Kurz gesagt: „Zöpferl-Diktatur“ und „Klima-Kriegsrecht“ gab es schon

Es wäre eine Überraschung, fiele Norbert Hofer ein, es muß etwas getan werden.

Keine Überraschung hingegen ist es, daß Norbert Hofer gegen die Menschen, die etwas tun, sofort einfällt: „Zöpferl-Diktatur“ und „Klima-Kriegsrecht“.

Bei Diktatur und Kriegsrecht kennen sich die Damen und Herren der identitären Parlamentspartei schließlich aus, wie nirgends sonst. Das sind die Einlagen der von ihnen von klein auf unter den wohlwollenden Augen ihrer Väter gelöffelten Suppe, die ihnen ihre Mütter werktags wie feiertags brennheiß servieren.

Keine Überraschung ist auch, daß Norbert Hofer sich in den Zeiten irrt, wenn er fragt, ob in der Zukunft „Zöpferl-Diktatur“ und „Klima-Kriegsrecht“kommen werden. Die „Zöpferl-Diktatur“, kurz gesagt, gab es schon, in der Vergangenheit.

Es gibt viele Klimaarten, beispielsweise das Klima einer Gesellschaft. Auf das Gesellschaftsklima bezogen, kann ebenfalls kurz gesagt werden: auch das „Klima-Kriegsrecht“ gab es schon, in der Vergangenheit. Näheres dazu können die Expertinnen, vor allem die Experten der identitären Parlamentspartei ausführen, und das tun sie mit rechter Freude mit ihrer gesinnungsgemäßen Pflicht der Deutung der Geschichte.

He.-Chr. Strache und Johann Gudenus redeten sich auf Alkohol heraus, aber auf was kann sich Sebastian Kurz herausreden? Es klingt zwar wie eine „bsoffene Gschicht“, die ein jeder Mensch, der schon einmal beim Branntweiner war, gehört hat, vor allem von Männern, die ihr Leben beim Branntweiner als bsoffene Gschicht …

Gefilmt wurde Sebastian Kurz dabei auch, am 22. September 19, und das ganz legal, er kann sich also nicht auf Alkohol und „Kriminelle“ herausreden, die ihm eine „Falle“ … vielleicht gehört Sebastian Kurz aber zu diesen speziellen Typen, die auch beim Branntweiner ab und an anzutreffen sind, die zwar nichts Alkoholisches trinken, dennoch ihr ganzes Leben beim Branntweiner abhocken und fortwährend in sich hinein murmeln, als wären sie bis oben hin abgefüllt, als wären ihre Körper nichts anderes als Gefäße für Alkohol, und kein Mensch, der ihnen nur einen Augenblick zuhört, könnte einen Unterschied zu dem Gebrabbel der anderen in der Wirtsstube, die tatsächlich bis zum Gelähmtsein besoffen sind, feststellen.

Und wer schon öfters bei einem Branntweiner war, wo stets dieselben Männer beieinander hocken, betrunken und manche auch nüchtern, wird auch das schon festgestellt haben, an einem Tag reden sie so, am anderen Tag so und am nächsten Tag wieder so. An einem Tag murmeln sie: „Wir hatten die Klimakrise.“ An einem anderen Tag murmeln sie, es müsse etwas gegen die …

„also ich tu mir schwer mit solchen versuchen das leben der menschen auf null runter zu reduzieren weil wenn sie das so rechnen dann mach ich ihnen einen vorschlag dann sag ma wir machen solche fernsehdiskussionen nicht mehr weil was das alles aus co2-emissionen auslöst die leut die da herfahren mit dem auto anreisen müssen manche sogar aus den bundesländern vielleicht brauch ma gar nicht dieses studio bauen dann spar ma uns die ganzen emissionen im winter würd ich sagen sendet atv und puls 4 gar nicht mehr dann muss ma gar nicht mehr heizen hier das beste wär eigentlich die leut bleiben nur mehr daheim frieren im winter heizen nicht und ernähren sich möglichst gering weil dann hat ma am wenigsten emissionen am besten wär überhaupt man lebt nicht lang weil dann hat ma noch weniger co2-emissionen“

Barbara Coudenhove-Kalergi das Schreibrecht entziehen

Barbara Coudenhove-Kalergi irrt.

Das Buch von Jason Brennan ist nicht „1916“, wie sie schreibt, erschienen, sondern 2016.

Dennoch schreibt sie die Wahrheit, wenn sie „1916“ schreibt. Ihr Artikel „Können Wähler irren?“ und das Buch „Against Democracy“ gehören tatsächlich in die Jahre 1916 und 1919, nicht in die Jahre 2016 und 2019.

„Brennans These: Demokratie ist die Herrschaft der Ignoranten und der Irrationalen. Besser wäre eine ‚Epistokratie‘, eine Herrschaft der Wissenden. Jason Brennan, Professor für Politikwissenschaften an der renommierten Georgetown-Universität in Washington D.C., nimmt die Resultate demokratischer Wahlen im Laufe der Geschichte unter die Lupe. Er kommt zu dem Schluss, dass diese sehr oft keineswegs im Sinne des Gemeinwohls und der Interessen des Landes ausgefallen sind:“

Schreibt Barbara Coudenhove-Kalergi am 26. September 1919 in der Tageszeitung des österreichischen Qualitätsstandards. Wer die Geschichte allein bis 1919 nur unter die Lupe nimmt, kann auf Thesen gänzlich verzichten, wird anhand der Resultate aristokratischer Herrschaft bloß den Schluß ziehen: Herrschaften der Ignoranz und des Irrationalen.

Und Jason Brennan bringt 1916, so Barbara Coudenhove-Kalergi 1919, den Begriff „Epistokratie, eine Herrschaft der Wissenden“.

Nun, die „Wissende“, das darf angenommen werden, sie zählt sich unbedingt dazu, die „Wissende“ Barbara Coudenhove-Kalergi hätte nicht die weite Welt zu sich auf die Couch holen müssen. Der Begriff „Epistokratie“ geistert auch lange schon in Österreich. Hier in der Variation „Meritokratie“. Und wer in Österreich für eine „Meritokratie“ ist, nun diese Männer, es sind vor allem Männer, wird sie wohl auch – zugegeben, das ist eine Vermutung – zu den „Wissenden“ zählen; keine Vermutung allerdings ist es, dass diese Männer mit Bestimmtheit als „Wissende“ sich selbst verstehen und überzeugt sind, absolute „Wissende“ zu sein …

… „Wissende“, die den Gipfel österreichischen Journalismus —

Mag Barbara Coudenhove-Kalergi auf ihrer Couch mit Amerika korrespondieren, hier, in diesem Kapitel, wird Österreich nicht verlassen. Wer allein die wenigen Monate der letzten Regierung in Österreich unter die Lupe nimmt, mit ihren Beschlüssen im Parlament, wird zu dem Schluß kommen, daß diese sehr oft keineswegs im Sinne des Gemeinwohls und der Interessen des Landes ausgefallen sind. Es darf angenommen werden, daß für Barbara Coudenhove-Kalergi die Männer und Frauen in der Regierung, die Männer und Frauen im Parlament „Wissende“ sind, nach ihren Ausführungen in ihrem Artikel von 1919.

„Hätten die ‚Wissenden‘, also diejenigen, die mehr über Politik und deren Folgen wussten, anders entschieden? Sind Gebildete die besseren Demokraten?“

Und menschgemäß kann es in Österreich, kann es für Barbara Coudenhove-Kalergi nicht ohne Adolf Hitler abgehen, wer auf der eigenen Couch die Welt sitzen hat, macht es nicht darunter.

„Adolf Hitler kam infolge einer demokratischen Wahl an die Macht, in der seine Nationalsozialisten zur stärksten Partei wurden.“

Das ist wahr, die NSDAP wurde stärkste Partei. Aber. Was heißt das: stärkste Partei? In der Wahl im Juni 1932 erhielt die NSDAP rund 37 Prozent, in der Wahl im November 1932 erhielt die NSDAP rund 33 Prozent, verlor sogar rund vier Prozent.

Sie wurde also stärkste Partei mit einem Prozentsatz etwas höher als der von der ÖVP in der letzten Nationalratswahl und ungefähr in der Höhe des für die ÖVP prognostizierten Prozentsatzes in der kommenden Nationalratswahl am 29. September 2019.

Adolf Hitler wurde nicht zum Reichskanzler gewählt, er wurde hinter verschlossenen Türen zum Reichskanzler gemacht. Es ist wahr, daß die NSDAP zur stärksten Partei gewählt wurde, auch in der Wahl im März 1933: mit 43,9 Prozent. Zu diesem Zeitpunkt aber war Adolf Hitler längst Reichskanzler, nämlich seit dem 30. Jänner 1933. Die dritte Wahl innerhalb nicht einmal eines Jahres wurde notwendig, so die verbreitete Begründung damals, weil es NSDAP und Zentrumspartei nicht gelungen war, eine Koalition zu bilden. Deshalb wurde der Reichstag aufgelöst, im März 1933 ein weiteres Mal gewählt. Barbara Coudenhove-Kalergi erwähnt nicht, unter welchen Bedingungen diese Wahl im März 1933 stattfand, wie viele Parteien beispielsweise nicht mehr kandidieren durften. Adolf Hitler regierte bereits rund fünf Wochen, und was eine Herrschaft Hitler schon in diesen ersten Wochen hieß, davon erzählt die Geschichte ausführlich. Aber wer die große Welt bei sich auf der Couch hat, der hat keine Lupe, und die große Welt ist so groß, die wird auch ohne Lupe noch gesehen, besonders wenn diese so nah auf der eigenen Couch hockt. Unter diesen sich entfaltenden diktatorischen Bedingungen kam die NSDAP auf 43,9 Prozent.

Ein Prozentsatz übrigens, den die ÖVP am Sonntag bei weitem nicht erreichen wird. Die Wählerinnen in Österreich haben ebenfalls nicht die türkisgetupfte schwarzblaue Koalition gewählt, auch diese wurde hinter verschlossenen schalltapezierten Türen gemacht, ebenfalls also unter dem vollkommenen Ausschluß der Wählerinnen und Wähler.

Das Ergebnis der Nationalratswahl 2017, für das die Wähler sorgten, bot die Möglichkeit zu vielen Koalitionsvarianten. Nur für die „Wissenden“ war die FPÖ-ÖVP-Koalition die einzige Variante. Und auch die „Wissenden“ in den Medien verbreiteten diese einzige Variante massiv, auch in der Tageszeitung, für die Barbara Coudenhove-Kalergi schreibt.

„Kaiser Joseph II., der große ‚Aufklärer von oben‘, erklärte, noch unter dem Eindruck der Französischen Revolution, der seine Schwester zum Opfer gefallen war: Alles für das Volk. Nichts durch das Volk.“

Oh, wie „groß“ von ihm, die Wähler und die Wählerinnen opfern seine Schwester, aber er, so Coudenhove-Kalergi, erklärt … aus dem Grab heraus, alles für —

Barbara Coudenhove-Kalergi und der zweite Josef, das gibt es schon, in einem Kapitel über „Volkes Stimme“

„Wer nichts weiß und nichts versteht, lässt sich eher von Vorurteilen und Fake-News leiten und ist leichter manipulierbar, findet Jason Brennan. Der Autor von Against Democracy teilt die Wahlberechtigten in Hobbits, Hooligans und Vulcans ein. Hobbits sind Menschen, die sich im Grunde für nicht außer ihrer unmittelbaren Umgebung interessieren. Hooligans folgen dem Wettkampf der Parteien nur so, wie sie als Fußballfans dem Spiel ihrer Lieblingsmannschaft zuschauen. Aber wenn nur die Gebildeten, die Wohlhabenden und Privilegierten wählen dürften, wurde ihm entgegnet, würde dann nicht nur im Sinne der Reichen entschieden und die armen Teufel blieben auf der Strecke? Nein, sagt Professor Brennan. Wenn man die ‚unteren‘ 80 Prozent der weißen Wähler in den USA ausschlösse, wäre das vermutlich genau das, was die armen Schwarzen brauchten. Und das Fazit? Ja. die Demokratie ist angreifbar. Ja, die Mehrheit der Wähler kann auch irren.“

Wäre Brennan nicht ein Politikwissenschaftler von 1916 und wäre Brennan ein Politikwissenschaftler in Österreich, könnte gesagt werden, unter seiner Lupe Österreich, aber ausschließlich die letzte Regierung …

Die Ärmsten haben für Clinton gestimmt, während die Hälfte aller Trump-Wähler Jahreseinkommen über 100.000 Dollar haben. Auch der Bildungshintergrund spielte dabei keine wesentliche Rolle. Unter weißen Wählern mit Hochschulabschluss haben 49 Prozent für Trump gestimmt; 45 Prozent votierten für Clinton.“

Das ist weder von Coudenhove-Kalergi noch von Brennan, sondern von Susan Neiman. Es wurde bereits in einem Kapitel zitiert, das allerdings nichts mit den Vereinigten Staaten zu tun hat, aber sehr viel mit Österreich, mit Steuergeschenken, Postenvergaben usw. Und es ist ein Kapitel, das nicht von den Jahren 1916 und 1919 erzählt, sondern vom Jänner 2018.

Die Einschränkung könnte, nach Brennan und Coudenhove-Kalergi, noch weiter getrieben werden, es könnten überhaupt nur noch „Superwissende“ das aktive und passive Wahlrecht … das wäre darüber hinaus auch äußerst kostengünstig. In Österreich müßte nach Brennan-Coudenhove-Kalergi nur eine sich der Wahl stellen und nur eine noch wählen, eine Frau die eine „Superwissende“ ist, vereint sie doch durch ihre Biographie Journalismus und Politik in sich auf das adeligste.

Das ist eigentlich schon zu viel Beschäftigung, mit einem Artikel von 1919, mit einem Buch von 1916.

Eines doch noch, aber kurz. Vielleicht kommt Amerika noch dazu, wenn es schon so gemütlich bei ihr auf der Couch sitzt, Barbara Coudenhove-Kalergi zu erzählen, daß Donald Trump nicht die Mehrheit an Stimmen hatte, um Präsident zu werden, sondern er sein Amt dem amerikanischen Wahlrecht zu verdanken hat.

Der Entzug des Schreibrechts bedarf aber doch einer gesonderten Erwähnung. Den Wissenden, die etwa in Zeitungen schreiben, das Schreibrecht zu entziehen, wenn sie sich irren, ist keine These, sondern mehr und mehr eine berechtigte Forderung. Und zugleich eine falsche Forderung. Denn. Um beim Beispiel der „Wissenden“ des Journalismus zu bleiben, sie, die Journalistinnen und Journalisten irren sich nicht freiwillig, sie irren sich im Auftrag ihrer Dienstgeber, ihre Irrtümer werden ihnen von ihren Herausgeberinnen, von den Eigentümern der Medien, für die sie arbeiten, vorgeschrieben. Es bleibt also aktuell, was Herr Keuner einst sagte, er wolle andere Zeitungen. Nein, es bleibt nicht aktuell, was Herr Keuner sagte, daß er andere Zeitungen wolle, vielleicht meinte er damit, er wolle andere Massenmedien; die Gegenwart hinkt auch darin hinterher.

Eines noch. Kurz wirklich das Letzte. Das Fazit nämlich.

Wenn du so eine Demokratin hast, brauchst du keine Diktatur gleich in welcher Begriffsmaske mehr.

Das wäre ihr, Coudenhove-Kalergi, Apologetin des Aristokratischen gleich in welcher Begriffsmaske, wohl geantwortet worden, damals 1919, als sie schrieb …

Eine kurze Nacht aus dem Leben einer Biographin

Wie klug er wieder gesprochen hat.

Seine Biographin sagt das, ganz für sich – öffentlich wäre es eine Schmeichelei – in sich hinein, draußen im Gang einer Anstalt eines Fernsehsenders, wo sie gedankenverloren lehnt am Heizkörper, aber nicht um sich zu wärmen, in den Alpen im Herbst ist der Heizkörper kalt, gewärmt ist sie einzig und ganz und gar von den Worten des Mannes, dessen Biographie sie schreibt, autorisiert von seiner Partei, die von ihm ermächtigt.

Später dann, mit ihm allein, und sie weiß, die Frage, die sie ihm stellen wird, ist ungehörig, kritisch über die Grenze des Erlaubten hinaus, aber sie ist neugierig, möchte es einfach wissen, ob all die klugen Silben, die er mit leichter Hand dem Volke Tag für Tag zur Speise gibt, wirklich die seinen sind, in ihm allein geboren, er Vater und Mutter von allen seinen Wörtern.

Und wieder überrascht er sie, wie so oft, seit es ihr erlaubt ward, seine Biographie zu schreiben, gedankenverloren schaut er am Fenster vorbei in die Mauer, als sähe er weit in die Ferne, und gesteht ihr mit gefalteten Händen. Nein. Gar viele meiner Gedanken sind getränkt von dem Wissen der Besten, die ich in langen Nächten studiere, wenn die Lichter erloschen, das Tagwerk im Bewußtsein getan, das Tagwerk zu tun zu beginnen ist. Frank erzählt er ihr von dem Besten der Besten, dem er dienen durfte, der ihm seinen Geist gemeinnützig offenbarte, von denen er auch heute Gebrauch machen durfte.

„Ich glaube, er kann für männliche Jugendliche zur Schule der Nation werden.“

Dem Geiste will er dienen, und so war es für ihn eine Selbstverständlichkeit, seinen Besten der Besten offen zu ehren und in Treue seinen Namen auf das Plakat zu heben:

Österreich braucht seinen Kunasek!

So tief ist es ihm gegeben, seit seinem ersten Atemzuge, in seinem Geiste vorzudringen, in die Tiefe der Tiefen der Philosophie hinabzutauchen, dorthin, wo ihm die Erkenntnis gereift, was dem Lande fehlt, ist nicht eines Mannes Amt, sondern der Geist, dessen Schriften ihn selbst werden ließ, was er wurde. Wie sein Kunasek weiß nun auch er durch ihn selbst, ein Geist macht noch keinen Staat; so ist auch ihm seines Geistes Leitspruch Lebensspruch geworden: Lasset Geister um mich sein.

Wie ihm dies eine Selbstverständlichkeit, so ist es ihm auch eine Pflicht, einem weiteren seiner Besten der Besten darein zu folgen, beizutragen zur „positiven kollektiven Erinnerung an die Leistungen der …“

Später dann, allein in ihrer Wohnung, schämt sich die Biographien, fühlt sich klein, macht sich Vorwürfe, wie wenig sie doch weiß, und sie nimmt sich vor, auch die Nächte zum Studium zu nutzen, wie er, der ihr von der ersten Sekunde an zum Vorbild geronnen ward. Womit aber beginnen? Am besten mit seinem Besten von den Besten, und sie schlägt sogleich seine Schriften auf …

Kameraden

Soldateska

Sagen Sie es ruhig noch peinlicher

Bundesheer, die letzte Schule der Nation

Kahlenberg

Denkmal

Aber, auch das will er ihr nicht verhehlen, sind ihm die Tage schwer, plagen ihn Zweifel, dermaßen, daß an Arbeit nicht zu denken ist. Ist es der rechte Geist, der ihn leitet? Sobald er aber bei einem von ihm ebenfalls verehrten Geist nachschlägt, lösen sich die Zweifel augenblicklich auf, denn mit fester Hand führt in dieser in die Sicherheit, am rechten Wege zu sein.

Als ihr der Morgen graut, bewundert sie den Mann, dessen Biographie sie schreiben darf, noch mehr. Wie viele ganze Nächte musste ihr Gesegneter allein für diesen Geist opfern, um ihn zu studieren, zu verstehen, zu folgen. Und das allein nur für einen seiner Geister der Besten von den Besten. Erfüllt von dem heißen Begehren, ebenso wissensreich zu werden wie er, nimmt sie sich fest vor, schon am Abend desselben Tages den nächsten Geist sich vorzunehmen, von dem sie ahnt, dieser könnte der schwerste Brocken sein, von dem er ihr ebenfalls vorschwärmte und ihn zärtlich nannte: Der Freundliche.

Auch wenn ihr Wissen, so gesteht sie es sich ein, nicht an das seine heranreicht, es für ihn keine Schwierigkeit bedeutet, den Freundlichen zu verstehen, so weiß sie doch eines, zu oft sind gerade die Werke der Freundlichen nicht auf Anhieb zu verstehen, schreiben gerade die Freundlichen eine gar zu dunkle Prosa. Und sie findet sogleich Trost bei ihrer eigenen Schreibe. Wie einfach, wie kurz sind doch ihre Sätze, und wie stolz ist sie jedes Mal darauf, wenn Kinder zu ihr sagen, sie hätten sofort alles verstanden, sie mußten nicht einmal nachdenken, was sie …

NR Harald Stefan schmeißt Norbert Hofer aus der FPÖ.

Ja. Das ist keine Schlagzeile zu einem wirklichen Geschehen in der identitären Parlamentspartei. Es ist, kurz: ein Witzeröffnungssatz.

FPÖ-NR Harald Stefan schmeißt Norbert Hofer aus der FPÖ, weil Norbert Hofer in der Hofburg noch keine Rede über die „Umdeutung der Geschichte“, weil Norbert Hofer wie er selber in der Hofburg noch keine Rede auf die „positive kollektive Erinnerung an die Leistungen der deutschen Wehrmacht“ …

Die Schlagzeile hat es vor kurzem doch gegeben, allerdings mit dem Namen von Hofer, aber nicht mit dem Namen Stefan, sondern mit …

Ausgeführt in der Hofburg hat Stefan nicht, welche „Leistungen der deutschen Wehrmacht“ er konkret in seinem Gesinnungssinne …

Vielleicht denkt er, Stefan, dabei recht konkret an die „Leistung der deutschen Wehrmacht“ bei deren Einmarsch in Österreich, an ihr Auslöschen von Österreich als Staat Österreich.

Warum es aber je keine Schlagzeile geben wird, wie, FPÖ-Obmann schmeißt Harald Stefan aus der FPÖ, ist leicht nachvollziehbar. Sein Gedankengut paßt so recht zu jenem von Norbert Hofer mit seiner Anerkennung von Kornblume und Dinghofer, die seit über einhundert Jahren für antiösterreichische Umtriebe

NS FPÖ, Partei der Hofers durch die Zeitenläufte …

Die Ehe des Herrn Hofer

Nun hat also in diesem September 19 Norbert Hofer einen Antrag eingebracht, um, kurz gesagt, „die Ehe für alle abschaffen“ …

Wenn der Antrag gelesen wird, fällt bei der identitären Begründung sofort ein Name ein, nämlich der von Norbert Nemeth, von einem Burschenschafter, von dem recht lange schon bekannt ist, seine Begierde zur Rückkehr zum Gesetz von 1811.

Nemeth, zur Erinnerung, aus der Bude Olympia verhandelt mit Sebastian Kurz die letzte Regierung

Nemeth, Kurzens Verhandlungspartner, Nemeth, Küssels Solidarisierer, Nemeth, Verbotsgesetzesattackierer…

Und nun bringt sein Chef einen Antrag ein, wie er vom Burschenschafter selber nicht anders hätte formuliert werden können, oder sein Chef war gar sein Kofferträger, und im Koffer nur ein Blatt, nämlich das Blatt zum …

Die harte Bewährungsprobe, die dem Solidarisierer von der Vorsehung auferlegt ward, hat nun also sein Chef beendet, aber zu Ende ist sie nicht, denn sein Antrag seines Chefs fand keine Mehrheit im Parlament … auch sein Chef, und mag dieser der freundlichste in der ganzen odinschen Deutschschaft sein, kann der Vorsehung unergründlichen Bewährungsproben nicht …

Noch etwas fällt an diesem von Norbert Hofer in das Parlament getragene Blatt auf, ganz oben gleich neben seinem Namen steht auch der Name seines identitären Parlamentskameraden Harald Stefan …

Harald Stefan wird von Norbert Hofer nun wohl nicht aus der identitären Parlamentspartei ausgeschlossen werden, wie eben erst vor kurzem M. H., weil diesem, also weil Harald Stefan:

Wesentliches Element, ist die Umdeutung der Geschichte. Der Stolz auf die Leistungen der Vorfahren, etwa die positive kollektive Erinnerung an die Leistungen der deutschen Wehrmacht […]

Es werden sich dafür recht genügend hoferische Gründe finden lassen, warum Harald Stefan unbedingt weiter an seiner identitären Seite im Parlament Anträge … Ach, wie lange ist das schon her, daß Harald Stefan die „Umdeutung der Geschichte, die positiven Leistungen der deutschen Wehrmacht“, und wie auslegbar die stefansche Verkündigung, während das von M. H. gar so frisch und gar so eindeutig …

Markus Huber gratuliert Karl Bockerer, nicht Adolf Hitler zum Geburtstag und Wolfgang Sobotka ladet außerparlamentarische identitäre Gäste ins österreichische Parlament sich recht gern ein

Sie halten das für unwahrscheinlich, daß er Karl Bockerer zum Geburtstag gratuliert? Warum? Weil der Gratulant ein freiheitlicher, also identitärer Mandatar ist?

Wen auch immer Markus Huber vor fünf Jahren tatsächlich gratulieren wollte, darüber will nicht spekuliert werden, und schon gar nicht unterstellt werden, er wollte vor fünf Jahren einer bestimmten Person gratulieren.

Markus Huber hat also vor fünf Jahren an einem 20. April irgendwelchen Personen, vielleicht Adolf Hitler, vielleicht Karl Bockerer, vielleicht einer Tante, vielleicht einem Kameraden, vielleicht allen zusammen gratuliert, aber daß Norbert Hofer fünf Jahre braucht für eine Entscheidung, für einen Ausschluss, für ein Handeln, daß Norbert Hofer, der wieder Minister werden will, daß Norbert Hofer, der jetzt sogar Vizekanzler werden will, fünf Jahre braucht, um zu reagieren …

Dazu kann nur gesagt werden: Gute Nacht, Österreich. Das heißt: schlaflose Nächte und schlechte Tage für alle in Österreich. Ein Staat mit einem Vizekanzler mit einer Reaktionszeit von fünf Jahren kann nur im Ruin enden.

Der nun gefundene Grund für den Ausschluß von Markus Huber durch Norbert Hofer ist keine Suppe, wie es in Österreich heißt, die zu dünn ist, es ist nicht einmal eine Suppe. Es ist, kurz: ein Witz. Ein Wahlwitz.

Gerade Norbert Hofer besitzt die Tollkühnheit, wen aus der freiheitlichen, also aus der identitären Parlamentspartei auszuschießen, gerade Norbert Hofer, der die Anliegen der Pegida verstehende Kamerad …

Norbert Hofer, noch toller als freundlich …

Dieser Wahlwitz ist ein nicht und nicht endender österreichischer Witz.

„Seitens der Freiheitlichen Landespartei hieß es am Samstag in einer Aussendung, dass die Entscheidung Hofers akzeptiert werde. ‚Er wurde am Bundesparteitag von über 800 Delegierten einstimmig mit jenem Rechtsinstrument ausgestattet, von dem er nun Gebrauch macht‘, sagte Landesparteisekretär Michael Schnedlitz. Die Suspendierung sei die ‚erste Konsequenz‘ eines Fehlers, den Huber vor ‚mehreren Jahren‘ begangen habe.“

Es sind keine fünf Jahre her, daß Michael Schnedlitz, so geht der Witz weiter, die außerparlamentarische identitäre Kameraderie feurig begrüßte, und nun rechtfertigt er die „Suspendierung“ von …

Hätte Markus Huber im Jahr 16 vor den außerparlamentarischen Identitärinnen eine Rede gehalten, wer weiß, vielleicht wäre er heute schon Volksanwalt, statt Walter Rosenkranz …

So kurzgeraten Österreich auch ist, der Witz ist dennoch lang.

„Die niederösterreichische ÖVP nahm die FPÖ unterdessen in die Pflicht. Landesspitzenkandidat Wolfgang Sobotka verlangte eine klare Distanzierung der niederösterreichischen Freiheitlichen: ‚Dieses ewiggestrige Gedankengut ist vor dem Hintergrund unserer Geschichte nicht tolerierbar.‘ Die FPÖ habe es bisher nicht geschafft, ihre Geschichte aufzuarbeiten. Anders seien Entgleisungen dieser Art nicht zu erklären.“

Ist das nicht der Wahlwitz besthin? Die türkisgetupfte schwarze Partei will die außerparlamentarischen Identitären verbieten, gleichzeitig ist ihr die identitäre Parlamentspartei nach wie vor eine Sehnsuchtskoalitionspartei … und ihr Wolfgang Sobotka lädt einen identitären Marschierer in das österreichische Parlament ein, er lud den identitären Marschierer nicht vor fünf Jahren in das Parlament ein, sondern in diesem Jahr, im Jahr 19 …

Handelt es sich bei Wolfgang Sobotka um einen, kurz gesagt, „Einzelfall“, oder ist er ein „Cheffall“, wie es bei der freiheitlichen, also parlamentarischen identitären Partei …

NS Eines aber bleibt Norbert Hofer unbenommen. Norbert Hofer liefert zu dieser Nationalratswahl 2019 den kürzesten Witz, als er nämlich sagt, seine Partei sei eine „normale Partei“. „Normale Partei“: das ist schon der Witz: so ganz wie kurz. Das Lachen über diesen hoferischen Kurzwitz wird Ihnen aber wahrscheinlich erst kommen, wenn Sie lesen, was er unter einer „normalen Partei“ …

Die sehr Freundlichen

Im vorangegangenen Kapitel wurde erzählt, wie das Freundlichsein von No. Hofer sich bei ihm durch seine Inhalte, Reden konkret ausdrückt.

In diesem Kapitel soll, wie versprochen, eingehalten werden, also erzählt werden, gegen wen Norbert Hofer freundlich ist.

Das Versprechen führt gleich schon zum ersten und wohl wichtigsten hoferischen Klüngel. No. Hofer ist „sehr freundlich“, wie es Seb. K. sagt, gegen die Macht:

Was vor der Wahl versprochen worden war, wurde nicht eingehalten. „Viele Standpunkte wurden zugunsten des Machterhalts über Bord geworfen.“

Als „sehr freundlich“, um ein weiteres Mal Seb. K. zu zitieren, tritt No. Hofer auch gegen Pegida auf. Denn. Ihre Anliegen als „berechtigt“ zu bezeichnen und zu verteidigen, ist ein durchaus freundlicher Akt.

Pegida, das patriotische Umfeld der identitären Parlamentspartei. Es ist zusätzlich auch noch das serienehrliche Umfeld jenes Mannes, der bis vor kurzem der formale Chef des No. Hofer war …

Mord und kein Entsetzen von jenen in Österreich, die die „wahre Pegida“ wählen, die mit der „wahren Pegida“ koalieren

Da hätte He.-Chr. Strache No. Hofer im Freundlichsein beinahe den Rang abgelaufen. Aber No. Hofer steht nicht an, wenn es gilt, sich mit den Freundlichsten im Land fotografieren zu lassen.

Freundlich ist No. Hofer auch gegen Dinghofer, Kornblume und …

So freundlich wie No. Hofer ist auch die gesinnungsgemäß zensurierte Website, die einen Franz Dinghofer schreiben läßt, das Freundlichste, was es zur Zeit in Österreich an Geschriebenem …

Diese Website und No. Hofer, auch eine Geschichte des gegenseitigen Freundlichseins.

Freundlich ist No. Hofer auch gegen Badende auf der Mölker Bastei, denen er ergriffen zusieht …

Freundlich ist No. Hofer auch gegen Künstlerinnen, die seine rechte Aufmunterung persönlich empfangen und ihm Geschenke reichen dürfen, ehe sie zu einem Kongreß …

Freundlich ist No. Hofer auch gegen „Spezial-Juristen“ der in Österreich kurz gehabten blaugefleckten und türkisgetupften schwarzen Regierung, die noch wissen, daß ein „Neger“ ein „Neger, ein „Zigeuner“ ein „Zigeuner“, die er sich einlädt, vielleicht auch um über weitere Denkmäler in Österreich …

Freundlich ist No. Hofer auch gegen Entlassene …

… gegen Handel, die Nummer 8 auf der Liste für die Nationalratswahl 19 …

…. freundlich gegen Orbán freundschaftlich

Und bei Kindern, ach bei Kindern, da gibt es kein Halten, gegen Kinder ist nicht allein No. Hofer freundlich, seine ganze Partei von ihm angesteckt, handelt im Parlament gegen Kinder freundlich

Freundlich ist No. Hofer auch gegen alle anderen Parteien in Österreich, wenn er seine Partei nicht besonders hervorhebt, seine Partei nicht über die anderen Parteien stellt, sondern seine Partei in deren Reihe stellt so bescheiden wie kurz als „normale Partei“ …

Aber auch S. K. entdeckt bei Kindern sein tiefstes Freundlichsein … Ein Fischer, heißt es in Rußland, erkennt einen Fischer schon von weitem. Eine Freundliche erkennt einen Freundlichen …

Sie werden vielleicht fragen, was ist dann eigentlich unfreundlich? Um einen Vergleich zu haben zum Freundlichen des No. Hofer: gesinnungsgemäß unfreundlich ist es, wenn eine Zeitung über ein von No. Hofer herausgegebenes Buch schreibt: „So ‚rechtsextrem‘ ist der Inhalt.“

Noch ein hoferisches Archiv, das Archiv des Freundlichseins, nein, nur Teil des Archivs, das von ihm und seiner Partei angelegt, für das die Menschen vor dem 29. September doch einmal, wenigstens vor der Wahl kurz …

Das wird in Österreich darunter verstanden, unterm Freundlichsein. Konkret heraufgeholt am Beispiel No. Hofer, der Seb. K. „sehr freundlich“ ist.

Diese Woche leitete Seb. K. in einem Fernsehstudio seine Beschwörung der kurzen Gemeinschaft ein mit „der sehr freundliche Norbert Hofer“ …

Was heißt denn – freundlich?

Freundlichkeit: ein Allerweltswort.

Freundlichkeit: ein Nichtswort.

Und vor allem: gegen wen freundlich?

Das könnte menschgemäß ganz allgemein abgehandelt, darüber theoretisiert werden. Aber das muß es nicht. Weil es das Glück oder das Pech gibt, seit es ein Journalist vor Jahren aufbrachte, einen Mann gibt, von dem gesagt und geschrieben wird, er sei freundlich, nämlich No. Hofer. Und in dieser Woche hat das einer wiederholt, es also aktuell gemacht. Ob er es als Papagei dieses Journalisten oder bei wem anderen aufgeschnappt, wie ein Diktiergerät aufgenommen hat, ist einerlei.

Kann gesagt werden, dass No. Hofer freundlich durch seine Inhalte ist? Was von ihm Inhaltliches schriftlich vorliegt, nun, darüber kann viel gesagt werden, aber freundlich

Kann gesagt werden, dass No. Hofer freundlich durch seine Reden ist? „Nichts und niemand kann uns aufhalten.“ Das heißt, No. Hofer läßt sich nicht einmal von einem aufhalten, der für ihn ein „faschistischer grüner Diktator“ ist …

Kann gesagt werden, dass No. Hofer freundlich ist durch sein Verwenden von Wörtern wie „Bestien“ …

Kann die hoferische Freundlichkeit ansteckend sein?

Ja, das kann sie, und mehr noch. Sie kann bis zur Identifikation führen, sogar den hoferischen Namen anzunehmen, zur Verbreitung von hoferischer Freundlichkeit – AndreasNorbertHofer …

Kann die hoferische Freundlichkeit verehrungswürdig sein?

Ja, das kann sie, und das wird sie auch, von den Freundlichsten, die es in diesem Land gibt …

„Da kommen auch Menschen, die bereit sind, jemandem den Kopf abzuschneiden.“

Wurde in Österreich je freundlicher über Menschen gesprochen, als von diesem Mann, der für S. K. gar so „sehr freundlich“ …

Wurde in Österreich je freundlicher noch das Ignorieren, das Brechen eines Gesetzes verkündet, als von diesem Mann, der für S. K. …

Wurde in Österreich je freundlicher der Antifaschismus zum Faschismus erklärt, als von jenem Mann, der für S.K. …

Wurde in Österreich je freundlicher das Verbotsgesetz gesinnungsgemäß recht gedeutet, als von jenem Mann, der für S. K. …

Damit soll dieses Kapitel einmal geschlossen werden, mit AndreasNorbertHofer, der Menschen „nackt ins Straflager“ … und dabei allen sein freundliches Gesicht zeigen, sein allerfreundlichstes Gesicht entblößen wird …

Im nächsten Kapitel soll der Frage dann noch kurz nachgegangen werden, gegen wen No. Hofer eigentlich freundlich

Kurz zu den Burschen …

Nun wird von einem berichtet, der im Sommer 19 als Praktikant im Bundeskriminalamt in Österreich…

Der Mann wird als „Rechtsextremer“ vorgestellt.

„Der Mann war etwa 2017 bei der Gedenkfeier für den NS-Piloten Walter Nowotny am Wiener Zentralfriedhof, die als Treffpunkt der rechtsextremen Szene in Österreich gilt. Und auch auf Facebook soll der Mann seine einschlägige politische Überzeugung nicht verbergen. Laut Auszug von 2017 war er Fan von deutschen Neonazis, sowie mehreren rechtsextremen Seiten, berichtet der ‚Kurier‘. Zudem ist er Mitglied in der rechten Burschenschaft Olympia.“

Es wird also von einem Mann berichtet, der, so kann es gesagt werden, mitten in der identitären Parlamentspartei …

Das bombenfliegende Idol dieser Partei auch diesem Mann ein bombiger Bursch‘ …

Kurz erinnert sich im zurzeitigen Wahlkampf recht gern an die recht, recht ertragreiche Zusammenarbeit mit dieser Partei in einer gemeinschaftlichen Regierung, für die „gute, gute Aufbruchstimmung“ sorgte dabei wohl auch ein Mitglied der Burschenschaft Olympia, das mit ihm am Tische zur Aufteilung des Landes saß — am Gabentisch

Kurz muß sich nicht daran erinnern, aber die Wählenden unbedingt an: „Norbert Hofers Vorliebe für rechte Burschen“

Aber er, Kurz, kann sich dann erinnern, wenn ihm die Zeit nach dem 29. September 2019 lang wird. Vielleicht werden die Workshops von seiner Botenfaust gar noch geöffnet für ehemalige …

Denn, „selbständig zu erkunden und zu reflektieren“, dafür ist es in keinem Alter zu spät.

Sobotka präsentiert Workshop gegen Antisemitismus und Rassismus für Abgeordnete der achten Stufe

Am Mittwoch präsentierte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka gemeinsam mit dem Bildungsexperten Daniel Landau die neue Initiative „Demokratie in Bewegung – Bildung gegen Vorurteile“ im Parlament. In Form eines Workshops sollen identitäre Abgeordnete der achten Stufe künftig für die Themen Antisemitismus und Rassismus sensibilisiert werden.

„Wir haben die historische Verantwortung, entschieden gegen jede Form von Antisemitismus oder Rassismus aufzutreten“, sagte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka bei der Präsentation der neuen Initiative. Bildung und Fortbildung seien hierbei wesentliche Schlüsselfaktoren. „Durch die heute vorgestellte Initiative leistet das Parlament einen weiteren wichtigen Beitrag für die Demokratie in unserem Land“, betont Sobotka.

Abgeordnete sollen selbst reflektieren
Der Workshop richtet sich an Identitäre im Parlament sowie an Abgeordnete mit dem Hang zu identitären Koalitionen und findet in Österreichs politischen Gremien statt. Das pädagogische Konzept sieht vor, dass Abgeordnete ihre eigenen Annahmen hinterfragen. Sie sollen nicht mit „moralischen Lektionen“ belehrt werden, sondern das Thema selbstständig erkunden und reflektieren.

„Im Workshop bemühen wir uns, die Themen Hass und Ablehnung, den Antisemitismus, mit der Beschaffenheit von jenen modernen, westlichen Gesellschaften zu verknüpfen, in denen sich der Holocaust erst in seinem Ausmaß entfalten konnte“, erklärte Daniel Landau, der das didaktische Konzept zu „Bildung gegen Vorurteile“ entwickelte.

Der Bedarf für die Entwicklung dieses Workshops ergab sich nicht zuletzt aus den Erfahrungen seit dem Dezember 17. Um dem entgegenzuwirken, etablierte das Parlament eine informelle Plattform für Organisationen, die im Bereich Antisemitismus und Rassismus Aufklärungsarbeit leisten.

Wie erfreulich, in Österreich einen Mann zu wissen, der die Notwendigkeiten der Stunde erkennt und so deutlich wie kurz ausspricht. Und das recht Erfreuliche daran, er tut dies nicht in einer sogenannten Wahlkampfzeit.

Und was für ein weiser Mann er doch ist, die Workshops sollen nicht für jene sein, die oben angeführt sind, sondern für die Generationen, die einst die Verantwortung übernehmen werden, nun aber noch in Schulen …

Seine Generation hat er verlorengegeben.

Seinem Beispiel sollten, wenn einst wieder Wahlen in Österreich sind, beispielsweise eine Nationalratswahl, alle Wählerinnen und Wähler folgen, und jene wählen, kurz gesagt, die nicht er sind.