Klimakrise Wolfgang Sobotka

„Nationalratspräsident Sobotka trifft“, wird berichtet, Fridays-For-Future Aktivisten zum Gespräch und redet – natürlich – über die Klimakrise.“

Es ist Wahlkampf. Und dem ist es geschuldet, daß er mit den jungen Menschen redet, statt ihnen die so einfache wie kurze Botschaft seines Herrn zu verkünden: „Wir hatten die Klimakrise!“

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Ach, wie edel von des Herrn „Präsidenten“ den jungen Menschen nicht die philosophische Kritik an der prominentesten Vertreterin der jungen Menschen für Klimaschutz vorzuhalten – jedenfalls berichtet sein Kurier davon nicht –, stattdessen sie großväterlich zu beruhigen.

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„Wir werden nicht aussterben.“ Das sagt Wolfgang Sobotka den jungen Menschen. Damit spricht Sobotka wahr. Denn. Die Menschen werden nicht aussterben, die Menschen werden sich ausmorden.

Ausgestorben sind etwa die Dinosaurier. Das aber ist lange her. Die Zeiten sind vorüber, als Lebewesen ausgestorben sind, bedingt durch natürliche Zeitenläufte. An deren Stelle ist getreten die Ausmordung, die Ausrottung von Lebewesen durch den Menschen. Für seine Ausrottung hat der Mensch nur für ihn freundliche und gewissensberuhigende Begriffe gefunden, beispielsweise den von der „Überfischung“, die nichts anderes ist als Ausrottung, Ausmordung.

Ausgestorben. Dieses Wort drängt wie von selbst noch einen Aspekt auf, der die Politik direkt betrifft. Bei all den gesellschaftlichen Entwicklungen und also Fortschritten verwundert es doch immer wieder, daß sich Menschen von einem Schlage, auch von einem Schlage eines Wolfgang Sobotka in der Politik nicht nur halten können, sondern ihnen immer noch hohe und höchste Ämter übertragen werden, während sie in Wahrheit doch mit ihrem Gehabe längst schon … in ihrem Fall trifft ein Wort mit „über“ zu: sie sind Überlebende eines Systems, das im Grunde lange schon ausgestorben – –

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„Klima“, ein Wort, das in vielen Bereichen verwendet wird, etwa auch im Politischen. Es wird beispielsweise von einem „Gesellschaftsklima“ gesprochen. Auch das Klima der Gesellschaft ist in der Krise. Ein Mitverursacher der gesellschaftspolitischen Klimakrise durchaus auch ein Wolfgang Sobotka – was für Seltsames eine Klimakrise an den Tag zu verbringen mag, gar das Absonderliche, einem Boten des Herrn eine derartige Bedeutung beizumessen …

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„Das wird nix“

„Um die Politiker davon zu überzeugen, soll ein Klimaforscher von Fridays for Future einen Vortrag vor allen Parlamentariern halten darf.  ‚Schaut’s‘ sagt der Nationalratspräsident. ‚Ihr wollt‘s für diese Veranstaltung alle Parlamentarier aber das wird nix. Selbst, wenn ich als Präsident einlade -‚ […]“

Bis zu diesem Bericht wurde gedacht, es hieße richtig: „soll […] halten dürfen“ … Es mag nach den Sprachregeln dies nach wie vor korrekt sein, aber der Kurier des Herrn wird hiermit vielleicht eine tiefere Wahrheit zum Ausdruck gebracht haben wollen – sich „Parlamentarier halten darf“ … und das wäre abseits der Regeln durchaus stimmig.

„Parlamentier halten“: das paßt zum vor kurzem erst veröffentlichten Plakat der türkisgetupften schwarzen Partei: sich „Parlamentarier zu halten“, aber nicht sie entscheiden lassen, im Sinne des Herrn und seines Boten hat nicht das Parlament zu entscheiden, sondern es „entscheidet“ …

Was könnte der „Präsident“ alles zustande bringen, auch für junge Menschen, wenn sie einen Verlag hätten, aber sie haben keinen Verlag, und vor allem keinen derart recht hoch staatsausgezeichneten …

Und noch mehr könnte der „Präsident“ wohl zustande bringen, auch für junge Menschen, nennten sie sich bloß anders als „Fridays-For-Future“ … Zukunft, das ist doch so identitätslos. Wie recht rege würde der „Präsident“ werden können, würden sich die jungen Menschen beispielsweise „Mondays for Identitarian“ – –

PS Die Tageszeitung „Kurier“, die über dieses Treffen zwischen den jungen Menschen und dem „Präsidenten“ des „Das wird nix“ am 30. August 19 berichtet, weiß, wie der Herr es berichtet haben zu wünscht: „Die selbst ernannten jungen Gutmenschen verlieren deshalb keine Zeit.“ Was sind das doch für Ungezogene, ernennen sich selbst zu etwas, gar zu Gutmenschen … diese Ungeführten ohne Demut und ohne Geduld, ohne Legitimation, diese Frechen, die nicht warten, bis sie ernannt und gesegnet …

Wahrlich eine Tageszeitung, deren gesegneter Auftrag es ist, Kurierin einen ausgeglichenen Berichterstattung, mehr als das noch zu sein: salomonisch zu urteilen …

Nur ein Badengegangener mehr

„Ein Innenminister von diesem Schlage ist einer schon mehr als zu viel.“ In Europa insgesamt, in der Europäischen Union im besonderen.

Dieses Kapitel erfährt nun eine Fortsetzung, durch das diesem noch gefehlte glückliche Ende. Wie wahr das doch ist, es sind die Figuren eines Romans, auch dieses, die den Fortgang eines Romans bestimmen, in diesem Fall die Figur des Innenministers, der sich selbst mit einem Tritt aus dem Roman stößt.

Das hat, die dunkle Seite soll nicht verschwiegen werden, aber den Nachteil, es entläßt den Menschen als bloßes Schreibwerkzeug der Figuren aus seiner Verantwortung, läßt ihn beispielsweise darin sich sonnen, kein Grobian wie jener österreichischer Schriftsteller zu sein, der seine Figur mit einem Fußtritt aus seinem Roman schmeißt.

Das glückliche Ende eines weiteren Innenministers soll jetzt jedoch nicht durch Zweifel getrübt werden, dieses Kapitel soll einzig durch das glückliche Ende dieses Innenministers strahlen, nur ein Hoffnungskapitel ganz und gar sein.

Sein Ende als Innenminister hat der Innenminister selbst mutwillig betrieben. Im Grunde keine Überraschung. Menschen, vor allem Männer, von solchen Parteien können nichts anderes, als alles in die Luft zu sprengen, kennen nichts anderes als den Untergang.

Nun ist dieser Innenminister nichts weiter, als ein Badengegangener mehr. Wie lange war diese nun von diesem Innenminister im August 19 zu Fall gebrachte Regierung im Amt? Ein Jahr und vierundsiebzig Tage – vierzehn Monate und ein paar Zerquetschte.

Zum Sieger in diesem Wettkampf um den schnellsten Untergang ist aber jener Badengegangene zu küren, der das Ziel des glücklichen Regierungsendes bereits im Mai 19 erreichte. Seine Leistung soll dabei nicht verschwiegen werden. Er gewann gegen den Innenminister um Längen. In Zeiteinheiten heißt das: die von ihm zu Fall gebrachte Regierung war ein Jahr und einhunderteinundsechzig Tage im Amt – siebzehn Monate und ein paar Zerquetschte.

Dem siegreich Badengegangenen mit knapp drei Längen (2,90 Monaten in der Zeiteinheit dieses Wettkampfes) Vorsprung gereicht es zur Ehre, und darauf kann er stolz sein, ein fairer Schwimmer zu sein, noch auf den letzten Metern, das glückliche Ziel, das zugleich stets ein glückliches Ende ist, schon vor Augen, vergaß er nicht auf seinen Mitschwimmer, feuerte diesen auch noch an, geradeso, als hätte er mit dem nun innerministerischen Badengegangen gemeinsam ins Ziel einlaufen, gemeinsam ins Ende einschwimmen …

Solch ein Wettkampf hat, das soll abschließend nicht unerzählt bleiben, auch seine berührend traurigen Momente. So auch dieser Wettkampf. Der rührendste Moment in diesem Wettkampf wahr wohl, als eine ältliche Dame, der Innenminister war bereits auf seinen letzten Metern vor dem Ende oder dem Ziel, vom Beckenrand aus ihren Favoriten anfeuerte, indem sie ihrem Favoriten immerzu mit einem lauten „Triumphiere“ ermunterte, das Letzte aus sich herauszuholen, dabei war ihr Favorit da längst schon nicht mehr …

Gesinnungsgemäß bildungsbürgerlich

„So ergibt auch das für die FPÖ untypisch bildungsbürgerliche Hölderlin-Zitat auf der Denktafel Sinn:“

Das ist in der Qualitätstageszeitung österreichischen Zuschnitts zu lesen, am 28. August 2019.

Beinahe wollte eine andere Kapitelüberschrift geschrieben werden. Das wäre dann eine in kurzer Form gewesen, die zum Ausdruck gebracht hätte, etwas von bildungsbürgerlichem Standesdünkel, was nicht sein darf, kann nicht sein, eine bildungsbürgerliche FPÖ, Bildungsbürgerliches kann einer Partei wie der FPÖ nur unbeabsichtigt, sozusagen aus Versehen passieren, einen Hölderlin kann doch eine FPÖ nie und nimmer kennen und so weiter und so fort.

Aber so bildungsbürgerlich wie Drehli Robnik ist die FPÖ allemal. Um mit Hölderlin als erstem Beispiel zu beginnen.

Hölderlin, geliebt von dem Mann, der bis vor kurzem noch Innenminister in Österreich war.

Die Weihe zum Bildungsbürgerlichen erfährt nach wie vor ein jeder Mensch, der Goethe zu zitieren weiß. Wie der Mann, der bis vor kurzem Vizekanzler in Österreich war.

Wie bildungsbürgerlich dann erst ein Mann, der nicht nur Goethe kennt, sondern auch beispielsweise eine Brieffreundin von ihm. Bis kurzem noch ein Minister in Österreich, zur Zeit die Nummer eins auf der Liste identitären Parlamentspartei …

Schiller selbstverständlich auch. Ein für die FPÖ gesinnungstypisch ebenfalls bildungsbürgerlich zu gebrauchender Dichter.

Im Olymp des Bildungsbürgerlichen angelangt wohl jene Menschen, die Hebbel noch …

Und zum „Volke“ geht die FPÖ ganz und gar bildungsbürgerlich mit dem Dichter …

Ganz und gar bildungsbürgerlich typisch wird dazu die Musik von einem Komponisten genossen, der gesinnungsgemäß die Töne zu setzen weiß.

Die identitäre Parlamentspartei ist so traditionsbewußt bildungsbürgerlich, wie es auch eine präidentitäre Partei schon einmal war, um einmal noch auf Hölderlin als Beispiel zu kommen. Das kann in dem Kapitel „Latrine auf der Mölker Bastei“, mit dem der Betrachtungsrundgang um das Denkmal seinen Abschluß fand, gelesen werden.

In diesem Kapitel kommt, um das abschließend kurz noch zu erwähnen, auch ein Gedicht mit Bezug auf Hölderlin vor, von einem Dichter, dem die FPÖ wohl seine Zuzählung zum Bildungsbürgerlichen verweigerte.

Weiterhin österreichischer Spielplan

„wie waren wir doch froh und glücklich, wie sie kanzler geworden sind. das ganze land hat sich irgendwie zum positiven verändert. es war eine so gute, gute aufbruchstimmung. und, äh, wir waren entsetzt, wie frau rendi-wagner, wie die, das mißtrauensantrag gestellt hat. vollkommen verblödet. ich weiß nicht, da muß der haß und der neid so groß sein, daß man so etwas macht. sie hat damit die ganze republik in frage gestellt bzw. in schlechte zeiten geführt. ich hoffe so von herzen, sebastian kurz, daß sie triumphal zurückkommen werden. wir wären alle so froh, stolz und glücklich, wenn sie wieder unser kleines geliebtes österreich, mein heimatland, wieder in ihre hände nehmen würden, und wir werden wieder zurückkommen. ganz sicher. alles, alles gute für sie, und bleiben sie gesund.“

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Das Mißtrauensantrag – vollkommen verblödet.“

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„Der Neid“ – Dem Neid ist, das ist bekannt, nicht die rote Farbe zugeordnet, sondern die türkise und die blaue Farbe, und in der Vermischung der beiden Farben wird es, wie ebenfalls lange schon bekannt, zum Leiden.

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„Sie hat damit die ganze Republik in Frage gestellt.“ – Der Mißtrauensantrag stellte nicht die Republik in Frage, sondern die ÖVP als Regierungspartei. Die Gleichsetzung einer Partei mit der Republik ist je kein Wesenskern einer demokratischen Republik, sondern ist erstes Merkmal jedweder Diktatur.

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„In schlechte Zeiten geführt.“ – Führen also muß sein. Wer allerdings geführt hat, in „schlechte Zeiten“, das wird Christiane Hörbiger vielleicht von ihren Eltern nicht erzählt worden sein.

Vielleicht hat sie besonders von ihrer Mutter nur erfahren: „Wie waren wir doch froh und glücklich, wie sie Kanzler geworden sind. Das ganze Land hat sich irgendwie zum Positiven verändert. Es war eine so gute, gute Aufbruchstimmung.“

Das Antragen der Christiane Hörbiger an die tiefschwarze türkise Partei weist sie als mißratene Tochter aus. Mißraten heißt in ihrem Fall, sie ist zu sehr nach ihrer Mutter geraten. Das könnte beinahe als etwas Positives gesehen werden, als eine Art Bemühen um Gleichberechtigung von Frau und Mann durch die türkis getupfte schwarze Partei, sind es doch in der blauen Partei vor allem die Söhne, die mißraten sind, weil sie zu sehr nach ihren Vätern geraten sind.

Auch ihre Mutter hat gefilmte Botschaften verbreitet, für eine Partei, die sich selbst als der ganze Staat sah und verstand und vor allem so agierte. Der Mutter wurden die Botschaften vorgeschrieben. Die Mutter lernte die ihr vorgeschriebenen Botschaften brav auswendig und trug sie dann ergeben inbrünstig vor.

Es heißt nun aus dieser tieftürkisen Partei, es sei der Tochter die Botschaft nicht vorgeschrieben worden. Vielleicht ist das wahr, daß die Tochter die Botschaft sich selbst geschrieben hat. Ist das dann die türkis getupfte schwarze Veränderung seit vorgeschriebenen Botschaften für die Mutter, daß die Tochter ihr eigener Gerhard Menzel ist?

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„In schlechte Zeiten geführt.“ – Wohin, um auch davon noch kurz zu sprechen, die türkisfreie schwarze Partei das Land „führte“, als sie sich als Partei eins fand mit dem Staat, da war die Tochter noch ein paar Jahre vor ihrer Geburt.

Wie bekannt ist, wurde dem Attila und der Paula die Tochter in dem Jahr geboren, das nicht wenige in Österreich heute noch so kurz zusammenfassen würden: „Das ganze Land hat sich irgendwie zum Positiven verändert. Es war eine so gute, gute Aufbruchstimmung.“

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„Wie waren wir doch froh und glücklich, wie Sie Kanzler geworden sind.“ – Die ihr vorgeschriebene oder von ihr als Gerhard Menzel sich selbst geschriebene Botschaft läuft unter dem Titel „Wir für Kurz“ – und Kurz für Salvini

In wessen Namen spricht Christiane Hörbiger das „Wir“? Als welches „Wir“ darf das „Wir“ der Tochter verstanden werden, das der „Volksgemeinschaft“?

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„Triumphal zurückkommen werden. Wir wären alle so froh, stolz und glücklich, wenn Sie wieder unser kleines geliebtes Österreich, mein Heimatland, wieder in Ihre Hände nehmen würden, und wir werden wieder zurückkommen.“ – Von wo? Von der Insel?

Und wären seine Hände tatsächlich so groß, daß er ein ganzes Land in seine Hände nehmen könnte, mit solch großen Händen hätte er im Prater Karriere … Wie gut, daß die Zeiten vorüber sind, als Menschen mit einem solch gestalteten Körper ihr Dasein als Freaks auf Jahrmärkten … Nun, kurz gesagt, es wird gewußt, er hat nicht so große Hände, sein Körper jedenfalls ist nicht mißraten. Selbstverständlich hat Hörbiger das im übertragenen Sinn gemeint. Aber auch im übertragenen Sinn stellt sich noch immer und vordringlich die grundsätzliche Frage: Was kann ein Mensch, dessen Hände stets gefaltet sind, mit seinen immer gefalteten Händen, als wären die Hände, Kurzens Hände, zusammengewachsen, je noch in die Hände nehmen?

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Die ihr vorgeschriebene oder von ihr sich selbst geschriebene Botschaft eine Botschaft, die für beide Parteien, so verwechselbar sind diese zwei Parteien in den Farben des Neides inzwischen geworden, passend … aber wer weiß, vielleicht trägt die Tochter diese Botschaft bald schon für die zweite Partei vor. Ist doch von ihr bekannt, für wie viele Kandidaten sie in ihrem Leben vor Wahlen schon Fürrede gehalten hat, nicht nur für schwarze …

In Zeiten der Gleichberechtigung fehlt noch ein Stück über eine weibliche „Karl“. Ach, lebten bloß noch Carl Merz und Helmut Qualtinger!

„Wir wären alle so froh, stolz und glücklich, wenn Sie wieder“ ein Stück nach einem lebenden Vorbilde auf die Bühne brächten. Welchen Titel sie wohl dem Stück über einen weiblichen Karl geben würden?

Vielleicht ebenso einfach wie kurz: Frau Paula.

Noch in Jahrzehnten würden dann Menschen von dem Triumph des Helmut Qualtinger sprechen und alle bedauern, die Helmut Qualtinger nicht als Frau Paula im Burgtheater erlebten …

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Die bequem für zwei zurzeitige Parteien passende Botschaft der Frau Paula müßte allerdings nur ein wenig für die zweite Partei zum inbrünstigen Vortrage angepaßt werden, um dann unter dem möglichen Titel „Triumphale Rückkehr auf unsere Insel“ ein zweites Mal in derselben Kulisse veröffentlicht zu werden, und zwar in etwa so:

Wie waren wir doch froh und glücklich, wie Ihr Regierung geworden seid. Das ganze Land hat sich irgendwie zum Positiven verändert. Es war eine so gute, gute Aufbruchsstimmung. Und wir waren entsetzt, daß so ein Video veröffentlicht werden durfte, vollkommen unzensuriert. Ich weiß nicht, da muß der Haß und der Neid so groß sein, daß man so etwas macht. Sie haben damit die ganze Republik in Frage gestellt bzw. in schlechte Zeiten geführt. Ich hoffe so von Herzen, Norbert Hofer, so ehrenrecht von Herzen, Herbert Kickl, daß Sie triumphal zurückkommen werden. Wir wären alle so froh, stolz und glücklich, wenn Sie wieder unser kleines geliebtes Reich, mein Heimatland, wieder in Ihre Hände nehmen würden, und wir werden wieder zurückkommen. Ganz sicher. Alles, alles Gute für Sie, und bleiben Sie gesund und auch, kurz wie Sie sind.

„Wer am meisten brüllt, sind die Österreicher“

»6. – 11. September 1937. Noch klarer wird es am nächsten Tag. ›Das riesige Stadion ist schwach beleuchtet von Scheinwerfern, welche die massigen, unbewegten Bataillons der braun gekleideten SA gerade noch erkennen lassen.‹ Mittendurch ein Korridor vom Eingang des Stadions zur Tribüne des Führers. Der um Punkt acht erscheint. Rauschender Beifall, ›wer am meisten brüllt, sind die Österreicher‹. Zahllose Scheinwerfer gehen mit einem Schlag an, gen Himmel gerichtet. ›Tausend blaue Säulen umgeben ihn jetzt wie ein geheimnisvoller Käfig.‹«

„Wer am meisten brüllt, sind die Österreicher.“ 1937. Nürnberg.

Roberto Calasso zitiert Brasillach in seinem Buch „Das unnennbare Heute“ im Kapitel – „Wiener Gasgesellschaft“ …

Robert Brasillach, ein französischer Schriftsteller, der mit dem Reich kollaborierte, 1945 hingerichtet wurde.

Vor zweiundachtzig Jahren brüllten also die Österreicher am meisten, in Nürnberg, sie brüllten Adolf Hitler nicht nieder, das Brüllen war ihr Jubel für ihren Führer. Vor achtzig Jahren verkaufte die Wiener Gasgesellschaft jüdischen Menschen kein Gas mehr und vor einhundertzwölf Jahren wehte im Oberösterreichischen bereits die Hakenkreuzfahne …

Und was ist Brasillach geworden? Nun, dem kann wieder begegnet werden. In diesem Heute, einem Heute, das in Österreich ein recht benennbares Heute ist …

Vielleicht hat sich ein Innenminister, der seinen Stuhl nicht freiwillig räumte, sogar ein Buch von ihm mitgenommen, Gelegenheiten dafür wohl mehr als eine, etwa die auf dem Kongreß …

Hatte doch der einst montagsgemachte und kurz danach seinen Stuhl zu räumende Innenminister die Ehre, Referent zu sein, wie der Verleger von Brasillach …

Mit dem Verleger also die Ehre geteilt, auf einem Kongreß zu sprechen, mit einem Verleger, dem „Südtirol ein symbolischer Startpunkt für einen Eurofaschismus“ … mit einem Verleger die Ehre geteilt, gemeinsam einen Kongreß zu bespielen, der beseelt vom „Wiederbeleben des Faschismus“

Mit einem Verleger die Kongreßehre geteilt, der im Gegensatz zum zurzeitigen Obmann dieser Partei in Trauer ob des verlorenen Innenministerstuhls antwortet, aber dem nicht widerspricht: „Jeder Erfolg der FPÖ bringt uns dem Ziel näher: den Faschismus wiederbeleben.“

Übrigens, das nur kurz nebenher: Der zurzeitige Obmann wollte einst auch Innenminister werden … Ach, was wollte dieser nicht schon alles werden, auch Schutzherr von … geworden ist er schließlich, aber auch das nicht gewiß, ein Bauchredner oder eine Bauchrednerpuppe …

„Wie viele Intellektuelle seiner Generation zeigte sich Brasillach jedoch zunehmend von der dynamischen und vitalen Inszenierung des Faschismus beeindruckt.“

Das ist auf des Verlegers Seite zu lesen, kein Satz aber, der vor über achtzig Jahren geschrieben wurde, sondern im benennbaren Heute …

Brasillach beeindruckt in diesem gesinnungsgemäß benennbaren Heute auch eine so „normale Partei“ in Frankreich, wie die hoferische eine „normale Partei“ ist …

Kurz sich zu halten, das immer wieder sich vorsagen. Sonst noch eine Ausweitung dieses Kapitels, etwa auf Höcke – nein, dann müßte auch noch von dem jungen Mann erzählt werden, der seinen Stuhl nicht und nicht selber räumen wollte …

Daher. Um rasch zu einem kurzen Schluß zu kommen, nur noch festhalten: die Patriotismusformel der hoferischen Partei ist auch von Frankreich her recht gut ableitbar …

„FPÖ-Chef Hofer: ‚Wir sind eine normale Partei‘, ‚Historikerkommission: Bericht verzögert sich deutlich‘, weil noch die Bewertung durch den „Kulturverein österreichischer Roma“ fehlt

Noch vage äußerte sich Hofer zum lang erwarteten Bericht der Historikerkommission, in dem die braunen Flecken der FPÖ-Vergangenheit aufgearbeitet werden sollten: „Es wird am 5. August einen Termin geben, wo das, was vom Bericht da ist, auch vorgestellt wird“, so Hofer. Der vollständige Bericht werde aber erst später vorliegen – wenn auch vor der Wahl: „Ich hoffe, das geht sich aus.“ Grund dafür, dass der Gesamtbericht später folgen werde, sei, dass ihn die Freiheitlichen vom „Kulturverein österreichischer Roma“ bewerten lassen“ wollen. Wie es Mitte Juli aus Parteikreisen hieß, verliefen derartige Bemühungen bei israelischen Wissenschaftern bis dato erfolglos.

Norbert Hofer sagt, seine Partei sei eine „normale Partei“. Wie das entscheiden? Wer ist wer von wem? Ist nun Norbert Hofer die Bauchrednerpuppe von May, oder ist Karl May die Bauchrednerpuppe von Hofer? Mit der Lizenz zur freien Wortwahl bei gesinnungsgemäß gleichem Inhalt. May sagt, seine Partei sei eine „Partei wie nahezu jede andere auch“ …

Eine Antwort kann wenigstens gewiß gegeben werden.

Dieses Kapitel ist eine Tastaturpuppe von einem Kapitel: der Inhalt unverändert bei etwas anderer Wortwahl.

Kurz ist die Zeit bemessen, die von einem Interview. Der Obmann konnte soher nicht ausführen, weshalb seine Partei eine normale Partei sei. Das darf hier nachgereicht werden. Seine Partei ist eine normale Partei, weil:

Jede normale Partei läßt im Beisein ihrer Spitzen beispielsweise Angela Merkel so profund analysieren, beurteilen als „Schwerstverbrecherin“.

Jede normale Partei wird von einer Spitze angeführt, die sich in einem ganz recht einig ist, darin, der „Faschismus“ komme wieder: als „Antifaschismus“.

Jede normale Partei sagt von sich, die „wahre Pegida“ zu sein.

Jede normale Partei bezeichnet sich selbst als „identitäre Partei“.

Jeder normalen Partei ist ein Dokumentationszentrum eine „Denunziationsplattform“.

Jeder normalen Partei sprießt der Patriotismus edelweiß kornblumig.

Jeder normalen Partei Odal Zeichen höchster Kunst ist.

Jede normale Partei empfiehlt denselben Literaturkanon.

Jede normale Partei darauf neidisch ist, nicht das zu haben, was die FPÖ hat, nämlich ein Bündnis mit einem Innenminister an dessen Spitze.

Jede normale Partei druckt ebenfalls so reichlich Codes des kommenden „Antifaschismus.“

Jede normale Partei hat ebenfalls eine Gefolgschaft der recht hohen Schreibkunst mit einer Vorliebe für recht besondere Aufenthaltsorte, für alle, deren Gesinnung nicht nur normal, sondern gänzlich normal ist, eine Sonderbehandlung.

Jede normale Partei hat ebensolche Sprachwiederschöpfer, deren Wörter über die Ozeane in alle Welt getragen.

Jede normale Partei zieht mit ihren Burschen und Mädchen hinaus, hoch über der Stadt die „gold’ne Fahne der Arbeiter“ zu besingen.

Jede normale Partei stellt eine Brandschaft, das „Feuer zu beschützen und zu schüren“.

Nahezu jeder Bündnisinnenminister einer normalen Partei stellt die Portschy-Frage.

Bei einer dieser normalen Parteien, die normal wie die FPÖ sind, muß der Neid auch recht besonders ausgeprägt sein. Vielleicht liegt es an ihrer Farbe. Einerlei. Jedenfalls versucht sie massiv, normal wie die FPÖ zu sein. Da eine Unterstützung für einen Innenminister. Dort „Vertreter zu treffen“ von … mit Freude sichtlich.

NS Das sagt die FPÖ nicht, sie würde den Bericht noch durch den „Kulturverein österreichischer Roma“ bewerten lassen wollen, und deshalb die deutliche Verzögerung …

Wenn eine Bewertung von diesen Menschen, dann würde die FPÖ die recht normale Expertise von einem „Spezialjuristen“ einholen, und zur Absicherung von einem für sie ebenso normalen Bündnisinnenminister …

Kornblume und Hakenkreuz

In dem Sommergespräch am vorletzten Montag im August 19 wurde vieles nicht angesprochen, vieles nicht vorgebracht, und das wird dem Obmann der identitären Parlamentspartei recht angenehm und hilfreich gewesen sein.

Angesprochen wurde aber die „direkte Demokratie“.

Der Obmann mit seiner Anstecknadel, die keine Werbung für die „direkte Demokratie“, mit seiner Anstecknadel am Revers, die für überhaupt keine Demokratie Werbung ist, sondern nur Zeichen für eine vordemokratische oder eine nachdemokratische Gemeinschaft ist, muß sich winden und winden, um sich irgendwie herauszureden, darum herumzureden, warum das vor Wahlen Versprochene kurz nach Wahlen schon rasch Gebrochenes … Das muß wohl auch zum Wesenskern dieser Partei prominent gezählt werden:

Norbert Hofer-FPÖ: „Meine Partei … kläglich gescheitert. Was vor der Wahl versprochen … nicht eingehalten.“

Weil es in diesem Kapitel auch um ein Buch geht, das der Obmann der identitären Regierungspartei verfaßte, darf, ehe auf die „direkte Demokratie“ direkt zu sprechen gekommen wird, gleich noch ein Buch erwähnt werden, in einem weiteren Kapitel, dessen Inhalt der identitären Obmann für „insgesamt in Ordnung“ – der Inhalt eines als „rechtsextremistisch“ eingestuften …

Nun aber zu einem wirklich wesentlichen Buch, geschrieben freilich nicht in Österreich, zu „Das unnennbare Heute“ von Roberto Calasso.

Calasso schreibt:

„Erwähnt man den formalen Charakter der Demokratie, zeigen sich viele ungeduldig und erwidern rasch, dass die Demokratie niemals demokratisch genug sei und dass eine wahre Demokratie substanziell sein müsse und dass sie es eines Tages vielleicht sein werde und dass es dann eine ganz andere Demokratie sein würde … An diesem Punkt kann man sicher sein: Hier spricht ein Feind der Demokratie.“

Norbert Hofer spricht … nun er spricht davon, die Menschen seien nicht so dumm, wirbt also für eine „direkte Demokratie“, und zu sehen dabei ist seine Anstecknadel, die …

Callaso schreibt:

„Dann lebt die Schimäre der direkten Demokratie wieder auf. Ihre Grundlage ist der Hass auf die Vermittlung, der leicht zum Hass auf das Denken an sich wird, das unlösbar mit der Vermittlung zusammenhängt.“

Wenn ein Mensch, sagt Hofer in dem Sommergespräch, klug genug sei, einen „Politiker zu wählen oder nicht zu wählen“, dann sei er auch … Callaso lebt in Italien. Ein Land als gutes Beispiel für die Klugheit, die für Hofer die höchste sein muß, die vorstellbar ist, diese Klugheit, eine mit seiner Partei verbündete Legapartie mit derart vielen Stimmen, mit derart vielen Vorzugsstimmen …

Hakenkreuz. Auch dieses kommt vor bei Callaso.

„An einem anderen Weihnachtstag, sechsundzwanzig Jahre zuvor, hatte Lanz von Liebenfels auf Burg Werfenstein zum ersten Mal eine Fahne mit dem Hakenkreuz gehisst […]“

Das war 1907. Die Burg Werfenstein, eine in Österreich. Vor 112 Jahren in Österreich bereits die Hakenkreuzfahne aufgezogen. Im Oberösterreichischen. Dazu fällt sogleich eine andere Ruine ein, über Jahrzehnte nach Auschwitz nicht geschafft, in Österreich, ein Hakenkreuz zu entfernen. Im Kärntnerischen.

Vor 112 Jahren. Lanz von Liebenfels. Guido von List

Damals hatten, kurz gesagt, Spendende andere Namen als jene, die auf der Insel … ums Geld einsammeln, um das Horten von Kapital für … auch damals ging es, kurz gesagt, darum, und sonst, heute, irgend etwas anders seit damals?

Und, was auch schon recht lange geht, ebenfalls recht weit über einhundert Jahre, ist die Sache mit der Kornblume, mit der hoferischen Kornblume, die Umtriebe gegen …

Namen haben sich geändert. Ja, und manchmal ändern sich nicht einmal die Namen. Immer wieder kommen Menschen, vor allem Männer, mit demselben Namen vor, tragen diesen als Gesinnungsbanner … etwa diesen Namen, der seit mehr als zweihundert Jahren immer wieder recht … dessen Gesinnung durch die Zeiten unterschiedliche Begriffe zugeordnet; dem Letzten eines solchen Namens wird attestiert, ein „Rechtsextremistischer“ zu sein, in einem Buch, freilich in einem Buch, das ebenfalls nicht in Österreich geschrieben wurde, wie in diesem Kapitel gelesen werden …

Archiv ist Hofer mit Partei

Es kam, wie es kommen mußte. Tobias Pötzelsberger fragt Norbert Hofer nach dem sogenannten Bericht der sogenannten Historikerkommission der immer noch FPÖ genannten Partei … Am vorletzten Montag im August 19.

Pötzelsberger bringt die Kritik wieder, es stehe in diesem Bericht wenig zu Burschenschaften. Burschenschaften würden ihre Archive nicht öffnen wollen und so weiter.

Pötzelsberger: „Bei der Sie selber dabei sind, könnten Sie da nicht sagen, Leute, öffnet Euer Archiv.“
Hofer: „Gerne, aber das wird für Sie nicht sehr spannend sein, was da drinnen steht.“

Damit hat Norbert Hofer vollkommen recht. Es ist nicht spannend, weil das Archiv ohnehin offen ist, also bekannt ist, was nicht noch einmal in einem Bericht zu stehen bräuchte. Das Archiv ist Norbert Hofer und seine Partei, und als solches offen mehr als genug.

Kellerpuppe aus der hoferischen Ramschbude wird mit burschenschaftlicher Fürrede eingeschaltet ausgeschickt

Hofer-FPÖ: Auf den Knecht hinhauen, damit der Herr ihn schützen kann

Burschenschafter in Deutschland als Staatssekretär entlassen, in Österreich im Parlament geehrt

Kommerse: Von Schiller zu Fest, Hofburg 18

„Ehre und Treue doch – Gesinnungstyrannei nicht zu leugnen“

Im Gedenkjahr 2018 eine ÖVP-FPÖ-Regierung: Schaften, geht voran!

Es würde, sagt Hofer zu Pötzelsberger, nicht spannend sein, was bei seiner eigenen Verbindung – „Ehre, Freiheit, Vaterland“ …

Es ist tatsächlich nicht spannend, stets das Auswendiggelernte aufgesagt zu hören zu bekommen, also dieses etwa, es bliebe immer unerwähnt, daß Hitler die Burschenschaften …

Norbert Hofer – Kaum eine Woche im Amt und …

NR Christian Hafenecker antwortet lachend.

Norbert Hofer und seine Partei sind das einzige Archiv, wenn es um Burschenschaften geht, das von Interesse ist, denn er und seine Partei kandidieren in Wahlen, nicht die sogenannten Burschenschaften, nicht die sogenannten Mädelschaften und nicht die sogenannten Landsmannschaften …

Es kommt die Rede zwischen Pötzelsberger und Hofer auch auf die sogenannten Identitären. Und Hofer, der zurzeitige Obmann einer identitären Parlamentspartei will mit den sogenannten Identitären außerhalb des österreichischen Parlaments nichts zu tun haben. Das ist auch nicht spannend, aber lustig.

Zur Sprache zwischen Pötzelsberger und Hofer kommt nicht „Pegida“. Nach der „Pegida“ wird Hofer, deren „Anliegen er für berechtigt“ hält, nicht gefragt, der zurzeitige Obmann der „wahren Pegida“ wird also nicht gefragt, was seine Partei als „wahre Pegida“ von der „Pegida“ …

Mord und kein Entsetzen von jenen in Österreich, die die „wahre Pegida“ wählen, die mit der „wahren Pegida“ koalieren

Angesprochen wird auch nicht der recht besondere Patriotismus der von Hofer geführten Partei …

Die hoferischen Antworten wären auch nicht spannend gewesen, wohl lustig, wie er sich winden würde, ach, auf die Dauer verliert auch das Sich-Winden das Lustige.

Fad inzwischen auch seine Werbung für einen Orden mit seinem Anstecker … Fad, aber mit einer Änderung, nun ist der Ansteckverteiler ein Kandidat von Hofer und seiner Partei für die Nationalratswahl am 29. September 19, ist der Ansteckverteiler die 8 auf der Liste der identitären Parlamentspartei von Norbert Hofer.

Was Österreich ohne Ibizkaja immer noch hätte: eine Bundesregierung mit diesem Innenminister und seinem Kurz

„Herbert Kickl keinen Platz in einer Regierung haben sollte. Er hat sich als Innenminister in verschiedenen Bereichen durch sein Verhalten eigentlich schon disqualifiziert, er hat dann am Höhepunkt der Ibizakrise in einer sehr sensiblen Phase für die Regierung und auch für die Republik aus meiner Sicht nicht richtig reagiert und das führt dazu, daß er mein Vertrauen für eine Regierungsfunktion nicht hätte.“

„Ich habe keine guten Erfahrungen gemacht mit Herbert Kickl als Innenminister.“

Das sagt in der gestrigen Nacht im Fernsehen Sebastian Kurz. Am 30. Juli 19 zu Armin Wolf.

Das heißt, ohne Ibizkaja würde es diesen Innenminister immer noch geben, auch heute noch, am 31. Juli 19, und Sebastian Kurz wäre immer noch und weiter …

Was wäre Sebastian Kurz immer noch und weiter? Einer, der siebzehn Monate lang nicht handelt, nichts tut, bloß zusieht, obgleich er weiß, daß vor allem einer stellvertretend namentlich genannt in dieser Bundesregierung sich in diesen siebzehn Monaten „disqualifiziert“ hat …

Was heißt das, sich zu disqualifizieren? Manchmal ist es gut und wichtig und notwendig, die vielen Bedeutungen von einem Wort anzuführen – Disqualifikation: Untauglichkeit, sich einer Sache unwürdig erweisen, sich unmöglich machen

Er, Kurz, hat also siebzehn Monate gebraucht, um eines zu lernen, den Stoff wenigstens soweit zu begreifen, daß einer untauglich, unwürdig, unmöglich ist.

Es gibt eine alte Wahrheit, daß jeder Mensch seine eigene Zeit nach seinen eigenen Fähigkeiten braucht, um etwas zu lernen, etwas zu verstehen, etwas zu begreifen. Auch ihm, Kurz, ist diese Zeit zuzugestehen, aber nicht in solchen verantwortungsvollen Positionen, dafür sind die Risiken zu hoch, die negativen Auswirkungen auf Menschen nicht in Kauf zu nehmen.

Ohne Ibizkaja hätte es Sebastian Kurz im Fortbestehen dieser Koalition vielleicht auch noch gelernt, in zwei oder drei Jahren endlich den Stoff, aus dem die FPÖ ist, erfaßt, nämlich daß nicht nur einer aus dieser Partei untauglich, unwürdig … also in einem halben Regierungsjahrzehnt das begriffen, was sonst in Österreich seit Jahrzehnten gewußt wird: die Unwürdigkeit der identitären Parlamentspartei zum Regieren …

… und dafür ist er nicht zu schelten, ist er, Kurz, doch mit dieser Lernschwäche gesegnet, die er mit gar so vielen Wählern teilt, mit der Lernschwäche gesegnet, die gar so viele Wählerinnen seit Jahrzehnten bestimmt, immer wieder diese Partei zu wählen.

Ohne Ibizkaja also hätte Sebastian Kurz den Menschen in Österreich weiter einen Innenminister zugemutet, der untauglich, unwürdig, unmöglich …

Ohne Ibizkaja also hätte Sebastian Kurz noch auf Jahre hinaus, zumindest bis zur nächsten regulären Nationalratswahl, den Menschen in Österreich zugemutet, daß sie mit diesem Innenminister weiter „schlechte Erfahrungen“ machen, so wie er, Kurz, in diesen siebzehn Monaten schon „schlechte Erfahrungen“ gemacht hat, freilich, mit einem wesentlichen Unterschied, die „schlechten Erfahrungen“ hatten und haben auf ihn, Kurz, im Gegensatz zu allen Menschen in Österreich keine Auswirkungen, vor allem keine schlechten; er, Kurz, würde nur irgendwann das Büro im Bundeskanzleramt für immer verlassen müssen, vom geistigen Alter her mit einer sofortigen Pensionsantrittsberechtigung.

Und wer einmal damit begonnen hat, Menschen dem auszusetzen, mit ihm schlechte Erfahrungen zu machen, hört damit je nicht auf, im Gegenteil, er muß die Dosis erhöhen und erhöhen, die Auswirkungen auf die Menschen durch diesen Innenminister, hätte es Ibizkaja nicht gegeben, hätten nur die Steigerung auf diesem begonnenen Weg erfahren: schlecht, schlechter, schlechteste, total schlechteste …

Von Sebastian Kurz kann nicht von einem Wiederholungstäter gesprochen werden, denn das setzte voraus, daß er Taten setzt, handelt, und wer, wie Kurz, siebzehn Monate lang einen Untauglichen, Unwürdigen, Unmöglichen gewähren und vorführen läßt, sich siebzehn Monate lang dem aussetzt, mit einem solchen Mann schlechte Erfahrungen zu machen, kann schwerlich, ist unmöglich ein Mensch der Tat zu nennen, oder eigentlich schlimmer noch, auf diesem sonderlichen Weg doch ein Wiederholungstäter, ein Wiederholungstäter der Untätigkeit.

Aber wer einmal diesen stellvertretend namentlich genannten Untauglichen, Unwürdigen, Unmöglichen machen ließ, ihn recht gerne weitermachen gelassen hätte, wäre ihm, Kurz, nicht Ibizkaja in die Parade gefahren, kann von den Untauglichen, Unwürdigen, Unmöglichen nie mehr lassen, und so ist keine Überraschung, daß er sich schon dem nächsten Innenminister zugewandt …

Es war in der gestrigen Nacht keine Überraschung, daß er, Kurz, ein weiteres Mal die Gültigkeit seines ihn einzig vollauf getroffenen Porträts bestätigte, vor allem mit seiner Antwort auf die Frage von Armin Wolf, was denn der Unterschied zwischen dem Disqualizierten und — „in den öffentlichen Stellungnahmen gibt’s keinen Unterschied“ …

„In den Gesprächen, die ich mit FPÖ-Vertretern gehabt hab, wo Sie bekanntermaßen nicht dabei waren. Nein, aber wir hatten ja Vier-Augen-Gespräche, wir hatten Telefonate. Ich glaub, das wissen Sie, daß Sie nicht dabei waren, glaub ich, daß ist keine Überraschung für Sie. Als das Ibiza-Video veröffentlicht worden ist, gab es natürlich einen Austausch […] einige Telefonate mit Norbert Hofer und da gab’s natürlich aus meiner Sicht unterschiedlichste Überlegungen und eine davon war, gemeinsam mit Norbert Hofer die Frage zu stellen […] die Koalition fortzusetzen.“

Armin Wolf wird in der gestrigen Nacht erleichtert das Studio verlassen haben, jetzt mit Sicherheit zu wissen, daß er, Wolf, „nicht dabei war“, als Kurz mit Hofer … Vielleicht war bei Armin Wolf ein wenig Überraschung dabei, von Sebastian Kurz zu erfahren, was er selbst wissen sollte, also wo er, Wolf, wann wo dabei und wann wo er, Wolf, nicht dabei …

Raketen, Torpedos, Glocks und Kriterien

„Hintergrund des Artikels war der Polizeieinsatz gegen einen unbedeutenden FPÖ-Mandatar [..]“

Es ist dieser „FPÖ-Mandatar“, so schreibt es die Website FPÖ unzensuriert am 17.07.19, also ein „unbedeutender FPÖ-Mandatar.

Kurz zu Erinnerung: Dieser „FPÖ-Mandatar“ feuert „29 Kugeln“ auf Sträucher und stellt sich dabei vor, wird berichtet, auf zwei Menschen zu schießen.

Was sie wohl für Kriterien für die Bestimmung, wann wer bedeutend und wann wer unbedeutend ist, anlegt?

Ist ihr ein Kriterium, daß dieser „FPÖ-Mandatar“ ihr ein „unbedeutender“ ist, weil er sich stets mit „Unbedeutenden“ abgab, sich stolz nur mit „Unbedeutenden“ zeigte?

Ob ihr, dieser Website, der Mann, der nach den Sträucherschüssen meint, es sei schade, daß er, der „FPÖ-Mandatar“, die zwei Menschen nicht getroffen habe, ebenfalls ein „Unbedeutender“ ist? Das verrät diese Website nicht. Ist es ein weiteres Kriterium, „unbedeutend“ ist, wer für diese Partei kandidiert, wie ebendieser Mann, der einst für die Partei als Kandidat für das österreichische Parlament …?

„Immerhin hätten ja Norbert Hofer, Heinz-Christian-Strache und Johann Gudenus angegeben, über Waffen aus dem Hause Glock zu verfügen. Das genügt aber bereits, um alle FPÖ-Politiker pauschal zu verdächtigen. […] Denn scheinbar ist man für den Standard neuerdings schon verdächtig, wenn man in Österreich Waffen besitzt und Wert auf Eigenschutz legt.“

Recht besondere Kriterien scheint diese Website auch in bezug auf „Eigenschutz“ zu besitzen. Dieses Kriterium erfüllt wohl ein Mann wie Guido Leitner, in 17 Kandidat dieser Gesinnungsgemeinschaft für das österreichische Parlament, für den erst eine „Panzerabwehrrakete“ den totalen „Eigenschutz“ zu bedeuten …

Jener Mann, bei dem eben erst eine „Luft-Luft-Rakete“ gefunden wurde, hat diese vielleicht gar nicht verkaufen wollen, möglicherweise stellt sich nach weiteren Einvernahmen heraus, er habe diese Rakete aus „Eigenschutz“ …

Unter dem Aspekt des „Eigenschutzes“ sind wohl auch die Aufrufe zur „Spendenaktion“ für „Torpedos“ auf ebendieser Website von einem Mann oder einer Frau zu verstehen …

Und auch unter dem Aspekt des „Eigenschutzes“ das recht großzügige Angebot auf ebendieser Website von, darf angenommen werden, einem Mann, neuwertige „9 mm para“ vergeben zu wollen, weil eben „Eigenschutz“ ein recht hohes …