesagt habend: Man skandalisiert seinen Historienroman, den er 1925 herausbrachte, wegen seiner Aktivitäten 1938-45 – man skandalisiert aber lustigerweise nie, dass die Dollfuß-Diktatur den völlig unanstößigen Roman verbot.
2/

„Aus welch einem anderen Dorf als Ried hätte Karl Itzinger auch stammen können, in dem bis in die Gegenwart herauf Menschen sich in eine extremgeistige Stellung bringen“. „Dorf“ wurde 1857 zur Stadt erhoben, ist auch Geburtsort von Karl Öllinger & David Stögmüller (Grüne).^^
3/

Julian Schernthaner gibt keine Empfehlung ab.

Es ist Lothar Lockl vorbehalten, die „Empfehlung“ für „Das Frankenburger Würfelspiel“ auszuschreiben —

„Beeindruckendes Stück über Unrecht u Unfreiheit“ auf einer „d größten Natur-Freilichtbühnen in Europa“ – für Lothar Lockl

Und Julian Schernthaner, der das „Itzinger-Werk be[sitzt]“, ist es ein „Klassiker … man skandalisiert eine historische Begebenheit anhand eines Buchs, das jemand schrieb, skandalisiert seinen Historienroman, skandalisiert aber lustigerweise nie, dass die Dollfuß-Diktatur den völlig unanstößigen Roman verbot“ —

„Empfehlung“ und „Klassiker“: beides auf der Plattform des Unternehmens Twitter zu lesen, das von Lothar Lockl Gelobte vor fünf Jahren, im historischen Jahr des von ihm erfolgreich Verkauften, im Juli 2017, das von Julian Schernthaner fünf Jahre später, im Mai 2022, ein paar Monate vor dem Ende der sechsjährigen Montagamtsperiode des von Lothar Lockl —

Gerade die von Lothar Lockl wohl am erfolgreichsten vertriebene Marke steht zur Zeit in Österreich wie keine zweite für Mahnung an die Geschichte. Bei einer derart gedenkreichen Beschäftigung mit dieser überrascht es dann doch, wie blauäugig empfohlen wird, das vor einhundert Jahren die „völkische Nachwelt“ aufgebracht hat, um ihrer Gesinnung des würfelnden Blutgerichts einen historischen Legitimationsanstrich …

Lothar Lockl empfiehlt ein Stück, wohl dazu verführt, da mit diesem „Unrecht u Unfreiheit“ noch dazu nicht nur auf einer „Natur-Freilichtbühne“, sondern auf einer der „größten Natur-Freilichtbühne in Europa“ gegeben wird – da kann ein dem Grünen verschriebener Mensch sich doch nicht verweigern, eine Empfehlung abzugeben … wäre er aber ein ebenso erfolgreicher Absolvent der Schule der Geschichte wie des Lehrgangs Marketing, er hätte die Empfehlung

Im Gegensatz zu ihm muß Julian Schernthaner die Schule der Geschichte mit Auszeichnung abgeschlossen haben, hat er doch in ihr gelernt, das ist zum Skandal zu machen, was kein Skandal ist, das ist zu verteidigen, was nicht zu verteidigen ist, zu behaupten, es werde verschwiegen, die zu einem Opfer zu machen, die kein Opfer war: die „völkische Nachwelt“ … Es gab wohl einen Bruderzwist in diesem Land, in dem die eine Gesinnung, also die eine Schwester ihre Schwester mit Verboten – verschwiegen wird das jedoch nicht, auch wenn Vorzugsschüler Schernthaner zu behaupten gelernt hat, es werde verschwiegen, daß die Schwester der Schwester vebot, Itzinger und Paumgartten zu verbreiten …

Die Nachwelt – nicht nur Julian Schernthaner – der „völkischen Nachwelt“ hat in der Schule der Geschichte gelernt, daß die „Aufbereitung bewusst ständig mild angepasst“ werden müsse, damit es vor allem von jenen weitergetragen werden kann, die sich nicht mehr in den Spiegel schauen würden können, wüßten sie, was sie empfehlend weiter …

So ist die Ansicht, daß aus der Geschichte gelernt werden kann, doch keine gänzlich falsche, es ist aus ihr zu lernen, wie Unterschlupf zu finden ist, dort Unterschlupf zu finden ist, wo der Verdacht der „völkischen Nachwelt“ nicht aufkommen kann —

Julian Schernthaner bringt durch seine Schreibarbeit für „Die Tagesstimme“, „Wochenblick“, „Freilich Magazin“ wieder Figuren, mit denen er schreibt, zurück, von denen gedacht wurde, sie werden in keinem Kapitel mehr vorkommen, wie Werner Reichel, wie Martin Lichtmesz, wie Hans-Jörg Jenewein, wie die Mutter, deren Sohn … und nun tauchen sie doch wieder mit ihrem gesinnungsgemäßen Wochenblick in einem Kapitel …

Manchmal ändert sich etwas doch, daß gedacht werden könnte, es kann in einem Kapitel von etwas Neuem erzählt werden, aber sogleich stellt es sich heraus, es ist nur der Name, der sich geändert hat, um das Gelernte bewußt umzusetzen, mild angepaßt

Um in diesem Kapitel doch etwas Neues zu erzählen: Vom Magazin mit dem neuen Namen in der Mandellstraße zum Verlag, der so recht unter Verboten zu leiden hatte, in der Hofgasse ist es nur ein kurzer Fußmarsch, in Graz, elf Minuten die für sie recht leicht zu ergehen sind; sie mögen vieles sein, eines sind sie nicht: fußmarod …

Es wird Julian Schernthaner wohl recht freuen, daß die Empfehlung nicht er, sondern Lothar Lockl, der nichts gemein hat mit seiner Schreibkameraderie mit den Magazinen der …

Antisemitismus, Reklame und Umfragen in Österreich: eine Wechselbeziehung —

„Gerald Grosz 42 %, Susanne Fürst 24 %, Alexander Van der Bellen 24 %, Marco Pogo 9 %“

So das Wahlergebnis am Freitag, 13. Mai 2022.

Von diesem Freitag, 13. Mai 2022, an dem auch Antisemitisches auf der Website geschrieben wurde, für die Susanne Fürst eine „regelmäßige Kolumne“ schreibt.

Ob inzwischen das Antisemitische auf der Website, für die Susanne Fürst, Abgeordnete im österreichischen Parlament, eine „regelmäßige Kolumne“ schreibt, gelöscht wurde?

Am gestrigen Tag, 16. Mai 2022, war es noch veröffentlicht. Ein zweites Mal wurden die Machenden dieser Website auf das Antisemitische auf ihrer Website, für die eine Nationalrätin des Parlaments in Österreich eine „regelmäßige Kolumne“ schreibt, direkt darauf hingewiesen, nach dem 15. Mai also auch noch am 16. Mai 2022. Die Verantwortlichen dieser Website wissen es nun und werden schon wissen, wie sie gesinnungsgemäß mit dem Antisemitischen auf ihrer Website, für die die „Verfassungssprecherin“ Fürst eine „regelmäßige Kolumne“ schreibt, umgehen …

Sie wissen es, wie damit umzugehen ist. Es veröffentlicht zu lassen. Auch am 17. Mai 2022. Nicht nur die zwei antisemitischen Kommentare, sondern auch den Kommentar, ebenfalls seit dem 13. Mai 2022, von Josef, der die erste und einzige Konsequenz des Antisemitismus einfach wie kurz zum Ausdruck bringt: das Morden.

Elendsky dir gehören die Augenlider geschlossen du mit deim Dreckigen Spiel

Da in dem einen antisemitischen Kommentar geschrieben steht, sie würden seit „Menschengedenken gehasst und verfolgt“, ist es nur folgerichtig, treuergeben der antisemitischen Heilsgeschichte daß jener, der Wolodymyr Selenskyj die „Augenlider“ schließen, also ermordet sehen will, sich den Namen „Josef“ gab – nach dem „heiligen Josef“, der für Papst Franziskus „Vorbild der Nächstenliebe“, der für Papst Franziskus „Fürsprecher und Vorbild für alle, die im Alltag, oftmals von der Öffentlichkeit unbemerkt, aufopferungsvoll ihren Dienst …“ Dem Mord vorausgehen muß aber stets auch die Verhöhnung des Menschen, der ermordet werden soll, so wie es am 13. Mai 2022 Josef wieder einmal exemplarisch belegt, auch mit der Verunglimpfung des Namens des Menschen, dem die „Augenlider geschlossen gehören“. Die Namenszerstörung geht der physischen Vernichtung voraus —

Josef formuliert mit seinem Mordaufruf auf der Website, für die eine Abgeordnete des österreichischen Parlaments eine „regelmäßige Kolumne“ schreibt, im Grunde nur eine Variation von „Das Judentum muß nicht vernichtet werden.“

Dieser einfache wie kurze Massenmordaufruf war die Reklame eines österreichischen Verlages, der nun die Bücher eines Mannes mit dem Ehrgeiz, in Österreich Bundespräsident werden zu wollen, verlegt —

Gerald Grosz wird über dieses Wahlergebnis vom Freitag, dem 13. Mai 2022, wohl ganz aus dem Häuschen sein. War er, Grosz, doch schon erst vor kurzem recht illuminiert von einer Umfrage, in der er zwar weit abgeschlagen hinter dem derzeitigen Bundespräsidenten, aber „ohne einen einzigen Tag Wahlkampf“ 19 % für sich lesen konnte, wenn zwischen drei Kandidaten, die ins „Feld“ geschickt“, zu wählen, für ihn immer noch auf 12,5 % bei vier in das Feld geschickte Kandidatinnen; bei dieser Umfrage mit vier Kandidaten 11 % für Susanne Fürst …

Gerald Grosz, einer aus der Familie von Haupt, Hartinger, Kickl, Fürst, der nun so auftritt, als käme er nicht aus dieser Familienschaft, als wäre er nicht Haiders Flaggenträger gewesen, stets bereit dazu, jenen „Stürmer-Qualitäten“ zu unterstellen, die es wagten, sein Vorbild kritisch zu hinterfragen, Kritik an seinem Fürsprecher sei mit „Hetze gegen Juden gleichzusetzen“

Einem Mann – er war für kurz Vizekanzler, wurde dies wohl zum Führungsgedanken, er und seine Gesinnungskameraderie seien die „neuen Juden“ … So ist Gerald Grosz wie Josef – im Gegensatz zu Josef er aber nicht passiv – zu einem Ziehsohn gekommen, der seinen Geistessamen in sich aufnahm und weiter austrug.

Fürst mit einer „regelmäßigen Kolumne“ auf einer Website mit antisemitischen Kommentaren, „Exportschlager“ Grosz mit Büchern in einem Verlag, dessen Exportschlager vor allem in den Jahren, an die mahnend zu denken gerade der derzeitige Bundespräsident nicht müde wird, nicht bloß antisemitische Kommentare, sondern ganze Bücher voll Antisemitismus

„Gerald Grosz 42 %, Susanne Fürst 24 %, Alexander Van der Bellen 24 %, Marco Pogo 9 %“ … Das ist das Ergebnis einer Umfrage einer österreichischen Umsonst-Zeitung, die Lesende zwar kostenlos konsumieren können, aber die doch nicht gratis ist, am 13. Mai 2022.

Es drängt sich die Frage auf, gerade bei diesem Ergebnis von 66 Prozent für Fürst und Grosz zusammen, ob es einen Zusammenhang gibt, eine Beeinflußung der geschalteten Reklame einer Zeitung auf das Abstimmungsverhalten der Lesenden in den Umfragen einer Zeitung gibt, wie beispielsweise bei dieser Umsonst, die am 24. März 2022 Reklame verbreitet für eine Gedenkarmbanduhr für „Hitlers Universalwaffe“, die durch Zwangsarbeit in Gusen …

Im Pool für Hofburgwahl in Österreich: Fürst, Hofer, Kickl und unzensurierter Antisemitismus

Norbert Hofer, ist am 13. Mai 2022 zu lesen, will erst 2028 in den Pool steigen. Wieder für das Amt der Bundespräsidentin erst 2028 kandidieren.

Was war er doch für ein Kandidat, seinerzeit, 2016 …

Er, Hofer, ist es, einfach wie kurz gesagt, knapp nicht geworden.

Regiert hat er in diesem Land Österreich dann doch, wenn auch für kurz … Ganz nach dem Redewunsch des André Heller, daß „Qualität unser Land regieren soll“, den ihm Alexander Van der Bellen dankbar erfüllt hat.

Herbert Kickl war noch kein Kandidat für dieses Amt. Es wird gemunkelt, seit Wochen, er könnte selbst in den Pool steigen, bereits in diesem Herbst. Regiert hat er in diesem Land dennoch schon, wenn auch nur für kurz … Ganz nach dem Redewunsch des Wortvirtousen, daß „Genauigkeit, Inspiration, Empathie, Qualität, Liebe da oben, unser Land regieren soll“, den hat ihm Alexander Van der Bellen dankbar erfüllt.

Und diese Regierungswunscherfüllung des Wortvirtuosen muß dem telegenen Poeten besonders gefreut haben, teilt er doch mit ihm, Kickl, die Genauigkeit der Geschichtsbetrachtung …

Herbert Kickl hat seinen eigenen Pool.

Für ihn, Kickl, könnte auch Susanne Fürst um das Amt des Bundespräsidenten schwimmen. Und das schon 2022. Susanne Fürst, die für den kurz Regierenden eine Ikone der Rechtsstaatlichkeit und der Schneid“ ist – Verfassungssprecherin seiner Partei, für seine Partei im „Korruptions-Ausschuss“, auch schon für seine Partei im „ORF-Publikumsrat“ war –, hat darüber hinaus eine „regelmäßige Kolumne“ auf der Website „Unzensuriert“. Sie besitzt also alles, was ein Telepoet sich für „da oben“ wünscht: „Qualität, Genauigkeit, Inspiration, Empathie, Liebe“.

Hätte der auch wenn für kurz nur seinerzeitige Vizekanzler, der selbst alle diese Eigenschaften aufs vortrefflichste in sich vereint, und dazu noch mit Korruptionsimmunität gesegnet, die der Poet von Regierenden in diesem Land sich gar nicht wünschte, dem Bundespräsidenten Susanne Fürst als Justizministerin vorgeschlagen, Alexander Van der Bellen hätte dem Poeten auch diesen Wunsch aus vollem Herzen dankbar erfüllt, Susanne Fürst „unser Land regieren“ zu lassen …

Susanne Fürst mit einer „regelmäßigen Kolumne“ auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website, auf der seit dem 13. Mai 2022 das veröffentlicht ist, was, einfach und kurz gesagt: Antisemitismus, der auch heute, am 16. Mai 2022, weiterhin veröffentlicht zum Verbreiten …

Es könnte gesagt werden, den Verantwortlichen dieser Website wäre es nicht gesagt worden, sie wären darauf nicht aufmerksam gemacht …

Wie Sie in der Collage lesen können, sie wissen es, sie wissen es auch deshalb, weil es den Verantwortlichen auf der Plattform des Unternehmens Twitter direkt mitgeteilt wurde, am 15. Mai 2022, daß auf ihrer Website Antisemitisches seit dem 13. Mai 2022 – aber bis zu dieser abendlichen Stunde des Montags, 16. Mai 2022, ist das Antisemitische weiterhin veröffentlicht, kann gelesen, weiter verbreitet werden.

Es kann schon sein, daß dieses Antisemitische vom letzten Freitag irgendwann doch gelöscht werden wird. Das kommt vor, daß auf dieser Website etwas gelöscht wird. Das aber kann dauern. Einmal dauerte es vier Monate, es dauerte vier Monate, daß ein Wort der Wiederbetätigung gelöscht wurde, Obmann war damals ein Vizekanzler für kurz …

Bloß, was einmal gelöscht wird, wird wieder geschrieben und erfährt Zustimmung.

Das gelöschte Antisemitische gebiert wieder Antisemitisches, eine Erfahrung, die Verantwortliche dieser Website nicht missen dürften wollen, seit langer, langer Zeit …

Und kann es in einem Land wie Österreich auch anders sein, in dem der öffentlich-rechtliche Rundfunk das ausstrahlt, was recht stolze Zustimmung auch der gesinnungsgemäß zensurierten Website erhält, wenn etwa eine Ikone dieser Lagerschaft im österreichischen Fernsehen so dargestellt wird, wie es dieser Partei gesinnungsgemäß gar so recht, recht gefallen muß …

Der gesinnungsgemäß unzensurierte Antisemitismus in Österreich

Wo immer Der Jude seine gierigen,Geld raffenden Finger im Spiel hat, geschieht auf der ganzen Welt seit jeher nur Leid und Unheil , nicht umsonst werden sie seit Menschengedenken gehasst und verfolgt.

Das ist seit dem 13. Mai 2022 auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website zu lesen. Es ist wahrlich eine Website des Dialoges. Deleted Account darf sich soher gleich auf eine Antwort von R. H gar recht, recht freuen:

Wo immer Der Jude seine gierigen,Geld raffenden Finger im Spiel hat, geschieht auf d… Sie haben vollkommen Recht, sie bekleiden alle wichtigen Positionen und wollen oder beherrschen bereits fast die ganze Welt.

Kurz nur war die Zeit, als die gesinnungsgemäß zensurierte Website meinte, auf die Unterstützung ihrer Schreibstaffel, ihr doch ihr unverzichtbares Volk, verzichten zu können. Der Verzicht auf die gesinnungsgemäße Unterstützung durch ihre Schreibstaffel fiel in die Zeit, als ihre Partei in der Regierung und sie wohl meinte, nicht mehr auf ihre Schreibstaffel angewiesen zu sein …

Für kurz nur war die Zeit in der österreichischen Bundesregierung, und nun braucht seit längerem die gesinnungsgemäß zensurierte Website mit ihrer Parlamentspartei wieder die Unterstützung ihrer Volksstaffel, auf die weiter traditionell Verlaß ist, auch mit Antisemitismus …

Rede zur bevorstehenden Wiener Hofburgwahl

Lieber Sascha, ich wach‘ in der Früh jetzt oft auf und denk‘ mir: Wie geht’s dir? Und wenn ich mich versuche einzufühlen, dann ist mir klar, dass

DU aufwachst in der Früh und dir denkst: Dieser unglaubliche Erwartungsdruck. Und es ist dir klar, dass es nur DU tun kannst.

Da gibt’s nicht drei andere, die man auf’s Feld schicken kann, die einspringen können. Diese ganzen Hoffnungen, diese ganze Verzweiflung, die erlöst werden will, diese Lust auf eine Qualität, die unser Land regieren soll, das konzentriert sich auf diesen Menschen Alexander Van der Bellen. Aber du bist nicht allein, das musst du dir dann denken in solchen Augenblicken.

Es gibt Hunderttausende und Millionen,

die energetisch daran arbeiten, dass es dir gelingt.

Und du bist ausgesucht worden

für diese Situation, weil du es KANNST. Du bist der einzige, der in der Lage ist, das zu derheben, sonst wärst du’s nicht geworden.

So denk‘ ich. Und ich glaub‘ noch was, was ich in 69 Jahren begriffen hab‘: Es wird uns nix zugemutet, das wir nicht derheben können. Und du kannst das derheben. Und du wirst das derheben. Ich leb‘ in Marokko am Fuß vom Atlas, da gibt’s die Berber, das sind die Ureinwohner von Marokko und

die haben eine eigene Sprache, eine eigene Schrift.

Und die haben eine Theorie, die sie jeden Tag leben: Wenn etwas in der Zukunft liegt, von dem sie zutiefst überzeugt sind, dass es geschehen muss und soll, weil es wichtig, richtig, kostbar ist für ihr Leben, dann beginnen sie NICHT zu sagen: Ich wünsche mir, dass das geschieht, sondern sie sagen: Ich danke dafür, dass es geschehen WIRD. Das ist eine ganz andere Einstellung. Das lässt keinen Raum für den Zweifel. Und so können wir, werden wir, müssen wir, sollen wir, dürfen wir, wir alle, die wir das zutiefst brauchen in unserem Leben, dass an der höchsten Stelle des Staates Qualität zu Hause ist, Genauigkeit, Inspiration, Empathie, so etwas Anrüchiges für andere wie Liebe ….

Wenn du den Hofer gestern gefragt hättest: Wie halten Sie’s mit der Liebe, hätte er wahrscheinlich auch auf dieses Glas gezeigt. Und ich verstehe und ich will dir das sagen: Ich hab‘ das gestern geseh’n und ich fand das auch nicht den geglücktesten Abend aller Zeiten. Aber ich hab mir gedacht: Gut, dass dir einmal der Zorn durchgeht. Weil niemand von uns will einen ferngesteuerten Roboter da oben sitzen haben. Wir wollen einen Menschen mit Emotionen, mit dem Recht, sich irren zu dürfen, mit dem Recht sich lernend zu verwandeln, gescheiter zu werden jeden Tag. Und ich bewundere dich dafür, wie lange du geduldig in der Lage warst, die immer gleichen Phrasen, die immer gleichen – doch in vielen Augenblicken – Zumutungen für Menschen, die lesen und schreiben können, zu ertragen. Und ich danke dir dafür, dass du es eines Tages NICHT mehr konntest.

Sascha, du bist wunderbar.

Du wirst getragen von der Begeisterung und von der Zuneigung und auch von der Zärtlichkeit von hunderttausenden Menschen in diesem Land. Und ich danke dafür und weiß es, dass du nächsten Sonntag um die Zeit Bundespräsident bist.

Wie hat es sich doch alles wunderbar erfüllt, das Weißgesagte, das der Virtuose des Wortes, dessen Name nicht Gerald Grosz ist, einst auf der Mörbischer Seebühne im Wiener Konzerthaus am 16. dieses bewegenden Monats —

Es ist ein Montag im Mai, der IHn, der ausgesucht worden ist, bewegte; einer der vielen Montage, die auf diesen noch kommen, an denen ER mit Qualität, Genauigkeit, Inspiration, Empathie jene, die wie ER voll des Anrüchigen wie Liebe sind, an SEine Seite stellt, das Land zu regieren, sie IHm geloben, ihr Zuhause sei ebenfalls das so etwas von Anrüchige wie Empathie, Inspiration, Genauigkeit, Qualität

Auch ER, wie die Millionen mit IHm, die energetisch daran arbeiten, ein Virtouse der Reden, aus denen die immer gleichen Phrasen verbannt, ein ERzieher der Jugend, sie solle sich nicht verführen …

EIner, der früh aufwacht und weiß, nur ER kann es tun, weil er es tun kann, ein MAhner der Vergangenheit …

Wie auch der einzufühlen versucht sich denkende Frühwache selbst ein Mahner …

Diese ganze Verzweiflung, die erlöst sein will.

Und in dieser ganzen Verzweiflung die hellen Augenblicke der Montagshoffnungen, am Montag lernend gescheiter … am Montag verwandelnd zu lernen: Es gibt Menschen, die lesen und schreiben können – die Berberinnen, die eine eigene Sprache, eine eigene Schrift haben, und dann sind die Ureinwohner von Österreich und die haben …

„Und ich danke dir dafür, dass du es eines Tages NICHT mehr konntest.“

Kurier des Deutschland der Höckes

Neben ihm der österreichische Exportschlager in der Disziplin Meinung Gerald Grosz. Wenige spielen so virtuos mit den Worten wie er. Ich freue mich jetzt schon auf seine Abrechung mit unserem Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Die wird munter.

Nena Schink um „Viertel nach Acht“, am 24. März 2022 – Viertel neun wird vielleicht Gerald Grosz für sich übersetzt haben – in Österreich geläufiger; singt doch auch Michael Heltau von den „Alten“, die, sehen sie nach der Zeit, erstaunt merken, es ist schon viertel neun …

Es hat sich also ausgezahlt, einmal ins fellnerische Bild die Bild ins Bild zu halten, um auch in Deutschland um viertel neun … Nena Schink muß den ganzen 24. März 2022 über schon ganz gespannt gewesen, aufgeregt nahezu gewesen sein, irgendwann im Laufe dieses Tages konnte sie nicht mehr anders, als auf der Plattform des Unternehmens Twitter zu schreiben, wie gespannt sie sei, was Gerald Grosz um viertel neun … Gerald Grosz ist also, so Schink, ein „Exportschlager“. Wie wohl Fellner ihn charakterisieren würde? Vielleicht als der Aufschläger in der Disziplin Meinung. Ein Wortschläger, sozusagen, der verbal doch so virtous Bälle aufschlagen kann, die ihm nicht zurückgeschossen werden wollen.

Wenn Gerald Grosz, so Schink, ein Exportschlager ist, stellt sich die Frage nach der Kaufschaft in Deutschland. Es sind nicht so viele, die Grosz importieren, Grosz einkaufen, in Österreich Fellnerbild, und in Deutschland der Kurier des Deutschland der Höckes, der sich einfach wie kurz „Deutschland Kurier“

Es sollte dieser Kaufschaft ihr Einkaufsmonopol gänzlich überlassen werden, es sollte die österreichische Kaufschaft ihr Einkaufen des Grosz vollständig einstellen, Grosz nur noch für den Export nach Deutschland … In Deutschland käme Grosz nicht in Versuchung, sich noch mehr aufzuhalsen, als er es in Österreich noch vorzuhaben scheint, möchte er doch, wie es ihm träumt, seine Wortbälle auch in der Hofburg gegen die Schlafzimmerwände schlagen.

Vielleicht rät ihm der Kurier des Deutschland noch dazu, kein Kandidat zu sein, noch eine Kandidiatin als seine Autorin, die es nicht in das Hofburgschlafzimmer geschafft hat, noch einen Kandidaten als Autor, der gescheitert sein wird, im Hofburgschlafzimmer seine Wortbälle zu schlagen, ist nicht unbedingt ein Renommee für einen Kurier des Deutschland mit seiner wortschlägerischen Alternativschaft … Für den Kurier des Deutschland könnte aber auch das Argument, eine Hofburgschlafzimmerkandidatin als sein Renommee reiche recht aus, zumal er, der Kurier des Deutschland, derart viel Renommee eingekauft hat, von Steinbach etwa bis …

Es gibt noch einen Mann in Österreich, der als Exportschlager noch nicht so recht als Exportschlager eingeschätzt ist, auch wenn er sich recht bemüht, einer zu werden, mit Reisen zur Alternativschaft

100 Jahre Bauernrubbelkalender

Es geschah am 15. Mai 1625 … Das ist das von der „völkischen Nachwelt“ zum Vorschein gerubbelte Datum für ihre Gesinnung, für ihre gesinnungsgemäße Propaganda, zu einer Zeit, also 1925, als die „völkische Nachwelt“ noch als eine unschuldige angesehen werden konnte, als die „völkische Nachwelt“ sich noch, wenn auch mit einem ordentlichen Maß an Anstrengung, untatenlos präsentieren konnte, und doch schon nicht mehr mordlos … Am 26. März 1925 wurde von der „völkischen Nachwelt“ ein Schriftsteller, dessen Vater aus Lemberg, ermordet, der den Auftrag, das „Frankenburger Würfelspiel“ zu schreiben, zu dieser Zeit nicht angenommen hat.

„Errichtet im Jahre 1925 von der völkischen Nachwelt“, steht geschrieben auf dem Gedenkstein am frankenburgerischen Würfelspielplatze …

Es sind zwar noch drei Jahre hin, schon bald aber beginnen, wie im vorherigen Kapitel erzählt, die Vorbereitungen für die frankenburgerische „Jubiläumssaison“ 2025, in der nicht einhundert Jahre Rubbelei gefeiert werden wird, sondern vierhundert Jahre …

Der „völkischen Nachwelt“ hat das Rubbeln es recht angetan, es muß ihr größte Entspannung in schweren Zeiten gewesen sein, nicht nur 1925, auch später, als die „völkische Nachwelt“ dieser 1925er „völkischen Nachwelt“ zu einer einzigen „völkischen Nachwelt“ ward geworden und ihr der geeinten die Zeit nicht mehr schwer, sondern die größte unter dem Firmament aller Zeiten …

Und es muß ihr, der „völkischen Nachwelt“, ein aus dem Kalender gerubbeltes Datum zu wenig gewesen sein, es mußten viele Würfel her. Wahrscheinlich war ihr, der „völkischen Nachwelt“ klar, es gibt nicht so viele Daten als Schmiermittel für ihr Gesinnungsspiel, die sich so dankbar gesinnungsgemäß mißbrauchen lassen. Aufträge wurden dafür vergeben, und freudig brachten Männer schreibend ihre Würfel ihrem Herrn, der sie gerne aufnahm, die ihm geradezu körperliche Freuden — etwa diesem Herrn, dessen Auftrag der 1925 ermordete Schriftsteller für die „XI. Olympiade Berlin 1936“ nicht bekommen hat, weil er so viele Jahre schon tot war, sondern auch dann nicht bekommen hätte, wäre er noch – wahrscheinlich nicht mehr lange – am Leben gewesen, weil er nicht „völkische Nachwelt“ …

In Berlin wurde der Würfelspieler Eberhard Wolfgang Möller gegeben – auf der Dietrich-Eckart-Bühne, die benannt nach dem Mann, dem der „völkische Nachweltler“ aus Oberdonau seinen „Kampf“ widmete, wohl dafür, genauso „auf gut deutsch“ …

In Frankenburg wurde der Würfelspieler Karl Itzinger gegeben. In Frankenburg wird der Würfelspieler Itzinger gegeben, um genau zu sein: in Frankenburg wird gegeben das blutgerichtliche Würfelspielnach Karl Itzinger“ — —

„Das Blutgericht am Haushamerfeld“: 100 Jahre 300 Jahre „Würfelspiel“ in Frankenburg addiert zu 400 Jahre – Lektüre für den 80 Jahre toten Führer für seine 50 Jahre

Was das für ein Jahr 2025 werden wird – in Frankenburg!

So eine „Jubiläumssaison“ vorzubereiten, damit muß menschgemäß schon beizeiten begonnen werden. Nach den heurigen Aufführungen für die Nutzung einer ordentlichen Vorbereitung eine Spielpause von drei Jahren dafür einzulegen – ob das für ein solches Jubiläumsjahr 2025 nicht zu kurz bemessen ist? Aber in Frankenburg werden sie das schon recht berechnet haben. Sie konzentrieren sich wohl deshalb, weil gewußt wird, wie schnell drei Jahre vorüber sind, auf nur ein Jubiläum, bloß eines mit der Zahl 400.

„400 Jahre Frankenburger Würfelspiel“ …

Sie werden darauf verzichten, das Jubiläum 100 Jahre „Das Blutgericht am Haushamerfeld“ zu feiern, das 1925 von einem Oberösterreicher gedichtet … Es werden in Frankenburg 80 Jahre Tod des Oberösterreichers kein Jubiläumsanlaß sein, obgleich dieser Österreicher aus dem Oberdonauischen untrennbar mit dem „Blutgericht“ verbunden ist. Schenkte doch sein für Schulung und Erziehung reichsbeauftragter Parteiphilosoph dem Österreicher, der 2025 vor achtzig Jahren seine in 56 Lebensjahren einzige anständige Tat beging, zu seinem fünfzigsten Geburtstag Bücher des Oberdaunischen.

Mit welchen Superlativen wird dann erst die Jubiläumssaison 2025 beworben werden, wenn schon für alltägliche Aufführungsjahre nicht mit Superlativen gegeizt wird:

Eines der Großereignisse des Theatersommers in Österreich ist „Das Frankenburger Würfelspiel“ – jenes historische Volksschauspiel, das ein trauriges Kapitel oberösterreichischer Geschichte zum Inhalt hat. Die Aufführungen finden jedes 2. Jahr auf der größten Naturbühne Europas statt. 500 LaiendarstellerInnen und weitere 300 HelferInnen garantieren ein beeindruckendes Schauspiel.

Auch bei einem beeindruckenden Schauspiel auf der größten Naturbühne Europas wird nicht auf den Stellenwert der Erziehung vergessen, wird traditionell auf Bildung der größte Wert – die Naturbühne als Schule des Volkes …

Für Schulklassen der Grund- und Sekundarstufe bieten wir Vermittlungsprogramme an.  Wenn Sie mit einer Reisegruppe anreisen helfen wir Ihnen gerne, neben einer Besichtigung Ihren Tag in und rund um Frankenburg abzurunden.

Zur Einweihung des Bauernkriegdenkmals auf dem Haushamerfeld am 15. August 1925 verfasste Itzinger ein Festspiel des deutschvölkischen Turnvereines Frankenburg. Im August 1938 wurde das Stück mehrmals auf der neu geschaffenen Thingspielstätte Oberdonaus in Leitrachstätten bei Frankenburg geboten. Es war eine der größen kulturellen Veranstaltungen nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Lande. Die Zuseher wurden mit Sonderzügen und Bussen befördert.

Wie viel besser doch seitdem die Zeit geworden ist. Wie mühsam damals es gewesen sein muß, zu Karten zu kommen, Gruppenreisen zu organisieren. Und heutzutage, wie anders, bequem mit dem Smartphone Tickets zu bestellen, Gruppen-Reservierungen durchzuführen, online von ganz Österreich aus, auf Banken

Aus welch einem anderen Dorf als Ried hätte Karl Itzinger auch stammen können, in dem bis in die Gegenwart herauf Menschen sich in eine extremgeistige Stellung bringen oder, ein Ort, der erst durch den Geist von Karl Itzinger bis herauf in die Gegenwart ein gesinnungsgemäßes Zentrum …

Der Rieder Karl Itzinger gehörte seit Mai 1938 der SA an und stieg bis zum Obersturmbannführer auf. Zwischen 1942 und 1944 trug er innerhalb der Landesbauernschaft Oberdonau die Verantwortung für die Schulung und Erziehung des bäuerlichen Nachwuchses. Als Günstling von Richard W. Darré, Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, wurde er zum Leiter der weltanschaulichen Abteilung im Reichsnährstand.

1933 veröffentlichte Itzinger den Roman Das Blutgericht am Haushamerfeld, den die Behörden wegen seiner antikatholischen Haltung zwei Mal beschlagnahmten. Er bildet den ersten Band der Trilogie Ein Volk steht auf!, die bis 1937 um die Bände Es muß sein! Und Ums Letzte ergänzt wurde. 1939 schenkte Alfred Rosenberg die Romane Hitler zum 50. Geburtstag.

Itzinger interpretiert den oberösterreichischen Bauernkrieg im Sinne der NS-Geschichtsideologie bzw. Darrés Lehre von „Blut und Boden“.

„Ein Volk steht auf!“ Was für ein Ruf. Sendung für Generationen. Befehl der Nachkommenden, bis herauf in die Gegenwart, zu erteilen allen, die nun, so individuell wie sie geworden, je für sich Volk sind, einzeln gefordert sein wollen, aufzustehen.

Drei Jahre sind schnell um. Und doch genügend Zeit noch, um sich einzubringen, auch von Graz aus. Einzuwirken, etwa, daß auf die einhundert Jahre seit 1925 nicht vergessen wird, auf die Leistungen des Heimatverlags, der für Karl Itzinger gelitten, durchgehalten, bis die Freiheit ohne wenn und aber …

In drei Jahren wird es in Österreich, das ist gewiß, eine neue Regierung geben. Ob es in drei Jahren eine Bundespräsidentin geben wird, die nicht den amtlichen Namen des jetzigen Bundespräsidenten führt, ist ungewiß. Ein Traum in all dieser Gewißheit, in all dieser Ungewißheit dürfte aber bleiben, der Traum des Heimatverlags, daß einmal, eines Tages, stellen Sie sich das vor, eines Tages doch ein Mann des Buches des Heimatverlags, eines Tages eine Frau des Buches des Heimatverlags, eines Tages, dürfte im Heimatverlag geträumt werden, schon im Jahr 2025, endlich im Jahr 2025 aus seinem Haus in der Hofgasse in die Hofburg als …

Heuriges Fest der Freude – Die entstimmten Uneingeladenen, und dazu Musik von der hitlerischen Gottbegnadetenliste

Ein Blick auf das Programm des diesjährigen Festes der Freude zeigt wieder einmal, in Österreich ist die Welt noch in Ordnung. So werden es viele empfinden. Denn. Ein Zigeuner oder eine Zigeunerin ist nicht eingeladen, zu sprechen.

Bildungskorrekte werden jetzt wohl die Anführungszeichen einmahnen, aber Anführungszeichen und Zigeuner gehören in Österreich nicht zusammen, und es kann erspart werden zu schreiben, Zigeunerinnen und Anführungszeichen Zigeunerinnen sind in Österreich nur als Zigeuner

Einmal kam die Welt in Österreich fast in Unordnung. Aber ein Zigeuner durfte dann doch nur das tun, was ein Zigeuner tun darf: Musizieren. Also nicht reden. So blieb die Welt in Österreich recht in Ordnung. Es war nicht der 8. Mai. Aber auch auf dem Heldenplatz. Ein Gedenken an …

Und wer keine Stimme hat, hat kein Recht, etwa auf ein Denkmal in dieser Stadt, mit allen Namen der Ermordeten im Porajmos. Dabei gibt es einen Platz in Wien, dafür geeignet wie kein zweiter: KL-Platz.

Wie fein in Österreich es verstanden wird, zu gedenken.

Wie dem Programm des heurigen … Wie (das ist bis auf ein Wort gestohlen) ein großer Heuriger, nur getragener — Wie recht in Österreich die Welt in Ordnung ist, zeigt auch die Musikauswahl des heurigen Festes: Richard Strauß, der, wie Thomas Mann ihn beispielsweise nannte, „hitlerische Komponist“, Richard Strauß, der Musikant auf der hitlerischen „Gottbegnadetenliste“; Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow, in dessen Werk, einfach wie kurz gesagt, das Antisemitische nicht fehlt, mit diesem einen Werk Vergleiche zu Wagner … so fein zu gedenken wird in Österreich verstanden; Wagner wäre für das Fest der Freude dann doch zu … Rachmaninow, der es vermittelte, daß Iwan Iljin 1938 in die Schweiz übersiedeln und sich bei Zürich niederlassen konnte … Iljin, von dem werden Sie inzwischen gehört haben, Iljin ist der Kopf oder der halbe Kopf des Kriegsherrn, für dessen Gas und wohl auch Geschenke er in Österreich …

Damit wieder am Anfang angelangt, bei den Menschen, denen ihre richtige Bezeichnung ihrer Ethnie verwehrt wird, bei den Menschen, denen sogar Anführungszeichen nicht zugestanden werden, bei den Menschen, die mit einem Geschlecht, mit dem männlichen, nach österreichischem Brauchtum auszukommen haben, Menschen, die wieder fliehen müssen, diesmal aus der Ukraine, die dabei Erfahrungen der ganz und gar nicht feinen Art machen, als wollten sie über das Mittelmeer, zu ihren im Land gemachten Erfahrungen der noch viel weniger feinen Art nun zusätzliche unfeine Erfahrungen auf ihrer Flucht aus diesem Land; Menschen also, die Zeitzeuginnen sind, Menschen also, die Zeitzeugen sind, Menschen also, mit welchem Geschlecht auch immer, das sie für sich als das richtige erkennen, Menschen also, zum Zeitzeugnis verurteilt, aber in diesem Land, so großzügig ist dieses Land, davon befreit, Zeugnis zu geben.