Limerickl aus dem Büro Thurnher

Als wäre es ein Reim vom für kurz gewesenen Innenminister.

„Wie wichtig: Antiziganismus gilt Ihr Kampf. Doch Korruptionsbekämpfern nehmen Sie den Dampf. Herr #Sobotka, treten Sie zurück!“

Aber es ist ein „Limerick“ als „Reklame für Falter-Herausgeber Armin Thurnher“. „Limericks von Tante Elfi“, wie ganz in falterischer Traditionsaufklärung aufgeklärt wird.

Wolfgang Sobotka solle, so das Büro Thurnher, also zurücktreten, weil … dieser Windung – Gedankengang zu schreiben, verbietet es sich von selbst – zu folgen, lohnt nicht; es ist ein „Limerick“, ein Limerickl

Wie schön, daß ein Präsident in Österreich wenigstens und das bereits im Jahr 2021 das Wort „Antiziganismus“

In Bezug auf das Gedenken sei es wichtig, das Bewusstsein über die Ermordung von Roma und Sinti durch die Nationalsozialisten – Stichwort Lackenbach – in der Gesellschaft zu verankern, weshalb der Präsident des Nationalrats die Verortung eines nationalen Denkmals zur Erinnerung als auch für den andauernden Kampf gegen den Antiziganismus als besonders bedeutsam hervorhob. Dieser sei mit anderen rassistischen Vorurteilen nicht eins zu eins zu vergleichen, da er über Jahrhunderte gewachsen sei.

auszusprechen vermag. „Lackenbach“ dafür anzuführen, wohl auch noch mit Stolz auf dieses Vorzeigedenkmal — nun, immerhin hat Wolfgang Sobotka nicht die Tafel von Lackenbach vorgelesen, die er kennt, in dieser virtuellen Veranstaltung am 8. April 2021 im österreichischen Parlament … Daß die Veranstaltung virtuell war, zu der Präsident Sobotka lud, authentischer hätte die Veranstaltung gar nicht sein können, authentisch mit dem andauernden virtuellen Kampf gegen Antiziganismus

Lackenbach, wahrlich ein „nationales Denkmal“, ein österreichisches Denkmal, so wird es gewollt, nicht anders, ein anderes wäre freilich ein europäisches Mahnmal, nicht in Lackenbach, sondern auf dem KL-Platz in Wien, aber in Wien gibt es jetzt keinen Platz mehr für ein europäisches Mahnmal, gerade jetzt, da eines errichtet wurde, mit allen Namen, nur nicht mit den Namen der ermordeten „Zigeuner“, wie sie auf der Tafel in Lackenbach genannt …

Büro Thurnher mit seinem Prosaisten Armin Thurnher und seiner Tante Elfi wissen vielleicht gar nicht die tatsächliche Bedeutung von Antiziganismus. Möglicherweise meinen sie, es handle sich um eine besondere „Raucherbekämpfung“, sie deshalb den Rücktritt von Wolfgang Sobotka fordern, weil ihm der Kampf gegen Gitanes (Ziganismus ihnen eine deutsche Übersetzung von Gitanes) so wichtig, daß er den „Korruptionsbekämpfern“ den „Dampf“ nehme … Dampf gereimt auf Kampf läßt durchaus den Schluß zu, Tante Elfi vom Büro Thurnher meint, „wie wichtig“ Sobotka der Kampf gilt gegen das Rauchen, so wichtig, daß er dafür den „Korruptionsbekämpfern“ den „Dampf“ nimmt, noch dazu für seine spezielle und in Österreich ebenso wenig bekannte Nikotinsucht, wie Antiziganismus als Begriff bekannt ist, wie die Bedeutung von Antiziganismus in Österreich bekannt ist.

Woher sollte Tante Elfi auch Antiziganismus kennnen, in Österreich. Aus der Schule etwa? Nicht einmal ein erst 2019 für geeignet erklärtes Schulbuch für den Unterrichtsgebrauch 2021/22 in Österreich für Geschichte und politische Bildung kennt den Begriff Antiziganismus, auch nicht den Begriff Porajmos, dafür aber „Zigeuner“, ohne Anführungszeichen …

Woher sollte Tante Elfi auch Antiziganismus kennen, in Österreich. Aus den Medien etwa? Aus diesen wird sie ein anderes Wort wohl recht gut kennen, aber vielleicht noch kein Wort gefunden haben, um daraus einen reimenden Limerickl …

Aber es muß nicht immer ein Reim sein, wie einer aus dem Steiermärkischen beweist, der recht prosaisch nur erzählt, wie sie „ohne Erlaubnis herumlungern und in Partyzelten abfeiern“ — sie, die „unsere Großeltern Zigeuner nannten“, Großeltern einer Generation, die Antiziganismus wohl auch nicht kannten, nicht kennen wollten, dafür diesen aber bis zur letzten Konsequenz auslebten, und die Generation, die jetzt in der österreichischen Schule Geschichte und politische Bildung lernen, aus dem oben erwähnten Schulbuch, kennen u. v. a. m. Antiziganismus ebenfalls nicht …

PS Die Zeitschrift „Falter“ selbst hat auch einen besonderen Zugang zur Geschichte, wie dieser Artikel vom März 2021 erzählt, einen politisch korrekten wohl, nach österreichlicher Art …

„Zigeuner – überall Geschichte“, ein österreichisches Schulbuch: Von politisch korrekter Lehre Österreichs und politisch inkorrekter Bildung in Österreich

Mit Bescheid des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung vom 11. Februar 2019, GZ BMB-5.018/0100-IT/3/2017, gemäß § 14 Abs. 2 und 5 des Schulunterrichtsgesetzes, BGBl. Nr. 472/86 und gemäß den derzeit geltenden Lehrplänen als für den Unterrichtsgebrauch für die 4. Klasse an Neuen Mittelschulen und an allgemeinbildenden höheren Schulen – Unterstufe – im Unterrichtsgegenstand Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung (Lehrplan 2016) geeignet erklärt.

Mit diesem Bescheid wurde das Schulbuch „überall Geschichte“ als geeignet erklärt, im Februar 2019, also zur Zeit der Bundesregierung des Rücktrittskanzlerweltmeisters und des Dr. Heinz Faßmann, Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung bis zum heutigen Tag, 23. November 2021.

Das Besondere an diesem seit mehr als zwei Jahren zum Unterrichtsgebrauch geeignet erklärten Schulbuch ist der besondere Einsatz und der besondere Nicht-Einsatz von Anführungszeichen bei den Wörtern Anschluß und Zigeuner. Wie das Wissensnetz Österreich Zigeuner nicht in Anführungszeichen setzt, sehr wohl aber Anschluß in Anführungszeichen setzt, setzen Elisabeth Engberding, Wilma Heihsler, Ilse Porstner, Robert Wurzrainer in ihrem Lehrbuch Anschluß in Anführungszeichen, nicht aber in Anführungszeichen setzen sie Zigeuner.

Was es mit diesen gesetzten und nicht gesetzten Anführungszeichen auf sich hat, darüber müssen nicht noch einmal Überlegungen angestellt werden. Die Überlegungen zu diesem vor nicht einmal drei Jahren geeignet erklärten Schulbuch für neue Mittelschulen und allgemeinbildenden höheren Schulen (Gymnasien, deren „Ziel und Aufgabe ist es, den Schülerinnen/den Schülern eine umfassende und vertiefende Allgemeinbildung zu vermitteln und damit auch eine Voraussetzung für ein Studium zu schaffen“) sind dieselben Überlegungen, wie diese bereits zum Wissensnetz Österreich vorgebracht sind.

An Österreichs Schulen wird nicht irgendwann in der Vergangenheit, sondern in der Gegenwart gelehrt, Zigeuner ohne Anführungszeichen, Anschluß hingegen mit Anführungszeichen zu schreiben, ist von höchster österreichischer Staatsstelle abgesegnete höchste politisch korrekte …

Und was in Österreich staatlich politisch korrekt ist, wird in Österreich ohne Zwang und ohne gesetzlich vorgeschriebener Pflicht pflichtergeben befolgt, auf mannigfache Weise …

Das Besondere an diesem geeignet erklärten aktuellen Schulbuch Österreichs darüber hinaus ist, was in Österreich nicht gelehrt werden soll; dies zu lehren, wäre in Österreich wohl politisch inkorrekt, und kein Mensch in Österreich möchte als politisch inkorrekt gelten, wofür dieses Schulbuch beispielhaft …

Es ist in Österreich politisch korrekt zu lehren, der Begriff „Holocaust“ werde abgelehnt, heute werde die Ermordung der jüdischen Bevölkerung als „Shoah“ bezeichnet. Politisch inkorrekt hingegen zu lehren, daß die Ermordung der „Zigeuner“ als Porajmos zu bezeichnen ist.

Politisch korrekt zu lehren hingegen, ist

Auch der Mord an den Armenierinnen und Armeniern im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkrieges wird heute als „Genozid“ bezeichnet. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden europäische Jüdinnen und Juden sowie Menschen anderer Volksgruppen durch die Nationalsozialisten ermordet. Auch hier spricht man von „Genozid“. Während der Kriege nach dem Zerfall Jugoslaiwens wurden ebenfalls Völkermorde verübt. In Ruanda, einem Staat in Afrika, wurden Mittd der 1990er Jahre hunderttausende Tutsis von den verfeindeten Hutus ermordet.

Politisch inkorrekt hingegen, die „anderen Volksgruppen“ so konkret zu benennen, wie diese nach der „Rassengesetzgebung“ konkret benannt wurden, wofür es, kaum daß Österreich wieder so ganz und recht frei war, höchste staatliche Auszeichnung gab

Politisch korrekt — dies aber nur nebenher — daß die Mörder Nationalsozialisten sind, nur Männer die Mörder sind. Politisch inkorrekt hingegen wohl, die Frage von Lesenden, hatten die mordenden Männer nicht wenigstens eine Frau an deren Seite, die … Immer muß Bert Brecht herhalten, auch dafür, Zigeuner ohne Anführungszeichen schreiben zu können, und das wenige Tage auch nach Morden, im Jahr ’20, im Jahr 2020, nicht im Jahr 1920.

Politisch korrekt, Antisemitismus ausführlich zu behandeln. Politisch inkorrekt hingegen, je Antiziganismus hinzuschreiben, politisch inkorrekt hingegen, je Antiromaismus zu erwähnen. Politisch inkorrekt hingegen bereits, je darauf hinzuweisen in einem Schulbuch, in Österreich darauf hinzuweisen, daß es diese zwei Begriffe überhaupt gibt, ja, wie auch, in diesem Land mit der Tradition, keine Anti-Denkschriften, sondern Pro…

30 Jahre, Erinnerung an eine Rede

Die Rede vom damaligen Bundeskanzler Dr. Franz Vranitzy im österreichischen Parlament vor dreißig Jahren wird als eine historische eingestuft, eine allseits gelobte Rede bis zum heutigen Tag herauf.

Es ist unbestritten, dass Österreich im März 1938 Opfer einer militärischen Aggression mit furchtbaren Konsequenzen geworden war. Die unmittelbar einsetzende Verfolgung brachte Hunderttausende Menschen unseres Landes in Gefängnisse und Konzentrationslager, lieferte sie der Tötungsmaschinerie des Nazi-Regimes aus, zwang sie zur Flucht und Emigration. Hunderttausende fielen an den Fronten oder wurden von den Bomben erschlagen. Juden, Zigeuner, körperlich oder geistig Behinderte, Homosexuelle, Angehörige von Minderheiten, politisch oder religiös Andersdenkende – sie alle wurden Opfer einer entarteten Ideologie und eines damit verbundenen totalitären Machtanspruchs. Dennoch haben viele Österreicher den „Anschluss“ begrüßt, haben das nationalsozialistische Regime gestützt, haben es auf vielen Ebenen der Hierarchie mitgetragen. Viele Österreicher waren an den Unterdrückungsmaßnahmen und Verfolgungen des Dritten Reichs beteiligt, zum Teil an prominenter Stelle. Über eine moralische Mitverantwortung für Taten unserer Bürger können wir uns auch heute nicht hinwegsetzen. Vieles ist in den vergangenen Jahren geschehen, um, so gut dies möglich war, angerichteten Schaden wieder gut zu machen, angetanes Leid zu mildern. Vieles bleibt nach wie vor zu tun, und die Bundesregierung wird auch weiterhin alles in ihrer Macht Stehende unternehmen, um jenen zu helfen, die von den bisherigen Maßnahmen nicht oder nicht ausreichend erfasst oder bisher in ihren moralischen oder materiellen Ansprüchen nicht berücksichtigt wurden.

Das ist die wortwörtliche Abschrift des vom „Wissensnetz Österreich“ veröffentlichten Teils der Rede, die Altbundeskanzler Dr. Franz Vranitzy am 8. Juli 1991 im Parlament der Republik Österreich hielt.

Auffallend an diesem Zitat des Wissensnetzes Österreich, wie es am 21. November 2021 auf seiner Website gelesen werden kann, ist Anschluß in Anführungszeichen gesetzt. Im stenographischen Protokoll des österreichischen Parlaments der Rede von Franz Vranitzky vom 8. Juli 1991 gibt es keine Kennzeichnung von Anschluß durch Anführungszeichen.

Woher nimmt das Wissensnetz Österreich die Anführungszeichen? Aus dem Rede-Manuskript des Dr. Franz Vranitzky? Hatte er in seinem Manuskript Anführungszeichen gesetzt, aber diese in seinem parlamentarischen Vortrag nicht verdeutlicht, so daß die Anführungszeichen nicht in das parlamentarische Protokoll aufgenommen werden konnten? Oder ist es, das eher angenommen werden darf, eine eigenmächtige Veränderung der Rede des Franz Vranitzky durch das Wissensnetz Österreich? Eine eigenmächtige Setzung von Anführungszeichen, die Franz Vranitzky nicht setzte? Und wenn es ein eigenmächtiges Anbringen von Anführungszeichen durch das Wissensnetz ist, weshalb setzt das Wissensnetz nicht auch Zigeuner in Anführungszeichen?

Vor dreißig Jahren, am 8. Juli 1991, spricht Dr. Franz Vranitzky von „Zigeunern“ – in seiner historischen, in seiner in diesem Land allseits hochgelobten Rede …

Hatte er in seinem Rede-Manuskript Zigeuner in Anführungszeichen gesetzt? Anführungszeichen, die den Protokollierenden der Rede im Parlament entgangen sind, und deshalb nicht im Rede-Protokoll des Parlaments angeführt sind?

Jedoch. Filmaufnahmen der Rede von Dr. Franz Vranitzky im Parlament am 8. Juli 1991 lassen nicht den Schluß zu, er hätte in seinem Manuskript, das er verlas, Anführungszeichen gesetzt, weder Zigeuner noch Anschluß in Anführungszeichen gesetzt, keine Geste, kein Zeichen bei seinem Aussprechen von „Zigeuner“ und „Anschluß“ deutet daraufhin, daß in seinem Manuskript die zwei Wörter in Anführungszeichen gesetzt sind.

Es darf also mehr davon gesprochen werden, daß es eine eigenmächtige Verfremdung der Rede von Franz Vranitzky durch das Wissensnetz Österreich ist, und dies macht auch ein weiteres Mal die Lage der Menschen deutlich, die noch dreißig Jahre später so selbstverständlich wie bedenkenlos „Zigeuner“ genannt werden, wie es vor dreißig Jahren für Franz Vranitzky selbstverständlich und bedenkenlos war, sie ebenfalls …

Im nächsten Kapitel werden die eigenmächtig gesetzten Anführungszeichen und die eigenmächtig nicht gesetzten Anführungszeichen noch einmal zur Sprache kommen, im wesentlicheren Zusammenhang mit Bildung, was in der Schule in Österreich gelehrt wird.

Vielleicht wird es noch ein weiteres Kapitel geben. Denn. Dies ist nicht die einzige Auffälligkeit in der Rede von Franz Vranitzky, die es verdient, hervorgehoben zu werden … aber, vielleicht auch nicht.

Österreichs Spur der Ungeheuerlichkeiten

Vor weit über einem Jahr gab es einen „Wirbel“ um ein „Zigeuner-Posting“, und seit sechzehn Monaten wird das „Zigeuner-Video“ von dem Medium Österreich, das Ursache war für das „Zigeuner-Posting“ eines freiheitlichen Abgeordneten, der den Unterschied zwischen einer Burka und einer FFP2-Maske nicht kennen und sie nicht brauchen will, und das Ursache war für den für eine Sekunde erzeugten Wirbel, verbreitet und verbreitet und verbreitet — ohne aber, daß die seit dem 27. Juli 2020 fortwährende Verbreitung des „Zigeuner-Videos“ ein Wirbelchen …

In sieben Tagen werden es also sechzehn Monate sein, seit dieses Video von Österreich zum Anhören verbreitet wird, vierundzwanzig Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche ermöglicht, diese Ungeheuerlichkeiten anhören zu können, weitertragen zu können.

Was in diesem Video gezeigt wird, ist harmlos, unbedeutend, nichtssagend, ohne Botschaft, was gesehen werden kann, sind Wohnwägen, wie diese in jedwedem Video über einen Campingplatz irgendwo auf der Welt gesehen werden können, aber nicht harmlos ist die den harmlosen Videobildern der Wohnwägen unterlegte Tonspur. Es ist die Tonspur der Ungeheuerlichkeiten, die die abgründige Botschaft ist.

Und wohin derart ungeheuerliche Botschaften, die in Österreich seit weit über einem Jahr ohne Aufregung, ohne Wirbel bedenkenlos verbreitet werden können, führen können, ist in grausam letzter Konsequenz, im eigenen Wohnwagen ermordet zu werden, im eigenen Wohnwagen zu verbrennen, und, es mag Zufall sein, es mag kein Zufall sein, es kann hämische Erinnerung sein, daß der Mann, der sich an den belanglosen Bildern von Wohnwägen ereifert, die Menschen mit und in ihren Wohnwägen die „Anbrennten“

„Zigeuner-Video“ von Österreich

„So meine Freunde Jetzt schick ich eich einmal wos Des is a Livebericht von mir Des is weder weitergschickt noch sonstwos I bin in Tulln Da stengan ungefähr so 150 200 Wohnwägn von de Zigeina inklusive Veranstaltungszelt Schau do sehgst ihrs Zeltverleih Gö Do is a Veranstoltungszelt Da tans jeden Tog auf Nocht Partys feiern drinnen wahrscheinlich De Orschlecha die Onbrennten Ja So schauts aus in Österreich Meine Freunde Schauts eich des on Is des schen Ha Campingplatz Tulln Nur Zigeuna unterwegs do Ha Schauts eich des do on Schauts wos do los is Huckan beieinonda tan grilln tan feiern tan Partys mochn Da Österreicha muass Maskn trogn im Supermorkt Schauts eich des on Wos do los is Scheißn in die Staudn brunzn überall zuwe da Mist liegt umanond Live aus Tulln Ja Jetzt grod Freunde Wahnsinn is des Ein Wahnsinn Do schauts amol des nimmt kein Ende Supa is des in Österrreich Weit homas brocht mei liaba Pfiat eich Gott Mahlzeit“

Es gibt keinen Wirbel um dieses Video mit Tonspur, das seit dem 27. Juli 2020 täglich rund um die Uhr aufgerufen werden kann, es gibt keinen Wirbel um dieses Video mit Tonspur der Ungeheuerlichkeiten, die seit weit über einem Jahr durchgehend 24 Stunden von Oe abgespielt werden können — oe24 verbreitet seit bald sechzehn Monaten die oben vollständig zitierten Ungeheuerlichkeiten, die hier wiedergegeben werden, um erfassen zu können, warum dies keinen Wirbel macht, das seit dem 27. Juli 2020 von dem Medium „Tageszeitung Österreich und oe24“ bis zum heutigen Tag, 19. November 2021, verbreitet und wohl weiter verbreitet werden wird – mit ungelöscher Tonspur.

Vor weit über einem Jahr gab es einen Wirbel. Über den auch das Medium Österreich berichtete, am 27. Juli 2020, mit der Schlagzeile: „Rassismus-Wirbel um ‚Zigeuner-Posting‘ von FPÖ-Politiker“ und dem Untertitel:

Stefan Hermann schreibt auf Facebook von ‚in der Gegend herumlungernden und in Partyzelten abfeiernden Zigeunern [Anmerkung: abschließendes Anführungszeichen fehlt]

Einen Wirbel für die gar kurze Zeit, die es braucht, eine Schlagzeile zu lesen, gab es, wie stets war die Aufregung von nicht langer Dauer. Was bleibt sind die Ungeheuerlichkeiten, mit einer Selbstverständlichkeit verbreitet, die Österreichs Normalität …

Steiermärkischer Landtagsabgeordneter Mag. Stefan Hermann, MBL schreibt vor weit über einem Jahr …

„Unfassbar – während bei heimischen Österreichern das #Gesetz gnadenlos greift, dürften auswärtige #Roma und Sinti (unsere Großeltern nannten sie Zigeuner) ohne Erlaubnis in der Gegend herumlungern und in #Partyzelten abfeiern!“

… ach, das war halt noch eine Generation, der „unsere Großeltern“ angehörten, die wußte nicht nur, wie Menschen zu nennen sind, sie wußte vor allem, wie mit so genannten Menschen zu verfahren ist — da kann ein Enkelchen nur gesinnungsselig vor ihr seinen Kotau … Wie schwer muß dem Enkelchen nun die Gegenwart sein, in der er sich am 18. November 2021 erwehren muß, eine „Regierungsburka“ — Frauen schützen sich und ihre Mitmenschen durch das Tragen einer FFP2-Maske unter ihrer Burka —

„Wir wollen und brauchen keine #Regierungsburka in der Steiermark, ÖVP, SPÖ und Grüne müssen endlich zur Vernunft kommen und Maßnahmen setzen, die auch wirken!“

ohne einer FFP2-Maske darunter überziehen zu müssen, wenn er, der doch so recht fesche Trachtenröcke sein eigen nennt, etwa im Landtag hintritt zum Pult — Es werden dem Enkelchen dabei wohl die empfohlenen Maßnahmen seines Oberanführers seiner Partei einfallen, die gar wirkungsreich für Tier und …

Österreich schreibt „Rassismus“ und nicht „Antiziganismus“ in seine oben zitierte Schlagzeile, und das kann in diesem Land Österreich nachvollzogen werden, in diesem Mannesland, in diesem Land der parlamentarisch behandelten hehren Frage, in dem weder der ein paar Monate noch im Amt befindliche Bundespräsident noch die derzeitige Regierung in Österreich es je wagen, Antiziganismus auszusprechen – da bleiben sie so recht ganz allgemein und österreichlich …

NS Das seit rund sechzehn Monaten auf oerundumdieuhr mit Tonspur abspielbare Video ist auch auf einer anderen Website eines Mediums heute noch abrufbar – allerdings ohne Tonspur.

So etwas wie ein Finanzminister

[…] für einen vollen Heizölkessel um rund sechzig Prozent mehr bezahlen. Gas ist laut Statistik Austria knapp sechzehn Prozent teurer, Strom etwa zehn Prozent. Wer mit dem Auto unterwegs ist, bezahlt für einen vollen Dieseltank fast fünfundreißig Prozent mehr, für den Benziner kostet es rund dreißig Prozent mehr. Vor allem die hohen Kosten für Treibstoffe und Energie lassen die Inflation auf den höchsten Wert seit dreizehn Jahren steigen. Auf ORF-Anfrage verweist ein Sprecher des Finanzministeriums auf Aussagen von Gernot Blümel vergangene Woche in Brüssel. Dort hat der Finanzminister gesagt, die Inflation bereite ihn schlaflose Nächte, denn: „Derzeit ist die Situation eine sehr unangenehme, vor allem für Sparerinnen und Sparer. Sie wissen, vierzig Prozent der privaten Geldvermögen in Österreich liegen auf Sparbüchern, d. h., dieses Geld wird de facto jedes Jahr weniger wert. Das ist so etwas wie eine Vermögenssteuer für den unteren Mittelstand, und das darf nicht auf Dauer so sein. Deswegen hoffe ich, daß die Experten Recht haben, und daß es sich wieder normalisiert oder daß die Zinsen auch steigen.“

Morgens um sieben Uhr ist die Radiowelt noch in Ordnung, auch an diesem Donnerstag, 18. November 2021, an einem Donnerstag, in dem im österreichischen Parlament das Budget 2022 beschlossen werden wird, wenn Ordnung heißt, weiter mit besonderen Wortmeldungen wie in der Vergangenheit versorgt zu werden.

Es gab Befürchtungen — kam doch erst vor kurzem ein Ordnungsgarant abhanden –, das muß eingestanden werden, die Radiowelt werde auch um sieben Uhr nicht mehr in Ordnung sein, aber die Befürchtungen sind unbegründet. Es gibt noch einen Ordnungsgaranten, der bei weitem nicht der einzige ist aus dieser Familie.

Und dieser Ordnungsgarant wird heute um sieben Uhr zitiert:

Sie wissen, vierzig Prozent der privaten Geldvermögen in Österreich liegen auf Sparbüchern, d. h., dieses Geld wird de facto jedes Jahr weniger wert.

Das ist so etwas wie eine Vermögenssteuer […]

Welche Geldanlageberatung wünschte sich nicht, einen solchen Finanzexperten als Mitarbeiter zu haben? Welche Steuerberatungskanzlei wäre nicht heilfroh, einen solchen Steuerexperten in ihrer Stube sitzen zu haben?

Wenn an diesem heutigen Tag das Budget für den österreichischen Staat im Parlament beschlossen wird, wird es das beste Budget aus seiner einer Welt sein. Denn. Die Einnahmen aus dem Titel Vermögenssteuer müssen astronomisch sein, wenn von dem großen, großen, großen Guthaben auf Sparbüchern eingehoben wird eine VermögenssteuerDie Summe der Einnahmen aus diesem Steuertitel muß eine Zahl mit enorm vielen Nullen sein, die richtig anzugeben nur einer garantiert kann.

Wahrscheinlich wurde diese Summe der Vermögenssteuer-Einnahme seit dem letzten Dienstag im Parlament noch nicht genannt und noch nicht stolz aufgeschrieben, weil eben nur einer weiß, mit wie vielen Nullen dieser Budgetposten zu schreiben ist.

Vielleicht wurde diese Summe auch deshalb noch nicht in den zurzeitigen parlamentarischen Budgetberatungen von seiner Familie belobend genannt und noch nicht in das Budget geschrieben, weil die so etwas wie Steuerbehörden seienden Banken noch nicht ihre Einnahmen aus der Vermögenssteuer, zu deren Einhebung sie als so etwas wie untergeordnete Steuerbehörden berechtigt sind, an die Obersteuerbehörde namens Finanzministerium gemeldet haben, möglicherweise aber auch, daß trotz Vorlage aller Summen es bislang noch kein Beamter der Obersteuerbehörde oder keine Beamtin des Finanzministeriums gewagt hat, dem so etwas wie zuständigen Finanzminister zu gestehen, bisher beim Schreiben der Gesamtsumme der Vermögenssteuer-Einnahmen bei der korrekten und also richtigen Wiedergabe der Nullen gescheitert zu sein.

Verlegung der Shoah-Namensmauer-Gedenkstätte auf den Karl-Lueger-Platz zur Erweiterung zu einem Shoah-Porajmos-Namensmauer-Erinnerungsort

Es ist nie zu spät, aus etwas Falschem etwas Richtiges zu machen.

Es ist nie zu früh, nicht die Augen vor etwas Falschem zu verschließen, das kommen soll, und auch so kommen wird, wenn …

Es soll eine „Kontextualisierung“ des Karl-Lueger-Denkmals kommen. Aber diese „Kontextualisierung“ wird eine sein, die sich einzig um Karl Lueger drehen wird: bequem, gefällig, betroffenheitsanimierend …

Falsch ist die Namens-Gedenkmauer bei der Nationalbank auch deshalb, weil deren Errichtung, einfach wie kurz gesagt, aus für die Regierung als opportunistisch notwendig erachteten Gründen forciert wurde.

Der für kurz gewesene Vizekanzler begeisterte sich für die Namens-Gedenkmauer: „Wundervoll“.

Diese begeisterte Zustimmung des für kurz gewesenen Vizekanzlers bezeugt allein schon die Falschheit dieses Mals. Seine für kurz gewesene Regierungspartei bediente im Jahr ’18 einen zweifachen Opportunismus, einmal den mit ihrer Zustimmung zur Namensmauer, ein zweites Mal den mit der Errichtung eines Denkmals für „Trümmerfrauen“ …

Genaugenommen, ist das falsch. Die für kurz gewesene Regierungspartei verhielt sich nicht opportunistisch, ganz im Gegensatz, einfach wie kurz gesagt, zur zweiten Partei in der für kurz gewesenen Regierung. Mit ihrem Stein für die „Trümmerfrauen“ setzte sie unübersehhbar mitten in Wien ein Zeichen ihrer Gesinnung.

Ihre Zustimmung zur Namensmauer wird ihr soher nachgesehen, wird ihr nicht zum Vorwurf, opportunistisch zu sein, wird es als das verstanden, was es ist: realpolitisch blenden, täuschen zu müssen.

Gesinnungsgemäß bildungsbürgerlich hätte diese für kurz gewesene Regierungspartei und nun weiter Parlamentspartei es vielleicht nicht ungern gehabt, wenn die Namensmauer ebenfalls ein Hölderlin-Zitat zierte, wie ihre Schöne auf der Mölker Bastei

Diese Regierung brauchte insgesamt, einfach wie kurz gesagt, eben rasch ein Entlastungsdenkmal. War doch gerade die eine Regierungspartei, deren Obmann der für kurz gewesene Vizekanzler zu dieser Zeit war, eine Partei, der nicht Anti-Antisemitismus vorgeworfen werden kann, und ist diese für kurz gewesene Regierungspartei eine Parlamentspartei, die weiter nicht im Verdacht steht, anti-antisemitisch

Nun ist diese für kurz gewesene Regierung nicht mehr an der Macht. Damit ist die Gelegenheit gegeben, das falsche Mal bei der Nationalbank abzutragen, dieses Alibi am Alsergrund wird nicht mehr gebraucht.

Und es wieder aufzubauen, am Karl-Lueger-Platz, erweitert zum Porajmos-Shoa-Gedächtnisort.

Kein Platz ist in Wien dafür mehr geeignet, als der KL-Platz, also genau auf der Stelle des von Leopold Kunschak, des ersten Nationalratspräsidenten in Österreich von 1945 bis 1953 und des Unterzeichners der österreichlichen Unabhängigkeitserklärung, forcierten Parteipolitdenkmals, des Leopold Kunschak, der im April 1920, zehn Jahre nach dem Tod von Karl Lueger, im österreichischen Parlament den Vorschlag einbrachte: „Konzentrationslager für Juden“ …

Kein Platz ist in Österreich dafür mehr geeignet, als der KL-Platz.

Das wäre dann auch beispielsweise hilfreich für Schriftstellerinnen, die in ihren Romanen je nicht mehr schreiben müßten, sie wüßten nicht, was aus Menschen geworden ist, ob sie je zurückgekehrt

Endlich ein Denkmal mit allen Namen der Menschen, ein Denkmal zugleich als Auftrag, all die anderen Denkmäler in Österreich endlich zu ändern, mit deren gedankenlos verfaßten Texten, mit deren antiziganistischen Bezeichnungen …

Mit dieser Bezeichnung, die zu den Massenmorden …

In diesem Land, Österreich, das weiter Vorbild ist, etwa für einen auch nicht lange gewesenen Innenminister, in der Gegenwart noch eine Frage zu stellen, die, einfach wie kurz gesagt, ungehörig ist, ist ein solches Denkmal auf dem KL-Platz mehr als gerechtfertigt.

Dieser Innenminister fand, einfach wie kurz gesagt, seine Verteidigerinnen, wo sonst als in Österreich …

Ein Mann aus Österreich schreibt „Die Zigeunerfrage“

In Österreich wird gefordert ein „Zigeuner-Sondergesetz“, ein „Spezialgesetz für die Zigeuner“ mit „stets Repressionsmaßnahmen …“: 1930 eingebracht im österreichischen Parlament von dem Abgeordneten DDr. Ernst Schönbauer.

„Eine große Gefahr für die Sicherheit besteht darin, daß die Zigeuner für die nichtkundigen Beobachter sich zum Verwechseln ähnlich sehen und daß viele den gleichen Namen führen. […] Die burgenländischen Gendarmerie- und Polizeibehörden haben sich dadurch geholfen, daß sie aus eigenem Antrieb eine Zigeunerevidenz errichteten. Es wurden von allen über 14 Jahre alten Zigeunern ein Fingerabdruck aufgenommen und diese Registratur alljährlich im Monat August ergänzt durch Aufnahme derer, die inzwischen 14 Jahre alt geworden sind.“

Das ist im Mai 1930 in den „Innsbrucker Nachrichten“ zu lesen.

Ein Mann aus Deutschland, der an den Kommentaren zur Rassengesetzgebung mitschreibt, bekommt in Österreich das „Große Goldene Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich“

„Artfremden Blutes sind in Europa regelmäßig nur die Juden und Zigeuner.

So war Globke auch an der Ausarbeitung von Verordnungen im Zusammenhang mit der Vereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich beteiligt.“

Das sind Verdienste, die in Österreich nur gewürdigt werden können …

Kein geeigneter Platz in diesem Land als der KL-Platz in Wien also für einen Shoah-Porajmos-Namensmauer-Erinnerungsort …

Sunday riders in Vienna, without horses

Alexander Schallenberg anerkennt, wie er sagt, wer in der Gesellschaft bisher alles richtig gemacht hat, zwei Drittel der Gesellschaft hätte bisher alles richtig gemacht, und ein Drittel …

Es muß aber dann auch welche geben, die bisher alles falsch gemacht haben und weiter falsch machen. Denn. Sonst wäre die Lage nicht derart katastrophal, wie diese katastrophal nun ist.

Im Sommer 2021 hat seine türkis getupfte christschwarze Partei plakatiert: „Die Pandemie gemeistert.“

Gemeistert, von seiner Regierung nichts.

Plakate nur gekleistert.

Und dann spricht Alexander Schallenberg – im englischsprachigen Raum würde sein Name möglicherweise mit Banghill übersetzt werden; Mountain wäre denn doch ein zu großes Wort – weiter von der Solidarität, von der er recht gerne spricht.

So falsch er Solidarität generell bemüht, so falsch ist es auch jetzt, im Angesicht der katastrophalen Lage, in der sich Österreich befindet, weil seine Regierung alles, nur nichts richtig gemacht hat, zwei Drittel der Regierung nichts gemacht hat, und ein Drittel der Regierung alles …

Es muß nicht über all die Unwägbarkeiten gesprochen, es müssen nicht alle offenen Fragen angesprochen, es müssen nicht alle gesetzlichen und verfassungsrechtlichen Bedenken ausgeführt werden, die mit den von Lex Banghill nun verbal plakatierten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie einhergehen. Denn. Eines ist klar. Ein medizinisches Problem durch mutwillige Aufhetzung der Mehrheit gegen eine Minderheit lösen zu wollen, Solidarität mißbräuchlich zu bemühen, kann ein medizinisches Problem nicht lösen, sondern nur noch tiefer in die Katastrophe führen, nicht nur weiter in eine medizinische Katastrophe, sondern vollends in eine gesellschaftliche Katastrophe.

In der Impfung sieht Lex Banghill den letzten Ausweg, die letzte Ausfahrt aus der Pandemie. Aber mit seiner Herangehensweise, in der Zerteilung der Gesellschaft in ungeimpfte und geimpfte Menschen, spaltet er den Ausweg in viele Wege auf, die letztlich kein Ausgang aus der Pandemie sein werden, sondern Einfahrten zur absoluten Katastrophe in jedweder Hinsicht …

Mit „Shot“ wird im Englischen das Spritzen eines Impfstoffes oder mit einem Betäubungsmittel bezeichnet.

shot. 9. Informal. an injection of a vaccine or narcotic drug.

Während zwei Drittel der Menschen in Österreich mit einem Impfstoff sich haben schützen lassen — fraglich, ob dabei Solidarität eine Hauptrolle spielte –, dürfte seine gesamte Regierung sich mit power drug betäubt haben und weiter betäuben.

Lex Banghill will „die Zügel für Ungeimpfte straffer ziehen“ … Das ist wohl das Malheur Österreichs, an der sogenannten Spitze des Staates stets Sonntagsreiter … Und wenn sie nicht mehr, wenn auch nur für kurz Sonntagsreiterinnen in der österreichischen Regierung sind, wechseln sie als Sonntagsreiter in das österreichische Parlament und reiten dort spiegelbildlich zu seiner Regierung alles richtig zugrunde

Wien, Museum

Einem Eintrag der freien Enzyklopädie zufolge, besitze das „Wien Museum“ Werke von Josef Bock.

Mit Bestimmtheit kann eines gesagt werden, im Museum Wien sind Werke von Josef Bock aufgestellt, an einem Platz führt die Linie bereits vorbei, an einem weiteren Platz im Museum Wien ist unbedingt eine Haltestelle für die „Linie Österreich“ …

Dem Eintrag der freien Enzyklopädie zufolge, sei Josef Bock bis 1938 Mitglied der Secession gewesen, danach gehörte er dem Künstlerhaus … Keinen Eintrag in der freien Enzyklopädie gibt es dazu, daß Josef Bock Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste Wien war, Mitgliedsnummer B 3819.

Nicht nur er ein Mitglied der Reichskammer, sondern auch von der Bildhauerin der Knienden bis, bis zum Diener zweier Herren

Bei nicht wenigen wird wohl der Überblick verlorengehen, wie vielen sie dienten

Auch die Biographie von Josef Bock läßt daran denken, daß das heutzutage so oft gehörte identitäre Geplärre um Identität tatsächlich bloßes Gewinsel ist, Gewinsel nach einem rechten Herrn, der eine Frau oder ein Mann oder in heutiger Zeit beides oder x-faches für sich sein kann, zum Dienen, für das sofort die Identität gewechselt wird, schneller als das Handy

Eine besondere Leistung ist es, das ist anzuerkennen, Werbung für die Ausstellung „Auf Linie“ im Wien Museum zu plakatieren – im Museum Wien selbst für die Ausstellung zu werben, die von Menschen bereits besucht werden, möglicherweise auch – so vergeßlich wie Menschen nun einmal sind – um sie daran zu erinnern, daß sie gerade im Museum Wien …

Diener kranker Herren

Als sein erster kranker Herr 1938 in der Türkei stirbt, kehrt Heinrich Krippel 1938 nach Österreich heim, um seinem zweiten Herrn zu dienen, der seine industriellen Massenmorde noch vor sich hat. Sieben Jahre später stirbt auch sein zweiter Herr, auch er krank, aber er stirbt nicht an einem Leiden, sondern er entzieht sich durch seinen Selbstmord seiner Verurteilung für die von ihm mitverursachten Massenverbrechen und Massenmorde in Letztverantwortung.

Den Tod seines zweiten massenmordenden Herrn Führers erlebt Heinrich Krippel, der bis in die Gegenwart bespeichelte „berühmteste Bildhauer Ober St. Veits“, nicht mehr. Er stirbt am 5. April 1945.

Er war einer der erfolgreichsten Bildhauer seiner Zeit. Er ist zeitlebens seinen eigenen Weg gegangen, und der lief schnurgerade. Sein Schaffen war an keine Schule oder Stilart gebunden, sein künstlerischer Wille ist in seinen Werken aber klar erkennbar: einen bestimmten geistigen Inhalt klar und eindeutig zum Ausdruck zu bringen. Das Wuchtige lag ihm genauso wie das Weiche, Liebliche. Krippels geistige Art wurde durch die kühn erdachten Grabdenkmäler und Mausoleen offenkundig. Einfühlungsvermögen und persönliche Schaffenskraft dokumentieren sich auch im Wiener Neustädter Kriegerdenkmal.

Heinrich Krippel also „lief schnurgerade“, wie es so schön formuliert auf der Website

als Nachschlagewerk für Historisches aus Ober St. Veit und „Umgebung“

heißt, von dem einen zu anderen massenmordenden Herrn. Wie offenkundig Krippels geistige Art war, die stellte er 1944 noch einmal gar klar und eindeutig aus, nicht nur mit seiner Büste des Totenkopfanhängers seines zweiten nun endgültig kranken Herrn.

Als sein erster kranker Herr 1938 stirbt, kehrt Krippel also schnurgerade heim, wie sein zweiter Herr zur gleichen Zeit nach Österreich mit einem ganzen Land als sein Mitbringsel für seine Heimat heimkehrt, kehren sie beide 1938 heim, der eine von dem einen Ende der Linie, der andere von dem anderen Ende der Linie, um fortan Diener und Herr auf Linie

Das Einfühlungsvermögen des Mitglieds der Reichskammer der bildenden Künste seit seinem Heimkehrerjahr 1938 dokumentiert auf rechte Weise sein „Wiener Neustädter Kriegerdenkmal“, das er wohl auf einem von seinem ersten Herrn gewährten Heimaturlaub schmiedete, mit dem Spruch, der seinen geistigen Willen zum Ausdruck bringt: „Allzeit getreu“ …

In welch einer anderen Zeitschrift kann nur eine Beschreibung von Krippel Heinrich als in der Zeitschrift „Der getreue Eckart“ von dem nationalsozialistischen Verleger Adolf Luser erscheinen? Aber bereits in der Nummer 12 von 1934/35. So weit reicht es zurück. Wer schrieb nicht alles für den allzeit getreuen Eckart, nicht nur Luftballon-Franz, sondern auch u.v.a.m. Wehe-den-Besiegten-allen-Bruno, der auch für eine Zeit sein Herausgeber

Und auf Linie bis …